Schweiz stellt die Weichen für ein "Killerspielverbot"

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22. März 2010 - 10:05 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Der Schweizer Ständerat hat heute beschlossen, sogenannte Killerspiele zu verbieten. Die Motion der sozialdemokratischen Politikerin Evi Allemann wurde mit 19 zu 12 Stimmen angenommen. Unter einer Motion versteht man in der Schweiz einen parlamentarischem Vorstoß: Ein Parlamentsmitglied verlangt von der Regierung, dass diese ein Gesetz oder einen Bundesbeschluss ausarbeite oder eine bestimmte Maßnahme ergreife. Dieser Auftrag ist zwingend, wenn ihm das Parlament zustimmt.

Evi Allemann sieht die Notwendigkeit der Schaffung eines eigenen Prüfsystems anstelle der PEGI, da “diese von der Spielindustrie abhängig ist” und hofft durch das ”Verbot ein zukünftiges Umdenken in der Industrie” bewirken zu können. Zur Reichweite des Verbots stellt sie klar:

“Es wird sich wohl um etwa ein Dutzend Games handeln, wie in Deutschland, wo beispielsweise Mortal Kombat und Manhunt verboten sind, nicht aber Counterstrike. Dieses Game unterliegt einer Altersgrenze, Erwachsene können es jedoch frei erwerben und spielen.”

Darüber hinaus wurde noch die Motion von Norbert Hochreutener, die eine Verbesserung des Jugendschutzes vorsieht, klar mit 27 zu 1 Stimmen angenommen. Diese Motion wurde auch von Websites wie GameRights.ch unterstützt.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9408 - 18. März 2010 - 21:27 #

Ja die gute alte Zensur, wenn man nicht weiter weiß hält man sich einfach die Augen zu, dann sind alle bösen Dämonen weg. Rentnerpolitik gibt es eben nicht nur in Deutschland. Man kann in Bezug auf die Spielproblematik ja fast noch dankbar sein, dass unsere Politik so entscheidungsträge ist.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 18. März 2010 - 21:28 #

oha schweizer sind mal die schnellsten :-p

und wirklich informiert is die gute auch nicht Mortal Kombat is keiner verboten sondern höchstens indiziert... nur manhunt is ein kapitel für sich :o

aber da musst ich schmunzeln
”Verbot ein zukünftiges Umdenken in der Industrie”

Die schweiz ist ja soooo ein großer spielemarkt dass die ganze industrie umdenkt xD

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 19. März 2010 - 9:34 #

Zumindest von Mortal Kombat 1 und 3 weiß ich, daß sie indiziert sind. Der 2er hingegen ist beschlagnahmt...

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 18. März 2010 - 21:34 #

Vielleicht sollte man auch erwähnene, dass es zwei Motionen gab und das beide Vorstöße normalweise in ein Gesetz einmünden müssen. Nur das Parlament hat jetzt noch ein Veto...

Solid Snake (unregistriert) 19. März 2010 - 0:25 #

Schweiz beschließt “Killerspielverbot”

Nachdem der Nationalrat sich bereits für ein Verbot von “Killergames” ausgesprochen hat, erfolgte heute mit 19 zu 12 Stimmen auch die Zustimmung des Ständerats. Der Bundesrat wurde somit mit der Ausarbeitung eines Verbots entsprechend der Motion Allemann beauftragt. Die enthaltene Definition von unter das Verbot fallenden Spielen:

“[Spielprogramme], in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen“.

Mit 27 zu 1 Stimmen wurde ebenfalls die Motion Hochreutener angenommen, die die Einführung einer schweizerischen, von der PEGI unabhängigen, Prüfstelle für Videospiele vorsieht.

stigma-videospiele.de/wordpress/?p=3908

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 19. März 2010 - 0:44 #

Hast du die News hier eigentlich gelesen?

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 19. März 2010 - 1:03 #

Genau dasselbe habe ich mich auch gefragt^^

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 19. März 2010 - 1:30 #

Klingt ja eher so, als würden sie sich am deutschen Paragrafen orientieren wollen, der gewaltverherrlichende Spiele verbietet. Die Schweiz hat so etwas in der Art bisher nicht?

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1434 - 19. März 2010 - 9:03 #

klingt für mich auch eher so..

Mal ganz ehrlich, irgendeine Prüfung von Gewaltspielen muss es geben.

Es wird nichts so heiß gegessen, wies gekocht wird.

Larnak 21 Motivator - P - 25587 - 19. März 2010 - 1:37 #

Typisch, dass sich wieder nicht vernünftig informiert wird. Das klingt schon wieder so, als seien Titel, die in Deutschland indiziert sind, "verboten". Was aber, wie wir wissen, schlicht falsch ist.
Das zeugt wiedereinmal von der Sorgfalt, mit dem sich Politiker überall mit diesem Thema auseinandersetzen...
Fehlende Differenzierung und falsche Informationen wohin man schaut.

Wobei gegen ein gut durchdachtes Jugendschutzsystem grundsätzlich sicher nichts einzuwenden ist.

Goldfinger72 15 Kenner - 3093 - 19. März 2010 - 8:20 #

Mir konnte bis heute noch niemand erklären (selbst eine Anfrage an unsere USK nicht), warum der Jugendschutz Spiele betrifft, auf denen groß ein "USK 18" prangt. Was hier stattfindet ist kein (!) Jugendschutz sondern lediglich eine Zensur von Medien für Erwachsene.

Wenn diverse Länder der Meinung sind, dass Menschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, doch noch nicht so erwachsen sind (z. B. wie im Strafrecht, wo sie als Heranwachsende gelten), muss man das Grundgesetz ändern oder eine weitere Alterseinstufung, z. B. "USK 25" einführen.

Jugendschutz ist eine sinnvolle und wichtige Sache - nur leider betreibt niemand Jugendschutz, wenn es um Spiele geht. Ich kann keinen Jugendlichen schützen, indem ich seinem Vater etwas verbiete.

Entreri (unregistriert) 19. März 2010 - 10:20 #

*seufzend den Kopf schüttel*
Es wird einfach nur höchste Eisenbahn für eine neue Generation von Politikern ...

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 19. März 2010 - 12:39 #

bneue generation? die gute frau ist selbst erst 32 jahre alt!
und wer sagt denn dass bei einer neuen generation es soviel anders wird? Nicht jeder der nun jung ist mag auch Videospiele bzw kann damit was anfangen

Entreri (unregistriert) 19. März 2010 - 14:00 #

32 ist die?!
Oh mein Gott ... ok, das hatte ich vorher nicht nachgeschaut.

Die Leute/Politiker müssen ja keine Videospiele MÖGEN, aber deshalb sollten sie sich nicht das Recht rausnehmen, auch allen anderen den Spaß daran zu verderben.
Dieser Trend, alles gesetzlich regeln zu wollen, muss aufhören. Vorallem sind nicht alle Gesetze richtig und sinnvoll.

Naja, sollte so ein Gesetz wirklich in Kraft treten, kann man nur hoffen das sich niemand, aber auch wirklich niemand daran hält (vgl. Prohibition in den USA).
Das hätte dann auch gleichzeitig in Deutschland den positiven Nebeneffekt, Befürwortern solcher Gesetze kräftig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Riot073 13 Koop-Gamer - 1444 - 19. März 2010 - 11:11 #

Oh Gott da bleibt nur mehr das kleine Österreich was gegen die unbarmherzige Zensur ankämpft (im deutschsprachigem Raum).Hoffentlich kommt bei uns nie so ein blödsinniges Gesetz.Ich bin 37 und will meinem Alter entsprechend behandelt werden.Für was gibt es USK ?

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 19. März 2010 - 11:12 #

ich gebe entreri recht.

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 19. März 2010 - 14:32 #

Na Manhunt können sie von mir aus auch beschlagnahmen, ich find des echt zu krass ;)! Aber ansonsten sollte man es nicht übertreiben!

Billy (unregistriert) 19. März 2010 - 19:27 #

Ich dachte es gibt sowas wie Demokratie? Das ungefähr 30 Hansen über die gesamte Spieleindustrie und die Nutzer bestimmen dürfen ist ein wenig fragwürdig.

durch das ”Verbot ein zukünftiges Umdenken in der Industrie”

Ein Umdenken ist ein Eingriff in die freie Entfaltung und verletzt in meinen Augen die künsterlerische Freiheit.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz macht viel Sinn, das ist sogar mit
einem historischen Hintergrund untermauert.

Der Hintergrund zum Verbot gewisser Spiele muss erstmal gefunden werden, bzw. habe ich nichts dagegen wenn man sich auf triftige Gründe stützt, aber einfach so verbieten...

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 20. März 2010 - 15:16 #

Die spinnen, die Schweizer!

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