Dreamhack-Tagebuch: Tag 2 - Von Schläfern, Jägern und Sammlern

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André Pitz 2976 EXP - 15 Kenner,R8,S3,A8
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29. November 2009 - 23:17 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
GamersGlobal eSport-Experte André Pitz berichtet von der Dreamhack in Schweden und teilt euch seine ganz persönliche Sicht in Tagebuchform mit. Seine Erfahrungen von Tag 1 lassen sich hier nachlesen.
 
Freitag 27.11.2009
 
Wie gestern schon vorhergesehen, wurde es 2 Uhr nachts, bis ich auf meiner dünnen Isomatte aber glücklicherweise im warmen Schlafsack lag. Eine Stunde später als geplant, da der eigentliche Schlafbereich auf dem Gelände nur grob und schon im Halbschlaf geschätzten 500 Spielern Platz bietet. Durch die unfassbaren logistischen Fähigkeiten des durchschnittlichen Dreamhack-Teilnehmers muss die tatsächliche Kapazität der Schafhalle dann jedoch auf 300 Plätze korrigiert werden. Dieser Umstand führte zu einer wahren nächtlichen Pilgerwanderung in Richtung einer zum Schlafsaal umfunktionierten Bowlinghalle, die allerdings etwa einen Kilometer entfernt liegt. Mit dem Equipment auf dem Rücken, Schlafsack und Isomatte in der Hand sowie Schlaf in Augen und Gliedern kann sich die Strecke schon mal hinziehen. Hilft nichts, irgendwie muss man ja zu seinem Schlaf kommen.
 
Gegen die viel zu niedrigen und ungepolsterten Stühle auf der Dreamhack fühlt sich die Isomatte an wie ein Bett aus Wolken. Entsprechend leicht falle ich auch in den Schlaf, der nach den vergangenen beiden Tagen eher einem Koma gleich kommt. Viel weniger angenehm werden ich und einige Hundert andere Spieler mit dem Anschalten des Hallenlichts um 10 Uhr morgens geweckt. Unmut macht sich breit und mehr als eindeutig durch kollektives Stöhnen bemerkbar. Trotzdem raffe ich mich auf und mache mich auf den Weg zurück an meinen Platz.
 
Da die örtlichen Preise für Kaffee selbst einen hartgesottenen Koffeinjunkie wie mich abschrecken, drehe ich zum Ausgleich in der morgendlichen Kälte eine Runde um das Messegelände. Schließlich wollte ich fit sein, wenn Produzent Marcus Nilsson über Battlefield – Bad Company 2 redet. Mit Block und Stift bewaffnet nehme ich vor der aufgebauten Bühne platz. Der junge Nilsson betritt das Parkett und begrüßt die anwesenden Fans. Ob er das wirklich gemacht hat, kann ich leider nur vermuten – die Präsentation wird auf Schwedisch abgehalten. Trotzdem bleibe ich bis zum Ende sitzen, aber auch aus den abgespielten Videos lassen sich keine Neuheiten herauslesen. Zum Abschluss werden noch Keys für die PS3-Beta verteilt, von denen wir sieben hier auf GamersGlobal.de verlosen werden.
 
Der Rest des Tages war geprägt von der Suche nach möglichst billigem Essen. Die Überlegung einen Elch zu schießen wurde wieder verworfen, da auf die Schnelle einfach keiner aufzutreiben war. Somit zog ich mit meinen resignierten Jägerfreunden weiter in den örtlichen Lebensmittel-Discounter. Nach der Rückkehr in die Hallen der Dreamhack ereignete sich nichts mehr, was aufschreibenswert wäre. Zum Ausgleich kann ich nur sagen, dass alles wahr ist, was man über die Schwedinnen sagt.
 
Während ich diese Zeilen tippe, bin ich nicht auf dem Vortrag der Piraten-Partei (ich verstehe Schwedisch noch immer nicht), sondern schaue mir zum Abschluss des Tages die letzten Spiele der Gruppenphase aus dem Counter-Strike-Turnier an. Zum Glück ist mein Platz gleich gegenüber der Bühne der deutschen Kollegen von Gamesports, die alle Matches live kommentieren. Morgen blicke ich für euch auf die Turniere der Publikumsmagneten vor Ort: Quake Live und Counter-Strike.

Bis dahin: Tschüss, bye bye, hejdå und schickt mir Geld oder Essen, damit ich nicht verhungere!

Euer André

 

ichus 15 Kenner - 2987 - 27. November 2009 - 23:09 #

Oha, das Zockerleben ist schon hart!

kami. 11 Forenversteher - 797 - 28. November 2009 - 14:11 #

schoener artikel. ein interview mit einem progamer waere noch schoen.

keimax 04 Talent - 365 - 30. November 2009 - 13:58 #

oder schwedin ;)

ichus 15 Kenner - 2987 - 30. November 2009 - 19:06 #

Wo bleibt Teil 3??

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