Süddeutsche Zeitung: Schlechte Recherche über Computerspiele

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14. November 2009 - 12:43 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Erst im Sommer 2005 wurde die Süddeutsche Zeitung von deutschen Journalisten zum „Leitmedium“ unter den gedruckten Informationsblättern gewählt. Auch unter seinen Lesern genießt die als links-liberal eingestufte Zeitung ein hohes Ansehen.
 
Aus diesen Gründen ist es auch umso verwunderlicher, dass die SDZ in ihrer gestrigen Printausgabe das Thema von gewalthaltigen Computer- und Videospielen aufgegriffen hat und dabei mit einer schlechten Recherche und schludrigen Arbeit auffiel. Unter dem Titel „Die Spieleindustrie setzt bei der Gewalt noch eins drauf“ wurde z.B. das neue Fußballspiel FIFA 09 von Electronic Arts mit gewalthaltigen Spielen, die in der Presse und der Politik gerne etikettierend „Killerspiele“ genannt werden, in Verbindung gebracht:
"An diesem Freitag Abend treffen sich Profispieler in der Tonhalle zur Bundesliga, um sich in umstrittenen Spielen wie 'Counterstrike' oder 'FIFA 09' zu messen"
Als Interviewpartner stand auch ein verantwortlicher Mitarbeiter von der Münchner Polizei zur Verfügung, der für das auch häufig in der Kritik stehende GTA 4 die USK-Freigabe ab 16 Jahren beanstandende, obwohl den meisten Spielekundigen bekannt sein dürfte, das GTA IV schon immer mit einer Freigabe ab 18 Jahren ausgestattet war und daher an Minderjährige auch nicht verkauft werden darf.
 

In dem Artikel wurde außerdem das derzeit vollkommen zu Recht aktuelle Thema der Spielesucht in Verbindung mit Onlinerollenspielen aufgegriffen. Allerdings fielen die Verantwortlichen auch hier durch Unwissenheit auf, denn die Behauptung, dass man "um eine spielfähige Figur zu kreieren [...] zwei Wochen" brauche, kann allein durch Verweis auf das Onlinerollenspiels Guild Wars leicht ausgehebelt werden: Fängt man dort in den Erweiterungen Factions oder Nightfall ein Spiel mit einem neuen Charakter an, kann man durchaus innerhalb eines Tages den Level 20 und damit die maximale Ausbaustufe des Charakters im Spiel erreichen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20981 - 14. November 2009 - 12:15 #

da muss ich boris schneider einfach recht geben was er im 10. spieleveteranen podcast gesagt hat:

die heutigen Redakteure schreiben einfach nur ab oder nur blödsinn! Oder man verfälscht es (siehe Aktion Winnenden das mit dem Container!)

ganz ehrlich: den heutigen medien glaub ich erst was wenn ich das selber nachgesucht hab ob das denn auch der wahrheit entspreche!

traurige entwicklung für die medien landschaft deutschland!

ichus 15 Kenner - 2987 - 14. November 2009 - 12:18 #

Call of Duty wird in dem Artikel auch schlecht gemacht:(

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34172 - 14. November 2009 - 12:23 #

Wobei ich die Kritik an der Flughafen-Szene nachvollziehen kann...

ichus 15 Kenner - 2987 - 14. November 2009 - 12:36 #

Da kann ich leider nichts zu sagen, da ich , wahrscheinlich genau wie die Kritiker, das Spiel noch nicht gespielt habe.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34172 - 14. November 2009 - 12:24 #

Ach ja, sollte jemand den vollständigen Artikel haben, den würde bitten sich bei mir zu melden.

Danke

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 14. November 2009 - 13:12 #

Das neue Fußballspiel Fifa 09?

Also schlechte Recherche hin oder her, daran haben wir uns ja gewöhnt, aber das ein Newsbeitrag auf einer "Insider"-Seite solch wenig "Allgemeinwissen" enthält, macht mich fast genauso traurig wie das ewig gleiche Spiel mit dem erhobenen Zeigefinger und den Ankreidungen, die nichts als Hexenjagd bedeutet. Wir sitzen ja schon oft genug auf der Anklagebank, eine Befassung mit den anerkannten Printmedien, die zu diesem Thema ohne Reue Blödsinn, Lügen, Beleidigungen und Respektlosigkeiten auf erwachsene, freie Bürger eines demokratischen Landes ablädt, ist wirklich sinnlos. Lasst sie schreiben, es ist nicht zu ändern. Auch früher gab es Journalisten, die mit ähnlichen Artikeln auf breite Zustimmung trafen, das hat es immer gegeben. Die Studentenbewegungen, die Emanzipation, Homosexuelle und (Contra Kernenergie-) Demonstranten, die sich an Zuggleise ketten ließen, das hat doch nie etwas mit Fairness zu tun gehabt, es ging schon zu oft die mediale Streitaxt umher. Es geht nur um die Zustimmung der breiten Masse, die haben die populistischen Gewaltspielkritiker bzw. Hobbyredakteure dieser Welt damit ganz sicher. Sich darüber aufzuregen hat leider keinen Sinn, es wird sich ja doch nichts ändern.

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 13:18 #

Ich würde das nicht so hoch hängen. Solche Recherchefehler sind ärgerlich und obendrein äußerst unnötig - auch in der SZ-Redaktion dürfte sich der eine oder andere finden, der Counterstrike und FIFA auseinanderhalten kann, den hätte man nochmal kurz drüberlesen lassen können.

Aber der in der im ersten Kommentar angedeutete Vergleich mit den inszenierten Container-Fotos - ein absolutes No-Go für seriösen Journalismus - ist auch nicht fair.

Zumal es sich, soweit sich das aus dem kleinen Foto-Ausriss erschließen lässt nicht gerade um einen Leitartikel, sondern um einen vermutlich eher kleinen Artikel im Lokalteil handeln dürfte.

Wäre für mich hier eher keine Top-News.

Ist auch insgesamt einer sachlichen Debatte - egal zu welchem Thema - in aller eher Regel abträglich, Menschen anderer Meinung, permanent Inkompetenz zu unterstellen, auch wenn man sich dabei hin und wieder auf die Zunge beißen muss. Erst recht bei eher kleineren Verfehlungen wie hier.

bam 15 Kenner - 2757 - 14. November 2009 - 13:30 #

Ohne augiebige Recherche kann man nicht neutral Berichten. Fehlt hier schon das Fundament (einfachstes Basiswissen auf diesem Themengebiet), dann ist es unmöglich weiterführende Zusammenhänge zu begreifen.

Man kann eine Diskussion nicht mit jemanden führen, der vom Thema keine Ahnung hat. Aufgrund dieser schlechten Recherche kann man der SZ jegliche Kompetenz auf diesem Themengebiet absprechen.

Fehler können mal und vereinzelt passieren. Ein oder Mehrere Artikel voller Fehler (oder gar medienwirksame Lügen) dürfen aber einfach nicht sein und genau das muss man kritisieren.

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 13:49 #

Ich werde hier nicht wieder in irgendeine, von einigen potentiell eher mit dem Bauch als mit dem Kopf geführte Debatte einsteigen, deshalb nur ganz kurz die Erwiderung, dass es nun wirklich - sorry - Unsinn ist, der SZ, oder irgend jemandem - als ganzes völlige Inkompetenz zu unterstellen, weil in einem kleinen Artikel Counterstrike und FIFA fälschlich zusammengewürfelt werden.

Andererseits natürlich ein schönes Wochenendthema, das hier für den ein oder extra Extraklick sorgen wird. Insofern viel Spaß noch!

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 14. November 2009 - 15:13 #

Ich finde wenn falsche Fakten (welche in Zeiten des Internets sehr einfach abzugleichen gewesen wären ) im Artikel präsentiert werden kann man zumindest dem für den Artikel zuständigen Redakteur Inkompetenz unterstellen.

bam 15 Kenner - 2757 - 14. November 2009 - 16:25 #

Verantwortlich für jeden noch so kleine Artikel ist nunmal die Zeitung als ganzes. Es werden schlecht recherchierte Artikel durchgewunken, also muss die Redaktionsleitung mitverantwortlich für schlechen Journalismus gemacht werden. Da hier nicht nur ein kleiner Fehler vorhanden ist und ähnliche Fehler in vielen weiteren Artikeln in der Vergangenheit präsent waren, kann man definitiv von Inkompetenz auf diesem Gebiet reden.

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 16:43 #

Klar, wenn man unter Diskussion einen Austausch nach dem Prinzip:

Ich habe recht - Nee, ich - Aber dafür hast du keine Ahnung - Ach, du bist doch doof - Und deine Mutter stinkt usw.

versteht, ist das eine super Idee.

Wenn man ergebnisorientiert über ein Sachthema sprechen möchte, ist es taktisch deutlich schlauer, über offenkundig falsche Nebenaspekte in der gegnerischen Argumentation auch mal hinwegzusehen. Selbst wenn man sich dabei - wie erwähnt - manchmal auf die Zunge beissen muss.

Und nochmal zum Mitschreiben: Anderen Inkompetenz vorzuwerfen, führt nie, nie, nie zur gewünschten Reaktion. Nicht einmal, wenn man 150%ig im Recht ist.

Nur um den Effekt zu verdeutlichen, zum endgültigen Abschluss meinerseits hier noch ein herzliches IHR HABT DOCH ALLE KEINE AHNUNG!

bam 15 Kenner - 2757 - 14. November 2009 - 16:59 #

Gerade eine Diskussion lebt davon eigene Standpunkte zu verdeutlichen und den gegenüber vernünftig zu kritisieren. Man muss in einer Diskussion immer eine gemeinsame Basis finden. Zu einem Thema wie Videospiele gehört es dazu, dass beide Seiten bestens über das Thema informiert sind. Ist eine Partei nicht gut informiert, dann muss man dies bemängeln. Erst wenn die uninformierte Partei das Sachwissen nachholt, kann man mit einer Diskussion fortfahren.

Leider ist dieser Lerneffekt bei vielen nicht eingetreten, da kann man nicht drüber hinwegsehen. Ewig schlechte recherchierte Artikel müssen kritisiert werden, denn so kann es gar nicht zu einer echten Diskussion kommen.

Dein Verhalten zeigt aber ebenso, dass gerade du Diskussionsunwürdig bist. Deine letzten Worte sprechen da wohl für sich.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 14. November 2009 - 17:44 #

100% agree

Vorraussetzung für eine sachliche Diskussion ist nunma das beide Seiten ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 18:04 #

Oh, je. Bitte auch die vorletzten Worte lesen ('Um den Effekt zu verdeutlichen').

Dass es selbst mit dieser mehr als deutlichen Vorbemerkung so gut funktioniert, hätte ich selbst nicht geglaubt.

tobzzzzn 11 Forenversteher - 795 - 14. November 2009 - 18:47 #

Schön, dass du hier durch die Bank nur auf Contra stehst. Es hilft nie, nie, nie, nie, nie argumentative Tiefflieger gegen die berechtigten Zweifel an der Qualität eines Vertreters der Printmedien ins Rennen zu schicken. Es tut mir Leid, aber so langsam sind deine Äußerungen nur noch nervig, stellenweise zeigst du schon selbst auf, wie lächerlich deine Äußerungen sind. Ein Blatt im Wind...

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 19:11 #

Mal ehrlich Leute, was meint ihr eigentlich aus meinen Posts herauszulesen?

- Ich habe nicht behauptet, der Artikel wäre korrekt.
- Ich habe auch klipp und klar gesagt, dass derartige Recherchefehler unglücklich sind
- Mein Hauptanliegen wäre klar zu machen, dass das Unterstellen von Inkompetenz nicht weiterführt.
- Dass das so ist, zeigen die extrem negativen Reaktionen auf das kleine Experiment weiter oben recht schön. und das, obwohl durch die Vorbemerkung nun wirklich mehr als klar war, dass ich niemanden inkompetent nenne
- Was auch ziemlich idiotisch wäre, wenn ich vorher gerade ausführe, dass das in aller Regel kontraproduktiv ist
- ich habe im Gegensatz zu dir auch niemanden als argumentativen Tiefflieger, nervig oder Ähnliches bezeichnet, und verbitte mir von daher entsprechend jegliches persönlich werden, das ist nämlich genau das oben beschriebene Schema, bei dem man innerhalb von 3-4 Schritten zu persönlichen Beleidigungen kommt.
- Geh mich argumentativ gerne hart an, wenn du anderer Menung bist. Aber nicht auf persönlicher Ebene.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 14. November 2009 - 20:17 #

Ich versteh immer noch nicht worauf du hinaus willst.

Es handelt sich ja nicht einmal wirklich um die Unterstellung von Inkompetenz sondern viel mehr hat der Autor ( und mit ihm die dazugehörige Redaktionsleitung) des Artikels bewiesen dass sie nicht in der Lage sind einen sachlich korrekten Artikel über das Thema zu schreiben.
Da von Inkompetenz zu sprechen halte ich für gerechtfertigt.

(Davon einmal abgesehen findet hier in den Comments ja keine wirkliche Diskussion statt da glaube ich niemand die Position vertritt dass der Artikel gut recherchiert war)

Gameplayer (unregistriert) 14. November 2009 - 21:46 #

OK, damit kann ich etwas anfangen.

Ich würde auch alles sofort unterschreiben, was du sagst. Habe ich aber bereits in meinem allerersten Post zum Thema nicht bestritten - im Gegenteil. Nachfolgend daher im Wesentlichen eine Wiederholung meiner Meinung, nebst hie und da etwas detaillierterer Begründung:

Ich glaube bloß, dass es insgesamt förderlicher wäre, derartige Dinge nicht unnötig aufzublasen. Das ist mutmaßlich ein unter ferner-liefen einzuordnender Artikel irgendwo aus dem Lokalteil der SZ und entsprechend sollte man das auch einsortieren.

Das ist meines Erachtens weder eine Topnews (eigentlich halte ich das nichtmal für erwähnenswert), und erst recht rechtfertigt es nicht den - hier in den Kommentaren erhobenen - Vorwurf, eine ganze, überregionale Tageszeitungsredaktion, die ja (mindestens online) z.B. auch des öfteren Spiele-Besprechungen liefert, sei inkompetent in der Sache. Das war genau so aber auch schon Inhalt meines Ursprungsposts.

Ihr, ich, wir alle wünschen uns mehr Akzeptanz für unser Hobby. Die wird man nicht erreichen, indem man "der anderen Seite" immer wieder Ahnungslosigkeit selbst wegen (wie in diesem Fall) minderer Vergehen vorwirft.

Wenn, wie in den einschlägig bekannten Frontal-Sendugen, mutmaßlich absichtlich eine Tatsachenverdrehung an die nächste gereiht wird, besteht aller Grund sich aufzuregen. Wenn im Lokalteil der SZ ein Vortext zu einem Interview mit irgendeinem Kriminalrat versehentlich FIFA in die Nähe von Counterstrike rückt, dürfte es sinnvoller sein, das gepflegt zu ignorieren.

Könnte mir vorstellen, dass auch hier dem einen oder anderen News-Schreiber schon mal ein Fehler unterlaufen ist oder seine Recherche vielleicht doch nicht ganz so knallhart war, wie sie sein könnte. Hat zum Beispiel für diese News hier jemand bei der SZ nachgehakt, wie es denn zu dem Verwechsler kommen konnte. Das wäre nämlich journalistische Recherche gewesen.

Trotzdem ist Gamersglobal ja nicht gleich inkompetent, nur weil mal ein Fehler in irgendeiner News steht.

Und: Überleg einfach mal, wie du reagierst, wenn man dir vorwirft, keine Ahnung zu haben. Findest du vermutlich auch selten besonders klasse, oder? Das führt meist eher zu verhärteten Fronten als dass es irgendwem weiterhilft.

Damit habe ich jetzt dem Thema auch endgültig mehr Zeit geopfert, als es verdient hätte. Bin raus.

twinpunk 07 Dual-Talent - 132 - 14. November 2009 - 13:25 #

Es ist wirklich eine Schande wie die ofiziellen Medien dieses Landes so einen Mist verbreiten!
Vielleicht schreib einen Leserbrief an die.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 16. November 2009 - 21:47 #

Das ist eine gute Idee.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34172 - 14. November 2009 - 13:58 #

Naja, ich bin der Meinung das man für Dinge die einen bewegen auch kämpfen sollte. Gerade in dr Berichterstattungm über Computer- und Videospiele wird doch auffällig schludrig gearbeitet.

Diese schludrige Arbeit zu kritisieren finde ich dann auch vollkommen ligitim.

Außerdem kann ich mich das Aussage von Gameplayer nicht anschließen. Wenn ein Fehler drin wäre, ok. Wenn aber der Artikel von Fehlern wimmelt und der verantwortliche Polizist keine Ahnung von Spielen hat und in dem Bereich arbeitet, dann finde ich schon das man, gerade als interessierter Spieler, dieser Sache Aufmerksamkeit schenken sollte...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 335627 - 14. November 2009 - 13:40 #

Ich finde es insbesondere erstaunlich, dass der Autor die Abkürzung FIFA nicht zuordnen konnte.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2203 - 14. November 2009 - 14:38 #

Das hab ich mir auch gleich gedacht.

zeiteisen 11 Forenversteher - 705 - 14. November 2009 - 13:52 #

Ich schaue seit geraumer Zeit keine Nachrichten mehr.
Gestern erzählt mir einer, man dürfe auf der Party keine Zitronen zum Tequila verkaufen wegen der "Schweinegrippe".
Nachrichten sind die reinste Propaganda. Ich glaub nichts was ich nicht selbst Erlebt hab.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 59367 - 14. November 2009 - 14:01 #

Man könnte ja fast behaupten, dass das typisch ist, wenn in der Kopfzeile Bild-Zeitung stehen würde. Aber so was von der mMn doch ziemlich gut recherchierten und seriösen SDZ ist irgendwie komisch. Aber wie es schon jemand gesagt hat: irgendwas wird gesagt, alle schreiben es ab und schon ist es die Wahrheit und so ein Schmarn kommt raus. Armes Deutschland!

HerrHut 12 Trollwächter - 851 - 14. November 2009 - 14:04 #

Es empfiehlt sich, den "Yes he can Kanzler"-Gag von Extra 3 anzuschauen, wo öffentlich zum Scherz suggeriert wird, dass Steinmeier als Kanzlerkandität Obama nachahmt mit seiner Kampagne. Alle großen Nachrichten haben das allen ernstes aufgenommen und unreflektiert in den Hauptnachrichten (heute, Tagesschau, N24 Dingens) gebracht. Anscheinend scheinen die wenigsten Journalisten heute auch nur annähernd zu hinterfragen, ob die Sachen, die sie bringen, auch wirklich echt sind.

So viel zur allgemeinen Situation des Journalismus... Spieleredakteure bilden da öfter eine positive Ausnahme.

andima 13 Koop-Gamer - P - 1456 - 14. November 2009 - 14:11 #

Ich muss in letzter Zeit auch immer wieder erfahren und feststellen, dass in einem Fachgebiet, in dem ich mich (ein wenig) auskenne offensichtlich immer wieder falsche Tatsachen und Aussagen ohne Reflexion und Prüfung in "Qualitätszeitungen" wiedergegeben oder im schlimmsten Fall einfach abgeschrieben werden.
Bisher habe ich mich bei meiner Meinungsbildung zu den verschiedensten Themen aber gerade auf die Unterstützung dieser Qualitätszeitungen bis zu einem gewissen Grad verlassen und gestützt. Nun stellt sich die Frage ob mir auch nicht schon zu anderen Themenbereichen, in denen ich mich zugegebenermaßen überhaupt nicht auskenne (derzeit zum Beispiel das Thema Schutzimpfung Ja/Nein) falsche Aussagen als wahr verkauft wurden, wenn wie in diesem Fall in einem fußballbegeisterten Land wie Deutschland das Wort FIFA nicht schon genug Hinweis auf einen offensichtlichen Fehler im Artikel ist.

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 14. November 2009 - 16:44 #

Wenn du dich in einem gebiet auskennst dann entdeckst du in Zeitungen/Internet viele falsche Sachen. Das erlebe ich oft im Zusammenhang mit PC Spielen, Skifahren und eben auch Informatik allgemein (mein Studium).
Man muss sich eigentlich Sorgen machen ob in Gebieten in denen man sich nicht so gut auskennt auch so viel Blödsinn steht, weil wenn ja dann kann man sich Zeitunglesen ganz sparen. ;)

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 34172 - 14. November 2009 - 16:57 #

Genau, das denke ich mir auch immer ;). 100% Zustimmung...

ganga Community-Moderator - P - 15968 - 14. November 2009 - 17:55 #

So geht's mir auch häufig. Erschreckend.

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. November 2009 - 21:11 #

Das ist sicherlich auf vielen Gebieten so. Es gehört dann halt zur Medienkompetenz, Informationen entsprechend einzuordnen und zu gewichten. Mit den Jahren hilft einem hier auch die Lebenserfahrung.

FraG1 08 Versteher - 189 - 14. November 2009 - 17:27 #

Kann man irgendwo den kompletten Artikel lesen? Mich würde es interessen was die sonst noch geschrieben haben. Ich glaube nicht das ich diese Ausgabe noch besorgen kann,

HerrHut 12 Trollwächter - 851 - 14. November 2009 - 20:34 #

In einer Bibliothek könntest Du die bekommen.

Anymuhs (unregistriert) 15. November 2009 - 8:28 #

Das finde ich für ein vielgelesenes Printmedium schon extrem peinlich, zeigt aber wohl auch die oberflächliche Haltung des Mediums und wie aktuell so häufig, leider auch die Unwissenheit, ansonsten wäre es wohl zu keinem Druck eines solchen ausgemachten Blödsinns gekommen...Fifa09, rofl.... Schade nur um Leser, die vom Thema ebenso viel Hintergrundwissen besitzen, wie mancher Redakteur und sich dann an solchen Artikeln orientieren. Früher war man ja als Spieler wohl eine Minderheit bzw. es war noch nicht so "trendy" wie heute (ist es das wirklich?), aber früher wurde über das Thema auch meist nur von fachkundigem Personal berichtet. Heute ist es ein Thema, an dem sich Politiker wie Medien (insbesondere einige TV-Sender mit ihren Reportagen) nach Belieben hochziehen und Quoten und Wähler zu bekommen, auch wenn sie vom Thema keine Ahnung haben und anscheinend auch nicht die Bereitschaft, sich welche anzueignen.

Dieser erheiternde Artikel sieht mir wirklich nach Abschreiben aus. Aber wen wundert das heute noch? Gestiegene Leistungen und Anforderungen, weniger Zeit den Stoff in der Schule anständig durchzunehmen, da wird das Abschreiben perfektioniert, um mithalten zu können. Die Zeit eigene Inhalte zu schaffen, scheint reiner Luxus geworden zu sein.

prohead 09 Triple-Talent - 261 - 16. November 2009 - 14:30 #

Bei FIFA schießt man auch auf Leute, mit Bällen halt ;)

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 16. November 2009 - 21:46 #

Fußball ist agressiver Gewaltsport. Ich sach's ja! :)

Porter 05 Spieler - 2981 - 16. November 2009 - 15:38 #

tja plumpe Meinungsmache und Propaganda um jeden Preis, ist ja nix neues.

Antariuk 05 Spieler - 41 - 16. November 2009 - 20:01 #

Wundert das Ganze wirklich jemanden? Die Redakteure, die so etwas schreiben, haben schon in der Vergangenheit mit Unwissenheit und gerne auch mit Vorurteilen geglänzt (nicht das Computerspieler frei von solchen wären, aber darum gehts ja grade nicht). Warum sollten diese Schreiber plötzlich anfangen gründlich zu recherchieren? Etwa weil sich die diffamierten Spieler online mit Petitionen oder Aufrufen wehren? Das bekommen 80% der typischen Leserschaft weder mit noch könnten sie es einordnen, da sie nicht der "Internet-Generation" angehören (oder angehören wollen).
Schade ist es natürlich trotzdem.

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