Arcade-Check: Blackhole – ein sarkastisch kommentierter Schwerkraft-Puzzler
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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9. August 2017 - 10:20 — vor 6 Wochen zuletzt aktualisiert
Der Arcade-Check stellt jeweils ein interessantes Downloadspiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern mrkhfloppy und Old Lion betreut.

Der Schwerkraft-Abenteuer-Puzzler Blackhole verdiente sich seine Sporen bereits vor einiger Zeit auf dem PC und war dort so erfolgreich, dass der Titel mit vier DLCs bedacht wurde. Entwickelt von FiolaSoft Games aus Tschechien, erscheint nun ein Port für die Xbox One und die PlayStation 4, der sich Complete Edition nennt und alle Zusatzinhalte bereits beinhaltet. Wir haben ins Schwarze Loch geschaut und klären, ob sich ein Blick eurerseits ebenfalls lohnt.
Es gilt die gestrandete Endera wieder flott zu machen.
Lichtblick

Folgendes Szenario: Ihr blickt in den Innenraum des Raumschiffs Endera. Auf der Brücke befindet sich der Captain, der lautstark mit der KI namens Auriel über die aktuelle Mission, die Schließung eines Schwarzen Lochs (Was weiß schon dieser Einstein?), diskutiert und nebenbei nach seiner Crew und einem Kaffee verlangt. Die Mannschaft ist dann auch schnell zur Stelle, nur der Kaffee lässt noch auf sich warten, den nun der Kerl besorgen muss, der keine Aufgabe hat und auch sonst an Deck für wenig zu gebrauchen ist. Eure Wenigkeit. Noch während ihr den Kaffee kredenzt, gerät das Raumschiff aufgrund der Sogwirkung des Schwarzen Lochs in Not. Der Captain leitet ein Rettungsmanöver ein, um das Schlimmste zu verhindern. Aber es ist zu spät. Die Endera schleudert unkontrollierbar durch das Loch, schlägt hart auf und ist zerstört. Die Crew scheint verloren. Bis auf einen Überlebenden. Den Kaffeeholer.

Soviel zur Vorgeschichte von Blackhole, das euch nun eigenständig in die Welt entlässt. Ihr wacht neben dem Wrack auf und hört leise die Stimme Auriels, die sich auf einen PDA gerettet hat. Ihr folgt ihrem Ruf und sammelt sie schließlich ein. Ab sofort steht sie euch mit mehr oder minder hilfreichen Ratschlägen zur Seite. Ihr inspiziert das zerstörte Schiff und erfahrt, dass die theoretische Möglichkeit einer Reparatur besteht, solltet ihr die dafür erforderlichen Teile finden. So macht ihr euch also auf die Suche und erfahrt so immer mehr über das Gebilde, auf dem ihr gestrandet seid und das mehr Geheimnisse birgt, als ihr zu Beginn noch dachtet.
Die weiß schimmernden Flächen drehen bei Betreten das gesamte Level. Die grünen Punkte müsst ihr einsammeln.
Spielgeschehen und Inhalt

Auriel findet recht fix heraus, wo sich die dringend benötigten Ersatzteile befinden, bemerkt allerdings zugleich, dass ihr euch erst Zugang verschaffen müsst. Diesen erlangt ihr, indem ihr genügend Einheiten des Elements Sunburnium sammelt. Besagtes Element findet ihr in einzelnen Minilevels, die ihr nach und nach betretet und bestenfalls komplett leerräumt. Dabei gilt es, zu Beginn noch recht einfache, spätere extrem knifflige, Physik-Rätsel zu lösen, in dem ihr durch das Aktivieren einzelner Plattformen das Level und somit die Schwerkraft dreht. Dank dieses Kniffs kommt ihr auch an zunächst unmöglich zu erreichende Sunburns. Aber vorsicht: Vergesst den Rückweg nicht. Solltet ihr nämlich nicht zurück zum Ausgang gelangen, müsst ihr die Kammer neustarten und alle Elementteilchen erneut einsammeln.

So puzzelt ihr euch bis zu dem Punkt durch die Levels, an dem Auriel anmerkt, dass es eventuell doch weitere Überlebende geben könnte und betraut euch mit der Aufgabe, diese zu suchen. Das Prinzip bleibt das gleiche. Ihr löst die einzelnen Räume und gelangt so Stück für Stück weiter ins Innere des Gebildes zu euren Kollegen.

Insgesamt warten so an die 130 heraufordernde 2D-Levels auf euch. Allesamt schlau durchdacht und meist auf den ersten Blick nicht sofort durchschaubar. Ehrlich gesagt, bedarf es oftmals zig Blicke, bevor ihr ein Level komplett lösen könnt. Dabei wechselt ebenso oft der Aufbau der Areale, der mitunter vor heißer Lava glüht oder aufgrund des Eises sehr rutschig ist. Manchmal müsst ihr euch auch einfach nur beeilen, um nicht zu sterben. Fans des Genres kommen hier also voll auf ihre Kosten, zumal in der Complete Edition die DLCs Director's Cut, Testing Laboratory, Secret of the Entity und Challenge Vault bereits enthalten sind. Hinzu gesellt sich ein Soundtrack mit über 40 Titeln und ein digitales Artbook.
Im weiteren Spielverlauf müsst ihr mit den anderen Figuren interagieren.
Fazit

Blackhole ist ein Platformer, der es in sich hat. Gepaart mit der absolut überzeugenden Synchronisation, die in jeder Zeile einen sarkastischen Unterton trifft, erhaltet ihr ein Spiel, das vor allem inhaltlich überzeugt. Die Anzahl an Levels, das smarte Design und die suchterzeugende Spielmechanik rechtfertigen jedenfalls einen Kauf. Hinzu kommt der stimmige Soundtrack, der perfekt auf jeden Raum abgestimmt ist. Die Hintergrundgeschichte ist nicht preisverdächtig, hält euch aber bei der Stange. Wem also eine Herausforderung nichts ausmacht, sollte sich den Titel definitiv anschauen.
  • Physik-Puzzler (auch für PC, PS4)
  • Einzelspieler
  • Für logisch denkende Spieler
  • Preis am 9.8.2017: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Gefangen im Schwarzen Loch gibt es kaum ein Entkommen

Video:

Benjamin Braun Redakteur - P - 342508 - 9. August 2017 - 10:22 #

Habe noch nicht weit gespielt, aber das Ding scheint wirklich schnell ziemlich knifflig zu werden.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69678 - 9. August 2017 - 10:25 #

Das kann ich dir aber sagen. Da sind einige echte Kopfnüsse dabei, auf dessen Lösung ich nicht komme.

Aladan 23 Langzeituser - - 38286 - 9. August 2017 - 10:50 #

Danke für den Check. :-)

xan 16 Übertalent - P - 4565 - 9. August 2017 - 21:24 #

Hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm und dann so überzeugend. Danke für den Test!

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21051 - 10. August 2017 - 8:28 #

Ich habe das gleich auf meine Wunschliste gesetzt. Selbst auf dem PC ging das Spiel an mir vorüber.

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