Namco Bandai: "Spiele müssen billiger werden"

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21. Mai 2010 - 22:41

Oliver Comte, der Vizepräsident des Publishers Namco Bandai, äußerte sich in einem Interview mit MCV auf einem Event des Unternehmens in Barcelona zur Zukunft der gesamten Branche. So müssen sich die Publisher aus seiner Sicht beeilen um zusätzliche Geschäftsmodelle, neben dem traditionellen Einzelhandel, zu finden. Hierfür sich bietende Möglichkeiten beinhalten unter anderem eine generelle Preissenkung für neu erscheinende Spiele oder die Veröffentlichung selbiger im Episodenformat, wie es bespielsweise Telltale Games mit ihren Adventure-Serien Sam & Max und Monkey Island schon praktiziert. Als gutes Beispiel dient ihm hierbei sowohl die Musik- als auch Filmindustrie:

Wenn man Spiele mit Musik vergleicht, so hat die Musik zwei Wege um Geld zu verdienen - Plattenverkäufe, die abnehmen, und Konzertkartenverkäufe, welche ansteigen, und daher gibt es eine andere Einkommensquelle für den Künstler. Beim Film gibt es eine ähnliche Situation, dort gibt es die Home Videos und das Kino. Spiele haben nur ein Modell, entweder den Verkauf des Produktes als eine Box oder als digitalen Download.
Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Zukunft den Preis von Videospielen verändern müssen - sie sind zu teuer für das Publikum. Schaut man auf die Entwicklungskosten und die Händlergewinnspanne, so sind 46 € für uns ein fairer Preis, aber für den Konsumenten ist das zu viel. Zwischen September und Dezember gibt es jede Woche drei neue Blockbuster und der Kosument kann es sich einfach nicht leisten, alle drei zu kaufen. Ein guter Preis für ein Spiel sollte um die 23 € betragen - aber für diesen Preis können wir kein zehn bis fünfzehn Stunden langes Abenteuer machen. Deshalb sollten wir dem Konsumenten für 23 € vier bis fünf Stunden Spielzeit bieten und danach können wir zusätliches Geld mit DLCs verdienen.

Um dies zu verwirklichen, müssten alle großen Videospiele-Unternehmen auf einem Gipfeltreffen zusammenkommen und über die Zukunft der Branche diskutieren und sich auf eine einheitliche Vorgehensweise einigen, so Oliver Comte weiter. Ob so wirklich die Zukunft der Branche aussieht, bleibt abzuwarten, aber die Entwicklungen im Bereich der DLCs sind unübersehbar und haben sich schon fast als Standard etabliert.

Gadeiros 15 Kenner - 3114 - 21. Mai 2010 - 23:03 #

ironie pur wegen den ganzen anderen publishern, die sagen, daß spiele zu billig sind und auch ironie, daß es direkt über der rechtfertigungsnews zum preis von SC2 steht..

aber 46€ zu teuer? wärens doch mal wieder 46.. oftmals setzt heutzutage der liebe publisher bei 50+ an.

keine 10-15 stunden für 23€? ach wären manche spiele doch über 6 stunden, die 55€ kosten...

irgendwie kommts mir teilweise so vor, als macht sich der mann teilweise selbst illusionen, denn er beschreibt ausnahmen als standards

aber er hat absolut recht, was das "zweite standbein" der videospiele angeht.

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 21. Mai 2010 - 23:22 #

Im Original spricht er von 40Pfund bzw. 20Pfund und ich glaube, dass das die Preisempfehlungen in GB entspricht. Ich hab das nur in Euro umgerechnet, weshalb es jetzt vielleicht etwas realitätsfremd wirkt ;).

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 22. Mai 2010 - 0:21 #

Es schockiert mich doch, dass hier gerade mal 2 Kommentare stehen...während die Solidaritätsbekundungen für Blizzard fast bei 50 stehen.

23€ für 5 Stunden ist war ja vor einingen Jahren Realität...bzw 46€ für Spiele mit 10 Stunden Spielzeit.

Ein Spiel muss nicht immer 24h oder mehr haben, und ich fände 35-40€ für 12-15 Stunden okay, aber ich denke der gute Mann denkt in die richtige Richtung. Nur leider interessierts keinen...da hat Gadeiros die Ironie schon gut herausgestellt.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7807 - 22. Mai 2010 - 5:46 #

Ich find's auch sehr interessant, dass diese News direkt auf die Rechtfertigungsnews des SC2 Preises trifft. Und der gute Mann hier scheint mir eine wesentlich angemessenere Sichtweise an den Tag zu legen, aber er ist ja auch nicht vom aktuellen Gier-Unternehmen Nr. 1. Es stimmt allerdings auch, dass das, was er da beschreibt von der Realität schon längst noch schlimmer überholt wurde. Standard sind eher unter 10 Stunden für Actionspiele und bei den Konsolenspielen sind auch die Preise noch höher als er sie nennt, wobei es ja wohl die UK-Preise sind.

Kamuel 13 Koop-Gamer - 1319 - 22. Mai 2010 - 7:49 #

sag nur torchlight .. 15euro (normalpreis) und ähm jenseits der 30h playtime.. andere spiele wie dragon age mit 49euro und jenseits der 25h playtime.. warum haben dann manche spiele für selben preis nur 8-10.. und wenn ich ein spiele kaufe dann möcht ich schon mehr als 10-15h.. meine 10-15h das heißt ich hab das an einem wochenendtag durch..supa...

zumal wo ist denn da der untershcied ob beispielsweise 15h 30 euro oder 30h 60euro.. das ist alles wie mit den "sonderangeboten in supermärkten" augenwischerei und verarsche... so ein schwachsinn-.-

Vidar 18 Doppel-Voter - 12821 - 22. Mai 2010 - 8:33 #

ja wir machen ein spiel für 25€ und bringen 5 DLCs mit jeweils 1 stunde spielzeit für 10€... und am ende haben wir mit 75€ für insgesamt 10 Stunden verdient, das schöne in der heutigen zeit würde sowas 100% aufgehen da es viele gibt die zuschlagen weils ja "billiger" ist xD

Man sollte einfach etwas mehr bieten anstatt die Spiele einfacher und vorallem kürzer zu machen! für ein spiel was nach 4-6 stunden vorbei ist zahl ich auch keinen Vollpreis sondern warts bis es billiger ist

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 22. Mai 2010 - 9:37 #

Ich kaufe da lieber ein fertiges Werk als schnöden DLC. Die Preise finde ich außerdem momentan echt okay, wenn man nicht direkt am Release-Tag oder bei Saturn seine Spiele kauft.

Gadeiros 15 Kenner - 3114 - 22. Mai 2010 - 9:49 #

da du den kauf zu späteren zeitpunkten ansprichst:

was mich stört ist das teilweise extrem hohe preisniveau, auf welchem die teilweise über einen sehr langen zeitraum bleiben.
oder vielleicht kommt mir das ja nur so vor. hat da vielleicht einer alte preislisten (älter als 1-4 jahre^^) und deren entwicklung über wenige monate nach release des spiels? denn mir kommts echt manchmal so vor, als würden die titel künstlich in hohen preiskategorien gehalten werden von zeit zu zeit.
aber ich könnte mich wie geagt bei dieser beobachtung irren- glaubt da einer, das ebenfalls zu beobachten?

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 22. Mai 2010 - 15:13 #

Ich glaub so allgemein kann man das nicht sagen. Es hängt dabei ganz stark vom betroffenen Spiel ab. Handelt es sich beispielsweise um einen Überraschungshit, so ist der Titel meist kurz Zeit (ist natürlich relativ ;)) um einiges günstiger zu finden. Genauso verhält es sich selbstverständlich mit Spielen, die sich schlecht verkaufen.
Doch bei Blockbuster-Titeln, die sich zudem noch blendend verkaufen, bleibt der Preis eine sehr lange Zeit oben (Beispiele hierfür: GTA 4, CoD MW 2 etc.). Ist aber irgendwie auch verständlich, denn solange noch kein Nachfolger erschienen ist und sich das immer noch gut verkauft, warum sollte man in solch einem Fall den Preis senken ;).

P.S. Immer dran denken: Ausnahmen bestätigen die Regel ;).

Porter 05 Spieler - 2981 - 22. Mai 2010 - 10:36 #

OK nur 23€ sind mir für 4-5 Stunden Spielspass zu viel also senkt doch den Preis auf unter 10€ dann könnt ihr mit euren DLCs kommen! ;)

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