Spiele-Hardware: News-Roundup der KW 42
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29502 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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18. Oktober 2009 - 12:35 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Willkommen beim Spiele-Hardware Newsroundup der Kalenderwoche 42. Apropos 42, dieser Roundup wird zwar nicht die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest stellen (die Antwort kennt ihr ja schon), dafür werden aber ein paar interessante Themen aus dem Bereich der Spielehardware behandelt. Unter anderem wird es um Quartalszahlen, Grafikkarten und 3D-Notebooks gehen:

Asus präsentiert Spielenotebook mit 3D-Brille

Bereits vor einigen Monaten präsentierte nVidia mit "3D-Vision" eine 3D-Brille, die im Zusammenspiel mit einem modernen 120-hz-TFT von Samsung beeindruckende 3D-Welten vor die Augen der Spieler zaubert. Diese Technik wurde bereits auf der IFA vor begeistertem Publikum präsentiert, aktuell finden in diversen Elektronikmärkten Präsentationen von Samsung mit dieser 3D-Technologie statt. Doch auch Asus möchte in diesem Bereich mitmischen und kündigte bereits vor einiger Zeit entsprechende TFT-Bildschirme mit 120-hz Wiederholfrequenz an, mit denen sich die nVision-Brille nutzen lassen soll. Da bei der Shutter-Technik, die bei 3D-Vision zum Einsatz kommt, die Wiederholfrequenz halbiert wird, funktioniert es leider nicht mit herkömmlichen Flachbildschirmen. 
Etwas überraschend kam jetzt allerdings die Vorstellung eines neues Gamernotebooks aus der beliebten "Republic of Gamers"-Serie. Das G51J nutzt nämlich ein 120-hz-TFT mit 15,6" Bilddiagonale und einer Auflösung von 1366x768 Bildpunkten. Dem Notebook liegt außerdem nVidias 3D-Vision-Shutterbrille bei, um so verblüffend plastische 3D-Grafik darstellen zu können. Der Effekt ist schwer zu beschreiben, bei vielen Spielen aber sehr beeindruckend, so dass man tatsächlich das Gefühl bekommt, in einem dreidimensionalen Raum zu agieren. 

Doch auch die restlichen technischen Daten des G51J lesen sich recht beeindruckend. Als CPU kommt der neue und recht beliebte Core i7m mit 1,6GHz zum Einsatz, welcher sich auf bis zu 2,8GHz hochtaktet, wenn nicht alle Recheneinheiten ausgelastet werden. 4GB DDR3-RAM und zwei Festplatten mit 320GB Kapazität sorgen für ausreichend Speicherplatz. Wichtig für die 3D-Grafik ist natürlich der Grafikchip, hier muss für nVision ein nVidia-Chip zum Einsatz kommen, Asus verbaut die Geforce GTX260M mit 1GB VRAM. Dabei handelt es sich um einen der schnellsten mobilen Grafikchips, was besonders in Verbindung mit der recht geringen Auflösung des Displays für flüssige Frameraten in fast allen aktuellen Spielen sorgen sollte.

Auch für die Kommunikation mit der Außenwelt ist vorgesorgt. WLAN nach 802.11 b/g/n mit bis zu 300MBit/sek. ist integriert, Bluetooth ebenso. Ein RJ45 LAN-Port mit 1000MBit/sek. steht zur Verfügung, weiterhin finden sich eSATA, USB2.0 und Firewire. Um das Gerät auch multimedial nutzen zu können, ist ein Blu-ray-Player verbaut, eine HDMI-Schnittstelle sorgt für die Verbindung zum Flachbildfernseher.

Das Gewicht gibt Asus mit 3,5 kg an, die Akkulaufzeit ist noch unbekannt, wird aber auf eher geringem Niveau liegen. Windows 7 Home Premium 64 Bit wird vorinstalliert. Ende November soll das Notebook bei einigen wenigen Händler verfügbar sein, leider nennt Asus auch noch keinen Preis für dieses Notebook. Gut betuchte Zocker, die auch unterwegs in erfreulich plastische 3D-Welten abtauchen wollen, sollten sich aber auf Preise im Bereich der 2000 Euro einstellen. 

AMD und Intel geben Quartalsergebnisse bekannt

Bei AMD wird zwar immer noch kein Gewinn gemacht, dafür fällt der Verlust im letzten Quartal geringer aus, als befürchtet. Analysten erwarteten einen Verlust von 300 Millionen US-Dollar, AMD musste aber nur Verluste in Höhe von 128 Millionen US-Dollar ausweisen. Der Gesamtumsatz im Quartal 03/09 betrug 1,396 Milliarden US-Dollar. Auch wenn AMD die Verlustzone noch nicht verlassen konnte, sinken die Verluste doch stetig. In 02/09 betrugen die Verluste noch 330 Millionen US-Dollar, zu Beginn des Jahres waren es 416 Millionen US-Dollar.

Das sind allerdings Summen, über die Marktführer Intel nur müde lächeln dürfte. Dort schauen die Zahlen auch deutlich rosiger aus. Im dritten Quartal 2009 betrug der Gesamtumsatz bei Intel 9,39 Milliarden US-Dollar, dabei konnte ein Gewinn in Höhe von 1,856 Milliarden US-Dollar verbucht werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind Umsatz und Gewinn zwar leicht gesunken, dafür musste Intel im zweiten Quartal 2009 noch 389 Millionen US-Dollar Verlust verbuchen, was allerdings einer Kartellstrafe der EU in Höhe vom 1,06 Milliarden US-Dollar geschuldet war. "David gegen Goliath" passt also im Kampf von AMD gegen Intel recht gut, schaut man sich die Umsatzzahlen an. Immerhin läuft es bei AMDs Grafiksparte ATI seit der Einführung der neuen DX11-Grafikchips sehr gut:

Lieferengpässe bei ATIs DX11-Topmodellen

Erst Anfang dieser Woche sind mit der HD5750 und HD5770 die neuen Mittelklassegrafikkarten mit Unterstützung für Microsofts neue 3D-Schnittstelle D3D11 (welche Bestandteil von DX11 ist) erschienen. Nachdem es in den ersten Tagen nach einer sehr knappen Verfügbarkeit aussah, sind mittlerweile offenbar genug Karten auf dem Markt um den Bedarf zu decken. So ist es momentan nach nur kurzer Suche möglich, die HD5750 zu Preisen ab 114 Euro zu erwerben, die HD5770 ist ab 130 Euro lieferbar.
Das preiswerteste Modell mit dem HD5750-Chip stammt aktuell von Powercolor und nutzt statt dem ATI-Standardlüfter eine Kühlung von Arctic-Cooling. Damit ist die Karte sogar noch etwas leiser, als die sowieso schon eher ruhigen Referenzmodelle.

Die extrem schnellen Topmodelle HD5850 und HD5870 allerdings sind momentan nur sehr schwer zu bekommen, hier sollte man sich auf Lieferzeiten von bis zu drei Wochen einstellen. Auch für eventuelle Weihnachtsgeschenkwünsche sollte bereits vorbestellt werden. Die HD5850 liegt preislich immer noch knapp über 200 Euro und ist bei kaum einem Händler verfügbar. Die  HD5870 kostet immer noch ca. 330 Euro, auch diese Karten sind nur in geringen Stückzahlen lieferbar, wobei die Verfügbarkeit etwas besser aussieht, als bei der preislich interessanteren HD5850. Was es mit den neuen DX11-Effekten auf sich hat und wie die Leistung der beiden Topmodelle zu bewerten ist, könnt ihr bei Gamersglobal natürlich nachlesen.

nVidia kündigt weiterhin unverdrossen an, bereits im November erste Fermi-Grafikkarten mit Unterstützung für DX11 auf den Markt zu bringen. Bezahlbare und lieferbare Karten sollte man indes nicht vor dem kommenden Frühjahr erwarten. Auch zur Leistung der GT300-Grafikchips ist noch nichts bekannt, so dass es sich aktuell kaum lohnen dürfte, auf entsprechende Karten von nVidia zu warten, wenn ein Neukauf anstehen sollte.

Zum Abschluss folgt noch ein kleines Video, in dem nVidias 3D-Vision-Technologie gezeigt wird. Leider lässt sich der recht beeindruckende räumliche Effekt nicht in Videos einfangen.

Video:

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 12:02 #

Diese nVision-3D-Brillen sind mit passendem Material übrigens wirklich faszinierend :D ..

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 18. Oktober 2009 - 13:06 #

Ich hab von der Revelator seinerzeit nur Kopfweh bekommen :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 13:23 #

Ich habe gestern bei einer nVision-Präsentation auch ein paar Leute gesehen, die fast gewürgt hätten. Ich mags aber :D ..

Imbazilla 15 Kenner - 2964 - 18. Oktober 2009 - 15:51 #

Ich denke, wer bei Ego-Shooter Motion-Sickness bekommt, wird wohl mit dieser neuen Technologie auch Probleme haben...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 16:05 #

Es ist schon etwas schlimmer. Bei der Präsentation waren hauptsächlich Frauen betroffen, die scheinen das nicht so wegzustecken. Oder es lag daran, dass die Typen sich ausreichend auf den Hintern von Lara Croft konzentriert haben.

Als damals der Pentium-Prozessor den 486er ablösen sollte, veranstaltete Intel auf der CeBit auch eine Präsentation mit einem VR-Helm. Der Intel-Mitarbeiter, der das Ding vorführte, fing nach ein paar Minuten an heftig zu schlucken ;) ..

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 18. Oktober 2009 - 16:37 #

So ein Ding war mal zusammen mit Flight Unlimited in unserem Media Markt. Ich war beeindruckt :)

Imbazilla 15 Kenner - 2964 - 18. Oktober 2009 - 16:44 #

Ich finde diese 3D-Technologien interessant doch ich glaube nicht, dass es zu diesem Zeitpunkt den richtigen Markt dafür gibt. Der Trend liegt bei Casual und Bewegungssteuerung, und viele Spiele werden die Brillen auch gar nicht annehmen, daher weiß ich nicht, ob das nicht verfrüht kommt, bzw. ob wir das schon brauchen/jemals brauchen werden.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 17:09 #

Zumindest werden sie sich nicht durchsetzen, solange ein entsprechender Monitor 350 Euro kostet und die Brille auch noch mal 150. Dazu kommt, dass es nur mit nVidia-Grafikkarten funktioniert. Und DIE haben gerade ihre komplette obere Mittel- und Topklasse aufgegeben und eingestellt..

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 18. Oktober 2009 - 15:10 #

Ich mag diese Beiträge. Schön, wenn sie sich hier fest etablieren.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 16:05 #

Danke und gerne :) .

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 18. Oktober 2009 - 19:51 #

Ich finde ja diese extremen Zahlen in den Quartalsergebnissen der großen Firmen sehr.. nun.. groß. Da macht Intel mal pro Quartal genauso viel Gewinn, wie AMD komplett Umsatz. Huh..

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 19. Oktober 2009 - 19:03 #

Schau dir mal Microsoft und Google an. Müsste ein ähnliches Verhältnis sein wenn ich mich recht erinnere.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29502 - 19. Oktober 2009 - 19:09 #

Macht google mittlerweile mehr Umsatz? ;) *kicher*

Astaroth 08 Versteher - 210 - 20. Oktober 2009 - 14:47 #

Wenigstens kann AMD immerhin eine konstante Steigerung verbuchen, auch wenn sie immer noch arg im Minus sind. Immerhin mal ein Anfang wenn der Verlust immer kleiner wird.

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