GTA 4 soll Schulkinder von Gewalttaten abhalten

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15. April 2010 - 7:59 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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An acht Schulen in der Gebietskörperschaft Merseyside, England werden neun- bis elf-jährigen Schülern Bilder und Szenen aus Rockstars Grand Theft Auto 4 gezeigt, um sie von Gewalttaten abzuhalten. Neben den Szenen aus dem Spiel, unter anderem wird gezielt durch ein Autofenster geschossen, werden auch Ausschnitte aus der Comic-Serie The Itchy and Scratchy Show, eine Parodie auf Tom & Jerry aus der Simpsons-Serie, gezeigt. Dies soll die Schulkinder davon abhalten, für Gewalt desensibilisiert zu werden und ihnen zeigen, mit welchen Konsequenzen sie im realen Leben zu rechnen haben.

Die Schüler sollen die gezeigten Szenen dabei in drei Kategorien, "echtes Leben, böse", "echtes Leben, gut" und "nicht echt", einordnen. Das Programm wird vom britischen Innenministerium finanziert und von SAMM (Support After Murder and Manslaughter) in Zusammenarbeit mit der Polizei von Merseyside veranstaltet. Im weiteren Verlauf des Jahres soll das Programm auf die Grafschaft Lancashire ausgeweitet werden.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 12:01 #

Haha, dämlichste Aktion aller Zeiten. Dafür gibts nen Kudo^^
Vorallem: "Dies soll die Schulkinder davon abhalten für Gewalt desensibilisiert zu werden und ihnen zeigen mit welchen Konsequenzen sie im realen Leben zu rechnen haben."

Reales Leben soll durch GTAIV und Itchy und Scratchy verdeutlicht werden, klar.

Joker 12 Trollwächter - 1153 - 11. April 2010 - 12:36 #

ich denke eher das die szenen aus gta 4 als nicht echt eingestuft werden und verglichen wird mit realen gewaltsituationen...

T_Prime 13 Koop-Gamer - 1459 - 11. April 2010 - 12:38 #

Ich halte diese Aktion für gar nicht mal so dumm. Schüler sollten, um falsche Aktionen zu vermeiden wissen was wirklich falsch bzw. schlecht ist. Ich kann mich auch an eine ähnliche Aktion in meiner Schulzeit erinnern, dort ging es auch überwiegend um Gewalt. Allerdings wurde auch dort zuerst der falsche Weg gezeigt.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 12:54 #

Trotzdem denke ich dass man auf diese Art und Weise keine Schulklassen zur Gewaltfreiheit bringt, die Jungs werden sich köstlich amüsieren und die Mädchen wird es vrmtl. kalt lassen/nerven. Meine Einschätzung der ganzen Sache.

Exodus 11 Forenversteher - 684 - 11. April 2010 - 13:00 #

Naja, die Kids sind ja jetzt nicht 13-16, sondern 9-11. Ich denke, das macht schon einen Unterschied und wird sie ordentlich schocken.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 11. April 2010 - 13:01 #

glaube ich auch.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 13:06 #

hm, das hab ich übersehen. Trotzdem glaube ich das Kinder heutzutage immer früher mit Gewalt konfrontiert werden, und das Gewalt immer mehr normalisiert wird.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 11. April 2010 - 13:10 #

reale gewalt ist bei uns geächtet; ich glaube das in keiener epoche reale gewalt dermaßen missbilligt wurde (schaut euch die letzten 2000 Jahre nur mal an). die verrohungdebatte die bei uns läuft ist somit zu einem gewissen teil quatsch.

zum thema:
die werden die szenen ja sicher nicht einfach nur zeigen; sondern auch kommentieren, so dass den schülern bewusst gemacht wird, das das falsch ist so fidnet dann auch eine stärkere sensiblisierung statt als durch "passiven konsum".

Gähn (unregistriert) 11. April 2010 - 13:20 #

"reale gewalt ist bei uns geächtet; ich glaube das in keiener epoche reale gewalt dermaßen missbilligt wurde (schaut euch die letzten 2000 Jahre nur mal an). die verrohungdebatte die bei uns läuft ist somit zu einem gewissen teil quatsch. "

Das ist nur zum Teil richtig.
Diese "Ächtung" (genauso wie die genaze Debatte) ist extrem heuchlerisch.
Während Gewalt in Spielen & Gewalt von/unter Jugendlichen ganz fürchterlich "bäh" ist, wird Gewalt in den Medien/Nachrichten oder die Kriege im Irak/Afghanistan deutlich milder beurteilt bzw. nach Möglichkeit außen vor gelassen.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 13:22 #

Die eigentliche Frage ist ja auch, wie Gewalt unter Jugendlichen betrachtet wird. (Jugendliche als Betrachter, nicht von außen)

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 11. April 2010 - 13:27 #

genau. an sich haben wir millionen von friedlichen jugendlichen und ein paar die durchdrehen; diese verfälschen das bild ganz gewaltig.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 11. April 2010 - 13:26 #

ich meinte jetzt innergesellschaftliche gewalt. bei kriegen wird es komplexer; so ist zum beispiel die frage, wie man heutzutage die gewalt in kriegen bewertet (ich spreche hier nicht von kriegsverbrechen!) noch unbeantwortet. ich habe allerdings nicht das gefühl, das gewalt in kriegen von den medien sanfter beurteilt wird. die berichterstattung ist nüchter; genau wie bei anderen themen. ich glaube das liegt dann eher an unserer wahrnehmung: wenn irgendwelche jugendliche jemanden zu tode treten, dann können wir uns "darunter" etwas vorstellen und uns kommt die brutalität ins bewusstsein. bei kriegsberichten bleibt das ganze abstrakter, weil wir nicht mit realen situationen vergleichen können.

raveneiven 13 Koop-Gamer - 1705 - 11. April 2010 - 13:00 #

Irgendwie erinnert mich die Jugendgewalt inzwischen an die Szenen die in Clockwork Orange beschrieben werden...erschreckend. Ob man so die Kinder gegen Gewalt erziehen kann, ich weiß nicht. Finde die Eltern sollten einfach wieder mehr Zeit mit ihren Kindern verbingen, mit ihnen Spielen und darauf eingehen. Dann lernt man in nem prima Umfeld was Real und Unreal ist und was good und bad ist.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 11. April 2010 - 13:17 #

Die Studie soll doch nur zeigen, dass die Kinder zwischen echter und fiktiver Gewalt unterscheiden können (oder nicht).

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 13:19 #

Wer erkennt den GTAIV und Itchy und Scratchy als real?! --> bzw.: Dann müsste man ihnen auch etwas "reales" zeigen.

Gähn (unregistriert) 11. April 2010 - 13:21 #

Ich traue denen zu, daß dier Szenen aus GTA 4 als "reale Gewalt" laufen und "Itchy & Scratchy" als irreal :D.

Blöd genug wären "sie".......

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 11. April 2010 - 13:50 #

@ Henry: Steht doch in der Quelle: "The children must categorise the pictures they are shown – which also include cards featuring images of knives and alcohol – as "good real life", "bad real life" and "not real"
Wieso sollte man den Kindern etwas reales zeigen? Ich denke, dass sie durchaus in der Lage sind, zu erkennen, dass Itchy & Scratchy eine fiktive Sendung ist. Wer das in dem Alter nicht kann, gehört in Behandlung. Und das auch wenn daneben kein klassischer Film mit echten Schauspielern zu sehen ist. (Überdies sind natürlich auch solche Filme fiktiv und sollten daher nicht als real angesehen werden. Das ist aber nicht nur für Grundschüler schwierig.)

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 11. April 2010 - 13:56 #

Ich meinte eher das Gegenteil: Jedes Kind erkennt, dass das Fiktiv ist (es sei denn es ist irgendwie psychisch erkrankt, was die meisten Kinder aber nicht sind) ;)

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 11. April 2010 - 18:31 #

Habe ich genau andersherum verstanden. ;)

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 11. April 2010 - 13:19 #

ich glaube es handelt sich dabei um ein programm und nicht um eine studie; sofern ich die news richtig verstanden habe.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 11. April 2010 - 13:48 #

ja stimmt, ist irgendwie son misch-masch: ein "pioneering project"

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23782 - 11. April 2010 - 17:50 #

Ich glaub in Deutschland hätte sowas keine Erfolgschancen, die Gutmenschen würden Sturm laufen und solange demonstrieren bis das Teufelszeug die Klassenräume wieder verlassen hat.^^
Aber paradox ist es schon, die deutschen Innenminister wollen ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen, das englische Innenministerium zeigt die Spiele Schulkindern. ;-)

Andy2600 06 Bewerter - 64 - 11. April 2010 - 18:48 #

Wichtig: Die Szenen wurden gezeigt und nicht gespielt!!!! Das ist ein Riesenunterschied!

Ich denke von der Verarbeitung vom Gehirn her ist das ein großer Unterschied, ob du selbst Gewalt im Spiel ausübst oder es siehst, dass das jemand macht.
Auch denke ich, dass die Schüler das Spiel wohl kannten und daher vorbeeinflusst.

Für mich ist es gut so, dass GTA4 ab 18 ist und soll so bleiben!

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11810 - 11. April 2010 - 18:59 #

Also wen du Saw beispielsweise siehst dann ist es egal ob du es selbst machst oder einfach nur zuschaust. Bei GTA4 drückst du paar Knöpfchen und maximal 3 um einen Polygonen mit dem aussehen eines Menschen zu "töten". GTA4 ist schon allein ab 18 weil die Satire von keinem 15 Jährigen verstanden werden kann. Spiele wie dieses sollte man nicht mit CoD in eine Reihe stellen. GTA4 ist mehr als Autos Klauen, es ist gut durchdachte Satire über die Amerkianische Bevölkerung.

Andy2600 06 Bewerter - 64 - 11. April 2010 - 19:06 #

Videospiele werden genau deswegen so behandelt, weil das ein Unterschied ist! Und umso realistischer die Spiele werden je mehr werden wir damit konfrontiert.

Ich sehe es wir im Theater die Schauspieler. Es ist sehr anders, wenn man selber spielt als nur zuschaut! Obwohl es "nur" gespielt ist.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11046 - 11. April 2010 - 19:08 #

Bewiesen ist da gar nichts. Man glaubt, es wäre ein Unterschied und stellt sie deshalb als "gefährlicher" dar.

Andy2600 06 Bewerter - 64 - 11. April 2010 - 19:15 #

Du denkst dass es dasselbe ist beim Theater im Publikum zu sitzen und selbst zu spielen?

Ich kenne mich beim wissenschaftlichen Stand da nicht genau aus, aber schon von meiner Selbsterfahrung weiß ich, dass das was anderes ist.

Siehe dir nur Heavy Rain. Als Zuschauer ist ein durchschnittlicher Actionfilm. Man muss es erst selber spielen um die Faszination zu empfinden.

Jedenfalls Btt

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11046 - 11. April 2010 - 19:37 #

Ich meine der Vergleich mit dem Theater ist ungünstig.
Klar, macht selbst spielen mehr Spaß als zu schauen, aber die Eindrücke von der Gewaltdarstellung und Effekten bleiben die gleichen. ;) Ergo ist es mMn unfair Spiele härter als Filme zu bewerten. Und das wolltest du doch als "positiv" darstellen.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11810 - 11. April 2010 - 19:47 #

Ich finde die Grafik von GTA4 nicht überzeugend genug.
Klar sie stellt Gewalt da, aber das wars dann auch schon. Heavy Rain sieht nicht nur besser aus, sondern gleichzeitig auch realistischer. Viel mehr als der Detailgrad der Pixel , spielt die Athmosphäre.

Aber ein ganz anderer Kritischer Punkt an diesem Projekt ist, dass für die kleinen, dass das Medium Videospiele, als etwas schlechtes dargestellt wird. Einen Kontrast wäre da besser.In dem man hier den Fokus auf Gewalt legt, kann der Gedanke dabei aufkommen das versucht wird gleichzeitig ein Bild dem Kind zu übermitteln, dass sagen soll: "Videospiele sind schlecht und nicht gut für dich!"

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11810 - 11. April 2010 - 19:49 #

Das mit Heavy Rain ist noch was ganz anderes. Bitte Vergleich nicht GTA oder andere spiel Modelle mit Heavy Rain. Hier wird die Interaktion durch Knöpfenbewegung dazu genutzt, Spielerische Tiefe und Emotion zu schaffen, der sich auf die Interaktion zwischen Spieler und spielende Figur bezieht.

Anonymous (unregistriert) 11. April 2010 - 18:59 #

Nächste Woche gibt es einen Ausflug nach Afghanistan.

Toter Taliban gut lebender böse! "Ironie off"

Carragos 05 Spieler - 42 - 12. April 2010 - 15:13 #

Und was sollen Babys als Lied während des Schlafs höhren ?
Mozart oder Black Metall ?
-.-

Anonymous (unregistriert) 13. April 2010 - 16:49 #

Die Idee muss man unbedingt weiter denken:

"Echte Verkehrstoten vs. Cartoons", damit
Kinder versichtig über die Strasse gehen.

"Echte Verstümmelungen vs. Anime-Comic", damit
Kriegs- und Kampfspiele auf dem Schulhof ein
Ende haben.

"Schlachthof vs. Treibhaus" macht sogar gestandene
PC-Zocker zu Vegetariern.

Fragt einfach mal den Papa.

Wenn der in den 60ern geboren ist, hat der
als alter Zivi vielleicht noch das
Verstümmelungsbuch mit Opfern des 1. Weltkriegs
im Schrank.
Wenn er in den 70ern geboren ist, hat er
bestimmt noch die 2-3 VHS-Kassetten mit echten
Todesvideos im Keller versteckt - so eine
Art Hardcore-Variante von "Pleiten, Pech und Pannen".

Heute gibt es das Netz, aber die entsprechenden
Links kennt ihr bestimmt besser als ich. Hab
auf die ganz ekeligen Seiten auch schon 2-3 Jahre
nicht mehr drauf geguckt. So echte eingequetsche
Unfalltote sind doch was anderes als
indiziertes Pixelblut.

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ChrisL