Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 6/10
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29697 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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14. Februar 2010 - 18:07 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Der Winter hat noch nicht so ganz verstanden, dass in zwei Wochen bereits (meteorologischer) Frühlingsanfang ist, die Leser von GamersGlobal reiben sich noch immer verwundert die Augen, dass es jetzt News mit Bildern gibt und der Rest der Welt realisiert so langsam, dass kommenden Monat bereits die diesjährige CeBit in Hannover stattfinden wird. Wie jedes Jahr verspricht die Computermesse wieder viele Neuankündigungen und Produktpräsentationen, natürlich wird auch GamersGlobal vor Ort sein und die spannendsten Produkte präsentieren. Der aktuelle Newsroundup jedenfalls ist schon leicht mit CeBit-Erwähnungen geprägt. Einige Hersteller bringen neue Technologien aber auch einmal ganz frech ohne Messe im Rücken unter das Volk...



Edle Hardware für hohe Auflösungen - Asus ROG HD5870 Matrix 2GB.

Asus verdoppelt den Grafikspeicher

Die ROG-Reihe von Asus steht für aufwändige Luxushardware. Damit das so bleibt, hat der asiatische Hersteller jetzt mit der Asus ROG HD5870 Matrix eine Highend-Grafiklösung mit ATIs schnellster Single-Chip-GPU, erhöhten Taktraten und beeindruckenden zwei Gigabyte GDDR5-RAM auf den Markt gebracht. Da zur Energieversorgung zwei 8-Pin-PCIe-Stecker vorhanden sind, dürfte die Karte auch trotz der vom Hersteller vorgenommenen (moderaten) Übertaktung noch OC-Potential besitzen. Asus kommt Übertaktern jedenfalls entgegen, die Karte unterstützt das Auslesen der Spannungswerte und bringt einen Resetschalter mit um die Originaleinstellungen wiederherzustellen, wenn man es doch einmal übertrieben haben sollte. Ein Preis ist leider noch nicht bekannt, allerdings dürfte auch diese Grafikkarte auf der CeBit zu sehen sein.

nVidias GF100 aka GTX470 und GTX480 wird auf der CeBit präsentiert

Neigt sich Anfang März eine quasi unendliche Geschichte ihrem Ende zu? Nach vielen Verschiebungen und belächelten Präsentationen scheint nVidias kommende DirectX11-Grafikgeneration endlich Serienreife zu erreichen. Bereits in wenigen Wochen auf der CeBit wollen einige Boardpartner von nVidia ihre Karten mit GTX470 und GTX480 präsentieren. Mit einer ausreichenden Verfügbarkeit der Karten ist allerdings vor April diesen Jahres nicht zu rechnen. Ob die Karten dann auch für jeden Messebesucher sichtbar präsentiert werden ist leider auch noch ungewiss, eventuell werden die lang erwarteten Grafikjuwelen (Preise von weniger als 500 Euro für die große Version gelten als unrealistisch) auch nur hinter verschlossenen Türen für Presse und Handel vorgeführt. 



Alle wichtigen Anschlüsse sind bei Dells U2711 an der Unterseite vorhanden.


Gigantisch - Dell verkauft 27"-TFT mit 2560 x 1440 Bildpunkten Auflösung

Nach dem eher unrühmlichen Auftritt von Apples Luxus-Heimrechner mit 27" Displaydiagonale präsentiert Dell einem reinen Monitor in dieser Größe. Wie Apples ab und an flackerndes Schmuckstück löst das farbtreue IPS-Panel im Dell UltraSharp U2711 mit 2560 x 1440 Bildpunkten extrem fein auf. Zum Vergleich: Wer einen Blu-ray-Film in Full-HD-Auflösung startet hat noch einen ausreichend großen Raum auf dem Bildschirm frei, um mit dem Gerät nebenher noch zu arbeiten. Leider setzt Dell im Gegensatz zu Apple nicht auf moderne LED-Hintergrundbeleuchtung sondern auf Kaltlichtkathoden. So liegt der Energiebedarf dieses Monitormonsters mit 113 Watt  leider sehr hoch. Besser sieht es bei den Anschlüssen aus - neben zwei DVI-Ports gibt es einen Displayport, HDMI und VGA sowie analoge Stecker für Component- und Composite-Video. Ein USB-Hub mit vier Ports und einem 8-in-1-Kartenleser ist auch vorhanden. Nachdem der Bildschirm in Amerika und Asien bereits seit einigen Wochen zu einem Preis von 1099 US-Dollar angeboten wird, ist das Gerät erst seit dieser Woche auch in Europa verfügbar. Leider müssen deutsche Kunden wieder mit einer 1:1-Umrechnung des Dollarpreises leben, im deutschen Shop von Dell ist der U2711 für 1115 Euro gelistet. 


Mehr Akkulaufzeit dank Optimus - nVidia verbessert Hybrid-Grafik für Notebooks

Desktop-Computer sind out. Zumindest wenn es nach den Verkaufszahlen bei Komplettsystemen geht, haben sperrige Staubfänger ihre besten Tage hinter sich und werden von Notebooks abgelöst. Selbst das 18,4"-Desktop-Replacement-Monster ist im Notfall immer noch schnell eingepackt und mitgenommen. Doch mit dem Hang zur Mobilität steigen auch die Ansprüche an die verwendeten Komponenten. Neben adäquater Prozessorpower sind auch flotte Grafikchips gefragt, man möchte ja nicht auf das Spielchen zwischendurch verzichten. Und dank CUDA und OpenCL lassen sich ja auch Videos schnell per GPU konvertieren. Das Dilemma der Hersteller besteht jetzt allerdings in der immer weiter steigenden Energieaufnahme, die Akkutechnik entwickelt sich leider bei weitem nicht so rasant wie der CPU- und GPU-Markt. nVidia präsentierte bereits vor zwei Jahren mit der sogenannten Hybridgrafik eine Technologie um einen dedizierten Grafikchip im Betrieb abschalten zu können. Die Bildausgabe wurde so an eine integrierte und sparsame Chipsatzgrafik weitergegeben, was einiges an Energie sparen konnte. Leider wurde diese Funktion nur sehr zögerlich umgesetzt, was auch an technischen Mängeln lag. Aufwändig zu programmierende Treiber kämpften mit dem Betriebssystem und teure Zusatzhardware zur Umschaltung machte die Hybridgrafik zum Luxusgut. Dazu kamen lange Umschaltzeiten von bis zu 15 Sekunden, in denen der Nutzer gelangweilt auf einem flackernden Bildschirm starrte -- was dafür sorgte, dass die meisten Anwender die teuer bezahlte Technik nach dem ersten Versuch nie wieder einsetzten und lieber mit geringerer Akkulaufzeit lebten. 

Die zweite Inkarnation der Hybridgrafik hat nVidia jetzt unter dem klangvollen Namen Optimus vorgestellt. Erfreulich schnell sind dann auch entsprechend ausgestattete Notebooks verfügbar, unter anderem wird zum Beispiel das am 18. Februar erscheinende "Aldi-Notebook" Medion Akoya P6622 die Optimus-Technik nutzen. Mit einem Core i3-350M (inklusive Intel HD-Grafik), Geforce 310M, 4 GB DDR3-RAM und einem 8-Zellen-Akku dürfte das 599-Euro-Notebook tatsächlich eine sehr gute Batterielaufzeit vorweisen, wenngleich die Grafiklösung für Spieler eher ungeeignet ist. Als Betriebssystem ist Windows 7 installiert, mit älteren Windows-Versionen funktioniert Optimus nicht. Da Windows 7 im Gegensatz zu Windows Vista endlich wieder mit mehreren verschiedenen Grafiktreibern umgehen kann, darf so auch eine Intel-Grafiklösung mit einer nVidia-GPU zusammenarbeiten. Der nVidia-Treiber erkennt nun automatisch, ob eine Anwendung viel Grafikleistung benötigt und wechselt ohne feststellbare Umschaltzeit auf die jeweils sinnvollste Grafikeinheit. Flashanwendungen, Videoschnitt und aufwändige Spiele werden so bei Bedarf auf den nVidia-Chip gelegt und dürfen Energie verbraten, während das Officeprogramm und Minesweeper auch mit der genügsamen Onboardgrafik ausreichend flott laufen. Unterstützt werden alle mobilen Geforce-Grafikchips der Serien 200M und 300M sowie die in Zukunft erwarteten DX11-Chips auf GF100-Basis. Auf der Gegenseite werden Intels GMA4500 und die in den aktuellen Core i3, i5 und i7 genutzte Intel-HD-Grafik unterstützt. Netbooks bekommen den Optimus-Support mit der zweiten Generation der ION-Grafiklösung, welche voraussichtlich auf der CeBit präsentiert werden wird.


AMDs Zukunftsvision - Fusion-Prozessor mit integriertem DX11-Grafikkern.


Details zu AMDs Fusion-Prozessoren


Der Trend bei den Prozessoren geht zu Hybrid-Kernen mit integrierter Grafikeinheit. Nachdem Intel mit den aktuellen 32nm-Core-CPUs sachte die Richtung angibt und einen Grafikkern zumindest in direkter CPU-Nähe platziert wird AMD im kommenden Jahr einen Schritt weiter gehen. "The Future is Fusion", AMDs aktueller Werbespruch, soll sich im ersten Quartal 2011 bewahrheiten. Mit Llano erscheint das erste Produkt der Fusion-Reihe, in der AMD nicht mehr von CPUs sprechen mag sondern die Prozessoren lieber APU nennt, was für Accelerated Processing Unit steht. Neben einem auf 32nm Fertigungsstrukturen geschrumpften K10.5-Kern (welcher in 40nm-Bauweise auch in aktuellen Athlon II und Phenom II steckt), wird ein Grafikprozessor auf dem DIE integriert, welcher auf Funktionen der aktuellen DX11-Serie zurückgreifen können wird.  Genauere Daten zum GPU-Teil von Llano liegen leider noch nicht vor, geschätzt werden allerdings bis zu 400 Streamprozessoren, was den Ausführungseinheiten einer HD5670 entsprechen würde. Entsprechend angepasste Anwendungen sollen in Zukunft massiv parallelisierbare Programmteile auf den GPU-Teil des Prozessors verlagern können, so dass die GPU quasi einen überarbeiteten Co-Prozessor darstellen würde. Auch der CPU-Teil von Llano wird überarbeitet, jeder der vier Rechenkerne verfügt über 1 MByte exklusiven L2-Cache und kann zum Energiesparen auch komplett deaktiviert werden. Bei Taktraten von 3 GHz soll der Energiebedarf zwischen 2,5 und 25 Watt pro Kern liegen, die Spannung liegt dann zwischen 0,8 und 1,3 Volt. Um das Konzept der API zu dauerhaften Erfolgen zu verhelfen muss AMD allerdings noch stark in den GPGPU-Bereich investieren und Programmierer überzeugen OpenCL anstatt nVidias CUDA einzusetzen.

Kingston liefert neue SSD-Modelle im Einsteigersegment aus

Mit der SSDNow V hat der Speicherhersteller Kingston schon seit einiger Zeit eine zu einsteigerfreundlichen Preisen erhältliche Reihe von SSD-Laufwerken im Portfolio. Jetzt ist die zweite Generation dieser Solid State Drives auf den Markt gekommen. Die neuen Modelle fassen 30, 64 und 128 GB an Daten und sind nicht nur etwas flotter als ihre Vorgänger sondern unterstützen auch die wichtige TRIM-Funktion. Wer aktuell allerdings auf SSD-Schnäppchensuche ist sollte aufpassen, die sehr preiswert angebotene SSDNow V mit 40 GB Kapazität entstammt noch der alten Serie und bietet keinen Support für TRIM. Dieser wird laut Kingston auch in Zukunft nicht per Firmwareupdate nachgereicht. Mit der von Windows 7 und aktuellen Linux-Distributionen unterstützten TRIM-Funktion umgeht man Geschwindigkeitsverluste, die bei SSDs bauartbedingt nach einiger Benutzungszeit auftreten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 14. Februar 2010 - 18:19 #

Sobald mir ein Optimus-Notebook unter die Finger kommt, werde ich es mal ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Medion jedenfalls hat offenbar noch nicht begriffen, dass sich diese Technik nicht lohnt, wenn man eh nur eine lahme Grafiklösung einsetzt.

Flopper 15 Kenner - 3509 - 14. Februar 2010 - 18:34 #

Medions (Aldis) Marketingstrategen werden das schon ordentlich im Aldiprospekt verwerten, keine Sorge :)

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7649 - 14. Februar 2010 - 20:02 #

Ja das tun sie bereits ich hab das Prospekt schon gesehen. Ist der ganz große Eyecatcher. Fehlt nur noch der Computerbild Test wo das Ding (welch Zufall) volle Punktzahl bekommt ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 14. Februar 2010 - 20:25 #

Ausgabe 5/2010 - Preis-Leistung: Sehr gut... ;) Komisch, dass die Dinger da IMMER gewinnen, gelle..

melone 06 Bewerter - 1512 - 14. Februar 2010 - 19:11 #

Alles so trocken hier...

http://www.youtube.com/user/NVCUDA#p/a/u/0/UYIPg8TEMmU

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7649 - 14. Februar 2010 - 20:12 #

Ich hoffe auf die AMD "Planierraupe" werde aber wohl schon beim "Sixpack" Thuban zuschlagen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 16. Februar 2010 - 22:15 #

Bei ebay gibts die ersten 12-Kern-Opterons ;) ..

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