Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 49
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29501 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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6. Dezember 2009 - 14:06 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, trotzdem ruhen die Ingenieure der großen Hardwareproduzenten nicht und sorgen auch in diesen Tagen für einige interessante Vorstellungen und Produktpräsentationen. Ob im kommenden Jahr vielleicht schon das eine oder andere in diesem Roundup besprochene Produkt im Nikolausstiefel liegt? In Anbetracht des letzten Absatzes mag man sagen: hoffentlich nicht. 


Keine Neuigkeit – Aus Geforce GT220 wird GT315
Wie bereits in der vergangenen Woche mit einer News bei Gamersglobal bedacht, ist auf der Internetseite von HP eine Upgrademöglichkeit der hauseigenen Compaq-Rechner aufgetaucht, die bislang nirgends präsentiert wurde. Es handelte sich um die Geforce 310, welche mit etwas Fantasie durchaus der kommenden Fermi-Generation zuzuordnen wäre. Wer nVidias Produktstrategie der vergangenen Jahre aber beobachtet hat, wird nicht überrascht gewesen sein, dass es sich bei der neuen Karte nur um ein umbenanntes Vorgängermodell handelt. Gleiches ist jetzt dem etwas schnelleren Modell der Serie widerfahren – aus der Geforce GT220 wurde in den letzten Tagen stillschweigend die Geforce GT315. Offenbar hält man sich eine GT320 noch für ein anderes Produkt frei, vielleicht ereilt die erst vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellte GT240 ja auch das Umbenennungs-Schicksal. Weiterhin bleibt die Frage offen, welche Strategie nVidia in Bezug auf die 300er-Serie einsetzt. Bisher wurde die Reihe von unten mit preiswerten Officemodellen gefüllt - wird dann im kommenden Jahr die Spitzenklasse in Form einer GTX380 auf Basis des DX11-Designs „Fermi“ folgen und die Serie technologisch teilen? DX10.1 für die Massen und DX11 ausschließlich für den Highend-Bereich wären durchaus denkbar, wenngleich für den Endkunden kaum nachvollziehbar und unübersichtlich. Dass nVidia vor solchen Schritten nicht zurückschreckt, haben die Verantwortlichen dort ja bereits mit der Geforce4 bewiesen. Dort beherrschte die preiswerte Geforce4MX nur DirectX 7 und basierten nur auf einem überarbeiteten Geforce2-Design, während die Topmodelle Geforce4TI bereits auf DirectX 8 zurückgreifen durften. Scheint sich ja bewährt zu haben.
AMD und Intel drängen nVidia aus dem Chipsatzmarkt
Nachdem nVidia von Intel bereits die Lizenz zur Produktion von Chipsätzen für die neuen Core-I-CPUs verweigert wurde, folgt nun auch eine Kampfansage von AMD. Durch den Zukauf von ATI ist AMD seit einiger Zeit auch Hersteller eigener Chipsätze für die hauseigenen Athlon, Phenom und Opteron-CPUs. Ein Markt, den man weiterhin beherrschen möchte. Im Interview mit Digitimes gibt Rick Bergman, Vizechef von AMD, zu verstehen, dass man anstrebt, 100% der Chipsätze für AMD-Plattformen selbst zu produzieren. Noch würden 43% des Marktanteiles an nVidia gehen, da diese aber schon seit geraumer Zeit keine neuen Produkte vorstellen konnten und de facto nur noch wegen der SLI-Fähigkeiten eingesetzt werden, wird sich dieses Verhältnis wohl bald ändern. Und auch im Bereich SLI sind Firmen wie Lucid in Kürze mit dabei – der Hydra-Chipsatz wird SLI, Crossfire und eine Mischform aus nVidia- und ATI-Grafikkarten auch auf Boards ohne nVidia-Chipsatz ermöglichen. Im kommenden Jahr stellt AMD dann auch neue Chipsätze für AM3 vor, welche aber nur eine behutsame Weiterentwicklung der aktuellen 700er-Reihe sein werden. Wirklich beachtenswerte Änderungen werden sich erst im Jahr 2011 ergeben, wenn der neue 6-GBit-SATA-Standard sowie USB3.0 in die Chipsätze Einzug erhalten.
Intel stellt CPU mit 48 Kernen vor
Im beschaulichen Braunschweig wurde ein Many-Core-Prozessor entwickelt, welcher auf insgesamt 48 CPU-Kerne zurückgreifen kann. Der Energiebedarf dieser CPU lag im Test zwischen 31 Watt und 120 Watt, allerdings bei bisher unbekannten Taktraten und auf einem sehr unförmigen Entwicklermainboard. Die Kerne basieren grob auf dem Design des Pentium, welcher sich bei Intel offenbar großer Beliebtheit erfreut. Auch der gerade erst für den Endkundenmarkt eingestellte Larrabee-Grafikbeschleuniger setzte auf ein sehr ähnliches Design. Intel nennt die Neuentwicklung SCC, was für „Single Chip Cloud Computer“ steht. Allerdings soll auch dieses Chipdesign nicht für Endkundenprodukte genutzt werden sondern als Entwicklungsplattform für Multithreading-Software dienen. Ein Bereich, in dem bei vielen Programmierern noch sehr viel Nachholbedarf herrscht und den Intel mit speziell angepassten Compilern etwas ankurbeln möchte und muss. Immerhin haben sich alle großen CPU-Hersteller vom Megahertz-Rennen verabschiedet und arbeiten lieber mit vielen parallel geschalteten Prozessorkernen um die Leistung zu steigern. Leider nutzen viele Programme die zusätzliche Rechenleistung noch nicht effizient genug aus, wie man auch im Spielemarkt sehr gut beobachten kann.
Zum Abschluss – positive News für nVidia
Nachdem nVidia nicht nur in diesem Roundup viele Prügel einstecken musste und es sich mit seltsamen Namensgebungen auch bei eingefleischten Fans so langsam verscherzt, möchten wir diesen Roundup mit einer für nVidia erfreulichen Meldung beenden. Nachdem sich der neu entwickelte GT240-Grafikbeschleuniger bei Spielern aufgrund eher unterdurchschnittlicher Leistung bei überdurchschnittlichen Preisen recht geringer Beliebtheit erfreut, dringt die GPU in andere Märkte vor. Das auf Computertechnik unter anderem für Militärtechnik spezialisierte Unternehmen GE Fanuc stellte in der vergangenen Woche das GRA111 benannte Modul für OpenVPX-Computersysteme vor, der mit nVidias GeForce-GT240-Grafikchip bestückt ist. Diesem zur Seite stehen 1GB DDR3-RAM und ein Core2Duo-Prozessor von Intel. Der Grafikchip ist nicht nur für die Bildausgabe zuständig sondern wird primär für GPGPU-Berechnungen genutzt und entlastet so den Prozessor. Offenbar ist die GPU also nicht schnell genug für moderne Actionspiele, für echte Waffensysteme reicht die Leistung aber wohl aus.
Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 6. Dezember 2009 - 17:52 #

Hey, Waffensysteme, auf denen Battlefield läuft, das hat doch was :D ..

Anonymous (unregistriert) 7. Dezember 2009 - 12:00 #

Dieses Umbennen bei nVidia nervt total!

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