Hardware-News KW 16: Google, GTX460 und Gaming-Netbooks
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
Bild von Dennis Ziesecke
Dennis Ziesecke 29502 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtFROGG: Als "Friend of GamersGlobal" darf sich bezeichnen, wer uns 25 Euro spendet.GG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertReportage-Guru: Hat 10 Reportagen oder FAQ-Previews geschriebenDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Schreiber: Hat Stufe 10 der Schreiber-Klasse erreichtSilber-Reporter: Hat Stufe 10 der Reporter-Klasse erreicht

26. April 2010 - 18:41 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Google kauft einen CPU-Hersteller, NVidia verkauft tatsächlich Grafikkarten und Asus plant ein neues Netbook mit brauchbarer Grafik und Dualcore-Atom und für Desktopzocker einen Turbomodus für alle Phenom-II-BE-CPUs. Das ist mehr als genug Stoff für die wöchentliche Hardwarenews-Soap-Opera bei GamersGlobal!


Google kauft Prozessorentwickler

An finanziellen Mitteln mangelt es den Suchmaschinen- und Werbeprofis von Google wahrlich nicht. So verwundert es kaum, dass auch in der Vergangenheit immer wieder Firmen auf der Speisekarte des als Datenkraken verschrienen Unternehmens landeten, die nur auf den zweiten Blick ins Portfolio passten. Bislang allerdings konzentrierte man sich im Hause Google auf Dienstleistungs- oder Softwarefirmen. Jetzt kam mit dem Startup-Unternehmen Agnilux ein Prozessorentwickler hinzu, eine Aktion mit Nährboden für viele Spekulationen. Und das nicht nur, weil bei Agnilux einige ehemalige Entwickler von PA-Semi arbeiten, Apples eigener Prozessorschmiede. Eventuell plant man bei Google, eigene energiesparende Prozessoren für die gigantischen Serverfarmen zu entwickeln. Oder soll vielleicht an einem Prozessor für kommende Smartphones geforscht werden? Jüngst entstanden Gerüchte, Apple hätte Interesse an der Übernahme von ARM, welche für das Design fast aller Smartphone-CPUs inklusive der im iPad genutzten A4-Prozessoren verantwortlich sind. Google vs. Apple, eine Schlacht wie einst Amiga vs. Atari? 



Leider setzt der Turbo-Unlocker von Asus ein Mainboard mit AMDs 800er-Chipsatz voraus.


Asus plant Turbo-Modus für alle Phenom II Black Edition

AMDs neue Phenom-II-CPUs mit vier und sechs Prozessorkernen beherrschen ebenso viele Core-i-CPUs von Intel einen "Turbo" genannten Modus, welcher einzelne CPU-Kerne hochtaktet, wenn nicht alle Recheneinheiten gleichzeitig genutzt werden. Ältere Anwendungen mit mangelhafter Multicore-Unterstützung profitieren so durch höhere Taktraten während moderne Anwendungen durch die vielen zur Verfügung stehenden Rechenkerne beschleunigt arbeiten. Asus entwickelt jetzt ein Tool, das diesen Turbomodus auch für alle älteren Phenom-II-BE-CPUs verfügbar machen soll. Je nach Auslastung der Recheneinheiten übertaktet dieses Programm die Kerne um einige hundert Megahertz. Bei nur einem aktiven Kern wird der Takt um 500 MHz angehoben, bei zwei bis vier aktiven Recheneinheiten sind es noch 400 MHz und sogar bei Vollauslastung eines X6 plant Asus eine Taktsteigerung von 200 MHz. Die Fähigkeiten der Black-Edition-CPUs, den Multiplikator beliebig nach oben anheben zu können spielt hier eine große Rolle, weshalb nur BE-CPUs unterstützt werden. Eine weitere für viele enttäuschende Einschränkung ist die Tatsache, dass ein Mainboard mit dem neuen 800er-Chipsatz von AMD vorausgesetzt wird. So eignet sich das Turbo-Unlocker-Tool dann doch wieder nur für Auf- und Umrüster.


Überrascht NVidia bereits im Juni mit GTX460?

Noch ist es nur wenigen Kunden vergönnt, eine der seltenen DX11-Grafikkarten von NVidia geliefert bekommen zu haben. Niedrige Yield-Raten von unter 30% sorgen für eine starke Verknappung der Highend-GPUs, hohe Preise deutlich über der Preisempfehlung von NVidia sorgen für Unmut unter den potentiellen Käufern. Da die Produktion des mit über drei Milliarden Transistoren sehr komplexen Chips offenbar sehr schwierig ist und Fertigungspartner TSMC das genutzte 40nm-Verfahren noch immer nicht ausreichend im Griff hat, plant man bei NVidia nun die Resteverwertung bislang nicht nutzbarer Chips. Grafikkarten mit dem GTX460 genannten Performance-Chip nutzen weiterhin das von den Topmodellen bekannte GF100-Design, allerdings in stark abgespeckter Version. Von den ursprünglich geplanten 512 Shadereinheiten (480 werden bei der GTX480 genutzt) bleiben der GTX460 noch 384 Einheiten erhalten. Das Speicherinterface wird auf 256 Bit heruntergekürzt, was einen effektiven Speicherausbau von 1GB GDDR5-RAM nahelegt. NVidia kann so GPUs nutzen, bei denen nicht alle für die GTX470/480 benötigten Einheiten funktionsfähig sind und erhöht die Ausbeute pro Wafer. Das reduzierte Speicherinterface sorgt gleichzeitig für preiswertere Platinen, auch die Wärmeentwicklung und die Energieaufnahme dürften sich in deutlich humaneren Regionen bewegen als bei den hitzköpfigen Topmodellen. Ein Freischalten nicht genutzter und per Grafik-BIOS gesperrter Funktionseinheiten dürfte allerdings trotzdem wenig erfolgversprechend sein - momentan dürfte NVidia jede auch nur ansatzweise als GTX470 oder GTX480 nutzbare GPU auch entsprechend verarbeiten. Bereits zur Computex im Juni soll die GTX460 vorgestellt werden, Preise für diese Karten stehen leider noch nicht fest. Im Herbst diesen Jahren dann folgt die erste Neuentwicklung der 400er-Serie - auf dem GT104 basierende Karten sollten der NVidia-Namensgebung folgend gehobene Mittelklassemodelle werden. Wahrscheinlich werden die GT(S)440 und GTS450 benannten Karten auf dem Leistungsniveau von ATIs HD5770 liegen während die GTX460 sich zwischen der HD5830 und HD5850 einfinden dürfte.



Unterwegs ein wenig spielen? Der EEE-PC 1215N mit 12" Display bietet sich an.



Neuer EEE-PC mit ION2 und Dualcore-Atom

Lange Akkulaufzeiten, geringes Gewicht, ausreichende Leistung für Internet und Office - so präsentieren sich Netbooks bereits seit Jahren sehr erfolgreich. Mit dem EEE-PC erfand Asus nicht nur eine komplette Geräteklasse, der Hersteller produziert auch seit Jahren eine schwer überschaubare Menge an Netbooks für alle Einsatzgebiete. Für Gelegenheits-Zocker sehr interessant ist das seit einigen Monaten erhältliche 1210N aus der EEE-PC-Reihe. Hier nutzt Asus einen für stromsparende Desktopsysteme gedachten Dualcore-Atom und NVidias ION-Chipsatz, welcher auf dem GF9400 basiert. Im Gegensatz zu Intels stark veralteter 950-Grafikeinheit sind mit dem ION immerhin anspruchslose oder ältere Spiele gut spielbar, mit ein wenig Leidensfähigkeit lässt sich in niedrigen Auflösungen und heruntergestellten Details sogar das aktuelle Modern Warfare 2 spielen. 

Dieser mobile Geheimtipp wird jetzt laut der italienischen Internetseite Notebook Italia überarbeitet und als EEE-PC 1215N bereits ab Juni im Handel erhältlich sein. Zum Einsatz kommen soll hierbei der eigentlich erst für das vierte Quartal 2010 geplante Dualcore-Atom N500 mit 1,5 GHz Taktfrequenz. Im Gegensatz zum Vorgänger-Doppelkern befinden sich die beiden Recheneinheiten des N500 tatsächlich auf einem Die, was unter anderem die Geschwindigkeit positiv beeinflussen dürfte. Auch die geplante Energieaufnahme von 8,5 Watt klingt sehr interessant und liegt kaum höher als bei vergleichbaren Singlecore-Atoms. Da bei aktuellen 45nm-Atoms Chipsatzfunktionen und Grafikeinheit bereits auf der CPU enthalten sind, musste NVidia den ION2-Chip entwickeln. Dieser nutzt die von Intel bereitgestellten Chipsatzfunktionen und wird per PCIe angebunden. Die Grafikleistung hat sich im Vergleich zum ION1 nicht verbessert, es handelt sich nur um eine auf Intels aktuelle Atom-CPUs angepasste Version dieses Chips. Interessant ist auch, dass Asus NVidias neue Optimus-Technologie einsetzt, um den ION2-Chip nur bei grafiklastigen Anwendungen hinzu zu schalten. Eine deutlich höhere Akkulaufzeit als noch beim in dieser Hinsicht etwas enttäuschenden 1210N dürfte die Folge sein. Und auch wenn mit diesen 12"-Netbooks nicht gespielt werden soll - im Gegensatz zu Intels antiken Grafiklösungen beschleunigt ION auch Flashanwendungen wie zum Beispiel Browserspiele oder Videos von Plattformen wie youtube.



Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 26. April 2010 - 11:49 #

Irgendwie fällt mir jetzt erst die Zweideutigkeit der Bildunterschrift zum 1215N auf ;) ..

Anbei 10 Kommunikator - 507 - 26. April 2010 - 12:14 #

Aber nicht mit der Frau. *grins* ;-)

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6916 - 26. April 2010 - 17:48 #

Ach komm... das war doch Absicht ;)

Gamer99 05 Spieler - 166 - 26. April 2010 - 12:26 #

die gtx 480 ist nicht so gut geworden wie ich dachte

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58768 - 26. April 2010 - 21:18 #

Wo ist das Katzenvideo??? So was, da bringt auch die Dame keine Pluspunkte... ;-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 26. April 2010 - 21:21 #

Die hat auch ne .. äh... Ich bin weg..

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58768 - 26. April 2010 - 21:25 #

Also so was, schäm dich, du Schlingel! :D

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 26. April 2010 - 21:49 #

hehe ;D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 27. April 2010 - 8:51 #

Warum habe ich nur das Gefühl, dass NVidia den Preis der GTX460 relativ (für sie..) niedrig ansetzen muss? Momentan sind "knapp unter 300 Euro" im Gespräch. Wenn die Leistung den technischen Daten entspricht, dann wären "knapp um 200 Euro" realistischer.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 27. April 2010 - 11:01 #

Dabei klingt der ganze Zeitplan für die Zukunft so, dass man auf die nächste Kartengeneration noch eine ganze Weile warten wird können, und dass das Hardwarekarussel deutlich langsamer läuft als bisher. (was auch an den nicht existenten Spielen liegt, welche die aktuellen Highend Karten ausreizen könnten).

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)