Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 50
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29583 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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13. Dezember 2009 - 22:58 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Während Wetter, Menschen und Einzelhandel sich auf Weihnachten einstellen, gibt es diese Woche im Hardwareroundup die eine oder andere Produktvorstellung, Infos über bevorstehende Preiserhöhungen und neues über Grafikkarten, Grafikkarten sowie Grafikchips. Überraschung!

VIA poliert Nano-Chipsatzgrafik mit DX10.1 auf

Es gab Zeiten, da wurde der CPU- und Grafikmarkt nicht von jeweils zwei Herstellern beherrscht. Neben den allgegenwärtigen AMD und Intel platzierten Hersteller wie Via, IBM, Cyrix oder Transmeta ihre Prozessoren auf dem Markt. Bei den Grafikkarten beherrschten 3dFX, PowerVR oder auch Rendition und S3 neben  ATI und nVidia die Regale beim PC-Händler. VIA ist ein Relikt aus dieser Zeit, auch wenn sie außer dem im Netbooksegment angesiedelten Nano-Prozessor wenig zu bieten haben. Allerdings wurde Grafikspezialist S3 vor knapp zehn Jahren von VIA übernommen um die hauseigenen Chipsätze mit Grafikfähigkeiten versehen zu können. Für überragende Geschwindigkeit waren diese Chipsätze noch nie berühmt, die bisherigen "Chrome"-Chipsätze waren aber teilweise sogar zu langsam für das hardwarebeschleunigte Verschieben von Fenstern unter Windows Vista oder Seven. Von Spielen wollen wir lieber gar nicht erst anfangen.

Jetzt erfährt Chrome ein Update, welches neben Unterstützung für DX10.1 auch OpenGL3.1 und OpenCL1.0 für GPGPU-Funktionen bietet. Für Spiele sind diese Grafikeinheiten aber weiterhin nicht zu empfehlen, die Geschwindigkeit liegt weiterhin unter der von vergleichbaren ATI- oder nVidia-Chipsätzen. Eine Videoengine für die Beschleunigung von BluRay-Filmen ist endlich auch an Bord. Ansonsten herrscht allerdings technologischer Stillstand, PCIe 2.0 wird nicht unterstützt, ebenso fehlt die Möglichkeit einen PCIe16x-Steckplatz auf entsprechenden Mainboards zu integrieren. Leider mangelt es den Nano-CPUs immer noch an Rechenleistung, so dass bei vergleichbarem Takt nicht einmal ansatzweise die Leistung eines Intel Atom erreicht wird - und das bei einem höheren Preis. Da wird wohl auch ein neuer Chipsatz nicht helfen, selbst wenn Intel beharrlich weiterhin seinen noch unmoderneren 945-Chipsatz zusammen mit dem Atom anbietet. 

Festplattenmangel könnte für steigende Preise sorgen

Wie digitimes berichtet, befürchten taiwanische PC-Hersteller einen Engpass bei 3,5" Festplatten, wie sie bevorzugt bei Desktopcomputern genutzt werden. Viele Festplattenhersteller hätten ihre Produktion durch den Boom bei Net- und Notebooks auf den Bereich der 2,5"-HDDs verlagert und dabei den Markt für 3,5"-Festplatten aus dem Blick verloren. Da nun aber nicht nur interne sondern auch externe 3,5"-Speichermedien weiterhin beliebt sind und auch hier die Absatzzahlen ansteigen, wird bis zum Ende des ersten Quartals 2010 mit einem Engpass und damit verbundenen steigenden Preisen gerechnet. Leider lässt sich die Festplattenproduktion auf die Schnelle nicht umstellen, wer also mehr Speicherplatz benötigt und nicht gleich auf eine moderne SSD umsteigen mag, sollte eventuell seinen Weihnachtswunschzettel schnell umschreiben.

ATI Radeon HD4860 - Karten die die Welt nicht braucht..

..und glücklicherweise wohl auch nicht bekommt, von Asien einmal abgesehen. Wir erinnern uns: vor einiger Zeit feierte ATI mit den beiden Modellen HD4850 und HD4870 große Erfolge. Mittlerweile allerdings erwartet man als Grafikkartenkäufer moderne 40nm-Fertigungen und bei Neuvorstellungen von ATI wohl auch DX11-Support. Diese Hoffnungen werden nicht erfüllt. Die HD4860 basiert auf dem RV790-Chip, ist in 55nm gefertigt und unterstützt nur DX10.1. Als Speicher kommt hier mit 256 Bit Bandbreite angebundener GDDR5 bei 3000 MHz zum Einsatz, die GPU nutzt 800 Streamprozessoren, welche allerdings nur mit 700MHz getaktet sind. Damit platziert sich die neue Karte exakt zwischen die HD4850 und HD4870, was zumindest die Namensgebung rechtfertigt. In Asien ist diese Karte zu umgerechnet 70-80 Euro bereits erhältlich, ob wir in Europa entsprechende Modelle bei den Händlern finden werden ist fraglich.

Noch mehr ATI - jetzt mit DX11-News

Wie bereits bekannt ist, wird im ersten Quartal des kommenden Jahres ATIs HD5000-Serie nach unten hin vervollständigt. Wurden Anfangs nur die Luxusmodelle HD5870 und HD5850 angeboten, folgten mit einigem Abstand die Performance-Karten HD5770 und HD5750. Von einer schwächeren HD5670 wurde vor einigen Tagen unter anderem bei GamersGlobal bereits berichtet, diese Karte ist aber noch nicht verfügbar. Mittlerweile lohnt es sich tatsächlich, regelmäßig Präsentationen von Hewlett-Packard anzuschauen. Dort sieht man aktuell mit schöner Regelmäßigkeit bislang unbekannte Grafikkarten, so auch jetzt. Die HD5350 soll über 1024MB Grafikspeicher verfügen, welcher wahrscheinlich mit 64 Bit Bandbreite angebunden sein wird und wohl nicht aus teurem GDDR5 besteht. Für den Anschluss von Monitoren sollen DVI, HDMI und VGA zur Verfügung stellen, allerdings werden die drei Ports voraussichtlich nicht gleichzeitig genutzt werden können. Erst die HD5570 soll auch über einen Displayport-Stecker verfügen und könnte so zumindest theoretisch drei Bildschirme gleichzeitig ansteuern. Weiterhin wird die HD5570 wohl über höhere Taktraten und wahlweise 1024 oder 2048 MB VRAM verfügen. Letztere Speicherbestückung ist wohl eher dem OEM-Markt geschuldet, wo große Zahlen immer noch arglose Kunden über mangelhafte Leistungen täuschen. Da die beiden Karten auf deutlich weniger Funktionseinheiten basieren werden, als die großen Modelle der Serie, wird der Energiebedarf sich erfahrungsgemäß stark in Grenzen halten, passive Modelle und Karten im Low-Profile-Format sind so also absehbar.

nVidia bringt Boardpartner in Schwierigkeiten

Aktuelle Erkenntnisse zu nVidias DX11-Chip "Fermi" haben wir heute schon in einer gesonderten News behandelt, um den Roundup im Umfang nicht zu sprengen. Aber die Verschiebung der neuen Grafikkartenserie in Verbindung mit einem massiven Mangel an DX10-Chips sorgt offenbar für Probleme bei nVidias Fertigungspartnern. Besonders nVidia-treuen Partnern, die ausschließlich Geforce-Grafikkarten fertigen setzt der aktuelle Mangel an schnellen DX10-GPUs arg zu. Modelle wie die GTX260, GTX275 und GTX280 sind von nVidia als "EOL", also "End of Lifetime" gekennzeichnet, neue Fertigungsorder werden nicht mehr berücksichtigt. nVidia konzentriert sich aktuell auf die neuen Geforce-Modelle G210, GT220 und GT240, welche aber weder sonderlich leistungsstark noch profitabel für die Grafikkartenproduzenten sind. nVidia beteuert laut Fudzilla zwar, die Boardpartner wären durch eigene Fehlkalkulationen gefährdet und nicht durch fehlende GPU-Lieferungen - letztlich kann aber wohl kein Hersteller lange ohne Nachschub überleben.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 13. Dezember 2009 - 20:57 #

nVidia geht ja nicht gerade freundlich mit seinen Kunden um. Liest sich jedenfals so als wollten die sagen, "Heute ist sich Jeder selbst der Nächste, stören sie uns nicht beim Abseilen!"

Knight 13 Koop-Gamer - 1307 - 15. Dezember 2009 - 17:52 #

Möchte mal explizit ein Lob anbringen, deine Hardwarenews lesen sich wirklich immer wieder Klasse!

Ich möchte dabei aber noch anmerken, dass IBM immer noch Prozessoren für die eigenen Server-Reihen (bis auf System x) entwickelt und verbaut.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 15. Dezember 2009 - 21:42 #

Ok, mit IBM hast du natürlich recht. Und auch in den aktuellen Konsolen finden sich PowerPCs. Die sind halt nur im 0815-Consumerbereich derart irrelevant, dass ich sie glatt durchs Raster habe rutschen lassen ;) . Ansonsten : danke schön :) ..

Knight 13 Koop-Gamer - 1307 - 16. Dezember 2009 - 10:20 #

Oh, vergiss aber nicht die ganzen Waschmaschinen dieser Welt ;)

Ansonsten stimmt´s aber, dass natürlich der Business-Bereich weniger von Belange sein sollte. Hier gehts ja um Consumer-PC Bereich womit die Leser hier auch was anfangen können, da wird man sicherlich nicht einen proprietären, auf hypervisor- Ebene virtualisierbaren Power Systems Tower mit Quad Core Sockel à 4,7GHz Taktung, mit 10Gb Ethernet Karte und externem Fibre Channel Storage über eine hauseigene SAN Leitung legen hrhrhr ^^

Ich les das deshalb gerne weil ich mich im Umkehrschluss mit PCs so eher gar nicht auskenne o_0

Also Kudos - und weiter so!

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