Usertest: Sword & Poker (iPhone)

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erasure1971 2080 EXP - 14 Komm-Experte,R5,S3,J7
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDieser User hat uns an Weihnachten 2015 mit einer Spende von 10 Euro unterstützt.Dieser User hat uns an Weihnachten 2014 mit einer Spende von 10 Euro unterstützt.Bronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner SammlungProfiler: Hat sein Profil komplett ausgefüllt

15. April 2010 - 7:59 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Es ist wieder so eines: Ein kleines, im Grunde simples iPhone-Spiel, das einen aber über Wochen jede Pause kosten kann. Zumindest, wenn man sich für Fantasy-Rollenspiele oder Poker erwärmen kann -- oder am besten für beides. Die Grundidee von Sword & Poker ist simpel. Der Held kämpft sich Feld für Feld durch die über 30 Levels eines Dungeons, um vom Lord of Chaos den gestohlenen Stone of Creation wiederzubeschaffen. Mit anderen Worten: Eine Story existiert nicht. Doch darum geht es in diesem Spiel auch nicht. Vielmehr stehen die zahlreichen Kämpfe gegen die Dungeonbewohner im Vordergrund.

Hat man ein Feld mit einem Gegner erreicht, wechselt die Grafik aus der Übersicht des aktuellen Dungeonfloors auf den "Kampf"-Bildschirm. Dieser besteht aus einem 5x5 Felder großen Kartenfeld. Die mittleren 9 Felder werden vor Kampfbeginn mit zufälligen Karten aus einem Pokerdeck gefüllt, die äußere Felderreihe bleibt leer. Sodann erhalten der Spieler und der Gegner jeweils 4 weitere Pokerkarten ausgeteilt. Der Spieler beginnt und macht seinen ersten Zug. Dazu nimmt er genau zwei seiner vier zugeteilten Karten und legt sie so auf zwei der noch freien Felder, dass sich eine Fünferreihe Karten ergibt. Er kann horizontal, vertikal oder diagonal legen. Diese insgesamt fünf Karten formen dann eine Pokerhand. Je besser diese Hand ist, desto mehr Schaden nimmt der Gegner. So geht das abwechselnd hin und her. Das Kartenfeld füllt sich; wenn alle Plätze besetzt sind, werden alle Karten entfernt und es wird neu ausgeteilt. Wer zuerst keine Lebenspunkte mehr hat, verliert.

Das ist simpel, schnell verstanden und würde nach einer halben Stunde langweilig werden. Doch ist dies nur der Anfang. Nach und nach fügt Sword & Poker zahlreiche weitere Elemente in das Spiel ein. Auf einmal sind Schatztruhen auf dem Dungeonfloor verteilt, die Juwelen oder Aufladungen für die Lebenspunkte enthalten (diese regenerieren sich zwischen den Kämpfen normalerweise nicht). Für die Juwelen bekommt man Gold, das man wiederum im Shop gegen mehr Lebenspunkte eintauschen kann. Kurz darauf findet man auf einmal eine bessere Waffe, die bei bestimmten Pokerhänden mehr Schaden am Gegner verursacht. Wieder etwas später taucht in einem Floor auf einmal ein Boss auf, und hat man diesen besiegt, lässt er einen Zauberspruch fallen, den man künftig selber nutzen kann: Die neun vorgegebenen Karten neu anordnen und nach Farben sortieren. Die Flush-Gefahr steigt! Wieder etwas später hat der nächste Gegner auf einmal eine "passive" Fertigkeit. Immer, wenn er einen Drilling schafft, klaut er mir eine Karte. Noch etwas später kann man sich seinen ersten Schild kaufen, der 5 Punkte Schaden absorbiert und immun gegen Kartenklau macht. Gekauft! Oder doch lieber erst noch paar Lebenspunkte, bevor es gegen den Koloss da vorne geht, der so übel zuhaut?

Unmerklich ist aus dem simplen Kartenlegespiel ein durchaus komplexes kleines Strategiespiel geworden. In späteren Levels ist es sinnvoll, seine Ausstattung und seine Zaubersprüche auf die jeweiligen Gegner abzustimmen. Kommen Mumien, die sich mit fast jeder Hand, die sie legen, selber heilen, nimmt man doch lieber den eigentlich schwächeren Schild, der aber die gegnerische Heilung unterbindet. Gegen den Drachen Fefnir, der im Berserkmodus doppelten Schaden verursacht, kann ein eigener Heilspruch nicht schaden. Und wenn der Gegner Karten klaut, klaut man am besten zurück. Zig Waffen, Schilde und Spezialfertigkeiten später steht man irgendwann dem "Lord of Chaos" gegenüber, doch auch nach einem Sieg geht das Spiel weiter in Bonuslevels, die mit besonders starken Monstern am Stück vollgepackt sind.

Die Bedienung ist rundum gelungen, nach nur kurzer Einarbeitungszeit zieht man die Karten zügig auf die angedachten Plätze, prüft im Charakterbildschirm die aktuelle Ausrüstung oder kauft im Shop mehr Lebenspunkte. Grafisch dürft ihr keine Wunder erwarten, aber der Kampfbildschirm ist aufgeräumt, die Monster sehen eher knuddelig als gefährlich aus. Bei iTunes ist das Spiel für 2,99 Euro zu haben, wer es testen möchte, kann sich eine Lite-Version mit fünf Leveln kostenlos herunterladen.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22468 - 12. April 2010 - 23:38 #

Was mich ja irritiert: wieso wird mir in den Screens für die Lite-Version im AppStore japanischer Text angezeigt? Screenshotfehler? Oder gibt es wirklich japanische Textschnipsel im Spiel?

erasure1971 14 Komm-Experte - 2080 - 13. April 2010 - 8:42 #

Nein, das Spiel ist komplett in englisch gehalten, keine Angst. Der Hersteller scheint eine japanische Firma zu sein, zumindest gibt es die Homepage in englischer und japanischer Version (so das denn japanisch ist). Warum dieser sich entschlossen hat, die iTunes-Seite auf japanisch zu gestalten, weiß ich auch nicht, wird den Absatz im europäischen Markt vermutlich nicht gerade fördern.

Teut Game Designer - 489 - 13. April 2010 - 12:09 #

Ich kann das Spiel bedenkenlos empfehlen, sozusagen ein Puzzlequest RPG mit Poker als Kampf statt Bejeweled.

Eines der wenigen Spiele die ich durchgezockt habe am iPhone

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Gaia
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07.01.2010
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