Kurztest: Dynasty Warriors 9 – Massenkeilerei mit Open-World-Zusatz

PS4
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Dennis Hilla 52165 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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15. Februar 2018 - 16:46 — vor 12 Wochen zuletzt aktualisiert
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Unsere Rubrik "Kurztest" orientiert sich an unserer beliebten "Check"-Kategorie und verzichtet wie diese auf eine Note, stammt aber von der Redaktion oder einem bezahlten Autor. Die Idee dahinter ist, dass wir mit wenigen Stunden Spiel-Aufwand unsere Eindrücke über Spiele an euch weitergeben, die sonst vielleicht gar nicht vorgestellt würden.

Die Dynasty Warriors-Reihe existiert bereits seit der Playstation-1-Ära und kann dementsprechend auf eine über 20jährige Geschichte zurückblicken. In diesem Zeitraum konnte die Schnetzle-dich-durch-Horden-von-Feinden-Serie viele treue Fans für sich gewinnen. Der neueste Ableger Dynasty Warriors 9 will die klassische Formel durch eine Open World (theoretisch von ganz China) aufpeppen. Wir haben die PS4-Pro-Version des gerade erschienenen Titels mehrere Stunden lang angetestet.

Kämpfen wie früher
Es ist das Zeitalter der drei Königreiche. Der böse Zhang Jiao will mit seinen "Gelben Turbanen" China unterjochen. Wir spielen den (historisch verbürgten) Helden Cao-Cao, der Turbanen und Bösewichtern heimleuchten will. Im Laufe des Spiels schaltet ihr übrigens über 80 Helden frei, die ihr dann beliebig übernehmen dürft.

Am grundlegenden Spielprinzip der Warriors-Reihe ändert der neunte Teil nichts. Wir stürzen uns als mitkämpfender Feldherr in Massenschlachten im Krieg der drei Königreiche. Die meisten Gegner sind einfaches Fußvolk, das wir im Dutzend wegfegen. Mit jeweils einem Schlag, wohlgemerkt. Wohl deswegen attackieren uns die niederen Soldaten in der Regel gar nicht erst, sondern warten fatalistisch darauf, von uns umgehauen zu werden. In jedem Trupp gibt es allerdings höherrangige Gegner, die zwei Lebensbalken haben und tatsächlich zurückschlagen.

Die Waffenauswahl reicht von Schwertern über Kriegshämmer bis hin zu Lanzen und Fernkampfwaffen. Den Löwenanteil eurer Zeit verbringt ihr in Dynasty Warriors 9 aber ganz klar im Nahkampf. Wir attackieren mit leichten und schweren Hieben, zudem stehen die "Auslöseangriffe" zur Verfügung. Diese aktiviert ihr durch Gedrückthalten einer Schultertaste in Kombination mit einer der vier Aktionstasten. Mithilfe der Auslöseangriffe schleudert ihr Feinde in die Luft, betäubt sie oder führt einen herben Schlag nach unten aus. Abgerundet wird das Repertoire unseres Recken durch Spezialangriffe, die je nach gespieltem Held verschiedene Elementar-Effekte haben, sowie Musou getaufte Sonderfähigkeiten. Durch diese könnt ihr direkt eine halbe Garnison vernichten, 15 Gegner sind so schnell vom Bildschirm gefegt. Jedoch könnt ihr die effektiven Attacken eben auch nur auslösen, wenn die entsprechende Leiste gefüllt ist. Dies geht – wie könnte es anders sein – durch das Ausschalten von Gegnern.

Auch in Dynasty Warriors 9 dreht sich alles um Knotenpunkte, die wir auf jeder Map erobern müssen. Und zwar, indem wir Festungen und Basen einnehmen. Was dafür nötig ist, ahnt ihr vermutlich schon: Es gilt, den gegnerischen Truppen lange genug auf die virtuellen Kartoffeln zu hauen. Je mehr Lager wir für uns gewinnen, umso mehr Soldaten kämpfen an unserer Seite und dementsprechend leichteres Spiel haben wir bei der finalen Schlacht der aktuellen Mission.

Zudem leveln wir so unseren Charakter auf, was unbedingt nötig ist, um den jeweiligen Boss auszuschalten. Zwar können wir relativ bald nach Beginn einer Mission in Richtung Obermotz reiten, sehen aber eben auch kein Land gegen ihn. Dieses System verleiht Dynasty Warriors 9 eine gewisse taktische Tiefe.
Dem Kenner fällt es auf: Wir haben einen deutlich niedrigeren Level als der Boss und kriegen dementsprechend die Hucke voll.

Hoch zu Ross
Theoretisch können wir von Beginn an ganz China bereisen. Die zoomende Weltkarte zeigt aktuell zugängliche Missionen sowie feindliche Armeen. Euer Einfluss wird mit blauen Kreisen gezeigt, der feindliche mit roten. Per Schnellreise legt ihr größere Entfernungen zurück, theoretisch kann man wohl aber auch in der 3D-Grafik von jedem Punkt A nach B kommen. Bei Nutzung der Schnellreise (dazu muss das Ziel natürlich freigeschaltet sein) verstreicht Ingame-Zeit. So kann es leicht passieren, dass ihr mitten in der Nacht an eurem Reiseziel ankommt. Wie aus der angeblich aus Satellitenbildern zusammengesetzten Karte die eigentliche 3D-Umgebung wird, wissen wir nicht, wir vermuten eine Art prozedurale Generierung.

Damit wir in der neuen Open World flott voran kommen, können wir jederzeit unser treues Ross herbeirufen. Natürlich ist es auch möglich, von dessen Rücken aus auf unsere Gegner loszugehen, sowie direkt in eine feindliche Armee zu reiten, um so deren Soldaten schon einmal zu schwächen.

Eine Neuigkeit, die die Open World mit sich bringt, ist das Jagen. Wir können Tiger, Bären und Hirsche erlegen, um aus den gewonnenen Rohstoffen neue Tränke, Waffen und Rüstungen zu fertigen. Manche Wildtiere kommen uns wohl auch zur Hilfe, wenn wir es richtig anstellen. Auch warten in der Welt allerhand Schätze und Ressourcen, die wir verkaufen oder weiterverarbeiten können. Über Aussichtstürme (Hallo Ubisoft!) decken wir zudem die Karte immer weiter auf. Ob diese Elemente Dynasty Warriors 9 zu einem Rollenspiel light machen oder eher unnützes Beiwerk sind, konnten wir in der Kürze der Antest-Zeit nicht herausbekommen.

Was wir aber sagen können: Trotz der Darstellung von hunderten Soldaten gleichzeitig und trotz der ehrfurchtgebietend großen Open World ist die Technik enttäuschend. Wir erlebten matschige Texturen, schlecht angepasste deutsche Texte und eine regelmäßige stockende Framerate, sobald die Gegnerdichte sich erhöhte.
Hoch zu Ross geht es in die Schlacht.

Fazit
Dynasty Warriors 9 bietet Serienfreunden zum größten Teil Altgewohntes, nämlich leicht taktische Metzelorgien vor Schlachten-Hintergrund. Die große Neuerung ist die Open World, doch ob die das Spielgefühl wesentlich verändert, wagen wir zu bezweifeln: Letztlich balgt ihr euch um Knotenpunkte auf dem Schlachtfeld und versucht, Bosse zu legen – ob ihr dann auf einer stilisierten Weltkarte die nächste Mission anklickt oder (theoretisch) wirklich dorthin reiten könnt, macht aus unserer Sicht keinen großen Unterschied. Und auch vom Jagen erwarten wir uns keine deutlichen Spielspaß-Impulse. So weit unsere Vermutung, wir haben Dynasty Warriors 9 für diesen Kurztest nur einige Stunden gespielt.

Das Wichtigste ist: Die Massenschlachten funktionieren wie eh und je. Allerdings sei hier explizit erwähnt, dass der Spielablauf auch schnell ermüdend werden kann – stundenlang auf sich wiederholende Feinde einzudreschen gefällt sicherlich nicht jedem. Fans der Serie wissen und schätzen genau diese Spielmechanik, erfreuen sich an immer neuen freigeschalteten Helden, mit denen sie dann beispielsweise Festungstore von innen öffnen oder wilde Reiterattacken anführen.
  • Actionspiel mit Taktik- und RPG-Elementen
  • Einzelspieler
  • Auch für Einsteiger geeignet
  • Preis am 12.2.2018: 69,99 Euro (auch für PC und Xbox One erhältlich)
  • In einem Satz: Tendenziell monotone Massenschlachten mit riesiger Open World.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 15. Februar 2018 - 16:50 #

Viel Spaß bei unserer, nun ja, "neuen" Rubrik :-)

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 12552 - 15. Februar 2018 - 20:51 #

Muss sagen, mir gefällt die "neue" Rubrik :)

Jabberwocky 15 Kenner - 2702 - 15. Februar 2018 - 18:31 #

Ich habe Dynasty Warriors 8 Xtreme Legends und Pirate Warriors 3 gespielt und fand beide unabhängig voneinander zu grindy und abwechslungsarm. Auch die von mir geschätzte One Piece-Lizenz hat daran nichts geändert.
Deswegen habe ich Dragon Quest Heroes nicht gekauft, weil ich guten Grund zu der Annahme habe, dass, wenn der One Piece-Hintergrund das Spielprinzip nicht aufwertet, es Dragon Quest auch nicht tun wird. Hyrule Warriors für Switch werde ich wohl ebenfalls liegen lassen. (Von Fire Emblem Warriors ganz zu schweigen, denn da interessiert mich nicht mal die Lizenz besonders.)

Ganz reizlos waren weder DW noch Pirate Warriors, weil es schon was Episches hat, der BAMF in diesen Massenschlachten zu sein. Aber wenn man das Spielprinzip an sich nicht sehr mag, reicht meiner Meinung nach ein Spiel der Reihe völlig, um das Spielerlebnis mal zu erfahren. (Wenn nur Koei-Spiele auf Steam nicht immer so sündhaft teuer wären.)

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 15. Februar 2018 - 17:22 #

Ok ich hatte etwas deutlich Kürzeres erwartet. Und wehe jemand fast jenes als Beschwerde auf!

Sieht für mich nach einen sinnvollen Format aus.

jguillemont 22 AAA-Gamer - P - 32953 - 15. Februar 2018 - 19:06 #

Finde ich auf, ich war überrascht ob der vielen Informationen! Für mich ein guter Ansatz.

Olphas 24 Trolljäger - - 50263 - 15. Februar 2018 - 17:38 #

Ich mag die Reihe, aber zumindest für den Vollpreis werde ich wohl erstmal nicht zuschlagen. Ich fand die bisherige Missionsstruktur mit den einzelnen Karten für die Schlachten irgendwie sinnvoller und mir kommt es so vor, als wenn es durch die Open World eher noch grindiger wird als sowieso schon. Dabei will ich eigentlich von der Reihe nur vergleichsweise unkomplizierte Massenschlachten. Ich hatte mir auch schon ein paar Videos angeschaut, und was da technisch abgeliefert wird, ist ja auch eher traurig.

Aber danke für den "Kurz"-Eindruck :)

Sciron 20 Gold-Gamer - P - 20150 - 15. Februar 2018 - 17:49 #

Bin jetzt nicht der große Serienfan, aber fand zumindest Teil 7 ne Weile lang ganz launig, auch wenn man da schon komplett mit Content erschlagen wird.

Gestern das Video von Jim Sterling, der durchaus DW-Kenner ist, zum aktuellen Teil gesehen und war dann doch ziemlich abgeschreckt. Die Open World-Packung scheint dem Spiel wohl nicht gut getan zu haben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 15. Februar 2018 - 18:39 #

Das ist, was wir vermuten: Dass die Open World halt nur aufgepropft ist. Ich persönlich werde zudem seit Elder-Scrolls-Arena-Zeiten misstrauisch, wenn die Welt ZU groß zu sein scheint...

Sciron 20 Gold-Gamer - P - 20150 - 15. Februar 2018 - 19:02 #

Arena ist ja nochmal so ein Sonderfall. Bei DW9 scheint man verzweifelt dem Trend hinterherzuhinken, ohne dass es wirklich Sinn machen würde. Mehr Mut zum Hub, sag ich da nur.

rammmses 19 Megatalent - P - 14789 - 15. Februar 2018 - 18:29 #

Warum müssen japanische Spiele eigentlich immer so absurd hässliche Interfaces haben oder liegt das an der Lokalisierung?

Hannes Herrmann 17 Shapeshifter - P - 7106 - 15. Februar 2018 - 19:09 #

Ich mag grad Fire Emblem Warriors, davor möchte ich (ein bisschen weniger) Fate/Extella. Beide Spiele sind zum abschalten Abend auf dem Sofa oder im Zug super.

Da mich die Welt von DW nicht anfixt und auch nicht mobil spielbar ist wird es eher nicht gekauft. Und auf dem PC hab ich ja noch den Senran Kagura Warriors-Klon auf dem MoJ.

Aladan 23 Langzeituser - - 44734 - 15. Februar 2018 - 19:45 #

Für mich leider der schlechteste Teil seit Jahren und mit der sinnlosen Open World völlig egal geworden. Naja bald kommt Hyrule Warriors für die Switch, welches für mich zu den besten Musou überhaupt gehört.

Baumkuchen 16 Übertalent - 4366 - 15. Februar 2018 - 20:01 #

Ich habe es gestern erst zurück geschickt, weil es trotz Vorbestellung einen Tag zu spät gekommen ist. Aber der eigentliche Grund:

Secret of Mana ist heute erschienen (sogar mal pünktlich eingetroffen), das reicht dann auch für eine Woche. Bis ich mich dann auf DW9 konzentriere, gibt es das auch schon 10-20€ günstiger. Außerdem bin ich bei Warriors Titeln seit One Piece Pirate Warriors 1 sehr skeptisch geworden, was Erstlingswerke mit neuen Konzepten angeht. Meist zurecht.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 15. Februar 2018 - 20:43 #

Wenn ich zum Kurztest einen Vorschlag einreichen darf:
benotet den ebenfalls. Wie auch immer.
Es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, darauf zu verzichten.
Gleiches gilt auch für die "Check"-Rubriken.
Für "mich" ist ein Test ohne Note immer eine Enttäuschung. Fühlt sich nicht richtig, sondern unvollständig, und auch etwas wie "gewollt und nicht gekonnt, aber dennoch mit Mitteilungsbedarf" an.

rammmses 19 Megatalent - P - 14789 - 15. Februar 2018 - 21:12 #

Joah, zumindest eine Tendenz-Note in eckigen Klammern oder sowas sollte möglich sein.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 15. Februar 2018 - 21:15 #

Dies wäre vordergründig "klug“ von uns. Viele Testnoten in kurzer Zeit. Juhu! Aber wir können doch nicht so tun, als ob so ein kurzer Test vergleichbar wäre mit unseren normalen. Wir können DW9 nach 2-3 Stunden nicht sicher bewerten. Spielen wir aber deutlich länger, ist der Zweck dieser Rubrik ad absurdum geführt.

Tasmanius 19 Megatalent - - 16230 - 15. Februar 2018 - 21:38 #

Wie wärs mit einem optischen Daumen hoch/runter/Mitte?

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 12552 - 15. Februar 2018 - 21:47 #

Würd dann eher die etablierten Wertungen aus der Vorschau nehmen.

Tasmanius 19 Megatalent - - 16230 - 15. Februar 2018 - 21:53 #

Richtig. Vielleicht aber schon zu konkret.

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 15. Februar 2018 - 22:07 #

Ich sehe den Sinn einer Note zwar auch nicht, aber wenn der Kunde es so will, könnte noch den Punkt Prognose / Einschätzung unten hinzufügen. Ob man es dann frei formuliert oder einen Textbaustein reinsetzt entscheidt besser ihr.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 15. Februar 2018 - 22:19 #

Wenn eine Note keinen Sinn macht, dann braucht auch bei den großen Tests keine Note dabei sein.

Ganz ehrlich: wenn Happy Computer / die frühe Powerplay als auch die ASM unter deutlich kleineren Testberichten Noten klebten, und das ohne Gesichtsverlust oder Entwertung der großen Mehrseitigen Testberichte, warum ist es dann eine gute Idee auf GG auf eine Bewertung freiwillig zu verzichten?

Vorschlag zur Güte:

befragt Passanten, User oder ähnliches. Mag sein, dass ich eine Exotenmeinung vertrete. Ich glaube es aber nicht. Schlimmer noch: ich denke, mit einem Test ohne Note beschädigt ihr ohne Grund oder Not euer Produkt.

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 15. Februar 2018 - 22:41 #

Claus ich denke auch nicht, daß Du da eine Minderheit bist. Ich befürchte eher, daß Du die Mehrheit vertrittst!

Ich halte die Note für das subjektivste und damit für mich verzichtbarste Element der hiesigen Tests. Wichtig ist sie für die redaktionelle Einordung, Leute, die keine Tests lesen wollen, und Trolle.
Deswegen halte ich gerade hier eine Note aber für "gefährlich". Der Redakteur steht dann mit seinem Namen für eine Note, ohne die notwendige Sicherheit für jene zu haben.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 15. Februar 2018 - 23:13 #

Naja, mag sein, dass du Recht hast, wer bin ich zu Richten.

Für mich ist es aber ein Ärgernis, verschwurbelte Schluss-Sätze lesen und interpretieren zu müssen, die mir außer (gefühlten, auch wenn das möglicherweise nicht zutrifft) Allgemeinplätzen keinen guten Anhalt geben, was ich hier eigentlich grade qualitativ vor mir habe.

Ansonsten verweise ich noch mal auf die Happy Computer / Powerplay-Zeiten. Wenn das, was du schreibst, korrekt wäre, dann haben Heinrich Lenhardt & Co. vermutlich Ihren Job nicht so ernst genommen oder haben grundsätzlich mit Angstschweiß auf der Stirn die Redaktionsräume verlassen, hoffend, mit der neusten Ausgabe nicht ihr Gesicht und guten Ruf im Spielejournalismus verloren zu haben.

Erinnerst du dich noch, wie winzig die "Updates" waren, wenn es zu den ohnehin sehr kurzen Test noch einen Nachtest (inkl. Wertung!) zu einer Portierung gab? Und dass selbst unter diesen mickrigen 4-5 Sätzen noch einmal eine neue Note, inkl. Aufteilung nach Grafik & Sound stand? Mich hat das damals nicht gestört. Kein Stück.

Ich will mich sicher nicht streiten, aber für mich sind die Kurztests und Checks nichts. Weil da eben jegliche Verbindlichkeit fehlt. Dann kann man sich (nach meinen Maßstäben) den Test oder Check auch gleich ganz sparen (gefühlt, und natürlich nur mein Point of view).

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 0:27 #

Dabei ist der Konsens so langweilig, wenn man sich vorher nicht ein paar verbale Backpfeifen verpasst hat. ;-)

Ich weiß schon was Du meinst, aber vor gut 25 Jahren war die Lage auch ein bisschen anders. Die Komplexität der Spiele hat sich stark erhöht wie der Anspruch des Fachjournalismus.
Ich weiß nicht, ob man damals alle Spiele so durchgespielt hat bis man sich seiner Wertung sicher sein konnte, aber bei den hiesigen Kurztest geht es ja nicht um die Reduzierung der Textmenge sondern um die Reduzierung der Testzeit. Es ist also letztlich nur ein / e Preview / Angespielt bei dem der Redakteur dieses 30 oder 40 Stunden Spiel vielleicht 4 Stunden gespielt hat.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 16. Februar 2018 - 0:33 #

Und dann gibt es auf der anderen Seite die SDK mit einer Stunde Spieldauer, bei der es eine Daumenwertung gibt.
Aber ich bin schon still.
:)

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 0:39 #

Ob sie es privat weiter spielen würde, Du Schlingel. :-P

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 16. Februar 2018 - 0:57 #

Würde mir doch reichen, spricht doch nichts dagegen, eine eigene Wertungsart zu definieren und zu verwenden.
:)

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 1:11 #

Ja deswegen dachte ich ja an eine ähnliche Lösung wie bei den Previews. Da ist die Note ja ein Textbaustein.
Aber es ist gut, daß Du mich so an die Kirby - Preview erinnert hast. Jene wollte ich mir wegen der Form noch ansehen.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 16. Februar 2018 - 1:18 #

Wunderbar!
:D

Punisher 19 Megatalent - P - 19591 - 16. Februar 2018 - 10:47 #

Letztlich würde doch das hier schon reichen. Nach ein paar Stunden anspielen hat man doch einen subjektiven Eindruck - spielt man es gerne oder nicht.

Also ich fände hier eine "Daumen hoch / runter / mitte"-Einschätzung ganz großartig. Man darf halt nur nicht erwarten, dass das eine objektive Wahrheit ist.

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 12:02 #

Und dann kommt Heinrich und gibt sein "Ja vielleicht" ab. ;-)
Letztlich soll so ja die sowieso schon hohe Schlagzahl erhöht werden und gleichzeitig möcht Jörg seinen Anspruch wahren. Jenes sind nun beides nicht leicht zu vereinbarende Ziele und dann kommt das Leserverständnis hinzu.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 15. Februar 2018 - 22:15 #

Nicht wirklich.

Wer hindert euch denn beispielsweise, für die Kurztests eine eigene Wertungskategorie einzuführen?

Möglichkeiten gibt es doch zuhauf:

- 1-5 Sterne
- wie oben vorgeschlagen Daumen rauf, Daumen mitte, Daumen runter, Goldener Daumen rauf
- Schulnoten (1-6)
Powerplay-Gesichter

Durch die unterschiedliche Bewertungsart wäre sowohl optisch und auch ob des fehlenden Detailkasten eine klare Unterscheidung zum Hight-End Test gegeben.

Ich bleibe dabei: für mich fühlt sich das ohne Wertung entwertet an (nicht das Spiel, sondern eure Arbeit!).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 367598 - 15. Februar 2018 - 23:04 #

Das mag ja sein, aber wer ein Spiel nicht lange genug gespielt hat, sollte es nicht bewerten. Wir sehen uns als Fachjournalisten, nicht als Rateshow-Teilnehmer.

Claus 30 Pro-Gamer - - 175806 - 15. Februar 2018 - 23:29 #

Ok, aber warum bringt ihr dann überhaupt einen Kurztest, wenn ihr euch zu einer Benotung (oder besser: Bewertung) nicht in der Lage seht?

Für mich als Leser ist das nicht sehr viel besser, als wenn ich die Press Release lese. Was natürlich Quatsch ist. Aber so fühle ich mich, wenn ich es lese.

Ich persönlich sehe das mit einer Hopp / Topp Bewertung nicht als Problem, kann und will aber auch um Himmelswillen nicht Profis das eigene Geschäft erklären.

Am Ende ist es für mich aber immer eine Entäuschung, wenn ich das Ende eines Checks erreiche. Und jetzt dann das Ende zukünftiger Kurztests.

C'est la vie, oder c'est la guerre. Ist dann halt mein Problem. Lebbe geht weiter.

Trotzdem: Schade.

Q-Bert 16 Übertalent - 4889 - 16. Februar 2018 - 1:44 #

Eure SDK Wertung (ja/vielleicht/nein) ist nichts anderes als eine ganz persönliche Testnote nach nur 1 Stunde Spielzeit.

Ja sicher, die Fragestellung bei der SDK ist eine etwas andere, denn theoretisch kann man auch ein schlechtes Spiel aus irgendeinem Grunde weiterspielen wollen... Aber das Argument ist akademisch! Für die Zuschauer steht am Ende der SDK eine Testnote mit 3 Stufen.

Daher darf natürlich auch nach 4 Stunden Kurztest eine Note stehen. Nennt es halt "Tendenzwert" oder "Neugierfaktor".

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 10:39 #

Wieso ist das Argument über die SDK rein akademisch? Zumindest für eine kleinstmögliche Minderheit (nämlich mich alleine) ist es weder ein Test noch gibt es eine Testnote. Wenn überhaupt gibt es zwei Aussagen darüber, wie gut die erste Stunde gelungen ist.

Q-Bert 16 Übertalent - 4889 - 16. Februar 2018 - 14:55 #

>>> Zumindest für eine kleinstmögliche Minderheit

Genau das bedeutet es, wenn ein Argument rein "akademisch" ist. Es hat keinen Praxisbezug für die Masse, sondern ist nur für eine kleine, eingeweihte Elite relevant.

Elfant 20 Gold-Gamer - P - 23310 - 16. Februar 2018 - 17:02 #

Interessante Definition. Nur wäre die Frage dann nicht, ob die SDK nicht sowieso in der Spitze des GGs Elfenbeinturm stattfindet, so daß eine weitere Differenzierung nicht sinnvoll wäre?

Q-Bert 16 Übertalent - 4889 - 16. Februar 2018 - 21:10 #

Joa, da magst du durchaus Recht haben. :)

Akademisch ist das Argument, die Antwort auf die Frage "würde ich privat weiterspielen?" sei keine Testnote, aber noch aus einem zweiten Grund. Denn ich behaupte, in der Praxis würde es fast nie eine Rolle spielen, wenn die Frage stattdessen lautete "Gefällt mir das Spiel? (ja/weiß noch nicht/nein)" oder "Wie lautet mein Urteil? (gut/mittel/schlech)". Weil ich natürlich davon ausgehe, dass ein Mensch in seiner Freizeit das spielt, was ihm gefällt bzw. was ihm gut gefällt... (die Debatte über masochistische Züge wäre wiederum rein akademisch).

Wenn nun aber in der Praxis kein relevanter Unterschied besteht zwischen der verzwirbelten Frage "würdest du privat weiterspielen?" und "gefällt dir das Spiel?", während das zweite klar als Wertung erkennbar ist, dann ist das Argument, die erste Fragestellung sei etwas anderes, eben... akademisch.

Dann wäre da natürlich wieder die alte Frage, ob eine subjektive Privatmeinung überhaupt ein Testergebnis sein kann - oder ob nicht jedes Testergebnis letztlich eine subjektive Privatmeinung ist, bei der durch scheinbar objektive Kriterien nur vordergründig subjektive Wertmaßstäbe (Gewichtung, Auswahl) verdeckt werden. Da sind wir ja grundsätzlich anderer Meinung, wie wir hier letztlich festgestellt haben:
http://www.gamersglobal.de/test/the-red-strings-club#comment-2168286

Q-Bert 16 Übertalent - 4889 - 16. Februar 2018 - 1:33 #

My thoughts exactly.

Eine Tendenz-Wertungsskala, am liebsten ohne "Mitte" (mies, mäßig, ordentlich, super), würde den Kurztest aufwerten. Da ist jedem klar, dass es sich hier um eine Tendenzwertung handelt, die noch kurzer Spielzeit entstanden ist.

hex00 16 Übertalent - 5972 - 16. Februar 2018 - 9:05 #

Ich bin hier voll und ganz bei dir Claus. Eine kurze Ersteinschätzung in Form irgendeiner Bewertung fände ich auch gut.

LRod 14 Komm-Experte - - 2431 - 16. Februar 2018 - 9:28 #

Würde ich auch gutfinden und unter die Previews schreibt ihr ja auch eine Note ("Ersteindruck"), dabei werdet ihr da sicher auch keine 20 Stunden reinstecken.

Könnte ja auch hier explizit "Ersteindruck" o.ä. heißen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 8465 - 16. Februar 2018 - 11:48 #

Ich brauche die Wertung nicht. Etwas so komplexes wie ein Spiel und Spielspaß in eine Zahl zu gießen oder sogar noch weniger ist von vorn hinein ein sinnloses Unterfangen.

saxz 14 Komm-Experte - 1927 - 15. Februar 2018 - 21:04 #

Danke dir Dennis für den guten Bericht. Die Länge des Artikels mit den Informationen passt so wirklich gut, bitte weiter so!

Ich möchte außerdem mal an der Stelle anmerken, dass du für die kurze Zeit bei GG imo einen ziemlich guten Job machst. Die Beiträge im MoMoCa finde ich sympathisch und interessant. Auch dein Uncut-Video zu "Kingdom Come - Deliverance" fand ich gar nicht schlecht, vlt. etwas weniger Kommentare hier und da (Cutscenes), ist aber wohl Geschmackssache.
Nichtsdestotrotz: gut gemacht!

Werde mir mal überlegen, ob ich nach kurzer Abo-Abstinenz nicht doch wieder die paar Euro für ein neues Abo rausschlagen kann. Insgesamt gefällt mir der Weg, den ihr hier auf GG aktuell eingeschlagt ziemlich gut. Mehr Content/Videos, knackigere (Kurz-)Tests, dafür mehrere Titel, das klingt vielversprechend. Erhöht hoffentlich auch die Reichweite außerhalb der "Stammbelegschaft". Vlt. könnt ihr ja den Harald auch noch länger irgendwie halten, passt hier auch sehr gut rein.

Eine Anmerkung/Idee noch: ihr solltet auf jeden Fall auf Youtube unter jedem eurer SDK-Videos (Preview oder auch dem monatlich freien) im Infokasten als erstes eine Verlinkung zu dem jeweiligen Artikel hier auf GG machen, damit Nicht-GG-User direkt den Weg zu eurer Webseite finden und insbesondere leichter zur kompletten SDK und der Möglichkeit diese zu kaufen weiter gelangen.

So, das wollte ich mal loswerden. Viel Erfolg noch weiterhin!

timeagent 17 Shapeshifter - P - 7159 - 16. Februar 2018 - 9:22 #

Also generell finde ich diese neue "Rubrik" wirklich gut. Kann gerne beibehalten werden.

Wie einige Leute weiter oben schon angeregt haben, würde ich auch eine anschliesende "Wertung" begrüßen. Jetzt nicht unbedingt eine Zahl wie bei den Tests, sondern eher eine Tendenz wie bei den Previews. Oder meinetwegen auch ein "Würde es der Tester weiterspielen? Ja / Vielleicht / Nein" wie bei der SdK.

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 47636 - 16. Februar 2018 - 11:10 #

Deiner Meinung schliesse ich mich mal mit an.

Tasmanius 19 Megatalent - - 16230 - 16. Februar 2018 - 13:35 #

Ich finde die Idee mit der Frage nach dem Weiterspielen nicht so gut, da das von mehr Faktoren abhängt als der Güte des Spiels. Ich bin nach wie vor für ein objektivierteres Daumen hoch/runter/Mitte.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 23736 - 16. Februar 2018 - 11:42 #

Mir ist es ehrlich gesagt völlig egal, ob am Ende eine Wertung oder eine andere Art von Einschätzung steht. Hauptsache es wird weiterhin in Textform erscheinen...

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 8465 - 16. Februar 2018 - 11:48 #

Word! Sehe ich genauso.

Doktorjoe 13 Koop-Gamer - P - 1311 - 16. Februar 2018 - 12:42 #

Mir gefallen Kurztests, so wird man schnell informiert und kann sich einen Überblick verschaffen. Eine Note ist mir egal, macht es oder macht es nicht.
Ich würde mich freuen, wenn durch die Kurztests Titel abgedeckt werden, die entweder die Reichweite erhöhen oder die einfach dem persönlichen Geschmack des jeweiligen Redakteurs entsprechen. Idealerweise verknüpfen sie beides, aber das wird sicher eine Herausforderung.

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