PC-Spielemarkt 2009: Retail im Sturzflug

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Name 0 EXP - Neuling
13. März 2010 - 15:29 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Die PC Gaming Alliance enthüllte heute ihren 2009 Horizons Report zur Entwicklung des weltweiten PC-Spielemarkts. Bei der PC Gaming Alliance handelt es sich um eine Vereinigung führender PC-Hardware und Software-Hersteller, die den PC als Spieleplattform fördern wollen. Zu den Aktivitäten der Organisation gehört unter anderem die Herausgabe einer jährlichen Marktstudie.

Die diesjährige Auflage der Studie zeigt einen geringfügig wachsenden PC-Spiele-Markt. 2009 wurden auf dem PC 13, 1 Milliarden Dollar (ca. 9,6 Milliarden Euro) umgesetzt. Das bedeutet eine Steigerung von drei Prozent gegenüber 2008. In dieser Summe sind auch Online-Werbung und Spiele und die mittels Download-Plattformen erzielten Erlöse enthalten. Wie Randy Stude, Präsident der PCGA und Director von Intel erklärt, ist dabei jedoch eine starke Verlagerung weg von den klassischen  Formen des Verkaufs zu beobachten.

Der deutlichste Trend in den vergangenen Jahren ist die Bewegung hin zu digitaler Distribution  und zu Zahlungen für Abonnements [...]. 2009 stellten wir in Nordamerika und Europa einen rasanten Aufschwung beim Kauf virtueller Gegenstände fest. Dieses Modell treibt das Wachstum in Asien an und wir glauben, dass es im Westen gerade erst begonnen hat.

Der klassiche Verkauf an der Ladentheke erlitt dementsprechend die größten Verluste und macht inzwischen weniger als 20 Prozent der Einnahmen aus. Zum Vergleich: 2007 lag der Anteil noch bei rund 30 Prozent. Trotz Zuwachses bei der digitalen Distribution gingen in Europa und Nordamerika insgesamt die Umsätze zurück. Im Schnitt kam es zu Einbußen von 10-15 Prozent. Das Plus des weltweiten Marktes ist auf das rasante Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum zurückzuführen. Free-to-Play-Modelle und Social Gaming legten weltweit zu.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 10. März 2010 - 18:26 #

zu den meisten games brauchste eh die onlineverbindung und oder muss eh bei dem service sein, der auch die spiele online verkauft. dazu noch ist auf manchen dvds nurnoch eine art starterpaket drauf, der einen die games nur runterladen lässt und hat dementsprechend keinerlei vorteile. man kann die games teilweise nichtmehr second hand ver- und einkaufen, da dann die halben spiele nichtmehr spielbar sind, da es die nur per dlc gibt.. LAME! dann kommt natürlich noch dazu, daß indi und minigames aus onlinestores zunahmen. außerdem wird eine reihe zwischenhändler bei der onlinedistribution ausgelassen und man hat keine realen materialien mehr zur investition (packung, handbuch, dvds..)- die publisher ziehen dann volle onlinemodelle vor, da sie mehr kohle machen, nehme ich mal an. und kontrolle über gamer und deren versionen habens ja auch noch.. wunderbar..
ist jemand wegen dem trend verwundert, wenn die industrie das praktisch per zwielichtiger brechstange durchprügelt?

Anonymous (unregistriert) 10. März 2010 - 18:46 #

Virtuelle Blumenvasen und Dünger:
Ich halte es immer noch irgendwie für dämlich, für virtuellen Tinneff Geld auszugeben, aber vermutlich ist das nur eine Frage der Betrachtungsweise - was ist der bleibende Gegenwert für eine echte Flugreise oder ein teures Essen?
Ich bin da aber sehr zwiegespalten: ich habe mir letzte Woche im Räumungsverkauf für 10 Euro Batteforge gekauft - zum zweiten Mal. Laut FAQ bekomme ich für meine 10 Euro 3000 Punkte und noch einmal die 64 Starterkarten - freu! Hilfe, was tue ich - ich hab es doch noch gar nicht ernsthaft gespielt !

Abos:
Auch Abos finde ich in jeder Form grässlich - die binden mein Geld auch, wenn ich für das Objekt der Begierde keine Zeit habe, egal ob ungelesene Zeitschriften oder WoW. Abos sind das Gegenteil von Freiheit, weil sie Geldmittel binden und die Erwirtschaftung dieser Geldmittel erzwingen. Auf der Abo-Hassliste ganz oben steht bei mir die GEZ - wer kein Einkommen hat, aber nicht staatlich offiziell als bedürftig gilt (Sozialhilfe), zahlt trotzdem das Abo und die GEZ ist echt teuer!

Download-Spiele:
Nix gegen Steam, meine Spiele-Liste da nähert sich so langsam der
Hundertermarke, aber gekauft habe ich die "Product-Keys" billig
in England - viel billiger als direkt bei Steam - oder als
Weihnachtsschnäppchen. Die Normalpreise bei Steam sind einfach
nur eine Frechheit! Hab ich noch nie bezahlt.
Wenn die Preise nicht sinken ist das nur was für Schafe, die auch
neue Spiele von Ubisoft kaufen ...

ChrisnotR (unregistriert) 10. März 2010 - 23:05 #

Und wieder die tägliche PC-wird-sterben-News hier bei Gamersglobal. Leute was soll dass? Wurde das Thema nicht schon hunderte Male durchgekaut? Oder wollen sich die Xbox-User hier einfach nur ständig profilieren weil Ihnen Argumente für ihre Konsole ausgehen?

Und zum Topic: Aufgrund nerviger DRM-Mechanismen und immer umfangreicherer Resgistrierungszwänge kauf ich mir schon länger nur Spiele welche keine überzogenen Kundengängelungsverfahren haben! Bin sowieso eher der Budgetspieler.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 10. März 2010 - 23:12 #

Der Verfasser der News spielt laut seinem Profil nur am PC!

Uebelkraehe (unregistriert) 10. März 2010 - 23:49 #

Zum einen sehe ich den Zustand, wie er in dieser News beschrieben wird, etwas differenzierter - Retail ist nicht mit PC-Gaming an sich gleichzusetzen. Und selbst wenn dem nicht so wäre, ist nicht die Nachricht das Problem...

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1578 - 11. März 2010 - 1:20 #

Ich stelle hier eher fest, dass vor allem von anonymen Schreibern die polemischsten Aussagen kommen. Stellt doch endlich das mal ab, dass unregistrierte User hier schreiben dürfen.

Gegenüber den News kann ich nur sagen, dass die User selbst dafür verantwortlich sind, was ihnen vorgesetzt wird. Wer immer mehr Spiel/Programme übers Internet digital erwirbt, sorgt im gleichen Zug dafür, dass diese Vertriebsweise gefördert wird. Wird das boykottiert, verkaufen die Hersteller auch wieder ihre Boxen. Aber ich denke, dass aufgrund des Siegeszuges des Internets (immer mehr User, immer höhere Bandbreiten und vor allem das schnelle Herankommen an die "Ware") sich das kaum mehr ändern wird.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 11. März 2010 - 6:38 #

Die Mentalität der Leute, alles möglichst direkt zu bekommen und nicht mehr darauf zu warten, kommt den Services wie Steam dabei leider sehr zugute...

Find ich sehr schade. Sind schon die großen Boxen mit umfangreicheren Anleitungen fast vollständig aus den Regalen verschwunden und so langsam geht's auch noch an den mageren Rest.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 11. März 2010 - 6:41 #

Was mich stört ist das dir Online-Dienste mit einem Schlag deinen gesamten Account sperren können und du dann quasi nackt und ohne Spiele da stehst.
Außerdem ist die bevormundung, welche Version du wann und wie spielst mir äußerst zu wieder.

Wäre die Freiheit bei den Online-Plattformen größer würde Ich wahrscheinlich auch irgendwann damit warm werden. In der jetzigen Form aber nicht...

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 11. März 2010 - 12:45 #

Wenn sie den Account sperren, müsste es aber Mittel und Wege geben, dagegen rechtlich vorzugehen. Schließlich zahlt man doch für die zeitlich unbeschränkten Nutzungsrechte. Korrigiert mich, falls ich da falsch liege.

Nicht, dass ich das jetzt nicht als negativen Punkt sehe, dass die Anbieter so eine große Kontrolle über den Nutzer haben, aber in der Hinsicht dürfte man nicht zu viel Angst haben müssen.

Ich halt mich eigentlich generell von den reinen Downloadmöglichkeiten fern. Als Sammler will ich einfach jedes Game, das ich besitze, auch im Regal stehen haben, sofern ich die Möglichkeit dazu habe (die u.a. bisher lediglich bei WiiWare für mich wegfällt).

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 11. März 2010 - 1:58 #

Ich sehe den Onlinebereich als eine Ergänzung, nicht als vollständige Alternative. Für Spieler, denen ein (hochwertiges) Produkt besonders am Herzen liegt, wird es immer von Bedeutung sein, einen greifbaren Gegenstand mit dem Produkt zu verbinden. Das wird auch bei Software so bleiden.

Olphas 24 Trolljäger - - 46994 - 11. März 2010 - 8:14 #

Danke, dass ist genau meine Auffassung. Ich kaufe gern (und viel zu viel) bei Steam, allerdings nur Budget und besondere Schnäppchen. Das teuerste war glaub ich mal 18 Euro für RE5.
Spiele wie Mass Effect 2, Dragon Age etc etc will ich im Regal stehen haben. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, da müssten vor allem die Preise für neue Spiele auf Downloadplattformen wesentlich attraktiver werden um mich davon abzubringen.

Joehnsson 13 Koop-Gamer - 1382 - 11. März 2010 - 16:13 #

Also ich habe in der Vergangeheit und werde in der Zukunft Spiele z.B. bei Steam nur dann kaufen, wenn sie wirklich um einiges günstiger sind als im Laden, weil ich die Verpackung und die Datenträger usw. ja auch mitbezahle.

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 11. März 2010 - 16:38 #

Dito und dieser Fall tritt meistens bei den besonderen Aktionen (Weekend-Deal, Weihnachts-Deal etc.) ein.

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