Laut Studie 90% aller Spiele noch auf Datenträger

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14. Januar 2010 - 11:14 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens NPD Group zufolge sind digitale Downloads bei Spielen ein stark wachsender Faktor und machen bereits jetzt einen überraschend großen Anteil vom Gesamtkuchen aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Studien wurden keine Händler oder Online-Distributoren, sondern 8.000 Spieler nach ihren Kaufgewohnheiten befragt.

Demnach erschienen im 3.Quartal 2009 90% aller Konsolenspiele auf Datenträgern. Rechnet man allerdings sonstige Spieleplattformen wie PC, Mac oder Smartphones, verringert sich der Anteil auf 79%. Bei letzterer Zahl wird freilich zum einen das iPhone eingerechnet, das es auf sehr viele Download-Verkäufe zum kleinen Preis bringt (und auf faktisch 0% Software-Ladenverkäufe), zum anderen dürften dabei munter Vollpreistitel mit günstigen Spielen à lá XBLA vermischt worden sein. Deshalb ist stark zu vermuten, dass der tatsächliche Umsatzanteil der physischen Verkäufe weit höher liegt als 79%.

70% aller Käufer, die sowohl für Downloads als auch Ladenversionen bezahlten, sind der Studie zufolge unter 35 Jahre alt. Käufer, die nur Download-Fassungen erwerben, sind nur zu 46% unter 35 Jahren alt -- hier würde man eigentlich das genaue Gegenteil vermuten. Vielleicht spielt aber der Besitz oder das Fehlen einer Kreditkarte eine Rolle dabei -- das könnte erklären, dass Jüngere weniger stark nur auf bezahlte Download-Inhalte setzen.

Gering fallen die Zahlen bei Raubkopien aus: Nur 4% gaben an, dass sie Daten von Peer-to-Peer Netzwerken heruntergeladen haben. 72% davon sollen auf PC und Mac stattgefunden haben. Diese Zahl könnte damit zu erklären sein, dass die Daten in den USA erhoben wurden, wo der PC im Vergleich zur Konsole eine geringe Bedeutung hat, während Raubkopien wiederum auf Konsolen sehr viel seltener sind als auf PC.

Anita Frazier, Industry Analyst bei der NPD Group, fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:

Während physikalische Datenträger das Zugpferd der Branche bleiben, gewinnt die Rolle des digitalen Vertriebs stetig an Bedeutung. Vertrieb und Einzelhandel müssen ein Auge auf dem Markt haben und zukünftige Strategien entwickeln.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 64102 - 13. Januar 2010 - 14:20 #

Wirklich interessante Zahlen. Dass immer noch so viele Titel auf traditionellen Trägermedien erscheinen verwundert zumindest mich nicht. Schließlich hat nicht jeder eine schnelle DLS-Leitung für Downloads (ich z.B. auch nicht, weswegen Mass Effect via Steam schon mal gute 12 Stunden gedauert hat oO). Und außerdem habe ich auch gerne eine Packung in der Hand, womit ich sicher nicht der einzige bin.
Schön wäre es, wenn die Zahl der Raubkopierer wirklich korrekt wäre. Dann hätten Entwickler endlich keine Argumente mehr für extreme Kopierschutzmaßnahmen. Aber der Anteil wird wohl doch weit höher liegen. Wer gibt denn schon zu, Raubkopierer zu sein.

DLau (unregistriert) 13. Januar 2010 - 15:10 #

interresant, aber irgendwie musste ich bei dem Symbolfoto an eine andere "organisation" denken XD

Grinzerator (unregistriert) 13. Januar 2010 - 15:14 #

Ich überlege momentan PC-Spiele nur noch als Steamdownload zu kaufen. Wenn man Spiele zu einem Viertel des Retailpreises noch im Erscheinungsjahr als Download kriegt ist das für mich schon ein starkes Argument. Dagegen spricht nur, dass manche Publisher auch bei Steam-Spielen noch den eigenen DRM mit draufpacken müssen und Spiele im deutschen Store oft geschnitten sind, was für mich ein absolutes No-go ist (ich will nicht über nen Proxy kaufen, weil sonst mein Steam-account gesperrt werden kann). Mit der Spionage von Steam auf meinem Rechner hab ich kein Problem, ich nutze das Ding nur zum Zocken.

ChrisnotR (unregistriert) 13. Januar 2010 - 17:29 #

Gut dass du etwas ansprichst was mich schon länger nervt und bisher von Steam-Downloads abgehalten hat:

Warum müssen zB. GTA4 und Batman AA bitte beim Downloadkauf neben dem zu verschmerzenden Steamzwang bitte noch Windows Live-Aktivierungen, Securom mit Datenträgerpflicht und Keyabfrage besitzen?? (Von diesem Social-Mist will ich garnicht erst anfangen)

Jedes einzelne "Schutzprogramm" braucht noch mehr Ressourcen, es würde mich mal interressieren wie GTA 4 ohne die ganzen Kopierschutzsachen laufen würde. Bestimmt mit einigen FPS mehr!

John of Gaunt Community-Moderator - P - 64102 - 13. Januar 2010 - 17:38 #

Securom mit >Datenträgerpflicht< wirds bei Steam wohl kaum geben. Woher sollte man denn den Datenträger nehmen?
Warum es diese zusätzlichen Hürden gibt erschließt sich mir aber auch nicht. Wahrscheinlich müsste sonst noch umprogrammiert werden oder was auch immer.

ChrisnotR (unregistriert) 13. Januar 2010 - 17:58 #

Ja stimmt dass mit dem Datenträger war ein kleiner Fehler. Aber ansonsten ist es immer noch eine ziemliche Frechheit. Grade bei überwiegenden SP-Spielen. Wer später den MP Nutzen will sollte sich auch später freiwillig und ohne Zwang bei Live oder Social Club anmelden dürfen!

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3262 - 14. Januar 2010 - 0:49 #

macht die Sache aber auch nicht besser.

Ich mag Steam da ich dort extrem schnell die Spiele runterladen kann
(z.B. Dirt2 in ca 90Min)aber ich verstehe nicht warum einige Hersteller wirklich noch die anderen nervigen Sachen machen.
Sei es ein extra ZWEITER Key, sei es Tages oder MS Life / Games for Windows oder so.
Ich kaufe mir solche Spiel max. als Low Budget (Dirt2 war bei der Grafikkarte "dabei"); ich glaube nicht das die dann so viel Gewinn machen als ob ich es als VP Spiel gekauft hätte.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13733 - 13. Januar 2010 - 15:41 #

Wenn ich mal den Steam-Weihnachtswahnsinn dazuzähle, ist bei mir privat die Quote für Download-Käufe enorm in die Höhe geschnellt, und ich bin sogar noch unter 35 Jahre alt ;-)

Mal davon abgesehen kann ich auf Packungen/physikalische Medien langsam aber sicher verzichten. Im Handbuch steht eh kaum noch was drin, was man als langjähriger Spieler nicht schon kennt, außerdem gibt es auch PDF Handbücher, des Weiteren brauch ich bei Steam nicht jedes Mal nach einer DVD suchen, die ich einlegen muss UND ich kann sonntags einkaufen und habe das Spiel "sofort".

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3262 - 14. Januar 2010 - 0:57 #

Ja der Steam-Weihnachtswahnsinn war extrem bei mir.
Habe in der Zeit mehr Spiele gekauft als sonst im ganzen Jahr zusammen.

Neben vielen Indi Spiele (z.B. darwinia, Braid, torchlight) auch verdammt gute Dauerbrenner (z.B. HoI3 inc. alle DLC, Mirrors Edge, Star wars, mass effect, Riddick)

Wenn man eine eigene Bude hat und überlegt wieviel Platz die eigendlich leeren Verpackungen (datenträger +12 Seiten "Handbuch") benötigt bin eigendlich froh das ich keine Verpackun mehr brauche.

Es gibt zwar hin und wieder eine Deluxe / SE Version eines Spiels wo ich schwach werde und mir diese hohle aber sonst...

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 13. Januar 2010 - 17:44 #

Die anderen 10 % sind dann wohll Dlc ´s und Apps fürs I Phone xD

NanoBurn 10 Kommunikator - 515 - 13. Januar 2010 - 17:56 #

Es hat für mich immer noch einen gewissen Charme in ein Geschäft zu gehen und ein wenig durch die Regale zu stöbern. Liegt wahrscheinlich am Alter. Vieleicht hätte ich ja auch mal Bock auf ne Collector's Edition. Einfach einloggen Formular ausfüllen ist einfach nicht mein Ding. Man hat nichts in der Hand, da könnte man sich auch gleich ne Raupkopie ziehen.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 13. Januar 2010 - 18:47 #

Meinetwegen wird das noch lange, sehr laaange so bleiben. ;)

Gadeiros 15 Kenner - 3108 - 14. Januar 2010 - 14:21 #

zu dem thema der news:
Laut Studie 90% aller Spiele GOTTSEIDANK noch auf Datenträger

so müsste es lauten imho.

mich beängstigt, daß es ganze 10% sind, die da nicht drunter zählen

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