BILD: So schützen Sie Jugendliche und Kinder vor Killerspielen!

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18. März 2009 - 17:51 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Ausgerechnet das Killerspiel „Counter Strike“ ist das beliebteste Computerspiel von Jungs, welche die 9. Klasse besuchen. Das ergab eine aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in allen Schulformen, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Das Gewaltspiel „Grand Theft Auto“, bei dem kriminelle Aufträge ausgeführt werden, landete auf Platz vier. Unglaublich: Auch bei Jungs aus der 5. Klasse zählt dieses Game zu den fünf beliebtesten PC-Spielen. Dabei darf dieses Action-Game erst ab 18 verkauft werden! Wie kommen Minderjährige an Brutalo-Spiele?

Sie laden sie als illegale Raubkopien aus dem Netz. Kostenlos, ohne Alterskontrolle und ohne Wissen der Eltern. Und diese Versionen aus dem Netz sind oft noch brutaler, als die Laden-Version. So fließt bei "Counter Strike" rotes Blut und getroffene Gegner sacken realistisch zusammen. Die Laden-Variante ist entschäft und lässt sich nur mit einem Zusatzprogramm aus dem Internet noch brutaler machen.

Bei dem PC-Game „Grand Theft Auto“, von dem bereits die vierte Folge erschienen ist, gehört auch Amoklaufen zum Spiel. Der schärfste Kritiker von Gewalt-Games, der Kriminologe Christian Pfeiffer, erklärte in einem Interview mit COMPUTER BILD SPIELE: „Bei Grand Theft Auto 4 ist ein Amoklauf möglich. Da kriegt man nicht viele Punkte, aber es wird ein bisschen Geld fallen gelassen, wenn Passanten abgeschossen werden. Und dieses Spiel ermöglicht diesen Amoklauf-Modus. Warum ist das möglich?“

Nach dem Jugendschutzgesetz, das nach dem Amoklauf in Erfurt verschärft wurde, können auch Internetseiten als „jugendgefährdend" auf den Index gesetzt werden. Doch die gefährlichen Inhalte tauchen zum Beispiel in Online-Tauschbörsen immer wieder auf. Eine Art Dauer-Wettlauf, bei dem die anonymen Anbieter im Netz immer einen Schritt schneller sind.


Name 18. März 2009 - 21:27 #

Ja wenn die Herren und Frauen bei BILD recht haben, erscheint mir das Internet als das Böse hier. Gäbe es kein Internet - 5 Klässler könnten sich das Spiel nicht runterladen und man bekäme keine "Zusatzprogramme um das Spiel noch brutaler zu machen".

Ich bin für ein Verbot des Internets!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 20. Mai 2010 - 12:43 #

Ich kann solcherlei stereotype Berichterstattung einfach nicht für voll nehmen... ein "Amoklauf-Modus" in GTA! :D

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