MIT-Projekt "BiDi": Bewegungssensitive Monitore

Bild von Gadeiros
Gadeiros 3062 EXP - 15 Kenner,R8,S3
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenFleißposter: Hat 200 EXP mit Forumsposts verdientKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenTop-News-Schreiber: Hat mindestens 5 Top-News geschriebenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner SammlungProfiler: Hat sein Profil komplett ausgefüllt

11. Dezember 2009 - 21:05 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Mit dem BiDi stellt das Massachusetts Institute of Technology (kurz MIT) möglichweise ein Eingabegerät der Zukunft vor. Die Abkürzung BiDi steht für "Bidirektional" und beschreibt eine Abwandlung von berührungsempfindlichen zu bewegungsempfindlichen Bildschirmen. Eine lichtempfindliche Schicht wird in einem kleinen Abstand vor dem eigentlichen Bildschirm fixiert und ist damit offenbar in der Lage, Objekte in bis zu 50 cm Entfernung zu orten.

Ein Versuchsaufbau dieser Technologie scheint bis auf eine leichte Verzögerung und kleinere Ungenauigkeiten bereits relativ gut zu funktionieren. Auf der Homepage findet ihr insgesamt fünf Videos, die wirklich empfehlenswert sind. Das erste erklärt das grundsätzliche Prinzip.

In dem ersten Beispiel seht ihr eine Objektauswahl durch Berührung und die anschließende Manipulation des Objekts mittels Bewegungen. Dies kommt der Anwendung von Multitouchscreens nahe, verwendet aber im Gegensatz dazu keine Gesten zur Auslösung von Funktionen wie Objektvergrößerung, sondern eher intuitive Bewegungen der Hand.

Die zweite Demonstration nutzt nur die Bewegung der Hand im Raum, um einen Avatar herumwandern zu lassen. Dies wäre wie eine Steuerung ähnlich dem gängigen Laufen mit den 'WASD'-Tasten kombiniert mit dem Freelook einer Maus. Beides jedoch nur mit einer Hand.

Das dritte Anwendungsbeispiel zeigt, wie eine Lichtquelle vom Bildschirm erkannt und deren Schein auf dem Bild simuliert wird. Eine Taschenlampe beleuchtet hierbei computergenerierte Bilder. Außerdem zeigt euch noch ein viertes Video, wie ein virtuelles Blatt Papier manipuliert wird und beim Wegziehen der Hand vom Bildschirm sich in der dritten Dimension drehen lässt.

Obgleich die BiDi-Technologie noch im Versuchsstadium ist, weiß man nie: Schon in wenigen Jahren könnte sie auch für Konsolen- oder PC-Spiele Verwendung finden. Oder bereits nächstes Jahr wieder vergessen sein. Was meint ihr?

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 11. Dezember 2009 - 22:22 #

ist schon verblüffend was die aus einem solchen an sich "einfachen" Sensor durch intelligente Verarbeitung der Daten mit Hilfe einer Menge Systemtheoretischer und Mathematischer Umrechungen rausholen können. Sicher kann man durch aufwendigere Systeme bessere 3D-Eingabegeräte bauen, aber nicht solche kostengünstigen (falls es jemals ein Massenprodukt werden sollte.)

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 12. Dezember 2009 - 10:37 #

Ich liebe den technischen Fortschritt.

Anonymous (unregistriert) 12. Dezember 2009 - 14:39 #

ist doch ziemlich das gleiche wie project natal nur das du keine kamera mehr brauchst.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 12. Dezember 2009 - 15:26 #

nur daß es auf anderer technik fußt und im gegensatz zu natal in der nähe arbeitet während du bei natal bei nur 50 cm abstand garnichts an reaktion bekommen dürftest. man kann wirklich nicht sagen, daß jede bewegungssteuerung wie die andere ist- das würde es viel zu vereinfacht darstellen. es ist eine auf den ersten blick gelungene ergänzung zu touchscreens und auch zu natal und ich hoffe wirklich, daß es das auch mal als steuermedium in ein spiel schafft.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 12. Dezember 2009 - 19:17 #

project natal ist definitv was ganze anderes und auch für einen anderen bereich konzeptiert. dieses system hier soll einen touchscreen ersetzen . für konsolen wo die spieler weiter weg im raum stehen brauchts schon andere und aufwendigere techniken wie bei natal oder bei der wii mit zusätzlichem sensor in der hand.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 12. Dezember 2009 - 20:16 #

eben- das ist eher ein "man sitzt keine 2 meter vorm monitor entfernt"-PC-ding

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 12. Dezember 2009 - 17:55 #

Tolle Sache und auch sehr verblüffend was heute schon alles möglich ist. Nur frage ich mich persönlich immer wieder, ob sowas die "guten alten Controller" wirklich ablösen kann und wie sinnvoll der Einsatz gemacht bzw. unterstützt wird (von Programmen etc.). Ich glaube nicht, dass die alten Controller jemals ersetzt werden, höchstens ergänzt.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit