Hardware-News KW 9: Mainboards, Hydras und Funk-Lautsprecher
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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9. März 2010 - 18:39 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Eine ereignisreiche Woche im Schatten der CeBIT ist vergangen und es haben sich wieder einmal viele Hardwarenews angesammelt. In diesen Roundup gelangten die Themen, für die im großen GamersGlobal-CeBIT-Bericht (der am morgigen Montag erscheint) kein Platz mehr zu finden war. Das bedeutet aber nicht, dass die jetzt folgenden Produkte nicht interessant wären, im Gegenteil!



Hier seht ihr ein Hydra-System von MSI auf der CeBIT in Aktion.


MSI beerbt mit der Hydra den BigBang


Wer kompromisslose Leistung von seinem PC verlangt, kombiniert normalerweise mehrere Grafikkarten zu einem SLI- oder Crossfireverbund. Ähnlich wie bereits in der Computersteinzeit bei den Voodoo-Karten der mittlerweile von Nvidia geschluckten Firma 3dfx ist es so möglich, jede Grafikkarte einen anderen Teil des Bildes im Spiel berechnen zu lassen. Allerdings funktioniert Nvidias SLI-Technologie zum Beispiel nur auf Mainboards mit SLI-Zertifizierung, wofür der Mainboardhersteller wiederum Geld an Nvidia überweisen musste. Und SLI ist auch nur mit zwei Geforce-Grafikkarten möglich. ATIs Pendant nennt sich Crossfire und funktioniert wiederum nur mit zwei Radeon-Grafikbeschleunigern. Ein Mischbetrieb ist bislang nicht möglich gewesen. Und genau an diesem Punkt steigt MSI mit dem neuen BigBang Fuzion und dem 870A-GD60-Hydra ein. Diese Mainboards beherbergen einen neuartigen, Hydra genannten Chip der Firma Lucid, welcher nicht nur zusätzliche PCIe-Lanes zur schnellen Anbindung weiterer Grafikkarten bereitstellt sondern auch eine Kombination von ATI- und Nvidia-Grafikkarten ermöglicht.

Natürlich ist auch herkömmliches SLI oder Crossfire möglich, allerdings ohne zusätzliche Lizenzkosten für den SLI-Support. Der Hydra-Chip, der sich für diese Kopplung verantwortlich zeigt, ist allerdings selbst auch nicht ganz preiswert, weshalb das BigBang Fuzion und auch das GD60-Hydra leider keine Schnäppchen werden. Mehr als 300 Euro sind als Startpreis jedenfalls schon angekündigt. Einen Nachteil hat Lucids Hydra-Chip auch noch - die erreichte 3D-Leistung ist stark davon abhängig, wie gut das jeweilige Spiel von den Treibern des Boardherstellers unterstützt wird. Bei mangelhafter Unterstützung gibt es leider statt schneller Grafik nur Bildfehler zu bewundern. Im besten Falle bricht nur die Leistung stark ein, momentan sind sogar einzelne Grafikkarten oft schneller als ein Mischbetrieb aus ATI- und Nvidia-Beschleunigern. Der Erfolg dieser Technik steht und fällt also mit dem Support der Plattform. Zu einem Kauf kann man unter diesen Umständen jedenfalls nicht einmal technikbegeisterten und neureichen Grafikfetischisten raten. Immerhin, nett aussehen tun die neuen Boards wenigstens.




Biostar präsentierte auf der CeBIT diverse Boards mit AMDs neuen 800er-Chipsätzen.


Neue Chipsätze für AMDs AM3-CPUs

Bereits das in der ersten News vorgestellte 870A-GD60-Hydra basiert auf AMDs Ende April kommender Chipsatzgeneration. Die Chipsätze 870, 890G und 890FX sind weiterhin für AMDs aktuellen Sockel AM3 gedacht. Allerdings wird bei AMD eher Modellpflege betrieben, USB3.0 wird von den Herstellern weiterhin per Zusatzchip realisiert. Immerhin hat der aktuelle SATA-3-Standard für Geschwindigkeiten von bis zu 6GBit/sek. Einzug in den Chipsatz erhalten. AMDs kommender Sechskernprozessor Phenom II X6 wird von den neuen Chipsätzen natürlich von Anfang an unterstützt. Einige Versionen des Chipsatzes werden eine integrierte Grafikeinheit enthalten, welche allerdings noch nicht auf ATIs neuer DX11-Technologie basiert sondern nur etwas flottere Versionen der bekannten Chipsatzgrafik darstellt. Es muss also nicht gleich panisch ein neues Mainboard gekauft werden, alte Platinen erledigen ihre Arbeit weiterhin ebenso zuverlässig und lassen sich auch mit USB3.0 oder SATA-3 nachrüsten.




Creative vereinfacht mit dem Wireless Music System die Musikübertragung vom PC.


Creative stellt neue kabellose Audioübertragungssysteme vor


Als Anbieter von klassischer PC-Soundtechnik geht Creative gegen das Kabelchaos am PC vor. Mit dem auf der CeBIT neu vorgestellten Sound Blaster Wireless Music System ist es möglich gleich mehrere Lautsprechersysteme kabellos mit dem PC als Musikquelle zu verbinden. Am Computer muss dafür eine EAX4.0-taugliche USB-Soundkarte von Creative angeschlossen werden, der sogenannte Sound Blaster Wireless Transmitter. Dieser funkt die Audiodaten in Stereo und mit bis zu 16 Bit/48 kHz über bis zu 30 Meter zu einem Empfänger, den Creative Sound Blaster Wireless Receiver nennt. An diesen Empfänger lassen sich jetzt PC-Boxen oder Stereoanlagen anschließen. Eine mitgelieferte Infrarotfernbedienung sendet ihre Signale über einen Rückkanal direkt zum PC um so den Mediaplayer des Computers zu bedienen.

Mit einem Wireless Transmitter lassen sich so bis zu vier Empfangsgeräte versorgen, dazu gehören übrigens nicht nur die eben vorgestellten Receiver sondern auch die von Creative neu eingeführten kabellosen Kopfhörer oder das Funklautsprechersystem Creative Gigaworks T20W. Allerdings arbeitet die Audioübertragung im 2,4GHz-Funknetz, was Störungen durch WLAN-Netze oder DECT-Telefone möglich macht. Das Wireless Music System (ein Sender und ein Empfangsgerät sowie eine Fernbedienung) ist bereits für 149 Euro im Handel erhältlich. Der kabellose Kopfhörer und das Stereolautsprechersystem Gigaworks T20W erscheinen in den kommenden Tagen für je 129 Euro.
Lord Helmchen 12 Trollwächter - 870 - 8. März 2010 - 8:35 #

Guter Bericht Dod.

Bezüglich Hydra. Tests in Magazinen zeigen, daß es für Spieler "noch" uninteressant ist. Mir fällt momentan (außer PhysX) kein praktischer Nutzen der Kopplung von ATI und NVIDIA ein.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 8. März 2010 - 8:43 #

Dann kannst du deinen Stift nehmen und auch den PhysX-Punkt streichen. Das verbietet Nvidia nämlich seit einiger Zeit per Treiber. Mal davon abgesehen, dass man dafür nicht einmal ein Hydra-Board gebraucht hätte, da es sich nicht um SLI oder Crossfire handelt.

Astaroth 08 Versteher - 210 - 8. März 2010 - 14:04 #

Die ganze Sache mit mehreren Grafikkarten war doch eh von Anfang an uninteressant, die erbrachte Mehrleistung war bei weitem nicht das was man sich erhoffte, lang nicht alle Spiele wurden unterstützt und nen viel höheren Stromverbrauch hat man dadurch auch.
Wenn die Grafikkarte zu langsam ist lohnt es sich viel mehr eine aus der neuen Generation zu kaufen, bringt von der Geschwindigkeit meistens mehr als wenn man die gleiche veraltete Karte noch einmal kauft.
Interessant ist das ganze allerdings doch, wenn auch nur für Übertakter und Leute die auf Rekordjagd sind, zumindest meiner Meinung nach.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 8. März 2010 - 15:07 #

Tja, eine Zielgruppe die schneller ausstirbt als die Wähler der CSU..

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 8. März 2010 - 17:47 #

Wie wird so ein kabelloser Lautsprecher mit Strom versorgt?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 8. März 2010 - 18:13 #

Nicht lachen - per Kabel.. *facepalm*

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 8. März 2010 - 18:20 #

Dann ist das ja voll fürn Po, oder? :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 8. März 2010 - 18:27 #

Naja, es geht halt eher darum, kein Kabel zum PC legen zu müssen. Wenn ich vier Lautsprechersysteme mit dem Creativesystem an einem PC verbunden habe, kann ich durch Wände hindurch im gesamten Haus Musik haben ohne Löcher bohren zu müssen oder Kabelkanäle zu planen.

Sinnfrei finde ich da eher Raumklangsysteme mit "kabellosen" Rearlautsprechern, die dann aber eben doch wieder Strom brauchen.

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