Computer und Videospiele werden oft als Männerdomäne gesehen. Und wenn man die Entwicklung der speziell an Frauen adressierten Konferenz Women in Games sieht, scheint dieses Urteil zumindest für die Spieleindustrie immer noch treffend zu sein. Denn die diesjährige Auflage der alljährlich im englischen Bradford stattfindenden Veranstaltung wurde kurzerhand mangels Teilnehmerinnen gestrichen. Auf der Webseite der Konferenz heißt es lapidar:
Wir bedauern sehr, mitteilen zu müssen, dass die diesjährige Women in Games Conference aufgrund geringer Teilnehmerzahlen abgesagt wird.
Die von der Bradford University in Kooperation mit dem Bradford College ausgerichtete Konferenz sollte dieses Jahr vom 25. bis zum 26. März zum siebten Mal stattfinden. Zielgruppe der Konferenz sind Frauen aus der Spieleindustrie und aus dem akademischen Bereich. Der ursprünglichen Ankündigung zufolge war es erklärtes Ziel der Veranstaltung, deren Rolle zu stärken.
Traditionell wird die Spieleindustrie von jungen weißen Männern aus der Mittelschicht dominiert. Die Women-in-Games-Konferenzen setzen sich dafür ein, dies zu ändern und unter dieser Zielsetzung wird das Thema für 2010 Vielfalt in Bezug auf Nationalität, Ethnizität und Geschlecht sein.

Ist natürlich schade für uns Mädels, daß da zu wenig Teilnehmerinnen waren. Andererseits beträfe das in erster Linie Damen aus England und die Anreise müßte man auch noch einkalkulieren. Denn ob Bradford und Umgebung genug Spielerinnen hat, ist fraglich :).
Wobei sich England immerhin rühmt, die bedeutendste Spieleindustrie Europas zu haben. Aber es stimmt natürlich, in den USA wäre sowas wahrscheinlich trotzdem besser aufgehoben.
Wobei ich ein wenig den Verdacht habe, dass vielleicht gerade der doch spürbare kämpferische Unterton - ohne das jetzt werten zu wollen - eventuell sogar eher abschreckend auf potentielle Teilnehmerinnen aus der Industrie wirkt.
Naja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Veranstaltungen rund um das Thema Computer- und Videospiele in Verbindung mit Medienkompetenz generell schlecht besucht werden.
Die Mädels können ja gerne im Sommer nach Köln kommen :-)
ich finde die ganze sache einfach nur richtig sinnlos..ich glaube nicht das sich das weibliche geschlecht unterdrückt fühlt nur weil ganz offensichtlich die männerwelt das gaming dominiert..wer lust hat spielt und wer nicht der lässt es eben bleiben..
Ich denke auch nicht, dass solche Veranstaltungen überhaupt notwendig sind. Männer und Frauen sind auf Spielemessen etc. doch absolut gleichberechtigt. Computerspieler sind schließlich eher modern denkende Menschen und nicht so konservativ. ;-)
Die meisten Frauen hatten bestimmt künstliche Bärte getragen und waren auf der Spielekonferenz für Männer.
Echt, wer wurde da gesteinigt ;).
Am Ende auf jedenfall der Falsche ;).
Ich finde die Scheiterhaufen-Szene aus "Ritter der Kokosnuss" besser. :)
Könnte aber auch daran liegen, dass Spielerinnen garkeine "eigene" Konferenz haben wollen, oder brauchen.
Grade im Bereich Gaming gibt es doch keinerlei Hindernisse, die es Frauen im Vergleich zu Männern erschweren würden, ihrem Hobby nachzugehen.
Besonders im Profi Bereich ist es doch eher so, dass Frauen deutlich leichter an gute Team kommen, als Männer.
Wozu überhaupt so eine Konferenz?
Entweder die Mädels spielen gerne am PC, Konsole, etc. oder eben nicht welches Ziel haben die oder was wird sich davon versprochen?
Ansonsten finde ich es schon schade, dass das weibliche Geschlecht kaum Digitale Spiele spielt. Ich kenne da nur wenige ausnahmen, z.B. meine Freundin die ich quasi dazu "erzogen" habe =D und meine Schwester aber die auch nur ab und zu mal ne runde Siedler.
PS. JEHOVA JEHOVA
Ich muss sagen, ich hab leider ziemliche Vorurteile, was Gamekonferenzen "extra für Frauen" angeht. Vielleicht tue ich den Veranstalterinnen damit auch Unrecht. Aber als Zockerin aus tiefstem Herzen (seit meiner Kindheit) hab ich bisher nur schlechte Erfahrungen mit Vorträgen, Gamezeitschriften und Spielen gemacht, die sich - angeblich - speziell an mein Geschlecht richten - die gingen meistens komplett an meinem Geschmack vorbei. Stell mir auch bei so einer Konferenz einen Haufen Mitt- bis Enddreißigerinnen vor, die sich über Sims und Farmville unterhalten... schaurige Vorstellung, ich geh lieber weiterhin zu den Kerlen ;)
ganz meine meinung, wobei es schon ganz interessante analysen zu frauenrollen gibt (vgl. zaremba). nur stellt sich die frage, ob man nicht lieber die kritik sein lassen sollte, die themen "nur" auf feministische und antirassistische themen zu fokussieren oder statt dessen nicht lieber allgemein versuchen sollte, den inhalt von spielen auch gehaltvoller zu gestalten und mehr anspruch hineinzubringen. damit einher würde ein aufbrechen von traditionellen rollenmustern sowieso folgen (man denke an das grandiose uncharted)
Ich glaube einige haben Überlesen, dass sich die Konferenz nicht an Spielerinnen richtet, sondern an "...Frauen aus der Spieleindustrie und aus dem akademischen Bereich".
es gibt eh keine frauen am computer oder im internet.
und die news beweist es doch :P
(okay, das ist schon irgendwie spam- aber ich denke, daß muss in jeder frauenzentrierten internet- oder gamenews einmal gesagt werden *fg*)
Und die Erde ist eine Scheibe :).
Immer dieses Gender-Gedöns...
schade, ich wär dabei gewesen wenn man sich das hier hätte anschauen können. leider reduziert der feminismus die spiele ja dann doch eher auf die patriarchaischen heldenrollen statt mal mit coolen ideen zu kommen
Genau, der fette 60-jährige Koch der die coolsten Kung Fu Moves raushaut und so wendig ist wie eine Gummipuppe oder die brillentragende Sekräterin auf Stöckelschuhen, die damit problemlos die steilsten Hänge erklimmt...
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