Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 3/10
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29621 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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24. Januar 2010 - 23:29 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Willkommen zu einem neuen Überblick im Bereich der spielerisch nutzbaren Computerhardware. Wie immer zum Jahresbeginn stellen viele Firmen fleißig neue Produkte vor, die teilweise aber erst zur CeBit begutachtet werden können. Doch auch Geräte, die bereits in den Vergangenen Tagen angekündigt wurden, erreichen jetzt so langsam den Endkundenmarkt. Doch lasst uns beginnen: Diese Woche geht es um Freundinnen, sehr große SSDs, Netbookevolutionen und neue Fritzboxen. 

Asus EEE-1201n: Spielerisch mobil

Nachdem bereits vor einigen Monaten das Gerücht um ein 12"-Asus-Netbook mit vergleichsweise schneller Hardware im Internet kursierte, macht der Hersteller jetzt mit dem EEE-PC 1201n Nägel mit Köpfen. Wie bereits angedeutet, weist das Netbook ein glänzendes Display mit 12,1" Bilddiagonale auf, die Auflösung beträgt 1366x768 Pixel. Im Gegensatz zu den bisher für 399 Euro verkauften Modellen 1201ha mit Z520-Atom (1,33 GHz) und Intel-Grafik darf das für 449 Euro angebotene 1201n aber auf einen Intel Atom N330 zurückgreifen, bei dem es sich um einen Doppelkern-Prozessor handelt. Zwei mal 1,6 Ghz und aktiviertes Hyperthreading sorgen hier für mehr Geschwindigkeit als bei den meisten vergleichbaren Geräten. Gelegenheitsgamer freuen sich über die Nutzung von nVidias ION-Plattform. Der Geforce 9400 Grafikkern ist zwar keine Rennmaschine, beschleunigt neben hochauflösenden Videos (zum Beispiel von einem externen Blu-ray-Laufwerk, HDMI ist vorhanden) aber auch grafisch weniger anspruchsvolle Spiele. Hardcorezocker rümpfen zwar die Nase, dennoch lässt sich zum Beispiel CoD: Modern Warfare damit spielen. Allerdings nur mit sehr weit reduzierten Details. Neben 2 GByte Arbeitsspeicher arbeitet eine 250 GByte große Festplatte im Gehäuse. Als Betriebssystem ist Windows 7 Home Premium installiert.

Die für Netbookverhältnisse sehr leistungsstarken Komponenten fordern ihren Tribut allerdings bei der Akkulaufzeit, diese sinkt in der Herstellerangabe von 8 Stunden auf maximal 5 Stunden. Eine 399 Euro teure Version mit AMDs Neo-Prozessor und ATI-3200-Chipsatzgrafik wird unter dem Namen EEE-PC-1201t angeboten. AMDs Neo ist allerdings nur ein Singlecore-Prozessor, dafür mit deutlich höherer Geschwindigkeit als Intels Atom. Sollten also Anwendungen von Multithreading profitieren oder mehrere Programme parallel bearbeitet werden, fühlt sich das System mit dem Neo etwas träger an, während einzelne Anwendungen deutlich schneller ausgeführt werden können. Die Chipsatzgrafik HD3200 arbeitet dafür deutlich langsamer als nVidias ION.

SuperTalent kündigt SSDs mit Sandforce-Controller an

Nach OCZ und A-Data kündigt nun auch SuperTalent schnelle Solid-State-Discs mit dem als Wunderkind gepriesenen Controller Sandforce SF-1500 an. Die Geschwindigkeiten sollen bei 260 MByte/s lesend und schreibend liegen. Angeblich soll die Geschwindigkeit der SSD sich auch bei längerer Benutzung nicht verringern, wie es bei vielen aktuellen Modellen der Fall ist. Die TeraDrive-Serie von SuperTalent ist allerdings primär für den Einsatz in Datenbanksystemen oder Servern gedacht, die Preise werden sich entsprechend auf sehr hohem Niveau bewegen. Angekündigt sind Modelle mit bis zu 400 GByte Kapazität auf Basis von MLC-Chips, SLC-Modelle sollen mit bis zu 200 GByte Kapazität erscheinen.

SLC-Chips werden bezahlbar

Die hochwertigeren SLC-Chips verbaut auch Solidata in der K5-SSD. Diese Chips weisen nicht nur eine höhere Lebensdauer auf als ihre preiswerten MLC-Kollegen, sondern arbeiten auch noch schneller. Die K5 überzeugt dabei auch durch einen im Vergleich zu anderen SLC-SSDs recht günstigen Preis von 280 Euro für die 64-GB-Version. Die Speicherchips stammen hier von Intel, der Controller von Indilinx. Mit 64 MiB Cache erreicht die K5 Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbyte/s lesend und 190 Mbyte/s schreibend. Intels X25-E kostet bei ähnlichen Werten bereits um die 600 Euro.

Neue Fritzbox-Modelle

Auf der diesjährigen CeBit im März stellt AVM neue Modelle der beliebten Fritzboxen vor. Erstmals wird mit der Fritzbox 6360 auch ein Modell mit integriertem Kabelmodem angeboten. Die 6360 verarbeitet Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und bietet so noch etwas Puffer, da aktuell bei Kabelanbietern nur 32 Mbit/s üblich sind. Natürlich dürfen die Daten per WLAN mit bis zu 300 Mbit/s gefunkt werden, wahlweise im 2,4GHz-Netz oder in der weniger überlaufenen 5GHz-Frequenz. Vier Gigabit-Netwerkanschlüsse sorgen für kabelgebundene Kommunikation, eine integrierte Telefonanlage mit ISDN- und Analoganschlüssen für VoIP und mit DECT-Basis vervollständigt das Angebot. 

Wer per DSL oder UMTS ins Internet geht, sollte sich die Fritzbox 3370 genauer anschauen. Ein integriertes DSL- und VDSL-Modem sorgt für die Verbindung mit dem Internet, wahlweise kann auch ein UMTS-Surfstick in einen der beiden USB2.0-Ports gesteckt werden -- so verliert auch der DSL-Ausfall beim gewählten Provider seinen Schrecken. Die WLAN-Verbindung hat AVM auf bis zu 450 Mbit/s beschleunigt, bislang waren maximal 300 Mbit/s üblich. Ein integriertes Speichermodul von 2GByte Kapazität wird von der Fritzbox 3370 im Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt. Per USB lassen sich aber auch Speichersticks oder externe Festplatten sowie Drucker im heimischen Netzwerk freigeben. Die vier LAN-Ports unterstützen auch hier endlich den Gigabit-Standard. 

Der Amiga ist zurück (wieder einmal
)

Mit dem AmigaOne X1000 möchte der AmigaOS-4.0-Entwickler Hyperion Entertainment zusammen mit dem Mainboardproduzenten A-Eon ein Comeback der einst sehr beliebten "Freundin" einläuten. Allerdings schweigen die Hersteller noch zur CPU, die zum Einsatz kommen soll. Gemunkelt wird von einer energieeffizienten Doppelkern-CPU mit Power-Befehlssatz. Windows wird also auf einem X1000 nicht laufen, Fans der Serie freuen sich aber sowieso auf AmigaOS

Wie bereits bei den mittlerweile 25 Jahren alten Ur-Amigas wird der CPU spezielle unterstützende Hardware zur Seite gestellt. Beim Co-Prozessor Xena, genauer dem XMOS XS1-L1 128 SDS  des Herstellers XMOS, handelt es sich um einen programmierbaren Chip, der bis zu acht Threads in einer Geschwindigkeit von bis zu 400 MIPS ausführen kann. So lassen sich verschiedene Anwendungen auf dem Co-Prozessor ausführen, von Emulatoren bis hin zur Steuerung externer Geräte. Durch den Zugriff auf einen Xorro genannten modifizierten PCIe-Steckplatz sollen Erweiterungskarten mit zusätzlichen XCore-Prozessoren einzubinden sein. Bis zu 256 Kerne sollen auf einer Referenzplatine bereits parallel arbeiten und den X1000 auch für wissenschaftliche Berechnungen tauglich machen.

Der Rest des Mainboards übt sich in standarisierter Zurückhaltung: DDR2-Speicherbänke, SATA, IDE, Audio und herkömmliche PCIe-Schnittstellen sorgen für weitgehende (Hardware-)Kompatibilität zu bewährtem Zubehör. Ein Preis für die X1000-Plattform steht bislang übrigens genauso wenig fest wie ein definitiver Veröffentlichungstermin.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 24. Januar 2010 - 10:33 #

Mit Blick auf den "Amiga", was sagt ihr - tote ruhen lassen oder Marke ausschlachten?

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7279 - 24. Januar 2010 - 11:41 #

Eindeutig "Tote ruhen lassen". Der wieviele Versuch ist das eigentlich ? Ich erinnere mich nur noch, dass ich auf der GC 06/07 (?) noch nen "Commodore USB-Stick" bekommen hab. Ist auch ganz schnell wieder in der Versenkung verschwunden. Aber andere Geschichte...

melone 06 Bewerter - 1512 - 24. Januar 2010 - 11:52 #

Ich glaube heutzutage ist es nicht mehr richtig, Hardcoregamer mit Grafikkartenenthusiasten gleich zu setzen, da der Spielemarkt viel zu differenziert ist und es Hardcore artige Spiele auch in Bereichen gibt, die sogar auf Intels Krücken anständig laufen.

Freu mich auf die Enthüllung der Amiga-Hardware. Terminlich würde ja der Power7 passen, wobei ich aufgrund der Resthardware eher skeptisch bin. Ich hab keine Ahnung, was Xena im Vergleich zu ner GPU samt schöner GPU-Lib zu leisten im Stande ist; wobei die Architekturen auch unterschiedlich ausgelegt sind. Die Frage ist, ob sie ein rundes System, das neugierig macht, hinbekommen. Falls das Sinn macht und begeistert - sei's auch nur für einen Nischenmarkt -, ist es eine Überlegung wert. Was ich aber nicht brauche, ist eine unausgegorene Rappelkisten mit Amiga-OS und -Logo drauf.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7279 - 24. Januar 2010 - 11:49 #

Ah.... SSDs mit Sandforce Controller :D Ist für meinen neuen Rechner momentan fest eingeplant. Ich hoffe aber noch auf ein SATA 6 Gb/s (III) Interface. Ich glaube die werden momentan schon durch SATA 3 Gb/s (II) "ausgebremst". "TRIM" wird bei den SF Controllern nicht benötigt und es gibt noch ein paar Features z.B. interne Verschlüsselung und Datenkomprimirung.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11054 - 24. Januar 2010 - 12:13 #

Klingt für irgendwie so, als würde der EEE das Thema verfehlen. 12,1, nur noch 5h, dafür mehr Rechenpower.

Was sollen die SuperTalent SSD kosten? Aktuell sind die für mich alle noch viel zu teuer, als das sich der Aufpreis für die Leistungssteigerung mMn lohnt.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 24. Januar 2010 - 13:25 #

Dass viele bei SSDs nur auf die sequenzielle Geschwindigkeit schauen...
Für die allgemeine Systemgeschwindigkeit sind hauptsächlich die zufälligen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sowie die Zugriffszeit entscheidend.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 24. Januar 2010 - 14:18 #

Auf die Zugriffszeit brauchst du bei einer SSD nun wirklich nicht schauen. 0,1 ms sollten alle haben ;) .. Interessant sind die Geschwindigkeit bei kleinen Dateien, 4kb-Blöcke z.B. .. Davon hängt z.b. der Start des Betriebssystemes massiv ab. Intels Controller ist da sehr schnell, Indilinx fällt ab.

ChrisnotR (unregistriert) 24. Januar 2010 - 16:01 #

Cod4 auf dem Netbook? Mit 1,6 ghz dualatom und 9400m vllt in 640x480... und dann auch nur im MP mit 25fps. Da muss ich schon bei meinem Laptop die Details runterfahren, und der hat um einige mehr unter der Haube.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 24. Januar 2010 - 17:56 #

CoD4 habe ich auf nem Atom-Singlecore-ION-Netbook in 800x600 mit min. Details gespielt. Singleplayer. Ging, nur wenn zu viel los war, limitierte die CPU. Das umgeht der 330er.

ChrisnotR (unregistriert) 24. Januar 2010 - 20:13 #

Naja mit min Details/ 800x600 siehts ja auch zum Kotzen aus. Und bei Cod 4 wird die Graka viel stärker gefordert als die CPU. Für gutes Aiming braucht man durchgehend 40fps sonst wirds nix mit flüssigem Spielablauf. Wie weit hast du denn das Game gespielt, würde mich mal interessieren?Im den späteren Levels ist nämlich noch viel mehr los als am Anfang.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 25. Januar 2010 - 7:19 #

Wenn die CPU aber wie der Atom SO langsam ist, dann limitiert diese massiv.. Ich habe CoD auf dem Acer Revo übrigens nur zwischendurch auf einem Austellungsgerät auf meiner Arbeitsstelle spielen können, den Anfang und ein Savegame kurz nach dem Atomschlag. Klar hats geruckelt und fiel teilweise weit unter 20 FPS. Aber a) habe ich nicht "flüssig spielen" geschrieben und b) kann man als oller 386er-Veteran auch mal mit weniger potenter Hardware leben ;) .

melone 06 Bewerter - 1512 - 25. Januar 2010 - 8:50 #

Und a) ist dies mein Schreibstil und b) hab ich schon immer gesagt, daß GPUs weitaus öfters die limitierende Komponente sind. ;OP

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 25. Januar 2010 - 21:02 #

Habs jetzt testweise zumindest die Demo noch einmal auf einem Wind-Nettop mit Singlecore-Atom und ION ausprobiert. Spielbar in 1366x768, min. Details. Aber man muss leiden können wenns um aufwändige Szenen geht - da ruckelts halt schon. Wobei ich das tatsächlich auf die CPU schiebe, da es auch in niedrigerer Auflösung ruckelt.

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