GDC2017: Pandemic Legacy – hinter den Kulissen der Brettspiel-Sensation

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Jörg Langer 346591 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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20. März 2017 - 1:46 — vor 25 Wochen zuletzt aktualisiert
Auf der Game Developers Conference 2017 in San Francisco besuchte der GG-Reporter auch zwei Vorträge außer der Reihe: Die Brettspiele haben erstmals als eigener kleiner Zweig ins Konferenzprogramm Einzug gehalten, unter anderem mit einem Vortrag von Matt Leacock und Rob Daviau zu Pandemic Legacy Season 1 und mit einem zweiten von Daviau zu Legacy-Spielen im Allgemeinen. Im Folgenden lest ihr die spoilerfreie Zusammenfassung der beiden Vorträge in Verbindung mit ein wenig Vorwissen beim Autoren. Die beiden Vorträge könnt ihr euch aktuell übrigens auch selbst via GDC Vault ansehen: The Making of 'Pandemic Legacy'
und Legacy Games: From ‘Risk’ to ‘Pandemic’ to ‘SeaFall’ & Beyond.

Exkurs: Legacy-Spiele
Was sind eigentlich Legacy Games, also „Vermächtnis-Spiele“? Kurz gesagt: Brett- oder Kartenspiele, bei denen sich Spielfeld oder weiteres Material sowie die Spielfiguren von Partie zu Partie dauerhaft verändern. Vor allem aber ein immer noch ganz neues Genre, obwohl das erste davon, Rob Daviaus Risk Legacy, erst 2011 entstand. Seitdem sind ein gutes halbes Dutzend anderer Vertreter erschienen: Pandemic Legacy, um das es hier hauptsächlich gehen soll, Seafall, ebenfalls von Daviau, außerdem Gloomhaven, Mechs vs. Minions und Fabelsaft (Fabled Fruit). Doch schon diese kleine Liste ist nicht ganz eindeutig, so besitzt Fabelsaft keine permamenten Veränderungen oder das Zerreißen von Karten, wie es Risk Legacy erfand.

Je nachdem, wie weit man den Bogen spannen will, ließen sich auch das RPG-nahe Pathfinder Adventure Card Game (zu dem es mittlerweile eine iOS/Android-Umsetzung von Obsidian gibt), Imperial Assault, Descent, Shadowrun: Crossfire oder Mice & Mystics anführen, die ebenfalls Legacy-Elemente enthalten. Doch dann landet man auch irgendwann bei den guten alten Pen-and-Paper-RPGs oder Kampagnensystemen für Warhammer Fantasy Battles und Co. Wir fassen den Begriff deshalb eher eng: Wenn ein Spiel eine persistente Spielwelt besitzt, in der sich Dinge (meist zum Schlechteren) verändern können, und der Spieler mit sich verändernden Spielregeln oder auch –materialien agiert, dann ist es ein „Legacy“-Vertreter. Ganz konkret heißt das bei Pandemic Legacy, dass ihr auf Anweisung Sticker auf das Spielbrett klebt und damit irgendwann Städte zerstört. Ihr beschriftet die Charakterkarten eurer Helden, verpasst ihnen "Narben", an denen sie sterben können (dauerhaft, natürlich). Ihr zerreißt Spielkarten oder klebt neue Absätze in die Spielregeln ein. Das alles führt zu einem einzigartigen Erlebnis für bis zu vier kooperative Spieler.

Die Vorgeschichte
Matt Leacock hat Pandemic erfunden.

Matt Leacock gelang 2008 mit Pandemic ein Brettspiel-Hit: Bis zu vier Spieler steuerten einen von sieben wählbaren Spezialisten über eine abstrakte Weltkarte, um im Zusammenspiel mit anderen vier Virus-Epidemien zu bekämpfen und ein Gegenmittel für jede davon zu entwickeln. Das geschah ohne jedes Würfeln mit zwei Kartenstapeln: Der eine enthielt Stadtkarten, Ereigniskarten und Infektionskarten, er stellte quasi den Countdown für die Spieler sowie ihr aktives Spielmaterial dar: indem man mit nicht unkomplizierten Regeln Karten derselben (Virus-) Farbe bei einer Spielfigur bündelte und diese dann das Gegenmittel erforschen ließ, wurde man einer Krankheit Herr. Gleichzeitig musste kräftige Krankheits-Bekämpfung geleistet werden, denn sonst breiteten sich die Epidemien immer weiter aus, mit der Gefahr wahrer Ausbruch-Kettenreaktionen.

Dafür sorgte der zweite Kartenstapel, der alle Städte des Spielplans enthielt. Die geniale Idee von Matt Leacock: Es wurde so lange von oben gezogen (und damit neue Infektionen erzeugt), wie vom Spielerstapel eine Infektionskarte gezogen wurde. Der Ort dieser Infektion wurde dann von unten aus dem Virus-Stapel gezogen, während die bis dahin aufgedeckten Virus-Karten gemischt und dann wieder oben aufgelegt wurden. Das garantierte, das die immer gleichen Städte immer wieder Probleme bekamen, die Infektionskarten aber zu einer weiteren Verbreitung auf der Erde führten. Pandemic war ein Koop-Spiel gegen die Zeit und nicht 100% fair – mit Pech konnte eine Partie in Runde 2 vorbei sein, ohne dass die Spielergruppe einen Fehler gemacht hatte –, aber faszinierend und auch nicht allzu zeitaufwändig. Pandemic kam sehr gut an, Matt ließ Pandemic Ibera und Pandemic The Cure folgen (außerdem stammen ein Cthulhu- und einige weitere Brettspiele von ihm).
Rob Daviau wurde nach seinem Risk Legacy von Matt kontaktiert.


Rob Daviau hat seit 1998 um die 80 Board Games veröffentlicht, darunter Axis & Allies Pacific, Star Wars Episode 1, Risk 2210 A.D. Und 2011: Risk Legacy, das erste „echte“ Legacy-Spiel. 2013 kontaktierte Matt Rob, um aus seinem erfolgreichen „normalen“ Pandemie-Spiel Pandemic Legacy zu machen: "Was denkst du?", soll er laut Rob gefragt haben, und dieser will sofort mit „Ja“ geantwortet haben: „Ich hatte gerade meine eigene Firma gestartet und suchte nach Inhalten.“

Die Konzeptphase
Was macht nach Ansicht der beiden Designer ein Spiel Legacy-tauglich? Eine einfache Grundmechanik und eine "robuste Thematik" – wie eben eine Welt, die vor die Hunde geht. UNO oder Schach, so Rob lachend, würden weniger gut funktionieren. Als sie zusammen an Pandemic Legacy gingen, waren die Erfahrungen von Rob bei seinem ersten persistenten Spiel sehr hilfreich. Denn bei Risk Legacy entstanden viele Veränderungen des Spielfelds zufällig, etwa die atomare Zerstörung eines Gebiets durch einen dreifachen Sechserpasch. Robs Folgerung: „Wenn du große Veränderungen zulässt am Spiel oder Spielfeld, dann lass es die Spieler machen oder kartenbasiert, aber nicht einfach per Zufall. Risiko überließ zuviel dem Zufall oder den Spielern. Doch der Designer muss das Spielmaterial kontrollieren!“

Auch die Idee mit den Pappschachteln, die zusätzliches Spielmaterial enthielten, und die zum Beispiel nach dem zweiten Sieg eines Spielers geöffnet werden durften, wurde verfeinert. Robs Idee bei Risk Legacy war gewesen, die vier Boxen als zweites Spielziel einzusetzen, nach dem Motto: "Wenn ich nicht gewinnen kann, versuche ich halt eine Schachtel zu öffnen". Doch seiner Beobachtung nach missverstanden das viele Spieler als „gut geschmückten Weihnachtsbaum mit vielen Geschenken“: Sie wollten alle so schnell wie möglich öffnen. 

Risk Legacy war quasi ein Sandbox-Spiel ohne wirkliche Handlung, nach 15 Partien war Schluss, ohne Höhepunkt. Für Pandemic Legacy dachten Matt und Rob über eine Baumstruktur mit unterschiedlichen Enden und Verzweigungen nach. Doch das führte zu vielen Problemen, darunter eine womöglich viel zu kurze Gesamtspielzeit für manche Gruppen. Also ersannen sie eine rein lineare Story, allerdings mit Zickzack-Kursen: Jede Spielergruppe sollte prinzipiell Dasselbe erleben, aber mit vielen unterschiedlichen Entscheidungen.

Wie viele Partien sollten die Spieler erleben? Rob legte sich früh auf etwa zwölf bis 15 Partien fest. Zwölf Runden hatten den Vorteil, dass man daraus die Monate eines Spieljahres machen konnte. Das gab den Spielern laut Rob Sicherheit: Man wusste, dass das Spiel im Dezember enden würde, und das man mindestens zwölf "Erfahrungen" bekommen würde. Der tatsächliche Schnitt bei Pandemic Legacy ist wohl 15 bis 18 Partien.

Matts große Angst war, dass Spieler, die auf die Verliererstraße geraten, bei Pandemic Legacy frustriert aufhören würden. So entstanden die Event Cards, die zwei Funktionen haben: Zum einen geben sie den Spielern "Superkräfte", zweitens verlängern sie als zusätzliche Karten die Partie und machen sie so einfacher. Was aber, wenn eine Gruppe dennoch hintereinander Januar, Februar und März verlieren würde? Wer wollte da noch weitermachen? Das führte zur Idee, jeden Monat einmal wiederholbar zu machen. Allerdings sah Rob die Gefahr, dass geschickte Spieler absichtlich die ersten Monate schlecht spielen würden, ständig verlieren und dadurch das Maximum der Event Cards bekommen und zudem die beiden Belohnungen am Ende jeder (auch verlorenen) Partie. Darum wurden die Siegboni eingeführt.
Die Story wird in nur 23 Legacy-Karten erzählt (die restlichen führen im Wesentlichen neue Regeln, Sticker und Spielmaterialien ein). Da muss jeder Satz sitzen...

"Ein gesamter Kinofilm in 23 Spielkarten“
Als nächstes ging es an die Story, für deren Struktur Captain America: The Winter Soldier eines der Vorbilder war. Matt und Rob unterteilten die Handlung in drei Akte aus je vier Monaten. Dabei orientierten sie sich an typischen Kinofilmen und auch an Hamlet's Hit Points von Robin D. Laws, einem Buch, das Tipps für gutes Storytelling in RPGs geben will. Die darin geschilderten Mechanismen wie Vorfreude, Drama, Belohnung, Rückschläge und Enthüllungen versuchten die beiden Designer auf ihr Brettspiel zu übertragen. Am Ende eines Akts sollte den Spielern jeweils eine reingewürgt werden, kurz nachdem sie einen euphorischen oder motivierenden Moment erlebt hatten. Matt und Rob wollten eine ständig hoch und runter gehende "Motivationskurve" erzeugen, inklusive Cliffhangern am Ende jeder Partie. Wichtig war ihnen aber auch, jedem neuen Problem einen Monat später ein neues Werkzeug gegenüberzustellen, bevor das nächste Problem eingeführt wurde..

So entstand die Idee, die Story-Karten in die Legacy-Karten – die zunächst nur Boni und Mali verteilen sollten – zu inkludieren. Matt dazu: „Wir wollten, dass die Spieler in ihrem Kopf weiterspielen, dass sie es zu ihrem Spiel machen. Deshalb lassen wir die Spieler die Charaktere benennen, deshalb bekommen sie ‚Narben’ und Beziehungen und Spezialfähigkeiten.“ 

Da der Spieler nicht weiß, was ihn erwartet, wollten Rob und Matt ihm ein Sicherheitsnetz geben: "Öffne Schachtel 8, falls du vier Partien in Folge verlierst". Als erstes überhaupt wird einem in der Anleitung gesagt, diesen Sticker auf Box 8 anzubringen. Dadurch hat man hat eine Rückversicherung und weiß gleichzeitig: "Okay, zwei- oder dreimal hintereinander dürfen wir verlieren, ohne uns doof fühlen zu müssen.“ Und falls man doch so oft verliert, sind tatsächlich hilfreiche Dinge in der Box.
 
Auf diese Weise werteten Matt und Rob die Videoaufzeichnungen der Testspiele aus.

Playtesting und Feintuning
Beim Playtesting des in Entstehung befindlichen Spiels setzten die Designer pro Iteration auf zwei bis vier Testgruppen. Diese mussten ihre Partien auf Video aufzeichnen und an die Macher schicken. Rob und Matt sahen sich diese dutzenden und hunderten von Stunden an (mit bis zu 1,6facher Beschleunigung), weil ihnen nicht nur wichtig war, was passierte, und ob die Regeln funktionierten. Sie wollten vor allem auch die Spielerreaktionen sehen und wie sie Entscheidungen begründeten.

Es gab auch Ideen, die aus dem Spiel geworfen wurden. So gibt es etwa in der Mitte des Spiels eine Suche als neues Element, die ursprünglich auf einem neuen Spielplan, einer rangezoomten Stadt, hätte stattfinden sollen. Das hätte aber ein Spiel im Spiel bedeutet, und wäre für das Tempo schädlich gewesen.

Spät in der Entwicklung mussten bei Pandemic Legacy aus produktionstechnischen Gründen die Sticker von den Legacy-Karten entfernt und in die Dossiers ausgelagert werden – es ließen sich schlicht nicht Kartendecks fehlerfrei herstellen, auf denen teils abziehbare Sticker angebracht waren. "Dummerweise waren die Boxen und viele Dossiers nummeriert“, führt Rob Daviau aus. „Und manche Spielergruppen schafften es, statt des frühen Dossiers 06 die Schachtel 06 zu öffnen, die eigentlich erst ziemlich spät im Spiel kommt."

Season 2 kommt 2017
Doch trotz solcher Probleme erschien Pandemic Legacy, bekam im Jahr 2012 diverse positive Kritiken und entwickelte sich zu einem echten Hit, ja für manchen altgedienten Brettspieler zu einem der faszinierendsten Erlebnisse seiner Hobby-Karriere überhaupt. Ein kleine, aber nicht unwichtige Rolle für den Erfolg könnte auch die Entscheidung von Publisher Z-Man Games gespielt haben, Pandemic Legacy weltweit am selben Tag zu veröffentlichen – zur Vermeidung von Spoilern im Internet.

Und wer mit dem Spiel schon durch ist und nach neuem Futter verlangt (die „blaue“ und „rote“ Fassung unterscheiden sich übrigens nur in der Verpackung), kann sich ja unter den eingangs erwähnten ähnlichen Spielen umsehen. Oder er wartet noch ein bisschen: Matt Leacock und Rob Daviau arbeiten seit 2015 an Pandemic Legacy Season 2. Es soll dieses Jahr erscheinen.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 20. März 2017 - 1:46 #

Viel Spaß beim Lesen!

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 20. März 2017 - 2:04 #

Eine schöne Zusammenfassung des Vortags, sehr interessant und ein guter Blick über den Tellerrand, der gar keiner sein muss. Will heißen: Gerne mehr Brettspielthemen :) Mit dem Legacy-Prinzip selbst habe ich noch meine Probleme. Zum einen braucht es eine regelmäßige Gruppe für das gemeinsame Erlebnis (das ist für den einen leicht, für andere wiederum schwer zu bewerkstelligen) und zum anderen gehen die Spiele nun mal kaputt :) Da tüte ich jede Karte anderer Spiele ein und hier soll ich sie zerreißen. Nee, das muss ich mir noch überlegen, das kann ich noch nicht mit mir selbst vereinbaren^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 20. März 2017 - 21:42 #

Du könntest die Karten natürlich auch anderweitig entsorgen und heimlich aufbewahren...

Du könntest ferner den Spielplan mit Folie bekleben und nur mit wasserlöslichen Stiften beschreiben. Auch die Sticker lassen sich dann vielleicht wieder ablösen. Und so weiter :-)

Oder du schaffst es mit äußerster Überwindung, doch dein Spiel zu "verunstalten". Das Geile daran ist, dass es dadurch individualisiert wird: Es ist deines / eures, und das kann euch niemand mehr nehmen.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 20. März 2017 - 23:05 #

Bereits der ganze Bau von Inlays für die Spiele verschlingt mehr Zeit, als mir lieb ist. Da will ich nicht noch eine Legacy-Spiel unzerstörbar machen, auch wenn ich die historische Chance auf ein Perpetuum Mobile hätte :)

Aber im ernst: Ich finde die Mechanik durchaus reizvoll und habe zum Beispiel mit dem Abenteuerkartenspiel zu Warhammer Quest einen Titel, der ähnlich zu den von dir genannten Alternativen mit einer Art "Spielstand" versehen ist, nur das dieser eben auf einem Stück Papier notiert wird.

Ich würde mich nicht gegen ein Legacy-Titel zum Ausprobieren verwehren, aber braucht es wie erwähnt eine Gruppe dafür und das Thema muss passen. Das Seuchenszenario steht hier nicht wirklich hoch im Kurs und Alternativen wie Seafall oder Gloomhaven sind Bretter, denen ich zeitlich erst recht nicht gerecht werden könnte. Vielleicht sollte ich Pandemie Legacy irgendwann mal auf eine Wunschliste schreiben und dann schauen. Dann tut es vielleicht weniger weh, etwas "kaputt" zu machen :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 10:46 #

Seafall soll nicht so gut sein, meinten auch die Bretterspieler im Podcast.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 21. März 2017 - 11:15 #

Schade, es hat doch Segelschiffe. Alles wird besser mit Segelschiffen. Wie bei Assassins Creed.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69609 - 21. März 2017 - 11:55 #

Das erklärt einiges!

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 21. März 2017 - 22:44 #

Zum Beispiel?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69609 - 22. März 2017 - 0:25 #

Fast alles

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 22. März 2017 - 9:01 #

Und welche Schlüsse ziehen wir daraus?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69609 - 22. März 2017 - 10:27 #

Dass du den gleichen (schlechten) Geschmack hast wie Hendrik ZG!

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31776 - 22. März 2017 - 12:03 #

Aha. Er mag also Boote. Verstanden. Und nun die Konsequenzen?

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 20. März 2017 - 9:02 #

Brettspiel-Sensation klingt mir zu reißerisch-subjektiv.

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4401 - 20. März 2017 - 9:42 #

Bestes Spiel auf Boardgamegeek? Totally deserved.

https://boardgamegeek.com/browse/boardgame

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 20. März 2017 - 9:57 #

Und? Spiel xyz steht auch irgendwo ganz oben in einer Liste. Film xyz führt irgendwo eine Liste an. Lied xyz führt irgendwo eine Liste an. Irgendein Spieler steht irgendwo oben auf einer Liste. Irgendwas führt irgendwo irgendeine Liste an. Das sagt doch nichts über eine Sensation aus.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35225 - 20. März 2017 - 9:58 #

Es ist aber nicht irgendeine Liste, sondern DIE Liste ;-)

Ich finde Twilight Struggle (Platz 3) trotzdem besser o:-) Pandemic ist aber auch gut.

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4401 - 20. März 2017 - 11:55 #

Die Twilight Struggle App fuer Android hat das Spiel fuer mich leider kaputtgemacht ;-( Jetzt mag ichs gar nicht mehr auspacken.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35225 - 20. März 2017 - 12:45 #

Weil du nur noch mit der App spielst? :D

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4401 - 20. März 2017 - 13:07 #

Jo ;-)

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35225 - 20. März 2017 - 13:39 #

Haha, cool. Ich muss die PC Version mal probieren.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 20. März 2017 - 15:03 #

Boardgamegeek ist schon mehr als irgendeine Liste. Wenn da ein recht neues Spiel weit nach oben kommt, ist das schon sensationell.

spe3di (unregistriert) 30. März 2017 - 21:04 #

Nur das Boardgamegeek nicht "irgendeine" Liste ist. Es ist das Zentrum der Brettspiele auf dem Planeten Erde :)

GamingGott (unregistriert) 20. März 2017 - 10:09 #

Taschentuch?

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 20. März 2017 - 10:10 #

Hab leider keins für dich, sorry.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 20. März 2017 - 13:13 #

Das mag ja so sein, in Sachen Gefühlen auf deiner Seite, aber die Begrifflichkeit ist gerechtfertigt. Pandemic Legacy bricht auf sensationelle Weise mit vielen Gewohnheiten der Brettspieltradition und schafft es, ein sensationelles Spielerlebnis zu evozieren. Auch wenn du es nie gespielt hast, könntest du dafür sehr leicht genügend Indizien finden. Eine ist ja schon in einer früheren Antwort erwähnt. Oder du könntest mir auch einfach glauben...

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 20. März 2017 - 13:36 #

Nun, so eine Headline mit dieser Begrifflichkeit hat halt was von Marktschreier-Qualität. Ich mag dir das in einem Meinungsartikel glauben. Bei einem Bericht darüber zur GDC mag ich es halt lieber objektiver, auch wenn das Brettspiel ganz toll sein soll.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 20. März 2017 - 21:34 #

Das sind weiterhin deine Gefühle. Sie haben aber nichts mit der Realität zu tun: Ein Ausnahmespiel wie Pandemic Legacy kann selbstverständlich als Sensation beschrieben werden, das ist von jeglichen Fakten gedeckt. Das könntest du angesichts deiner Ahnungslosigkeit das Thema betreffend einfach akzeptieren, alternativ könntest du ein wenig recherchieren, um weg von der Ahnungslosigkeit zu kommen. Aber ich vermute, du wirst noch einige Male schreiben, dass es doch marktschreierisch ist. Habe ich Recht?

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 21. März 2017 - 0:05 #

Nein, hast du nicht. Und ob ich Ahnung von dem Brettspiel habe oder nicht tut doch nichts zur Sache, wenn mich die News zum Lesen locken bzw. mein Interesse daran wecken soll. Mit solchen Schlagworten tut er es bei mir jedenfalls nicht, eher das Gegenteil. Ganz rational gesehen, obwohl du auch das vermutlich wieder meiner Gefühlswelt einreden willst. Aber bitte, das ist dein Ding und Anmerkungen sind ja mittlerweile hier echt verpönt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 10:39 #

Ich glaube nicht, dass du es nicht kapieren kannst, du willst es nicht. Legacy ist grandios, das ist sozusagen ein Gott unter den Brettspielen. Es sind auch nicht "hier mittlerweile Anmerkungen verpönt", sondern ich hinterfrage speziell dein stures, faktenuninteressiertes Festhalten an deiner Spontanmeinung in genau diesem Fall.

Aliens kommen auf die Erde, die FAZ schreibt dazu "Sensation", und von Tr1nity bekommt sie einen bösen Leserbrief, doch mal dieses Marktschreierische zu lassen...

Tr1nity 28 Endgamer - 101075 - 21. März 2017 - 11:42 #

Ohne Süffisanz geht's bei dir nicht. Ich finde solche Headlines in einer News nunmal nicht objektiv genug (wäre es wie gesagt ein Meinungsartikel, wäre das ja OK) und wie das auf einen Leser wirken kann. Das mag dir jetzt nicht passen, aber ist doch kein Grund jedes Mal so zu reagieren. Da gewinne ich eben den Eindruck, daß Kritik hier bei euch mittlerweile wirklich verpönt ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 12:26 #

Okay, vielleicht kannst du es wirklich nicht.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 20. März 2017 - 14:22 #

Hab das Spiel zwischendrin abgebrochen, war scheiße. Pandemie halt und ohne Lösung zum Alpha Leader-Problem. Leider ließ sich das in meiner Spielgruppe nicht lösen, sodass ich aussteigen musste.

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4401 - 20. März 2017 - 16:47 #

Dann warst du halt nicht Alpha genug ;-p

blobblond 19 Megatalent - 18447 - 20. März 2017 - 17:26 #

Wahrscheinlich ist er ein Omegatier!

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 21. März 2017 - 14:57 #

Haha, wie witzig...:rolleyes:

Alpha Leader ist nun mal eine Problematik mit der viele Koop-Spiele zu kämpfen haben. Es versaut den Spielspaß, gerade wenn unterschiedliche Herangehensweisen aufeinander treffen (Risiko VS Niedrigste Schiefgehwahrscheinlichkeit oder Erfahrungssuchend VS Optimierer usw..)

Und da hilft auch keine Überzeugungskraft, da du den Optimierer kaum zur Risikovariante überzeugen kannst, wenn er schon alle Züge von allen Mitspielern durchchoreografiert hat. Es ist ja schließlich häufig auch der optimale Weg, aber dann brauche ich auch keine Mühe mehr reinstecken.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7624 - 20. März 2017 - 19:27 #

Toller und spannender Artikel, danke!

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39727 - 20. März 2017 - 19:42 #

Interessanter Artikel, hat mir gut gefallen.

Extrapanzer 14 Komm-Experte - P - 1884 - 20. März 2017 - 23:41 #

Hallo Jörg, ich weiß nicht, ob Du den YouTube-Kanal über Brettspiele von Hunter und Cron kennst, aber da ist gerade kürzlich die letzte Episode von Crons Top 100 erschienen, interessiert Dich vielleicht, da dort in der neuen Folge mit den Plätzen 10 bis 1 auch Pandemic Legacy auftaucht:
https://www.youtube.com/watch?v=8WSNPWwNhRQ

Cron hat übrigens am Film "Offline - Das Leben ist kein Bonuslevel" mitgewirkt (Drehbuch).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 11:08 #

Nein, kannte ich nicht, danke!

vSchleckmilch 08 Versteher - 184 - 21. März 2017 - 2:14 #

Im Google-paystore bekommt man grade die Android Umsetzung: Pandemic The Board game für 1,99€ anstatt 6,99€ zum reinschnuppern sicher nicht verkehrt. Das Angebot gilt noch bis zum 26.3.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 21. März 2017 - 9:08 #

Hier würde ich widersprechen. Pandemic als kooperatives Brettspiel lebt vom gemeinsamen Ausdiskutieren - ich finde nicht, dass man das gut so umsetzen kann. Mich hatte die iPad-Version auf jeden Fall sehr ernüchtert zurückgelassen. Zum Glück habe ich es dann später doch noch als Brettspiel gekauft.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 10:36 #

Das ist aber das normale Pandemic, nicht Pandemic Legacy.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 69609 - 21. März 2017 - 11:53 #

Als Sensation würde ich es jetzt nicht bezeichnen, aber das darf ja jeder selbst für sich entscheiden. Ich würde dafür andere Spiele als sensationell bezeichnen. Gut schaut es aus und macht bestimmt auch Spaß, obwohl ich da ähnliche Bedenken wie Floppy habe und es nicht übers Herz bringe, das Spiel kaputtzumachen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 12:32 #

Dein Einstiegshalbsatz legt nahe, dass du dir ein Urteil darüber erlauben kannst, ob es sich bei Pandemic Legacy um eine Sensation handelt, aber das kannst du nicht.

Bei einem Spiel, das mit sehr vielen Brettspiel-Gewohnheiten bricht, und das mit Überraschungen und Auspack-Vorfreude und "echtem" Verlust hantiert, und all der Dynamik, die daraus bei einer Spielergruppe entsteht, reicht es nicht, sich theoretische Gedanken zu machen, nachdem man eine Beschreibung gelesen oder Fotos angeschaut hat. Man kann sagen: "Macht mich nicht an" oder "Will ich spielen" und viele andere Sachen, aber "Als Sensation würde ich es nicht bezeichnen" ist keine valide Aussage in diesem Fall. Das ist einfach eine sprachliche Anmaßung.

Mädchen 16 Übertalent - P - 4611 - 21. März 2017 - 13:19 #

Ich habe den Vorreiter Risk Legacy/Risiko Evolution gespielt, 12 Partien in einer festen Runde von Vielspielern. Das Prinzip macht - meiner Meinung nach - viel Spaß, solange Neuerungen dazukommen, es hat halt den Ü-Ei-Faktor. Und es ist definitiv eine Überwindung, Karten zu zerreißen und das Spielbrett zu beschreiben. Am Ende blieb uns dann zwar ein personalisiertes, aber mies balanciertes Risiko-Spiel, das wir zu 98% nie wieder spielen werden. Es war eine tolle Erfahrung, bleibt mir aber nicht als "Sensation" (um den Begriff auch mal aufzugreifen) in Erinnerung.
Ich bin sehr gespannt, wie es bei Pandemic Legacy wird, die Runde startet übernächste Woche. Aber angesichts der Risiko-Erfahrung bin ich nicht mehr ganz so vorbehaltlos überzeugt von dem Legacy-Prinzip. Der Artikel gibt zwar viel Grund zur Hoffnung, andererseits ist Pandemic ohne Legacy-Faktor auch schon ziemlich knackig. Ich werde im Brettspieler-Thread im Forum berichten, falls es jemanden interessiert :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 346591 - 21. März 2017 - 15:10 #

Wobei im Artikel / im Vortrag just die Schwächen von Risiko zur Sprache kommen. Die große Neuerung ist, dass du in Legacy anhand der Legacy-Karten durch eine feste Handlung geführt bist, an der zu vom Designer geplanten Zeitpunkten wesentliche Veränderungen eintreten.

Mädchen 16 Übertalent - P - 4611 - 21. März 2017 - 18:39 #

Ja, das hab ich gelesen :) Ich bin schon sehr gespannt, wie gut das funktioniert.

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