EA: Zu geringer Absatz in Deutschland

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21. November 2009 - 14:48 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Drei Monate nach seiner Äußerung über die USK meldet sich Gerhard Florin erneut zu Wort. EA's Manager für das internationale Geschäft außerhalb Nordamerikas ist unzufrieden damit, wie sich der Absatz der hauseigenen Sportspiele FIFA 2010 und Fussball Manager 2010 entwickelt.

„Deutschland ist so fußballbegeistert wie Großbritannien, trotzdem verkaufen wir dort zweieinhalbmal so viele Fußball-Computerspiele wie in der Bundesrepublik. Großbritannien macht neun Prozent des weltweiten Spielemarkts aus, Deutschland vier. Da Deutschland mehr Einwohner hat, müsste das Land eigentlich einen Marktanteil von zwölf Prozent haben.“

Des Weiteren bemängelt er die wenigen Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland. Im Vergleich zu den USA, Großbritannien, Kanada und Frankreich sei es hierzulande extrem schwierig, gute Spieleentwickler zu finden.

„Die Anforderungen an Spieledesigner und Grafiker sind extrem hoch, da muss eine sehr gute Ausbildung dahinterstehen. Doch solche Ausbildungsmöglichkeiten sind in Deutschland praktisch nicht vorhanden. Deutschland kämpft noch immer mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Videospielen – gerade in der Altersgruppe derer, die entscheiden, welche Ausbildungen angeboten werden.“

Warum werden in Großbritannien mehr als doppelt so viele Sportspiele von EA verkauft? Sind die Briten doch fußballverrückter als wir Deutschen? Oder sehen wir Deutschen es vielleicht nicht ein, jedes Jahr den neuesten Teil der Serie zu kaufen? Und gibt es wirklich kaum Ausbildungsmöglichkeiten, um in die Spielebranche einzusteigen? Schreibt einfach eure Meinung in die Kommentare.

hidden 16 Übertalent - 5218 - 21. November 2009 - 16:33 #

Wenn man eine Ausbildung in diese Richtung machen möchte ist es wirklich nicht so einfach, da muss man EA recht geben!
Das mit den Prozentzahlen usw. naja nicht jedes Fifa ist so gut gewesen wie das Fifa 10! ;)

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2600 - 21. November 2009 - 16:58 #

Der gute Manager hat vllt noch nicht erkannt das wir deutschen Spieler langsam von den Serien-Updates die Schnauze voll haben :) kann ja auch sein das die deutschen Spieler auch in UK bestellt hatten, weils da günstiger ist :D

zeiteisen 11 Forenversteher - 705 - 21. November 2009 - 17:03 #

Weil sich die Deutschen die Spiele aus UK importieren. Ist dieser Gerhard Florin echt so doof oder will er nur meckern weil EA Probleme hat?
Zum Thema Ausbildung hat er allerdings recht. Der Präsident unserer Hochschule verbietet alles was mit Spielen zu tun hat. Fächer wurden umbenannt damit das Wort "Game" verschwindet. In dem Fach wo wir Gamedesign machen heißt es "Multimedia Onlinecontent".
Immerhin traut sich jetzt die HAW Hamburg ein Master für Game Design anzubieten.
Ansonsten führen ein nur Umwege zum Job oder man bezahlt für private Schulen wie der Games Academy.

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 21. November 2009 - 17:33 #

Eben. Deutsche Spieler sind nunmal nicht so dämlich und lassen sich fast das doppelte Geld für Computerspiele im eigenen Land aus der Tasche ziehen. Import heißt das Zauberwort.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 21. November 2009 - 18:13 #

Kann da nur zustimmen: Warum in Deutschland kaufen wenn ich es in England wesentlich günstiger haben könnte?

Ditze 13 Koop-Gamer - 1255 - 21. November 2009 - 19:16 #

Immer sind die Käufer schuld. Erst produziert man Produkte lieblos für teuer Geld und dann will es auch keiner kaufen. Und dann kommen die immer noch mit diesem DLC-Blödsinn. Man hat dann immer das Gefühl nur ein halbes Produkt gekauft zu haben.

Eldest 13 Koop-Gamer - 1718 - 21. November 2009 - 19:33 #

Warum hier so wenig Serienteile verkauft werden? Weil wir der stärkste PC-Markt sind, und da ist FIFA nunmal kacke. Da sollte EA lieber über seine eigene Strategie nachdenken und nicht meckern.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 21. November 2009 - 19:42 #

Das Ganze liegt wohl eher daran, dass Deutschland Casual-Land ist und UK dagegen eher das Land der Core-Gamer. Man muss sich nur die deutschen Charts anschauen.

Der Import wird von vielen überschätzt, denke ich.

Sven 18 Doppel-Voter - 9146 - 21. November 2009 - 20:38 #

Damit hast du sicherlich recht.

Es ist dennoch sehr wichtig zu begreifen, dass die Leute uns langsam, aber bestimmt in einen angebotsseitigen Markt für Videospiele drängen möchten - und die Konsumenten das bisher sogar halbwegs artig mitmachen. Oder anders gesagt: Kauft weiterhin brav bei Steam und Co. ein und vernichtet damit den Gebrauchtmarkt, den Wettbewerb über die Preise und -vor allen Dingen- die Hoheit über die Inhalte, die zur Verfügung stehen - der wird nämlich von den Herstellern bestimmt.

Wie sehr sich die Herrschaften schon wünschen, dass man gefälligst frisst, was man von ihnen vorgesetzt bekommt, sollte das erste Zitat, so denke ich, überdeutlich erkennen lassen, oder?

monokit 14 Komm-Experte - 2157 - 21. November 2009 - 21:47 #

Hammer. Seinen Kunden die Schuld geben, wenn die aufwärmte Soße von vorvorgestern nicht schmeckt.

Und ja Games und Ausbildung geht in D. nicht zusammen, aber statt zu nörgeln sollte der gute Mann mal was dagegen machen. Lobbyarbeit. Die Kohle hat EA dafür.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 21. November 2009 - 22:15 #

Ich kaufe auch keine Sport-Spiele. ;) Wir müssen eben mehr Kinder in Deutschland bekommen. EA, ermuntert doch das Volk zum Vermehren und zur Fruchtbarkeit! Amen. :)

Gadeiros 15 Kenner - 3074 - 22. November 2009 - 8:29 #

weniger mist rausbringen, dann klappts auch mit dem umsatz, liebes EA-team. EA ist top 3, wenn nicht sogar top1 innovationsbösewicht. besonders was ihre serien wie die erwähnten sportspiele angeht. pfui, EA, pfui!

darf man sich eigentlich als branchenoberriese wirklich über schwachen umsatz beschweren?
da muss ich mal im regelwerk nachlesen...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11046 - 22. November 2009 - 11:08 #

EA ist nur noch 2. größter Publisher der Welt.

Activision-Blizzard sind seit der Fusion die stärkste Kraft.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34995 - 23. November 2009 - 14:23 #

Gadeiros schrieb ja nicht, dass EA der größte Spiele-Konzern ist, sondern der größte (oder einer der größten) "Innovationsbösewicht". Allerding ist auch dort Activision der größte Konkurrent.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 22. November 2009 - 11:08 #

Kurze Frage: Was habt ihr Importeure denn für Fifa 10 bezahlt? Ich habe es hier in Deutschland zum Release für 48 € bekommen, was ein absolut fairer Preis ist.
Gab es Fifa 10 in UK etwa für unter 30 €?
So langsam kommt es mir vor, als ob alle Spieler in Deutschland am (Zocker-) Existenzminimum leben.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 22. November 2009 - 21:34 #

Read it: http://www.4players.de/4players.php/kommentar/Spielkultur/1987388/0/index.html

So ganz böse groß und kommerziell war EA in den letzten zwei Jahren gar nicht, es hat nur keiner mitbekommen. Jetzt hat EA dafür die Rechnung zu zahlen, die Mitarbeiter werden reihenweise rausgehauen und alle tun so, als ob es EA verdient hätte. Leicht lächerlich, wir stürzen uns auf Statements von Managern, aber vergessen die Produkte, die es eigentlich zu kommentieren gilt. Manager kommen und gehen... Meisterwerke bleiben bestehen!

monokit 14 Komm-Experte - 2157 - 22. November 2009 - 22:21 #

Also ich hab NFS:Shift, Brütal Legend, Dead Space gekauft in Deutschland, ebenso wie Dragon Age. Also an mir kanns nicht liegen.

Chester 13 Koop-Gamer - P - 1378 - 24. November 2009 - 21:30 #

Gestern in der Witschaft:
Sagt der Malermeister zum Bäckermeister:
"Mensch du, ich find einfach keinen guten Gesellen"
Meint der Bäcker:
"Du bist doch der einzige Maler im Landkreis, wer soll die denn ausbilden,
wenn nicht du?"

Also Herr Florin nich mäckern, machen. So ein Entwickler fällt nicht vom Baum.

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