Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 48
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29502 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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29. November 2009 - 16:15 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Auch wenn man vielerorts vom heutigen ersten Advent noch nichts spürt, bemerkt man die Vorweihnachtszeit in den Elektronikfachgeschäften mittlerweile schon sehr stark. Wie bereits berichtet, sind dort die Preise für Computerteile recht stark gestiegen, RAM-Speicher erreichte jüngst sogar ein Jahreshoch. Schlechte Zeiten also fürs Auf- und Umrüsten und teure Zeiten für die spontane Investition des Weihnachtsgeldes in Elektronik. Auch bei den Hardwarenews merkt man, dass die Zeit des Verkaufes angebrochen ist, alle interessanten vorweihnachtlichen Produktvorstellungen sind bereits getätigt worden. Neuigkeiten beziehen sich aktuell also eher auf das kommende Jahr und in der Zukunft liegende Technologien. Darauf ein Rentierschnitzel und ein paar überhaupt nicht weihnachtliche News:

Sparkle präsentiert schnelle HTPC-Grafikkarte

Bigtower sind out, Minigehäuse sind in. Ein Trend, den man in der PC-Branche schon seit einiger Zeit spüren kann. Zumindest der Mainstream-Nutzer verlangt entweder nach einem Notebook oder kauft sich seinen neuen Computer im schmalen und wohnzimmertauglichen Gehäuse. Nicht zuletzt auch die holde Weiblichkeit hat hier ein ernstes Wörtchen mitzureden, stimmt der WAF (Woman acceptance factor) nicht, folgt Liebesentzug. HTPC, Home Cinema Personal Computer, sind daher meist kleine und hoffentlich eher leise Computer, welche im heimischen Wohnzimmer den nerdigen Ersatz für die schnöde Konsole darstellen. Leider leiden diese Gehäuse oft unter Platzproblemen, besonders für Erweiterungskarten sind meist nur wenige Zentimeter an Bauhöhe eingeplant, so dass man auf sogenannte Low-Profile-Karten zurückgreifen muss. Findet man Soundkarten noch oft in dieser Baugröße, wird es bei Grafikarten schon schwieriger. Viele HTPCs nutzen daher nur verhältnismäßig schwache Onboardchips oder langsame Einsteigermodelle und der Nutzer des Rechners verzichtet zähneknirschend auf 3D-Leistung und Gaming am großen LCD-TV. 

Sparkle hat aus diesem Grunde eine Geforce GTS250 entwickelt, welche trotz recht beachtlicher 3D-Leistung so weit verkleinert werden konnte, um mit maximal 10cm Bauhöhe auch Low-Profile-tauglich zu sein. Die Karte basiert auf dem in Ehren ergrauten G92-Chip, unterstützt DX10 und wird mit 512 oder 1024 MB GDDR3-RAM angeboten. Da die Abwärme des Chips bei einer so kleinen Karte recht große Probleme bereitet, wurden die Taktraten gesenkt. Eine Referenzkarte taktet mit 738/1836/2200MHz (Chip, Shader, RAM), die Sparkle wurde auf 600MHz für den Chip, 1500MHz für die Shaderdomäne und 1600MHz für den Speicher gedrosselt. Trotzdem benötigt die Karte einen 6pin-PCIe-Stromstecker, welcher in den meisten HTPC-Gehäusen aufgrund eher schwacher Netzteile per beiliegendem Adapter realisiert werden muss. Ein Preis steht für die Karte leider noch nicht fest, in Deutschland wird das Modell wohl dieses Jahr nicht mehr käuflich zu erwerben sein.

Intel erweitert CPU-Palette um den Core i3

Mit nur 32nm breiten Fertigungsstrukturen wird die neue CPU-Serie, Codename "Clarkdale", von Intel gefertigt. Anfang Januar sollen diese CPUs den neuen Athlon II Respekt einflößen. Der CPU-Gigant wird auf Basis des Clarkdale gleich sieben neue Prozessoren vorstellen, die kleinste Version wird der Pentium G6950 sein, welcher mit 2,8GHz taktet, zwei Rechenkerne (ohne Hyperthreading) nutzt und für den Sockel LGA1156 erscheint. Mit nur 87 US-Dollar wird diese CPU den S775-CPUs der E8000er-Reihe entgegengestellt. 
Die neue Core-Bezeichnung wird diesem Prozessor allerdings verwehrt, erst die 123 respektive 143 US-Dollar teuren Core i3 530 sowie der i3 540 dürfen sich mit diesem Namen schmücken. Mit 2,93GHz und 3,06GHz werden diese DualCore-CPUs auch Hyperthreading beherrschen um dem Betriebssystem vier Rechenkerne vorzugaukeln und ihre Recheneinheiten bei einigen Anwendungen effektiver ausnutzen zu können. Die weiteren Neuzugänge stammen aus der Core i5-Reihe und liegen preislich zwischen 176 und 284 US-Dollar. Getaktet werden die neuen Clarkdale i5 mit 3,20Ghz bis 3,46GHz für das Topmodell i5 670. Per Turbomodus können die CPUs ihre Taktraten auf bis zu 3,73GHz anheben. Hyperthreading wird von diesen Prozessoren auch unterstützt.

Alle Clarkdale-CPUs haben eine Besonderheit - sie enthalten einen integrierten Grafikkern. Dieser basiert auf dem Intel GMA4500 und bringt für Office-Tätigkeiten ausreichend, für Spiele aber eher enttäuschende Leistungen. Um die Grafikfähigkeiten nutzen zu können, benötigt man ein spezielles Board, das die Grafiksignale auch herausleiten kann. Welchen Vorteil die Verlagerung einer Onboardgrafik vom Board in das CPU-Package bringen soll, ist noch unbekannt. Nachteile allerdings liegen einige auf der Hand. So ist man beim Kauf der CPU gezwungen eine eventuell nie benötigte Grafikeinheit zu kaufen, weiterhin benötigt der Chip Platz und Energie. AMD arbeitet im Rahmen der "Fusion"-Technik auch an einer Verschmelzung von Grafik und CPU, allerdings soll die Grafik dort direkt auf dem CPU-Die Platz finden, während Intel zwei separate Chips in ein Gehäuse baut.

Erste Leistungstests der kommenden Core i3-CPUs bestätigen den Prozessoren erfreulich hohe Leistungen. So liegt die Performance durchweg über der eines Core 2 Duo E8400 und selbst der Quadcore Q8300 wird sehr oft geschlagen, sogar in Anwendungen, die alle vier Rechenkerne nutzen.

Neues von USB 3.0

Mit 4,8 Gigabit/sek. soll USB 3.0 den Vorgängerstandard USB 2.0 beerben und entsprechende Geräte beschleunigen. Wo zum Beispiel externe Festplatten und USB-Sticks bislang bei 30-35 MB/sek. gebremst wurden, soll USB 3.0 mehr als 300 MB/sek. erreichen. Weiterhin steigt die zulässige Energieaufnahme vom USB-Port von maximal 500 mA auf bis zu 800 mA an, was die bisher übliche Doppelverkabelung von 2,5" Festplatten mittels zweier USB-Stecker überflüssig machen wird. Per Doppelkabel könnte man sogar auf 3,5" Festplatten ohne externe Stromversorgung hoffen.

Der japanische Hersteller Buffalo hat jetzt einen externen Blu-ray-Brenner vorgestellt, der auf USB 3.0 setzt. Dieser setzt erstmal sogar auf 12-fache Brenngeschwindigkeit, was die Erstellung einer 25GB-Blu-ray in nur knapp 11 Minuten ermöglichen würde. Einige für 6-fache Geschwindigkeit zertifizierte Medien von Panasonic sollen die hohe Geschwindigkeit bereits vertragen können. In Japan soll das Gerät bereits im Dezember für umgerechnet ca. 300 Euro auf den Markt kommen, wann der Brenner auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist noch unbekannt. 

  Gigabyte hingegen arbeitet erst einmal an neuen Mainboards für AMDs Sockel AM3, welche von Haus aus USB 3.0 und den neuen SATA-III-Standard  für bis zu 6GBit/sek. unterstützen sollen. Hierbei wird es sich um die Modelle GA-790FXTA-UD5, GA-790XTA-UD4 und GA-770TA-UD3 handeln. Die Topmodelle weisen neben den neuen Schnittstellenstandards auch drei PCIe16x-Steckplätze auf und nutzen den namensgebenden AMD790-Chipsatz. Das kleine Modell GA-770TA-UD3 ist im Mainstreamsektor angesiedelt und unterstützt nur einen PCIe16x-Steckplatz. Für USB 3.0 und SATA III muss Gigabyte noch auf Zusatzchips zurückgreifen, da AMD (ebenso wie Intel) erst für 2011 Chipsätze mit integriertem USB 3.0 und SATA III angekündigt hat.

Apple gewinnt Marktanteile bei Desktop-PCs

Passend zur ersten Meldung dieses Roundups, jetzt eine News über die iMacs von Apple. Es gibt wohl kaum einen Computerhersteller, der einen größeren WAF für seine Geräte aufweist als Apple. Die iMacs sind zwar teuer, dafür aber stylisch, modern, Lebensgefährtinnen-tauglich und mittlerweile auch noch recht flott. Besonders Computerneulinge freuen sich über das anwenderfreundliche MacOS und die noch recht geringe Verbreitung von Schadsoftware. All diese Punkte haben wohl dafür gesorgt, dass der amerikanische Einzelhandel mittlerweile fast 50% seines Desktop-Umsatzes mit Apple-Computern macht.  
Besonders die neuen iMac-Modelle, welche im Oktober vorgestellt wurden, sorgten auch bei ansonsten PC-treuen Anwendern für Aufsehen. Das neue Topmodell setzt zum Beispiel auf ein 27" IPS-Display mit sensationellen 2560x1440 Bildpunkten. Man kann auf diesem Bildschirm also einen Film in Full-HD-Auflösung schauen und hat immer noch viel Platz zum Arbeiten übrig. Nachdem die vorherige Generation den ATI-Grafikkarten etwas untreu wurde, sind die neuen Modelle wieder serienmäßig mit ATIs HD4670 und wahlweise auch ATIs HD4850 erhältlich. Zu jedem neuen iMac gibt es die neue Magic-Maus, welche per Bluetooth nicht nur wie eine normale Maus arbeiten kann sondern auf der Oberfläche ein Sensorpanel ähnlich dem iPhone verbaut hat, welches Mausgesten ermöglicht. 

In Deutschland ist der Marktanteil noch lange nicht so groß wie in Amerika, dennoch ist auch hier ein stetiges Wachstum zu beobachten. Wie steht die Community von GamersGlobal zum Mac und auch zu den neuen Modellen? Krieg oder Liebe? 

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 29. November 2009 - 15:33 #

Danke Fabian :) ..

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 29. November 2009 - 16:09 #

Ich hoffe, nächste Woche kommt mein Mac Mini. Spitzenangebot bei Gravis. Wird mein erster Mac sein.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 29. November 2009 - 20:08 #

Wie teuer war der Mini denn?

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 30. November 2009 - 0:10 #

Normalpreis von 550€. Dazu gratis eine Apple Alu-Tastatur. Über meinen Nachbarn das Edu-Angebot genutzt, da gibt es den iPod Nano 8 GB kostenlos dazu. Und noch einen HP-Drucker für 80€ dazu bestellt, für den es 80€ Cashback gibt. Den nano, die Tastatur und den Drucker werde ich locker für 160€ los, macht 390€ für den Mini. So jedenfalls meine Rechnung ;)

ichus 15 Kenner - 2987 - 29. November 2009 - 16:45 #

Wann wird USB 3.0 denn Standard sein??

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 29. November 2009 - 16:52 #

Intel-Chipsätze werden erst 2011 mit USB 3.0 ausgestattet.

ichus 15 Kenner - 2987 - 29. November 2009 - 17:03 #

Ok, schade!

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 29. November 2009 - 17:29 #

Ich bevorzuge bislang ja gottlob AMD.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 29. November 2009 - 17:33 #

Ich habe eine kleine Korrektur einbauen müssen. Auch AMD plant erst 2011 Chipsätze mit integriertem USB3.0 .. Der 2010 erscheinende AMD850-Chipsatz wird weiterhin nur USB2.0 supporten. Aber auch mit Zusatzchips kann man, wie man sieht, USB3.0 realisieren, man verliert nur die eine oder andere PCIe-Lane.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 29. November 2009 - 16:55 #

Ich möchte ein großes Lob für diese Artikelreihe aussprechen! Übrigens ist das neue Teaserbild echt gelungen.

++Gut! :)

gnal 12 Trollwächter - 1079 - 29. November 2009 - 17:02 #

Eigentlich möchte ich mir ja schon längstens ein neues System zusammenbauen, aber bei diesen neuen Standards in der Pipeline!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323822 - 29. November 2009 - 17:44 #

Darf ich mal das neue Aufmacherbild loben? Sehr schöne Farbgebung jetzt, und den Schriftzug kann man lesen :-)

Carsten 18 Doppel-Voter - 12131 - 30. November 2009 - 12:11 #

Schließe mich an. Das muss dann aber, soweit ich weiß, an Gamaxy gehen. :)

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