Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 02/10
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29501 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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17. Januar 2010 - 20:25 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Herzlich willkommen beim ersten Hardware-Roundup des noch jungen Jahres 2010. Nachdem die letzte Woche zugunsten des Berichtes über die CES 2010 leider ausfallen musste, wird es in dieser Ausgabe um ATIs neue Einsteigergrafiklösungen, Devolos Powerlineadapter sowie Neuigkeiten auf dem SSD-Markt gehen.

ATI vervollständigt sein DX11-Portfolio nach unten

Nachdem bereits über zwei Millionen Grafikkarten aus ATIs neuer HD5000-Reihe verkauft wurden und die Nachfrage mittlerweile sogar ansatzweise gedeckt werden kann, erscheinen nun auch die Modelle der preiswerten Einstigerklasse. Bisher waren die Einsparungen bei den GPUs durchaus einfach zu erkennen – Juniper ist ein halbierter Cypress-Chip (1600 Shadereinheiten, 80 TMUs und 32 ROPs zu 800 Shadern, 40 TMUs und 16 ROPs, 256 Bit Speicheranbindung zu 128 Bit Speicheranbindung). Seit einigen Tagen ist bei den ersten Onlinehändlern die HD5670 zu bestellen, welche ihrerseits den Redwood-Chip einsetzt und nur noch 400 Shadereinheiten, 20 TMUs und 8 ROPs nutzen kann. Die Speicherbandbreite halbiert sich trotz 128 Bit Anbindung trotzdem, da nur GDDR3 anstatt dem schnellen GDDR5 eingesetzt wird. Jetzt folgt in der kommenden Woche die auf Komplettsystemanbietern und weniger anspruchsvolle Nutzer zielende Einstiegsserie bestehend aus HD 53x0 und HD 54x0, Chipname Cedar. Genaue technische Daten sind bislang noch nicht bekannt, ein Speicherinterface mit einer Bandbreite von nur noch 64 Bit ist allerdings ebenso realistisch, wie mindestens eine Halbierung der Shader- und Textureinheiten sowie der ROPs im Vergleich zu Redwood. Dafür dürfte der Energiebedarf niedrig genug liegen um nicht nur passiv gekühlte Modelle problemlos zu realisieren sondern auch im für Multimedia-PCs beliebten Lowprofile-Format arbeiten zu können. Erste im Netz aufgetauchte Bilder der Karte weisen allerdings noch einen aktiven Lüfter auf, was besonders in Komplettsystemen wohl eine beliebte Ausstattungsvariante sein dürfte. Für anspruchslose Spiele wird ein Modell wie die HD5450 wohl gerade so ausreichen. Flüssige Bildraten bei hohen Auflösungen, Kantenglättung und aktivierter Tesselation bei DX11-Titeln wie Colin McRae: DIRT2 sollte man allerdings nicht erwarten.

Devolo überarbeitet 200MBit/sek. Powerline-Adapter

Wo WLAN aufgrund robuster Bauweise der heimischen Wohnung und lange Netzwerkkabel aus ästhetischen oder baulichen Gründen nicht für das hauseigene LAN in Frage kommen, bietet sich eine Vernetzung per Powerline an. Hierbei wird die bestehende Stromvernetzung genutzt um ein LAN aufzubauen, mit dem es sich praktischerweise auch sehr latenzfrei spielen lässt. Bis zu 200 Mbit/sek sind mit entsprechenden Adaptern theoretisch zu erreichen, praktisch halbiert sich die Datenrate allerdings mindestens. Einer der führenden Anbieter entsprechender Adapter ist die in Aachen ansässige Firma Devolo. Die dLAN 200AV-Adapter wurden jetzt einer Generalüberholung unterzogen und erreichen jetzt nicht nur höhere Reichweiten von bis zu 300 Metern sondern sind mit 90 x 58 x 29 Millimetern auch noch sehr klein geworden. Weiterhin bewirbt Devolo die neuen Mini-Adapter mit einem effizienteren Energiesparmodus sowie endlich auch zu Windows 7 kompatibler Einrichtungssoftware. Preislich liegen die neuen Adapter immer noch deutlich über denen der weniger bekannten Mitbewerber - 59,90 Euro verlangt Devolo für einen einzelnen Adapter, ein Set aus zwei Adaptern kostet 109,90 Euro.

SSDs – preiswerter, schnell und mehr Auswahl

Wenn es eine Komponente im PC gibt, die in der Geschwindigkeit den anderen Teilen weit hinterher hinkt, ist es die altgediente Festplatte. Ein Ansatz um das System nicht durch herkömmliche Magnetspeicher auszubremsen ist der Einbau einer modernen SSD. Es gab wohl in den vergangenen Jahren keine Komponente, die ein System derart beschleunigen konnte, wie eine flotte SSD. Leider hält viele Nutzer der recht hohe Preis dieser Datenspeicher von einem Einsatz ab. Dennoch steigt mit Plextor jetzt ein weiterer bekannter Hersteller in den SSD-Markt ein. Bislang machte sich Plextor eher einen Namen durch Brenner, Netzwerkspeicher oder mobile Festplatten. Bereits im ersten Quartal diesen Jahres soll allerdings eine Solid State Disc auf Basis eines neuen Marvell-Controllers erscheinen, Versionen mit 64 GiB und 128 GiB sind angekündigt. Wie sich diese Modelle im Vergleich zu etablierten SSDs schlagen, wird sich zeigen müssen. Bislang dominieren Hersteller wie Indilinx, Samsung oder Intel den Markt mit ihren aktuellen Controllern.

Auch Speicherprofi Kingston drückt den Preis für die neu vorgestellte SSDNow V mit 40 GiB Speicherkapazität unter 90 Euro. Diese mit Toshiba-Speichern und einem Intel-Controller ausgestattete SSD ist in diesem Falle eher als reine Systemplatte gedacht, welche den Start von Windows und oft genutzten Anwendungen mit Datenraten von bis zu 200 MB/sek durchaus beschleunigen dürfte. Mittlerweile trauen sich dann auch Subnotebookhersteller an große SSDs heran um ihre Systeme zu beschleunigen. Von Acer gibt es seit kurzem zum Beispiel ein Modell der Timeline-Serie mit einer Intel X25-Postville-SSD, welche über bis zu 160 GiB Speicherkapazität verfügt. Die gefühlte Geschwindigkeit eines solchen Mobilrechners liegt deutlich über der eines hochgezüchteten Desktopboliden mit herkömmlicher Festplatte, zumindest was den Start von Programmen und des Betriebssystems angeht.
  

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2010 - 20:59 #

Den Selbstversuch mit einer SSD habe ich übrigens erfolgreich bestanden - sehr genial, wie flott sich ein Computer anfühlen kann, wenn keine lahmende Festplatte massiv bremst. Ernsthaft. Allerdings sind 90 Euro für 40 GB natürlich immer noch sehr viel Geld, dafür bekommt man sonst auch schon mal 1,5 TB Speicherkapazität "herkömmlich". Aber als Systemplatte ist so'n Flashdings unschlagbar bislang.

Spitter 12 Trollwächter - 1180 - 17. Januar 2010 - 21:02 #

Habe auch in meinem System 2 SSD platten und eine Sata platte und kann nur sagen Genial.

Beim Preis hasst du jedenfalls recht Dod der ist noch unverschähmt. Aber als Systemplatte ein Hammer , die 2´te ist für Spiele mit hoher Ladezeit , und die Sata 500 Gb zum datensammeln und ältere games (Wobei die SATa ne Raptor ist die nun auch nicht zu den lahmsten zählt).

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6916 - 17. Januar 2010 - 21:20 #

In meinen neuen PC kommt auf jeden Fall ein SSD rein. Die Vorteile sind nicht zu leugnen. Nach jetziger Erkenntnis hätte ich gerne eins mit Sandforce Controller (SF1200+SF1500?) als Systemplatte. Aber ich teile nicht deine Meinung (Dod), dass SSD billiger geworden wären. Es werden jetzt aktuell kleinere Kapazitäten angeboten. Aber SSDs die bereits Mitte 2009 veröffentlicht wurden sind jetzt teurer als damals.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2010 - 21:49 #

Du hast schon recht, dass der Preis generell etwas hoch gegangen ist. Das betrifft aber leider so gut wie jede Hardware (von CPUs und Grafikkarten evtl. abgesehen, HDDs auch), RAM ist deutlich gestiegen, Flashspeicher generell auch. Und 88 Euro für ne flotte 40er SSD ist sogar für Verhältnisse von Mitte 2009 ok.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6916 - 17. Januar 2010 - 22:33 #

40 GB sind mir etwas zu wenig für ne Win7 64 Bit Installation. 80 GB sind das Minimum. Aber ich hab auch ein paar höhere Ansprüche, wie du wahrscheinlich schon an der "Sandforce-Controller-Aussage" erkannt hast ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2010 - 23:36 #

Dann freu dich auf den Tag, an dem dieses Teil als SATA-Modell herauskommt und vielleicht sogar bezahlbar sein wird -- http://www.fudzilla.com/content/view/17244/1/ :)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11021 - 17. Januar 2010 - 22:32 #

D.h. du hast darauf Windows installiert und was noch? Für Spiele und viele Programme ist das Teil ja viel zu klein.
Wie lohnt sich die SSD denn?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2010 - 22:39 #

Naja, die Programme, die man beim Systemstart mitstartet passen auch noch rauf. Hab jetzt auch noch 10 GB frei, SO groß ist Windows dann doch nicht, vor allem wenn man die Auslagerungsdatei klein hält oder auf die HDD auslagert.

Spiele habe ich trotzdem auf der HDD, wobei es sich da bei den Ladezeiten durchaus bemerkbar machen kann. Anno1701 habe ich mal getestet, war spürbar.

Das doofe ist ja, man kann den Nutzen schwer beschreiben. Der Rechner ist geschmeidiger als mit ner System-HDD, alleine durch den Verlust der Zugriffszeiten. Bei der SSD ist jede Speicherstelle quasi sofort verfügbar, die HDD muss erst einmal ihren Kopf positionieren.

Spitter 12 Trollwächter - 1180 - 18. Januar 2010 - 15:29 #

Kann als Beispiel jetzt noch den Zonen/Gebietswechsel bei Age of Conan anbieten. Die ladezeiten haben sich mit der SSD Platte in dem Spiel halbiert.

Rondrer (unregistriert) 18. Januar 2010 - 17:12 #

Dafür ist die SSD aber direkt halb voll, wenn man Age of Conan drauf installiert ;)

ChrisnotR (unregistriert) 18. Januar 2010 - 21:14 #

Naja lohnt sich nicht wirklich, bei meinen Spielen sind die Ladezeiten verschwindent gering. Sind nie mehr als 5 sek, auch bei anspruchsvollen Games. Regelmäßige Defragmentierung hilft. Die Zugriffszeiten der SSDs sind übrigens nicht wirklich besser. Der Schreibzyklus dauert doch sogar länger (laut PC Games HW glaub ich).

Und 20/40gb sind heutzutage nichts, für die minimale Mehrleistung viel zu überteuert.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 19. Januar 2010 - 8:21 #

Zugriffszeiten HDD: 8-16 ms. Zugriffzeiten SSD: 0,1 ms. Was ist besser? ;) Du hast bei einer SSD die Daten sofort zur Verfügung.

Bei den Schreibgeschwindigkeiten kommt es natürlich auf die SSD an. Die neuen Barefoot-Controller machen mit guten Flashspeichern ihre 180 MB/sek., allerdings nur bei großen Dateien. Intel-basierte SSDs sind zwar mit bis zu 80 MB/sek. theoretisch langsamer, dafür bricht die Schreibgeschwindigkeit bei sehr kleinen Dateien nicht so stark ein, was sie ideal für den Einsatz als OS-Platte macht.

Und auch hier - Festplatten sind, selbst die lauten Raptoren, in keinem Fall schneller.

melone 06 Bewerter - 1512 - 18. Januar 2010 - 9:59 #

Und noch a bisserl nVIDIA infos:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nvidias-GF100-512-Shader-Kerne-und-64-Textureinheiten-906002.html

http://anandtech.com/video/showdoc.aspx?i=3721

http://www.gamestar.de/hardware/praxis/2311885/geforce_gtx_300_mit_directx_11.html

:

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 18. Januar 2010 - 12:18 #

Danke für die Links :) .. Wenn bis heute Abend (Feierabend..) niemand etwas dazu hier geschrieben hat, wirds natürlich auch hier ein paar nette Worte zu Fermi geben ;) .

melone 06 Bewerter - 1512 - 18. Januar 2010 - 12:57 #

Da bin ich mal auf deine Einschätzung, soweit möglich, gespannt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 18. Januar 2010 - 14:57 #

Ich auch ;) .. Momentan macht mir mein verschnupfter Kopp aber einen Strich durch die Rechnung

melone 06 Bewerter - 1512 - 18. Januar 2010 - 15:14 #

Achso, ich dachte schon dir sei was Konreteres auf den Kopf gefallen; man sollte sich, gerade bei herumfliegenden Objekten, immer schön aus der Gefahrenzone begeben. ;O)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 18. Januar 2010 - 15:33 #

Danke für die Anteilnahme. Ich habe zwar seltsame Kunden, in den letzten Wochen hat aber niemand mehr mit Dingen nach mir geworfen ;) .

melone 06 Bewerter - 1512 - 19. Januar 2010 - 9:43 #

Apropos, ich mag den Tegra 250.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 19. Januar 2010 - 10:24 #

Jepp, auf jeden Fall sehr interessant. Viel Leistung auf wenig Platz - auch wenn der Energiebedarf für die angepeilte Zielgruppe ja schon fast wieder zu hoch ist ;) . Aber ich freue mich durchaus auf entsprechende Produkte mit dem Tegra, da dürfte einiges möglich sein. Interessanterweise vor allem die Dinge, die Bill Gates zum Release von Windows 95 in seiner Sci-Fi-Präsentation unter anderem auf der CeBit für die nähere Zukunft visionieren ließ - unter anderem sehr flache Alltags-Tablets für Daheim und die Schule/Uni/Besprechung mit hoher Laufzeit, guten Grafikfähigkeiten und netter Bedienung. Lustigerweise unterstützt MS die ARM-CPUs immer noch nicht ;) .

melone 06 Bewerter - 1512 - 19. Januar 2010 - 11:29 #

Ich wünscht mir so ein System mit mehr Verbauch, aber auch mehr Leistung, als PC. So dimensioniert, daß es das Maximium, das sich mit vernünftiger passiver Kühlung ohne Kühlmonster realisieren läßt, rausholt.

Soll das neue DS nicht auch auf einer angepaßten Tegra-Version beruhen?

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 19. Januar 2010 - 16:58 #

Also die 5700 Serie von ATI finde ich ja super (meine eigene 5750 ist einfach deutlich leistungsstärker als ich, nach den ersten Benchmarks, gedacht hätte), aber warum die 5670 angeblich so verkorkst sein soll, verstehe ich nicht. Ich glaube mich zu erinnern, dass CB sogar geraten hat, die 4770 vorzuziehen (wenn man Spieler ist).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 19. Januar 2010 - 17:06 #

Die 5670 ist momentan einfach zu teuer für die gebotene Leistung. Die 4770 ist im besten Falle gleich schnell, meist liegt das Niveau eher zwischen der 4670 und 4770. Dafür sind die verlangten 80 (512MiB) respektive 95 (1024 MiB) Euro einfach zu hoch angesetzt. Die 5750 kostet ja mit 512 MiB auch nur knapp über 100 Euro, die 1024er liegt bei 120-130 Euro. Und dafür bekommt man bis zu 40% mehr Leistung.

Und wer kein Spieler ist, freut sich über die Cedar-Karten wie die HD 5450. Noch weniger Energiebedarf, geringerer Preis, passivkühlung im Idealfall.

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