Entwicklerstudios gründen "Indie Fund"

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4. März 2010 - 13:50 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Entwicklerstudios sind in hohem Maße von finanzstarken Publishern abhängig, das dürfte wohl den meisten klar sein. Anders lässt sich wohl kaum erklären, dass selbst renommierte Spieleschmieden wie Bioware (EA) oder Blizzard (Activision) inzwischen fest an große Konzerne gebunden sind. In den letzten Jahren ist allerdings auch ein gänzlich gegensätzlicher Trend zu erkennen: Viele kleinere Entwickler entscheiden sich gegen die Unterstützung durch große Firmen und vertreiben ihre Spiele unabhängig von diesen und begründeten so das "Genre" der Independent-Spiele. Diese Titel erscheinen meist nicht im Einzelhandel, sondern sind in der Regel nur als Download erhältlich. Resultat davon ist freilich, dass die angesprochene Zielgruppe deutlich kleiner ist und die Gewinne geringer ausfallen. Da aber auch während der Entwicklung der Spiele Kosten anfallen, die nicht von Publishern gedeckt werden, wandern Indie-Entwickler oft auf einem schmalen Grat zwischen Erfolg und Misserfolg.

Diesen Umstand gehen jetzt einige erfolgreiche Indie-Studios an und gründeten den "Indie Fund". Die Initiatoren sind dabei 2D Boy (World of Goo), Number None (Braid), thatgamecompany (fl0wer), Capy (Critter Crunch), Flashbang Studios (Off-Road Velociraptor Safari) sowie AppAbove Games (Armadillo Gold Rush) die alle mit ihren Titel große Erfolge feiern konnten.. Auf der offiziellen Website wird als Ziel angegeben, "das Wachstum des Mediums Spiel zu unterstützen, indem man Indie-Entwicklern hilft, finanziell unabhängig zu werden und zu bleiben." Man will "eine ernsthafte Alternative zum klassischen Modell der Publisher-Unterstützung" sein. Laut eigener Aussage konnte man bereits mehrere, noch ungenannte Projekte für sich begeistern, weitere Details sollen auf der Game Developers Conference in der nächsten Woche bekannt gegeben werden.

Bereits jetzt konnte die Website gamasutra.com ein Interview mit Ron Carmel (World of Goo) führen, in dem er näher auf die Funktionsweise des Indie Fund einging. Die Entwickler behalten die volle Kontrolle über Design, Marketing und die Veröffentlichung ihrer Spiele, werden im Vorfeld allerdings finanziell unterstützt. Das hierfür nötige Geld wird dabei von den Gründern des Fonds gestellt, die selbst in diesen einzahlen. Das aufgewendete Geld wird nach Spielrelease zurück in den Fonds geführt, die Gewinne werden über einen begrenzten Zeitraum geteilt, stehen dem Entwickler dann aber alleine zu. Auf die Frage, was passiert, wenn ein Spiel nicht genug einspielt, um das aufgewendete Geld zurückzuzahlen, antwortet Carmel:

Wenn ein Spiel niemals veröffentlicht wird oder die Investition nicht wieder einspielt, dann sagen wir dem Geld Lebewohl.

Auch eine zeitliche Begrenzung scheint es nicht zu geben, der Indie Fund soll weiterbestehen, damit Indie-Spiele weiter existieren können, obwohl die großen Publisher zum Vertrieb ihrer Spiele immer mehr auf Downloads setzen. Wenn sich also genug Interessenten für dieses Modell finden, dürfte die Sparte der Independent-Spiele gesichert sein.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10829 - 4. März 2010 - 17:42 #

Das ist eine sehr gute Idee. Hoffentlich funktioniert sie.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 5. März 2010 - 12:49 #

? Wo ist den da der Haken, wenn ich die News jetzt richtig verstanden habe, dann will "Indie Fund" quasi ein zinsloses Darlehen geben und will keine Gewinnbeteiligung haben. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen tragen sie auch die Verluste. Da kann eigentlich was nicht stimmen, sonst gründe ich Morgen auch ein Indie-Studio.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 64228 - 5. März 2010 - 12:56 #

Hmm, du hast recht. Da war ich etwas ungenau bei der Auslegung der Quelle. In der Tat ist es so, dass der Entwickler für begrenzte Zeit das Einkommen mit dem Fund teilt. Also erst wird refinanziert, dann ein Teil der Gewinne abgedrückt, und dann bekommt der Entwickler das Geld alleine. Werde ich noch ändern. Ganz schön peinlich, da so einen Bock reinzuhauen. *schäm*

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 6. März 2010 - 7:30 #

etwas zu übersetzen ist einer der undankbarsten Aufgaben die man sich nur vorstellen kann, die Leute die beide Sprachen sprechen finden du solltest das anders machen, die anderen Leser haben keine Ahnung wie viel Mühe du dir gegeben hast und übersetzt du auch nur mal ein kleines Verb etwas anders hast du direkt die Bedeutung des ganzen Textes verdreht. Ein furchtbarer Job.

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