Stellenabbau in der Softwarebranche hält an

Bild von Name
Name 0 EXP - Neuling
12. November 2009 - 1:56 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Erst letztens berichteten wir über einen starken Stellenabbau beim Publisher Electronic Arts, jetzt trifft dieses Schicksal einen Großteil der Mitarbeiter des Unternehmens Adobe Systems Incorporated.

Am 10. November 2009 gab Adobe in einer Mitteilung an die United States Securities and Exchange Commission (SEC) -- die amerikanische Börsen- und Handelsaufsicht -- bekannt, dass insgesamt 680 Jobs gestrichen werden sollen, was ca. 9 Prozent aller Mitarbeiter entspricht. Dies ist schon der zweite Stellenabbau innerhalb des Unternehmens: Bereits vor ca. einem Jahr im Dezember 2008 wurden 600 Stellen abgebaut.

Gründe für die Personaleinsparungen dürfte das zur Zeit immer schlechter laufende Geschäft mit den ehemaligen Adobe-Topsellern Photoshop und Acrobat sein. Einst war Adobe auf diesem Gebiet der Marktführer und als Auswirkung waren die Softwareprodukte -- übrigens bis heute -- immer verhältnismäßig teuer. Mittlerweile gibt es aber zahlreiche Alternativangebote auf dem Markt, viele davon sogar kostenlos. Als Folge sehen es viele potentielle Interessenten nicht mehr ein, große Summen für ein Produkt zu zahlen, dass in ähnlicher Form auch ohne finanziellen Aufwand zur Verfügung steht.

Beschäftigte des Webanalyse-Spezialisten Omniture sollen von dieser Stellenstreichung nicht betroffen sein, teilte ein Mitarbeiter von Adobe mit. Omniture wurde zuletzt von Adobe zu einem Preis von insgesamt ca. 1,8 Milliarden US-Dollar gekauft.

Florian Pfeffer Freier Redakteur - P - 30009 - 12. November 2009 - 12:59 #

Kann man bei 9 Prozent wirklich von "einem Großteil der Mitarbeiter" sprechen?

SynTetic (unregistriert) 12. November 2009 - 16:41 #

Das ist fast jeder 10te...

Rondrer (unregistriert) 12. November 2009 - 16:53 #

kommt halt drauf an, wie man Großteil definiert.
[1] der größte Teil einer Gesamtheit: Das trifft hier nicht zu.
[2] ein großer Teil: Das trifft auf jedenfall zu.

SynTetic (unregistriert) 13. November 2009 - 15:32 #

"Ein Großteil" ist definitiv nicht "der größte Teil".

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 12. November 2009 - 13:58 #

Wenn also in der nächsten generation qualitativ schlechtere Produkte zum gleichen hohen Preis verkauft werden, dann wird das die Situation nicht besser machen, dann wirds auch noch eine dritte Entlassungswelle geben.

BiGLo0seR 21 Motivator - 29236 - 12. November 2009 - 18:47 #

Richtig und ich finde die Preise einfach sowas von überzogen, dass es sich (leider) nicht lohnt die Programme zu kaufen.

Gameplayer (unregistriert) 12. November 2009 - 23:06 #

Es wäre noch hinzuzufügen, dass Adobes hohe Gewinne in den Vorjahren nicht zuletzt auf einer vor einiger Zeit geänderten Updatepolitik beruhten:

Statt zwei bis drei Jahre an den Produkten zu arbeiten und dann wirklich sinnvolle Updates zu veröffentlichen, werden seitdem jährlich! Updates herausgebracht, bei denen die größte Änderung zum Vorjahr meist ein neu gestaltetes Icon oder ein sinnlos umgestaltete Benutzeroberfläche ist.

So etwas lassen halt auch prinzipiell eher gutgläubig veranlagte Grafiker und Konsorten eben doch nur 2-3x mal mit sich machen.

Da darf man den Damen und Herren, ebenso wie etwa denen bei Autodesk, viel vergnügen beim Wiederaufbau des nachhaltig ruinierten Images wünschen.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)