Hardware-News KW 20: Nvidias Tablet-PC // Luxus-Mainboard
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29732 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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28. Mai 2010 - 2:24 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
In der Pfingstausgabe der Hardwarenews präsentieren wir euch nicht nur ein wirklich beeindruckendes Mainboard mitsamt passendem Gewinnspiel und auch Nvidias Tablet-PC-Pläne sondern auch einen kleinen Rückblick auf die Neuerscheinungen im Mai/Juni 2000. Aber zunächst bleiben wir im Jahr 2010:


Ein Mainboard, das keine Wünsche offen lässt, aber auch ein 200 Euro großes Loch ins Geldsäckel reißt.


Gigabyte stellt Mega-Mainboard GA-890FXA-UD7 vor und verlost ein Upgradepaket

200 Euro für ein Mainboard sind sicherlich kein Pappenstiel, aber beim GA-890FXA-UD7 wird dafür auch einiges geboten: Die auf dem neuen AMD890-Chipsatz basierende Luxusplatine von Gigabyte bietet dem Anwender so ziemlich alle Features und Schnittstellen, die man sich heutzutage wünschen kann. Neben vom Chipsatz bereitgestellten SATA6G-Anschlüssen für moderne Festplatten und SSDs bietet das Board auch USB 3.0 per NEC-Zusatzchip. Beeindruckend wirkt die Platine durch insgesamt sechs PCIe16x-Steckplätze, von denen vier gleichzeitig mit Grafikkarten gefüttert werden dürfen. Allerdings laufen die Karten in diesem Fall nur noch mit je 8x, was sich aber in der Regel nicht negativ auf die Leistung auswirken sollte. Die beiden weiteren x16-Steckplätze sind elektrisch nur mit 4 Lanes angebunden und sollen Erweiterungskarten wie Soundkarten oder Netzwerkhardware aufnehmen. 

Natürlich ist bei einem solchen Board auch schon der Support für AMDs neue Hexacore-Prozessoren mit sechs Rechenkernen enthalten -- maximal 140 Watt darf die CPU aufnehmen. Gigabyte liefert mit "Core Boost" eine Funktion, um stillgelegte Prozessorkerne einer preiswerten CPU wieder zu aktivieren. So wird auf Knopfdruck (und mit etwas Glück) aus einem X3 ein X4 oder aus speziellen X4-Modellen gar Sechskern-CPUs. Der Chipsatz des Boards wird mittels Heatpipes gekühlt, allerdings lässt sich das Mainboard problemlos auch in den Kreislauf einer Wasserkühlung einbinden.

Der Hersteller verlost aktuell ein AMD-Upgrade-Paket, das den Gewinner für die nächsten Monate wunschlos glücklich machen sollte. Zu gewinnen gibt es in diesem Paket neben dem GA-890FXA-UD7 auch noch den Sechs-Kern-Prozessor AMD Phenom II X6 1055T, die flotte Grafikkarte HD 5870 SO, ein 4-GB-DDR3-Dual-Channel-Kit Corsair XMS3 Dominator sowie das für diese Komponenten gut geeignete Netzteil Corsair HX 650W. Und um auch im hoffentlich heißen Sommer absturzfrei zocken zu können, gibt es noch den CPU-Wasserkühler Hydro Series H50 von Corsair dazu. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müssen einige Fragen zu Gigabyte-Hardware beantwortet werden, weiterhin ist eine Anmeldung im Forum des Herstellers Voraussetzung. Das Gewinnspiel läuft bis zum 7. Juni 2010, der Teilnahmelink findet sich in den Quellenangaben dieses Artikels.




Vorerst nur ein Prototyp: Nvidias Tegra2-Tablet-PC mit Android-Betriebssystem.

Nvidia präsentiert eigenen Tablet-Computer

Immer nur Grafikchips und Referenzkarten herzustellen, ist Nvidia offenbar zu langweilig. Nun präsentierte der Grafikexperte auf Googles I/O-Entwicklermesse stolz den Prototypen eines auf der hauseigenen Tegra2-Plattform basierenden Tablet-PC. Die technischen Daten klingen verführerisch: ein Cortex-A9-Dualcore-Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz treibt das Gerät an, unterstützt von 1 GByte Arbeitsspeicher und einer DX10.1-tauglichen Grafikeinheit. Diese Leistung sollte ausreichen, um auf dem nur 8,9 Zoll großen Touchdisplay mit 1024x600 Bildpunkten Videos in HD-Auflösung sowie genügsamere Spiele darzustellen.

Das vorgestellte Modell weist eine Dicke von 1 Zentimeter auf (zum Vergleich, das iPad kommt auf 1,3 Zentimeter), wirkt aber aufgrund des kleineren Bildschirmes etwas gedrungen. Ein schmaleres Gerät soll aber angeblich bereits so gut wie fertiggestellt sein. Als Betriebssystem kam beim Vorführgerät Android 2.1 zum Einsatz, allerdings zeigte Nvidia weder die Oberfläche noch die Bedienung sondern ausschließlich Spiele. 

Ein wenig Werbung hat Tegra2 sicher nötig: Diese Hardware ist nun schon seit einiger Zeit in der Entwicklung, aber bislang noch nicht bei größeren Projekten im Einsatz. Die Leistungsfähigkeit des SoC (System on a Chip, eine komplette Systemplattform mit CPU, GPU, Schnittstellen auf einem Chip) stellte Nvidia bereits Anfang des Jahres unter Beweis, als auf einem Vorgängermodell des jetzt vorstellten Tablets eine angepasste Version des Multiplayer-Shooters UT3 zu bewundern war. Wir bleiben gespannt, wann Nvidia ein fertiges Modell vorstellen wird, und was dessen genaue Spezifikationen sein werden.




Die ersten Athlons wurden in Slot-Bauform hergestellt, ein ungewöhnlicher Anblick aus heutiger Sicht.


Hardwarenews vor zehn Jahren

Als kleines Special präsentiert GamersGlobal diese Woche einen kleinen Rückblick auf traumhafte Prozessoren und beeindruckende Grafikkarten des Jahres 2000. Heute lassen DirectX11-Grafikkarten mit doppelstöckiger Highendkühlung den Stromzähler rotieren, CPUs mit sechs Rechenkernen sind nichts Ungewöhnliches mehr. Doch vor zehn Jahren herrschte noch richtiges Aufbruchfieber im Hardwaremarkt.

So präsentierte NVidia endlich den heiß ersehnten Nachfolger der beeindruckenden Geforce 256, der ersten Grafikkarte mit T&L-Einheit, welche die CPUs in vielen Bereichen stark entlasten sollte. Die Geforce2GTS  erschien im April des Jahres 2000 und stellte sofort neue Leistungsrekorde auf - rekordverdächtig waren allerdings auch die Preise, für das später im Jahr hinzukommende Topmodell Geforce2Ultra waren bis zu 1200 DM fällig. Allerdings konnte man dann auch alle damals aktuellen Spiele in 1280x1024 flüssig spielen. Beeindruckt? 

ATI, damals noch solo und ohne AMD-Konzernmutter unterwegs, versuchte sich den schlechten Ruf der damals allgegenwärtigen Rage-128-Grafikkarten hinter sich zu lassen. Auch wenn der Rage 128 kein schlechter Grafikchip war, hinkte ATI den damals noch zahlreichen Mitbewerbern in der Leistung und der Treiberqualität hinterher. Und dass die preiswerten Rage-Karten die Lieblingshardware von Billig-PC-Herstellern und Elektronikketten wie MediaMarkt und Saturn waren, spielte sicher auch eine kleine Rolle. So wurde eine neue Generation Grafikbeschleuniger unter dem Namen "Radeon" vorgestellt -- auch wenn die Leistung erneut nicht mit den Geforce2-Karten von NVidia mithalten konnte. Erst 2001 erschien mit der Radeon 7500 eine der Geforce2 ebenbürtige Grafikkarte.

Bei den CPUs setzte AMD seinen mit dem Athlon begonnenen Siegeszug fort -- Hauptkonkurrent Intel war  ein Jahr zuvor von den erstaunlich leistungsstarken Athlon-CPUs überrascht worden. In der Mitte des Jahres 2000 gelang AMD dann ein Coup, mit dem niemand (und schon gar nicht die Chefetage von Intel) gerechnet hätte: Die Firma gewann das Rennen um die erste 1-Gigahertz-CPU. Intel plagten seinerzeit auch Produktionsschwierigkeiten, weshalb ein P3-1000MHz zwar in Preislisten auftauchte, allerdings monatelang nicht lieferbar war. Schlimm war das allerdings für den Nutzer zu dieser Zeit nicht, 1000 MHz Taktfrequenz wurden von vielen Anwendern damals genauso belächelt wie heute Prozessoren mit sechs Rechenkernen...




Video:

crishan 10 Kommunikator - 538 - 23. Mai 2010 - 20:46 #

Zitat:
"Die ersten Athlons wurden in Slot-Bauform hergestellt, ein ungewöhnlicher Anblick aus heutiger Sicht."

Der Anblick ist alleine schon deshalb ungewöhnlich, weil bei eurem Bild
das Seitenverhältnis komplett verhunzt ist ;-)
So sieht das ganze im eigentlichen Seitenverhältnis aus:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Slot-A_Athlon.jpg
(wobei es sogar das selbe Bild sein wird).

Zitat:
"ATI, damals noch solo und ohne AMD-Konzernmutter unterwegs, versuchte sich den schlechten Ruf der damals allgegenwärtigen Rage-128-Grafikkarten hinter sich zu lassen. Auch wenn der Rage 128 kein schlechter Grafikchip war, hinkte ATI den damals noch zahlreichen Mitbewerbern in der Leistung und der Treiberqualität hinterher."

Das ist so geschrieben schlichtweg Unsinn. Eine Rage Fury mit eben
diesem Chip hielt mehr als problemlos mit ihrer damaligen Konkurrenz
mit (Riva TNT und Voodoo 3, Matrox G200 und G400).

Zitat:
"Und dass die preiswerten Rage-Karten die Lieblingshardware von Billig-PC-Herstellern und Elektronikketten wie MediaMarkt und Saturn waren, spielte sicher auch eine kleine Rolle."

Wohlgemerkt, "Rage-Karten", und nicht, wie hier impliziert wird, Rage 128-Karten. Das hätte man gerne verdeutlichen können...
Gemeint ist also der Rage Pro-Chipsatz.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29732 - 23. Mai 2010 - 21:12 #

Warum das Seitenverhältnis beim SlotA-Prozessor so daneben ist weiß ich leider nicht, werde das mal checken wenn ich wieder daheim bin (oder ich hetze Fabian mal per Chat drüber :D). Notfalls knipse ich nen SlotA-Prozessor aus meinem Bestand wenn du dann besser schlafen kannst ;) .

Die Rage Fury war eine Ausnahme, das stimmt. Aber hey, ich schrieb explizit vom Rage128 und nicht von der Fury Maxx. Diese war auch ein eher exotisches Stück Hardware ohne große Relevanz für die Masse, geschweige denn für den damaligen Ruf ATIs. Im Gegenteil, da es ja doch das eine oder andere Softwareproblem mit dem Ding gegeben haben soll. "Schlicht Unsinn" ist der Absatz meiner Meinung nach absolut nicht, zumal diese kleine Übersicht nicht für sich beansprucht 20 Jahre Grafikkartengeschichte in aller Ausführlichkeit abzuhandeln. Sorry, das geht nicht in diesem Rahmen.

Und auch bei den Discount-Grafikkarten schrieb ich vollkommen zurecht von Rage und nicht Rage128. Es ist schlicht Fakt, dass viele Leute damals ein sehr schlechtes Bild von ATI aufgebaut haben weil viele schon eine entsprechende Möhre erworben hatten. Und auch der Rage128 wurde gerne in zweifelhafte Komplettrechner gebastelt - zu Zeiten als auch ATI schon schnellere Karten im Angebot hatte. ATI hatte um die Jahrtausendwende den Ruf, Billigschrott für Billig-Computer zu produzieren, da interessierten sich die meisten Leute schlicht nicht für die Schätzchen im Portfolio des Herstellers. Und genau das wollte ich damit ansprechen.

Natürlich kann man das alles deutlich umfangreicher und ausführlicher abhandeln. Aber dann im Rahmen eines großen Artikels und nicht als kleine Abhandlung, die für Leute gedacht ist, die entweder ihre Erinnerungen etwas auffrischen wollen oder vielleicht interessiert sind weil sie die fragliche Zeit "aus Hardwaresicht" gar nicht erlebt haben.

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