Kurztest: Alto's Odyssey – motivierende Sandboard-Rekordjagd

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Christoph Vent 157111 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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2. März 2018 - 0:14 — vor 16 Wochen zuletzt aktualisiert
Drei Jahre ist es her, dass das kanadische Entwicklerteam Snowman mit Alto's Adventure im iOS AppStore und Android PlayStore einen Überraschungshit landete.

Das Spielprinzip war alles andere als neu – im Grunde handelte es sich um einen weiteren Endless Runner: Auf einem Snowboard fuhren wir so weit wie möglich und ohne Sturz einen Hang hinunter und erledigten nebenbei kleine Missionen. Doch wer Alto’s Adventure einmal ausprobierte, war in der Regel schnell überzeugt. Ob Steuerung und allgemeine Spielbarkeit, die zufällig generierten Levels oder der hübsche Grafikstil: Es leistete sich so gut wie keine Mängel.

Mit Alto’s Odyssey hat Snowman nun den offiziellen Nachfolger in den AppStore gebracht. Im Kurztest verraten wir euch, was euch Neues erwartet und ob sich der Kauf auch dieses Mal wieder lohnt.
 
Je mehr Tricks wir ausführen, desto schneller werden wir und desto länger auch unser Schal.
Tausche Schnee gegen Sand
Schon nach wenigen Minuten mit Alto’s Odyssey wird klar: Große Experimente sind die Entwickler nach dem Erstling nicht eingegangen. Die schneebedeckten Berge sind Vergangenheit, stattdessen sausen wir jetzt auf einem Sandboard Dünen in der Wüste hinunter. Die Steuerung, eine der größten Stärken von Alto’s Adventure, blieb unangetastet. Unsere Spielfigur fährt also weiterhin automatisch abwärts, während wir sie dabei ein wenig korrigieren können: Mit einem kurzen Druck aufs Display setzen wir zum Sprung an, bei Gedrückthalten führen wir eine Rückwärtsrolle aus. Durch erfolgreiche Kunststücke bauen wir Tempo auf.

Nach kürzester Zeit ist die Steuerung verinnerlicht. Die Kunst liegt nun vor allem darin, Hindernissen wie Felsen oder Lagerfeuern schnell genug mit einem Sprung auszuweichen sowie Backflips und Grinds aneinanderzureihen, um den Punktemultiplikator in die Höhe zu treiben.
Noch ein wenig müssen wir uns drehen, dann landen wir zum Grind auf dem Seil.
Vom Ballon-Backflip in den Wallgrind
Die erste große Neuerung in Alto’s Odyssey sind die Heißluftballons. Zwischen ihnen befindet sich in aller Regel ein gespanntes Seil, auf dem wir automatisch gleiten. Springen wir hoch genug und landen direkt auf einem Ballon, katapultiert dieser uns wie ein Trampolin abermals in die Höhe, sodass wir gleich zu einem weiteren Rückwärtssalto ansetzen können.

Weitere Abwechslung bieten die befahrbaren Felsen, die wir an einem Pünktchenmuster auf ihrer Oberfläche erkennen. Auch hier reicht das Berühren des Touchpads, und schon setzt unser Sandboard-Held zum Grind an. Mit der richtigen Technik gewinnen wir hier ordentlich an Höhe, um etwa über größere Schluchten zu hüpfen. Unglücklich ist jedoch die Entscheidung, dass wir unseren Finger dafür in die Mitte des Bildschirms legen sollen und dadurch kaum sehen, welches Hindernis als nächstes folgt. Dennoch halten wir die Wallgrinds für ein erfrischendes Spielelement.
An Wänden mit diesem Punktemuster können wir nicht nur entlang-, sondern auch hochgrinden. Der hohe Zoom wurde im Fotomodus hinzugefügt.
Tolles Levelsystem
Motiviert werden wir in Alto’s Odyssey vor allem durch das Missionssystem. Stets werden uns drei Ziele vorgegeben. Am Anfang müssen wir nur wenige hundert Meter zurücklegen, einen doppelten Backflip landen sowie insgesamt drei Schluchten überqueren. Haben wir alle Aufgaben gemeistert, steigen wir um einen Rang auf und erhalten drei neue Ziele. Der Schwierigkeitsgrad wächst sanft, aber stetig. So müssen wir plötzlich Backflips mit Wallgrinds aneinanderketten oder aber die drei Schluchten aus dem vorigen Beispiel in einem einzigen Lauf überspringen.

Bis ihr alle 60 Levels mit ihren 180 Missionen erledigt habt, vergehen mehrere Stunden. Durch das zufällige Leveldesign schwingt jedoch auch hin und wieder etwas Frust mit. Uns etwa ist es passiert, dass wir in einem Lauf zwei Vasen zerstören sollten. Allerdings brauchten wir mehrere Versuche, um überhaupt auch nur mal eine zu Gesicht zu bekommen. Wer es lieber entspannter angeht, startet im Menü lieber gleich den von Anfang an freigeschalteten Zen-Modus, in dem es auch nach einem Sturz weitergeht.

Grafisch bleibt Alto’s Odyssey dem abstrakten Stil des Vorgängers treu, wobei es in Details ordentlich zulegt. Insbesondere Büsche wirken deutlich feiner ausgearbeitet als noch vor drei Jahren. Die hübschen Tag- und Nachtwechsel sind ohnehin eine Augenweide, der unaufdringliche Soundtrack trägt zusätzlich zur positiven Atmosphäre bei. Ärgerlich ist lediglich, dass unsere Spielfigur auf dem iPhone nur sehr klein dargestellt wird und dadurch bei hohem Tempo schwer zu erkennen ist, wie weit wir uns noch für eine perfekte Landung drehen müssen.
Alle zehn Ränge schalten wir einen neuen Charakter mit speziellen Fähigkeiten frei.
Fazit
Mit Neuerungen hält sich Alto’s Odyssey zurück – neben dem Wüstensetting, den Ballons sowie den Wallgrinds handelt es sich nur um Kleinigkeiten. Das jedoch ändert nichts daran, dass wir wie in Alto’s Adventure gleich in einen motivierenden Sog gezogen werden, sobald wir die App starten. Hier noch ein paar Missionen erledigt, dort einen weiteren Charakter mit neuen Fähigkeiten freigeschaltet und gleich mal einen neuen Punkterekord aufs Sandparkett gelegt – und schon ist wieder eine Stunde auf der Couch rum, ohne dass wir es gemerkt hätten.
  • Endless-Runner mit Missionssystem
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger bis Profis geeignet
  • Preis für iPhone/iPad: 5,49 Euro (Android geplant)
  • 206 MB (iOS 10.0 oder höher)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPhone 6S
  • In-App-Käufe: Nein
  • In einem Satz: Dünen runterasen ganz ohne Great-Sand-Dunes-Besuch.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 369159 - 2. März 2018 - 0:14 #

Viel Spaß beim Lesen!

xan 17 Shapeshifter - P - 7443 - 2. März 2018 - 0:23 #

Klingt ja ganz nett, aber 5,5 €. Mh. Außerdem ist es ja bisher iOS-exklusiv.

Ich habe da aber eine Frage: Wie kommt es, dass in letzter Zeit Tests, SDKs etc. meist spät Abends erscheinen? Oder täuscht mich mein Eindruck?

revo 14 Komm-Experte - P - 2102 - 3. März 2018 - 18:47 #

Ersten Teil gespielt?
Es bietet mehr potentiellen Spielspaß kn Stunden als so einige teurere spiele.
Wenn einem denn das Grundprinzip gefällt natürlich.

Flammuss 18 Doppel-Voter - P - 9178 - 2. März 2018 - 0:23 #

Vielen Dank für den Test! Mit einem Test hätte ich gar nicht gerechnet und war am überlegen ob sich der 2. Teil lohnt. Den 1. Teil finde ich super und hab ihn sehr lange gespielt.
Wird gekauft :-)

Wolfen 15 Kenner - P - 2930 - 2. März 2018 - 9:07 #

Hab den Vorgänger überall mal Auftauchen sehen, vielleicht schau ichs mir ja doch mal an.

PraetorCreech 16 Übertalent - P - 4798 - 2. März 2018 - 9:54 #

Habe den Vorgänger mal vor zwei Monaten oder so auf mein Handy gezogen. Lässt mich total kalt. Dass das Spiel aber als Überraschungshit gilt zeigt mir nur wieder, wie wenig ich mit Handyspielen kompatibel bin. Nunja, muss ich halt weiter 3DS, Switch oder sonstwelche tragbaren Konsolen kaufen.

Phoncible 19 Megatalent - - 13032 - 2. März 2018 - 14:57 #

Mich hat der zweite Teil schon wieder richtig in den Bann gezogen. Wie schon der erste Teil ist es für mich eine schöne Art auf dem Heimweg in der Bahn abzuschalten und die schöne, beruhigende Grafik mit dem süchtig-machenden Gameplay zu genießen. Finde allerdings den zweiten Teil durch die neuen Techniken nochmal eine etwas größere Herausforderung als der erste.

misc 12 Trollwächter - P - 780 - 2. März 2018 - 21:59 #

Tests von iOS-Spielen befürworte ich. Bitte zukünftig mehr davon! :-)

skybird 14 Komm-Experte - P - 1835 - 2. März 2018 - 22:34 #

Habe da gleich mal den ersten Teil probiert, aber ein kurzes Video gucken und ich werde wiederbelebt ist mir zu wenig Herausforderung.
Da finde ich Hill Climb Racing wesentlich spannender.

revo 14 Komm-Experte - P - 2102 - 3. März 2018 - 18:46 #

Ein Video gucken und man wird wiederbelebt?
Das habe ich im ersten Teil nie erlebt.
Haben die das geändert?

skybird 14 Komm-Experte - P - 1835 - 4. März 2018 - 18:37 #

anscheinend, zumindest unter Android ist es so
es ist auch kostenlos mit Werbung und In-App-Käufen (hätte aber noch keinen gesehen)
edit: wiederbeleben geht nicht wenn man gestürzt ist, nur z.b. wenn man gegen einen Felsen oder in die Schlucht gefahren ist

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22156 - 5. März 2018 - 10:06 #

Was war denn bei Hill Climb Racing spannend? Die Missionen im Kraftwerk und vor allem Ragnarök haben ein wenig genervt. Aber letzten Endes ließ sich doch 95% mit dem Panzer, später mit dem Monster Truck bewältigen.

skybird 14 Komm-Experte - P - 1835 - 5. März 2018 - 12:25 #

Ich spiele es gerne auf der Jagt danach möglichst weit zu kommen.
Und wenn ich einen Fehler mache ist es halt aus und geht von vorne los. Das finde ich herausfordend und der Streckenrekord ist etwas wert. Dazu kommt das Aufrüstesystem mit dem mein Auto sukzessive besser wird.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22156 - 6. März 2018 - 13:54 #

Nuja. Ich habe mehrere Gefährte bereits maximal ausgebaut und auf einigen Strecken komme ich mit meinem Gefährt auch bei fehlerfreier Fahrt nicht weiter. Bei den erwähnten beiden muss ich mir nur merken, an welcher Stelle die Tode lauern und wie ich zu fahre habe. Vielleicht sollte ich Rainbow noch einmal angehen...

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