Bioware-Designer: Viele MMOs haben „keinen Sinn“

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29. Mai 2010 - 17:57
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Bioware-Designer und Lead Writer Daniel Erickson kritisierte im Gespräch mit dem Magazin CVG, dass gegenwärtige MMOs „keinen Sinn“ ergäben. Gleichzeitig (und wenig erstaunlich) fiel ihm ein, dass das kommende Bioware-MMO Star Wars - The Old Republic das Genre „endlich durch echte Geschichten“ bereichern werde. Und dass das Studio enttäuscht sei vom „Mangel an Spaß“ in den derzeitigen MMO-Spielen.

Schon während der Anfangstage, als MMOs erstmals angekündigt wurden, malte ich mir aus, was das bedeuten könnte – weil ich selbst Rollenspiele spielte: Es würden gigantische Rollenspiele werden. Und dann tauchten die MMO-Spiele auf ... und waren nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Die Grundzüge eines RPGs waren zu erkennen: Es gab Kämpfe und Landstriche, aber das war alles. Irgendjemand hatte einen Baustein vergessen. Es gab keine Story, es hatte keinen Sinn. Man ist einfach nur herumgewandert – und das hat sich auch in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert.
[...]
Wir hatten diesen Gedanken immer in unseren Hinterköpfen: Old Republic soll all' das enthalten, von dem wir denken, dass es ein Online-Rollenspiel überhaupt erst ausmacht – und das sind alles Dinge, die auch in einem Einzelspieler-Rollenspiel zu finden sind. Das bedeutet – und das ist unsere radikalste Idee – das Spiel soll einfach nur Spaß machen. Der Spieler sollte nicht versuchen, den ganzen Inhalt auszulassen, nur um so schnell wie möglich zum Ende zu gelangen.

Abschließend sagte der Designer, dass es eine Herausforderung für das Old-Republic-Entwicklerteam gewesen sei, als Dritte sie überzeugen wollten, dass die Einschränkungen auch für sie gelten würden. Aber natürlich hat sich das Team dem widersetzt. Warten wir einmal ab, ob The Old Republic wirklich so wegweisend wird für das MMO-Genre...

bam 15 Kenner - 2757 - 29. Mai 2010 - 14:12 #

Weiß nicht, klingt alles ein wenig großkotzig und die ganzen Previews bestätigen genau das. Im Kern ist es ein MMO wie WoW ergänzt durch etwas kreativere Quests. Für mich hat das aber immer noch absolut nichts mit einem Rollenspiel mit ordentlicher Welt und ordentlicher Story zu tun, denn: Jeder Spieler bekommt die gleichen Quests wie hunderte vor ihm. Die erlebte Geschichte ist nicht einzigartig, sondern zu 90% mit dem identisch was Spieler X erlebt hat. Das ist einfach nur ein Vorgaukeln einer epischen individuellen Geschichte.

Einzelspieler-Rollenspiele funktionieren weil kein anderer Spieler dabei ist, der Mission Y schon erlebt hat. Der Charakter den man spielt ist einzigartig in dieser Welt.

MMOs sind aber leider nichts anderes als Einzelspieler-Rollenspiele mit einer gezwungenen Mehrspielerkomponente. Man erlebt das ganze Spiel wie ein Einzelspieler-Rollenspiel und fast alle Questgeber ignorieren vollkommen, dass vorher 500 andere Leute die gleiche Quest angenommen haben. Rein von der Story her ist also diese ganze Questgeberschiene vollkommen absurd und daran ändert Bioware auch nichts.

Eine "Revolution" in diesem Genre findet erst statt, wenn jeder Charakter wirklich individuell ist und NPCs in der Spielwelt authentisch agieren und reagieren. Davon sind wir aber Jahre oder Jahrzehnte von entfernt.

Anonymous (unregistriert) 30. Mai 2010 - 3:14 #

Vermutlich noch länger,da die Wahrscheinlichkeit, dass es jemals bezahlbar wird, ein komplette Team an Questdesignern für jeden einzelnen Spieler abzustellen dürfte, wenn man nicht grad ein Saudi Arabischer Ölprinz ist, für immer verwehrt bleiben.

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1865 - 30. Mai 2010 - 10:51 #

wär schon mal ein großer schritt, wenn die questgeber die taten des spielers anerkennen würden.
es kann doch nicht sein, dass man den überober-weltenzerstörer-bösewicht besiegt hat, und der bauer nebenan will nur was von den bösen wöfen hinter seinem hof wissen.
dieses problem stört mich auch in vielen singleplayer titeln.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 29. Mai 2010 - 14:34 #

naja das Bioware mittlerweile ziemlich großkotzig ist is kein geheimnis, wenn man deren äusserungen auf kritik im Biowareforum liest aber denke dass sie mit dem spiel schon sehr viel besser machen, wenn denn alles so funktioniert!

Raokhar 06 Bewerter - 866 - 29. Mai 2010 - 14:51 #

Klingt für mich wie ein Seitenhieb auf World of WarCraft. WoW hat aber eine Story. Die meisten Zonen haben eine in sich abgeschlossene Geschichte. Man muss nur die Quests mal lesen und nicht das Spiel einfach durchrushen.

canaphia 10 Kommunikator - 426 - 29. Mai 2010 - 18:58 #

Die Prophet und Berg Geschichte....

Natürlich kann man Story finden, wenn man sie sucht, aber es geht dem guten Herrn von Bioware glaub ich eher darum, dass man sie gar nicht mehr suchen braucht.

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 29. Mai 2010 - 15:20 #

Hm, also ich bin gespannt auf die "neuen" Ansätze bei SW:ToR. Mir ist eine gut erzählte Geschichte viel lieber als eine riesige Welt ohne Seele. Aber abwarten, wenn es so wird wie von BioWare versprochen dann wäre es mein erstes MMORPG.
Ich liebte die Singleplayer Star Wars RPG's KoToR 1 & 2, würde mich sehr enttäuschen wenn sie das versauen würden!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 29. Mai 2010 - 16:13 #

Gute Geschichten haben ein Ende - meistens - MMO's haben keins, wie soll das also Funktionieren? In kleinen Pen&Paper kreisen heisst es, eine Gruppe gegen die Welt, im Singplayer ebenso - man(n/frau) ist DER(die) Held(in). Im MMO kommen auf 3 NPC's 30 Helden, weil wer will schon einen Nobody spielen der nur Saat ausgibt und Brot backt?

Mal abgesehen davon, wenn man drei Rollenspieler fragt was richtiges Rollenspiel ist, hat man vier Antworten.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6529 - 29. Mai 2010 - 18:24 #

MMOGs haben halt folgende Probleme:

1. Die Spieler:
Es gibt hier im Gegensatz zu Singleplayerspielen eine bunte Mischung. Die einen wollen eine Sandbox, in der sie selber alles gestalten, andere wollen lieber einem roten Faden folgen. Des Weiteren gibt es die, die einfach nur PvP betreiben wollen und dann die, die lieber im PvE für Items immer wieder dieselben Gegner umhauen.

2. Die Story:
Man kann wie in WoW die Story per altem Questsystem nach vorne bringen, dies ist natürlich eher trocken und am Ende landet man immer in Instanzen mit Bossen, meistens Raidbosse. Das sorgt dafür, dass man erstmal die Story nicht komplett erleben kann. Außerdem sind viele Quests generisch, weil natürlich auch die Spieler nicht nach ein paar Wochen fertig sein sollen mit dem Spiel. Dies will Bioware anders machen, wobei natürlich hier das Problem entstehen kann, dass man nach ein paar Monaten alles gesehen hat (alle Klassen gespielt, Hauptstory erlebt) und dann keinen Grund mehr hat, weiterzuspielen. Genauso hat das kommende GW 2 mit seinem neuen Questsystem die Herausforderung, dass Ereignisse nicht dann passieren, wenn es kaum einer mitbekommt oder dass durch den Wegfall eben jener generischen Quests keine Lücken entstehen.

3. Das MMOG-Prinzip:
MMOGs werden immer mehr zu Singleplayerabenteuern in einer bevölkerten Welt. Ich finde das nicht schlecht, andere wollen aber lieber in einem MMOG eben mehr Gruppenaufgaben.

Ich bin gespannt, ob SWOR und GW 2 endlich den nächsten Schritt, sprich die Erzählung der Geschichte, über den Status seit UO (Beliebige Quests, fehlende Auswirkungen auf die Welt, seelenlose Charaktere) wegzukommen. Wobei ich auch nicht bös wäre, wenn ich halt SWOR "nur" ein paar Monate spiele und dann erstmal fertig bin. Wechsel ich dann halt zu einem anderen MMOG. Was ich nicht mehr brauche sind langweilige Füller Marke Dailys, Weeklys, Itemfarmen oder langweiliges Twinken (langweilig in puncto "Laufend mit allen Charakteren dieselben Quests abklappern"). Ich brauch keine Festlegung bei einem MMOG auf Jahre hinaus, schon bei WoW spiele ich ein neues Addon und komme dann alles paar Patches mal wieder.

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 29. Mai 2010 - 18:24 #

Lässt man mal den ganzen PR-Krams weg, stimme ich dem Mann sowas von zu! Das Vorhandensein einer "richtigen" Story hat mir in jedem MMORPG, das ich angetestet habe, gefehlt. Deswegen bin ich auch kein Fan von MMORPG-Spielen...

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 29. Mai 2010 - 18:32 #

Bei mmorpgs gehts es ja im Grunde auch nicht um Storys, das werden die auch schnell merken wenn das Spiel nach paar Monaten weniger Leute spielen werden.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6529 - 29. Mai 2010 - 19:01 #

Worum geht es dann? Etwas nur darum, wer die fettesten und buntesten Items hat? Da kann ich gleich Diablo spielen, da bekomme ich diese sogar lockerer und stressfreier.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 29. Mai 2010 - 19:14 #

Dieser Frage würde ich mich gerne mal anschließen. Wenn es in einem MMO->>RPG<< nicht um die Geschichte geht, ist es kein RPG und darf sich dann auch nicht so nennen. Ganz einfach. Das Erzählen von Geschichten ist in RPGs nämlich immer noch das wichtigste, und nicht, wer als erstes die neueste Instanz gewonnen hat oder als erstes auf Lvl. x angekommen ist.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 29. Mai 2010 - 19:51 #

Ich würde sagen, das RPG in einem MMO bezieht sich auf dich als Spieler: Mach dir deine Geschichte. Aber auch das ist Ansichtssache, der eine will nur eine große Sandbox, der andere eine Epische Story.

Der Tag, an dem alle übereinstimmen "Ja, das ist ein MMO(RPG) wie ich es mir gewünscht habe!", ist der Tag, an dem ich alle Konsolen verkaufen und die restliche Software deinstallieren kann. ;)

Davor brauch ich aber keine Panik haben, weil das Never. Ever. Was wird.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 29. Mai 2010 - 21:48 #

"Wenn es in einem MMO->>RPG<< nicht um die Geschichte geht, ist es kein RPG und darf sich dann auch nicht so nennen. "
Kein klassisches Geschichten erzählen, richtig. Aber man müsste einfach mal über den Tellerrand schauen. GW2 geht erste Schritte in diese Richtung. Typische Solo Quests haben nur bei WoW funktioniert, und das auch nur weil WoW neu war, nicht weil es so gut war/ist.
Man muss eben eine Welt und nicht ein Spiel erschaffen. Man gibt dem Spieler nicht Vorgaben, sondern Möglichkeiten. Son bisschen wie M&B, man stellt nicht DEN Helden dar, sondern nur einen von vielen, kann aber auch machen was man will und ich denke es gibt durchaus Leute die vielleicht einfach nur Handeln wollen, es gibt schließlich auch Leute die Sims sehr gerne und ernst spielen.

Andreas Peter 11 Forenversteher - 612 - 29. Mai 2010 - 19:25 #

Ich kann den Mann gut nachvollziehen. Ich war damals von Ultima online ziemlich enttäuscht, weil ich ein spannendes Rollenspiel mit hunderten Mitspielern erwartete - im Endeffekt wurde Ultima Online aber gepspielt wie jedes andere Multiplayer-Action-Game (auch das gefällt, ich habe dann über 1000 Stunden UO nachgelegt).

Bis heute gibt es kein wirkliches Online-ROLLENspiel. WoW + Verfolger sind grosse Disneyparks, bei denen man von Attraktion zu Attraktion läuft und experience sammelt.

Ich zweifle aber daran, dass es Bioware schafft, dass zu ändern, denn ernsthafte und gute Versuche in diese Richtung (D&D online, Neverwinter Nights 1+2) blieben relativ erfolglose Nischen. Die Spieler wollen das gar nicht, die Masse will chatten + ein wenig leveln, keine tuefschürfenden Abenteuer erleben a la Dragon Age.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 15. Juni 2010 - 1:07 #

1000 Stunden sind übrigens "nur" etwas mehr als 41 Tage, heutige WoW Spieler die /played eingeben können dabei wahrscheinlich nur müde grinsen :-)

Aber trotzdem Hut ab, eigentlich müsstest du jetzt blind sein :-D

Vaedian (unregistriert) 29. Mai 2010 - 19:57 #

Auch wenn ich Bioware momenten nicht weiter vertraue als ich meine DA:Awakening-Packung schmeißen kann, muss ich ihnen hier Recht geben. Online-RPG's wie Ultima Online, Meridian59 oder Everquest haben Sinn gemacht, denn man hat sie für viele Jahre ins Herz geschlossen und konnte sich damit identifizieren.

Bezeichnungen wie "World of Warcraft-Spieler" sind dagegen zur Beleidigung verkommen, genau wie "BILD-Leser". Anderen MMO's geht es ähnlich, da sie mittlerweile alle über denselben Casual-Kamm geschehrt werden. Das einzige Spiel, was sich davon mit Erfolg abhebt, ist EVE Online. Dort kann man sich nach wie vor etwas "bleibendes aufbauen".

Allerdings klopft Bioware seit Jahren große Sprüche und hat mit Dragon Age und Mass Effect 2 eher den casualisierten Mainstreammarkt bedient, anstatt etwas wirklich Bemerkenswertes zu erschaffen. Also den Ball mal schön flach halten...

Togi 11 Forenversteher - 567 - 29. Mai 2010 - 21:53 #

"Das einzige Spiel, was sich davon mit Erfolg abhebt, ist EVE Online."
Und GW!

"Allerdings klopft Bioware seit Jahren große Sprüche und hat mit Dragon Age und Mass Effect 2 eher den casualisierten Mainstreammarkt bedient, anstatt etwas wirklich Bemerkenswertes zu erschaffen."
ME2 ja, Dragon age jaein, das Spielprinzip ist nicht casual, aber Leute die Baldurs Gate und Co. gepspielt haben sind sicherlich besseres gewohnt. Und trotzdem Bioware macht bessere Spiele, als die meisten anderen.

Creasy (unregistriert) 29. Mai 2010 - 19:59 #

Nicht viele, so ziemlich alle. (Die einzigen guten sind weiterhin WoW und Eve)
Aber leider auch Biowares Neues. Das ist besonders sinnlos, da hier so viel Potential mit einer so grausamen Präsentation, Stil und Umsezung verschenkt wurde. Ich krieg schon jedes Mal aufs Neue das Kotzen, wenn ich neue Szenen aus dem Spiel sehe.. Dabei wär das alles so geil... Star Wars Setting, richtige Story, Entscheidungen, Voice Overs etc. Aber tja.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 29. Mai 2010 - 21:58 #

"Nicht viele, so ziemlich alle. (Die einzigen guten sind weiterhin WoW"
Damit bist du automatisch disqualifiziert.

"da hier so viel Potential mit einer so grausamen Präsentation, Stil und Umsezung verschenkt wurde."
Schon gespielt? Schon das fertige Produkt gesehen? Schon jemals einen qualifizierten Kommentar von dir gegeben? Nein, oh schade.

"Ich krieg schon jedes Mal aufs Neue das Kotzen, wenn ich neue Szenen aus dem Spiel sehe.."
Na dann guck sie dir einfach nicht an. Ich guck mir WoW nicht an, weil ich weiß es ist schlecht, ergo muss ich nicht 'kotzen'. Und du weißt anscheinend mehr als alle anderen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 29. Mai 2010 - 23:42 #

Creasy ist nun wirklich nicht mein lieblings Kommentator, aber deine Meinung ist auch nur das: Deine Meinung.

Zitat: "Ich guck mir WoW nicht an, weil ich weiß es ist schlecht"

Den mit dem Spruch biste auch nicht besser dabei. Was man von WoW hält - oder nicht - ist jedem seins, aber bei sovielen Abo's wie da Monat für Monat bezahlt werden, kann es defakto nicht schlecht sein und ist es auch nicht. Eher würde ich ihm sogar zustimmen das WoW & EvE wirklich Perlen sind unter den ganzen MMO's - auch wenn das für manch einem einer Bankrotterklärung gleichkommt.

Was mit dem neuen SW wird - mal sehen, das letzte SW MMO haben sie am Anfang schwer in die Gänge bekommen und dann an die Wand gefahren. Mittlerweile ist es wieder Spielbar, aber .. well, lange Geschichte. Und das, was man bisher vom neuen SW sieht, sieht aus wie MMO Standardkost.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 30. Mai 2010 - 12:21 #

WoW eine Perle? Es mag von viele gespielt werden, aber etwas besonders ist es nicht, zumindest Gameplay technisch gesehen und durch die schiere Masse wird auch ein MW2 nicht besser, daher genausowenig ein WoW. WoW ist quasi wie HdRO, RoM etc.[oder eher die sind wie WoW] Würdest du die auch als Perlen bezeichnen? Du sagst es doch sogar am Ende. "MMO Standardkost.", daher eben wie WoW.

"aber deine Meinung ist auch nur das: Deine Meinung."
Ja und? Hab ich was anderes behauptet?

"Zitat: "Ich guck mir WoW nicht an, weil ich weiß es ist schlecht" "
Aus dem Kontext gerissen und damit ist nur mein subjektives Empfinden gemeint. Das war keine objektive Kritik an WoW auf die man eingehen soll. Der vollständige Kommentar sollte sagen: Äußer obejektive Kritik oder halt die Klappe. Denn wer welches Spiel nicht mag interessiert ja keinen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 30. Mai 2010 - 16:44 #

Deine Kritik Creasy gegenüber war mir halt im Ton deutlich vergriffen, so kam dein subjektives Empfinden einfach nur wie Pöbel daher ( was ja eigentlich Creasy's Bereich ist ).

WoW ist mittlerweile nen paar Jahre dabei und hat aus dem damaligen kleinen MMO-Bereich (EQ, DAoC, UO, AO) das beste rausgefischt - perfektioniert und dann Millionenfach Vergoldet.

HdRO, RoM etc & CoKg kamen alle danach und sagten: Wir machen alles anders, alles besser. But what? Der Marktführer wurde nicht verscheucht. Die machten weder was groß anders, noch groß besser. Es gab auch noch andere, die haben mittlerweile schon wieder Ihre Pforten geschlossen.

Das so ein Vergleich mit MW2 daherkommt wundert mich, ich dachte schon es folgt ein "Nur weil BILD soviel verkauft wird, muss es nicht gut sein".

Vergleiche bitte nicht ein "Ich zahl nur einmal Geld + evtl für DLC" mit einem "Ich zahle an jedem 1sten meine ca. 13€", da das Definitiv hinkt.

Mal abgesehen davon ne frage... Hast Du das Spiel überhaupt je gespielt?

Andreas Peter 11 Forenversteher - 612 - 30. Mai 2010 - 20:20 #

Naja, erstmal abwarten. Bislang sehen wir nur Trailer.

Malocher (unregistriert) 29. Mai 2010 - 21:54 #

Für richtig tolle MMO-RPGs fehlt einfach Zeit, Geld und Rechenleistung. Und eventuell sogar die Spieler wenn das Spiel nach meinem Geschmack wäre. :ugly:

antares 11 Forenversteher - P - 629 - 30. Mai 2010 - 0:44 #

Ich bin überzeugt davon, dass SWTOR neue Maßstäbe im Genre der MMORPGs setzen wird und das finde ich auch bitter nötig. Der Fokus auf das Erzählen einer Geschichte statt stupidem Hochleveln und das Sammeln immer besserer Items, ist der richtige Ansatz und kommt bisher viel zu kurz. Allein die Umsetzung der Companions klingt sehr vielversprechend.

Vaedian (unregistriert) 30. Mai 2010 - 9:59 #

"Überzeugung ist Schwäche." - Nietzsche :)

Bioware meinte auch, mit Dragon Age neue Maßstäbe zu setzen und ist damit nicht mal ansatzweise an den Tiefgang von ihrem selbst ernannten Vorbild Baldur's Gate 2 herangekommen. Stattdessen melken sie die Kuh jetzt mit Mini-Miniatur-DLC's und lieblos dahingeklatschten Add-Ons.

Klar arbeitet ein anderes Team an SW:TOR, aber ist der Ruf erstmal ruiniert ...

antares 11 Forenversteher - P - 629 - 30. Mai 2010 - 10:57 #

"Es ist keine Schande, wenn man sich überzeugen lässt und das auch zugibt." - Hans-Jochen Vogel

;)

Anonymous (unregistriert) 30. Mai 2010 - 10:46 #

Naja, er spricht da vielen MMO-Verweigerern aus der Seele, allerdings glaube ich immer noch, dass man bei MMOs zu viele Abstriche in der Inszenierung und Entwicklung von Geschichten machen muss. Das fängt bei The Old Republic schon im Grafikstil an. MMOs haben sicher ihren Sinn, auch wie sie sind, und vielleicht bedeuten sie die Zukunft für Rollenspiele, aber es wird sicher noch einige Jahrzehnte dauern, bis sie das beste aus Singleplayer und MMO zu etwas neuem verschmelzen.

Anonymous (unregistriert) 30. Mai 2010 - 11:58 #

hmmm wundert mich das keiner hier herr der ringe online erwähnt

da hat man mit den büchern auch schon nen starken fokus auf die story.
ausserdem ist die ganze welt super atmosphärisch dargestellt.

man hat nicht wie bei wow in jedem gebiet ne andere "story" ohne zusammenhang
sonder alles ist irgendwie aus einem guss. schon im lvl 20 bereich hört man von den bedrohungen die man mit lvl 50 bekämpft. das wirkt alles durchdacht.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 30. Mai 2010 - 12:24 #

Und ist doch nur grinden, wie WoW eben.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 30. Mai 2010 - 12:47 #

Ich bin da sehr skeptisch, ob diese Storylastigkeit der nächste Evolutionsschritt in der Geschichte der MMORPGs sein wird. Es ist eine Sache, weshalb man anfängt ein Spiel zu spielen, eine andere, weshalb man immer wieder zu ihm zurückkehrt.

Der Faktor "Wiederspielbarkeit" ist nur sehr schwer mit einer Story zu verbinden. Hat jemand Age of Conan gespielt? Als ein RPGler, der gerne zig Charaktere erstellt und diese dann spielt, war der 20. Durchlauf "Tortage" und seine Geschichte eine Qual. Ich erinnere mich heute noch, nach zwei Jahren, an einzelne Satzfetzen der Story und bin davon genervt. Das gleiche empfand ich bei Guild Wars. Die (miese) Story und die blöden Cutscenes waren beim dritten Charakter einfach nur noch lästig.

Ich bin mir sicher, dass vieke, die sich hier für ein Story aussprechen und sich MMO-Nichtspieler outen, das Spiel spielen werden. Aber eine (gute) Story ist, wie Jamison Wolf treffend schreibt, irgendwann zu Ende. Und spätestens dann hören die meisten wieder auf. Was bleibt? Leere Server? Zu befürchten ist das.

Ich liebe gute Stories. Aber sie gehören für mich in ein Single-Player-Spiel. Ich sehe wenig Sinn darin, diese mit tausenden anderen zu spielen. Wo ist die Immersion, wenn ich mitten in einer dramatischen Szene im Teamspeak ein "Re. Soll ich heilen oder auch Schaden machem?" höre? Klar, nur Chat und kein "ooc" wäre die Lösung, aber wie realistisch ist das für ein MMO? Genauso realistisch, wie einen Film in einem vollbesetzten Kino ohne Nebengeräusche geniessen zu wollen.

Wiederspielbarkeit ist das Erfolgrezept für MMOs. Mit seinen zig Startzonen, unterschiedlichen Berufen, Klassen, Talentpfaden usw. bietet der Klassenprimus genau das. Die Story ist zwar wichtig, aber nicht ausschlaggebend für die Langlebigkeit eines MMOs. Ich gehe sogar so weit zu behauten, dass sie kontraproduktiv sein kann. Siehe AoC.

Pusteblume (unregistriert) 30. Mai 2010 - 13:02 #

Ich stimme dir durchaus zu. Allerdings ist bei SWTOR ja auch schon klar das es unterschiedliche Startgebiete geben wird und zumindest die Hauptgeschichte sich für die einzelnen Klassen unterscheidet und selbst in den Klassen sich diverse Unterschiede durch die getroffenen Entscheidungen ergeben.Ich denke besser kann man die Präsentation einer Story aktuell kaum umsetzen.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 30. Mai 2010 - 13:44 #

Ja, da gebe ich dir absolut recht. Der Ansatz ist auf jeden Fall der richtige. Ich halte es schlicht nicht für umsetzbar. Zumindest wenn wir von einer guten Story ausgehen. Ich hätte aber sehr gerne Unrecht mit meiner Befürchtung.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6529 - 30. Mai 2010 - 13:17 #

Das Problem der Wiederspielbarkeit haben aber viele MMOGs heutzutage. Auch bei einem WoW braucht man im Grunde nur bei den Rassen die ersten 20 Level (beiden Anfangsgebiete) zu spielen und pro Fraktion einen Charakter nach oben zu leveln und schon hat man alles gesehen. Sicherlich kann man dann noch 10 Twinks mit verschiedenen Klassen starten, aber die Story bleibt immer gleich. Eine wirklich langfristige Wiederspielbarkeit über die Startgebiete hinaus haben so richtig alle modernen MMOGs nicht. Allgemein können Storyfans heutzutage MMOGs recht locker angehen und mehrere aktiv spielen, da man fast jedes MMOG momentan durchspielen kann. Wenn ich dann Items jagen will, brauche ich kein MMOG, sondern kann bald wieder mit D3 locker und ohne Stress mit 24 anderen Spielern tolle Rüstungen farmen.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 30. Mai 2010 - 13:41 #

Es gibt ja diese Einteilung von MMORPG-Spielern in "Socializer", "Achiever", "Explorer" und "Killer". Ich denke mal, dass D3 den Achievern dieser Welt mehr bieten wird als jedes andere Spiel. Hier wächst wahrscheinlich die größte Konkurrenz für WoW heran. Ich spiele MMOs aber auch gerne unter dem Exploring-Aspekt. Ich genieße das Sandbox-Prinzip mit der Tatsache, dass diese mit echten Leuten belebt ist. Das kann Diablo dann wiederum nicht bieten. Vielleicht kann The Old Rebublic diese Lücke ja füllen, wer weiß? Sie haben ja theoretisch das ganze Universum zur Verfügung. Aber dieses dann mit einer guten(!) Story zu füllen, für x Charakterklassen verschieden? Ich bleibe skeptisch ;)

Keintollernick (unregistriert) 30. Mai 2010 - 14:48 #

Ich bezweifle irgendwie das Bioware 1.000 orginellen Quests macht, die allesamt einzigartig sind und vertonte Dialoge beinhalten. Das erscheint mir einfach unschaffbar.

Stattdessen wird es bestimmt auch in Old Repbulic viele "Töte 20 X", "Sammle 15 Y" Quests geben. Und um Sprecher zu sparen wird man sich solche Quests dann an Terminalen abholen. In Dragon Age war es doch genau so. Es gab komplexe, verschachtelte Hauptquest und jede Menge Anschlagtafeln mit generischen Nebenquests.

In Fall eines Online-Rollenspiels würde ich Bioware da nichtmal einen Vorwurf machen. Schon die Tatsache dass alle NPC's im Spiel vertont werden, man richtige Dialoge führen und Entscheidungen treffen kann sind tolle Features für ein MMORPG.

Aber das andere MMORPG's keine Story haben halte ich für übertrieben. Auch WoW hat eine Story. Schaut mal in das Blizzard-Forum und seht wie viele Leute sich teilweise über die "Lore" aufregen. ;) Es ist nicht die beste Story aber es macht die Welt lebendig.

Und Herr der Ringe Online hat auch eine sehr gute Story. Auch dort gibt es Story Missionen, die teilweise sehr interessant gemacht sind. Ich habe es nicht lange gespielt, aber mittlerweile solle es sogar Missionen geben in welchen Mann kurzzeitig in die Haut einer anderen Person schlüpft (z. B. den Schergen eines Bösewichts).

Anonymous (unregistriert) 30. Mai 2010 - 16:33 #

Also meiner bescheiden (anonymen) Meinung nach geht es nicht um die Tiefe einer Hintergrundgeschichte, sondern wie der Spieler in sie einbezogen wird. Die aktuelle MMORPG-Generation (aka. Everquest-Style, auch WoW) macht genau dies eigentlich gar nicht. Sicher gibt es tonnenweise Hintergrundgeschichte, die aber für das Spielen ziemlich irrelevant ist. Darum wird heutzutage auch der Questtext mit einem zusätzlichen Kurzzusammen angezeigt nach dem Motto "gehe nach A und hau 12x B".

Viel Story täuscht nicht darüber hinweg, dass die Welt immer gleich ist. Der oberste Oberork am Ende der Questlinie respawnt nach 3 min wieder, damit die nächste Bande ihre Quest abschliesen kann. Die Welt in der die ganzen Leute rumdackeln ist statisch. Das wird bei Old Republic wohl das gleiche sein. Da helfen auch die aus WoW bekannten "phasing"-Tricks, die letzlich nur eine instanzierte Zersplitterung der Sieleelt sind nicht wirklich.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6529 - 30. Mai 2010 - 17:55 #

Dazu kann man noch ergänzen, dass aktuelle MMOGs nicht so richtig wissen, wie sie uns Spieler einordnen sollen. Um es am Marktführer WoW fest zu machen: Ich ziehe am Ende des ersten Addons BC mit großen Helden und all den Soldaten der riesigen Zerschmetterten Sonne gen Sonnenbrunnen und Kampfe dort gegen die Legion, um am Ende zu Beginn von Wrath wieder für irgendeinen dummen Bauern seine Ernteroboter umzupolen und etwas Korn zu bergen. Man wird also immer wieder zum Teil einer riesigen Offensive gestellt, die mit großen Helden große Übel ausmerzt, um am Ende wieder zu einem kleinen Licht gemacht zu werden. Diesen Schritt müssen neuere MMOGs endlich überbrücken.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 31. Mai 2010 - 9:14 #

Ich weiß genau welche Quest du meinst. Passt wirklich nicht zu den tollen Leistungen, die man davor erbracht hat. Irgendwann ist aber kaum noch eine Steigerung möglich also muss man die Helden vorher wieder auf den Boden holen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6529 - 31. Mai 2010 - 15:15 #

Dann sollte man aber auch das Spiel so gestalten, dass man auch spieltechnisch nur als kleiner Söldner eines riesigen Heeres agiert. So wird man zum Überhelden gemacht und wieder zurückgeworfen. Aber vielleicht bin ich einfahc teilweise bei der aktuellen Generation falsch und werde mit der kommenden (GW?SWOR?) besser bedient.

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