Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 45
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29807 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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8. November 2009 - 13:39 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Nach der sehr grafiklastigen vergangenen Woche ist Besserung in Sicht - in diesem Newsroundup werden auch andere Themen angesprochen. Wie es immer so ist, in den acht Wochen vor Weihnachten passiert einiges und die Hersteller nutzen die Zeit um kräftig Werbung zu machen. Versuchen wir doch einmal, einen kleinen Überblick zu bekommen. Die kommenden Zeilen handeln von schnellen USB-Sticks, interessanten Notebooks, steigenden Preisen und, man hätte es ahnen können, Prozessoren.

Werbewirksam: Erster USB3.0 Speicherstick vorgestellt

Es gibt zwar noch so gut wie keine Mainboards mit USB3.0, auch Erweiterungskarten für diesen neuen Standard sind nicht wirklich verbreitet - aber das hindert den Hersteller Super Talent nicht daran, einen Speicherstick für USB3.0 zu präsentieren. Der Nachfolger des Anschlußstandards USB2.0 verspricht sehr hohe Datenraten von bis zu 4,8 GBit/sek, der Vorgänger war auf 480MBit/sek. begrenzt. Super Talent möchte diese hohen Geschwindigkeiten ausreizen und verspricht für den Datenstick maximale Transferraten von bis zu 320 Megabyte pro Sekunde (zum Vergleich, aktuelle USB-Sticks erreichen maximal 35 Megabyte pro Sekunde). Allerdings muss der USB-Hostadapter im Rechner das sogenannte UAS-Protokoll (USB Attached SCSI) unterstützen, was wohl auch in Zukunft bei eher wenigen Adaptern implementiert sein dürfte. Aber auch mit Wald-und-Wiesen-USB3.0-Adaptern soll dieser Datenstick beeindruckende Geschwindigkeiten von bis zu 200 MByte/sek. erreichen. Natürlich ist der Speicherstick kompatibel zu USB2.0 und USB1.1., dann aber mit deutlich geringeren Geschwindigkeiten. Ab Dezember sollen die Speicher in Größen von 32, 64 und 128 GB verfügbar sein, Preise sind leider noch nicht bekannt.

Mobil aber flott: Gigabyte präsentiert Notebook mit externer Grafikkarte

Mit dem "Booktop" bringen die Hardwarespezialisten bei Gigabyte ein interessantes Notebook auf den Markt. Mit einem 13,3" Display und transportablen Abmessungen ist das Gerät ein guter mobiler Begleiter und entspricht in der Ausstattung einem normalen Subnotebook. Als CPU kommen Intel-Prozessoren aus der Celeron, Pentium und Core-Reihe zum Einsatz, der Arbeitsspeicher besteht aus modernen DDR3-Modulen und die Grafiklösung ist ein Intel GMA4500, eine für Spieler eher ungeeignete Chipsatzgrafik, die für den Office- und Internetalltag aber vollkommen ausreicht. Eine 500 GB Festplatte, schnelles 802.11n-WLAN, Bluetooth, ein Fingerprintreader und eine Webcam sowie ein DVD-Brenner runden das Angebot ab. Die Akkulaufzeit beträgt mit dem beiliegenden 6-Zellen-Akku maximal 6,5 Stunden. Soweit, so uninteressant. Doch Gigabyte hat sich etwas einfallen lassen, um das Notebook spannend genug für diesen Roundup zu gestalten. Es wird nämlich eine externe Dockingstation mitgeliefert, an die man das Gerät beim stationären Einsatz andocken kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Docks enthält die Gigabyte-Lösung aber einen dedizierten Grafikchip von nVidia, den GT220 mit 1GB GDDR3-VRAM. Dockt man das Notebook daheim also an die Station, steht plötzlich eine deutlich stärkere Grafikeinheit zur Verfügung, mit welcher sich auch das eine oder andere Spiel zocken lassen sollte. Dank CUDA-Unterstützung hilft der Grafikchip auch bei Grafik- und Videobearbeitung die CPU zu entlasten. Eine ähnliche Technik kündigten Asus und Fujitsu bereits vor über einem Jahr an, zu hören ist seitdem aber von den beiden Herstellern nichts mehr.
Um die auch so schon recht gute Akkulaufzeit im mobilen Einsatz zu erhöhen, lässt sich außerdem das DVD-Laufwerk entfernen und gegen einen Akku tauschen, welcher die Laufzeit auf bis zu 10 Stunden erhöhen soll. Diese Technik nutzen Hersteller wie IBM/Lenovo zwar schon länger, praktisch ist es aber dennoch. Leider sind auch hier keine Preise bekannt.

Steigende Preise: Hardware wird teurer

Wer gehofft hat, sich kurz vor Weihnachten preiswert einen spieletauglichen PC zu basteln, wird sich verwundert die Augen reiben. Die Preise für einige Komponenten sind in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Dank hoher Nachfrage aber traditionell zu geringer Produktionsmenge sind die Preise für ATIs aktuelle Top-Grafikkarten HD5850 und HD5870 um bis zu 40 Euro angestiegen. Allerdings muss man momentan schon viel Glück haben, überhaupt eine dieser Karten zu bekommen, die Verfügbarkeit ist bis auf weiteres sehr schlecht. So langsam trifft es auch die Mittelklasse in Form der HD5770, welche von 140 Euro auf 150 Euro geklettert ist und welche auch immer schwerer zu bekommen ist. Auch nVidia war zu konservativ bei der Planung des Weihnachtsgeschäftes, weshalb die Topmodelle der GT200-Reihe nur noch schwer zu bekommen sind.
Besonders hart trifft es aber die Preise beim Arbeitsspeicher. Da immer mehr Firmen ihre Produktion auf moderne DDR3-Chips umstellen, werden aktuell nur sehr wenige DDR2-Module gefertigt. Für diese, immer noch sehr beliebten, Speicherbausteine steigen indes die Preise recht stark an, während DDR3 auf gleichbleibendem Niveau verweilt. Für ein günstiges Set aus 2x2 DDR2-800 RAM bezahlt man aktuell zwischen 65 und 75 Euro, vor wenigen Wochen noch lagen diese Speicherriegel bei 40-50 Euro im Set. DDR3 stagniert seit geraumer Zeit auf ähnlichem Niveau, hier liegen die Preise zwischen 70 und 80 Euro für DDR3-1333 RAM im 2x2 GB-Set. Speicher mit niedrigen Latenzen oder besonders guten Übertaktungseigenschaften kosten natürlich auch einmal deutlich mehr. Aber eines sieht man sehr eindeutig - beim Kauf neuer PC-Komponenten lohnt es sich nicht mehr, auf DDR2 zu setzen um Geld zu sparen.

Vier statt drei - keine Zauberei: AMD ersetzt Phenom II X3-720BE gegen X4-925

Für preisbewußte Aufrüster stellte AMDs Dreikern-CPU Phenom II X3 720BE eine interessante Option dar. Dieser Prozessor kostete in den letzten Monaten nur knappe 100 Euro, war mit 2,8 GHz getaktet und verfügte über einen großen L3-Cache sowie einen offenen Multiplikator, was für Übertaktungsversuche sehr interessant war. Da der Umstieg von zwei auf drei Prozessorkerne einen recht beachtlichen Leistungssprung verspricht, während ein weiterer Kern bei X4-CPUs nur noch sehr geringe zusätzliche Leistungsvorteile bei Spielen bringt, stellte der X3-720BE ein gute Aufrüstoption dar. Nun hat AMD sein Produktsortiment aber in vielen Punkten angepasst. Knapp unter dem X3-720BE greift jetzt bereits ein Athlon II X4 an, während ein Phenom II X4 mit etwas höherem Takt nur einige Euro teurer angeboten wird. Jetzt wurde bei AMD die Entscheidung getroffen, auf Phenom II Dreikern-CPUs zu verzichten, der X3 720BE wird nicht, wie erwartet, gegen ein höher getaktetes Triplecore-Modell ausgetauscht sondern gegen einen ebenso mit 2,8 GHz getakteten Phenom II X4 mit der Nummer 925. Dieser wird ab sofort auch zum Preis des 720BE, also knapp 100 Euro, angeboten und dürfte so vorerst auf jeden Fall einen Kauftipp darstellen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29807 - 8. November 2009 - 13:26 #

Ich habe mich mal wieder für das alte Teaserbild entschieden, irgendwie mag ich das doch lieber.

Rondrer (unregistriert) 8. November 2009 - 15:32 #

Kann ich nur unterstützen, so erkennt man sofort (in der Topnews Übersicht), dass es um Hardware geht. Dieses grüne Logo fand ich in der verkleinerten Ansicht ziemlich nichtssagend.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11218 - 8. November 2009 - 13:41 #

Wie soll das mit USB3.0 gehen?
Meine Festplatte schafft doch keine 200MB/s. :o

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29807 - 8. November 2009 - 13:45 #

Flashspeicher mit entsprechenden Controllern schon :) .. Bei externen HDDs hat USB3.0 übrigens den Vorteil der besseren Energieversorgung.

ganga Community-Moderator - P - 16962 - 8. November 2009 - 16:23 #

argh. Wieso steigen denn jetzt die Hardwarepreise. Gut, DDR2 ist mir realtiv egal, aber die 5770 von Radeon nicht :(

Solidus 10 Kommunikator - 434 - 8. November 2009 - 18:50 #

Dieses Notebook hört sich richtig interessant an, mal die Preise abwarten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29807 - 8. November 2009 - 19:42 #

Sonderlich preiswert dürfte es nicht werden. Aber interessant ist es schon, da Gigabyte mit der Dockingstation auch die Abwärmeprobleme im engen Subnotebookgehäuse umgeht. Pfiffig.

NotOwned (unregistriert) 9. November 2009 - 0:29 #

Wobei der weite Übertragungsweg der Grafikdaten vom Notebook ins Gehäuse der Flaschenhals dieser Grafiklösung sein wird.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29807 - 9. November 2009 - 0:43 #

Bei der Dockingstation muss das nicht das Problem sein. Wahrscheinlich wird die nicht mit PCIe16x angebunden sondern eher 1x oder max. 4x - was natürlich etwas bis etwas mehr Leistung kostet. Aber wenn die Verbindung zwischen Dock und Book intelligent gelöst ist, muss da kein großer Verlust stattfinden.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 10. November 2009 - 14:07 #

Also wenn ich richtig gerechnet habe, dann packt USB 3.0 bis zu 600MB/s. Das ist natürlich gerade für externe Platten irgendwann sehr interessant. Aber zu diesem Stick, ist da den was zu den Zugriffszeiten bekannt, klingt zumindest von der Beschreibung her nach einer prima alternative zu einer SSD.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29807 - 10. November 2009 - 21:18 #

Naja, da es ein Flashspeicher ist, IST es quasi eine SSD in Stickform. Und damit sind die Zugriffszeiten wie bei jedem Flashspeicher - bei 0,1 ms ;) ..

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 11. November 2009 - 13:41 #

Ich gehe halt davon aus das bei SSDs (ohne mich auszukennen) deutlich mehr verbaut wird als nur Flashspeicher, zumindest wird doch immer wieder von den Controllern gesprochen wo es Unterschiede wie Tag und Nacht gibt.
So ein USB-Stick hat dann vielleicht nicht so viel Overhead, könnte aber gerade deswegen vielleicht auch deutlich günstiger angeboten werden.

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