Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 44
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29504 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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1. November 2009 - 22:05 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Wochenende neigt sich dem Ende zu, Zeit für ein paar Hardwarenews. Immer noch ist der GPU-Markt in Bewegung - man wartet auf nVidias "Fermi", größere Stückzahlen von ATIs Evergreen-Karten mit DX11 und Spiele, die diese Schnittstelle unterstützen. Beginnen wir also mit AMD/ATI:

Codename der kommenden Radeon-Karten enthüllt

Erst vor wenigen Wochen brachten die Grafikspezialisten bei ATI ihre erste GPU-Generation mit DirectX11-Unterstützung auf den Markt. Mittlerweile sind entsprechende Karten sogar nur schwer und teurer als zum Start im Handel erhältlich. Trotzdem ist bereits bekannt, dass wohl bereits im dritten Quartal des kommenden Jahres eine neue GPU-Generation angeboten werden soll. Die aktuellen DX11-Chips laufen unter dem Codenamen "Evergreen" und haben Bezeichnungen wie "Cypress" oder "Juniper". Die neue Generation wird laut den neuesten Erkenntnissen "N. Islands" heißen und sich  in Chips namens "Cozumel", "Ibiza" und "Kauai" unterteilen. Diese Namen sind als Eintragungen im ATI-Grafiktreiber Catalyst zu finden. Über die Leistung die Funktionen der Chips sagt das natürlich recht wenig aus, ein paar weitere Details sind aber dennoch bekannt. So werden die N. Island-Chips in 32nm Fertigungsstrukturen hergestellt und ATI wird wohl nicht mehr bei TSMC fertigen lassen sondern quasi hausintern bei Globalfoundries. 

Diese GPUs werden das erste richtige Neudesign seit der HD2000er-Serie bekommen, es wird sich also nicht um eine Weiterentwicklung der HD5000-Reihe handeln. Wie leistungsfähig diese Karten werden, steht aber noch in den Sternen. Auch AMDs kommende Mainboardchipsätze werden einen Grafikchip der zweiten DX11-Generation enthalten. Und die geplanten "Fusion"-CPUs, welche zusätzlich zur CPU noch einen Grafikkern spendiert bekommen, sollen auch auf diese GPUs setzen. Man sieht also, Treiber verraten Hardware, nicht nur bei ATI sondern auch bei nVidia:

Fehler auf der Webseite verrät fünf mobile GeForce-Modelle

Auf der Treiberdownload-Seite von nVidia tauchten vor einigen Tagen plötzlich neue und bislang unbekannte GPU-Bezeichnungen auf. So konnte man in einem Menü zur Bestimmung der eigenen Grafikkarte einige Modelle auswählen, die bisher unbekannt waren. Dabei handelte es sich um die GeForce GTS360M, GT335M, GT330M sowie GT310M und 305M. Dabei handelt es sich um Grafikchips für den mobilen Einsatz, aktuell werden dort GPUs der 200M-Reihe verbaut. 

Trotz der 300er-Bezeichnung werden diese Chips keine Unterstützung für DirectX11 bieten. Bislang hat es noch nicht einmal der Desktop GT200-Chip in die Notebooks geschafft. Wahrscheinlicher ist eine (bei nVidia aktuell recht beliebte) Umbenennung der aktuellen DX10.1-Modelle. Über Leistung und Energieverbrauch sind noch keine Daten bekannt, man wird sich also überraschen lassen. Aber Gamer sind für nVidia laut einem Interview mit einem AMD-Mitarbeiter offenbar eh keine Zielgruppe mehr:

Interessiert sich nVidia noch für Gamingprodukte?

Erst vor kurzem verkündete nVidias CEO Jen-Hsun Huang, dass es sich bei nVidia eigentlich um eine Softwarefirma handeln würde. Offenbar produziert man dort nur versehentlich Hardware. Der Focus des Unternehmens würde auf Software wie Tools, Compilern und Programmiersprachen für hauseigene Produkte liegen. Huang erwähnte bei dieser Gelegenheit auch, dass der Hauptumsatz seiner Firma mit den professionellen Quadro-Grafikkarten gemacht werden würde. Auf dem Markt für professionelle Karten (z.B. für CAD oder Rendering) hat laut Jen-Hsun nVidia eine Marktanteil von 95%. Dort werden 75% der Gewinne eingefahren, obwohl 75% der Umsätze im Gamingbereich gemacht werden. Man sieht also recht eindeutig, wie kompliziert es ist, mit Gaming-GPUs Geld zu verdienen. An diesem Punkt dürften allerdings Konkurrent AMD/ATI mit ihrer recht agressiven Preispolitik nicht ganz unschuldig sein. Weiterhin ist es natürlich einfach, als beinahe-Monopolist in einer Sparte hohe Gewinne einzufahren.
Jen-Hsun sieht nVidia allerdings tatsächlich nicht als Gaming-Company sondern als Video-Computing-Company. CUDA würde mit großer Priorität weiter entwickelt, die kommenden GPUs weisen viele Parallelen mit CPUs auf und sind definitiv nicht primär für Spiele entwickelt worden.
Allerdings sind laut Jen-Hsun Huang die Gamer zu einem Teil der Firma geworden, da die Geforce-Modelle permanent gutes Geld in die Firmenkassen gebracht haben.

AMDs Senior Manager of Developer Relations, Richard Huddy, ist mittlerweile der Meinung, nVidia würde den Gamingsektor vernachlässigen. Die technischen Details der Fermi-Architektur geben ihm recht. Verlassen da die Ratten gerade noch rechtzeitig das sinkende (Gaming-) Schiff oder überlässt nVidia seinem Erzrivalen ATI einen profitablen Markt zur quasi alleinigen Ausbeutung? Wie denkt die Gamersglobal-Community über die Zukunft der PC-Hardware und auch über die Zukunft der PC-Spiele? Beenden wir einen eher kleinen Hardwareroundup doch einmal mit einer Diskussion in den Kommentaren, eure Meinung zählt!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 1. November 2009 - 23:17 #

Die Spiele sind eröffnet, traut euch ;) ..

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 2. November 2009 - 0:11 #

Oh, es ist Grafikkarten Woche ;D
Irgendwie verwirren mich die neuen Grafikkarten Namen immer, ich komm immer mit den gaanz alten durcheinander :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 2. November 2009 - 0:18 #

Wobei es ja schon fast ein Hohn ist, die HD5000er mit nVidias unsäglicher 5000er-Reihe zu verwechseln ;) .

Aber ja, stimmt. Diese Woche ist sehr Grafikkartenlastig. Andererseits hat sich auf dem CPU-Markt mal so gar nichts getan (AMD stellt ein paar CPUs ein, in China fällt ein Sack Reis um, etc..) und Berichte über Mainboards sind für die Mehrheit wohl eher langweilig. Hatte überlegt, etwas zum neuen SATA-Standard mit bis zu 6GBit/sek. zu schreiben - aber was solls, braucht eh niemand und gibts auch erst auf einer Handvoll Boards mit Intels P55-Chipsatz. USB3.0? Vielleicht im Frühjahr mal als Randnotiz ;) .. Und zu einem anderen eventuell interessanten Thema, Notebooks aller Klassen - schreibe ich gerade einen Report (auch wenns noch etwas dauern wird bis zu Fertigstellung). Naja. Grafikkarten also. Oder auch nicht, wenns nach nVidia geht ;) .

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 2. November 2009 - 0:34 #

Hey, ich hatte mal eine nvidia 5er! Die hab ich mir damals gekauft, weil fast alle Spiele nur noch unter DX9.0c liefen und das konnte meine alte onboard-Grafik nicht ;)

Hm..gibts eigentlich schon irgendwelche neue Infos zu USB3? Das einzige, was ich bis jetzt darüber gehört hab ist, dass es angeblich bis zu(!) 170mb/s schafft (theoretisch).

Rondrer (unregistriert) 2. November 2009 - 0:43 #

170mb/s wär ziemlich schlecht ;)
Theoretisch wird USB3.0 4.8Gbit/s liefern können was in der Realtität bis zu 400MB/s entsprechen sollte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 2. November 2009 - 0:44 #

USB3.0 soll bis zu 4,8GBit/sek. übertragen können (USB2.0 : bis zu 480MBit/sek), bis zu zehnfache Übertragungsgeschwindigkeiten im Vergleich zum Vorgänger wären so theoretisch denkbar. Wie viel davon letztlich übrig bleibt, muss sich noch zeigen. Auch USB2.0 erreicht nicht die theoretisch möglichen 60MB/sek. Transferrate sondern maximal 35-40MB/sek..

Glücklicherweise soll USB3.0 abwärtskompatibel bleiben, alte Geräte kann man also weiter nutzen. Und auch die Stromversorgung wird verbessert - bisher sind maximal 500mA machbar, was für 2,5" externe HDDs oft nicht reicht. USB3.0 liefert deutlich mehr Energie.

Aber wie das immer so ist - die erste Generation an Controllern ist meistens fehlerbehaftet und/oder langsam. Erst wenn USB3.0 Einzug in Mainboardchipsätze erhalten hat, wird es interessanter. Solange Mainboardhersteller teure Zusatzchips verbauen und dafür dann auch noch rare PCIe-Lanes opfern müssen, wirds erst mal ein Nischenprodukt bleiben.

Und die nVidia 5er-Serie war ein großes großes FAIL von nVidia :) . War sehr lustig, als ich die erste 5800 mit Fön-Lüfter geliefert bekommen habe, die war sowas von laut.. Und so extrem langsam im Vergleich mit den ATI 9700ern. ATI kann offenbar ungerade DX-Generationen besser als gerade (DX9 war klasse, DX11 scheint ihnen auch zu liegen, DX8 und DX10 war bei ATI eher mau).

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