Bioshock: Anfangs ohne Rapture geplant

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22. Mai 2010 - 14:05 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
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Bioshock und Bioshock 2 verdanken einen großen Teil ihrer Popularität ihrer Spielwelt. Millionen Spieler haben Rapture, ein unter Wasser gegründetes und inzwischen verkommenes Utopia, mit seiner ganz besonderen Atmosphäre, seinen verrückten Bewohnern und dem Art-Deco Design lieb gewonnen. Doch wie sich nun auf der Website des Bioshock-Entwicklers Irrational Games nachlesen lässt, hatte der ursprüngliche Gedanke hinter Bioshock mit Rapture null komma gar nichts zu tun. Stattdessen liest sich der erste Pitch (so nennt man es, wenn Entwickler für ihr neues Spiel bei möglichen Publishern vorsprechen) eher so wie ein um Waffenmodifikationen und religiöse Kulte angereichertes Far Cry.

Die Story von Bioshock wurde in den ersten Designdokumenten wie folgt umrissen:

Der Spieler schlüpft in die Haut von Carlos Cuello, der einen religiösen Kult auf einer abgelegenen Insel infiltrieren soll, um eine reiche Erbin aus ihren Fängen zu befreien. Doch als er auf der Insel ist, merkt er, dass nicht alles so ist wie es scheint.

Ein großer Schwerpunkt sollte im ursprünglichen Bioshock auf Waffenmodifikationen gelegt werden. Durch das Sammeln von Ressourcen sollte man seine Waffen stark modifizieren können, um so zum Beispiel die Genauigkeit, die Nachladezeit oder Feuerrate zu verändern. "Your weapons are only limited by your imagination" heisst es im Designdokument. Als Waffenbeispiel wird unter anderem eine vom Spieler selbst entworfene Laser-Sniper-Rifle mit Säuremunition genannt. Klar: Auch im jetzigen Bioshock kann man an bestimmten Punkten seine Waffen upgraden, aber das hat mit dem ursprünglich geplanten Feature nur noch wenig zu tun. Irrational Games orientierten sich ursprünglich wohl eher an dem, womit Borderlands im letzten Jahr große Erfolge feierte: Waffen, soweit das Auge reicht. 

Einige andere Features allerdings haben ihren Weg ins jetzige Bioshock gefunden: Hacking sollte auch im ursprünglichen Pitch bereits eine Rolle spielen. Und was damals unter den Überschriften "Modifiziere die Welt" und "Genetische Verbesserungen" rangierte, kennen wir heute in abgeschwächter Form als die Plasmide, mit denen wir Wasser unter Strom setzen, Gegner hypnotisieren und Eis schmelzen.

Und noch etwas fällt auf. Schon in den frühesten Designdokumenten (die ihr euch via Quellenlink direkt auf der Website von Irrational Games im Detail anschauen könnt) ist von Tonbändern die Rede, die man beim Erkunden der Insel vorfinden wird. Und sie lesen sich irgendwie vertraut.

Liebling, wenn du das hörst: such mich, ich wiederhole, such mich bitte nicht. Völlig egal, was du siehst ... geschweige denn hörst - ich bin nicht länger dein Ehemann. Ich bin nicht länger Bernardo. Ich bin zu etwas völlig anderem geworden.

2010 kennt zwar keiner mehr Bernardo von der weit abgelegenen Insel, aber viele kennen die Splicer aus Rapture. Und um ganz ehrlich zu sein: nichts gegen Inseln. Aber Rapture ist uns lieber.

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 22. Mai 2010 - 14:18 #

Dem letzten Satz der News kann ich nur zustimmen. Ohne Raputer wäre Bioshock nicht das, was es geworden ist (natürlich auch logisch ;)) und hätte sicherlich auch viel von seiner Faszination verloren.
Doch an sich sind das alles nur Hypothesen, denn vielleicht wäre auch aus dem anderen Szenarion ein wirklich gutes Spiel hervorgegangen.....wer weiß das schon?...

MMKING 17 Shapeshifter - 6725 - 22. Mai 2010 - 15:14 #

Stell dir mal vor es wäre andersrum gewesen und die hätten erst vorgehabt es in Rapture zu machen und dann entschieden doch alles auf einer Insel spielen zu lassen. Ob dann Stimmen gekommen wäre wie "Eine Unterwasserstadt? Welch dumme Idee. Die Insel Blabla war schon die beste Entscheidung für Bioshock!"

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 22. Mai 2010 - 15:47 #

Natürlich würden solche Kommentare/Stimmen kommen (zumindest wenn das Spiel ne gute Qualität geboten hätte) und genau deshalb ist das auch alles rein hypothetisch und es ist so gut, wie es geworden ist.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8355 - 22. Mai 2010 - 15:24 #

War doch lange bekannt das Bioshock eigentlich ganz anders aussehen sollte.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22572 - 22. Mai 2010 - 15:38 #

"Eigentlich ganz anders" ist aber schon recht vage, findest du nicht? Ich kann mich auch daran erinnern, dass irgendwann schon mal ein Entwickler so etwas sagte wie: "Wenn ihr wüsstet, wie Bioshock ursprünglich ausgesehen hat." Das ist aber nicht sonderlich informativ. Jetzt hingegen kann man detaillierte Einblicke in echte Designdokumente vom ersten Pitch des Spiels erhalten. Das ist schon ein ganz anderes Paar Schuhe und imho berichtenswert.

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 23. Mai 2010 - 13:56 #

"Anfangs ohne Rapture geplant" ist keine Neuigkeit. Das wussten Interessierte schon seit langem. Sogar die ersten Previews in Zeitschriften sprachen von einer anderen Location, und nach der Veröffentlichung gab es mehrere Interviews, die ein wenig auf die Entwicklungsgeschichte von Bioshock eingingen.

Natürlich ist die Veröffentlichung des Dokuments Details eine Neuigkeit, und sehr interessant für die Spieler. Dein Newspost ist schon gut, die Überschrift ist nur nicht optimal.

Ceifer 13 Koop-Gamer - 1783 - 23. Mai 2010 - 14:31 #

Jo^^ das stimmt, die News kam vor einiger Zeit bereits und in den Previews war das auch schon.
Aber Rapture ist cooler :)

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2099 - 23. Mai 2010 - 16:12 #

Ich denke, auch wenn es auf einer Insel gespielt hätte, hätte man ein gutes Spiel bekommen. Denn der Entwickler hat halt wirklich viel Talent und hätte alles aus seinem Spiel und Szenario herausgeholt. Aber mit Rapture hat man nätürlich nen neuen Klassiker erschaffen.

bersi (unregistriert) 23. Mai 2010 - 18:34 #

Das Spiel wäre sicherlich auch nicht schlecht geworden. Aber mir persönlich hat dieses "FarCry Inselszenario" noch nei zugesagt. Mir wäre Bioshock dann wohl leider entgangen :)

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 23. Mai 2010 - 19:50 #

Hab mal gelesen das auch ein Nazi-Bunker als Spielwelt geplant war...

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 24. Mai 2010 - 23:56 #

Ob Berlin oder auf dem Mond, das ist ja fast wie McDonalds. In irgendeinem Winkel der Erde findet sich doch bestimmt noch unerwartet ein versteckter "Nazi-Bunker". Und alle so Yeah!, kenn' wa schon. ;)

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