Hardware-News KW 10: iPad, Aldi-PC und 3D von AMD (+Video)
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC iOS
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Dennis Ziesecke 29926 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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17. März 2010 - 12:04 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Willkommen zum allwöchentlichen Rundblick über die Hardwarebranche. Nachdem wir die CeBIT erfolgreich überlebt haben, treffen einige Trends von der  GDC (Games Developer Conference) ein. Aber vielleicht sind es ja gar nicht die bereits wohl bekannten Spielestrukturen, die uns in ein paar Jahr unterhalten werden sondern komplett andere Techniken? Apple versucht sich momentan jedenfalls an einer Revolution der PC-Branche.


Apple nimmt Vorbestellungen für das iPad entgegen

Vorerst nur in den US-Amerikanischen Apple-Shops und im Online-Store von Apple kann gegen Angabe einer gültigen Adresse in den USA und unter Nutzung einer US-Kreditkarte das iPad vorbestellt werden. Als überdimensionales iPhone verspottet äußern sich besonders in Europa viele Journalisten und Fachleute eher skeptisch zum iPad. Vor allem der Verzicht auf allgegenwärtige Internettrends wie den Support von Adobes Flashplayer erregt die Gemüter. Und auch Apples Strategie, Anwendungen streng kontrolliert ausschließlich im hauseigenen Appstore anzubieten, sorgt bei vielen Menschen für Skepsis. Ungeachtet dessen freuen sich viele Leute auf den US-Start des Wohnzimmercomputers. Seit Freitag nimmt Apple Vorbestellungen entgegen, in den ersten Stunden sollen bereits fast 90.000 Stück geordert worden sein. Am dritten April werden die Geräte dann ausgeliefert, zumindest die Varianten ohne UMTS.


Apple will das iPad in Amerika bereits Anfang April ausliefern.

Apple wird allerdings nicht müde zu erwähnen, dass die verfügbare Menge wohl nicht für alle Vorbesteller ausreichen wird. Bis Ende Juni allerdings sollen bis zu fünf Millionen der kleinen Computer produziert werden. Anfang Mai soll das iPad dann auch nach Deutschland kommen, bislang ist eine Vorbestellung hier allerdings noch nicht möglich. Als Partner für die UMTS-Version des iPad ist nach dem iPhone erneut  T-Mobile im Gespräch, wie die Preise und Verträge anschließend aussehen ist allerdings noch unbekannt.

Eher kritisch darf man den Inhalt einer Serviceseite von Apple sehen, auf der man nachlesen kann, wie Apple im Falle eines defekten Akkus außerhalb der Garantiezeit verfährt. Betroffene Anwender müssen das ganze iPad einsenden und 99 US-Dollar zuzüglich Porto zahlen, um innerhalb einer Woche ein Austauschgerät zu erhalten. Der Akku scheint also selbst von Apple nicht ohne großen Aufwand getauscht werden zu können.  Leider gehen bei diesem Tausch natürlich alle auf dem Gerät vorhandenen persönlichen Daten verloren, weiterhin werden zerkratzte, bereits geöffnete, modifizierte oder defekte Geräte nicht getauscht werden können. So agiert Apple bereits bei den iPods, was auch beim iPad den Abschluss einer Garantieverlängerung sinnvoll erscheinen lässt. Ob die Regelung so auch in Deutschland zum Einsatz kommen wird, ist bisher unklar.


Neuer Aldi-PC mit DX11 und Quadcore

In steter Regelmäßigkeit präsentiert uns der umtriebige Lebensmitteldiscounter neue Computer des bevorzugten Technikpartners Medion. Am kommenden Donnerstag erscheint ein neuer "Aldi-Computer" mit ausnahmsweise gut zusammenpassenden Komponenten für 599 Euro. Medion setzt beim Akoya P7350 D auf einen AMD-Quadcore, den Phenom II X4 925 mit 2,8 GHz Taktfrequenz. Diesem zur Seite gestellt sind 4 GB DDR3-RAM und eine 1,5 TByte fassende Festplatte. Bei der Grafikkarte bleibt Medion AMD treu und nutzt eine HD5650 aus der AMD-eigenen Grafikschmiede ATI. Auch wenn diese Mittelklassekarte mit 1024 MB GDDR5-RAM ausgestattet ist, gehört sie nicht zu den schnellsten Karten für Spieler. Dennoch bietet dieses Modell deutlich mehr Leistung als die bei vorherigen Angeboten genutzten umgelabelten Geforce-9600-Karten und verbraucht dabei noch erfreulich wenig Energie. Als Besonderheit bietet der Computer eine integrierte WLAN-Lösung, die bereits mit dem bis zu 300 MBit/sek. funkendem 802.11N-Standard arbeitet. Windows 7 Home Premium ist vorinstalliert und liegt sowohl als 32-Bit-Version bei als auch in der Fassung für 64 Bit bei. Mit 599 Euro ist dieser Supermarkt-Computer ausnahmsweise sogar ein richtiges Schnäppchen, selbst mit viel Geschick beim Einkauf lässt sich beim Zusammenstellen aus einzelnen Komponenten und anschließender Heimmontage kaum Geld sparen. Wer allerdings plant, mit seinem Computer auch das eine oder andere Spiel zu starten, sollte sich bewusst sein, dass die HD5650 weder für sehr hohe Auflösungen noch höchste Details bei brandaktuellen Spielen gedacht ist -- dafür geht diesem Modell dann doch zu schnell die Puste aus.


Medion Akoya P7350 D mit Quadcore und DX11-Grafik.



AMD verrät auf der GDC neue Strategien gegen nVidia

"The Way it's meant to be played" ist nVidias sehr erfolgreiche Kampagne, um bei der Entwicklung aktueller Spiele nicht nur ein Wort mitreden zu können, sondern um auch bei Spielern dauerhaft im Gedächnis zu bleiben. Sicherlich ist es sinnvoll, Entwickler mit Fachwissen und Produktmustern zu unterstützen und einen Blick auf die Nutzung der selbst entwickelten Technologien zu haben. Doch viele Spieler sehen bei aktuellen Spielen nur das nVidia-Logo vor dem Start und denken sich, dieses Programm würde mit einer Grafikkarte von ATI schlechter oder langsamer laufen, was in vielen Fällen allerdings ein Irrglaube ist. Mit einiger Verspätung versucht AMD diese Strategie jetzt zu kontern. Mit "AMD Gaming Evolved" richtet sich AMD an Spieleentwickler, die Nutzung aktueller PC-Techniken soll so vorangetrieben werden.

Doch nicht nur ein Partnerprogramm wurde auf der GDC gestartet, AMD möchte auch am anhaltenden Trend zu stereoskopischer 3D-Grafik profitieren. Mit Open Stereo 3D präsentierte AMD jetzt eine Alternative zu nVidias 3D-Vision. Während bei nVidia neben einem Monitor mit 120 hz Bildwiederholrate auch zwingend eine Shutterbrille aus eigenem Hause für 3D-Vision verpflichtend ist, setzt AMD auf offene Standards. AMD sorgt nur für die Unterstützung auf Seiten des Treibers und lässt die 3D-Brillen und Monitore von Industriepartnern nach deren eigenen Vorstellungen fertigen. Das Angebot könnte so deutlich umfangreicher ausfallen als bisher gewohnt. Ein Punkt, der sich auch positiv auf die Preise dieser Komponenten auswirken könnte. Dank Unterstützung ATIs Eyefinity sollen finanziell gut gestellte Nutzer bis zu sechs Monitore gleichzeitig für die stereoskopische 3D-Wiedergabe nutzen können. nVidia präsentierte in der Vergangenheit zwar auch beeindruckende Demonstrationen mit drei Monitoren, dem Spiel Metro2033 und der 3D-Vision-Technik, doch werden hier noch zwei simultan arbeitende Grafikkarten der kommenden GTX4x0-Reihe genutzt. Bei ATI würde für den Einsatz von sechs simultan genutzten Bildschirmen nur eine Grafikkarte der HD5000-Serie benötigt werden. Anschließend könnt ihr euch noch ein Video von der diesjährigen CeBIT anschauen, auf dem recht eindrucksvoll zu sehen ist, wie sehr sich das Spielgefühl durch die gleichzeitige Nutzung von drei Bildschirmen verbessern lässt.


AMDs setzt jetzt auch auf stereoskopische 3D-Grafik.

Video:

Felix 11 Forenversteher - 657 - 14. März 2010 - 22:43 #

Und ich hab bei der News im ersten Moment schon gedacht,
dass ich mein deutsches iPad jetzt vorbestellen kann ... :D

Und der Aldi PC macht auch einen guten Eindruck. Gute News!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 14. März 2010 - 22:43 #

Deutschland braucht wieder mal etwas länger ;) ..

Und es ist eine Premiere - Dod lobt einen Aldi-PC. Das Ding ist zwar nicht überragend und leise wird der auch nicht sein. Aber der Preis stimmt, zumindest wenn man nicht zuviel von der Kiste erwartet.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11566 - 14. März 2010 - 23:29 #

"weiterhin werden zerkratzte..." da darf ich wohl davon ausgehen, dass damit die Schrauben(löcher) gemeint sind und nicht die Gebrauchsspuren, oder nicht?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 14. März 2010 - 23:33 #

Da es sich um den Austausch des gesamten Gerätes handelt, werden die wohl tatsächlich Kratzer auf dem Pad selbst meinen. So wie es ausschaut, wird Apple Geräte refurbished an Akkutauschkunden ausgeben, da können sie zerkratzte iPads natürlich nicht gebrauchen.

Larnak 21 Motivator - P - 26219 - 15. März 2010 - 1:55 #

Wie jedes mal ein toller Überblick!
Ich muss sagen, AMD wird mir mit ATI immer sympathischer. Klar, in den letzten Jahren gab es oft Treiber-Probleme und die Karten waren nicht immer super, aber die Politik, die jetzt angestrebt wird, vor allem mit dem Stichwort "offene Standards", macht auf mich als Kunden einen deutlich besseren Eindruck als Nvidias "Wir, wir, wir! Nur wir!"-Strategie :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 15. März 2010 - 14:14 #

Bin gespannt, in den kommenden Tagen trifft bei mir ein 3D-taugliches Laptop ein. Mal sehen, wie es sich im Dod-Härtetest schlagen wird. Allerdings hätte ich jetzt auch gerne ein iPad, nur so zum Probieren. Bisher hat mich nämlich absolut kein Tablet oder "Slate" begeistern können. Meistens ist zwar die Technik an sich ok, doch die Bedienung mies. Windows, so urteilt auch die c't in der aktuellen Ausgabe, ist einfach nichts für Touchbedienung. Apple könnte da mit dem iPhone OS punkten. Mal sehen.

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