Arcade-Check: The Hunter - Call of the Wild – Walking Simulator als Jagdspiel getarnt
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

PC XOne PS4
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11. Oktober 2017 - 19:44 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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Der Arcade-Check stellt jeweils ein interessantes Downloadspiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern mrkhfloppy und Old Lion betreut.

The Hunter - Call of the Wild, entwickelt von Expansive Worlds, ist auf den ersten, flüchtigen Blick ein Spiel, in dem es darum geht, jagend durch die Wälder zu ziehen, der Beute aufzulauern und sie zur Strecke zu bringen. Warum dem aber nicht so ist, wir uns recht bald eher als Wildhüter verstehen und einen langen Atem und verdammt gutes Schuhwerk brauchen, klären wir im heutigen Arcade-Check.
Der Jagderfolg ist zum Greifen nah.
Waidmanns Heil!
Wir starten in den USA. In einem Gebiet mit mittelgroßen Gebirgen, ein paar Seen und ordentlichem Waldbewuchs treten wir unseren Dienst als Jäger an und kümmern uns ab sofort um das Jagdrevier. Wer jetzt hofft, dass ihm hier ein Gewehr in die Hand gedrückt wird, damit er den Wald schnellstmöglich von jeglichem Getier befreit, braucht gar nicht erst weiterzulesen. Denn damit hat The Hunter - Call of the Wild nur sehr wenig zu tun. Vielmehr geht es darum, Spuren zu lesen, das Verhalten der jeweils zu jagenden Tierart zu studieren und vor allem eine Menge Geduld mitzubringen, wollen wir ein erfolgreicher Jäger und Hüter sein.

Aber der Reihe nach. Zunächst machen wir uns mit unserem Hunting Mate vertraut. Darunter versteht der gemeine Waidmann ein technisches Gerät, das als digitale Landkarte dient. Es zeigt uns wichtige Wegpunkte und Hotspots an und versorgt uns mit allerlei nützlichen Informationen zu Flora und Fauna. Zudem markiert es die Laufrichtungen einzelner Tiere, sobald wir diese aufgespürt haben.

Die ersten Aufgaben gestalten sich dementsprechend einfach. Wir sollen zunächst eine Spur aufnehmen und das Wild zur Strecke bringen. Anschließend die Trophäe bestätigen, die Beute aufbrechen und uns im Anschluss zur Jagdhütte begeben, an der wir neue Ausrüstung kaufen, Ressourcen auffüllen oder einfach schlafen können.
Mit den Freunden ist nicht zu spaßen. Auch Angriffe der Tiere sind möglich.
Jagen - nicht leicht gemacht
Die erste Spur, die wir ausmachen, ist die eines Weißwedelhirsches. Wir folgen der groben Fährte und finden schon recht bald weitere Hufabdrücke des Tieres. Wieder ein paar Meter weiter finden wir die Losung, also die Hinterlassenschaften des Hirsches, die uns als "gerade eben" fallen gelassen angezeigt werden. Der Hirsch muss also ganz in der Nähe sein. Nun heißt es vorsichtig agieren. Wir kauern uns ins Gras und blicken durch unser Fernglas. Es ist mucksmäuschen still. Dann links von uns ein Geräusch. Wir drehen uns in die Richtung, können aber nichts erkennen. Wir sehen uns weiter um. Da, im Unterholz bewegt sich etwas. Wir erblicken in circa 50 Metern Entfernung ein Geweih, das sich gut getarnt langsam durchs Gebüsch schiebt. Wir markieren das Tier per Knopfdruck auf den X-Button und wechseln vom Fernglas zum Gewehr. Robbend nähern wir uns der Beute. Es ist totenstill, nur der Wind weht in den Baumwipfeln. Wir knien uns hin und legen an. Aber der Wind dreht sich, der Hirsch nimmt unsere Witterung auf, blickt in unsere Richtung und bricht von der einen zur anderen Sekunde aus und ist verschwunden. Die Jagd beginnt von vorn.

So wird es uns häufiger in The Hunter - Call of the Wild ergehen. Ein Großteil unserer Aufgaben, egal ob wir ein Tier zur Strecke bringen, es beobachten oder fotografieren müssen, werden wir damit verbringen, Spuren zu verfolgen und durch unser Fernglas zu blicken. Die Tiere warten nicht darauf, dass wir zu ihnen kommen, um unserer Profession nachzukommen. Es kann auch mal gut eine Stunde vergehen, bis wir überhaupt ein Tier zu Gesicht bekommen. Wenn wir dann keinen sauberen Blattschuss anbringen können, verfolgen wir das Tier im Anschluss mitunter noch mehrere Kilometer, bis wir den Kadaver schlussendlich vorfinden und unseren Abschuss bestätigen können.

Wie dem auch sei, irgendwann sind wir erfolgreich. Nun können wir zur Hütte gehen, dort unserere Fähigkeiten verbessern, neues Equipment wie Waffen oder Munition, ein Zelt, oder was man sonst zur Jagd braucht, erwerben und den nächsten Auftrag annehmen. Das Prozedere ist bekannt. Fährte aufnehmen, Tier aufspüren, Auftrag erledigen. Einige Tiere lassen sich nur zu speziellen Tages- und Nachtzeiten blicken, andere finden wir nur an besonderen Stellen. Die Artenvielfalt könnte definitiv etwas üppiger ausfallen. Damwild, Bären, Füchse, Bisons und Kojoten sind unter anderem zwar enthalten, jedoch fehlt jegliches Kleingetier wie Hasen oder sonstiges.
Kein Wimmelbild, sondern Suchbild in der reinen Natur.
Fazit
Grafisch ist The Hunter - Call of the Wild wirklich sehr schön gestaltet. Die Wälder, mit ihren Lichtungen und dem dichten Baumbestand sind genauso stimmig wie die Wasserflächen und die Berge. Sobald wir einen Fuß in unser Revier setzen, kommt sofort ein Abenteuer- und Entdeckerdrang auf, der uns vorantreibt. Wer dann noch über einen Jagdtrieb verfügt, ist genau richtig. Wir entspannen beim Umherwandern und genießen die Natur in all ihren Facetten und Farben. Musikalisch wird The Hunter kaum untermalt. Die einzige Geräuschkulisse bietet der Wald. Wenn wir so an das Spiel rangehen, erhaltet wir ein einmaliges Erlebnis, das uns immer wieder zurückkehren lässt. Spieler, die auf mehr Action stehen, sollten sich besser etwas anderes suchen. Selbst No Man's Sky hat da mehr zu bieten.

The Hunter - Call of the Wild ist ein feines Spiel, das sich den Themen Naturschutz, Artenerhaltung, aber auch der Jagd annimmt und uns ohne erhobenen Zeigefinger auf einige Missstände im heutigen Umgang mit der Umwelt hinweist. Nichtsdestotrotz ist und bleibt es ein Spiel. Wer Tiere auch virtuell nicht töten mag, sollte die Finger von The Hunter lassen.
  • Jagdsimulator (auch für PC, PS4)
  • Einzel- und Koopmodus
  • Für geduldige Menschen perfekt geeignet
  • Preis am 10.10.2017: 39,99 Euro
  • In einem Satz: Die Natur genießen und schützen
Stonecutter 19 Megatalent - - 15962 - 11. Oktober 2017 - 19:58 #

Ist ein schönes Spiel, perfekt zum entspannen. Wenn ich Action will, spiele ich lieber Cuphead. ;)

rammmses 19 Megatalent - P - 13162 - 11. Oktober 2017 - 20:55 #

Habe ich auch einige Stunden angespielt und mag das Konzept eigentlich, aber es ist derart langatmig/zeitaufwändig, da kann man nicht anderes mehr Spielen. Habe 3 Stunden damit verbracht, einen Hirsch zu verfolgen und zu erledigen. Das ist sicher realistisch, aber einen arcade mode, bei denen die Tiere nicht so extrem scheu sind oder man wenigstens die gute Ausrüstung freigeschalten ist, Wäre schon nett.

gnuelpf 13 Koop-Gamer - P - 1370 - 11. Oktober 2017 - 21:27 #

Da musst Du was falsch machen. Ich spiele im Schnitt meist eine Stunde. Und erlege in der Zeit mindestens 2 bis 3 Tiere. Wenn ich will auch mehr.
Wichtig ist es ein paar Regeln einzuhalten. 1. Nicht Rennnen! Lärm vergrämt das Wild! 2. Nicht Rennen! Und die Windrichtigung und seine eigene Siluette beachten. 3.Nicht Rennen! Stay low and silent. Anpirschen gegen den Wind! 4. Es macht wenig Sinn die Tiere zu verfolgen wenn sie dich gesehen, gehört oder gewittert haben. Die sind einfach viel schneller als Du. Und scheuchen auf der Flucht das andere Wild mit auf. Also warten und das Wild beruhigt sich schnell. Wenn man sich daran hält klappt es meist auch mit dem Hirschen und dem anderen Getier. Das Spiel hat im UI genug Hilfen/ Anzeigen um all das zu beachten. Ich habe eine Trefferquote von 80%. Ich bin also nicht der beste Schütze. Ab einer Entfernung von 250 Metern schreckt der Schuss die Tiere meist nicht mehr auf. Man hat also auch mal 2 Schüsse auf das Ziel. Also immer schön das Fernglas benutzen. Mit dem Bogen braucht es dann mehr Übung. Nicht das Schiessen. Aber das nahe rankommen an die Tiere. Wenn sie dich wittern oder gar sehen sind sie weg. Und das macht mit den Reiz an diesem Spiel aus. Ich geniesse übrigens das Wandern in dem Spiel so sehr wie das Jagen.

gnuelpf 13 Koop-Gamer - P - 1370 - 11. Oktober 2017 - 21:03 #

Für mich das bisher beste Spiel diesen Jahres. Ich spiele es fast täglich immer wieder. Tolle Landschaften, schöne Tiere die sehr gut animiert sind. Und auch wenn die KI nicht immer funtkioniert, so doch meistens. Und das genügt mir. Sehr relaxt, trotzdem spannend und immersiv.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31969 - 11. Oktober 2017 - 21:48 #

Ich bleibe dann mal bei Far Cry Primal. Da scheint mir mehr los. Aber interessant, dass es kein kompletter Strumpfsinn ist. Ich könnte heute noch über Deer Hunter und dessen Erfolg pausenlos den Kopf schütteln.

Aladan 23 Langzeituser - - 39184 - 12. Oktober 2017 - 12:58 #

Danke für den Check. :-)

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 70093 - 12. Oktober 2017 - 13:00 #

Gern doch!

TheRaffer 16 Übertalent - - 4983 - 13. Oktober 2017 - 11:43 #

Schöner Check. Es klingt echt danach, als könne man dem Spiel zu Entspannung Abends mal eine Chance geben. Dafür sind mir die derzeit aufgerufenen 40 Euro allerdings was teuer. :(

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