Blizzard: Firmenwert vertausendfacht in 13 Jahren

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19. Januar 2010 - 12:03 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Bobby Kotick, CEO und Präsident bei Activision Blizzard, gab im Interview mit dem Magazin Game Informer nun Insiderwissen zum Thema Blizzard preis. Er spricht von einem Essen, das 1995 mit den Chefs von Davidson & Associates stattfand, die Blizzard Entertainment für 7 Millionen Dollar erworben hatten. Kotick, damals bereits CEO von Activision, war eigenen Aussagen nach fassungslos aufgrund der Kaufsumme gewesen. Mit seinen Worten:

In diesem Jahr hatte Activision vermutlich Einnahmen von 60 Millionen Dollar. Und die [Leute von Davidson] sagten mir, sie hätten für Blizzard 7 Millionen Dollar gezahlt! Ich reagierte mit "Habt ihr euren Verstand verloren? Sie [Blizzard] sind wie ein Vertrags-Entwickler! Sie haben Warcraft, aber was haben sie sonst? Ihr habt SIEBEN Millionen Dollar gezahlt! Das ist verrückt!“

Das war 1995. Im Jahr 2008 entstand durch die Fusion von Activision und Vivendi Games der weltgrößte Spielhersteller Activision Blizzard. Der Gesamt-Bruttowert der Transaktion, alles eingeschlossen, belief sich auf etwa 18 Milliarden US Dollar. Bezugnehmend auf die 2007 tatsächlich gezahlte Summe sagte Kotick nun:

Erst neulich sprach ich mit Blizzard-Gründer Mike Morhaime darüber und sagte zu ihm: "Du weißt, ich hätte euch für 7 Millionen haben können, statt dessen wurden es 7 Milliarden." Morhaime antwortete: "Kannst du dir vorstellen, ich hätte ausgeharrt und die 7 Milliarden statt der 7 Millionen genommen?“

Activision hat also 13 Jahre nach Koticks Gespräch mit Davidson & Associates über deren Blizzard-Kauf ein Tausendfaches für den Entwickler gezahlt. Allerdings macht Blizzard mittlerweile einen monatlichen Umsatz (nicht Gewinn) von grob geschätzt über 100 Millionen US-Dollar, hauptsächlich mit World of Warcraft.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 19. Januar 2010 - 11:02 #

Das eine Firma in ihren Anfängen nur einen Bruchteil dessen wert ist, was sie in ihren Glanzzeiten kostet, sollte nicht überraschen. Das ist Marktwirtschaft. Jeder von uns wäre Multimillionär, hätten wir Aktien von heute erfolgreichen Unternehmen in ihren Anfängen gekauft.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137434 - 19. Januar 2010 - 11:11 #

Ganz so einfach ist es sicher nicht. Wer weiß schon, wann eine Firma ihre "Glanzzeit" hat? Wer weiß schon, dass eine Firma überhaupt mal erfolgreich sein wird ...? Und ein Unterschied von einigen Millionen zu mehreren Milliarden ist (für mich) durchaus beeindruckend.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 19. Januar 2010 - 11:17 #

Das ist halt wie bei Aktien, den genauen Verlauf kennt man nicht. Man muss halt auf das richtige Pferd zur richtigen Zeit setzen.

Loco 17 Shapeshifter - 8092 - 19. Januar 2010 - 11:05 #

http://www.gamersglobal.de/video/entwicklercheck-blizzard

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Januar 2010 - 11:07 #

Wahrscheinlich wäre Blizzard als Auftragsentwickler für Activision auch nie so groß geworden, dass sie mehrere Milliarden gebracht hätten. Passt also schon.

bam 15 Kenner - 2757 - 19. Januar 2010 - 12:14 #

Die Überschrift ist so ja nicht korrekt. Da muss man schon die Inflation beachten, der Wert hat sich nicht vertausendfacht.

Letztendlich ist das aber ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alles in bloßen Zahlen messen kann. Auf dem Papier mag Blizzard Damals 7 Mio. Wert gewesen sein, aber durch Marktwachstumspotenzial (welches man damals schon erahnen konnte) und dem qualitativen Anspruch Blizzards (Designphilosophie) hätte man zumindest erahnen können, dass der Wert langfristig um ein vielfaches steigt. Kotick hat das damals nicht gesehen, bzw. darauf gar nicht geachtet.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 19. Januar 2010 - 13:35 #

über 13 jahre haben wir einen (inflationsbereinigten) wert von 4,69 milliarden bei einer durchschnittlichen inflationsrate von drei prozent.immer noch eine versechshundertfachung.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 19. Januar 2010 - 14:42 #

Sagst du etwa Dinge wie: "Letztes Jahr hat diese Grafikkarte, inflationsbereinigt, noch 212,89% des jetztigen Preises gekostet"? Nee, du sagst: "Letztes Jahr war die noch doppelt so teuer".

Der Nennwert hat sich vertausendfacht, also stimmt die Überschrift.

bam 15 Kenner - 2757 - 19. Januar 2010 - 16:15 #

Es geht hier nicht um nur 2, 3% die da im Jahr an Inflation aufkommen. Hier betrachtet man einen längerfristigen Zeitraum und da stimmt das vertausendfachen einfach nicht. Das schmälert natürlich nicht den wahnsinnigen Wertzuwachs, aber so genau sollte man schon sein.

Und ja, wenn ich so etwas betrachte, dann berücksichtige ich die Inflation, die Nachricht betrachtet schließlich wirtschaftliche Aspekte und dann sollte man auch so etwas wie Inflation berücksichtigen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 19. Januar 2010 - 20:32 #

Du übersiehst, dass da mit völlig ungenauen Zahlen hantiert wird: Die "7 Millionen" stammen aus dem Munde eines Interviewten, der ein Tischgespräch von vor 13 Jahren wiedergibt. Vielleicht waren es auch nur 6,5 Millionen, vielleicht waren es 7,1, vielleicht wurde ein Teil davon als Aktienoptionen bezahlt. Vielleicht haben ihn die Manager von Davidson angelogen. Die 7 Milliarden, mit denen Blizzard wohl in den Merger eingeflossen ist sind eine noch ungenauere Zahl -- bei dem Deal hat niemand auch nur 1 Milliarde cash irgendwem überwiesen, auch da geht es um Aktien, Optionen, immaterielle Werte. Mit absoluter Sicherheit ist aber nicht ein Wert von 7.000.000.000 Dollar taxiert worden.

Wenn Kotick diese beiden Zahlen nennt, geht es ihm um die Vertausendfachung. Das ist die Pointe an der Geschichte.

Was du machst, ist nun diese Zahlen als exakte Summen anzunehmen und diese inflationszubereinigen. Das geht aber an der ganzen Sache vorbei.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 19. Januar 2010 - 20:39 #

auch aktien werden in charts inflationsbereinigt angegeben wenn man ihren Kursverlauf über mehrere jahre hinweg betrachtet.und eine Aktie repräsentiert durchaus einen (materielle) wert,kauft man doch einen Teil einer Firma.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 20. Januar 2010 - 1:41 #

Ich glaube nicht, dass du den Punkt siehst, den ich zu machen versuche. Sei's drum.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 19. Januar 2010 - 20:35 #

du hast schon recht,auf ein jahr hin kann man die inflationsrate quasi vergessen,aber auf mehrere Jahre hinweg nicht weil es sich hochrechnet.die exponentialfunktion die diese entwertung angibt (0,97^n n in jahren) wird dann signifikant kleiner.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6535 - 19. Januar 2010 - 12:21 #

Mit Kotick an der Spitze wäre Blizzard schon seit WC 2 einer von vielen heute toten Entwicklern. Ihre erste wirkliche Bewährungsprobe wird wohl SC 2, wobei das schon länger entwickelt wird, als Blizzard bei Activision ist. Damit sind die einzig reinen Beispiele des Zusammenschluss aktuell WoW und dessen Wrath-Addon.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 19. Januar 2010 - 15:37 #

Wer hätte schon in den ersten Jahren von Blizzard gesagt: "Ja, Silicon & Synapse, die werden mal richtig groß?"

Sowas wie Lost Vikings war ganz nett, aber sonst? Auch Warcraft 1 war eigentlich nur einer von damals vielen C&C-Clones, wenn auch einer der besseren.

Alric 10 Kommunikator - 445 - 19. Januar 2010 - 16:55 #

Mehr als gerechtfertigt für die beste Spieleschmiede aller Zeiten.

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 19. Januar 2010 - 18:39 #

wie schon am Ende erwähnt WoW ist an diesem Faktor nicht gering beteiligt... xD

Infernal 13 Koop-Gamer - 1584 - 19. Januar 2010 - 22:22 #

Es handelt sich hierbei zwar nur um wage Zahlen doch ich denken so ungefähr wird es schon stimmen. Ist wirklich eine Hammer Leistung von dem Konzern!

Nesaija 13 Koop-Gamer - 1664 - 20. Januar 2010 - 10:00 #

Naja das Ding ist aber BLizzard ist im grunde unabhängig von Activison am Entwiokeln etc. dieses Priveleg haben die sich auch hart erarbetet und war glaube ich auch für sie der wichtigste Nenner bei der Fusion das genau das auch so bleibt. Und ich finde das auch gut so weil da kommt halt kein Onkel von EA oder hasse nicht gesehn und sagt dir heute fliegen 20 Leute raus und das game wird von wem anderen entwickelt etc.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 20. Januar 2010 - 16:53 #

Und was ist daran jetzt so bessonders ? Das ist doch mit jedem! Unternehmen so. Und wer sagt dass wären Idioten gewesen die damals für 7 Millionen den Laden verkauft hätten kann ich nur eines sagen: Es war eine richtige Entscheidung. Denn die Wahrscheinlichkeit dass eine Spielefirma richtig groß rauskommt und über mehrere Jahre TOP ist wie Blizzard geht gegen Null. Im Normalfall wären 7 Millionen für ne Spielefirma abszukassieren nämlich die klügste Entscheidung. Hätte ich auch so gemacht.
Bye the way: Blizzard ist heute sicher einiges Wert. Aber wirklich 7 Milliarden ??? Glaube ich eher nicht. Außerdem hat Blizzard das alles WoW zu verdanken. Mit Starcraft Diablo und Warcraft allen, so gut die Spiele auch sind und so oft sie sich auch verkauft haben, hätten die solch ein Vermögen niemals anhäufen könnnen. Würde mich nicht wundern wenn sie sogar ohne WoW von der Bildfläche verschwunden wären wegen Geldnöten.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 20. Januar 2010 - 16:57 #

Echt? Jedes Unternehemen vertausendfacht seinen Wert nach zehn Jahren? Dann muss ich kurz weg, Firma gründen und so^^

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 20. Januar 2010 - 21:52 #

Nicht jedes Unternehmen, sondern jedes welches sich "etabliert" hat.

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