Avatar: DRM-Probleme vermiesen Filmpremieren

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20. Dezember 2009 - 15:42 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Kopierschutzmechanismen wie DRM (Digitale Rechteverwaltung) sind bei Computer- und Videospielen, Musik und Filmen immer noch eine von vielen Nutzern ungeliebte Form der Nutzungskontrolle, denn häufig kommt es vor, dass der „Schutz“ Fehler generiert, die der Anwender häufig nur unter größten Mühen beheben kann oder im schlimmsten Fall mit den Fehlern sogar leben muss.
 
Ein ähnliches Schicksal mussten jetzt auch einige Premierenbesucher des lang erwarteten Kinofilms Avatar – Aufbruch nach Pandora erleiden, die sich für den letzten Mittwoch die schnell ausverkauften Kinokarten besorgt hatten. Obwohl die großen Kinoketten noch keine genauen Informationen liefern konnten und vielleicht sogar wollten, mussten einige Premierenbesucher auf die 3D-Version des Kinofilms verzichten, weil stellenweise die DRM-Verschlüsselung der gelieferten Filmdateien in den Kinos nicht aufgehoben werden konnte. Den DRM-geschädigten Kinogängern der Cinestar-Kette wurde daraufhin z.B. angeboten, entweder in die analoge 2D-Variante des Films zu wechseln oder den Eintrittspreis zurückerstattet zu bekommen. Häufig wurde hier die Gebühr für die Online-Bestellung nicht zurückerstattet, was man sicherlich nicht als Akt eines funktionierenden Kundenservice bezeichnen kann.
 
Auch Christian Witte, ein User von GamersGlobal, wurde Opfer des DRM-Desasters und war entsprechend enttäuscht:
„War entsprechend gestern mit paar Kollegen in der Vorpremiere (Englisch), leider auch eines der Kinos erwischt, wo 3D aufgrund eines DRM-Problems nicht abspielbar war. Somit wurde uns angeboten, dass Geld zurück zu bekommen oder in 2D zu schauen, wir haben dann zu letzteren gegriffen. Was ja nun nicht gerade der grandiose Ausgang für einen Film ist...“
Die Vorfälle nötigten die Cinestar-Kinokette und den Verleih 20th Century Fox, entsprechende Pressemitteilungen zu veröffentlichen:
Cinestar
„Wir bedauern die Ausfälle und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sehr, sind aber zuversichtlich, dass wir Avatar zum Start ohne Probleme regulär und in 3D spielen können.“
Fox
"Wir arbeiten gemeinsam mit unseren technischen Dienstleistern mit Hochdruck an der Problematik, um einen reibungslosen Starttag für 3D zu gewährleisten.“
Nach den letzten Meldungen sollen inzwischen alle Vorstellungen des Films auch in 3D ohne Probleme ablaufen.
Infernal 13 Koop-Gamer - 1685 - 20. Dezember 2009 - 15:55 #

Sowas ist natürlich der Horror für alle Kinos. Doch ich habe den Film gestern in 3D gesehn und es lohnt sich wirklich ihn anzusehn!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 345495 - 20. Dezember 2009 - 16:11 #

Hi Gucky, da die News etwas spät kommt, bleibt sie "normale News".

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34203 - 20. Dezember 2009 - 16:25 #

Ist doch kein Problem, besser zu spät als nie :)

Sven 18 Doppel-Voter - 9146 - 20. Dezember 2009 - 21:54 #

Ich finde klasse, dass sie überhaupt noch kommt und super geschrieben ist - Lob! :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12757 - 20. Dezember 2009 - 16:48 #

also für die die sich extra karten geholt haben und dann sowas bekommen naja was solls...
ich werd iohn mir am Mittwoch ansehn da er selbst bei unsren kleinen Provinz kino in 3D ansehn kann (haben dafür extra aufgerüstet) und zahl 5 euro weniger fürs Kinoticket wie bei der "großen" konkurrenz xD
mal sehn wie der film so ist bin gespannt

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1626 - 20. Dezember 2009 - 22:29 #

Gogo DRM! Schaufel dir dein eigenes Grab!

Ben 13 Koop-Gamer - 1745 - 20. Dezember 2009 - 23:41 #

DRM ist eine der größten Verarschungen unserer Zeit. Aber zu einem neuen Urheberrecht, durch das alle profitieren, sind ja alle zu feige ...
Also - lieber weiter Kunden verarschen und Kopien fördern, weil dadurch diese Probleme nicht entstehen :)

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34203 - 21. Dezember 2009 - 0:23 #

Wie wahr...

Herms 10 Kommunikator - 506 - 21. Dezember 2009 - 15:47 #

DRM in seiner jetzigen Umsetzung muss schon zu biblischen Zeiten der Büchse der Pandora entwichen sein und keiner hat es mitbekommen.

Allerdings ist das grundsätzliche Verdammen von DRM ein zu schneller Vorgriff. Das Konzept der digitalen Verwaltung von Rechten wird viel zu oft mit der Durchsetzung von Rechten an digitalen Gütern (kurz: digital restriction management) gleichgesetzt. Dabei ist DRM vielmehr eine Form der diskreten Verwaltung von Besitz- und Nutzungsrechten ohne dabei zwangsweise jedem auf die Füße zu treten, wenn er mit einem Werk mehr tut, als die von ihm erworbene Lizenz vorgesehen hat.

Hier bleibt noch viel zu tun. Leider sind unsere Politiker zur Zeit im Urheberrecht dabei den harmonischen Dreiklang aus Rechten, Pflichten und SCHRANKEN zu zerschlagen - zu Gunsten juristischer Personen.

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