NVidia präsentiert GTX465 - Fermi abgespeckt

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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2. Juni 2010 - 23:37 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Wie bereits im sonntäglichen Hardware-Newsroundup angekündigt, präsentiert NVidia auf der diesjährigen Computex ein neues Modell der DX11-tauglichen Grafikkarten auf Basis der GF100-GPU. Dieser in der Entwicklungszeit "Fermi" genannte Grafikchip wird auch in den aktuellen Topmodellen GTX470 und GTX480 eingesetzt und erntete in der Vergangenheit zwar Lob für hervorragende Tesselation-Performance aber auch viel Kritik wegen seiner hohen Energieaufnahme, die nur mit lauten Lüftern gebändigt werden kann.

Ein weiteres Derivat des GF100 kommt jetzt im Form der GTX465 auf den Markt. Das Kürzel "GTX" steht weiterhin für "Topmodell", NVidia sieht diese Karte nicht als Mittelklassemodell, sondern als Konkurrenz zu ATIs HD5830. Leider orientiert man sich in Kalifornien offenbar preislich nicht am kanadischen Vorbild -- geht die HD5830 schon für unter 200 Euro durch die Kasse, muss man für die GTX465 mindestens 280 Euro investieren. Und das, um das Fazit vorwegzunehmen, bei vergleichbarer Leistung aber höherem Energiebedarf.

Bei der GTX465 nutzt NVidia offenbar GPUs, die nicht alle Anforderungen für eine GTX470 oder GTX480 erfüllen. So kommen von maximal 480 Shadereinheiten (GTX 480, bei der GTX470 werden 448 Einheiten genutzt) nur noch 352 Shader zum Einsatz. Auch der Speicherbus musste Federn lassen, von 320 Bit bei der GTX470 wurde er auf 256 Bit beschnitten, was sich auch beim Speicherausbau bemerkbar macht: Die GTX470 nutzt 1280 MB während auf der GTX465 nur 1024 MB zum Einsatz kommen. Die Taktraten der GPU sind im Vergleich zum großen Bruder GTX470 nicht beschnitten worden, nur der Speicher taktet mit 1607 MHz anstatt 1676 MHz etwas langsamer. Natürlich unterstützt die GTX465 aber weiterhin DX11, CUDA und PhysX-Physikbeschleunigung.

Die Fermi-Architektur ist stark auf DX11-Funktionen ausgelegt, weshalb Programme mit intensiver Nutzung entsprechender Funktionen wie Tesselation im Vergleich deutlich flotter laufen als ältere Titel. NVidia bevorzugt daher entsprechende Benchmarks wie den Unigine Heaven-Benchmark oder den relativ neuen StoneGiant-Benchmark. Auch Spiele wie Metro2033 profitieren stark von der GF100-Architektur und laufen auf einer entsprechenden Karte deutlich schneller als auf vergleichbaren ATI-Pendants. Sobald Physikbeschleunigung nach NVIdias PhysX-Standard zum Einsatz kommt, ist die Rechenkraft einer ATI HD5000-Karte sowieso nutzlos, diese Funktionen unterstützen ausschließlich NVidia-GPUs. 

Einen ausführlichen Benchmarkmarathon hat Computerbase mit der GTX465 durchgeführt. Hier wird deutlich, dass die GTX465 sich zwischen ATIs HD5830 und HD5850 einreiht, allerdings mit gewissen Vorteilen für zukünftige, DX11-orientierte Titel. Einzig Nutzer großer 30"-TFTs mit einer Auflösung von 2560x1600 Bildpunkten sollten besser zu einem schnelleren Modell greifen. Denn in dieser Auflösung schwächelt NVidias neuester Spross etwas im Vergleich zu ATIs Topmodellen. Ansonsten ist die GTX465 schnell genug, um jedes aktuelle Spiel in 1920x1200 Bildpunkten auch mit aktiven Bildverbesserungen wie Kantenglättung flüssig darzustellen. Allerdings benötigt die GTX465 mit maximal 200 Watt deutlich mehr Energie als ATIs sparsame HD5000-Reihe. Auch der Einsatz von drei Monitoren an einer Grafikkarte ist bei NVidia nicht möglich. Ferner sind die ATI-Karten im Vergleich etwas leiser als NVidias Konkurrenzkarte.

Der größte Vorteil für die von NVidia als direkte Konkurrenz ausgesuchte HD5830 ist aber der Preis von unter 200 Euro im Vergleich zu 280 bis 300 Euro für die GTX465. Vor allem im Vergleich zur GTX470 erscheint uns dieser Preis als deutlich zu hoch angesetzt, denn letztere gibt es bereits ab 315 Euro und ist gut 20 Prozent schneller. Bewahrheitet sich eventuell doch das Gerücht, NVidia würde die GTX470 auslaufen lassen, um die GTX465 in den Vordergrund stellen zu können? 

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 31. Mai 2010 - 10:45 #

Mich würde es nicht wundern, wenn die 470 zugunsten der 465 aufgegeben wird. Die Produktionsosten für die 465 dürften deutlich unter denen der 470 liegen (weniger anspruchsvolles Board da nur 256 Bit Speicherinterface, weniger aufwändige Spannungsversorgung, deutlich höhere Ausbeute bei der GPU), was für NVidia wohl der wichtigste Faktor bei dieser Karte sein dürfte.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6919 - 31. Mai 2010 - 21:54 #

Hab ich jetzt auch so kombiniert. Wer bitte kauft sich eine GTX465 wenn er für 20 € mehr ne GTX470 bekommt? Daher GTX470 auslaufen lassen! Ich hab meine und nach mir die Sinnflut! Vernünftige Leute greifen zu ner Radeon 5870/5850 oder warten bis Herbst, dann gibt es eine verbesserte Radeon welche aber immer noch im 40nm Verfahren gefertigt werden soll. So wird es jedenfalls orakelt ;)

Flopper 15 Kenner - 3503 - 31. Mai 2010 - 16:15 #

Computex ist noch langweiliger als CeBit, man muss da wirklich schon Fachbesucher sein um da groß Spaß zu haben. Dafür kann man sich da gut umsonst rein schmuggeln (oder es kostet gar nix?) wenn es später wird und die alle Türen wegen der Hitze aufreizen.

PARALAX (unregistriert) 1. Juni 2010 - 4:59 #

Warum müssen eigentlich immer so leicht bekleidete Frauen für solche Werbezwecke eingesetzt werden? Ein paar knackige Jungs tätens doch auch. ;-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 1. Juni 2010 - 6:23 #

Die knackigen Jungs waren alle beim Grand Prix ;) .. Ach, der heißt ja anders.. Egal..

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20736 - 1. Juni 2010 - 21:09 #

Sind eh noch net viele DX11 Spiele auf dem Markt. Kann man ruhig noch eine oder sogar 2 Generationen später zuschlagen. 570 oder 670.

Lohnt sich nach meiner Meinung einfach noch net

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