Indie-Check: Political Animals
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC
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Der Marian 20121 EXP - 20 Gold-Gamer,R7,S4,A10,J10
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14. November 2016 - 10:18 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir regelmäßig ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der MarianZaunpfahlVampiro und Dominius betreut.

Habt ihr trotz des großen Finales im US-Wahlkampf noch nicht genug von emotionsgeladenen Reden, Skandalen, Wahlprognosen und Wendungen auf den letzten Metern? Dann könnte Political Animals genau das richtige Strategiespiel für euch sein. Hier schlüpft ihr in die Rollen eines Wahlkampfmanagers, um eurem Präsidentschaftskandidaten zum Sieg zu verhelfen.
Schon in der Vorbereitungsphase könnt ihr viel Zeit verbringen.
Das tierische Kampagnenteam
Schon zu Beginn entscheidet sich ein Teil eurer Wahlkampf-Strategie. Neben der rein optischen Bestimmung eines Kandidaten in Tiergestalt (Affe, Stier, Adler und viele weitere), wählt ihr auch einen sich auf das Spiel auswirkenden Vor- und Nachteil eures Politikers. Dies wäre beispielsweise ein gutes Aussehen, das eurem Politiker zu mehr Spendengelder verhilft. Im nächsten Schritt wählt ihr eine Insel auf der ihr euch zur Wahl stellt. Diese sind an reale Länder, wie den USA oder Großbritannien angelehnt und in Regionen aufgeteilt. Jede Region hat dabei ein eigenes Klientel, das bestimmte Themen bevorzugt.
 
Der letzte Schritt in der Spielvorbereitung ist das Besetzen eures Wahlkampfteams, das aus drei Mitarbeitern besteht. Hier stehen euch verschiedene Tiere zu Auswahl, die spezifische Rollen besetzen. So kann beispielsweise der Anwalt Skandale beseitigen und der Aktivist besonders gut Kundgebungen durchführen. Diese unterschiedlichen Charaktere bereisen im Spiel rundenbasiert die Regionen der Karte und führen jeweils Aktionen durch, um die jeweiligen Wähler der Region für euren Kandidaten zu gewinnen.
Die regionalen Wähler und Unterstützer wollen unterschiedlich bespielt werden.
Runde für Runde auf Stimmenfang
Die Wahl eurer Startregion hat dadurch einen großen Einfluss auf den Spielverlauf, da ihr eure Teammitglieder üblicherweise in jeder Runde nur in eine Nachbarregion bewegen könnt. Somit werdet ihr zu Beginn einer Partie zunächst einen eher lokalen Wahlkampf bestreiten, was auch für euren KI-Konkurrenten gilt. In den Regionen führt ihr dann Aktionen aus, die unterschiedlich viel eurer in jeder Runde vorhandenen Logistikpunkte kosten. So könnt ihr Wähler durch Kundgebungen für eure nächste Wahlkampfveranstaltung aktivieren, die jeweils drei einflussreichen Personen mittels kleiner Geschenke auf eure Seite ziehen oder auch ein paar Leute bestechen. Letzteres ist eine Quelle von Skandalen, die sich zunächst in Regionen sammeln und später aufgedeckt werden könnten.
 
Dabei stellt ihr jeweils ein, wieviel eures Budgets ihr ausgeben wollt, wovon der Wirkunsgrad abhängt. Dieses Budget solltet ihr regelmäßig durch das Einholen von Spenden in den Regionen befüllen, denn jede Runde müsst ihr die Gehälter eures Teams bezahlen. Die Spendenhöhe wird dabei durch die Gunst der einflussreichen Person der Region bestimmt. Daneben kommen die Boni und Mali der verschiedenen Rollen eurer Teammitglieder bei jeder Aktion zum Tragen. So lasst ihr euer Team Runde für Runde die Landkarte beackern und auf Ereignisse reagieren, bis nach einer zuvor festgelegten Rundenzahl die Wahl ansteht.
 
Diese ist dann noch einmal spannend. Hier machen die zuvor noch unentschlossenen Wähler den Unterschied. So können auch bereits verloren geglaubte Staaten doch noch gewonnen werden, falls eurer politisches Programm dies hergibt. So erfahrt ihr erst am Ende des standardmäßig 30 Tage dauernden Wahlkampfes, ob eure Strategie erfolgreich war.
Die finale Wahl macht das Ganze am Ende noch mal spannend.
Fazit
Political Animals bildet viele Mechanismen des amerikanischen Wahlkampfs in einem Rundenstrategiespiel ab. Das Ganze ist recht komplex modelliert und die individuelle Kandidaten- und Teamauswahl sowie verschiedene bespielbare Länder bieten euch wiederspielwert. Zusatzinhalte können freigespielt werden. Die Grafik ist im Comicstil gehalten und das Spiel liegt komplett auf deutsch vor – auch wenn wenige Hinweise nicht vollständig übersetzt wurden. Die gut einstündigen Partien setzen ein strategisches Vorgehen voraus, um die Wahl zu gewinnen, und die KI ist ein herausfordernder Gegner.
  • Rundenbasierte Wahlkampfsimulation
  • Einzelspieler
  • Für Fortgeschrittene
  • Preis: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Strategischer Präsidentschaftswahlkampf mit Tieren.
Marulez 15 Kenner - P - 3578 - 14. November 2016 - 10:21 #

Witzige Idee. Sieht auf den ersten Blick nach Civilization aus

Aladan 23 Langzeituser - - 39966 - 14. November 2016 - 10:24 #

Danke für den Check. Das hatte ich letzte Woche bei den Raketenbohnen gesehen und fand es da schon ganz lustig :-D

Claus 30 Pro-Gamer - - 147601 - 14. November 2016 - 10:29 #

Frage zum Fazit:
Top oder Flop? Kann ich da nicht so klar rauslesen, wie ich es gerne tuen würde.

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 20121 - 14. November 2016 - 17:34 #

Ich würde sagen: kommt drauf an. Unter der schicken Oberfläche ist es im wesentlichen Zahlenoptimierung und man kommt schnell in eine Routine. Kann aber eine Weile durchaus Spaß machen.

Claus 30 Pro-Gamer - - 147601 - 14. November 2016 - 19:17 #

Danke!

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 14. November 2016 - 10:44 #

Ausgerechnet das nachspielen, was die Amis für Wahlkampf halten?

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 20121 - 14. November 2016 - 17:35 #

Für ein Abbild des deutschen Wahlkamps empfehle ich das Brettspiel die Kanzlerschlacht. Bildet dabei jedoch die 80er ab und ist schwierig zu bekommen ;)

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40757 - 14. November 2016 - 11:25 #

Liest sich ja ganz witzig, aber immerwütends Frage ist auch gerechtfertigt. ;)

Fehler: Wahrkampf-Strategie

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 20121 - 14. November 2016 - 17:35 #

Danke, behoben.

Desotho 16 Übertalent - P - 4545 - 14. November 2016 - 11:33 #

Müsste der Affe nicht blonde Haare haben?

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40757 - 14. November 2016 - 11:37 #

Dem kannste mit Sicherheit auch ein Toupet aufsetzen. ;)

McSpain 21 Motivator - 27825 - 14. November 2016 - 11:39 #

Affen sind in der Regel recht kluge Tiere. Daher eher nein. ^^

Muffinmann 15 Kenner - - 3750 - 14. November 2016 - 19:13 #

Witzig, habe es letzte Woche zufällig im Steam entdeckt!
Klingt unterhaltsam...werds mal auf meine Wunschliste packen!
Danke für den Test

LG

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