EA Geschäftsführer: DLC vs Piraterie

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9. Dezember 2009 - 8:27 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Die DLC-Politik von Electronic Arts erläuterte John Riccitiello, der Geschäftsführer von EA, in einem Interview mit Kotaku. Besonders im EA-Spiel Dragon Age: Origins von Bioware kamen Zusatz-Inhalte wie zuvor in kaum einem anderen Spiel zum Einsatz. So führt Riccitiello aus, dass DLCs dem Kampf gegen die Piraterie dienen. Er sehe in Piraterie und in Zweitverkäufen einen Markt und wolle diese Märkte mit DLCs erschließen, denn durch zusätzliche Inhalte würden Piraten zu Käufern.

"Ich glaube zutiefst in die künstlerischen Fähigkeiten der Menschen, die die Spieleindustrie aufgebaut haben. Und wenn ihr von uns stehlt, stehlt ihr auch von denen. [...] Sie können die Datenträger stehlen, nicht aber den DLC."

Wobei man davon ausgehen kann, dass auch Riccitiello sich darüber im Klaren sein muss, dass auch DLCs ein Opfer von Piraterie sein können. Über den Erfolg der Zusatz-Inhalte äußert sich Riccitiello übrigens auch noch:

"Der Konsument" mag die Vorstellung, dass es da noch mehr gibt. [...] Der Konsument will mehr und wenn man ihm mehr gibt oder mehr verkauft scheint das auch sehr gut angenommen zu werden."

Es ist also von einem weiteren Ausbau der DLC-Strategie von EA auszugehen. Nach den auf Spieler- und Testerseite durchaus auch kritischen Reaktionen zu dem "Quest gegen Geld"-Prinzip in Dragon Age sollte sich Electronic Arts allerdings nicht zu sicher sein, dass diese Strategie auch aufgeht.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12448 - 9. Dezember 2009 - 9:40 #

nur blöd das die DLCs paar tage nach release zu haben waren und zu weniger Problemen führten wie die offiziell gekauften....

Ich habe mir Wardens Kepp gekauft zum ersten mal das ich mir überhaupt DLC kaufe und es wird das letzte mal sein hatte nur Probleme das ich auch zum ersten mal auf die "illegale" Varianten der Addons griff weil es mich so aufregte das es nicht funktioniert hat die funktionierten komischerweise..... und das geb ich offen und ehrlich zu

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 9. Dezember 2009 - 9:57 #

Also das er sich da mal nicht verschätzt.. DLC's sind doch keine Methode um Raubkopierer zu Käufern zu machen.
Gerade auf die Weise wie es EA mit Dragon Age gerade betreibt - auf die Weise haben sie es eigentlich eher verdient das ihr Content ignoriert wird, egal von wem.

Lexx 15 Kenner - 3484 - 9. Dezember 2009 - 12:11 #

Zumindest bei Weiterverkäufen der Spiele kann mit DLCs aber noch Geld gemacht werden: Da die meisten DLCs nur digitale Downloads sind, gehe ich jetzt mal davon aus, dass du diese nicht weiter verkaufen kannst. Bleibt also nur das Hauptspiel. Derjenige, der jetzt von dir das Hauptspiel gekauft hat und auch die DLCs will, müsste sich diese jetzt auch wieder digital kaufen, etc. Somit geht dadurch auch noch ein wenig Geld an die Entwickler, obwohl das Spiel selbst nur ein Weiterverkauf gewesen ist.

Grinzerator (unregistriert) 9. Dezember 2009 - 10:21 #

Gut gemacht, Herr Riccitiello. Dank Ihrer DLC-Politik werde ich mir künftig nur noch GotY-Editionen Ihrer Produkte kaufen. Und dabei ist es mir egal, ob ich zwei oder fünf Jahre warten muss, bis eine Version, die sämtlichen DLC einschließt, erscheint. Und sollte das niemals der Fall sein, werde ich Ihre Spiele niemals kaufen. Das gilt im übrigen auch für Spiele anderer Hersteller wie GTA IV oder Resident Evil 5. So einfach kann es sein.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 9. Dezember 2009 - 10:29 #

Wunschvorstellungen sind das.
Und natürlich will man in der Regel mehr. Mehr als man eigentlich braucht, hätte er richtig formulieren sollen. Wenn die Preise eines Spiels nicht angepasst werden, wenn nachträglich DLCs angeboten werden, kann ich mich mit dieser Vorgehensweise allerdings nicht anfreunden. Vor allem wenn offensichtlich ist, dass dem Hauptspiel etwas entnommen und später als "Zusatz" angeboten wird.

Gadeiros 15 Kenner - 3074 - 9. Dezember 2009 - 10:45 #

und es ist alles für die kleinen spieledesigner, die profitieren ja von DLCs- ihr werk wird zwar zerstückelt und in kleinen puzzleteilen mehrmals verkauft und sie sehen davon wahrscheinlich keine bis kaum kohle... aber sie, die kleinen genies, sind natürlich der fokus einer firma, die schon mehr kleine designstudios geschluckt, umbenannt (EA Games- bah!) und dann fallen gelassen hat als man überhaupt zählen kann.. oder eher will.
gott schütze EA, das leuchtende licht am abgrund zur hölle, was die spieleindustrie ist. *wischt sich eine kleine träne der rührung aus dem augenwinkel*
sie können uns das land.. äh, spiele stehlen, nicht aber unsere freiheit.. äh, DLCs!

GingerGraveCat (unregistriert) 9. Dezember 2009 - 11:12 #

Wären die DLC’s umsonst gewesen, würde ich das ja noch als zusätzliche Kopierschutzmaßnahme gelten lassen, auch wenn es für Leute ohne Internet Anschluss blöd ist. Aber da es kostenpflichtige Erweiterungen waren, ist es aus meiner Sicht nur Geldmacherei.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8101 - 9. Dezember 2009 - 19:48 #

Ich habe nichts gegen DLC, und kaufe auch ein wenn ich mich angesprochen fühle. Das Hauptprogramm sollte aber auch ohne dieses *extra* den vollen Spass bringen. Wenn schon zwei Tage später was im DL Bereich liegt, fühl ich mich aber Betrogen. Das Zeug war dann nämlich schon längst vorhanden, machte keine Mehrarbeit und soll mich nur Ärmer, bzw. den Publisher reicher machen. Das heisst dann für mich: Auf jedweden DLC verzichten und Folgeprogramme von der selben Company rücken auf der Shoppinglist in den Keller. Heutzutage gibt es so viele gute Spiele, auf so vielen Plattformen, da tut es nicht weh, wenn man einen seiner "Lieblinge" links liegen läßt.

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