Acht Prozent der Spieler süchtig?

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Name 0 EXP - Neuling
1. März 2010 - 17:30 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Sind Computer- und Videospiele Drogen? Wenn man den Ergebnissen einer australischen Studie glaubt, wirken sie zumindest auf einen beträchtlichen Teil der Spieler so. Bei acht Prozent der 2000 Teilnehmer der Studie seien Suchterscheinungen aufgetreten.

Ein wichtiges Symptom sei, dass Spielsitzungen längern dauern als geplant und statt finden, obwohl den Spielern bewusst ist, dass sie darauf verzichten sollten. Besonders beliebt sind dabei MMO-Rollenspiele wie World of Warcraft. Die Betroffenen haben wenige Freunde und konsumieren besonders viel Koffein. Reale Aktivitäten und Aufgaben werden vernächlässigt. Entgegen weitverbreiteten Vorurteilen sind der Studie zufolge alleinstehende junge männliche Spieler nicht stärker betroffen als Frauen, Spieler mittleren Alters und Verheiratete.

Folgende Anzeichen sprechen laut der Studie für eine Sucht:

  • Dauerndes Denken an Spiele und das zwanghafte Bedürfnis zu spielen
  • Unruhe und Reizbarkeit, wenn nicht gespielt wird
  • Wiederholte erfolglose Versuche, das Spielen zu reduzieren
  • Beeinträchtigung von Lernen oder Arbeit
  • Probleme in wichtigen sozialen Beziehungen
  • Aufgabe anderer sozialer Aktivitäten
  • Entzündete Augen, Rückenschmerzen, Verletzungen durch ständig wiederholte Bewegungsabläufe
  • Schlafmangel, Gewichtszunahme oder -verlust von mehr als fünf Kilogramm
bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 1. März 2010 - 17:32 #

Gewichtszunahme oder -verlust von mehr als fünf Kilogramm

ja was nu?

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33915 - 1. März 2010 - 17:38 #

Beides kann der Fall sein. Reinstopfen bspw. Chips vor der Kiste ohne das Gefühl des satt seins zu haben oder aber Spielen ohne zu Essen, weil man nicht unterbrechen möchte.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 1. März 2010 - 17:38 #

Vielleicht sollte ich ein Internet-Cafe-Abnehmcenter einrichten. Die Leute kriegen da nur Wasser mit n paar Vitaminen drin und werden an WoW gesetzt, wo sie die Welt um sich herum vergessen und so den ganzen Abend nichts essen. Und nebenher farmen sie für mich Gold, das ich auf Ebay verkaufe. Genial!

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 1. März 2010 - 17:40 #

Oder ich richte in Australien eine Upper-Class Entzugsklinik ein für "süchtige Kinder", wo dann besorgte Bonzen-eltern die sich nicht um ihre Kinder kümmern ihre Kinder "entwöhnen" lassen. Die dürfen dann den ganzen abend Holz hacken und abends n paar Bier trinken, damit sie schön Oldschool erzogen werden.

vitzi 11 Forenversteher - 602 - 1. März 2010 - 17:51 #

Hm die Idee mit dem Bier find ich gut :-)
Aber dafür muss ich vorher weder Holz hacken nohc inne komische teure Klinik^^

prax 10 Kommunikator - 465 - 1. März 2010 - 18:24 #

Wow, allgemeinere Symptome gabs wohl nicht. Man kann von allem Süchtig werden. Auch von sozialen Kontakten.

* Dauerndes Denken an "Freunde" und das zwanghafte Bedürfnis "Kontakt zu halten"
* Unruhe und Reizbarkeit, wenn man alleine ist
* Wiederholte erfolglose Versuche, "die Zeit mit Freunden" zu reduzieren
* Beeinträchtigung von Lernen oder Arbeit
* Probleme in wichtigen sozialen Beziehungen "wie Familie"
* Aufgabe anderer sozialer Aktivitäten
* Entzündete Augen, Rückenschmerzen, Verletzungen durch ständig wiederholte Bewegungsabläufe
* Schlafmangel, Gewichtszunahme oder -verlust von mehr als fünf Kilogramm

*hust* Davon sind auch Videospiele nicht verschont. Hat irgendwie immer Bildzeitungs Niveau solche Meldungen und Studien etc. ^^

Uebelkraehe (unregistriert) 1. März 2010 - 19:24 #

Stimmt schon, sehr viele Dinge können bei falscher Handhabung zur Sucht werden. Nur ist bei manchen die Gefahr größer. Ich würde Spiele jetzt natürlich nicht als 'Droge' einstufen, was imo ein wesentlich höheres Suchtpotential implizieren würde. Aber diese acht Prozent - andere Studien kommen übrigens eher zu höheren Zahlen - kann man natürlich auch nicht einfach ignorieren. Und deine Analogie ist im übrigen bemüht - ein Gutteil der Anzeichen dürfte bei einem 'zuviel Freunde' kaum auftreten. Die Tatsache, dass das eigene Hobby durchaus auch negative Auswirkungen haben kann, sollte man nicht immer gleich als Angriff auf die eigene Persönlichkeit werten.

Im übrigen ist es natürlich so, dass eine Kombination verschiedener Anzeichen für eine Sucht spricht. Wenn sich jemand plötzlich fünf Kilo anfrisst und im übrigen normal verhält, handelt es sich wahrscheinlich eher um einen Fall von Bodybuilding oder Schwangerschaft...

Joehnsson 13 Koop-Gamer - 1382 - 1. März 2010 - 18:21 #

Also ich denke mal, dass da dann mehrere Faktoren miteinander kombiniert erst zu einer Such werden, sonst ergibt das Beispiel mit der Gewichtsveränderung wirklich keinen Sinn...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 1. März 2010 - 18:40 #

Pills here! :D

Timbomambo (unregistriert) 1. März 2010 - 19:19 #

"Dauerndes Denken an ... und das zwanghafte Bedürfnis zu ... "

wow früher hiess das mal ähhhh Ehrgeiz? Leidenschaft? Hingabe? und ist nach wie vor unter Schriftstellern, Musikern, allg. Künstlern bekannt was uns wieder zu den Leuten bringt, die uns diese herrlichen Welten und Universen kreieren. Früher analog gedruckt - heute digital beguckt. WÖRD!

Und ja die größte Suchterscheinung der letzten Jahrzehnte sind doch "Wiederholte erfolglose Versuche mit Studien die Welt zu erklären".

Uebelkraehe (unregistriert) 1. März 2010 - 19:38 #

Ich würde mich stärker ausschließlich auf die Sache mit dem Gewicht konzentrieren - dann kann man es noch leichter 'widerlegen'...

Edit: Wobei ich die grundsätzliche Abneigung gegen derartige Studien irgendwo natürlich schon verstehe - werden sie doch gerne genutzt, um übertrieben radikale Forderungen zu 'begründen'...

Timbomambo (unregistriert) 1. März 2010 - 19:40 #

Wenn nach mir ginge würde ich auch diese ganzen fetten Junkies wegsperren! Und die Hungerhaken natürlich auch! Und die Hübschen! Und die Hässlichen! Die kleinen und die großen, sowieso alle die so etwas wie nicht messbare Emotionen haben. Ach ja ein fehlerfreier Schaltplan für Menschen. Dat wärs. Ich guck jetzt wieder RTL...

Boeni 14 Komm-Experte - 2383 - 3. März 2010 - 14:08 #

Großartig! :)

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 1. März 2010 - 23:31 #

Videospiele sind Drogen? Ach, was für ein Quatsch, dafür sind die meisten Spiele viel zu schlecht!
Was ich allerdings für besonders gefährlich halte, aber vollkommen unterschätzt: FRAUEN! Ja, genau, diese graziösen Geschöpfe mit ihren wohl geformten Körpern.
US-Wissenschaftler haben das mit einer Studie belegt. Vor allem für junge Männer gilt, dass das bloße Betrachten weiblicher Rundungen rauschähnliche Zustände wie Alkohol oder Drogen (lustige Trennung - oder?) bewirken (können).

Mehr zu diesem Thema hier: http://de.lifestyle.yahoo.com/01032010/442/berauschende-kurven.html (vortrefflich passender Titel! ^^)

Von möglichen Therapien für den Fall der "Frauensucht" wird allerdings nicht berichtet, eine Unverschämtheit!

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