MW2-Autor über Flughafenszene: "Mussten das Risiko eingehen"

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21. November 2009 - 19:58
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In einem Interview mit der Website Gamepro hat sich Jesse Stern, einer der Autoren von Call of Duty - Modern Warfare 2, über die Entstehung des Spiels und insbesondere über die umstrittene Flughafenmission geäußert. Man habe erreichen wollen, dass der Abschnitt des Spiels für Empörung sorge und verstöre, aber gleichzeitig auch in gewisser Weise "nachvollziehbar" sei. Jeder, der die Szene spielt, wisse sofort, worum es sich dreht. Das Szenario sei einerseits für jeden vorstellbar, andererseits etwas, womit man normalerweise nicht in Berührung komme.

"Die Leute wollen Bescheid wissen. Egal, wie schrecklich etwas ist, sie wollen es wissen. Und es gibt einen Teil von uns, der will  wissen, wie es ist, dabei zu sein. Es sind Menschen, die diese Terrorakte begehen, also will man die Augen davor nicht verschließen. Man möchte es auseinandernehmen und herausfinden, was passiert ist und was, falls es überhaupt etwas gibt, hätte getan werden können, um es zu verhindern. Letzlich war unser Ziel, diese Grässlichkeit so nah wie möglich an den Spieler heranzuholen. Was das für einen Effekt auf den Spieler hat, können wir nicht beeinflussen. Wir hofften, es würde Emotionen auslösen und es scheint, als ob es eine Menge Leute aufgebracht hat, auf interessante Weisen. Manche davon gut, manche schlecht."

Stern sagte, er habe nie für möglich gehalten, dass man durch ein Videospiel so intensive Emotionen aus den Menschen hervorlocken könne. Er hoffe, dass die Spieleentwickler daraus die Lehre ziehen, dass man Dinge ausprobieren müsse:

"Manchmal muss man sich aus dem Fenster lehnen. [Modern Warfare 2] ist zwar ein AAA-Titel und ein Kassenschlager mit diesem Riesenbudget dahinter, dennoch gehen wir große Risiken ein, wann immer wir können, und diese Szene war ein Risiko, das wir eingehen mussten. Manchmal muss man etwas riskieren und es funktioniert, manchmal überhaupt nicht. Aber wenn man nichts riskiert, wird man nichts Neues erschaffen."

Einen Kinofilm zu Modern Warfare könne er sich gut vorstellen, so Stern. Er sei sehr neugierig, das auszuprobieren. Es gebe bereits das Grundmaterial, auf dem man aufbauen könne, was ein großer Vorteil sei, um so ein Filmprojekt zu realisieren.

GamingHorror Game Designer - 968 - 21. November 2009 - 19:31 #

Also ich erinnere mich vergleichbare Szenen auch schon im Kino gesehen zu haben. Warum dann nicht auch ein Computerspiel? Da hat der Autor recht, probieren geht über studieren. Und bei so einem Titel werden Kontroversen, ähnlich wie bei GTA, nur verkaufsfördernd sein.

Anonymous (unregistriert) 21. November 2009 - 23:31 #

Damit vertrittst Du die Künstler-Sicht. Es gibt aber auch eine real-politische und gesellschaftliche Sicht. Denn jetzt hat Dr. Pfeiffer statt pixeliger Counterstrike-Videos großartige HD-Bilder, die er zur Untermalung seiner Thesen heranziehen kann. Da reicht sogar die deutsche Version. Wenn man der Gewaltverherrlichung und Verrohung angeklagt ist, sollte man diese Vorurteile möglichst nicht auch noch gezielt bedienen. In den USA ist die Gewaltdebatte vielleicht nicht so groß wie bei uns, aber ebenfalls vorhanden. Dass die Amerikaner sich wenig um den deutschen Markt scheren, ist hinlänglich bekannt, aber nicht förderlich.

Und was die Künstler-Ansicht angeht: Abgesehen von der Außenperspektive, findet bei Filmen normalerweise bereits parallel eine Verarbeitung und Kommentierung der Szenerie statt. Das erfolgt durch Kameraführung, Schnitt, Dialoge, Beobachtung des Protagonisten, Visualisierung seiner inneren Zerissenheit, etc. pp. In dieser Mission eines Ego-Shooters findet man absolut gar nichts davon. Man sieht ein Gewaltarrangement, und wer richtig tickt, der wird sich vielleicht auch denken "Oh mein Gott, wie furchtbar". Wem das scheiss egal ist, der denkt sich "goil". Bilder sprechen nicht für sich, man muss sie kommentieren. Und die ziemlich emotionslos einleitenden Zeilen "The war rages everywhere. And there will be casualties" sind nicht unbedingt die Zeilen, die man erwartet. Oder "It will cost you a piece of yourself. It will cost you nothing compared to everything you'll save". Die ganze Inszenierung dieser Einleitung erinnert an die Inszenierung von Trailern bei Action-Filmen und ist eher anfeuernd motivierend statt emotional erschütternd. Es ist Effekthascherei und männliches Testosteron-Gehabe, keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Terrorismus. Typisches Yankee-Kino im Stile von Pearl Harbor oder Black Hawk Down und dem Nährwert eines Toastbrotes. Das kann man durchaus kritisieren.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 21. November 2009 - 23:40 #

"Bilder sprechen nicht für sich, man muss sie kommentieren." - und ob, Bilder können sehr wohl eine kritische Note haben, uns auf Missstände hinweisen oder gar mehr transportieren als ellenlange Debatten über Gewalt, Verrohung oder andere aktuelle Themen, die der Generation Internet / Porno zur Last gelegt werden.

Anonymous (unregistriert) 22. November 2009 - 0:04 #

Nackte Bilder sagen lediglich das aus, was der Rezipient reininterpretieren will. In den Bildern einer Stadionhinrichtung in China sehen die meisten Europäer gemäß ihrer Prägung eine menschenverachtende Inszenierung. In China und wahrscheinlich auch einigen Teilen der USA sieht man darin wohl eher eine legitime rechtsstaatliche Maßnahme gegen das Verbrechen und die Korruption. Der Kontext von Modern Warfare ist keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Terrorismus. Es findet keinerlei Seelenlenkung statt, es ist eine platte Aneinanderreihung von Bildern im Hollywood-Stil, mit seelenlosen Abziehbildchen als Charakteren. Von großer Erzählkunst sind wir da immer noch meilenweit entfernt. Der Autor dieser Geschichte taugt vielleicht für einen Vin-Diesel-Streifen, aber garantiert nicht für den Pulitzer-Preis. In einem Vin-Diesel-Streifen schwingt aber Vin Diesel die Waffe, nicht der Zuschauer.

Suzume 14 Komm-Experte - 1935 - 22. November 2009 - 1:00 #

Ich stimme dir in weiten Teilen zu.
Aber Bilder sagen immer etwas aus... auch wenn ich ein Amateurfotograf bin und wild ins Blaue knippse. Es steck etwas Subjektives im Ergebnis. Vielleicht unbewusst... aber immer auch eine Aussage.
Cutscenes bedienen sich des Filmhandwerks - und entweder der Cutscene-Autor versteht es, diese Klaviatur zu spielen, oder er versteht es nicht.
Dass MW2 hier mit plumpen amerikanischen Action-Kompositionen daherkommt, dürfte nicht verwundern und ist zu Recht anklagbar.
Fragwürdig wird es natürlich immer dann, wenn wirklich alles unbewusst passiert - und das ist in einem FPS definitiv der Fall. Niemand führt seine Egoperspektive mit künstlerischen Absichten durchs Level. Instinkt und Reflex steuern hier (abgesehen von vom Design vorgesehenen Vista-Punkten) die Kamera-Einstellung. Von absichtliche Bildkomposition kann keine Rede sein - und damit fehlt der Kommentar.
Und dieses unbewusste, unreflektierte Erzeugen von Bildern ist anklagbar - wenn man solch eine Szene präsentiert, darf man dann die Kamera aus der Hand des Designers und in die Maushand des Spielers geben?
Muss hier nicht - wie von dir gefordert - kommentiert werden?

Ditze 13 Koop-Gamer - 1270 - 21. November 2009 - 20:03 #

Wenn GTA provozieren wollte hätte man die Hot-Coffee Geschichte damals
dringelassen und veröffentlicht. Wobei ich es besser finde wenn man Menschen virtuell macht, als diese zu töten.

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 21. November 2009 - 20:18 #

GTA wurde wegen der HC-Mod aus vielen Supermarkt- und Elektronikketten der USA (ein nicht unwichtiger Absatzmarkt) verbannt. Da ging es letztlich auch wieder ums Geld - Provozieren oder entgangener Gewinn in Millionenhöhe. Da gibt es nur eine Antwort, wenn letztlich Zukunft und Jobs auf dem Spiel stehen - nicht zu vergessen, die angedrohten Strafzahlungen in Millionenhöhe.

Anonymous (unregistriert) 21. November 2009 - 20:18 #

Ich denke eher hier wird versucht, eine schlecht inszenierte szene, wo das menschliche der täter eben nicht zu tage tritt und dadurch eher entfremdend als verstörend wirkt nachträglich mit einem sinn zu versehen.

Was mich allerdings überrascht, für diese szene war ein autor zuständig? muss ja viel arbeit gewesen sein ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12862 - 21. November 2009 - 20:22 #

hab die heute auch gespielt naja viel mir muss ich ehrlichsein nichts mehr ein

aber gut waren wenige minuten danach wars eh vorbei...

Vipery (unregistriert) 21. November 2009 - 20:47 #

Tut mir leid aber was willst du uns sagen?

Vidar 18 Doppel-Voter - 12862 - 21. November 2009 - 21:58 #

das ich die szene unnötig und etwas übertrieben finde

Vipery (unregistriert) 21. November 2009 - 22:06 #

Ok danke.

hidden 16 Übertalent - 5218 - 21. November 2009 - 20:37 #

Über so etwas kann man wunderbar Diskutieren. Nur das Problem ist, dass ein großer Teil der Bevölkerung Deutschland/Europa nicht so viel so etwas anfangen kann.Dadurch wird sich nicht sehr mit dem Spiel befasst und ein als Killerspiel abgestempelt. Dann sagt der Gamer, aber in dem Spiel geht es um mehr usw. und bis vorkurzem konnte man noch sagen ok es sterben nicht absichtlich Zivilisten.

Seit dem neuen MW2 kann man, das nicht mehr und dann geht es wirder los mit den Diskusionen um Killerspiel usw.!

Meiner Meinung nach hätte es nicht sein müssen mir ist, dass aber auch egal nur das Problem ist andere Leute interpretieren dieses Falsch!

CH Guerrilla 11 Forenversteher - 732 - 21. November 2009 - 20:39 #

Einen MW Kinofilm ? Bei Gameverfilungen bin ich Skeptisch, FarCry war der beweiss das ein Shooter nicht Verfilmt werden sollte!

Vipery (unregistriert) 21. November 2009 - 20:46 #

Den hat aber auch Uwe Boll gemacht und von dem kannst du eh nicht viel erwarten.
Solange ein guter Regisseur dahinter steht sieht das nicht einmal so schlecht aus.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 21. November 2009 - 22:49 #

Actionspiele zu verfilmen ist durchaus möglich: 100% gelungen bei Hitman, fast zu 100% gelungen bei Doom. Also warum nicht auch CoD? Das Szenario ist momentan sowieso ein Dauerbrenner, die Istzeit ist so von Krisen erschüttert, dass das von Geschichte, Glaubwürdigkeit und Dramatik realistisch und packend insziniert werden kann. Dass es ständig um Uwe Boll bei Spieleverfilmungen geht, finde ich traurig. Denn aus diesem Schatten sind die Verfilmungen mittlerweile längst getreten.

CH Guerrilla 11 Forenversteher - 732 - 23. November 2009 - 4:42 #

Ich sage ja nicht dass es keine Guten Gameverfilumgen gibt Hitman, Sillent Hill und auch Doom sind sehr Gelungen. Ich hacke ja auch nicht auf Dr.Boll herum, er kommt ja auch immer mehr von den Gameverfilmungen weg (mann muss leider sagen zum Glück).
Hoffen wir das wenn es einen MW-Film gibt es von Serienkennern gemacht wirt, wie bei Silent Hill und Hitman, oder aktuell Prince of Persia das sehr gut aussieht.

Thuril 10 Kommunikator - 445 - 21. November 2009 - 20:43 #

Ein Film im Stil von Black Hawk Down allerdings wäre fantastisch!

AnanasJonas95 05 Spieler - 40 - 21. November 2009 - 21:15 #

Bei GTA (4) kann man Menschenmassen viel härter töten und dann gibt es bei MW2 so ein Skandal, denn es bei GTA nicht gibt...

Ditze 13 Koop-Gamer - 1270 - 22. November 2009 - 11:07 #

Es wird einem aber vom Programm nicht vorgegeben. Außerdem hat GTA 4 noch einen satirischen Anspruch. Es soll ein Amerika zeigen wie wir Europäer es nur aus dem Fernsehen kennen. Bei MW2 werden Massaker veranstaltet um zu zeigen die Bösewichte (Terroristen, Russen usw.) machen alles. Aus diesem Grund dürfen wir auch alles machen. Was kommt als nächstes Folter zum Selbstzweck. Das sind die gleichen Stilmittel die mir auch schon in Serien wie "24" sauer aufstoßen.

AnanasJonas95 05 Spieler - 40 - 21. November 2009 - 21:25 #

Ok... ich muss aber sagen,dass die Flughafenszene schockierend idt ! So hart wie es in keinem Shooter bisher war. Es schockt einen es zu sehen, aber ich sehe keinen Sinn darin diese Szene zu Zensieren. Diese Szene zeigt wie schlimm terroratacken sind. Man kann sich deutlicher ein Bild von sowelchen Situation machen.

fragpad 13 Koop-Gamer - P - 1524 - 21. November 2009 - 22:34 #

Ich finde es einfach nur geschmacklos. Wenn sich ein Spiel so an der Realität orientiert, wie eben COD6, dann ist es kaum verwunderlich wenn die Menschen entsprechend reagieren.
Und bei der Argumentation können wir uns ja schon auf die nächsten COD Teile freuen. Da werden wir dann von der Vergewaltigung über Folter bis zur Massenhinrichtung alles mitmachen, denn "es gibt einen Teil von uns, der will wissen, wie es ist, dabei zu sein" - na dann Prost

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 21. November 2009 - 22:51 #

Die Flughafenszene hat auf jeden Fall für ordentlich Furore gesorgt, aber das wirklich Bemerkenswerte ist, dass die Konsumenten sich darum mittlerweile genauso viele Gedanken machen wie die kritischen Stimmen aus dem Off. Das zeigt, dass die Zocker auch eine Sensibilisierung erlebt haben und nicht mehr alles gutheißen. Früher hätte es bei der öffentlichen Wahrnehmung ganze Wellen an "Ohh, macht mir mein Hobby nicht kaputt"-Unkenrufe gegeben, gut, dass das vorbei ist. :-)

Gamer18 08 Versteher - 223 - 22. November 2009 - 0:05 #

Ich finde es nicht gut das die Mission im Game ist aber es ist nun mal so und man kann es nicht mehr endern!

Gruß

Gamer18

prax 11 Forenversteher - 575 - 22. November 2009 - 4:01 #

Imo: Ist ein Spiel, ist nicht echt und von daher hat sich die Sache für mich erledigt.

Liam 13 Koop-Gamer - 1231 - 22. November 2009 - 6:17 #

Hmm kuriose Ansicht der Authors, denn dann verfehlt die Szene das Ziel meiner Meinung nach. Wenn ich es darstellen will und mich wirklich aus mehr als PR Effekten damit beschäftige, dann sollte ich mich auch wirklich trauen und nicht so halbgar werken.

Man will das Grauen zeigen, dann macht die Szene verfplichtend und nicht überspringbar, zwingt den Spieler wirklich teilzunehmen und nicht einfach nur relativ Anteilsnahmslos nebenher zu laufen und vielleicht mal auf Wachpersonal zu schießen.
Wahlweise, lasst ihn während der Szene in Abwechslung mit seinem Char eines der Opfer spielen, damit er beide Seiten erleben muß.

So haben sie nur einen Schocker eingebaut der alle demonstrativ moralisch ne Runde empört, aber im Spiel außer vielleicht einer gewissen Abscheu, keine wirklichen Grund zur Reflektion über das Geschehene liefert, weil man im Endeffekt sich raushält und doch nur der unbeteiligte Zuschauer ist.

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1615 - 22. November 2009 - 8:15 #

Was für abgrundtiefe Schwachmaten, "Jeder möchte wissen wie sich Tod & Terror" anfühlen, jeder blablalba. Der bis dato größte Fehltritt ever. Einfach nur dumm, wirkt wie pychotisch-neutotisches Gefasel was die Entwickler da schreiben. Wer sowas spielt und auch noch irgendwie verkaufen oder diskutieren will, ist und bleibt für mich der allerletzte Abschaum. Null Toleranz für diejenigen die solche Darstellungen in die Akzeptanz führen wollen. Es ist wiklich ein Gewaltfetischismus der sich hier über die ganze Com, die Foren, die Spieler und die Kommunikation hinzieht.
Ein Amoklauf entsteht nicht unmittelbar aus solchen Spielen,
aber es ist insgesamt eine negativ-Kultur die sich da immer mehr herausbildet. Es ist schlichtweg eine Bejahung von Gewalt in der Gesellschaft und ich bin entschieden gegen Gewalt.

Gadeiros 15 Kenner - 3119 - 22. November 2009 - 9:21 #

sie dachten, sie würden zu tabubrechern, zu innovateuren, sie sahen eine künstlerische mission, das grauen in poetischen bildern.. blablabla.. militärshooter und künstlerisch?
w t f

das problem ist, daß sowas normalerweise in den USA dann das spiel zu einem heldenepos werden lässt und die spielfiguren noch mehr trotz aller gewalt und ungerechtigkeiten zu strahlenden engeln, sendboten des amerikanischen friedens werden lässt. wohl haben sie da im wahrsten sinne des wortes über das ziel 'hinausgeschossen' und die spielebranche an sich dabei in die schulter getroffen.

Ditze 13 Koop-Gamer - 1270 - 22. November 2009 - 11:12 #

Sehe ich ähnlich. Aber ich hätte den Gewaltporno eh nicht gekauft.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12821 - 22. November 2009 - 12:27 #

Schön wie er es umschrieben hat. Nur es ist reine Marketing Sache gewesen.
Dieses Spiel hat sich teilweise nur wegen dieser Szene verkauft, da diese in vielen Werbespots gelaufen ist!
Und zum Stern.
"Aber wenn man nichts riskiert, wird man nichts Neues erschaffen."
Was hat man durch diese Szene denn neues geschaffen? Mehr gewalt in Videospielen? Wen ich mal einen Kommentar der Game One Redaktion hierfür verwenden dürfte:

" Wenn ein Flughafen Massaka in Deutschland in nächster Zeit passiert und beim Täter Call of Duty Modern warfare 2 sogar vielleicht im Regal steht und dies mit dem Massaka in verbindung gebracht wird. Dann können wir auf jedenfall damit rechnen das in Deutschland und in anderen Ländern der WQelt Videospiele gestorben sind."

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12821 - 22. November 2009 - 12:31 #

Geht bitte mal bitte hier drauf:

http://gameone.de/blog/2009/11/call-of-duty-modern-warfare-2-diskussion

Hier wird von der Game One Redaktion das Thema Modern Warfare 2 in einer Diskussion aufgearbeitet. Teile dieser Diskussion nahmen sie dann für ihren Bericht in die Sendung auf.

Drugh 15 Kenner - P - 3118 - 22. November 2009 - 13:01 #

Zwei Kommentare habe ich zu der ganzen Szene:

1) Meine große Sorge ist, dass ein weiterer Jugendlicher mit Zugriff auf Waffen diese Szene immer und immer wieder spielen wird, um sich in Vorbereitung auf seinen Amoklauf seelisch abzustumpfen. Gerade das Nichtwehrenkönnen der Zivilisten auf dem Flughafen, das langsame Gehen und dieses durch automatische Waffen verursachte Allmachtsgefühl ist es, was die Szene bedenklich macht.

2) Zumal es mir lieber gewesen wäre, der eingeschleuste Agent hätte sich gesagt - "Scheiss was aufs große Ganze, ich habe hier und jetzt die Möglichkeit, die Terroristen aufzuhalten". Dann wäre ein spannender level draus geworden - wie viele Terroristen kann er aufhalten, bevor er sich unweigerlich opfert, wie es das Spiel naturgemäß vorsehen müsste. Dieser Ansatz hätte sicherlich viel mehr Akzeptanz gefunden, als die seelenlose Killerorgie, die man in der deutschen Version zum Glück nur passiv erleben kann.

Wurstdakopp 14 Komm-Experte - 1873 - 22. November 2009 - 13:36 #

Habe mir gestern die ersten 5 Minuten dieses "Levels" mal auf youTube angesehen und hab zwei Fragen:

1. Ist dieses Spiel schon indiziert?

Sollte Frage eins mit Nein beantwortet werden, frage ich:

2. Wieso ist dieses Spiel noch nicht indiziert?

Mir wurde echt schlecht, als ich die Szene gesehen habe und ärgere mich um so mehr, dass dieses Spiel eines der am bestverkauften der Welt ist. Da lässt sich auch viel von ableiten, wie manche Menschen ticken. Aber sich für die eigene Armee verpflichten würden sich 99% der Käufer nicht, da das dann ja real wäre und eventuell mit eigenen Repressalien verbunden wäre. Ich finde die Killerspiel Diskussion auch albern, aber wer solche Szenen in ein Computerspiel setzt und es feige hinter dem Deckmantel der der Kunst verstecken will, der sollte sich mal in Therapie begeben.

Anonymous (unregistriert) 22. November 2009 - 15:29 #

Die deutsche Version führt zu einem sofortigen Game Over, wenn man einen unschuldigen Zivilisten trifft. Man kann nur zuschauen und auf das bewaffnete icherheitspersonal schießen. Daher wurde die deutsche VErsion mit USK 18 bewertet. Die internationale Fassung dürfte sehr wahrscheinlich bald auf dem Index landen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11502 - 22. November 2009 - 20:04 #

Solche Aussagen wundern mich schon. Das Level ist so schlecht, langweilig, kein Bezug zur irgendwas und hat mich total kalt gelassen.
Sah überhaupt keinen Sinn darin irgendwie auf Zivilisten zu schießen

hoschi 13 Koop-Gamer - 1485 - 22. November 2009 - 15:54 #

Es geht hier nur um eines und nichts anderes : PUBLICITY !
Und solche Aussagen der Verwantwortlichen wie "Mussten das Risiko eingehen" sind einfach nur lächerlich.

CrEEp3r 10 Kommunikator - 407 - 22. November 2009 - 17:10 #

Sehe ich auch so!

Die ganze Mission diente nur dem Marketing!

Hier eine sehr sehr gute Diskussion über MW2! Sollte sich jeder anschauen!:

http://gameone.de/blog/2009/11/call-of-duty-modern-warfare-2-diskussion

Jf (unregistriert) 22. November 2009 - 16:19 #

Auch wenn viele nicht meiner Meinung sind.Ich spiele seit 1984 ,und war niemals der Meinung das mann Spiele zensieren sollte oder verbieten.Hab eine Menge indizierter Spiele zuhause (nicht schwer als Österreicher),aber das geht mir einfach zu weit.Das letzte Call of Duty hab ich mir noch gekauft ,aber dieses kommt mir nie ins Haus.So etwas hat absolut nichts in einem Spiel verloren.Nicht so wie es programiert wurde.Das mann als Quasi Terrorist rumrennt und Leute tötet.In der Opferrolle wäre es kein Problem.Aber SO nicht für mich.

PS:Das ist MEINE Meinung,und jeder kann darüber denken wie er mag.Wollte nur schreiben was mir durch den Kopf geht.Und ich schliesse mich den Vorschreibern an- das dieses Spiel Verkaufsrekorde bricht macht mich nachdenklich.

Skelly (unregistriert) 22. November 2009 - 21:29 #

Finds unglaublich was dieser Jesse Stern vom Stapel lässt. Absolut lächerlich und unverschämt ist das, sich für sowas auch noch als mutig und innovativ zu bezeichnen.

Wo haben sie denn bitte groß was riskiert? Die wussten doch ganz genau: A Bad News is a good News und fördert so oder so den Hype. Negativ Schlagzeilen sind immer auch Werbung, besonders bei einer jüngeren Zielgruppe. Die wussten ganz genau dass höchstens in Deutschland oder wenigen anderen Ländern eine Indizierung in Frage kame, was aber für IW irrelevante Zahlen wären, im Vergleich zu dem weltweit verursachten Hype der dadurch entstand.

Mit künstlerischem Risiko hat das rein gar nichts zu tun. Eher mit bewusster und skrupelloser PR-Provokation.

Wenn ich bedenke dass einige No Name Designschmieden solch eine Szene jetzt "toppen" müssen um ihr produkt ins Gespräch zu bringen, dann weiss ich nicht wo das Enden soll.

TECC (unregistriert) 22. November 2009 - 22:02 #

Letzendlich schadet es ( zumindest in Deutschland ) den Gamern. International ist es eher Werbung fürs Spiel gewesen.

Was Bits und Bytes alles so anrichten können...

Ich denke die Szene vergisst man sowieso schnell wieder, weil sie rein garnichts zum Spiel beigetragen hat.

In Filmen wird viel viel schlimmeres abgezogen um Schockeffekte zu erzeugen, verstehe deswegen die Aufruhr nicht.

Zur Mission: Unnötig und Sinnlos, ja...

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2356 - 23. November 2009 - 21:25 #

Allein die Tatsache das man über diese "Mission" redet oder beim Spielen drüber nachdenkt ist denke ich eine gute Sache und letztendlich kostenlose PR für das Spiel.

Bei Rollenspielen wie Dragon Age kann man sich auch dazu entscheiden ein ganzes Dorf einer feindlichen Übermacht zu überlassen wo zig "menschen" getötet oder verschleppt werden.

Spiele sollen Spiele bleiben aber auch die Spieler zum Nachdenken anregen.

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