Hellblade - Senua’s Sacrifice: Testvergleich dt. Magazine [6/8]
Teil der Exklusiv-Serie Test-Vergleich

PC PS4
Bild von Benjamin Braun
Benjamin Braun 342508 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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11. August 2017 - 15:04

Mit dem letzten Update dieses Testvergleichs kamen die Wertungen von 4Players, PC Games und GamersGlobal hinzu.

In unserem Noten-Vergleich zu Hellblade - Senua's Sacrifice führen wir Tests, Reviews, Wertungen oder wie auch immer von den folgenden deutschen Online-Spielemagazinen auf – unabhängig davon, dass einige davon auch Print-Angebote (aka Hefte) publizieren: 4Players, CBS (Computer Bild Spiele), Gamona.de, GameStar.de (& GamePro.de) GIGA.de, PCGames.de (& Videogameszone.de), Spieletipps.de und, natürlich, GamersGlobal.de – wobei wir uns höflich ans Ende der Review-Liste stellen. Was uns wichtig ist: Eine Wertung kann immer nur eine grobe Beschreibung der Spielqualität sein – bitte lest euch den jeweiligen Testbericht durch, bevor ihr euch zu einer vielleicht aus dem Rahmen fallenden Note äußert. Die Magazine Gameswelt.de und Eurogamer.de tauchen nicht mehr auf, seit sie sich entschlossen haben, keine Wertung mehr unter ihre Tests zu schreiben.

Wertungs-Vergleich: Hellblade - Senua's Sacrifice

Review von Note/Link Umfang Zitat aus dem Testbericht
4Players 90
v. 100
12.100 Z. Es ist nicht nur der [...] psychologische Hintergrund, der Hellblade zu einem guten Spiel macht – die detailversessen konzipierte und hervorragend inszenierte Charakterstudie machen es [...] zu einem [...] ungewöhnlich intensiven Erlebnis!
Computer Bild Spiele - - Nicht getestet*
Gamona - - Nicht getestet*
GameStar /
GamePro
82
v. 100
16.100 Z. Senua ist eine interessante Titelheldin, die uns angenehme acht Stunden lang durch ein wendungsreiches Abenteuer führt. [...] Hellblade [begeistert mich] in seinen stärksten Momenten wie schon lang kein anderes Spiel mehr [...]
GIGA 9
v. 10
13.500 Z. Hellblade: Senua’s Sacrifice hat mich kalt erwischt. Der Horror der Titelheldin hat mich mit leichten Abstrichen von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Nur selten hat mir das Medium Videospiel ein so wohliges Unwohlsein kredenzt [...]
PC Games /
Videogameszone.de

 
87
v. 100
14.800 Z. Ja, spielerisch macht der Titel nicht wirklich was neu und die [...] Gameplay-Bausteine sind nicht sonderlich komplex, aber [...] Sie dienen eh nur als Vehikel für die Story und erzählerisch ist Senua’s Sacrifice einfach nur großartig.
Spieletipps 81
v. 100
6.300 Z. Die meiste Zeit über leide ich mit Senua [...] Die Hoffnung auf Ruhe und Frieden wird während des Spielverlaufs auch in mir stärker, so dass jegliche Fehlschläge eine Wirkung über den Bildschirm hinaus erzielen.
GamersGlobal 7.0
v. 10
14.600 Z. Hellblade sieht gut aus, glänzt bei Sound und Atmosphäre. Das Spiel leidet aber unter den anspruchslosen Kämpfen, während die Story aufgrund der austauschbaren Heldin nur begrenzt Kredit aus dem psychologischen Ansatz schlagen kann.
Durchschnittswertung 8.3 *Zuletzt überprüft: 11.8.2017, 15:00 Uhr

Wir errechnen die Durchschnittswertung auf Grundlage des 10er-Systems, eine "75" entspricht also einer 7.5. Selbstverständlich unterscheiden sich die Wertungssysteme und -philosophien im Detail. Vergibt ein Magazin unterschiedliche Wertungen beziehungsweise Noten je nach Plattform, verwenden wir für den Durchschnitt die höchste. Sollte mittlerweile ein Test bei einem Magazin erschienen sein, der hier als "Nicht getestet" gekennzeichnet ist, so freuen wir uns über die Nennung der Wertung nebst Link als Comment.
 

Benjamin Braun Redakteur - P - 342508 - 9. August 2017 - 21:16 #

Unser Test plus Video kommt morgen...

Drapondur 26 Spiele-Kenner - - 72211 - 9. August 2017 - 21:31 #

Da bin ich mal gespannt. Bin mir unsicher, ob das was für mich ist.

Benjamin Braun Redakteur - P - 342508 - 9. August 2017 - 21:35 #

Sagen wir Dir morgen. ;)

Aladan 23 Langzeituser - - 38286 - 9. August 2017 - 23:41 #

Danke, das du mit dem Test so schnell reagierst, Benjamin. Bin auf dein Fazit gespannt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. :-)

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10734 - 10. August 2017 - 13:12 #

Echt schön das du das noch unterbringen konntest!

Sciron 19 Megatalent - P - 17453 - 9. August 2017 - 21:30 #

Schade, dass Jim Sterling sein 1/10-Review wieder gelöscht hat.

direx 16 Übertalent - P - 5452 - 9. August 2017 - 22:08 #

What????
Ich habe gestern ca. 2.5h gespielt und war von der ersten Minute an komplett drin. Das Spiel zieht einen so dermaßen gut in dieses Welt, wie schon lange nicht mehr.
"Hellblade" ist neben "Horizon Zero Dawn" DIE Spielerfahrung 2017. Das muss man gespielt haben.
Es gibt Schwächen, aber die werden durch die sehr gute Inszenierung und das unfassbar gute Sounddesign wieder wett gemacht. Mit "Hellbalde" bekommt man als Spieler endlich mal ein wirklich "anderes" Spiel. Einfach nur toll ...

Sciron 19 Megatalent - P - 17453 - 9. August 2017 - 22:23 #

Kontext: https://www.youtube.com/watch?v=Mpv2acIgzYE

Es ging um einen "Game Breaking Glitch/Bug", nach dem er das Spiel dann eben komplett verdammt hat. Gab dann auch ein neues Review.

Olphas 24 Trolljäger - - 48512 - 9. August 2017 - 22:40 #

Hab gestern nur relativ kurz reingeschaut, aber was mir auch gleich aufgefallen ist, ist der Sound. Der ist echt der Hammer .

Am Wochenende werde ich mir das dann mal in Ruhe zu Gemüte führen. Der Ersteindruck war aber auf jeden Fall sehr gut.

Aladan 23 Langzeituser - - 38286 - 9. August 2017 - 23:42 #

Das Spiel muss man unbedingt mit Headset spielen. :-)

Aladan 23 Langzeituser - - 38286 - 9. August 2017 - 23:39 #

Er hat ja selbst eingesehen, dass die Wertung wegen dem Bug ein Witz war.

Renraven 14 Komm-Experte - P - 2231 - 10. August 2017 - 8:05 #

Grandioses Spiel und für mich DIE Überraschung des Jahres. Unbedingt mit Headset spielen und wenn man englisch gut genug versteht auch ohne Untertitel, das Spiel hat kein Interface und die lenken imho nur ab =)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21051 - 10. August 2017 - 8:31 #

Weswegen mit Headset? Wird von dem Mikrofon Gebrauch gemacht?

Renraven 14 Komm-Experte - P - 2231 - 10. August 2017 - 8:32 #

war etwas unglücklich formuliert, Headset in dem Fall = Kopfhörer, das Spiel macht sehr viel mit Geräuschen und Stimmen

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21051 - 10. August 2017 - 8:49 #

Ah, ok. Danke.

Ich hatte deswegen gefragt, weil das Headset mehrmals erwähnt wurde (u.a. auch in einer Rezension bei GoG). Hätte ja sein können, dass Deine Atemgeräusche noch Einfluss haben.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12858 - 10. August 2017 - 11:09 #

Bin gespannt wie GG das sieht von der Wertung. Den Test selbst werde ich mir nicht anschauen, da ich das Spiel schon habe. Leider bisher noch keine Zeit dafür gehabt.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39779 - 10. August 2017 - 19:10 #

Der Test von 4players ist jetzt auch raus:

http://www.4players.de/4players.php/dispbericht_fazit/Allgemein/Test/Fazit_Wertung/Allgemein/35998/82654/Hellblade_Senuas_Sacrifice.html

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21914 - 11. August 2017 - 3:04 #

Gamersglobal hat es jetzt auch getestet (7.0):
http://www.gamersglobal.de/test/hellblade-senuas-sacrifice

;)

Rainman 18 Doppel-Voter - - 10304 - 11. August 2017 - 4:14 #

Ziemlich deutliche Abweichungen. Könnte wieder heiße Diskussionen nach sich ziehen. ;)

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21914 - 11. August 2017 - 6:08 #

Scheint mir wieder so ein Fall wie bei The Last Guardian zu sein. Diesmal weiß ich, dass mir die Gameplay Macken maximal 10€ wert sind...

Aladan 23 Langzeituser - - 38286 - 11. August 2017 - 8:48 #

Gameplay Macken? Schau dir Mal das Hooked Video an, da Spiel ist jeden Cent wert. ;-)

https://youtu.be/btYbBEUoEN4

Renraven 14 Komm-Experte - P - 2231 - 11. August 2017 - 9:11 #

Hui wow also die Wertung von GG is hart und das Game fürn 10er auch. Es is n Walking Simulator mit Kämpfen strenggenommen. ABER es ist einzigartig und hat eine der besten Soundkulissen und Atmosphären die ich je erlebt hab. für mich ganz klar jeden Cent wert.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21914 - 11. August 2017 - 10:55 #

Hab ich mir jetzt angeschaut und es spricht mich, abgesehen von den dort nicht erwähnten Schwächen, tatsächlich absolut nicht an. Nach dem Video tatsächlich noch deutlich weniger als dem Test hier (wobei ich hier das Video auch nicht geschaut habe)...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9926 - 11. August 2017 - 20:49 #

Wenn es so wie bei Last Guardian der Fall ist, werde ich mir das Spiel mal holen.

reen 12 Trollwächter - P - 1163 - 11. August 2017 - 15:14 #

Schade das Spiel keine deutsche Vertonung bekommen hat, die ganzen Stimmen da kommt man kaum hinterher mit dem Lesen....

Ich hätte es mir sonst geholt =(

TheRaffer 16 Übertalent - - 4232 - 11. August 2017 - 17:17 #

Interessante Wertungsspanne. Bin jetzt echt gespannt, wie die alle ihre Note begründen.

Christian.Mak (unregistriert) 11. August 2017 - 17:22 #

Die im Vergleich zu den anderen mitbewerbern eher gewinge Wertung auf GG war irgendwie abzusehen.

Habe manchmal den Eindruck, dass die Tester hier total auf Mainstream AAA abfahren, die fast immer ne gute Wertung haben obwohl Sie mich und viele andere Gamer schon lange langweilen. Da können sie noch so gut gemacht sein. Deswegen sollten sie nicht schlechter gewertet werden, das ist schon OK so nur tut es mir dann um solche Spiele leid, die NEUES ausprobieren, die ANDERS sind und ihre eigene Faszination ausüben. Oft sind das eben Produktionen von kleineren Entwicklern mit kleinerem Budget. Da hackt es dann mal an anderen Stellen wie dem Polishing. Aber trotzdem sind es sehr gute spiele, nur eben auf einer anderen Weise.

The Last Guardian war rein spielerisch auch eher mau, aber ich finde an dem Spiel konnte man nicht die gleichen Maßstäbe ransetzen wie zb bei einem AC oder GTA. Es ist was völlig anderes und es hatte mich damals absolut fasziniert und in seinen Bann gezogen. Die Gameplaymacken wurden zu Nebensache und ich hatte richtig viel Spaß.

Spielspaß ist eben doch subjektiv und nicht abhängig davon, ob eine Steuerung punktgenau flutscht oder die Grafik astrein ist.

Ich habe Get Even durchgespielt und war begeistert. Und Hellblade begeistert mich seit 4 Stunden genau so und ich kann alle Tester verstehen, die dem Spiel eine 8 oder 9 geben! Das Spiel ist einfach toll. Der ganze andere KRam, wie AC oder WD turnt mich schon lange nicht mehr an *gähn*

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12260 - 11. August 2017 - 21:23 #

Jupp, Spielspaß ist subjektiv. Wenn man Tests vergleichbar machen will muss man aber einen gemeinsamen Nenner anlegen, meiner Ansicht nach. Da sonst jeder Test völlig unvergleichbar nur für sich selbst steht. Und dann ist es eben reine Geschmackssache und eine Wertung sowieso irrelevant, weil es dem einen eben gefällt und er die 90 zückt und dem anderen nicht und er dann auch die 50 vergeben kann. Und dann steht der Leser dumm da und ist genauso schlau wie vorher, da der Test keine Kaufberatung mehr ist sondern nur noch eine persönliche Meinung.

Außerdem halte ich "Indies" für völlig überbewertet. Die meisten sind Schrott. Ein paar Perlen gibt es aber die sind im Vergleich zu großen Titeln oftmals arg limitiert, nicht nur bei der Grafik. Sie konzentrieren sich häufig auf ihr eines besonderes Gameplay-Element. Das ist toll, kann aber mich z.B. dann oft nicht länger als 5 Minuten bis eine Stunde begeistern, dann langweilt es mich und dann würde es eben auf den Rest ankommen und da versagen die Indies dann regelmäßig.

In diesem Fall finde ich die Wertung durchaus gerechtfertigt, denn Mängel sind nun einmal vorhanden: eingeschränktes Kampfsystem, mangelnde Gegnervielfalt, abstruse sich wiederholende Rätsel, kurze Spielzeit ohne Wiederspielwert.
Das sind Punkte, die sich in der Wertung niederschlagen sollten. Die aber jemanden dem die tolle Atmosphäre und Story wichtig sind nicht abschrecken sollten.

Benjamin Braun Redakteur - P - 342508 - 11. August 2017 - 21:23 #

Das Gegenteil ist der Fall: Wir legen an Spiele, was ein Test auch erfordert, dieselben Maßstäbe an ein Spiel an wie bei jedem anderen auch. Und etwas Neues und Einzigartiges (Stichwort Innovation) wird aufgrund dessen auch garantiert nicht schlechter bewertet. Nur innovativ sein kann man auch, indem man etwas andersartiges halbherzig oder schlecht umsetzt.

Und was den Punkt mit denselben Maßstäben angeht: Wie oft liest Du in den Reviews zu Spielen wie Hellblade Sätze (spätestens im Meinungskasten) wie: "Aber das ist mir (in diesem Fall) egal"? Nein, würde das nur im Meinungskasten stehen, bitte. Aber das zieht sich in vielen euphorischen Reviews wie ein roter Faden durch den gesamten Text. Selbstverständlich ist es immer auch eine Frage der Gewichtung einzelner Aspekte und wie wichtig die fürs Spielerlebnis sind. Aber was bei Spiel A schlecht ist, kann man bei Spiel B nicht schönreden, bloß weil es einem persönlich gefällt oder (was viel schlimmer, und wie in einigen solcher Fälle offenkundig wirklich so ist) das einem um jeden Preis gefallen will. Jetzt mal unabhängig davon, ob man sich selbst damit beweihräuchern will, die Fans des Spiels oder seine ach so große Unabhängigkeit untermauern möchte – wobei solche persönlich-geschönten Beschreibungen aus meiner Sicht von etwas ganz anderem zeugen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11701 - 11. August 2017 - 21:45 #

bei "Virginia" und "To the Moon" war das nicht der fall. da fragt sich in welchen fällen ihr denn diese üblichen maßstäbe anlegt und wann ihr es für gerechtfertigt ansieht, dies aufgrund der emotionalen wirkung nicht zu tun.

Benjamin Braun Redakteur - P - 342508 - 12. August 2017 - 15:30 #

Du hast da, denke ich, was falsch verstanden. Wir haben noch nie in unserer Wertung unberücksichtigt gelassen, wenn uns ein Spiel emotional gefesselt hat – oder eben nicht. Der Punkt ist, dass dieser Aspekt bei uns selbstverständlich in die Wertung einfließt (und ja auch im Text entsprechend behandelt wird), aber nicht alles andere mal eben wegwischt. Vielleicht ist Dir darüber hinaus eine Parallele zwischen Virginia und To the Moon aufgefallen. Da steht nämlich bei uns keine 9.5/10 oder so drunter. Wir haben uns da für eine andere Lösung entschieden. Und ja, die hat auch damit zu tun, dass diese beiden Titel keine Topwertung kassiert hätten – die trotz der Stärken und Besondherheiten in keinem der beiden Fälle gerechtfertigt wäre. Aber ein Herzchen, oh, jetzt habe ich die Parallele doch selbst verraten, drückt (in Kombination mit dem Text!) halt was anderes aus als eine 9.5, 91 von 100 oder so es bei einem Spiel wie Hellblade ausdrücken würde. Denn die bedeutet: Geniales Spiel, Pflichtkauf. Und das ist Hellblade für manche Leute vielleicht, wie das manche Leute von jedem x-beliebigen Titel behaupten würden. Aber objektiv ist es das nicht – was auch für To The Moon oder Viginia gilt. Aber da haben wir uns, eben trotzdem uns das in bestimmten Aspekten herausrangend gut gefallen hat, nicht zu "Noten zur Blindkaufempfehlung" entschieden, weil die auch nicht angemessen wären. Wir schreiben halt nicht Tests für die Entwickler, Publisher oder die Fans.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11701 - 12. August 2017 - 17:42 #

man kriegt schon bei euren tests mit, ob euch titel auch emotional ansprechen oder nicht. so ist das ja nicht. ich will auch gar nicht darüber streiten, bei welchem spiel ihr das sein müsstet. mir ist nur nicht klar nach welchem kriterium ihr entscheidet bei der bewertung einem titel eine sonderbehandlung zukommen zu lassen und wann nicht.

bei den beiden genannten titeln ergab sich mir der eindruck, du und Philipp wäret so begeistert von dem jeweiligen spiel gewesen, dass ihr meintet die sich eigentlich durch den test ergebene wertung würde dem werk nicht gerecht werden (wenn ich dich richtig verstehe, war das auch so). mir scheint das dann doch inkonsequent zu sein, wenn bei solchen einzelfällen eure begeisterung dazu führt, dass sonst geltende prinzipien außer kraft gesetzt werden.

Virginia habe ich zB selbst gespielt und ich persönlich kann da die begeisterung überhaupt nicht nachvollziehen. meinem empfinden nach hätte eher ein Life is Strange ein ♥ verdient und den nächsten den wir fragen sieht das vlt bei Hellblade so. natürlich testet ihr die spiele hier und nicht jemand anderes, aber konsequent ist das dann nicht mehr.

ok, soweit mir bekannt ist, sind es auch nur diese beiden titel mit so einer wertung gewesen. insofern mag ich jetzt unnötig darauf herumreiten. da das keine exakte wissenschaft ist, kann man den emotionalen impact eines spiels ohnehin nur schwer quantifizieren. und durch die person des testers ist stets ein wie auch immer gearteter bias vorhanden, der unbewusst zur geltung kommt.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7630 - 12. August 2017 - 11:39 #

Es ist jetzt wirklich nicht böse gemeint (ich habe auch mein Abo erst verlängert), aber irgendwie hat GG im letzten Jahr sehr oft meinen Geschmack mit den Wertungen massiv verfehlt. Und zwar bei einer bestimmten Richtung Spiel, meist mit einem ähnlichen Schema, z.B. auch bei The Last Guardian oder einigen Indies. Immer war die Wertung niedrig, die Begründung "wir lassen uns nicht von tollen Ideen/Andersartigkeit des Spiel blenden" und dann waren das Spiele, die ich jetzt im Nachhinein sehr traurig wäre, wenn ich sie wegen der GG Wertung nicht gespielt hätte. Bei Hellblade ging es mir jetzt schon so, dass ich dachte "Ah, GG hat das mal wieder schlechter bewertet, dann wird das wohl wirklich was für mich sein." Und siehe da, Hellblade gefällt mir im Moment ausgesprochen gut.

Von den Empfehlungen her trifft 4players es seit einer Weile richtig gut bei solchen Spielen, das hätte ich vor 3 Jahren nie geglaubt wenn es mir einer gesagt hätte.

Toxe 21 Motivator - P - 30881 - 12. August 2017 - 12:10 #

Willkommen im Club. ;-)

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21914 - 12. August 2017 - 13:15 #

Mir gehts genau andersrum. Gerade bei Last Guardian hab ich bereut auf 4Players gehört zu haben. Das Spiel war imho eine Riesenentäuschung und für mich die endgültige Einsicht, dass für mich ein Spiel ohne vernünftige Mechanik einfach nicht taugt. Uncharted war schon an der Grenze, aber Last Guardian oder die Telltales gehen quasi garnicht...

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 12. August 2017 - 22:55 #

Ich beziehe mich mal auf Prey.
GG beschreibt mir da ein solides Spiel mit interessanten Ansätzen, denen allerdings am Ende der Schliff fehlt, und verschiedenen Nicklichkeiten.
Im 4Players - Test steht, welch ein phantastisches Spiel mit einer genialen Geschichte es ist und das Ende erst.
Jetzt mag es ja an mir liegen, aber ich kann aus dem 4Players - Test nichts anders herauslesen und was ich da lese, kann ich nach dem Durchspielen nur als groben Unfug bezeichnen, während der GG - Test immer noch passt.

Bei Hellblade sieht es nun seitens der Magazine wieder so aus. GG schreibt einen Test, der mein Interesse am Spiel weckt und mir Stärken und Schwächen schildert, während mir 4Players eine Lobeshymne vorlegt, der ich nichts entnehmen kann.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7630 - 13. August 2017 - 8:40 #

Es bleibt überraschenderweise dann eben doch Geschmackssache ob einem ein Spiel gefällt oder nicht. Ich werfe GG auch eigentlich im Kern nur vor, dass ihre Wertung mich jetzt ein paar Mal zu oft versucht hat von Spielen abzuhalten, die ich nicht hätte verpassen wollen. Einige 9er Wertungen liegen dagegen kaum gespielt herum. Geschmackssache, eben, und da sind wir wieder bei der alten Wertungsdiskussion.

Das gab es schon immer, siehe GTA 1, und es wird meist nur als Fehler eingestanden wenn nachher die halbe Welt das Spiel spielt, jeder es liebt und Verkaufsrekorde gebrochen werden. Ansonsten versucht die Redaktion ihre Linie beizubehalten und zu verargumentieren. Verständlich? Sicher. Menschlich? Definitiv. Ärgerlich für mich als Fan besonderer Spiele? Ja.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 10:32 #

Ok ich habe mich jetzt mehr auf den Inhalt des Testes bezogen als auf die Wertungsnote. Jene war schon immer eher ein Metaspiel für die redaktionelle Einordnung zum direkten Vergleich zwischen sehr ähnlichen Spielen. Besonderen Spielen fehlt oft dieser direkte Vergleich und man muss als Leser stärker abstraktieren. Hier bei GG würde mich nun keine Wertungsnote über einer 5.0 abschrecken während ein GTA kann noch so oft eine 10 bekommen und ich sie mir nicht kaufe.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 13:54 #

Hm... das ist aber... hm. Wenn ich mich nur darauf besinne, wie häufig beide Magazine meiner eigenen Einschätzung entsprechen, spricht die Quote für keine der Beiden.

Bei 4Players ist das insofern nachvollziehbar, da dort ein einzelner Tester einen subjektiven Test schreibt. Da hofft man, dass der Tester den eigenen Geschmack trifft.

Bei GamersGlobal wird die Gesamtwertung aus objektivierter Kleinteiligkeit hergeleitet, bei der ich für mich persönlich jedes einzelne Kriterium nochmal auf den Prüfstand stelle.

Wenn ich die jeweiligen Spiele schon kenne, fällt mir das in beiden Fällen leicht, mir eine klares Bild davon zu machen, wo ich zustimme und wo nicht. Wenn ich vor einer Kaufentscheidung stehe, schaut das ganz anders aus. Hier auf GG argumentieren die Befürworter objektiver Wertungen gerne damit, dass man dort anhand eines vergleichbaren Maßstabs für sich selbst einordnen kann, was Spaß macht und was nicht. Ich kann das nicht so ohne Weiteres. Dafür ist die Spielelandschaft heute viel zu breit aufgestellt und auf unterschiedlichste Zielgruppen gepolt. Je mehr das Spiel in Richtung Special Interest geht, umso mehr verliert Vergleichbarkeit IMHO ihren Sinn.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 16:32 #

Die Wertung ist ohne den Kontext des restlichen Textes für mich immer wertlos und rückt das Spiel nur in den Wertungskosmos des Magazines ein. Ich bin auch nur seltens mit der GG - Wertung konform und liege meistens 1,5 / 2 Punkte unter der Wertung. Ich meine in einem Fall lag ich sogar über der Wertung.

Ich streite da für den objektiven Test, weil ich aus dem Text Rückschlüsse ziehen kann, ob mich das Spiel interessiert. Aus dem subjektiven Test kann ich höchstens Aussagen über Tester treffen.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 17:02 #

Die Argumentation kann ich zwar einerseits nachvollziehen, nur für mich persönlich aus einem objektiven Test nicht - jedenfalls zum großen Teil nicht. Wertungen habe ich seit einer Weile bei GG auch ausgeblendet, da sie mMn das Extrakt, welches ich aus den Tests ziehe, eher verfälschen.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 19:50 #

Hmm ich fände es interessant, herauszufinden woran, jenes liegt. Bist Du Dir Deines Spielegeschmackes den sicher? Also weißt Du auf Anhieb was Dir gefällt?

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 21:39 #

Grundsätzlich bin ich mir meines Geschmacks schon sehr sicher, wenn es um die Spielmechanik oder das Genre geht. Bei allem, was sonst dem Spiel Substanz gibt, Story, Charaktere, Questdesign und einige andere Dinge, schon weniger.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 22:45 #

Ok da unterscheiden wir uns. Mir ist das Genre recht egal und auch bei der Spielmechanik bin ich erst einmal für alles zu haben. Ich lasse einem Spiele also ziemlich freie Hand wie es mich unterhalten will. Dafür weiß ich dann sicher auch sicher, was mir gefällt, was mir nicht gefällt und bin auch bereit mich dem Spiel anzupassen. Letzteres heißt, daß ich eine Tarnmantelgeschichte, welche nur die Missionen verbinden soll (Xcom2 zum Beispiel) keine Anforderungen stelle wie an ein prätentiös Spiel (Ja ich meine Dich Bioshock)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12260 - 13. August 2017 - 17:56 #

Deswegen mag ich die GG Wertungen so, die passen für mich, als objektive Wertung schon immer sehr gut. Eine ähnliche Trefferquote hat ansonsten eigentlich nur noch Angry Joe.

Dass ich subjektiv aus persönlichem Geschmack und Interesse ein hier mit 70 bewertetes Spiel u.U. besser als eines mit 90 finden kann ändert daran gar nichts.

Es zeigt höchstens, dass persönlicher Geschmack für einen einzelnen entscheidend sein sollte. Ich spiele auch kein GTA oder Fifa, egal wieviele 90er bis 100er Wertungen die kassieren und wie gut die Titel objektiv sind. Aber ich spiele gerne diverse Japano-Titel, die in den "offenen" Spielemedien generell nicht sonderlich gut abschneiden.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 18:36 #

Wenn ich darüber nachdenke, wessen Wertungen gut zu mir passen würden... poah. Schwierig. Auf Redaktionen bezogen fällt mir da nichts ein, es gibt sicher einzelne Redakteuere. Hier bei GG liegen mir die Tests von Christoph am meisten - er testet nur für meinen Geschmack überwiegend Spiele, die mich nicht interessieren ;)

Nur was du da zwischen einem 70er und 90er Titel beschreibst, ist genau der Grund, wieso ich die Wertungen für mich als manipulativ empfinde ('manipulativ' ist vielleicht etwas zu stark als Wort, aber es verfälscht schon meine Wahrnehmung der Argumente im Text).

GTA finde ich für mich btw als richtig schlechtes Beispiel. Ich habe inzwischen mit der Reihe komplett abgeschlossen. Wenn ich über die Charaktere von Teil 5 rede, bekomme ich nur schlechte Laune. Könnte man meinen, dass diese Art von Spiel nichts für mich ist, nur ich mag die Saints Row Reihe wirklich sehr gerne. Der Grund, warum ich GTA nicht leiden kann, sind Story und Charaktere und mir fällt kein Test ein, der Einem das annähernd nahe bringt. Der Witz ist, dass wenn ich mit gleichaltrigen Gamern (Mitte 40) zusammentreffe und das Gespräch auf GTA fällt, es dort immer eine Reihe von Leuten gibt, denen der Gedanke widerstrebt, in die Rolle von abgef*** asozialen A*** zu schlüpfen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12260 - 13. August 2017 - 19:32 #

Hmm, kann tatsächlich am Alter liegen, meine Abneigung gegen GTA stammt auch hauptsächlich aufgrund der Charaktere, die man dort spielt. Ich will halt weder abgefuckter Schwarzer Hip Hop Rapper noch Russen Mafioso noch Psychopathen-Killer sein. Während die Persönlichkeiten bei Saints Row mir einfach schon wegen ihrer Abgefahrenheit Spaß machen.

Ich denke den "voll krass Gangster" mögen tatsächlich dann eher Jüngere!?

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 19:54 #

Das denke ich nicht. GTA hat ja von Anfang an die Spielerschaft begeistert, sich Verkauf wie geschnitten Brot und jenes schon vor 20 Jahren. Da waren wir ja auchg noch junge Hüpfer.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 20:27 #

Erhebungen, wie groß der Spieler am Markt ist, die mit der Serie nichts anfangen können, gibt es aber vermutlich auch nicht.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 20:40 #

Das alte Problem: Was ist ein Spieler und betrachtet er sich auch als selbiger.

Im Schnitt verkauften sich die GTA - Titel etwa 25 Millionen Mal seit Teil 3. GTA V lag zwar bei etwa 60 Millionen, aber da dürften durch das Remaster einiges an Doppelkäufern sein. Alles im Allen dürften wir von der stärksten Kern - SP - Marke reden.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 13. August 2017 - 21:05 #

Die Stärke einer Marke - auf mich selbst bezogen - interessiert mich persönlich wenig. Es gibt unterschiedliche Spielertypen und bei 60 Millionen Käufern kann man auch davon ausgehen, dass es mindestens genauso viele Leute auf Konsolen oder PC unterwegs sind, die mit damit nichts anfangen können oder die Spiele sogar kritisch sehen.

Wenn ich in die Charts schaue, sind meist die oberen 10 bis 15 Platzierungen Multiplayer-Titel, zumeist Shooter. Das überspringe ich quasi, weil ich diese Spiele nicht spiele. Btw es hat auch 4 Käufe von GTA-Teilen bis zur Selbsterkenntnis gebraucht, dass die Reihe und ich wohl niemals Freunde werden (Vice City fand ich allerdings schon nett).

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 13. August 2017 - 21:51 #

Wieder die Frage was ist ein Spieler? Ich würde sagen, daß jeder Candy - Crush - Saga - Spieler gehört dazu. Du sagst jeder mit einer Konsole oder PC. Dann reden wir in beiden Fällen von Millarden Menschen. Sagen wir aber mal zu Spaß, daß ein Spieler jemand wie wir sind (ok genauer wie ich bin): Breiter Spielegeschmack, mehr als 10 Spiele im Jahr (aktuell bin ich jetzt bei 20), Interesse an der Branche, breites Spielewissen... Dann denke ich daß bei 30 Millionen Spielern weltweit so ziemlich das Ende der Fahnenspitze ist.

Das ich und die Reihe keine Freunde werden wusste ich bei GTA 3, welches auch mein erstes GTA warn und das offene Welten und Sandkästen nicht meines sind. Aber auch jene Erkenntnis hat lange gebraucht und ist durch viele Diskussionen entstanden. Ich habe dennoch jeden Teil gespielt (und immer in der letzten Mission fallen lassen) bis auf GTA V. GTA IV halte ich aus der Serie als das einzig gute Spiel der Reihe ... also sobald man im Menue den Punkt gefunden hat, der die Handyanrufe ausstellt.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 14. August 2017 - 22:16 #

Da musste ich etwas länger in mich gehen. Da steckt natürlich viel an Eindrücken aus persönlichem Umfeld drin, nur bin ich nicht so sicher, ob man die Zahl so auf eine geschätzte Größenordnung festlegen kann. Bzw ich bin bei sowas gedanklich auch etwas anders unterwegs.

Die Spielergruppe, zu der ich mich zähle (dämliches Schubladendenken), umfasst mit Sicherheit nur ein Bruchteil von dem, was Verkäufe eines einzelnen Megasellers, wie GTA5 oder Battlefield 1 ausmachen. Grob gesagt: Vor etwa 35 Jahren angefangen zu spielen, habe auch nie wirklich damit aufgehört und spiele bis heute genauso aktuelle Titel, wie auch Klassiker bis hin aus der 8Bit-Ära. In der Vergangenheit verhaftet, aber auch neugierig auf Neues. Wenn ich meinen Bekanntenkreis mit dazu nehme, gibt es auch fast immer noch ein zweites Hobby in der Gaming-Ecke (bei mir Retro-Spiele-Entwicklung).

Das schmeckt vielleicht nach einer 'früher-war-alles-besser-Sichtweise', allerdings ist die aktuelle Spielelandschaft für mich das reinste El-Dorado. Mir ist auch wie gesagt vollkommen egal, was gemessen an Marktanteilen gespielt wird, denn ich kaufe ja die Produkte für mich selbst und nicht, um mit einer Masse zu schwimmen. EA und Activision hocken dann halt mit ihren Games-as-a-Service-Online-Multiplayer in einem anderen Becken. Es werden ja auch immer noch regelmäßig AAA-Spiele nach meinem Geschmack hergestellt und im Indie-Sektor fällt mir oft genug die Entscheidung schwer, so groß ist das Angebot...

Um die Brücke zu Tests zu schlagen: Ich hatte in einem vorherigen Kommentar angemerkt, dass ich aus GG-Tests Aspekte, wie die Spielmechanik für hilfreich halte. Allerdings auch für einen selbstverständlichen Standard, dass ich das eigentlich schon wertungsneutral sehe. Bis zu einem gewissen Grad auch die Technik. Der Grafik- und Musikstil bleibt Geschmacksache, aber ich kann mich jetzt kaum an Spiele erinnern, bei denen mir zb die Framerate wirklich den Spielspaß vermiest hat. Ich behaupte aber einfach mal, dass ab einem bestimmten Production Value diese Kriterien bei abwägender Wichtung ausreichen, dass ein sonst durchweg stinklangweiliges Spiel nicht in die unteren 50% abrutschen würde. Erfreulich für den Hersteller, wenn die Dinge so stehen.

Dieses 'Stinklangweilige' macht mMn den relevanten Part bei der Bewertung aus, bzw alles, was das Spiel sonst anfüttert. Und ich wüsste das jetzt nicht besser zu beschreiben, als, dass in heutigen Spielen die nicht-technischen Bereiche derart Gewicht bekommen, dass man die mMn nicht mehr eindeutig aburteilen kann. Speziell, wenn es um die Story geht. Die Meinungskästen greifen da leider oft etwas kurz, bzw der Haupttester kommt selten über eine Zusammenfassung des Tests hinaus und bei der Zweitmeinung ist auch nicht selbstverständlich, dass sie auf Kritikpunkte im Fließtext aufbaut. Mir giert es dann nach weiteren Meinungen und Diskussionen ;) Die letzten Jahre hatte ich daher Seiten wie 4Players, Eurogamer, Polygon oder Superlevel (welche leider kurzfristig die Tore schließt) mit herangezogen, bzw auch den Auf-ein-Bier-Podcast oder Foren wie Pixelor.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 16. August 2017 - 0:29 #

Schubladendenken ist natürlich klasse und Vorurteile erleichtern die umständliche Datensuche.^^
Natürlich kaufen wir die Spiele für unser Vergnügen. Mein Vergnügen kann aber auch daran liegen, herauszufinden warum es Anderen so gefällt.

Das man mit genügend Produktionsmitteln immer einen 5,0+ Titel, stimmt in aller Regel, aber es gibt ja noch Titel wie "Ride to hell - Retribution", bei den man das Geld wohl eher zum Heizen benutzt hat, aber auch Titel Metro 2033, welche mit "wenig" Geld viel Zustande bringt.

Das man wiederum die nicht technischen Bestandteil eines Spieles nicht eindeutig bewerten kann, halte ich für falsch.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 17. August 2017 - 0:11 #

Das Eine schließt das Andere nicht aus. Versaubeutelte Steuerung oder ein auf allen Ebenen verunglücktes Produkt wie Ride to Hell ist auch meiner Meinung nach einen Verriss wert - in jedem Fall eine Diskussion um Abwertungen. Nur der Normalfall ist inzwischen eine funktionierende Steuerung und die heutigen üblichen Engines legen genauso technische Standards fest.

Bei dem Part mit den nicht technischen Bestandteil bleibe ich. Wenn man verschiedene Reviews oder Kritiken zu Spielen umschaut (bzw gerade bei Großproduktionen gibt es ja idr reichlich), stolpert man zwangsläufig über unterschiedliche Beurteilungen und die auch durchaus ausführlich und nachvollziehbar begründet. Nimm als Beispiel den GG-Test von Mass Effect Andromeda und nimm dagegen die Kritik von Auf-ein-Bier. Das sind völlig gegenläufige Meinungen - beide Seiten mit treffenden Argumenten (meine persönliche Meinung geht dabei Richtung GG, wobei ich die Wertung für zu hoch halte).

Anderes Beispiel ist für mich Last Guardian. Den Test hier auf GG empfinde ich im Detail korrekt, allerdings bei solch einem Special-Interest-Game nicht gut greifbar. Was man herauslesen kann, dass es kein Spiel für jedermann ist, technisch durchwachsen, die Steuerung verkorkst und dass Benjamin anscheinend nicht so den Draht zu Tieren hat. Allerdings zusammen mit der Stunde der Kritiker ergibt sich ein ziemlich klares Bild, da man merkt, wie unterschiedlich dieses Spiel auf verschiedene Menschen wirkt.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 17. August 2017 - 14:03 #

So weit würde ich nicht gehen. Gerade bei kleinen Spielen sieht man doch eigentlich, daß der Standard weit unter dem A - Niveau ist. Da fließ dann doch noch einiges an Arbeit und Geld in die Graphik und Mechanik bis sie so rund sind. Deswegen auch kleine Produktionen selten diese "Wertungsicherheit" und wenn ein A+ - Titel so scheitert wie Rth - R, wird er wie die Sau durchs Dorf getrieben.

Jetzt kenne ich die Wertschätzung zu Maa effect: Andromeda von AeB nicht, aber mir ist im Vergleich aufgefallen, daß sie deutlich zahmer geworden sind. Herr Gebauer meckert ja nicht so sehr über schlecht erzählte Geschichten. Es gibt aber immer noch den Punkt es Gefallens und jener ist sehr subjektiv. Ich kann ja tagelang über schlecht erzählte Geschichten meckern und dennoch einen Jerry Cotton - Groschenroman lesen.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 17. August 2017 - 15:12 #

... wenn es nach Jochen Gebauer gehen würde, hätte Mass Effect Andromeda keine 50%-Wertung erhalten. Und er hat massiv gegen das Storytelling von dem Spiel gewettert, genauso wie André Peschke auch.

Nur ernsthaft: Auch eine bemüht objektive Betrachtungsweise fußt auf Eindrücken des Testers. Der Maßstab für die Objektivierung fußt auf Maßstäben einer Redaktion und so Menschen testen, schwingt immer auch Subjektivität mit. Es eignet sich nicht als Totschlagargument für eine Bewertung, nur weil jemand einen anderen Eindruck hat und das als Meinung äußert. Form vor Inhalt zu stellen war noch nie konstruktiv.

Was die Wertungssicherheit angeht, finde ich das bei Indie-Games, besser gesagt, Spielen mit niedrigem Budjet für überhaupt nicht problematisch. Also unabhängig von meinem Habitus, hier die Wertungen auszublenden, finde ich da beispielsweise auch die Abgrenzung in die Check-Artikel hier auf GG für sehr sinnvoll. Gamestar versucht ja mit dem aktuellen Wertungssystem den verschiedenen Strömungen entgegenzukommen, aus denen Spiele versuchen, Atmosphäre zu ziehen oder Technik durch Stil auszugleichen. So übergreifend funktioniert das allerdings nicht wirklich gut, jedenfalls im Sinne der Vegleichbarkeit.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 19. August 2017 - 1:53 #

Eine objektive Betrachtung entsteht aus der Kenntnis von allgemeinen Kriterien, welche sowohl übernommen und angepasst werden aus anderen Feldern also auch von Machern, Kritikern und zum Teil der interessierten Allgemeinheit gebildet werden. Das Problem ist zum Einen diese Gruppen solange ihr eigenes Süppchen kochen, bis das Medium ein so großes Problem hat, daß kriselt und zum Anderen verlangt es neben eine sehr analytische Betrachtung eine Vorbildung in diesem Bereich, wenn man das Rad nicht ständig neu erfinden möchte. Eventuell könnte man sich dann noch darüber unterhalten, ob man auch Kenntnisse über die Besonderheiten des Spiels haben sollte (Hier jetzt die psychologisch Störung/ kulturelle Prägung) oder ob es nur auf die Form der Darstellung ankommt.
Um einen gewissen Grad der Objektivierung kommt man hingegen nicht herum, wenn man Anderen seine subjektive Meinung erklären möchte.

Den Inhalt über die Form zu stellen, ist wiederum unsinnig, weil nur eine Handvoll Grundgeschichten gibt, welche sich dann durch Entscheidungen der Form unterscheiden. Das Problem, welches Du eher meinst, ist eine Schwierigkeit der Anpassung der Regeln an den "Willen" des Werkes. Zum Beispiel Popcorn - Kino, "Kunstfilme" und Erzählkino anhand der gleichen Maßstäbe ist nun einmal ebenso unsinnig wie ungerecht. Ein kohärentes Wertungsystem daraus zu basteln, ist bestenfalls schwierig. Ich nehme mal Planescape als Beispiel: Wenn ich es als Erzählspiel bewerte komme ich aus meiner Sicht nicht um eine 10/10 herum. Als Rollenspiel gerade im Sinne der Vergleichbarkeit wäre ich bei einer 3,5/10. (Ich nehme eine 5 als Durchschnitt, wobei die Schwellen nicht proportional ist.) Da hat ein Wertungssystem wie 4Players einen unbestreitbaren Vorteil.

Was man am Ende des Tages natürlich nie objektivieren kann, ist der Spielspaß. Das ist schlicht zu individuell bei jeden, aber da würden wir den Bogen zu weiter oben schlagen.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 21. August 2017 - 11:18 #

Ach, ich weiß nicht. Ich bin dafür viel zu lange selbst Spieler, als dass ich mich auf solch eine objektivierte Kritik alleine verlassen würde. Die Kriterien, die du aufzählst, weiß ich sehr wohl zu schätzen. Sie sind mir für eine allgemeingültige Bewertung viel zu verkopft (passiert allerdings auch bei subjektiven Artikeln zuweilen, wenn ich mir den Test zu GTA5 auf 4Players anschaue).

Tatsächlich stelle ich bei Medien grundsätzlich den Inhalt über die Form, auch wenn es einen dazu zwingt, selbst zu analysieren. Es bietet drastisch mehr Substanz und rückt auch die weniger glückliche Entwicklung zurecht, dass bei objektivierter Betrachtung Spiele mit professionalisierter Langeweile (handwerklich perfekt, verliert sich spielerischen Belanglosigkeiten) die Wertung langfristig immer weiter nach oben drückt - weil alleine der Production Value sich entsprechend auswirkt.

Wie du schon sagst: Den Spielspaß kann man nicht objektivieren. Er lässt sich häufig nicht einmal klar bestimmten Spielertypen zuordnen. Das wird zukünftig nicht einfacher, wenn es die Industrie antreibt, eher die Spielerfahrung nach vorne zu bringen als den spielerischen Kern. Um so wichtiger finde ich es, dass ein Magazin klare Kante zeigt, aber gleichzeitig begreift, dass man nicht alleine auf der Welt ist und auch nicht die Wahrheit für sich gepachtet hat.

Unabhängig davon sind die Menschen, deren Meinung ich mir sozusagen frei einhole, ebenfalls erfahren und idr auch mehrere Jahrzehnte. Es wird ihnen vorne und hinten nicht gerecht, an deren Aussagen qualitativ unterschiedliche Maßstäbe anzusetzen.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 22. August 2017 - 22:52 #

Die Annahme, daß objektive Gesichtspunkte der Kritik den Wertungsschnitt für Spiele mit dem größeren Geldmitteln nach oben treiben, mag ja so erlernt sein, aber sie ist auch grundfalsch. Die größeren Treiber sind da die technologische Begeisterung, wobei ich da gerade die späten 90 - iger bis die mittleren 2000 - er sehe und ein kohärentes Wertungssystem. Zusätzlich spielen wir Spieler heute doch quasi keine schlechten Spiele mehr. Der ganze Schrott geht an uns unbeachtet vorbei und damit wird unsere akzeptable Wertungspanne kleiner.
Beim Film sieht es da schon ganz anders aus. Da erzielt ein kleiner Film, der seine Mittel clever verwendet, durchaus bessere Kritiken, als ein Film der sein Geld spektakulär aber talentfrei auf die Leinwand bläst.

Deine Forderung ist natürlich paradox. Ohne die Überzeugung richtig zu liegen bzw. die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, kann ein Kritiker nicht arbeiten. Er kann zweifeln und hadern, aber in der Sekunde in der seinen Befund veröffentlicht, sei es nun objektiv oder subjektiv geprägt, muss er sich sicher sein und bereit sein seine Kritik zu verteidigen. Sei es nun gegen die Industrie, die Mitbewerber oder die breite Öffentlichkeit. Man testet zwar gerade für die letzte Gruppe, aber beurteilt eben für die Gruppe und nicht für jedes Individuum. Deswegen spaltet sich die Gruppen ja auch auf und wählen die Kritiker, bei dem sie sich am ehesten selbst wiederfinden.

Deswegen verstehe ich Deinen letzten Absatz auch nicht. Ein Kritiker wird an sehr vielen Maßstäben gemessen und zwar von jedem einzelnen Rezipienten. Objektiv oder subjektive? Bestimmte Nische oder das ganze Sortiment? Den Blick eher auf Geschichte, Mechanik oder Gameplay? Und wie sieht jenes überhaupt perfekt aus?

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 23. August 2017 - 0:34 #

Bei dem Thema werden wir vermutlich nie auf einen Nenner kommen. Unabhängig von unserer gegensätzlichen Meinung möchte ich kurz anmerken, dass ich unsere Diskussion sehr interessant finde. Aber meine Haltung ist auch keine Forderung per se (irgendwie scheint da was bei meiner Ausdrucksweise falsch rüberzukommen). Bzw dass die Erwartung, dass Kritiker die Wahrheit nicht für sich gepachtet haben, paradox sei - da verweise ich gerne auf den Podcast von Auf ein Bier. Dort wurde das mehrfach ausführlich diskutiert - inklusive Spielejournalisten und Menschen aus der Spieleindustrie. Aus der Luft gegriffen ist der Punkt nicht.

Was ich unterm Strich von einem Kritiker erwarte ist eine persönliche Kaufempfehlung oder eben nicht. Objektivierbare Punkte sind dafür ein Rahmen, aber wenn ich ein Spiel spiele, achte ich auf das Spiel: Ein Extrakt aus dessen Mechanik - Handlung - Atmosphäre. Der einzige Punkt, den man unter dieser Prämisse den Tests auf GamersGlobal gegenhalten kann (aus meiner Perspektive), dass man sich über die Meinungskästen jenen objektivierten Kritikpunkten nicht stellt, sondern die Meinung eher als Option äußert und beim Haupttester oftmals eher einer Zusammenfassung gleichkommt.

Dein letzter Satz beschreibt eine Achse, die es mMn nicht gibt. Ich würde auch soweit gehen, dass der Maßstab eines theoretisch perfekten Spiels zur Beurteilung vollkommen überflüssig ist. Wenn ein Test anfängt zu den Inhalt nach bestimmten Spielertypen zu relativieren geht bereits Vergleichbarkeit verloren. Ich käme zb bei Fallout 4 auch bei objektiver Betrachtung zu völlig anderen Ergebnissen als GamersGlobal, weil ich die Kriterien anders wichten würde (angefangen bei dem sehr mittelmäßigen Questdesign des Hauptspiels bis hin zur Rolle des Siedlungsbaus) - interessanterweise wäre ich am Ende bei der gleichen Wertung. Eine Zahl, aber unterschiedliches Verständnis, wie sie zustande kommt.

Das ist natürlich nachvollziehbar, dass man als Tester auch aus solchen Gründen sich an einer bestimmten Gruppe orientiert. Nur fehlt mir ehrlich der Glaube, dass man auf dem Weg überhaupt einen Spielertyp genau trifft. Die eigene Meinung bleibt derweil authentisch. Die Meinung kann einem auch niemand nehmen, solange sie angemessen begründet wurde. Stehen unterschiedliche Blickwinkel im Raum und entsteht eine Diskussion, ergibt sich ein Spektrum, welches der einzelne Test niemals abdecken könnte.

Elfant 16 Übertalent - P - 5171 - 26. August 2017 - 22:00 #

Eine Diskussion ist ja auch wie ein Flirt: Entscheidet ist nicht, ob man hinterher zusammen kommt, sondern das der Weg interessant war.

Forderung war sicherlich etwas hart von mir interpretiert. AeB ist da in der Tat für uns beide eine Paradebeispiel. Auf der einen Seite lehnen sie Objektivität ab und erlauben jedem eigene Wahrheit. Auf der anderen Seite gehen sie nach festen Kriterien vor und verhandeln weder in ihrer Wertung noch Meinung. Meiner Meinung nach gehen sie da auch den von mir beschrieben Weg.

Ein Tester gibt immer eine "persönliche" Kaufempfehlung als Teil seines Berichts. Die Meinungskästen hier bringen mir nur abseits des Haupttesters einen Erkenntnisgewinn. Objektivität ist ja nicht umsonst ein Ideal.

Mein letzter Satz beschreibt ja das losgelöste Verständnis eines einzelnen Spielers und nicht die Weltenformel der Kritik. Der Rezipient wählt sich den Tester aus, mit dessen Arbeit er sich am Besten vertreten oder verbunden fühlt.
Der Tester versucht seinerseits seine Rezipienten in eine oder mehrere Gruppen zu definieren. Allerdings weniger um sich an dieser(/n) Zielgruppe(n) zu empfehlungstechnisch orientieren als aus Vermarktungsgründen.

Eine breite gepflegte Diskussion kann ein Test natürlich nicht ersetzen, aber sie kostet auch deutlich mehr Zeit und leidensbereite Spieler, um sie zu führen.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21914 - 12. August 2017 - 15:41 #

Die Edge gibt übrigens eine 4/10.
http://m.neogaf.com/showthread.php?t=1418728

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11701 - 12. August 2017 - 17:06 #

how edgy ^^

einsteinsneffe1971 16 Übertalent - P - 4277 - 13. August 2017 - 23:04 #

Hmm...der einzige große Wertungsausreißer ist der von GG. Was ich bisher so gesehen habe, gefällt mir, erinnert mich aber dennoch irgendwie frappierend an andere Games von NT. Kaufen werde ich es trotzdem, törnt mich irgendwie an.

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