Eröffnet Amazon bald erste Ladengeschäfte? (Upd.)

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Name 0 EXP - Neuling
7. Dezember 2009 - 2:13 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Update:

Laut einem Bericht der britischen Liverpool Daily Post hat ein Amazon-Sprecher die Gerüchte zurückgewiesen. Es gibt keinerlei Pläne über die Eröffnung von Ladengeschäften.

Ursprüngliche Nachricht:

Für viele Leute ist Amazon der Inbegriff des Online-Shoppings: Seit seiner Gründung im Jahr 1994 und dem erfolgreichen Einstieg in den Online-Versand im Juli 1995 -- zunächst nur in den USA, später (ab 1998) auch in Deutschland -- wuchs das Unternehmen mit Sitz in Seattle stetig an und ist heute Online-Marktführer mit dem weltweit größten Angebot an Büchern, CDs und Videos. Gleichzeitig mit der Vergrößerung des Unternehmens änderte sich im Laufe der Jahre allerdings auch das Sortiment -- und wer heute die Webseite von Amazon aufruft, kann längst auch sperrige Gegenstände wie Schränke, Fernseher oder Waschbecken bestellen.

Wie jetzt Times Online berichtet, möchte sich das Unternehmen möglicherweise vom reinen Online-Geschäft verabschieden und plant die Eröffnung erster Läden, die den Kunden die Möglichkeit zur Selbstabholung der Ware bieten. Hierbei soll es sich nicht um Räumlichkeiten handeln, die eine echte Verkaufsfläche bereitstellen; vielmehr sollen alle Käufer nach wie vor online ihre Bestellungen aufgeben, auf Wunsch und bei geeigneten Artikeln diese sodann aber in einem nahe gelegenen Shop abholen und selbstständig nach Hause transportieren können.

Grund hierfür dürfte vor allem das breite Angebot des Branchenriesen sein:

"When Amazon was just selling books and CDs that fitted easily through the letterbox it was fine to be a web-only business, but now it has branched out into everything from children’s bikes to electricals it believes it could boost sales by having stores that offer a collection point for shoppers."

"Als Amazon einst nur Bücher und CDs verkaufte, die problemlos in einen Briefkasten passten, war es ausreichend, ein reiner Online-Händler zu sein. Aber jetzt, da es so ziemlich alles vom Kinderfahrrad bis zu Elektronikartikeln gibt, könnte es die Verkäufe enorm ankurbeln, wenn man den Kunden eine Möglichkeit zur Abholung der Waren bietet."

Bislang ist noch unklar, ob sich Amazon tatsächlich zu einem derartigen Schritt durchringen wird, da das Unternehmen eine offizielle Bestätigung verweigerte. Abwegig erscheint eine solche Expansion allerdings keinesfalls und erste Gespräche mit Immobilienanbietern, so Times Online, sollen bereits stattgefunden haben.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 6. Dezember 2009 - 23:37 #

Wo ist da die Logik? Versand muss ich meist sowieso nicht zahlen. So müßte ich extra die Ware abholen. Und für Amazon hätte es auch nur Nachteile, nämlich deutlich höhere Kosten. Also entweder richtige Ladengeschäfte oder gar keine.

SynTetic (unregistriert) 6. Dezember 2009 - 23:43 #

Der Versandhandel hat ja auch Nachteile: Man muss beispielsweise anwesend sein, wenn das Paket geliefert wird. Und dann gibt es auch noch die Leute, die ein Produkt sofort haben wollen -- und dafür sogar die Fahrt zum Abholen in Kauf nehmen.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 6. Dezember 2009 - 23:47 #

Das Paket kann ich aber auch bei der Post abholen, wenn ich nicht zu hause bin (oder Packstation). Und wie du schreibst, wären auch nur ein Teil der Produkte abholbar.

SynTetic (unregistriert) 6. Dezember 2009 - 23:52 #

Aber wenn ich einen Artikel geschickt bekomme, will ich ja gerade nicht mehr hinter dem Paket hinterherfahren, denn dann könnte ich das Produkt auch gleich im Laden kaufen und abholen.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 6. Dezember 2009 - 23:55 #

Aber wo liegt der Vorteil, etwas bei Amazon zu bestellen und dann irgendwo abzuholen? Dann kann ich den Artikel auch in einem richtigen Laden vor Ort kaufen (bei gleichem Preis).

SynTetic (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 0:01 #

Eben. Das ist in vielen Fällen Mist.

Vielleicht denken die aber auch an Produkte, bei denen der Versand entsprechend teuer wäre (große Schränke usw.) -- da fährt Amazon ggf. günstiger, wenn sich der Kunde das selbst abholt und Amazon vielleicht mit eigenen LKW die Artikel in die Läden fährt.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 7. Dezember 2009 - 0:05 #

Allerdings müssten dann alle Artikel vorrätig sein. Oder sie werden jeweils erst bestellt und dann zur Abholung hinterlegt. ???

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 7. Dezember 2009 - 9:45 #

In der Theorie richtig in der Praxis hab ich schon einiges anderes von der Post erlebt.
Sowohl ein "haben wir doch abgeliefert" und mir dann eine Unterschrift gezeigt, die nicht nur nicht die meine war, sondern sogar meinen Namen falsch geschrieben hatte, als auch ein "das lagert hier nicht, ich frag mal bei der Verteilerstation nach... nein die haben es auch nicht" als ich am nächsten Morgen mit dem Benachrichtigungszettel dahin kam, sind mir beide schon passiert.
Von den reihenweise gar nicht angekommenen Paketen/Päckchen ohne Benachrichtigungszettel oder ähnliches will ich gar nicht erst anfangen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 7. Dezember 2009 - 1:45 #

Da kann man es so machen wie viele Leute: Auf Arbeit schicken lassen. Mache ich auch immer, wenn ich weiß, ich bin nicht zu Hause.

Und ob dann jemand zur Post oder in den Laden fährt, ist dann auch Jacke wie Hose :-).

Anonymous (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 2:51 #

Unsere Firma hat das so genervt, die nehmen jetzt
10 Euro für jede Lieferung, die im Zentraleingang landet,
wo Pakete für die Firma normalerweise abgegeben werden!

Lars (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 8:07 #

Unkulante Firma ;-p. Wie ist es mit Katalogen etc. die mit der normalen Hauspost, aber aufgrund der schwere als Päckchen/Pakete versandt werden? Muss da der Cheffe auch 10 Euro blechen? ;-)

ganga Community-Moderator - P - 15573 - 7. Dezember 2009 - 0:05 #

Sehe da jetzt auf den ersten Blick auch keinerlei Vorteile, sofern ich nicht meine neue Komplettküche bei amazon kaufen will und nie zu hause bin.

SynTetic (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 0:12 #

Für ein Unternehmen lohnt sich ein derartiger Schritt nur, wenn er irgendwie irgendwo Geld einbringt oder Kosten spart. Ich bin sicher, dass sich darüber Gedanken gemacht wurden, vielleicht wird die Idee aber auch schon bald wieder verworfen.

ganga Community-Moderator - P - 15573 - 7. Dezember 2009 - 0:12 #

Das ist mir schon klar, dass sich da irgendjemand bei Gedanken gemacht hat.

Was ich mir vllt noch vorstellen könnte, dass sich sowas in Ballungsgebieten mit großem Einzugsgebiet lohnt, irgendwo so ein Laden im Gewerbegebiet mit großer Lagerfläche und wenig Miete/m².

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 7. Dezember 2009 - 2:56 #

Meine Idee wäre jetzt, Verpackung sparen zu können wenn die Artikel in ner großen Kiste in die Filiale geliefert werden.
Und vielleicht bei Bestsellern wie MW2 direkt ne Palette hinstellen wie in nem normalen Laden, und so wieder Porto und Logistik zu sparen. Eine andere Idee wäre Kundenbindung.

Aber so richtig erschließt sich mir das auch nicht. Ich dachte, jeder will von Filialen nach Online gehen?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73385 - 7. Dezember 2009 - 1:49 #

So ganz verstehe ich den Sinn auch nicht. Ob nun die evtl. "Abholstelle" der Shop oder die Post ist, kommt doch auf's gleiche raus (ich muß von A nach B fahren), wenn man nicht zu Hause ist.

Dann lieber weiterhin (für mich) bequem direkt schicken lassen. Entweder nach Hause (wenn ich weiß ich bin auch da) oder eben in die Firma, wo ich tagsüber ja bin.

Anonymous (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 3:07 #

So verkehrt ist die Idee nicht:

* die Belieferung von zentralen Läden in Ballungsräumen
ist vermutlich in Eigenregie billiger, als stückweise
den Paketdienst zu bezahlen.

* DHL ist für Selbstabholer okay, aber der Rest ...
Was ich da schon so erlebt habe ...

* Bessere Abholzeiten als bei DHL und kostenlose
Rückgabe wären auch nicht zu verachten.
(oder 24h Ausgabeautomaten im nächsten McFit ...)

* Bevorratung von z.B. Top-Ten Artikeln (DVD/Musik/VG),
die man sofort im Laden abholen kann.

* Ab 18-Artikel ohne teures PostIdent.

* Doppelte Verpackung könnte vermutlich entfallen.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 7. Dezember 2009 - 9:06 #

Das sind ein paar gute Gedanken: Gerade die Bevorratung von sehr aktuellen Sachen könnte dazu führen, daß man nach einer halben Stunde nach Kauf schon eine e-mail bekommt: "Kannste abholen!"

Jedenfalls Nachteil sehe ich keinen in dem System: Wer will, kann sich ja nach wie vor alles schicken lassen!

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 7. Dezember 2009 - 9:43 #

Verstehe hier den Gedankengang von Amazon auch nicht so ganz - der Käufer hat ja Zusatzkosten, wenn er abholt statt kostenlos geliefert zu bekommen.

Amazon selbst spart sich zwar den Versand, hat aber wiederum Kosten, die Ware in die Abholzentren zu befördern.
Eigentlich klingt das für beide Seiten nicht besonders lohnenswert..

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 7. Dezember 2009 - 9:50 #

Der Käufer kann aber die Waren zu seinem Zeitplan abholen und ist nicht von der Post abhängig und glaub mir, wenn man oft genug Probleme mit denen hatte, ist man froh über Alternativen.

Außerdem musst du bedenken, Amazon wird vermutlich erstmal mit Läden in Großstädten anfangen. Dann wird das versenden der Sachen in großen Stückzahlen schon wieder günstiger, als jedes einzeln versenden zu müssen, falls sie den Transport dann nicht eh komplett selber übernehmen. Abgesehen davon, da es keine Ladengeschäfte sein sollen, können sie die Standorte direkt als Warenlagerort nutzen, die sie ja brauchen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6525 - 7. Dezember 2009 - 9:50 #

Verstehe den Sinn dahinter auch nicht. Ok, in großen Städten mag sich das lohnen, wobei dort doch auch die Standortkonkurrenz ist - Saturn, Media Markt, etc.pp. Ich brauche keine Amazon-Läden, da ich sehr zufrieden bin mit dem Onlineshop. Ware heute bestellen und spätestens übermorgen Abend kann ich sie an der Packstation abholen. Günstig und schnell mit einem hohen Warenangebot.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8030 - 7. Dezember 2009 - 9:53 #

Ich frag mich wie das in der Realität aussehen soll. So wie die Quelle Shops? Der große Vorteil an Amazon ist doch das Wahnsinns Sortiment und die schnelle Lieferung ( vom Service ganz zu schweigen, der ist auch große Klasse ). Ich kann mir nicht vorstellen das die auf Halde 1000 Artikel lagern, das klingt wie ne Totgeburt.

Menter 04 Talent - 33 - 7. Dezember 2009 - 10:19 #

Na ich schätze mal das, wenn die "Ladengeschäfte" wirklich kommen sollten, wird das Versand und Lokal geschäfft parallel laufen und so wird man wahrscheinlich für den Versand nen tacken mehr zahlen müssen...

Rein logistik mäßig kann schon verstehen, warum Amazon den schritt zum Ladengeschäfft gehen will... Die kosten für die Versand logistik zum Kunden sind enorm, da ist es natürlich um einiges einfacher und vor allen kostengünstiger, Waren vom Zentrallager auf einzellne Verteiler "Geschäffte" zu verteilen.

Mfg Menter

AnanasJonas95 05 Spieler - 40 - 7. Dezember 2009 - 15:25 #

Warum nicht... Vllt. werden die dann so groß wie Kaufhof, Karstadt... abwarten

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8030 - 8. Dezember 2009 - 10:40 #

Zwecks Update / Dementi ... Die Nachricht hat für mich sowieso keinen Sinn ergeben, wunder mich nicht das es eine Ente war.

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