Avatar - Das Spiel: Ubisoft-Aussagen zum Misserfolg

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17. Januar 2010 - 12:55
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Im Gegensatz zum enorm erfolgreichen Film blieb Avatar - Das Spiel weit hinter den Erwartungen zurück und fiel bei vielen Kritikern durch. Auch der GamersGlobal-Test von Anfang Dezember 2009 ergab nur 6,5 von 10 möglichen Punkten.

In einer Telefonkonferenz hat sich nun Ubisofts CEO Yves Guillemot zum Misserfolg des Videospiels geäußert (siehe Quellenangabe). Seiner Ansicht nach, sei eines der Hauptprobleme das Timing gewesen: Der späte Film-Release habe dem Spiel wesentlich geschadet. Auch ging Guillemot davon aus, der Verkauf des Spiels würde im neuen Jahr anhalten. Statt dessen war die Absatzkurve jedoch rückläufig.

Wir wussten, wir gehen ein Risiko ein. Die Tatsache, dass der Film im Dezember in die Kinos kommt, war ein potentielles Problem – und schließlich resultierte es auch in einem Problem.

Seiner Meinung nach wird es in der Zukunft schwierig sein, Rechte für einen Film zu erwerben, der im Dezember erscheinen wird. Es ist zu riskant, und die umsatzstarke Weihnachtssaison kann nicht voll genutzt werden. Eine Videospielfirma kann auf diese Weise nicht mitverdienen. Diese Probleme – kombiniert mit den häufig auftretenden, immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen und den starr geplanten Hollywood-Produktionen – macht Film-Kopplungen weniger erstrebenswert, als man sich vorstellen mag, so der CEO weiter. Ubisoft werde daher das Engagement in diesem Bereich herunterfahren, ohne es jedoch komplett aufzugeben.

Das Ziel wird sein, die Investitionen in Lizenzen zu reduzieren und den Schwerpunkt auf die Vergrößerung unserer Marken zu verlegen sowie mit noch höherer Qualität in Erscheinung zu treten.

Stillschweigend gab Guillemot allerdings zu, dass auch die Qualität des Spiels aufgrund der erzwungenen Fristen gelitten habe.

Wir waren davon überzeugt, ein Spiel machen zu können, für dessen Feinschliff wir genügend Zeit haben. Der Druck, der durch die Veröffentlichung des Films entsteht, ist in unserer Branche immer sehr hoch. Also würde ich sagen, dass unsere Zielsetzung für die Zukunft sein sollte, solche Spiele [zu Filmen] weit im Voraus fertig zu stellen.

In diesem Zusammenhang wies jedoch Alain Martinez, Chief Financial Officer (CFO) bei Ubisoft, schnell darauf hin, dass Avatar - Das Spiel nicht als echter Misserfolg gesehen werden könne. Er betonte, dass das Spiel kein Minusgeschäft sei und aufgetretene Verluste größtenteils durch Assassin's Creed 2 aufgefangen werden konnten, dessen Umsatzzahlen besser als erwartet sind. Abschließend sagte er, dass die höchsten Verluste in Bezug auf das Avatar-Spiel im DS- und Wii-Bereich entstanden seien.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 17. Januar 2010 - 13:25 #

Bla bla, das Spiel war einfach Müll - Ende!
Man hätte soviel aus dem ganzen machen können - und wer sagt den das ein Spiel zum Film immer gleichzeittig veröffentlich werden muss? Kann doch auch paar Monate später kommen. Aus Avatar könnte man ein richtig cooles Spiel machen - mir würde da sowas wie Outcast vorschweben...

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11211 - 17. Januar 2010 - 14:36 #

So siehts aus!

Die Lizenz abgraben kann jeder mit ein wenig Budget im Hintergrund, aber dann auch ein Spiel machen, was die Leute genauso begeistert schafft quasi niemand.

Ergo: Lizenz kaufen --> Spiel entwickeln --> irgendwann rausbringen und nicht zum Kinostart irgendwas auf den Markt werfen.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 17. Januar 2010 - 13:26 #

Wenigstens habe sie es nicht wieder Raubkopierern in die Schuhe geschoben. Und das Spiel nicht erfolgreich war las in erster Linie am Qualität des Spiels und nicht an irgendwelche Release-Dates.
Tja, welcher Spielehersteller gibt schon gerne zu, daß "Mittelmaß" produziert wurde. Lieber sucht man die Probleme woanders und wird deswegen auch nicht daraus klüger.

Alric 10 Kommunikator - 445 - 17. Januar 2010 - 14:09 #

"Wenigstens habe sie es nicht wieder Raubkopierern in die Schuhe geschoben. "
Genau, daran liegt es nämlich nieeee!

_poolice_ 10 Kommunikator - 399 - 17. Januar 2010 - 13:51 #

Ich verstehe das Problem gar nicht, das er hat. Was hat ein Release-Date denn damit zu tun, ob sich ein Spiel gut verkauft. Bei einem guten Spiel kann das Release-Date noch so schlecht sein, es verkauft sich trotzdem gut. Das ganze funktioniert aber auch andersrum - schlechtes Spiel verkauft sich auch zum besten Zeitpunkt nicht...

Drugh 15 Kenner - P - 3074 - 17. Januar 2010 - 14:13 #

Ich glaube, die Geschäftsführung von Ubisoft erhoffte sich im Zuge des Avatar-Hypes eine deutlich größere Mitnahmebereitschaft der Spieler. Es ist Investoren manchmal nicht so einfach zu erklären, dass ein Spiel zu einem extrem erfolgreichen Film nicht analog hohe Umsätze bringt. Den Satz "Das Spiel war Schrott und deshalb verkaufte es sich nicht" bekommt man sicher von keinem Firmenchef zu hören, sondern es wird auf schwer zu beeinflussende externe Effekte abgezielt.

Dass Spiele durchaus in die Regionen von >1 Mrd. vordringen können, zeigen ja GTA IV, MW2 und WoW. Da muss man also schon ein bischen erklären, warum auch Avatar the Game das nicht packt. Hätten die z.B. eine mit jedem Monitor funktionierende Wunder-3D Brille mitgeliefert, dann wäre das sicher schon wegen der durchbrochenen Technikschranke auch ein Multimillionenseller geworden.

bam 15 Kenner - 2757 - 17. Januar 2010 - 13:54 #

Zeit ist immer ein Faktor wenn es um die Qualität geht.
Man hatte aber bei Avatar das Gefühl, dass Ubisoft sehr früh eingebunden wurde, deswegen wird da die Schuld für die Qualität eher beim Team liegen.

Man kann einfach nicht erwarten, dass man ein neues Spiel in weniger als 2 Jahren entwickeln kann, welches eine hohe Qualität aufweist. 2 Jahre sind in etwa der Zeitraum, der für Sequels benötigt wird, welche auf vorheriger Technik basieren (Modern Warfare 2, Assasins Creed 2, Mass Effect 2).

Wenn man Filmumsetzungen machen will, die qualitativ hochwertig sein sollen, dann gibt es 2 Möglichkeiten. 1. man findet einen Film, welcher absolut sicher ist und erst in ein paar Jahren gedreht und Veröffentlicht wird (sehr unwahrscheinlich); 2. man entwickelt ein Spiel basierend auf vorhandener Technik. Hat man beispielsweise bereits einen tollen Shooter entwickelt, dann arbeitet man mit dieser Engine und den Tools weiter und passt das ganze "lediglich" auf den Film an.

Letzteres ist die einzige Möglichkeit etwas halbwegs vernünftiges auf die Beine zu stellen. Damit wird man aber nie ein Spiel bekommen, welches von Presse und Spielern gefeiert wird, da es maximal ein sehr solides Spiel ohne neue Ideen wird.

Die beste Lösung wäre es ein Spiel Jahre nach dem Film zu veröffentlichen, ohne Druck, aber mit starker Lizenz. Allerdings passiert das nicht (von Riddick mal abgesehen) da die Lizenzinhaber Spiele eher als Merchandise betrachten.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1485 - 17. Januar 2010 - 14:14 #

Was ist dann mit den Spielen die kein Kino Film im Rücken haben. Die müssten sich dann ja überhaupt nicht verkaufen nach der Logik. Das Spiel Avatar kann nur vom Film profitieren egal wann das Spiel rauskommt. Der Grund warum es sich nicht verkauft hat ist einzig und allein die Tatsache dass es Schrott ist. Fertig aus. Wäre es genial gewwesen hätte es acuh ein halbes Jahr später kommen können oder sagt irgendjmd : boah das spiel avatar ist ja der neue megahammer was neue maßstäbe setzt aber ich hols mir nicht weil es erst n halbes jahr nachdem der film lief rauskommt.

Felix 11 Forenversteher - 657 - 17. Januar 2010 - 14:31 #

Das Problem bei dem Spiel war die verwendete Zeit. Nachdem der Film nun so ein riesiger Erfolg geworden ist, hätte man mit dem Spiel einfach warten müssen. Es hätte nichts dagegen gesprochen, wenn man erst zum Film Avatar 2 ein Spiel über Avatar in die Läden gebracht hätte.

Stellt euch mal ein Spiel über Avatar vor, das ein paar Jahre Entwicklungszeit gehabt hätte, ein Budget von einem Modern Warfare 2 und den Inhalt der Filme Avatar 1 und Avatar 2! Dazu noch ein namhaftes Entwicklungsstudio und fertig wäre es gewesen - eine der besten Umsetzungen aller Zeiten.

Vielleicht kommt ja noch ein gutes Spiel zu Avatar. Bei den Star Wars Computerspielen musste man ja auch erst ein paar Gurken überstehen bevor Perlen wie Jedi Knight, Rogue Squadron, etc. kamen.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11660 - 17. Januar 2010 - 20:17 #

Man muss hier allerdings zwischen Spiel zum Film und Spiel zum Franchise unterscheiden. Die von dir genannten Star Wars Spiele stehen ja trotz des großen Namens für sich und sollen aufgrund ihrer Qualität überzeugen. Bei dem Avatarspiel hat man -wie so häufig bei Filmumsetzungen- den Eindruck, dass hier nur noch mal die Fans des Films abkassiert werden sollen. Die Erinnerungen an den Film sind noch frisch, die Begeisterung ungebremst, da greift man eher zum Spiel als nach ein paar Jahren- deshalb ist eine zeitnahe Veröffentlichung so wichtig. Sicherlich gibt es schlimmere Gurken aber der Beigeschmack der Fanabzocke ist vorhanden. Da kann man nur hoffen, dass die Entwickler irgendwann mal daraus lernen und uns mit solch mangehalften Produkten verschonen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346695 - 17. Januar 2010 - 14:36 #

Ich bin mir nicht sicher, wie stark Avatar Das Spiel an einem womöglich zu engen Zeitkorsett gelitten hat. Das größere Problem scheint mir die Konzeption zu sein, also ein Spiel machen zu wollen, das zwar kein Casual-Spiel ist und auch nicht sein will, das aber für Casual-Spieler geeignet sein soll. Das führt dann zu vielen Simpelmissionen, den automatischen Waffenupgrades, den überall herumstehenden Waffenpods und der idiotischen Regelung, dass man selbst beim eigenen Ableben zwar keine Nachteile hat (außer wieder einige Meter zur "Front" laufen zu müssen), die bis zum Ableben besiegten Gegner hingegen tot bleiben.

Das Spiel hat schon auch andere Probleme, etwa die völlig missratene Banshee-Flugsteuerung. Aber die konzeptionellen Schwächen scheinen mir zu überwiegen.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 17. Januar 2010 - 15:42 #

Ich hoffe mal, Ubisoft hat jetzt wirklich daraus gelernt und erspart uns in Zukunft viele überflüssige Filmversoftungen.

JackoBoxo 17 Shapeshifter - P - 6982 - 17. Januar 2010 - 20:07 #

Waren "Spiele zum Film" nicht immer Schrott? Was nicht bedeuten soll, dass es umgekehrt besser läuft...

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 17. Januar 2010 - 23:55 #

mittelmäßiges Spiel mittelmäßige Verkaufszahlen ... passt doch wie die Faust aufs Auge oder net ...

McFareless 16 Übertalent - 5567 - 18. Januar 2010 - 0:28 #

Naja, Filmversoftungen waren eh nie gut...

Skelly (unregistriert) 18. Januar 2010 - 6:04 #

Ubi-Soft hat es einfach nicht drauf.

Die haben Far Cry 2 schon in den Sand gesetzt, nachdem das Entwicklerteam des genialen Vorgängers (Crytek entwickelte Far Cry 1) durch irgendwein neues Team von Ubi-Soft abgelöst wurde.

Das war vom Gameplay her ein Unterschied wie Tag und Nacht! Wundert mich also nicht dass auch Avatar The Game ein ziemlicher Scheiss geworden ist.

Christaneu 12 Trollwächter - 1095 - 18. Januar 2010 - 8:19 #

Ich habe das Spiel (leider!) nicht gespielt, darum kann ich auch nicht sagen ob es gut oder schlecht ist. Doch was ich sagen kann ist, dass der Film Avatar, in welchen ich vor kurzen gegangen bin, sehr gut ist!

Goldfinger72 15 Kenner - 3140 - 18. Januar 2010 - 13:23 #

Ich gehöre zu den wenigen Spielern, die das Spiel mögen. Ja, es ist mit Sicherheit es kein Meisterwerk und Meilenstein der Videospielgeschichte - es hat mich bisher jedoch länger vor dem Bildschirm gehalten als so manches Spiel mit großen Namen.

Bei vielen Reviews/Testern habe ich auch immer das Gefühl, dass sie schlecht bewerten "müssen" weil es andere eben auch machen und Spiele zu Filmen ja grundsätzlich immer schlecht sind - es hat sich eben so in den Köpfen der Leutchen eingebürgert. Den Mut eine wirklich eigene Meinung zu schreiben haben (leider) nur noch sehr wenige in der Branche.

Mich jedenfalls hat das Spiel nicht weniger gut unterhalten als viele andere aktuelle Spiele auf dem Markt.

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