Studie: Shooter nachweislich gut fürs Gehirn

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26. April 2010 - 18:41 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Nachdem vor kurzem in einer Studie der BBC wieder Zweifel aufgekommen sind, ob Denkspiele gut für das Gehirn sind (wir berichteten), zeigt eine Studie der Universitäten Leiden und Amsterdam nun die positive Wirkung von Shootern auf die grauen Zellen. Diese Spiele fordern von ihren Spielern schnelle Reaktionen und geistige Flexibilität. Gemäß Lorenza Colzato von der Universität Leiden, können die Spieler von diesen Fähigkeiten im modernen Leben Gebrauch machen. Kritikpunkt an Spielen wie Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging ist nach wie vor, dass Spieler zwar besser in den jeweiligen Übungen werden, dieses Wissen jedoch nicht auf das tägliche Leben übertragbar ist. Spieler von z.B. Modern Warfare 2, Battlefield, Unreal Tournament oder Grand Theft Auto würden hingegen von den positiven Effekten profitieren, wie etwa der Förderung von Multitasking-Fähigkeiten.

In der Studie wird auch darauf hingewiesen, dass Ego-Shooter nicht zu anti-sozialem Verhalten führen müssen. Kindern und Jugendlichen würden die Spiele hingegen helfen, ihre Reflexe zu schärfen, sowie mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, was im späteren Berufsleben hilfreich sein kann. Auch die geistige Flexibilität älterer Semester kann von Videospielen profitieren. Falls ihr mehr über die Ergebnisse der Studie erfahren wollt, könnt ihr euch hier die entsprechende PDF-Datei herunterladen.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34173 - 24. April 2010 - 17:13 #

Naja, diese Wirkung von Shootern ist ja stellenweise schon etwas länger bekannt. In den USA werden Shooter dazu genutzt, um Schlaganfallpatienten wieder motorisch fit zu machen.

Trotzdem gute News...

Makariel 19 Megatalent - P - 13792 - 24. April 2010 - 17:20 #

Ich finde es ironisch, dass in derselben Woche zwei Studien zu dem Thema herauskommen, und die in den Medien gerne als 'böse' dargestellte Shooter anscheinend 'besser' fürs Gehirn sind als Gehirn-Jogging und Konsorten.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34173 - 24. April 2010 - 17:25 #

Tja, wenn sich die Damen und Herren Politiker weniger um ihre vergreisten Wählerschichten, sondern mehr um die Analyse von Studien (die ausnahmsweise mal nicht vom KFN kommen), Forschung und medizinischer Arbeit kümmern würden, dann hätten die schon längst festgestellt, dass Shooter in vielerlei Hinsicht mehr bewegen können als Denkspiele.

Wobei ich das jetzt nicht so hingestellt haben möchtem das Denkspiele nichts taugen. Gerade Denkspiele machen viel Spaß, bewegen aber mehr im Bereich strategisches Nachdenken und Problemlösung...

Vaedian (unregistriert) 24. April 2010 - 21:53 #

Da frag ich mich doch glatt, wie lange es dauert bis wieder dagegen gepfeiffert wird!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23756 - 24. April 2010 - 17:23 #

Das wird Pfeiffer aber gar nicht gerne hören^^:
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Hier beschreibt er die negativen Folgen von Gewaltspielen aufs Hirn:
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http://vs1.rz.uni-osnabrueck.de/public/wwwavmz/avmz/OFG_MP3_clips/OFG_Audio_Pfeiffer_Mueller/2010_04_07_02_Statement_Pfeiffer.mp3
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Die Rede hielt er bei den Osnabrücker Friedensgesprächen am 07. April 2010.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 24. April 2010 - 18:10 #

Aber hey - "3D-Shooter sind gut fürs Gehirn" erklärt den geistigen Dünnpfiff des Herrn Pfeiffer recht gut. Der hat sicher noch nie einen Shooter gespielt. Tun sie mal was für ihr Gehirn, Herr Pfeiffer!

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 24. April 2010 - 17:26 #

ego shooter für kinder empfehlen? naja.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23756 - 24. April 2010 - 17:35 #

Gibt ja auch harmlose Shooter wie Metroid Prime, Halo oder Uncharted.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34173 - 24. April 2010 - 17:38 #

Klar, warum nicht. Wenn sie altersgemäß aufbereitet sind mit z.B. Seifenblasenwerfern usw. So etwas hat vor Jahren mal Factor 5 gemacht. Die aktuellen kommerziellen Shooter natürlich nict...

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 24. April 2010 - 21:05 #

Sehe ich auch so.
Es ist ja nicht so, dass Kinder vollkommen gewaltfrei erzogen werden müssten - die sind spätestens im Kindergartenalter Fans von Piraten, Indianern oder Cowboys und wissen nur allzu gut, was die mit ihren Waffen so den ganzen Tag anstellen.
Und die Welt wird mit zunehmendem Alter auch abseits der Unterhaltung nicht friedlicher ;)

Mir kommen da immer die Kindergärten weltfremd vor, in denen Schimpfwörter verboten sind, Metal-musik mit "böse" gleichgesetzt wird, das entsprechende Zeichen zu "Sitzarrest" führt und das Nachmachen von Waffensounds ein Elterngespräch nach sich zieht.

Joehnsson 13 Koop-Gamer - 1407 - 24. April 2010 - 17:55 #

Ich wusste es ja immer xD

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74489 - 24. April 2010 - 17:57 #

Ich war mal so frei und habe das Teaser-Bild entsprechend angepaßt, damit es nicht so Unvorteilhaft aussieht (abgeschnittener Kopf - für die Zukunft merken) :).

Und ja, Shooter sind gut für's Gehirn und fördern zudem die Hand-/Augenkoordination :D.

Anonymous (unregistriert) 24. April 2010 - 18:09 #

Stumpfsinnige Computernerds mit einem antrainierten Hang zur Gewalt sind eine Sache; diese Studie legt jedoch nahe, daß es intelligente Täter sind, die wir uns mit diesen Spielen heranzüchten. Die Gefahr, welche von Ego-Shootern ausgeht, wurde also bisher deutlich unterschätzt. ;-)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74489 - 24. April 2010 - 18:11 #

Das haste jetzt aber schön gepfeiffert :D.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 24. April 2010 - 18:30 #

Auch wenn es (für CDU-Anhänger des harten Kerns) krank klingen mag, auf mich triffst das vollkommen zu. Die Reflexsteigerung und Stressabhärtung (nenn ich einfach mal so) durch das Spielen von Shootern haben nicht unwesentlichen Einfluss auf meine Arbeitsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit genommen. Ich arbeite vor allem am PC, in anderen Arbeitsumfeldern kommen die Vorteile vermutlich weniger zum Tragen. Ich denke da bspw. an Bauarbeiter oder Piloten. ;-)

Anonymous (unregistriert) 24. April 2010 - 20:50 #

halo ? uncharted ? wenn du meinst

Rambazamba (unregistriert) 24. April 2010 - 20:59 #

"Thirty-four young
healthy adults served as participants, consisting of one group of
17 video-game players (VGPs) and 17 individuals with little to no
videogame experience (NVGPs)."

Tolle Statistik! Ganze 34 Studienteinehmer. Und "gut für das Gehirn" ist ja auch nicht gleichbedeutend mit "gut für die Persönlichkeit".

Makariel 19 Megatalent - P - 13792 - 24. April 2010 - 21:13 #

Wenn die Ergebnisse innerhalb einer Gruppe nicht stark abweichen, sind bereits 10 pro Gruppe ausreichend um Tendenzen zu sehen. Die Autorin gibt an bei welchen Ergebnissen kein signifikanter Unterschied zu sehen ist und bei welchen schon. Sind ja auch die Werte und Fehlerraten angegeben. Mehr Leute pro Gruppe sind immer gut, klar, das bedeutet jedoch nicht das man jedes mal 10.000 Menschen befragen muss, um irgendwelche Aussagen zu treffen.

winthefight 06 Bewerter - 66 - 24. April 2010 - 23:26 #

Das gefällt mir, genau das wollte ich hören, ego shooter für alle :D

Annonüm (unregistriert) 24. April 2010 - 23:51 #

Dass im Gehirn ganz andere Dinge abgehen, als der ein oder andere so glaubt, zeigen die Ergebnisse aus den letzten Jahren Gehrinforschung. Von wegen "bewußte Entscheidung".....

Zitat aus einem Bericht über eine entsprechenden Studie:
"Das Ergebnis war verblüffend: Im Durchschnitt berichteten die Studienteilnehmer, dass sie die Entscheidung, welche Hand sie benutzten und welchen Knopf sie betätigten, innerhalb einer Sekunde vor dem Drücken gefällt hätten. Doch schon mindestens sieben Sekunden vor der bewussten Entscheidung konnten die Wissenschaftler vorhersagen, mit welcher Hand der Proband den Knopf drücken würde."

Den ganzen Artikel aus dem jahre 2008 findet man bei Stern Online unter dem Titel "Freier Wille - eine Illusion?"
Gibt natürlich Neueres und Mehr zu dem Thema. Mittlerweise auch wissentchaftlich bewiesen, also nix Voodoo :-)

Das Gehirn vermittelt nur den Eindruck, wir würden uns bewußt entscheiden. Die wirklich wichtigen Dinge aber passieren im Unterbewußtsein.

Das heißt für die Shooter:
Wir schießen also gar nicht - wir werden geschossen......

Smirrff (unregistriert) 25. April 2010 - 8:25 #

So ein Schwachsinn. Warum braucht man für Offensichtlichkeiten eine Studie?
Wenn ich viel Holz hacke, bekomme ich dickere Arme und einen starken Rücken. Wenn ich einen Shooter spiele wird meine Hand-, Augenkoordination geschult. Wenn ich dies mache wird jenes geschult. dafür braucht man keine Studie. Was heut zu tage alles mittels Studie erhoben wird ist so ein blöder Rotz, entschuldigung. Vielleicht sind wir aber auch mittlerweile alle so doof, das man uns alles erklären muss, wer weis.

Makariel 19 Megatalent - P - 13792 - 25. April 2010 - 10:36 #

Na so offensichtlich ist das nicht. Gibt genug die behaupten Videospiele 'verblöden' nur. Und frag mal Pfeiffer was er von Shootern generell und GTA im speziellen hält...

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50741 - 25. April 2010 - 8:46 #

@ tobzzzzn

willst damit andeuten das bauarbeiter & piloten doof sind ???

wann kommt der erste politik shooter ??? schwarz gegen rot, gelb gegen grün ??? wobei die nur mit apfeln werfen dürfen *ggg* angie vs guido, wär auch als streetfighter bestimmt klasse *ggg*

Gamer99 05 Spieler - 166 - 25. April 2010 - 9:20 #

ja man muss ja bei shootern wie mw2 online taktisch vorgehen

Anonymous (unregistriert) 25. April 2010 - 10:04 #

Was ich abseits des Getrolle hier aber dennoch in Frage stellen möchte ist, ob man bei jedem diagnostizierten positiven Effekt freudig mit dem Kopf nicken darf und bei jedem negativen die Testenden als “unerfahren mit der Materie” und zum Teil “unfähig” bezeichnen darf?

Makariel 19 Megatalent - P - 13792 - 25. April 2010 - 10:41 #

Das getrolle kommt oft von Anonymous. Um die eigentliche Frage zu beantworten: nein, man muss in jedem Fall differenzieren.

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2073 - 25. April 2010 - 12:06 #

Anscheinend kriegt eh jede Studie ein anderes Ergebniss. Wie bei Nahrungsmitteln und Medikamenten die mal ungefährlich und mal gefährlich sind. Ich für meinen Teil merke keine Veränderungen an mir, durch Videospiele, und ich glaube dass ich sogar der friedlichste Mensch bin den ich kenne u. auch der der am meisten zockt, ja sowas kanns geben.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 25. April 2010 - 16:08 #

Die meisten Gamer (nicht Casual-Spieler)die ich kenne sind Pazifisten, liegt vielleicht daran dass man abstoßende Gewalt in Videospielen sieht.

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2073 - 26. April 2010 - 12:49 #

Glaub ich auch.

Zenturio_Kratos 12 Trollwächter - 1162 - 25. April 2010 - 20:28 #

das ist musik in meinen ohren

Anonymous (unregistriert) 26. April 2010 - 6:12 #

Aufgepasst mit vorschnellem Aufatmen. Das Shooter spielen eine hohe Aktivation und damit gutes Lernen von Fähigkeiten wie Reaktion etc. mit sich bringt, legt nahe, dass das Hirn auch andere Shooterinhalte gut lernt. Reaktionsfähigkeit scheint darüber hinaus auch generalisiert, also auf andere Aufgaben übertragen, zu werden. Also, eine Studie bei Soldaten im Kampfeinsatz wäre einmal interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass Shooterveteranen schneller und gezielter Schießen als andere Kameraden.

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