Kurios: Verbrecher mithilfe von WoW gefasst

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1. Januar 2010 - 18:21
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Einem Mann, der in den USA seit 2007 wegen Drogendelikten gesucht war, wurde das Spielen des Online-Rollenspiels World Of Warcraft zum Verhängnis.

Der zuständige Sheriff erhielt mehrfach den Hinweis, dass der Gesuchte ein gewisses Onlinespiel spielen würde. Der Sheriff tippte auf World Of Warcraft (er hatte es selbst zuvor gespielt) und kontaktierte Blizzard. Nach drei bis vier Monaten erhielt er IP-Adressen und Daten des WoW-Accounts des Gesuchten, inklusive Anschrift. Mithilfe der IP-Adresse und Google Earth wurde sein Aufenthaltsort ermittelt und er konnte der Justiz übergeben werden.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 1. Januar 2010 - 14:39 #

tja das nichts neues mehr und da will noch einer meinen im internet wäre man anonym... aber dank der gesetze muss der betreiber (übrigens auch bei uns in DE) in dem fall blizzard die daten rausrücken...

Anonymous (unregistriert) 1. Januar 2010 - 15:03 #

jo, und weiter? sollte ja auch selbstverständlich sein.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 1. Januar 2010 - 15:27 #

sage nur.. es gibt viele die meinen das wenn sie in nem forum oder sowas unterwegs sind nichts passieren kann weil sie keienr kennt ^^

Ben 13 Koop-Gamer - 1745 - 2. Januar 2010 - 1:06 #

Warum soll das Selbstverständlich sein? Sensible Daten müssen geschützt werden.
Überwachungsstaatbefürworter?

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 1. Januar 2010 - 15:35 #

Nein mußten sie nicht, das ist ja auch der Skandal daran, dass Blizzard einfach ihrgendwelche Daten rausgibt.

Goldfinger72 (unregistriert) 1. Januar 2010 - 18:53 #

Was ist denn daran genau ein Skandal? Woher weißt du denn genau, warum sie die Daten raus gegeben haben? Hast du dir die kompletten Ermittlungsakten der US-Justiz kommen lassen und sie persönlich auf Verfahrensfehler überprüft?

Ich persönlich vermag nicht zu beurteilen ob es ein "Skandal" sein soll, da mir die exakten Einzelheiten des Falls nicht mal ansatzweise bekannt sind.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 1. Januar 2010 - 18:55 #

Weil im Artikel selber steht, das sie die Daten nicht geben müßten und der HILFSsheriff selber überrascht war das sie es geschickt haben. Und in den Akten kann dazu ja nichts stheen weil es eben eine "Persönliche" Anfrage gab.

Goldfinger72 (unregistriert) 1. Januar 2010 - 19:02 #

Das mag durchaus sein. Aber gerade bei solchen Dingen sollte man immer sehr vorsichtig sein. Nur weil es irgendwo in irgendeinem Artikel steht muss es letztendlich nicht tatsächlich auch so gewesen sein.

Ich spiele jetzt seit Release WoW. Und was da schon alles für angeblich "wahre" Stories durch das Internet geisterten ist ein wahrer Fundus für 50 abendfüllende Spielfilme.

bam 15 Kenner - 2757 - 2. Januar 2010 - 0:48 #

'Nicht müssen' heißt eben nicht 'nicht dürfen'.
Ein Rechtssystem kann sehr wohl freistellen ob man Daten an Behörden ausgibt. Solange man das Rechtssystem in den USA also nicht kennt, braucht man gar nicht von Skandal und ähnlichem reden.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 2. Januar 2010 - 0:55 #

Du wiederholst doch nur das schlimme, gut ich hätte vieleicht nicht skandal zu sagen sollen, aber mir ist in dem Moment halt nichts anderes eingefallen.

bam 15 Kenner - 2757 - 2. Januar 2010 - 4:56 #

Was ist denn nun daran schlimm?
Nur weil das deutsche Rechtsverständnis einen richterlichen Beschluss oder ähnliches erfordert muss das ja nicht für die USA gelten. Letztendlich ist das auch nur eine Unterschrift und ein wenig Bürokratie. Eine vollkommene Sicherheit von Daten kann man wohl kaum verlangen. Ohne eine Verfügungsgewalt des Staates und seiner Behörden kann ein Rechtsstaat nicht funktionieren.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 2. Januar 2010 - 12:56 #

es gibt gute gründe dafür das solche sachen häufig von richtern abgesegnet werden müssen,dadurch wird staatlicher Willkür vorgebeugt ansonsten bekäme die Exekutive ein bedenkliches Machtübergewicht.Und das wiederum wäre dem Rechtsstaat nicht zuträglich,nur ein formaler Gesetzesstaat wäre so denkbar.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 3. Januar 2010 - 20:03 #

Bevor man hier spekuliert muss man das Polizeisystem der USA kennen. Sheriff und Marshall sind etwas anders als normale Polizisten. Ein Deputy z.B. ist eigentlich nur ein normaler Bürger, der mal Zeitweise als Polizistersatz mit aushelfen darf (in Deutschland z.B. undenkbar).

jroger 09 Triple-Talent - 279 - 3. Januar 2010 - 20:55 #

Nö, ein Deputy ist üblicherweise ein ganz normaler Polizist, der für den Sheriff arbeitet. Der Sheriff ist der höchste (oft gewählte) Polizeibeamte in vielen, vor allem ländlichen Gebieten. Seine Angestellten, also ganz normale Polizisten, sind eben die Deputies.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6527 - 1. Januar 2010 - 16:02 #

Gut zu wissen, was für ein Aufwand (auch bei uns) für Verbrecher im kleineren Bereich betrieben wird, solange die großen Verbrecher sogar in hohen Politikämtern sitzen können. Wenn das so weitergeht, wird man noch vom Scheißhaus heruntergeschossen, weil man falsch geparkt hat. Aber hauptsache, bei uns in Hessen darf ein Lügner und Steuerhinterzieher weiterhin seine Macht ausüben.

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 1. Januar 2010 - 16:32 #

Mit genügend Geld kann man eben manchmal "im Recht" sein, obwohl man eigentlich im Unrecht ist.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 1. Januar 2010 - 20:30 #

Bevor die Diskussion noch mehr neben der Sache liegt, hier mal ein, zwei Infos zur (deutschen) Rechtslage: Ein Richter kann beschließen, in der Regel auf Antrag der Staatsanwaltschaft, daß bestimmte Unternehmen bestimmte Daten herauszugeben haben, z.B. wenn jemand dringend einer Straftat verdächtig ist, man aber anders nicht an die Identität kommen kann.

So werden beispielsweise vom Betreiber einer Chat-Seite IP-Adressen beschafft oder von der Dt. Telekom Namens- und Adressdaten zu bestimmten Online-Zugängen oder Handynummern. Vom Anschlußinhaber aus wird dann weiter ermittelt, wenn er's nicht selber ist.

Wenn also jemand online Nacktfotos seiner Ex verbreitet, seine Lehrer massiv beleidigt oder wenn halt ein dringender Verdacht besteht, daß WoW-Spieler XY ein Drogendealer ist, dann sehe ich da auch kein größeres Rechtsstaats- oder Datenschutz-Problem als bei jedem Durchsuchungsbeschluß, der sich auf eine Wohnung oder ein Auto bezieht.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 1. Januar 2010 - 22:57 #

Stimmt, nur hier gab es ja kein Beschluß sondern eine Private Anfrage, von jemandem der nicht mal befugt ist sowas zu machen.

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 2. Januar 2010 - 0:17 #

Seit wann muss man denn irgendeine Befugnis für eine Anfrage, ganz gleich welcher Art, haben? o.O

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 2. Januar 2010 - 0:21 #

Nein braucht man nicht, ich darf ja jetzt auch Blizzard fragen ob sie mir mal die Daten von jemanden schicken können^^

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11330 - 1. Januar 2010 - 23:38 #

In letzter zeit werden durch Games viele Täter gefasst,ein Hoch auf die Spiele Industrie xD Aber wie kann man per Google Earth und der Ip Adresse, den Wohnort ermitteln?

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 1. Januar 2010 - 23:59 #

Was soll daran schwer sein. Die IP-Adresse zeigt doch wo du bist. Unteranderem deswegen ist Google Analytics in Deutschland wohl auch illegal.

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 2. Januar 2010 - 0:23 #

Quelle?

Btw, um die IP-Adresse eines Besuchers einer Internetseite herauszufinden benötigt man kein Google Analytics.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 2. Januar 2010 - 0:42 #

Habe ich das behauptet?

http://www.gamelawblog.de/blog1.php

der direkte Link ist zu lang, steht aber noch oben

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 2. Januar 2010 - 0:54 #

Okay, hab da irgendetwas falsch verstanden, sorry :D

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 1. Januar 2010 - 23:54 #

Haha, gut gemacht...

B0rnX 08 Versteher - 210 - 2. Januar 2010 - 7:40 #

Tja da hat der wohl Pech gehabt.
Der Englische Knasti Craig 'Lazie' Lynch hält auf seiner Flucht schon seit einiger Zeit alle über Facebook auf dem Laufendem und die kriegen den nicht...

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