Pachter verteidigt Ubisofts Kopierschutzsystem

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3. Juni 2010 - 0:36 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Michael Pachter ist in der Spielebranche eine äußerst bekannte Persönlichkeit. Der amerikanische Analyst fällt immer wieder durch höchst gewagte und kontroverse Thesen auf. So rechnet er innerhalb der nächsten Jahre mit einem Call of Duty Online, das auf monatliche Gebühren setzen soll, und auch Blizzards Battlenet wird seiner Meinung nach über kurz oder lang mit Abogebühren ausgestattet werden. Solche Analysen sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen und müssen auch nicht eintreten. Mit seiner neuesten Aussage, die er in seinem Videoformat Pach Attack tätigte, dürfte er sich unter Spielern hingegen nicht viele Freunde machen.

Dort sprach er diesmal unter anderem auch über Ubisofts höchst umstrittenes Kopierschutzsystem, das neben der Bindung der Spiele an ein persönliches Benutzerkonto auch eine dauerhafte Internetverbindung voraussetzt (wir berichteten). Demnach findet er, das Anfertigen einer Kopie von einem Freund sei ebenso Diebstahl, wie der reale Diebstahl aus einem Geschäft. Außerdem hätten die Publisher kein Problem mit dem Weiterverkauf von Spielen:

Wenn ein Unternehmen euch ein Spiel verkauft, ist es für sie kein Problem, wenn ihr es wieder verkauft und es von jemand anderem gekauft wird, oder ihr es einfach weitergebt. Wenn ihr allerdings Kopien anfertigt, ist das gegen das Gesetz.

Alles, was Publisher und Entwickler tun, um ihre Spiele zu schützen, sei ihr gutes Recht, meint Pachter weiterhin. Zudem würde er sich wünschen, dass alle Spiele einen solchen Kopierschutz haben.

Neben der grundsätzlichen, noch immer nicht abschließend geklärten Problematik, ob das Kopieren von digitalen Inhalten als Diebstahl zu bezeichnen ist, zeigt sich in Pachters Argumentation noch ein weiterer Punkt, der zu kritisieren ist. Die Aussage, Publisher würden gegen einen Weiterverkauf keine Einwände haben, entspricht inzwischen sicher nicht mehr der Realität. Ubisofts Kopierschutz verhindert diesen durch die Bindung an ein Konto komplett, andere Publisher beschreiten neue Wege, um gebrauchte Spiele zumindest zu entwerten. Zu nennen wäre hier zum Beispiel EA mit seinem "Project Ten Dollar", das Käufern neuer Spiele zusätzliche Spielinhalte bietet, die Gebrauchtkäufer hingegen extra bezahlen müssen. Und auch der Online-Pass, der allen von EA veröffentlichten Sportspielen ab dem Jahrgang 2011 beiliegen soll, ist in diese Kategorie einzuordnen.

Wer sich Pachters Aussagen im englischen Original anhören möchte, sollte sich das eingebettete Video ansehen. Im Anschluss wird außerdem das Zustandekommen der unterschiedlich hohen Spielpreise in Europa und den USA erläutert und kommentiert.

Video:

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 30. Mai 2010 - 14:09 #

Nimmt den überhaupt noch irgendwer ernst?

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 30. Mai 2010 - 14:59 #

Ich schon lange nicht mehr, der Typ hat echt nur komische Vorschläge und scheint sich zwar mit der Publisher-Entwickler Seite auszukennen aber von Spielern hat er keine Ahnung und versteht somit auch deren Wünsche, Bedürfnisse und vor allem Ängste nicht. Es wäre echt gut wenn er bei solchen Themen die Klappe halten würde, weil so gibt er nur Ubisoft Rückenwind.
Und er sollte durchdenken was er sagt, weil das mit dem "es ist kein Problem wenn ihr Spiele weiterverkauft" ist einfach Blödsinn.

Limper 16 Übertalent - P - 5442 - 30. Mai 2010 - 17:54 #

Ach, ich find Ihn lustig. Immerhin machen seine Aussagen, von einem geschäftlichen Standpunkt her, schon Sinn.

Turrican 10 Kommunikator - 482 - 30. Mai 2010 - 22:01 #

Sklaverei macht von einem Geschäftlichen Standpunkt her auch Sinn. Das heisst aber nicht das dies richtig ist.

Es gibt zuviele "Experten" ,die entweder in der Spiele Branche oder aus dem Finaziellen-Sektor im generellen kommen. Die Seite des Spielers/Konsumenten wird leider zu oft ignoriert.

Trotzdem, die Preiserhöhung von Activision/Blizzard, die DLC abzocke, die neuen Kopierschutzmaßnahmen, all dies scheint dem grossteil der Konsumenten leider überhaupt nicht zu stören. Ich sehe keine grossen änderung in der nächsten Zeit.

Für diese Aussage braucht es auch keinen "Experten". ;)

Z 12 Trollwächter - 1009 - 31. Mai 2010 - 13:47 #

Lieber Turrican, sie dir da mal nicht so sicher, ob der Großteil der Konsumenten nicht doch gestört ist von diesen Maßnahmen. So etwas ist nicht wirklich leicht herauszufinden. Der Games-Markt ist immer noch eine Wachstumsbranche und inwieweit solche Kopierschutzmechanismen dieses Wachstum ausbremsen oder nicht lässt sich nur schwer abschätzen.

Die Tatsache aber, dass sich mindestens einmal in der Woche ein Interessenvertreter der Branche zu Wort meldet, um die Maßnahmen zu verteidigen, ist doch ein eindeutiges Zeichen, dass die Akzeptanz beim Kunden gering ist.

Tr1nity 28 Endgamer - 101087 - 30. Mai 2010 - 14:14 #

Na, da hat der Pachter mal wieder schon gepachtert.

Kopierschutz ansich schön und gut, aber der von Ubisoft schießt einfach über das Ziel hinaus. Man kauft ein Produkt, das man nur eingeschränkt nutzen kann. Nein danke.

Ubisoft mag es frei stehen seine Produkte auf diese gängelnde Art zu schützen, also steht es auch mir frei Ubisoft-Produkte für den PC weiterhin zu boykottieren.

Pausen 11 Forenversteher - 813 - 30. Mai 2010 - 14:43 #

Ich vermisse die guten alten zeiten als man noch ne wählscheiben hatte und damit piraten bastel musste wie in monkey island oder wie in indiana jones wo es ein gut 20 seitenlangs code buch gab

maddccat 18 Doppel-Voter - 11662 - 30. Mai 2010 - 15:54 #

Es gab ein extra Code-Buch? Ich meine mich zu entsinnen, dass die Symbole für den Kopierschutz in der Spielanleitung unten oder oben am Rand standen.

Tr1nity 28 Endgamer - 101087 - 30. Mai 2010 - 18:14 #

Es ist verdammt lange her, aber wenn ich mich recht erinnere, war das so: Bei Indy 3 (Last Crusade) war's glaub ich ne Wort-Abfrage aus vom Buch, das diesem aus dem Film basierten Buch voller Notizen von Henry Jones Sr. nachempfunden wurde, was ja als Beilage mit dabei war. Bei Indy 4 (Fate of Atlantis) war es sowas ähnliches, damit man die Steinscheiben richtig zueinander hindreht. Kann natürlich sein, daß das bei späteren Versionen wieder anders war.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11662 - 31. Mai 2010 - 11:07 #

Gerade mal nach "indiana jones 4 manual" gegoogelt. Der erste Treffer zeigt dann auch direkt die Anleitung mit den Code-Symbolen. Meine Erinnerung täuscht mich also nicht, was aber natürlich nicht ausschließt, dass es beides gab.

Anonymous (unregistriert) 31. Mai 2010 - 20:40 #

Na das ginge ja heut bei Pupsisoft eh nicht mehr, die schützen ja jetzt die Umwelt oder wie war das, jedenfalls gibts keine Handbücher (bzw. -büchlein, bzw. -zettel [haha]) mehr.

Fyyff (unregistriert) 30. Mai 2010 - 15:01 #

Oh der Pachter wieder.
Lag der Mann überhaupt schon mal mit irgendwas richtig?
Manchmal fragt man sich wirklich in welcher alternativen Realität Pachter lebt. Bizzaroworld? Wie ist da so das Wetter?

Mal ehrlich, der einzige Grund warum er immer wieder in der Presse landet ist doch nur sein Unterhaltungswert als Prophet der ständig falsch liegt und trotzdem weiter auf Pythia macht.
Ok...und das er noch dem letzten Käseblatt für eine kurzes Statement bereit steht, was wohl nicht jeder "seriöse" Analyst so macht.

Dennoch: es wäre schön wenn er sich entweder auf einen Bereich konzentrieren würde von dem er was versteht oder sich mit dem derzeitigen Bereich seiner Orakelei vielleicht etwas besser beschäftigen würde VOR der nächsten Logorrhoe.

BIOCRY 15 Kenner - P - 3272 - 30. Mai 2010 - 19:38 #

Der Patcher braucht mal ein Update!!! ;-)

Gadeiros 15 Kenner - 3114 - 31. Mai 2010 - 7:33 #

natürlich haben die publisher kein problem damit, daß das spiel weiterverkauft wird- das wäre ja lächerlich. aber offensichtlich haben einige was dagegen, wenn das dann vom zweitkäufer benutzt werden könnte. :P
man darf auch benutzten kaugummi weiterverticken- da haben die kaugummifirmen nichts dagegen. das produkt ist eben nur nichtmehr nutzbar für den eigentlichen zweck für den es produtziert wurde.
vielleicht kann man die DVDs (wenn da überhaupt mehr als ein downloadcode in der packung liegt) noch für basteleien verwenden oder sowas...
ich warte btw immernoch auf die DVD-ROOM ("read only once- muahaha!") als neuen standard. das ist dann der perfekte kopierschutz. und man verdient an nem spiel auch gut wenn die installation nicht komplett geklappt hat, weil das spiel dann sofort neu gekauft werden muss.

aber er hat btw recht, daß spielefirmen ihre produkte schützen können. der inhalt der diskussion ist doch aber das "wie" und nie das "ob" oder das "warum". und meistens kommt da zum "wie" bei modernen kopierschutzmaßnahmen das "vor WEM" als sehr wichtigster punkt dazu.

Fyyff (unregistriert) 31. Mai 2010 - 13:15 #

Ich glaub wenn Gamespot und Co. die Gebrauchtspiele nicht für Neupreis-5$ verkaufen würden (und somit mal eben einmal fast den kompletten Neupreis als Gewinn einstreichen würden), sondern die Dinger für wirkliche Gebrauchtpreise (also mindestens Neupreis/2) reinstellen würden hätten die Hersteller damit auch viel weniger Probleme.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 31. Mai 2010 - 15:10 #

Wir können die Marktwirtschaft gleich ganz ausser Kraft setzen und lassen alle Preise dann von einem Zentralorgan wie zu seligen DDR-Zeiten bestimmen.

Den Preis bestimmen bei einem Produkt wie Spielen allein Angebot und Nachfrage. Solange Gamespot & Co. so hohe Umsatzzahlen haben und Gewinn machen, solange Kunden dieses Angebot wahrnehmen, ist alles wie es sein muss. Alles andere ist Wettbewerbsverzerrung.

Die Branche ist einfach gierig geworden und sieht nicht ein, dass andere mit ihren Produkten Geld verdienen. Das ist aus ökonomischer Sicht schlicht unvernünftig, da das Geld aus Gebrauchtverkäufen fast aussschließlich wieder in Neuerwerbungen fließt. Aus wettbewerbsrechtlicher Sicht ist es auch nur möglich, weil die Großen mittlerweile wie ein Kartel auftreten.

Im Übrigen gibt es eine ganz einfach Möglichkeit Gamespot auszustechen. Je höher der Preis eines Spiels, desto höher fallen auch die Gewinnmargen beim Gebrauchthandel aus. Schon jetzt macht Gamespot bei hohen Umsatzzahlen vergleichsweise wenig Gewinn. Je billiger man seine Spiele verkauft, desto weniger haben Gamespot & Co. eine Existenzberechtigung.

Aber es geht ja gar nicht darum das Geschäftsmodell eines Konkurrenten auszuhebeln. Es geht darum, daran mit zu verdienen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21271 - 1. Juni 2010 - 22:35 #

Die Branche ist einfach gierig geworden...

Ne ich würd sagen die Produktion ist einfach zu teuer geworden. Beispiel? Speedball 2 auf dem Amiga - das hat 25000 Sterling Silber gekostet (Quelle: PC Action Retro Heft vom letzten Jahr)

Heute kostet ein AAA Spiel 40.000.000 $ aufwärts. Da sind Verkaufszahlen von 400.000 nix mehr. Früher waren 5-10 Programmieren dran. Heute bei Rockstar 200+ Und die Kosten sind auch explodiert (Miete, Steuern, Gebühren usw.) Das sieht man einfach wie viele Hersteller in den letzten 10 Jahren hops gegangen sind. Ein EA kann sich paar rote Zahlen leisten aber so ein Indie Hersteller ist schneller weg als der Bye sagen kann. Deswegen ist klar das die Branche nach all dem Firmenpleiten (und da sagen se alle das gleiche: Schuld sind die Schwarzkopierer!!!) ihre Produkte schützen will.

Hier guckst du: http://www.kultpower.de/images/amigajoker/special/amigajoker_special_seite3.jpg der Komment von Julian Engebrecht (Factor 5) fällt euch da was auf?

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 31. Mai 2010 - 11:01 #

Ach Gottchen, der Mann sollte mal seine Kristallkugel putzen, vielleicht bekommt er dann mehr Durchblick.

"Neben der grundsätzlichen, noch immer nicht abschließend geklärten Problematik, ob das Kopieren von digitalen Inhalten als Diebstahl zu bezeichnen ist ..."

Ist der Autor zufällig in der Piratenpartei, oder wie kam der Satz zustande? ;-)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 65018 - 31. Mai 2010 - 14:27 #

Nein, der Autor ist mitnichten in der Piratenpartei und findet diese sogar unwählbar. Der Autor ist dafür angehender Jurist und bringt das Kopieren von digitalen Medien nicht mit den Definitionen des Diebstahls im StGB zusammen. Außerdem hat er in letzter Zeit den einen oder anderen Artikel gelesen, in denen sich die befragten Juristen zu diesem Thema (wie zu erwarten war, da es unter Juristen zu einem Thema mindestens 10 Meinungen gibt ;)) widersprechen.

faldnd 12 Trollwächter - 1071 - 31. Mai 2010 - 17:23 #

Hihi. Sehr schön. Leider ist dem Publisher das StGB sowas von völlig egal ;-)

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 1. Juni 2010 - 10:08 #

Ah, das ist auch eine Erklärung. ;-)

SlySly 09 Triple-Talent - 233 - 31. Mai 2010 - 11:44 #

Aber mal ehrlich, die Schwarzkopiererei macht den PC als Spieleplattform langsam aber sicher kaputt. So sehr mich der Kopierschutz nervt, so kann ich UbiSoft auch verstehen und man muss leider sagen, dass wir froh sein sollten dass noch Spiele für PC rausgebracht werden.

Das der Verkauf von Gebrauchtspielen unterbunden wird, sehe ich wiederum eher zu Lasten der Hersteller. Da es mein Budget für neue Spiele veringert.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34212 - 31. Mai 2010 - 11:47 #

Solange es weiterhin Budgetspiele geben wird, ist das mir persönlich realtiv egal.

Nur sollte man bei dem Kopierschutz andere Wege gehen, die nicht immer so kundenfeindlich sind.

Fyyff (unregistriert) 31. Mai 2010 - 13:09 #

Wie passt die Tatsache das auf Konsolen genausoviel, wenn nicht mehr raubkopiert wird zur These das "der PC stiiiirbt!!!"?
Und nein ich bin nicht froh das man als PC-Spieler gnädigerweise mit furchtbarsten Konsolenports bedacht wird.
Und schon gar nicht hab ich irgendein Verständnis für Ubis drakonischen DRM-Müll.

Es gibt genau eine Methode um der Piraterie Herr zu werden. Gute Produkte herstellen, Käufer respektvoll behandeln und ihnen einen echten Anreiz für den Kauf liefern. Dazu einen ordentlichen Support und eine gute Informationspolitik. Fertig. Alles andere ist Pfeifen im dunklen Wald.

Kurz: Behandelt eure Kundschaft fair und die Kundschaft wird sich in genügender Anzahl fair euch gegenüber verhalten.

faldnd 12 Trollwächter - 1071 - 31. Mai 2010 - 17:25 #

Weil es keine Tatsache ist. Ganz simpel.

Anonymous (unregistriert) 31. Mai 2010 - 20:49 #

Komisch das die einschlägigen Seiten VOLL von raubkopierten Konsolenversionen sind. Ok außer PS3. Dafür alles andere teilweise 2 Wochen vor dem offiziellen Release.

"Das stimmt nicht!" ist übrigens auch kein Argument dagegen seine Kunden fair zu behandeln.

Mithos (unregistriert) 31. Mai 2010 - 11:55 #

Könnte mal jemand eine "Voraussage" des guten Mannes von vor 3-5 Jahren ausgraben, damit man sich ein Bild von seinen prophetischen Fähigkeiten anhand eines Realitäts-Abgleichs machen kann?

Mal ganz davon ab, dass es heute schon nicht mehr möglich ist, einzelne account-gebundene Spiele von einem Account zum nächsten weiter zu geben. Also es ist keinesfalls "kein Problem", wie er behauptet. Rechtlich gesehen hat sogar das Unternehmen ein Problem - nur wegen der paar Euro klagt halt niemand.

Fuzzymancer 12 Trollwächter - 918 - 31. Mai 2010 - 13:41 #

Naja drakonische Kopierschutzmaßnahmen werden sich ja spätestens im Jahre 2012 erledigt haben, dass weiss der gute Mann sicher auch.

Ob jetzt die Raubkopierer, die Gebrauchtspielehändler oder was auch immer die Ursache sind. Fakt ist das Ubisoft sein Produkt vor Eingriffen jeglicher Art schützen möchte (warum und wieso ist ja erstmal wumpe). Aber selbst denen sollte doch inzwischen aufgehen das der Zweck nicht alle Mittel heiligt und das ganze kontraproduktiv wird.

Diese Maßnahmen sichern ihr Produkt nicht im entferntesten es wird im Gegensatz sogar noch gefährdet. Die Handhabung und Stabilität dieser technischen Lösung lassen mehr als zu wünschen übrig. Denen sollte doch einleuchten, dass dies im Endeffekt wie eine "Qualitätsminderung" auftritt und ich kann mir nicht vorstellen, dass es das ist was sie wollen.

Wenn ich da die Wahl hätte welchen Schutzmechanismen ich wählen würde für mein Produkt im Anbetracht der Tatsache, dass keiner sicher ist aber der eine mein Produkt wehement qualitativ beeinträchtigt ..mhh..welchen würd ich wählen... :)

Anonymous (unregistriert) 31. Mai 2010 - 16:24 #

Wenn ein Unternehmen euch ein Spiel verkauft, ist es für sie kein Problem, wenn ihr es wieder verkauft und es von jemand anderem gekauft wird, oder ihr es einfach weitergebt.

Ich sage immer wieder LSD ist eine geile Droge.
Das stimmt doch Herr Pachter ??

Goldfinger72 15 Kenner - 3141 - 31. Mai 2010 - 20:35 #

Gut, dass dieser "Analyst" kein Finanzberater ist. Die Kunden wären sicherlich schon alle pleite.

Mithos (unregistriert) 1. Juni 2010 - 11:24 #

Und wo ist der Unterschied zur jetzigen Situation der Kunden von Finanzberatern?

Anonymous (unregistriert) 31. Mai 2010 - 23:10 #

so kann ich UbiSoft auch verstehen und man muss leider sagen, dass wir froh sein sollten dass noch Spiele für PC rausgebracht werden.

Ja da können wir froh sein keine Frage.
Sie verdienen an PC-Spiele nichts und sie machen die lausigen Konsolen Portierungen aus Mitleid.
Ich finde es toll das solche klasse Spiele wie Silent Hunter 5 die Krönung der
Programier-Kunst für PC-only erscheint.

Soul (unregistriert) 1. Juni 2010 - 6:43 #

Die Hersteller können ihre Produkte von mir aus so schützen, dann würden sie aber von mir keinen einzigen Cent mehr sehen. Ich hab hier die Regale voller Spiele, bin also nicht gezwungen mir neue zu kaufen.
Das beste, was passieren könnte, wäre, wenn solche Firmen irgendwann Pleite gehen, damit sich dann ein neuer Markt mit kundenfreundlicheren Unternehmen bildet. Firmen, die ihre Kunden wie Dreck behandeln, die braucht niemand.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 1. Juni 2010 - 12:36 #

Das Problem aller derzeitigen Kopierschutzmechanismen ist, dass versierte User sie ohne Weiteres umgehen können und die betreffenden Spiele ohne Kopierschutz den nicht-versierten Usern zugänglich machen.
Mit anderen Worten: Seinen eigentlichen Zweck erfüllt der Kopierschutz nicht; er gängelt und benachteiligt lediglich den ehrlichen Käufer gegenüber dem Raubkopierer.

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