Langer lästert: Spätbemusterung – der Spielehersteller neuester Streich
Teil der Exklusiv-Serie Langer lästert

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Jörg Langer 343208 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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6. November 2016 - 21:29 — vor 34 Wochen zuletzt aktualisiert

Dieses Langer lästert könnt ihr euch auch anhören, siehe unten.
 
Früher, so in den späten 80ern bis mittleren 90ern, war es sehr schwer für die Spielehersteller: Der Spielemarkt war noch kein großer, und in den Prä-Internetzeiten fiel es schwer, die Interessenten überhaupt irgendwie zu erreichen. Entsprechend großen Einfluss hatten damals Spielemagazine: Sie waren die Gatekeeper zwischen Zielgruppe und Produzenten, sie machten Spiele überhaupt erst bekannt. Ihre Bewertungen waren für nicht wenige Leser die einzige Kaufberatung – es gab ja nicht mal viele Freunde, die spielten. Wer ergo als Hersteller die Journalisten nicht mit Vorabversionen versorgte, existierte mit seinen Titeln quasi nicht. Wer sich nicht beeilte, ihnen frühzeitig Testmuster zukommen zu lassen, konnte im Verkaufsregal richtig abstinken, einfach, weil die Publicity und die Kaufempfehlung fehlten. Dafür trugen die Hersteller das Risiko, dass ein Test, aus ihrer Sicht, auch nach hinten losgehen konnte.

Im darauffolgenden Jahrzehnt, so bis Mitte der Nullerjahre, wuchs der Markt gewaltig und wuchsen auch die Spielemagazine. Dadurch blieb ihre Bedeutung groß, obwohl sich bereits ein Ende der Meinungsvorherrschaft einiger weniger Printhefte abzeichnete: Kostenlose Internet-Publikationen machten den Tote-Bäume-Platzhirschen erst wenig, dann immer mehr Konkurrenz. Vor allem wandelte sich die Zielgruppe Spieler vom Freak und Experten zum Mainstream-Publikum.

Dennoch hatte eine Titelstory in einem führenden Magazin wie GameStar noch sehr messbare Auswirkungen auf die Verkaufszahlen, wurde nach schlechten Testergebnissen teils erbittert vom Hersteller protestiert und im Einzelfall auch der Anwalt eingeschaltet. Es wurde versucht, Exklusivdeals mit Wertungszusagen zu verbinden, was beim einen Chefredakteur klappen mochte, beim anderen nicht. Weiterhin aber bekamen Magazine ihre Testmuster in der Regel so früh, dass genügend Zeit war, die Spiele bis zum Drucktermin ausgiebig zu spielen, und das heißt: meist mehrere Wochen vor Erscheinen des Hefts und des Spiels.

Noch mal gut zehn Jahre später sieht die Lage ganz anders aus, und damit sind wir beim Thema Spätbemusterung. Für die Geistesgrößen unter den Lesern: Das hat weder etwas mit dem Anmalen von Weihnachtsmännern zu tun noch mit Ursula von der Leyen, sondern mit dem nicht mehr rechtzeitigen Bemustern von Redaktionen mit Spielen.

Immer mehr Hersteller – mir fallen auf Anhieb Activision, 2K Games und Bethesda ein, teilweise EA und im Falle von No Man’s Sky auch Sony – schicken ihre Testmuster erst einen Tag vor Release an die Redaktionen, teils sogar erst am Release-Tag. Nun hatten auch in der Vergangenheit zwei der eben genannten Hersteller das rechtzeitige Zusenden immer wieder mal „vergessen“, zufälligerweise immer bei voraussichtlichen Gurken – was Redaktionen wie GamersGlobal jedoch bald mitbekamen und fortan in solchen Fällen rechtzeitig im Handel vorbestellten. Doch ein Civilization 6 zwischen 18:00 Uhr am Donnerstag und dem Release am Freitag zu testen, ist natürlich vollkommen unmöglich. Für quasi jedes Spiel ist das unmöglich.
Was also steckt dahinter? Glaubt man Bethesda, sind es wohl gutherzige egalitäre Bestrebungen  – Spielejournalisten und YouTuber, Streamer und Spieler, ein jeder soll zur selben Zeit mit dem Genuss des Spielekunstwerks beschenkt werden. Ich darf zitieren: „Wir wollen, dass jeder, die Medien mit eingeschlossen, unsere Spiele zur gleichen Zeit erlebt.“

Das natürlich ist zwar eine Wunschäußerung, aber keine Begründung. Es geht doch bei der frühzeitigen Bemusterung nicht um Klassenunterschiede oder um einen Gefallen – es geht darum, dass die Spielejournalisten ihren seit Jahrzehnten definierten Job machen können. Nämlich Rezensionen zu Spielen (die nun mal komplexe Angelegenheiten sind und allermindestens doppelt so lange dauern wie ein Film und zudem viel mehr kosten) allerspätestens zum Release zu veröffentlichen. Damit Spieler, die sich für den Titel interessieren, eine unabhängige Testermeinung erhalten, die sie vor Fehlausgaben warnt oder auf Perlen hinweist.

Das von Bethesda nachgeschobene „Wir verstehen, dass einige von euch im Vorfeld die Reviews lesen wollen, um eine Kaufentscheidung treffen zu können und wenn dies der Fall ist, ermutigen wir euch dazu, zu warten, bis eure Lieblingstester ihre Meinungen mit euch teilen.“ ist für mich der blanke Hohn. Denn nachweislich ist das Interesse an einem Spiel direkt vor Release am größten, wer regelmäßig später als andere testet, verliert Auflage oder Klicks. Das wissen auch die Hersteller. Aber sie glauben sich diese Politik mehr und mehr leisten zu können, weil es heute so viele andere Kanäle als nur unabhängige Spieletester gibt.
 
Das späte Zusenden von Testmustern dient nur einem: den Herstellern. Denn der größte Schaden, wenn wir nicht vor einer Gurke warnen können, entsteht direkt um den Release-Tag herum: Dann wird überproportional am meisten gekauft. Und dann werden auch die Vorbestellungen an die Haustür geliefert (die man sonst noch abbestellen oder annahmeverweigern könnte). Und die Hersteller setzen gleichzeitig alles daran, die Kundschaft schon Wochen und Monate vor dem Release zum Kauf zu animieren, mit Vorverkaufsboni, Day-1-Special-Editions und Co.

Auch bei kritischen Redaktionen werden Vorversionen oder Preview-Events nur in seltensten Fällen zu einer Vorverurteilung führen: Schon aus Professionalität will man nicht vorschnell urteilen. Nur die Testversion ist in Gänze testfähig, enthält alle Levels, die finale KI und so weiter. Im Preview-Vorfeld kann der Publisher wunderbar steuern, was gezeigt wird, im besten Fall entsteht ein Hype – doch den möglichen Dämpfer durch nicht so tolle Test-Bewertungen will man gerne ausschließen oder eben möglichst weit nach hinten verschieben.

Beispiel Civilization 6: Obwohl ich fast Tag und Nacht spielte und testete und schnitt und schrieb, gelang es mir erst Montgabends, dreieinhalb Tage nach Release, ein Testvideo zu veröffentlichen und erst am Mittwochnachmittag den Test. Das war in beiden Fällen noch schneller als bei einigen Mitbewerbern, die ja auch vernünftig testen wollen, aber vielleicht weniger bereit sind, das Wochenende komplett zu opfern.

Was wir mit Mühe schafften, war eine Stunde der Kritiker abends am Freitag, dem Release-Tag. Doch darin konnte ich die Künstliche Intelligenz nur sorgenvoll erwähnen, statt sie zu verurteilen, an die Wand zu stellen und viermal zu erschießen, wie ich es dann im Testbericht tat. Und ich kam zum Schluss: „Werde auf jeden Fall weiterspielen.“ In dieser Hinsicht war die SdK auch nur eine Fortsetzung des Hersteller-Marketings mit anderen Mitteln. Sie wäre zwar bei rechtzeitiger Bemusterung nicht anders ausgefallen. Doch spätestens am Releasetag hätte ich per Test den guten Ersteindruck gleich relativieren können.

Oft dienen ja den Herstellern (und manchen Spielern, die nicht genau nachdenken) die häufig gewordenen Day-1-Patches als Argument. „Ihr tut dem Spiel unrecht, wenn ihr es ‚unfertig’ testet!“. Aber erstens ist nicht jeder ständig online mit seiner Konsole oder kann sich mal eben kurz Gigabyte-weise Patches runterladen – genau mit dieser Begründung verschob Square-Enix Final Fantasy 15 noch mal um zwei Monate nach hinten, ob sie nun wahr ist oder nicht.
Zweitens gilt: Es tut sich schlichtweg nicht mehr viel in den letzten paar Wochen bei Spielen, die ja fast immer Jahre in der Entwicklung sind.

Natürlich können Day-1-Patches noch Neuerungen einführen oder Bugs korrigieren. Aber dann aktualisieren wir gerne unseren Testbericht und streichen etwa den Tadel für ruckelige Grafik. Vor allem: Einen Patch ausprobieren dauert ein oder zwei Stunden und kann problemlos noch am Release-Tag erfolgen. Das Spielen selbst aber dauert 10, 20 oder wie-viel-auch-immer Stunden. Wird also mit der Begründung „Day 1 Patch“ der Test erst ab kurz vor Release erlaubt vom Publisher, verschiebt er damit in aller Regel den Test – der ja auch noch videogeschnitten oder geschrieben und gelayoutet werden muss – um mehrere Tage.

Selbst bei No Man’s Sky, bei dem der Day-1-Patch mehr änderte als bei irgendeinem anderen Spiel der jüngeren Vergangenheit, änderte sich dadurch am Spielgefühl nichts Wesentliches mehr. Ich habe es ja erlebt: erst 25 Stunden mit der ungepatchten und übrigens selbstgekauften Verkaufsversion, dann 15 Stunden mit der gepatchten — in der ich dann weiterkam als vorher, wegen einiger Nerfs, vor allem aber, weil ich wusste, wie der prozedurale Hase läuft. Meine Wertung für No Man's Sky wäre nach den ersten 25 Stunden dieselbe gewesen wie nach 40.

Immer öfter gibt es auch Einschränkungen wie „Videos sind ab sofort erlaubt, abschließende Testwertungen erst in einer Woche, nach Release.“ Aber ist das nicht dennoch furchtbar nett vom Hersteller, schließlich können bewegte Bilder nicht lügen? Ja und nein. Denn von solchen Regeln profitieren vor allem Letsplayer, die bei den Herstellern sowieso wohlgelitten sind: Selten geht es bei ihnen um Kritik, meistens aber um das mehr oder weniger begeisterte Vorspielen. Oder schlicht um einen aktuellen (und wohl nicht selten vom Hersteller bezahlten) Bewegtbild-Hintergrund für Labereien über Gott und die Welt. Letsplayer dienen den Herstellern als wohlgefällige Marketing-Instrumente, man hat bei ihnen kaum das Risiko, dass das Multimillionen-Dollarspiel gar nicht so gut wegkommt wie gehofft. Bei Spielejournalisten hingegen schon.

In diesem Zusammenhang sind für mich übrigens Mitbewerber, die generell keine Wertungen mehr vergeben, auf dem Holzweg: Schon klar, dass man sich mit einer Note eigentlich nur unbeliebt machen kann – bei Herstellern und Fanboys, wenn sie „zu niedrig“ ist, bei Hatern und der Ihr-seid-doch-eh-gekauft-Fraktion, wenn sie „zu hoch“ ist. Und natürlich drückt eine Zahl nicht perfekt aus, wie gut ein Spiel ist. Aber die Zahl ist eben eine klare Aussage. Man nagelt sich damit fest, sie muss zum Testbericht passen, sonst wird man unglaubwürdig. Man kann sich bei ihr nicht rausreden, dass man das ja alles irgendwie anders gemeint hat.

Gar keine Frage: Anno 2016 haben Spielemagazine längst nicht mehr die Bedeutung, die sie vor 20 Jahren hatten. Und ich will so ehrlich sein und sagen, dass ich dieser verlorenen Bedeutung nachtrauere. Aber auch mündige Spieler sollten das Problem erkennen: Je später die ernsthaften Tester ihre Muster bekommen, desto unwichtiger werden Spieletests an sich. Schnellschuss-Tests greifen die Klicks ab, vernünftige Tests kommen selbst bei großem Einsatz zu spät. Und umso größer wird die Möglichkeit der Hersteller, über Previews, Letsplay-Kindereien, Werbung und eigene (Video-) Kanäle auch für mittelprächtige Spiele viele Käufer zu finden. Ich zumindest sehe eine Korrelation zwischen dem späten Versand der Mafia 3-Testmuster und dem Umstand, dass Mafia 3 laut 2K der sich „am schnellsten“ verkaufende Titel ist, den der Hersteller je hatte.

Also, liebe erfahrene Spieler, boykottiert Spiele, bis es echte Tests zu ihnen gibt!
Da aber das bewusste Abwarten von Testberichten selbst erfahrene Spieler nur schwer hinbekommen – als Serienfan das ganze erste Wochenende auf Civilization 6 verzichten?! – geht mein eigentlicher Appell an die Publisher: Klar schießen wir euch via Testwertung gegen den Bug, wenn ihr schlechte Spiele herausbringt. Aber genauso bewerten wir gute Spiele gut und sorgen so für zusätzlichen Kaufanreiz. Kluge Spieler sind zudem Multiplikatoren, die anderen von ihren guten Erfahrungen erzählen – also nehmt sie weiterhin ernst, und schielt nicht nur auf die Einkaufszentrum-Jugend, die nach Hörsagen, TV-Werbung und Cover kauft.

Schickt uns deshalb, werte Hersteller, Testmuster eine Woche vor Release, und aufwändige RPGs und Strategiespiele gerne auch zwei Wochen vorher! Indem ihr uns weiterhin unseren Job auszuführen erlaubt, sorgt ihr für Hygiene in der Spielebranche und könnt euch weiterhin mit überlegenen Produkten vom Mitbewerb absetzen, statt nur über das Marketingbudget. Das sollte Herstellern, die an ihre Produkte glauben, doch eigentlich nicht schwerfallen!

Euer Jörg Langer

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Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 6. November 2016 - 21:31 #

Viel Spaß beim Hören/Lesen!

furzklemmer 15 Kenner - 3173 - 6. November 2016 - 21:46 #

Ich verstehe die Problematik, halte das aber für ein Problem, das der vielgescholtene Markt selbst regulieren wird. Wenn genügend Spieler beim Day-1-Kauf auf die Fresse gefallen sind, werden das die Publisher bei den Zahlen merken. Überhaupt: Welcher aufgeklärte Spieler kauft heute noch Day 1? Vier Monate später ist fast jedes Spiel besser, günstiger und das Internet ist voll mit Tipps/Tests. Deswegen schwenken die Hersteller ja mehr und mehr auf DLC, Mikrotransactions, Episoden, etc. um Geld zu verdienen. Keiner zahlt mehr Vollpreis. Warum die zwei letzten verbliebenen Day-1-Käufer noch mit dem Risiko eines negativen Tests abschrecken?

Das größte Problem ist, dass heute die Presse von den Herstellern abhängig ist und nicht andersrum. Eigentlich müssten die großen den Redaktionen gar keine Spiele mehr schenken. Die kaufen sich das dann schon selbst, damit sie auf der Release-Welle mitschwimmen können.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7091 - 6. November 2016 - 21:46 #

"Wenn genügend Spieler beim Day-1-Kauf auf die Fresse gefallen sind, (...)"

Wenn ich mir die Weltgeschichte und das Geschehen um mich herum ansehe, habe ich öfters Zweifel, ob die Mehrheit der Menschen aus Fehlern lernt. ^^

McSpain 21 Motivator - 27488 - 6. November 2016 - 21:52 #

"Erfahrung ist die wunderbare Eigenschaft einen Fehler wiederzuerkennen wenn wir ihn das zweite mal machen."

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98101 - 7. November 2016 - 9:57 #

Herrlich! ^^

Stromsky 16 Übertalent - 4817 - 7. November 2016 - 11:07 #

Schön gesagt! :D

McSpain 21 Motivator - 27488 - 7. November 2016 - 12:39 #

Nicht von mir. Aber mir ist der Autor des Zitats entfallen. Schau ich später mal nach.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 38237 - 7. November 2016 - 11:30 #

Wie wahr.

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3635 - 2. Dezember 2016 - 13:16 #

Absolut!

Golmo 16 Übertalent - 4551 - 6. November 2016 - 21:52 #

Also wer auf die Fresse fällt ist in der Regel zu doof zum laufen.

Wo bestellt ihr den bitte alle vor?!
Ich kaufe meine Games bei WoG, bestelle sobald es im Shop verfügbar ist - es kostet mich keinen Cent! Sobald das Spiel geliefert wird kann ich mich entscheiden: Behalten und nach 14 Tagen die Rechnung zahlen oder direkt Retour senden. In letzterem Fall entstehen für mich außer 2 CHF Porto keinerlei Kosten! Entscheide ich mich das Game zu behalten, zahle ich die Rechnung und fang an zu zocken. Entpuppt es sich als Müll stelle ich es direkt auf Ricardo.ch und biete es zum Verkauf an. Da das Game ganz frisch ist bekomme ich nach 5-10 Tagen fast exatk den Kaufpreis abzüglich Gebühren usw. mache ich 10-15 CHF Verlust, konnte das Game aber antesten und bei manch kurzen Games sogar durchspielen.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3255 - 6. November 2016 - 23:31 #

Aber sicher doch.
Wer will meine BF1 Box inc. Disk haben?
Schlappe 55€.
Kann auch garantieren das der Key klappt da schon getestet!

Stardust (unregistriert) 7. November 2016 - 12:38 #

Welcher Key? Online-Pässe hat EA schon lange abgeschafft.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63844 - 7. November 2016 - 12:44 #

Aktivierungskey der PC-Version.

Raubpferd 11 Forenversteher - 615 - 7. November 2016 - 10:26 #

Es kann doch niemand ernsthaft wollen, dass man diese Kaufen-Zurückschicken-oder-Weiterverkaufen-Spielchen andauernd durchziehen muss, nur weil Publisher eine Berichterstattung und Meinungsbildung zum relevanten Zeitpunkt systematisch sabotieren. Das ist ein Missstand, dem du dich mit deinen Strategien lediglich anpasst, aber ändern wirst du ihn nicht, jedenfalls nicht, wenn du die "zu Doofen" kritisierst statt die Hersteller/ ihre PR-Abteilungen.

marshel87 16 Übertalent - 5684 - 7. November 2016 - 10:58 #

Natürlich könnte man es bestellen, eingepackt lassen, und zurückschicken... aber welche Hemmschwelle ist größer? Gar nicht erst kaufen oder bereits zu Hause liegen zu haben und dann den Aufwand betreiben es auch noch wieder zurück zu schicken?
Also wenn ich es einmal zu Hause hätte, dann würde ich mich schwer tun dafür extra nochmal zur Post zu gehen nur um es wieder los zu werden. Da bestelle ich es mir lieber, wenn ich mir sicher bin, dass ich es auch spielen möchte - also 1-2 Wochen nach Release

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:20 #

Wer kauft denn heute noch ein gebrauchtes Spiel für eine aktuelle Plattform? Da muss man doch fast immer irgendwelche Keys eingeben und das Spiel an irgendein Konto binden?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 8. November 2016 - 11:45 #

Ich ziehe gebraucht für Konsole vor - zusatzinhalte sind mir da nicht so wichtig, da sowieso meistens kosmetischer Natur und ich es wahrscheinlich eh nie zu ende spiele. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11418 - 8. November 2016 - 12:49 #

wohl nur noch konsolenspieler, solange es da noch möglich ist.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 17:51 #

Naja, Season Pass und GotY, wo die inkludierten DLC nur als Codes beiliegen, gibt's ja leider auch auf Konsole. Ansonsten habt Ihr natürlich Recht.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3255 - 6. November 2016 - 23:35 #

Pah.
Schon beim Bundesliga Manager 97 war klar das man nur auf die Fresse fallen kann wenn man blind vorbestellt / im Laden kauft.
Das war 1996 und heute ist 2016.
Zeifel habe ich schon lange nicht mehr.

McSpain 21 Motivator - 27488 - 6. November 2016 - 21:50 #

So wie bei Mafia 3?

Nach meiner Erfahrung reguliert sich der Markt nur wenn die Zielgruppe bis zum nächsten Hypetitel nicht wieder in die alten Muster verfällt. Und das tut sie seit Jahren wie ein Uhrwerk.

furzklemmer 15 Kenner - 3173 - 6. November 2016 - 22:02 #

Ich glaube schon, dass Mafia 3 die Anzahl der Vorbesteller langfristig reduziert hat. Schwer nachzuweisen und vielleicht nicht in dem Ausmaße, wie sich das manch einer wünscht.

Die Frage ist dann nur, ob das auch zu besseren Spielen führt oder nur zu kreativeren Wegen, den Spielern nach Release Geld abzuknüpfen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 8:05 #

Hatte Mafia 3 vorbestellt und war eigentlich sehr zufrieden mit dem Spiel und kann demzufolge nichts "draus lernen".

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 10:46 #

Hatte es zwar nicht vorbestellt aber am ersten Tag gekauft. Und mir gefällt es richtig gut. Was soll ich also daraus lernen?
Mir wird da zu häufig pauschalisiert. Mafia 3 gilt jetzt allgemein als Flop und alle Vorbesteller und Day One Käufer sind mit daran Schuld. Es gibt aber eben auch ne Menge zufriedener Spieler, die demzufolge auch nichts "falsch" gemacht haben.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 10:56 #

Ja, genau das, es wird immer so dramatisiert, als ob nur Schrott auf den Markt kommt und die "Lemminge" alles blind kaufen. Für mich hat sich zuletzt No Mans Sky als Flop herausgestellt, aber naja, habe ich es halt weiterverkauft, kein Problem. Würde jetzt aber nicht ewig auf den Hersteller und die Welt schimpfen, weil mein Anspruch nicht befriedigt wurde.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7138 - 7. November 2016 - 10:57 #

Weiterverkaufen ist leider auf dem PC häufig nicht mehr möglich Dank der ganzen Kontenbindung.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 14:09 #

Da oder im psn/Xbox store würde ich auch nicht unbedingt vorbestellen, wenn ich mir nicht absolut sicher bin wie gut das Spiel wird (ein neues GTA etwa).

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7091 - 6. November 2016 - 21:42 #

Muss ich mir sorgen machen, weil ich bei Anno 2016 dachte: das habe ich noch gar nicht gespielt?

FreundHein 14 Komm-Experte - 1888 - 6. November 2016 - 21:45 #

Ah, ich bin nicht allein.

Theradog 07 Dual-Talent - 130 - 6. November 2016 - 22:45 #

Quersumme der Anno Spiele ist immer 9 .
Also wäre realistisch.

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3635 - 2. Dezember 2016 - 13:22 #

Das ist echt das beste daran!! xD

Lencer 15 Kenner - P - 2733 - 7. November 2016 - 8:37 #

*lach* und ich dachte, ich wäre noch nicht richtig wach ...

Maik 20 Gold-Gamer - - 21835 - 7. November 2016 - 9:19 #

Und ich dachte, dass ich eine Montagmorgen-Halluzination hatte. :)

bonesaw 12 Trollwächter - 1166 - 7. November 2016 - 17:52 #

same here :D

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 7. November 2016 - 18:10 #

Den Satz musste ich auch 2x Lesen..

rofen 12 Trollwächter - 838 - 7. November 2016 - 22:55 #

Ich auch

thepixel 15 Kenner - P - 2906 - 7. November 2016 - 18:23 #

Same here!

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6120 - 8. November 2016 - 12:50 #

...jupp.

1000dinge 15 Kenner - P - 3025 - 28. November 2016 - 21:46 #

Hahahaha, me too.

Golmo 16 Übertalent - 4551 - 6. November 2016 - 21:42 #

Na ja, war klar das ein Spieleredakteur Bethesdas Entscheidung nicht gut findet. Ist halt keine subjektive Meinung. Würde mein finanzielles Einkommen davon abhängen würde ich es auch Mist finden.

Nach 15-20 Jahren Gaming bin ich mein eigener Kritiker geworden und kann anhand von Screenshots / Videos und Previews zu Genüge abschätzen ob ich das Game zum Release kaufe oder nicht. Ein Test ist für mich total unnötig in 90 % der Fälle! Und da wo ein Test sehr wichtig für mich wäre: Da kommt er meist nicht oder sehr spät! Nämlich bei kleinen Spielen von eher kleinen Publishern (Fokus Interactive und Co.). Stattdessen liegt der Fokus der Tester immer auf den bekannten und großen Titeln wo ich es am aller unnötigsten finde - aber das generiert natürlich Klicks, Anzeigen und Geld.

Selbst bei einem No Mans Sky, das sich im Nachhinein als Gurke und Mogelpackung enpuppt hat, bin ich nicht sauer vorbestellt und Day 1 Käufer gewesen zu sein. Ich hatte ungelogen mehr als 40 Stunden Spaß an dem Ding, diese hätte ich defintiv nicht gehabt wenn ich vorher den niederschmetternden Test von Herrn Langer gelesen hätte. Der war im Nachinein zwar hervorragend aber wie schon erwähnt hätte er mich um dutzende Stunden Spielspaß gebracht!

Andersrum haben wir manch sehr positive Reviews ein Spiel auch kaputt gemacht - zuletzt Gears of War 4 was hervorragende Wertungen bekommen hat und meine Erwartungen entsprechend hochschraubten. Später wurde mir dann schon nach 1 Std. Ballerei gähnend langweillig und ich hatte mit den ersten 20-30 Stunden in No Mans Sky um ein vielfaches mehr Spaß!

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 6. November 2016 - 21:59 #

Du kannst die Spiele einschätzen, weißt aber nicht, dass Gears of War Ballerei ist?

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11201 - 6. November 2016 - 22:00 #

Ja, der Golmo ist ein echter Pro. ;)

Golmo 16 Übertalent - 4551 - 6. November 2016 - 22:12 #

Natürlich weiss ich das Gears of War Ballerei ist! Aber da gibts auch 50 Shades und GoW 4 war in meinen Augen schlechte Ballerei weil das Pacing / Trefferfeedback uvm. sehr schlecht waren! Da hilft mir auch kein 90er Test, ich fands ermüdend und lahm. Kaum eine Entwicklung zu Gears 1, viel zu viel Back to the Roots ohne Innovation. Aber das ist ein anderes Thema.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 6. November 2016 - 22:55 #

Also kanntest Du die Vorgänger und hast gedacht, dass Teil vier ganz anders wird? Haben die Previews und Tests diesen Eindruck vermittelt?

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 14:11 #

Das Trefferfeedback von Gears 4 ist state of the art. Punkt. Das konnte ich jetzt nicht unkommentiert stehen lassen.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:26 #

Erklär mir das mit den "50 Shades" und dem "Trefferfeedback" noch mal genauer bitte. Das könnte interessant werden. :)

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11494 - 6. November 2016 - 22:16 #

Genau meine Meinung. Ich mache Spielkäufe nicht von Testergebnissen abhängig! Von daher verliert GamersGlobal für mich kein Stück an Wert, wenn der Test sehr spät kommt.
Ich mag ausführliche Vorbericht-Erstattung und wenn ich ein Spiel haben will, kaufe ich es am Releasetag, Test hin oder her!

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 6. November 2016 - 22:53 #

Wieso ist das keine subjektive Meinung?

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:23 #

Der Golmo hat halt "subjektiv" und "objektiv" verwechselt. Kann bei der Menge an Text, den er ausstößt, schon mal passieren. :)

Disteldrop 13 Koop-Gamer - 1650 - 6. November 2016 - 23:08 #

Ich kaufe zwar zu 99% nicht am Erscheinungstag, treffe aber meine Kaufentscheidung durch Tests. Nicht anhand der Note, sondern anhand des Inhalts den der Test zu bieten hat.

FrEEzE2046 11 Forenversteher - P - 675 - 7. November 2016 - 2:01 #

Auch ich lese seit Jahren keine Tests mehr (nur die Meinungskästen). Ich habe in der Regel bereits weit vor Release einen guten Eindruck davon, ob ich einen Titel mögen werde oder nicht. Da ich mit meiner Voreinschätzung (für mich persönlich) in 99% der Fälle richtig liege, kaufe ich auch ohne zu zögern fast alle Spiele zu Release.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 7. November 2016 - 7:28 #

Und Du fällst nie oder selten damit auf die Nase? Nicht wegen der Art des Spiels, sondern wegen eventueller Bugs.

FrEEzE2046 11 Forenversteher - P - 675 - 8. November 2016 - 0:51 #

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir Bugs, die später behoben wurden, mal den Spielspaß verdorben hätten. Selbst Gothic 3 hat mir zu Release kaum Probleme gemacht.

McSpain 21 Motivator - 27488 - 6. November 2016 - 21:45 #

Kann man nur dick unterstreichen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 6. November 2016 - 21:52 #

Ich finde es nicht verkehrt, wenn Spiele erst in der fertigen Version getestet werden. Dann muss man nicht mehr lesen, dass diese und andere Mängel vermutlich nur der Vorabversion geschuldet sind und Fehler mit dem 20GB One-Day-Patch behoben werden.

Schaden entsteht übrigens nur bei denen, die keine paar Tage bis zu ausführlichen Reviews abwarten können und blind kaufen. Denen helfen auch keine Tests, die nach dem Patch korrigiert werden.

Seit wann läuft hier eigentlich ein Fingerprinting-Tracker?

Wotan der Greise 06 Bewerter - 75 - 6. November 2016 - 22:28 #

Sehe ich vorläufig relativ ähnlich was den Nicht-Schaden für Menschen angeht, die ein paar Tage warten können. Mittelfristig könnte sich aber doch ein Problem ergeben, falls sich Testmagazine zukünftig finanziell gar nicht mehr tragen, weil die späten Tests keiner mehr liest.

Was ist denn das für ein Tracker? Man nimmt ja einiges hin inzwischen, aber irgendwelche Fingerprint-basierten Analysen wären für mich Grund genug, mein gerade frisch geschlossenes Abo umstandslos sofort wieder auslaufen zu lassen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 6. November 2016 - 22:32 #

Auch wenn es böse klingt, aber schon so manches Geschäftsmodell wurde mit der Zeit überholt. Persönlich helfen mir Tests wenig, weil sie kein Spielgefühl vermitteln können. Ein Gameplayvideo bringt mir da mehr. Wobei es Ausnahmen gibt, z.B. bei der Civ 6 KI. Die kann man wiederrum in Videos schlecht einschätzen.

Zum Tracking: Suche mal nach Browser Fingerprinting. Wird Dich als Abonnent vermutlich nicht treffen, weil es nur aktiv ist, wenn man einen Blocker laufen hat.

viamala 12 Trollwächter - 992 - 6. November 2016 - 21:53 #

Das es auch eine Audiospur gibt, finde ich klasse :)

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3635 - 2. Dezember 2016 - 13:26 #

Ich hab's mitlaufen lassen, während ich selbst den Text las. :)
(Und einige Unstimmigkeiten entdeckt! *erhobenerzeigefinger*)

Necromanus 16 Übertalent - P - 4606 - 6. November 2016 - 21:56 #

Ein sehr schönes Langer Lästert. Ich bin im vorauseilenden Gehorsam bereits dazu übergegangen Spiele vermehrt erst nach Erscheinen zu kaufen. Bei Mafia 3 hat es mich sogar von dem Kauf bewahrt. Civ 6 werde ich wohl trotzdem kaufen

foobar123 (unregistriert) 6. November 2016 - 21:56 #

Erwähnt bitte bei Tests (bei Bedarf) wann ihr das Testmuster erhalten habt direkt am Testanfang und stellt so gewissermaßen den Hersteller an den Pranger. Echt schade diese Entwicklung. Man hat ja bei No Man Sky und Mafia 3 gesehen, die ersten 5 Spielstunden waren gut und dann wurde es ultra langweilig, nur noch stupides griding-"missionen" ala Free2Play.

spooky74 14 Komm-Experte - P - 2107 - 6. November 2016 - 21:57 #

Haben die Hersteller/Publisher heute überhaupt noch eine Wahl?
Müssen sie nicht die Produktionskosten wieder reinbekommen und ist dann ein schlechter Test dann nicht eher hinderlich?

Ich denke die Hersteller/Publisher wissen ganz genau warum sie das jetzt so handhaben, der Leidtragende ist der Kunde.
Aber Jörg, ob dein Rat zu warten auch angenommen wird?
Wenn es um Multiplayer geht, stürzen sich ja alle auf die neuesten Spiele ohne Rücksicht auf Verluste.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11201 - 6. November 2016 - 22:04 #

Ich warte schon länger und kaufe nicht mehr zu Release, da weiß man schon oft nach nicht mal einer Woche was los ist:
- Medien-Echo?
- Spieler Feedback? (Steam-Bewertungen etc.)
- Videos mit Testcharakter oder "Hallo schaut mal, wie kacke/gut das Spiel ist)

Dann geht kaum noch was schief, aber immer noch. Man hat halt auch mal Pech. Wenn jetzt halt diese Praxis einreißt, wird das Medien-Echo länger auf sich warten lassen oder ausbleiben, weil vielleicht bald nicht mehr so viele Magazine/Tester übrig sind, die sich den Luxus gönnen werden ausführlich über ein Spiel zu berichten.

Sebastian -ZG- 27 Spiele-Experte - P - 77211 - 6. November 2016 - 22:16 #

Ich bin gespannt, ob sich daran überhaupt noch was ändern wird.

Truffe 13 Koop-Gamer - P - 1739 - 6. November 2016 - 22:25 #

Jeder ist selber verantwortlich wann er sich ein Spiel kauft.
Ich hab auch schon spiele zum Release gekauft meist sind das Ageod spiele.
Aber auch erst nach einige Test wie Rome 2 oder Total War Warhammer.
Erst dann habe ich sie gekauft. Manche hab ich auch nach einem Schlechten Test gekauft wie Stelaris oder gar nicht wie Civ 6 oder das Neue Master of Orion.
Ich bin ja mit der Gamestar aufgewachsen und vertraue immer noch einem Spieletester mehr als einen Lets Player.
Das die Spielehersteller einen anderen Weg gehen als früher ist dem Internet geschuldet und das viele Junge Spieler Youtubern mehr glauben als Spieletester.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 6. November 2016 - 22:35 #

" könnt euch weiterhin mit überlegenen Produkten vom Mitbewerb absetzen, statt nur über das Marketingbudget. Das sollte Herstellern, die an ihre Produkte glauben, doch eigentlich nicht schwerfallen!"

Nur dass Marketingbudges wesentlich kalkulierbarer sind als Produktgüte und v.a. als Testwertungen.
Aus Herstellersich ist dieser Schritt absolut vernünftig. Warum mit einer Presse zusammenarbeiten, die sich kritisch mit einem Produkt auseinandersetzt und 10.000-50.000 Leute erreicht, wenn man LetsPlayers auf seine Seite ziehen kann, die als größtenteils krtikfreie Unterhalter 100.000-500.000 Leute erreichen.

Gutheißen will ich diese Entwicklung natürlich auch nicht und ärgere mich sehr darüber. Aber die Logik führt doch zwangsläufig dazu.

Zottel 16 Übertalent - 4310 - 6. November 2016 - 22:44 #

Ich verstehe die Problematik aus Sicht der Magazine hier schon. Man hat bei einem zu späten Testmuster die Wahl, entweder (übertrieben ausgedrückt)über Nacht einen schnellen Artikel hinzurotzen und damit die nötigen Klicks zu generieren oder nen ordentlichen Test zu machen, aber dafür in Sachen Aktualität anderen Magazinen hinterher zu hinken.
Aber ich persönlich habe absolut keine Probleme auch mal länger auf Tests zu warten. Klar, schaue ich mir dann auch andere Seiten an und lese in der Zwischenzeit ihre Tests, aber das würde ich auch machen, wenn deren Tests später erscheinen. Und wenn ich mir vornehmen würde, mir ein Spiel zum Release zu kaufen, würde mich auch kein Test davon abbringen. Und zur Not nutze ich mein Rückgaberecht (welches es in zwischen sogar in eingeschränkter Form bei den digitalen Vertriebsplattformen gibt). Ich weiß, ich kann schlecht für den Großteil der Leser sprechen, aber für mich gilt: Ein Test kommt, wenn er kommt, und wenn es einen Monat nach Release wäre. Hauptsache er ist gut und ehrlich und nicht nur Clickbait. Eventuell sollten die Magazine ihren Lesern diese Prblematik einfach öfter näher bringen und auf Verständis hoffen.

Triton 16 Übertalent - P - 5649 - 6. November 2016 - 22:47 #

Sehr schönes und verständliches lästern. Für mich ist es der nächste logische Schritt der Entwickler, um so viele Einheiten wie möglich zum Release zu verkaufen. Erst ein Hype kreieren um Release Verkäufe zu steigern und jetzt so Tests herraus zögern damit mehr Einheiten "blind" nach dem Release gekauft werden.

Alles Taktik, solche Day-One-Patch Ausreden sind doch ein Witz. Zum Release ist zufällig ein wichtiger Patch fertig, am besten noch so groß wie das Spiel selbst - Blödsinn. Release später ansetzen und die Zeit ist da um Testern rechtzeitig eine fertige Version zu liefern.

Just my two cents 16 Übertalent - 4726 - 6. November 2016 - 22:44 #

Ist am Ende nur folgerichtig. Das was wir, besonders in Deutschland als Spielejournalismus kennen ist am Ende Produktjournalismus und ist, insbesondere in den letzten Jahren, eigentlich nur ein weiteres Marketinginstrument der Hersteller geworden. Da wird geleakt, spekuliert und der Hypetrain bedient und Publisher/Entwickler gewähren wohldosiert im Rahmen der eigenen Marketingkampagne den Journalisten Audienzen oder sogar Einblick - dabei hat aber am Ende die Marketingabteilung immer die Kontrolle - nicht der Journalist.
Da ist es doch nur nachvollziehbar, die letzte und ja auch einzige Chance des Journalisten, das Marketing des Titels auf den letzten Metern noch zu versauen zu unterbinden, solange wir Spieler das akzeptieren ist doch alles schick...

Sciron 19 Megatalent - P - 17096 - 6. November 2016 - 22:45 #

Wer heute noch Day 1 ohne Test kauft, nagt auch grüne Bananen ab.

Tomate79 16 Übertalent - P - 4141 - 8. November 2016 - 15:14 #

Diesen Vergleich muss ich mir merken ;0)
Ich bin froh, dass ich mich beherrschen kann und die Spiele als gereifte CompleteEdition kaufe. Ich spare nicht nur Geld, sondern auch Nerven.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 6. November 2016 - 22:47 #

Ich würde auch meinen, dass sich da der Markt selber regelt. Dieser Day One Hype der sich da in manchen Köpfen abspielen mag ... ist das wirklich noch bei der Mehrzahl der Spieler so?

Die harten Fans kaufen es sowieso und der Rest informiert sich erst mal - je nach Verstand gut oder schlecht. 60€ sind für einige Leute ja auch viel Schotter.

Mir persönlich geht der Day One Kaufzwang schon lange sonst wo vorbei. Klar: Wäre schöner, wenn alles am ersten Tag schon gut durchgetestet und empfehlbar wäre. Dann halt nicht.

Nicht ärgern, sondern weiterhin auf qualitativ hochwertige Tests setzen! Ich glaube nicht, dass die kritischen Spieler weniger werden.

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 6. November 2016 - 23:28 #

Ich merke bei mir dass ich in den letzten Jahren weniger Spiele kaufe, die dann aber eher Day One. Im letzten Jahr zum Beispiel Fallout 4,Uncharted 4 und Mafia 3. War mit allen dreien zufrieden. Fifa 17 habe ich mir ein paar Tage nach dem Release geholt, ansonsten konnte ich bei allen anderen Titeln weiter warten.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 6. November 2016 - 23:55 #

Bei Fallout 4, hätte ich auch fast sofort zugeschlagen, bin aber froh noch gewartet zu haben. Ein Grund liegt aber sicher darin, dass ich zeitlich gar nicht mehr so hinterher komme. Die Auswahl an guten Spielen ist einfach riesig.

Dre 13 Koop-Gamer - 1527 - 6. November 2016 - 22:51 #

Ich persönlich brauche keine Previews/Tests mehr. Nach fast 25 Jahren Spielerfahrung weiß ich selbst, ob mir das Spiel gefällt oder nicht.

Ich denk mal den meisten Leuten geht es ähnlich. Wer kauft denn heutzutage ein Spiel noch nach Tests?

Lieber schauen die jungen Leute auf YouTube/Twitch wie ihr Idol das Spiel zockt und sehen ja wie gut die Grafik/Sound/Balancing ist und ob das Spiel motiviert und entscheiden dann selbst: kauf ich es direkt, nach einem Sale oder überhaupt nicht.

Die Spielepresse wird sich den Wandel beugen müssen, auch wenn es manche altgediente Redakteure nicht wahrhaben wollen.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 6. November 2016 - 23:30 #

Also bei vielen Spielen die ich nicht so auf dem Schirm hatte oder wo ich mir unsicher bin richte ich mich schon nach dem Test. Das sind dann aber meist Spiele die ich nicht direkt zum Release kaufe, mir fällt da jetzt spontan Unravel ein. Gerade bei Spielen die ich mir dann mal zum Budget Preis hole achte ich sehr auf die Tests.

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2146 - 7. November 2016 - 3:26 #

Ich habe 30 Jahre Spielerfahrung und mache meine Kaufentscheidungen trotzdem oft von Tests abhängig. Und zwar Tests die von professionellen Spielejournalisten verfasst wurden, und nicht von irgendwelchen Laberköppen mit Kiddie-Publikum. Ich kann mit Youtuber-Reviews und Twitch-Streams von Entertainern, denn nichts anderes sind sie, nichts anfangen. Ausser vielleicht ab und an Angry Joe, aber seine Videos tragen nicht wirklich zu meinen Kaufentscheidungen bei, die sind höchstens für ein paar Lacher gut.
Ich glaub das Problem ist, heutzutage wollen immer weniger Menschen Geld für anständigen Spielejournalismus ausgeben (lässt sich glaub ich auch allgemein für Journalismus sagen), aber wenn's genug Leute wie mich gibt, die diesen unterstützen, wird er überleben, und wenn nur als Nische für Nerds. Was ja quasi dann "back to the roots" wäre ;)

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 7. November 2016 - 16:09 #

So geht es mir auch. Ich schaue irgenwann später gerne mal in Tests rein, um mal zu sehen wie es andere finden. Aber Tests als Kaufberatung? Nö. Schon lange nicht mehr. Mir reichen diverse Gameplayvideos aus, um entscheiden zu können. Und meist liege ich damit richtig. Denn meinen persönliche Spielspaß, den ich mit einem Spiel haben werden, den kann keiner beurteilen.

Jüngst wieder mit No Mans Sky erlebt. Was interessieren mich die Wertungen und Meinungen einzelner Leute, dass ihnen das Spiel irgendwann langweilig wurde, wenn ich mit dem Spiel so viel Spaß hatte wie schon lange nicht mehr mit einem Spiel?

Videos reichen aus, um zumindest meinen eigenen Spielspaß in etwa ermitteln zu können. Meist klappt es auch sehr gut. Und falls mal nicht: Es sind nur Videospiele, was soll's. Auch Tests werden mich nicht zu 100% vor einem persönlichen Fehlkauf bewahren können.

eblues2000 11 Forenversteher - P - 682 - 6. November 2016 - 22:53 #

Ich weiß gar nicht, wann ich jemals ein Spiel zum Release gekauft habe. Das muss wahrscheinlich irgendwann in den 90ern gewesen sein (iirc war das PS1-Konsole und Ridge Racer).

Heutzutage ist es bei mir eher so, dass die Zeit der limitierende Faktor ist. Beruf und Familie nehmen sich halt jeweils ihren (hohen) Anteil.
Für die Zeit, die dann noch übrig ist, habe ich aktuell einen "Pile of Shame" von aktuell 377 Spielen, die in meinem Steam-Account auf mich warten - die Spiele aus 3 Jahren PS Plus noch nicht mitgerechnet.

Somit kann ich ich jede noch so lange Wartezeit bis zum Erscheinen eines fundierten Testberichts problemlos überbrücken.
Und ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich nicht der Einzige in der Community bin, dem es so geht.

Daher: Liebes Gamersglobal-Team, nehmt euch gerne die Zeit, einen vernünftigen Test zu schreiben. Ich zumindest laufe euch nicht weg. Für mich ist "releasenah" gleich "innerhalb der ersten 6 Monate nach Release" :-)

Disteldrop 13 Koop-Gamer - 1650 - 6. November 2016 - 23:07 #

Interessanter Artikel, so weit hab ich bisher noch garnicht gedacht.
Cool gemacht!

Q-Bert 13 Koop-Gamer - 1613 - 6. November 2016 - 23:16 #

Da ist der Counter! (*kreisch*) Der Counter, der die Sekunden bis zum Testbeginn runterzählt - also der Moment, wo JÖRG LANGER das Testobjekt das erste Mal startet (*schauder*). 3... 2... 1...

Und schon erscheint der Interaktive-Live-Wertungsbalken (ILWB)! Der sich von nun an stündlich ändern wird. Wie immer beginnt der ILWB bei einer Wertung von 0 und klettert und klettert und klettert, aber schon die erste Zwischenwertung wird mit Spannung erwartet. Gleich ein Sprung auf 2,0? Oder doch nur 1,5? Und DA, Freunde, ja, es ist eine 2.0! Eine ZweiPunktNull! Was für ein furioser Start in dieses Testspiel! Das verspricht ein spannender Abend zu werden!

Der Test zieht sich, Jörg kämpft. Nach über 10 Stunden Testzeit ist der ILWB auf ordentliche 5,5 Punkte geklettert, verharrt aber nun bereits seit 2 Stunden auf diesem Level. Deutet sich hier eine Wertungskatastrophe an? Nur Sekunden bis zum nächsten Update... Und UUuuhhh, 6,0, meine Damen und Herren, es geht weiter nach oben! Jetzt kommt alles auf das Endgame an, kann das Spiel den Jörg, den Langer, noch einmal aus der Reserve locken?

Wir rechnen jetzt jede Minute mit der Entwertung. Die Wertung hat inzwischen 7,5 auf der Langerskala erreicht und nach über 20 Stunden Spiel- und Testzeit sind Zuschauer und Tester gleichermaßen am Ende ihrer Kräfte. Wird die 8 geknackt? Gibt es sogar einen Sprung auf die 9? Bleiben Sie dran! Wir sind gleich zurück, nach einer kurzen Unterbrechung...

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 6. November 2016 - 23:28 #

Geht irgendwie an der Sache vorbei :)

Q-Bert 13 Koop-Gamer - 1613 - 6. November 2016 - 23:38 #

Ganz im Gegenteil!

Wenn Tests wieder mehr Bedeutung bekommen sollen, dann muss man das Testen stärker zelebrieren. Der Test ist das Event, nicht der Release des Spiels. Und dazu kann man all die ausgeklüngelten Marketing-Instrumente nutzen, die die Spielindustrie und Sportsender in den letzten Jahren erfunden hat. Counter, Live-Ticker, Qualifying, Endergebnis, Siegerehrung.

Stell dir mal vor, zu einem großen Hypetitel wie Battlefield 1 gäbe es ein redaktionsübergreifendes (!) Test-Event auf einer Showbühne, bei dem Langer, Graf, Luibl und wie sie alle heißen zum 24-Stunden-Test antreten. Mit Live-Kommentar von Gunnar Lott und Christian Schmidt. Tester-of-the-Day per Zuschauerwertung. Gewinnspielverlosung. Und Werbeunterbrechungen :)

zuendy 14 Komm-Experte - 2259 - 7. November 2016 - 1:37 #

Wie würde mir sowas auf die Nüsse gehen. ;) Vermute aber auch, dass so etwas gut ankommen würde.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 6. November 2016 - 23:16 #

Leute, es geht doch garnicht um "Ich kann mir immer mein eigenes Urteil bilden" oder "Ich kauf mir keine Spiele zum Release" etc. pp. Wenn ihr keine aussagekräftigen Tests am Day 1 braucht, dann schön für euch, aber es gibt genug Leute die das gerne haben würden und das spielt doch nur in die Karten der Hersteller, wenn die Tests so spät wie möglich kommen, damit sie ihre potentiellen Gurken an den Mann bringen können. Stichwort Katze im Sack.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 6. November 2016 - 23:39 #

Aber warum sollten "wir" ("wir", weil ich genauso sagen würde, bilde dir dein eigenes Urteil und kaufe nicht zum Release) uns von deiner Ungeduld abhängig machen?
Du sagst, du willst zum Day 1 nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Ich sage, schön blöd, dass du überhaupt an Day 1 kaufen willst.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 7. November 2016 - 20:51 #

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wir sind nicht Schuld, die Reviewmagazine sind nicht Schuld, es liegt nur am Hersteller. Würden die nicht bis zum letzten Tag Day One Patches machen wollen und würden die rechtzeitig Reviewsamples freigeben (können ja trotzdem ein NDA machen), dann gibt's doch garkeine Problem.

So sind quasi die Spielemagazine die gelackmeierten und wir auch, die nicht unbedingt noch länger warten wollen um rauszufinden ob das Spiel jetzt gut ist oder nicht.

Ehrlich gesagt, brauch ich in den meisten Fällen eigentlich auch keine Tests, aber ich finds vor allem Schade für die Spielemagazine/Seiten. Wenn ein Spiel rauskommt, sollte ein Test fertig sein. Punkt aus Micky Maus. Da gibt's IMO überhaupt keine Diskussion.

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 7. November 2016 - 16:11 #

Das spielt eben nicht in die Karten der Hersteller, wenn du einen Test brauchst und entsprechend wartest, bis der Test da ist. Dann ist dein Relelase eben um ein paar Tagen verschoben worden. Dürfte doch kein Problem darstellen. ;)

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 7. November 2016 - 20:52 #

Kommt drauf an. Beim neuen Civilization ist mir das egal, aber bei Watchdogs 2 oder einem neuen GTA will ich nicht noch extra warten wollen. Aber da kauf ich mir das Spiel eh so bald es da ist. :)

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 7. November 2016 - 20:58 #

Gerade bei diesen Spielen kann man ja auch bis zum Release schon recht gut abchecken, ob einem das jeweilige Spiel zusagen wird oder nicht, auch ohne Test.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 6. November 2016 - 23:16 #

Hmmmm, das ging ja gesittet, ich dachte es würde mehr Gift verschossen.

That said: PreOrdern, Day-1 Käufe ... warum, frag ich mich, soll man das noch mitmachen? Bis auf wenige ausnahmen werden die Spieler alle günstiger und besser sein je länger man wartet - und wer es gar nicht aushalten kann, der kann ja eines der 1000 Titel spielen die noch im Backlog schlummern.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 6. November 2016 - 23:17 #

Naja, ich finde, Spiele verlieren an Interesse, je länger sie draußen sind, zumal dann ja wieder neue Spiele kommen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 7. November 2016 - 1:43 #

Wenn man erstmal anfängt, einmal zu warten, spielst du die anderen und packst das neue Zeug auf die Wunschliste. Spiele werden nicht schlechter.
Es gibt keinen vernünftigen Grund ein Spiel am Tag 1 spielen zu müssen. Keinen.

Ok, vielleicht einen Grund: Wenn das Spiel im E-Sports aufschlägt und du damit dein Geld verdienen willst.

Aber ansonsten? Gut, wenn man umbedingt derjenige sein will, der sagen kann "Erster!" - dann vielleicht auch, aber im normalfall ist nur einer der Erste, der Spruch "17101ste!" ist nicht mehr so Sexy, oder? ;)

Beispiel NMS. Hab ich bis heute nicht, anschauen will ich es mir aber schon noch. Der Preis ist mir nur viel zu hoch. Wenn ich also das Ding in 4-7 Wochen angugge (Xmas Sale evtl?) - was ist meine Spielerfahrung gegenüber dem, der es PreOrdert hat? Bugfreier, erweiterer, unhyped aka Stressfreier. Ich weiss worauf ich mich einlasse. Vielleicht find ich es auch Mist, aber ich wurde ja gewarnt. Vielleicht gefällts mir Super - dann isses völlig Banane ob ich 3 Wochen oder 3 Jahre gewartet habe.

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 8:26 #

Naja es gibt auch keinen vernünftigen Grund den neuen Star Wars Film am Release Tag zu gucken, den neuen Dan Brown am ersten Tag zu lesen, die neue Game of Thrones Staffel am ersten Tag zu gucken oder das WM Finale live zu gucken. Kann man auch alles später nachholen, wird ja nicht schlechter.
Andere nennen es Vorfreude und wollen das Neue halt gleich erleben, du nicht. Da mit Vernunftgründen zu argumentieren finde ich aber abwegig.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 7. November 2016 - 8:46 #

Weder Filme, Bücher noch Serien werden nachgepatcht.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15322 - 7. November 2016 - 8:57 #

Lord of the Rings Extended Edition 1-3, nicht gerade ein Day One Patch ;) aber doch irgendwie nachgepatcht. Danach habe ich mir nie wieder die Day-One-Kino-Version angeschaut.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 7. November 2016 - 9:54 #

Das ist dann eine veränderte Neuauflage, nicht die ursprüngliche, bei der ne Zusatz-Disc nachgeschickt wird.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15322 - 7. November 2016 - 10:32 #

Nebensächlich.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 7. November 2016 - 10:37 #

Wieso?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15322 - 7. November 2016 - 10:43 #

Naja, mit einem Content-Patch ist doch ein Spiel auch nicht mehr die ursprüngliche Version, ich sehe wirklich keinen Unterschied zu einer EE von Filmen.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 34651 - 7. November 2016 - 12:17 #

Ich dachte da eher an eine GotY-Edition im Vergleich zu Extended Cuts. Aber eigentlich auch egal :)

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 9:04 #

Wie Jörg doch schon geschrieben hat ändern die Patches in den seltensten Fällen großartig was. Klar gibt es mal Ausnahmen und kleinere Verbesserungen aber das ist für mich nicht ausschlaggebend.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18294 - 7. November 2016 - 9:05 #

Zweit- oder Neuauflagen von Büchern werden auch korrigiert vor Neuveröffentlichung. Manche werden sogar komplett neu übersetzt.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 9:05 #

Sachbücher erfahren in späteren Auflagen schon die eine oder andere Anpassung an neue Realitäten ;)

Sebastian -ZG- 27 Spiele-Experte - P - 77211 - 7. November 2016 - 9:10 #

Zeit für eine frische Auflage des Hexenhammers. :D

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 9:14 #

Nennt sich das heute nicht "Jahresbericht der Zentralstelle für Weltanschauliche Fragen der evangelischen Kirche"? ;)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63965 - 7. November 2016 - 9:40 #

Ich bin der Meinung dass dieses Machwerk der Konkurrenz gehört.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 12:13 #

Das wäre die Frage: Update, Upgrade oder Fork?

McSpain 21 Motivator - 27488 - 7. November 2016 - 12:37 #

Tatsächlich fange ich Serien meist nur noch an zu schauen wenn die erste Staffel beendet wurde und einigermaßen gute Kritiken hat.

Und natürlich schließt es nicht aus, wenn man Fan von etwas ist sich damit zu beschäftigen. Das WM-Finale schaue ich Live. Aber ich würde mir jetzt nich unbedingt ein Eishockey-Finale anschauen. Wenn es aber spannend war oder wird erfahre ich das meist von Experten und springe dann drauf an.

Comic-Reihe die ich noch nicht kenne kaufe ich auch abseits des Fantums nicht an Tag 1.

Star Wars schaue ich auch nur zur Mitternachtspremiere weil ich ein großer Fan bin. Obwohl ich großer Fan von Marvel-Filmen bin warte ich da immer die Kritiken ab.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 7. November 2016 - 14:34 #

Das dein Vergleich hinkt, brauch ich dir sicher nicht sagen, auch wenn du prinzipiell recht hast das man auch bei allen anderen Sachen gut warten kann - vielleicht abgesehen von LIVE Übertragungen - je nachdem wie man diese Konsumiert, ein Public-Viewing am Brandenburger Tor in der Konserve ... ähm, macht keinen Sinn. ;)

McSpain schrieb glaub ich, er wartet bei einer Serie auf die ganze Staffel - das mache ich auch gerne, weil ich gerne alles an einem Stück erlebe wenn möglich (deswegen fallen Episoden Spiele zB bei mir völlig unter den Tisch).

Das ich das Neue nicht gleich erleben will, ist aber eine Unterstellung. Klar will ich auch immer gerne alles schon gestern gesehen / gespielt haben, aber wenn an der Freude ein großes "?" ist ob der Performance und dazu auch noch ein Preisschild von 50-70€ dran klebt - da werde ich dann Vorsichtig.

Und wer nach dem 3ten Hype immer noch sein Geld dem Publisher in den Rachen wirft und zum 4ten mal enttäuscht wird ... der sollte mal in sich gehen. ;)

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 17:09 #

Falls es eine Unterstellung war habe ich dich falsch verstanden. Und das mit dem dritten Hype ist mir noch nicht passiert. Abgesehen von Black & White eigentlich generell nicht (wobei ich damit auch ne Menge Spaß hatte).

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8242 - 7. November 2016 - 18:09 #

Lass mal sehen, wo hab ich mich Hypen lassen und den Kauf bereut:

* Battlecruiser 3000 AD
* Master of Orion 3 (halt warte, das Spiel existiert ja gar nicht)
* Doom 3
* Diablo 3 (rehabilitiert mit AddOn)
* Rage (i blame that one on GG)

Also das sind die Titel die mir "Weh" getan haben, zwei von ID Software...

Bin auch heute nicht Immun gegen Hype, aber unkontrollierte Käufe sind eher die Seltenheit geworden.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 20:29 #

Bei Battlecruiser bist ja auf den Supergau reingefallen :D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 7. November 2016 - 20:31 #

Ach, Rage. Sorry, da lagen wir wirklich etwas hoch. War ja kein schlechtes Spiel, aber in der Wertung war wohl eine gewisse id-und-Riesentexturen-Begeisterung eingepreist, die sich im Rückblick anders darstellt.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2076 - 7. November 2016 - 20:37 #

Die 9 von 10 für Rage gehen in Ordnung. Die 9,5 für den im Gameplay reduzierten Genre-Kollegen Overwatch sicher nicht.

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 8. November 2016 - 13:18 #

Und die wirklich fantastischen Gegneranimationen.
Rage hat schlicht das Problem, daß es nicht weiß, was es sein möchte und deswegen in vielen Belangen nur sehr mäßig ist.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 8. November 2016 - 15:47 #

Der Shooter-Part ist aber hervorragend.

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 8. November 2016 - 16:54 #

Darüber ließe sich streiten, je nach dem was Du da genau meinst. Selbst die eigentlich sehr guten Waffenmechaniken ließen am Ende zu wünschen übrig.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 8. November 2016 - 16:58 #

Das Schießen hat sich gut angefühlt, gutes Trefferfeedback, sowas mein ich. ;)

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3635 - 2. Dezember 2016 - 14:19 #

Und daß die Feinde sich urplötzlich auch mal an der Decke entlang hangelten oder seitwärs per Rolle (eben nicht) direkt auf Dich zu liefen. War für mich was ganz anderes als diese CoD-Schießbuden.

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 20:43 #

Hm Rage, da bin ich auch noch drauf reingefallen. Hab es irgendwann als Budget Titel geholt und zweimal angespielt, kam aber nicht über 10h hinaus. War ja eigentlich kein schlechtes Spiel, fand den Mix aus Open World, Autos und Shooter an sich gelungen. Aber der Funke wollte nie so recht überspringen und dann kam immer was dazwischen.

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 8. November 2016 - 13:19 #

Doom 3 ist nur kein schlechtes Spiel. Es ist nur schlicht kein Doom.

thhko 11 Forenversteher - 602 - 7. November 2016 - 21:04 #

Dem 1. Satz würde ich bis auf´s WM-Finale (zu hohe Spoiler-Gefahr...) aber glatt so unterschreiben...

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:34 #

Im Prinzip gebe ich Dir Recht und handhabe das normalerweise auch so, aber gerade bei Multiplayertiteln mit "Lootspirale" hast Du das Problem, dass Du, wenn Du zu spät einsteigst, niemanden mehr findest, der mit Dir spielen will, weil alle in Rekordzeit durch den Content gerannt sind. Somit musst Du solche Spiele kurz nach Release spielen, bevor der Hype abebbt.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 7. November 2016 - 8:40 #

Wenn Spiele für Dich nur interessant sind wenn sie gerade in aller Munde sind, liegt das aber an Deiner Einstellung. :)

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 6. November 2016 - 23:21 #

Ich verstehe zwar den Standpunkt der Spieleredaktionen, aber ich muss leider sagen selbst Schuld. Die Magazine haben sich immer auf Testmuster verlassen und sind so oft zur Verlängerung der Studios geworden. Warum nicht jetzt gemeinsam das positive sehen? Alle professionellen Magazine bekommen die Muster gleich spät oder kaufen sie selber, also ist man auch unabhängiger. Spieler die blind am ersten Tag kaufen haben es dann nicht besser verdient. Und vielleicht wird die Spielepresse gezwungen sich mal endlich weiterzuentwickeln.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 6. November 2016 - 23:43 #

Die Tendenz geht in Richtung taktische Umgangsformen. Apple machts ja vor. Wenn kein Win Win mehr möglich ist, dann muss man sich halt lösen.

Die Frage ist natürlich ob es bei Verschlechterungen bei der Bemusterung bleibt. Publisher könnten ja auch noch die Previews und Anspieltermine zur taktischen Gestaltung nutzen.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 7. November 2016 - 6:59 #

Ja könnten sie. die "Presse" könnte aber auch einfach die Spiele kaufen!

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 9:01 #

Und weitergedacht auf News, Entwicklerbesuche, Previews, Anspieltermine verzichten? Das ginge dann weit über das Thema Spätbemusterung hinaus.

Apple machts doch vor: Ein falsches Wort übers Iphone und du kannst dein "exclusive" "Hands on" vergessen.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 7. November 2016 - 18:16 #

Und was wäre dann so schlimm daran? Die ganzen News sind meistens eh nur PR-Gebrabbel. Und wie oft bekommt man wirklich vorab sehr interessante Dinge mitgeteilt. Die Spielepresse muss weg vom reinen Produkttest. Die wenigen Versuche die es bis jetzt gibt sind nicht genug.

Die Spielepresse ist einfach zu nah an der Branche dran. Es gibt jetzt endlich einige Versuche sich zu lösen. Der Podcast "Auf ein Bier" hat jetzt so viele Unterstützer das sie die zu testenden Spiele kaufen.

Was habe ich davon wenn die Presse ihre Muster bekommt, dann aber nicht frei reden kann?

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 18:42 #

Und von wem sollten deiner Meinung nach, die Previews und Vorabberichte kommen?

Und von wem sollen Produktests denn sonst gemacht werden?

Dass Spiele selber gekauft werden, ist doch gar nicht das Hauptthema. Die hauptsächlichen Kosten liegen immer bei Entlohnung der Mitarbeiter.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 7. November 2016 - 20:42 #

Ich brauche den klassischen Produkttest nicht mehr. Schon gar nicht mit einer Zahl darunter. Previews wird es trotzdem geben, die Hersteller würden sich sonst selber ins Bein schneiden. Und wenn sie über irgendwelche YouTuber kommen würden. Vorabberichte brauche ich auch nicht unbedingt. Man muss sich nur mal anschauen wie oft die viel zu positive ausfallen und das Spiel dann nur Mittelmaß ist.

Ich möchte Reportagen, Hintergrundgeschichten, Rückblicke. Ob dem Tester XYZ das Spiel gefällt oder nicht ist mir egal. Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist auch gut so.
Und durch die in vielen Redaktionen stattfindende Wechsel der Redakteure und Praktikanten kann man sich auch kaum noch an die Meinung anderer annähern.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 21:15 #

"Ob dem Tester XYZ das Spiel gefällt oder nicht ist mir egal. Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist auch gut so."

Ob es ihm gefällt, finde ich eigentlich nachgeordnet. Mich interessiert, wie er darauf kommt.

Sonst blieben ja nur quantitative Entscheidungen übrig: Die meisten Leute findens gut, dann wirds wohl gut sein ... oder so.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 7. November 2016 - 21:51 #

Nee es würde einfach darumgehen, dass das Spiel einem selbst gefällt.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 12. November 2016 - 13:03 #

Es geht doch garnicht darum, ob man die Spiele kaufen muss oder ob man sie umsonst bekommt, es geht vor allem um den ZEITPUNKT WANN man die Spiele hat.

Wenn ein Spiel heute released wird und der Test kommt erst eine Woche später, dann ist das einfach viel zu spät.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 12. November 2016 - 14:45 #

Wieso ist das viel zu spät? Werden die Spiele dann schimmelig?

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 13. November 2016 - 13:19 #

Ja! ;-) Nee, dann haben aber schon viele das Spiel gekauft und beschweren sich dann, wenn es schlecht ist, weil sie den Test nicht abwarten wollten. Und ich finde da den schwarzen Peter auf die Spieler zu schieben nicht gut, nur weil die Hersteller da die Leute abzocken wollen.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 13. November 2016 - 16:42 #

Die Spieler wissen aber, dass es immer riskant ist, ein Spiel ohne Test zu kaufen - und wenn sie ein paar Wochen warten, treffen sie genau den Richtigen, nämlich den Hersteller.
Und wer trotz dieses Wissens zu früh kauft, trägt eben das Risiko.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 15. November 2016 - 21:56 #

Umgekehrt, man übervorteilt quasi die Hersteller, weil sie erstmal in Ruhe die Katze im Sack verkaufen können, bis die ersten Tests da sind.

Bernd 10 Kommunikator - 395 - 6. November 2016 - 23:29 #

Hm, sind Videospiele gleichzusetzen mit anderen Kunstformen, wie Literatur, Musik, etc.? Wenn ja, dann besteht doch eigentlich kein Grund einer Vorabbemusterung an Journalisten. Bücher werden doch i. d. R. auch nicht massenweise vorab an die Kulturredaktionen verschickt, ebenso wenig wie CDs/MP3s an Audiozeitschrifen (jaja, es gibt auch hier Ausnahmen). Die bekommen normalerweise eine Besprechung, wenn sie veröffentlicht sind. Da mäkelt doch auch kein Redakteur herum, dass er den neuesten Murakami oder King nicht drei Wochen vor Veröffentlichung bekommen hat.
Das Problem scheint zu ein, dass Spielejournalisten sich gerne als Verteidiger und Beschützer der Konsumenten sehen. Darauf würde ein Literaturkritiker wahrscheinlich nicht kommen, der eher die "Kunst" an sich bespricht und so eben einem Buch keinen "messbaren" Zahlenwert verpassen muss. Vielleicht ist es also einfach nur an der Zeit, dass sich auch der klassisch-konservative Spielejournalismus evolutioniert und das Medium Spiele nicht mehr als "Spielzeug" rezensiert, sondern als Kunstform, wie jede andere Kunstform auch.

McSpain 21 Motivator - 27488 - 7. November 2016 - 7:22 #

Musik kenne ich mich nicht aus. Aber Bücher gehen oft ein paar Wochen vor Release an Presse raus. Und Pressevorführungen bei Filmen sind auch nur in Ausnahmen weniger als 2 Tage vor Release.

Bastro 15 Kenner - 3507 - 7. November 2016 - 20:01 #

Natürlich gibt es eine Vorabbemusterung in der Buch- und Musikbranche, wie eigentlich überall,wo es um kaufbare Produkte geht.

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 6. November 2016 - 23:39 #

Ich lese gerne Tests und als Kaufentscheidung dienen sie mir bei Spielen, die nicht hundertprozentig in mein Schema passen. Es gibt aber genug Spiele, bei denen ich mir sicher bin, dass sie genau das richtige für mich sind und da benötige ich auch keinen Test.

Nichtsdestotrotz lese ich diese dann trotzdem gerne, einfach weil ich gerne über mein Hobby lese und mich die Meinung anderer interessiert.

Kunscht (unregistriert) 6. November 2016 - 23:40 #

Vorgestern hatte man die Spiele im Laden gespielt.

Gestern hatte man sich über gecrackte Spiele informiert - die richtig guten Titel wurden nachgekauft.

Heute macht man dies über Let's plays (No Commentary) und eventuell nem Seitenblick auf Metacritic. Freunde waren immer schon wichtig.

Es hat Spass gemacht Tests über Spiele, die man eh schon mochte, zu lesen, und die Bilder zu bestaunen. An eine kaufentscheidende Relevanz kann ich mich weniger erinnern.

Ich find's gut, wenn Spiele für Spieler und Tester zur gleichen Zeit erscheinen. Man informiert sich, wagt etwas oder wartet halt ein wenig. Das ist besser, als in diese servierten Meinungen zu platzen.

gamalala2017 (unregistriert) 6. November 2016 - 23:40 #

Jeder ist im Leben mal in seiner Einkaufszentrum-Jugend. No Joke. Ist ne Phase.

Die Einkaufszentrum-Jugend hat sich früher von Soziale Kontakten in der echten Welt leiten lassen. Wenn´s mal Boring war, dann freude man sich auf neues aus der Gaming-Welt. Das war noch zu einer Zeit da hatte noch nicht jeder ein Modem bei sich zuhaus und konnte monatlich 300 DM an die Telekom zahlen.

Im Zusammenhang kann man das nun so sehen, dass die Einkaufszentrum-Jugend heute mit ihren Mobilgeräten unterwegs ist. Also nicht nur in Einkaufszentren sondern auch im Alltag. Das machen auch Erwachsene und Akademiker(!). Sie bekommen alle Neuigkeiten auf ihr Smartphone. Ihrem Internet-TV. Derweil auch in der Angewöhnung am PC bzw. Convertibles.

Die meisten denken, sie benötigen keine Magazine mehr. Sie wissen nicht das es Special-Artikel gibt zu Themen wie Retro-Games, Entwickler-Tagebuch, ein Redakteur welches immer eine stark ironisch sarkastische Schreibweise pflegt. Ganz zu schweigen von den Videoproduktionen für auf die DVD (früher CD).
Wann wird übrigens auf Bluray umgeschwenkt? Damit könnte nochmals gepunktet werden.

Wenn die Leser um diese Extras wissen, dann frage ich mich ob bei diesen Leser hier Tests und Reviews überhaupt noch relevanz haben!?

Vielleicht ist die Spieleindustrie einfach nur weiter als viele Publisher in vielen Länder.

Die Spielehersteller mit praktizierendem Schnellpublishing haben später, in einer anderen Ära, dann wohl das Nachsehen wenn die Leser wieder mehr Wert auf Tests und Reviews legen wenn die Extras irgendwann Boring werden.

Nur mal so als Denkanstoß.

Politician 12 Trollwächter - 1160 - 6. November 2016 - 23:49 #

Das Problem ist, dass die Nichtbemusterung aus Sicht der Spielehersteller bei durchschnittlichen oder schlechten Titeln aus ökonomischen Punkten die einzig richtige Entscheidung ist. Von einem guten Vor-Release Test profitieren nur noch mittelgroßen oder kleine Titel.
Bei großen Titeln bin ich mir ziemlich sicher, dass selbst durchgehend gute Tests nicht mehr Verkäufe generieren aber nur ein schlechter Test eines profilierten Spieletesters (ob Magazin, Website oder Youtube) kann Verkäufe kosten.
Für mich persönlich ist die Sache insofern kein Problem als das ich fast nie Vorbestelle und Zeit habe auf den mehrere Tests zu warten. Dazu bieten spezialisierte Foren die Möglichkeit bereits einige Tage nach Release bei bestimmten Genres bessere Einschätzungen zu erhalten als von Spielemagazinen.
Trotzdem stimme ich der Kolumne insofern zu, als das ein solches Vorgehen der Spielehersteller bewusst einzelne Käufer zu Fehlkäufen verleitet und so dauerhaft der Branche schaden kann.

Miggl 13 Koop-Gamer - P - 1350 - 6. November 2016 - 23:49 #

Ich bin froh, dass es Noch qualifizierte Testberichte gibt. Im Fall von CIV 6 hat es mich vor einem Fehlkauf bewahrt, dazu noch zum Release-Preis. Spiele zurzeit CIV 5 wieder und bin damit zufrieden.

Ja ich kenne meine Vorlieben und könnte auch dem ein oder anderen Hype erliegen. Werde aber aus Zeit- und Kostengründen künftig von Release-Käufen absehen und mir die Testempfehlungen einholen. Ich vermute aber damit einer Minderheit anzugehören.

ronnymiller 12 Trollwächter - 890 - 6. November 2016 - 23:53 #

Ich glaube, sogenannte Spielejournalisten sind eine aussterbende Gattung, die gerade röchelnd versucht, sich und ihre Bedeutung irgendwie am Leben zu erhalten. Es gibt kaum noch Spiele die so schlecht sind, dass irgendein Journalist großartig davor warnen müsste. Das typisch deutsche stundenlange Sezieren eines Spiels in tausenden von Wörtern wird weiter an Bedeutung verlieren.
Der Austausch der Spieler im Internet über Foren, Videos und Let's Plays auf Youtube von Spielern für Spieler - beeinflussen die Spieler sehr viel mehr, als es ein "Journalist" oft noch kann.
Ich finde es geradezu grotesk, wenn Journalisten "über 50 Stunden in ein Spiel stecken", dabei viel Spaß haben und dann anfangen zu sezieren, warum ein Spiel eine 80 oder 85 eher verdient hätte. Die Unterschiede in den Wertungen sind in vielen Fällen kaum noch wahrnehmbar. Minimal. Vernachlässigbar. Selbst im Fall von Civilization. Die verhunzte KI stört nicht alle, aber nach über 80 Stunden Spielzeit kommen alle Tester am Ende zu einem Urteil, dass grundsätzlich erstmal positiv ist. Wenn ich ein Spiel 80 Stunden gerne spiele, ist es garantiert mal kein Fehlkauf. Die Chance eine wirklich Graupe zu erwischen, ist insgesamt eher gering. Wenn ich etwas in einem Genre kaufe, dass ich mag, ist die Flop-Gefahr insbesondere bei großen Titeln nicht gegeben. Die Titel mögen ihre Macken haben, aber der altmodische deutsche "Spielejournalist" wird schon ALLE Macken irgendwie aufdecken, um sie zu sezieren.
Ich verstehe die Hersteller. Warum sollte man Verkaufszahlen riskieren, damit deutsche Journalisten die Spiele vorab bis ins Detail zerpflücken?
NOCH hat die alte Garde der Spielejournalisten einen gewissen, wenn auch sinkenden Einfluss auf die Verkäufe.
Die Hersteller brauchen jedoch keine Tests. Auch Spieler brauchen diese Tests immer weniger. Sie können gut ohne leben. Ob ein Spiel kaufenswert ist, erfährt man auch ohne 5 Seitigen Test relativ schnell nach Release - durch die Meinungen der Spieler. Die sehr schnell, auch Makel aufdecken und in Foren posten. Und in den vielen Videos, die meist sofort von Let's Playern erstellt werden, bekommen Zocker einen lebendigen Eindruck - und können entscheiden, ob sie kaufen wollen.
Ich will sagen: Tester nehmen sich einfach zu wichtig, sind es aber eigentlich gar nicht mehr.
Im Grunde ist die Stunde der Kritiker der sinnvollste Test auf Gamersglobal: Eine Stunde reingespielt und dann entschieden: Will ich weiterspielen oder nicht. Eine bessere Kaufempfehlung kann man nicht kriegen. 80,85,90? Purer Selbstzweck, der Tatsache geschuldet, dass Menschen gerne alles bewerten möchten. Machen die Spieler auch. Weil wir kompetitiv eingestellt sind. Wir wollen unsere Lieblinge oben sehen und was wir nicht leiden können, ganz unten. Und zeigen, dass wir mehr Ahnung haben als alle anderen. Deswegen bewerten wir so gerne. Deswegen lebt Metacritic. Quasi wie im Sport.
Und nun ist meine epische Tirade schon fast länger als ein typischer Langer. Feuer frei.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 0:21 #

An einem Test, der für mich plausibel ist, der nach ähnlichen Kriterien vorgeht, wie ich es würde, am besten von einem Tester,dem ich erfahrungsgemäß vertrauen kann, kann ich nichts kritikwürdiges finden.

Bei den so neuen medialen Formen wird ganz gerne der massenhafte Schrott übersehen.
So wie es unendlich viele Let's Player ohne jede Bedeutung gibt, und nur wenige aus gutem Grund etablierte, so gibt es auch nur wenige Spielejournalisten die es drauf haben.

Ich gehe eher davon aus, dass die Ansprüche an Journalisten vor allem hinsichtlich ihrer Integrität steigen aber nicht dass sie obsolet werden.

Mir würde eine SDK als Test auch nur selten reichen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 7. November 2016 - 0:22 #

Naja, den englisch-sprachigen Spieletestern geht es nicht anders als den Deutschen. Und warum? Nicht wegen dem durchschnittlichem Spieler, sondern wegen den Let's Playern, Youtubern und Streamern. Deswegen hat sich das Marketing der Spielefirmen auch massiv in diese Richtung hin verschoben. Und aktuell ist die Grenze zwischen Werbung und unabhängigen Entertainment verschwommen, auch weil es noch ein neues Feld ist und zumindest der deutsche Staat dort noch nicht so wirklich durchgreift.

Und die Flop-Gefahr ist nicht gegeben? Doch, insbesondere durch solche Aktionen gibt es durchaus Flops. Auch ein Civ 6 ist für genügend Menschen ein Flop. Mafia 3 und No Man's Sky sowieso.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98101 - 7. November 2016 - 10:23 #

Mit deiner Meinung stehst Du bedauerlicherweise nicht alleine da. Das ist ja das Dilemma. Tests von echten Spielejournalisten finde ich immer noch mehr als wichtig. Wenn jemand ein Spiel, ob gut oder schlecht, nicht in der Lage ist, journalistisch zu zerpflücken, dann dient es nicht dem Kunden und hat auch keine Kontrollfunktion dem Hersteller gegenüber. Natürlich ist die eigene Spielerfahrung die beste Kritik, in vielen Fällen aber zu spät, wenn das Spiel mies ist. Sonstige Schnellschuss-Reviews, Let's Plays oder Zack-Bumm-Schnelltests sind für mich nichts anderes als Public-Relations und letztendlich nur der verlängerte Arm der Marketingabteilung der Industrie. Man kann also deiner Meinung sein, nur hat man dann seinen persönlichen Anspruch eingebüßt und das Interesse an ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Medium komplett aufgegeben. Ganz ehrlich hätte ich damit ein Problem im Hinblick auf mein Selbstverständnis als erfahrener Spieler. Aber was weiss ich denn als alter Sack von der modernen Welt und der postfaktischen Gesellschaft...

vicbrother (unregistriert) 7. November 2016 - 17:41 #

"Tests von echten Spielejournalisten finde ich immer noch mehr als wichtig."

Können aber gegen Genre-Experten wie ReviewGameX oder DasTactic eben nicht bestehen - und die haben kurzweilige Previews und tiefgehende Analyseserien.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 7. November 2016 - 20:02 #

Das möchte ich mal ganz stark bezweifeln :-)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 7. November 2016 - 23:08 #

Was jetzt genau?

crux 13 Koop-Gamer - 1770 - 7. November 2016 - 23:31 #

Hier werden in den Kommentaren gerne die Let's Plays schlechtgeredet, aber ich frage mich, ob das nicht auf Unkenntnis beruht?

Wenn man z.B. lcsullla beim ersten Durchlauf Civ 6 zugeschaut hat, kriegt man einen ziemlich guten Eindruck von den Staerken und Schwaechen des Spiels. Wer Interesse an Nischen hat, ist mit dementsprechenden Kanaelen (sei es Scott Manley fuer Weltraumspiele, oder Empty Box fuer Rennspiele) m.E. besser versorgt, als mit klassischen Testmagazinen, die entweder die Raender ganz missachten, oder durch Unkenntnis glaenzen, wenn sie es doch behandeln. Solche Kanaele als Marketingabteilungen der Industrie abzutun, halte ich fuer verfehlt.

Meine persoenlichen Spielehighlights der letzten Jahre wurden jedenfalls auf GG entweder gar nicht behandelt, oder (mit wenigen Ausnahmen) mit schlechten Noten abgestraft. In beiden Faellen waren andere Informationsquellen relevanter.

Aber ich bin halt auch nicht jemand, der an Tag 1 kauft und da unbedingt einen Testbericht haben muss. Habe in den letzten Wochen gerade zum ersten Mal Witcher 3 und GTA V gespielt.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 7. November 2016 - 23:46 #

Let's Plays sind hier auf GG bei vielen Usern nicht sehr beliebt. Irgendwie verbinden sie hier viele nur mit Schreihälsen, die von den Publishern bezahlt werden, alles hochzujubeln, obwohl man das gar nicht so pauschalisieren kann. Aber Let's Plays sind halt noch was relativ Neues, muss also Teufelszeug sein für die älteren Herrschaften. :D

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63844 - 7. November 2016 - 23:50 #

#Neuland #früherwarallesbesser

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 8. November 2016 - 6:48 #

;) Hier gibt's Hilfe:
http://www.tagesspiegel.de/schmoekern-im-internet/5576.html

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 8. November 2016 - 7:12 #

Die "älteren Herrschaften" mit ihren stets "Medienkompetenz" zeigenden Kindern sind da jedenfalls ganz gut im Bilde ;)

Sieh's doch mal andersherum: Wie viele LP gibt's da draußen und wie viele findest du wirklich gut? Dann der Zeitaufwand. In meiner persönlichen Kosten Nutzen Rechnung bleibt da sehr selten das eine oder andere Let's Play und das eher in überschaubaren Dosen übrig.

Klar, es soll Leute geben, die tagelang stundenlang LPs glotzen können.
Es gibt ja viele Gründe, warum man zu viel Zeit haben kann.

Aber prinzipiell gegen LPs bin ich sicher nicht. Alles hat bloß seinen Preis, auch die tollen neuen Medien und der heißt für mich in erster Linie: Zeit.

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 8. November 2016 - 8:13 #

Der Vorteil ist halt, daß ich ein Video laufe und lassen kann, während ich das hier schreibe und trotzdem noch etwas davon mitbekomme. ;-)

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 6054 - 8. November 2016 - 10:10 #

Die Frage ist nun, wer von diesem Vorteil profitiert. :P

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 8. November 2016 - 10:34 #

Davon profitieren alle Parteien, die beteiligt sind. GG, der Ersteller des Videos und ich.

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 6054 - 8. November 2016 - 10:48 #

Skandal! Die wichtigste Partei hast du vergessen! Was ist mit uns, den geschätzten Besuchern, Lesern, Mitkommentatoren?

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 8. November 2016 - 11:19 #

Ihr profitiert natürlich ausschließlich von mir :-P

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 8. November 2016 - 10:46 #

Ja, kenne solche Leute, und auf dem dritten Screen läuft "Shopping Queen" oder so. Oo

Ne klar, kann man ja machen. Ich bin froh wenn ich nebenher mal kurz zum Überfliegen und ggf. kommentieren komme. SDK haben mittlerweile bei manchen Spielen schon familiäre Relevanz und eben auch einen Unterhaltungswert, die laufen dann auch exklusiv am TV ;)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 8. November 2016 - 11:15 #

Geht ja nicht nur um Let's Plays, sondern um Youtuber/Streamer allgemein. Gerade bei Videospielen sind ja kleinere Analysen durchaus interessant, insbesondere von Genre-Experten.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 8. November 2016 - 11:29 #

Klar. LP war jetzt auch nur stellvertretend, weil symptomatisch. Natürlich schau ich auch diverse Tutorials zu DSC oder sehe mir was über Elite Dangerous an.
Dennoch ist YT/Streaming für mich eine zeitintensive Tätigkeit. Beruf, Familie, Musik, Fotografie, Games, Kochen ... irgendwann fängt man an Prioritäten zu setzen ;)

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 8. November 2016 - 15:51 #

Was ist denn das für eine Frage? Klar gibt es extrem viele Let's Plays und nur wenige finde ich gut, aber ich hab halt meine Favoriten gefunden und gut ist. Soll ich mal fragen, wieviele Spiele gibt es da draußen und wieviele findest du gut? Macht genauso wenig Sinn. Und ich verlang doch gar nicht, dass jeder stundenlang Let's Plays schauen soll, ist doch okay, wenn sie dich oder andere nicht interessieren. Mich nervt nur immer dieses Unverständnis von vielen gegenüber denen, die gern Let's Plays schauen und dann halt immmer diese Argumente, Let's Player wären ja eh alles hyperaktive Brüllaffen, die nur Müll labern.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 6. November 2016 - 23:57 #

Wer brauch schon noch Day 1-Test oder gar noch vor Release? Alberne Produkttest ala deutscher Spielepresse kann man sich auch sparen. Persönliche Flops kriegt man als informierter Spieler inzwischen doch auch so mit, vor Release und ausgiebigen Test. Warnungen und Hinweise kriegt man zur Genüge und auch GamersGlobal kann sie veröffentlichen.

Tatsächlich sehe ich es sogar als Chance für den Spielejournalismus, wenn sie endlich in der gleichen Haut stecken wie der gemeine Spieler. Auf der einen Seiten sich über die Gängelungen der Publisher beschweren (keine Note vor Release, mal Bemusterung, mal nicht usw.), aber auf der anderen Seite beim gleichen Publisher um den eigenen Vorteil betteln um schön die Klicks abstauben zu können. Geht gar nicht.

Lacerator 16 Übertalent - 4375 - 7. November 2016 - 18:05 #

"Wer brauch schon noch Day 1-Test oder gar noch vor Release? Alberne Produkttest ala deutscher Spielepresse kann man sich auch sparen."

Seh' ich eigentlich genauso.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 12. November 2016 - 13:06 #

Es ist aber nicht der SINN eines Testers, dass er das Produkt gleichzeitig mit dem Käufer bekommt, weil DANN braucht man den Tester nicht. Der Tester muss VOR dem Käufer das Produkt bekommen. Nur so wird ein Schuh draus.

Und nur weil DU keinen Test brauchst, heißt es nicht, dass andere den vielleicht haben wollen. Nicht immer nur von sich selbst ausgehen.

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 12. November 2016 - 13:08 #

Der Käufer kann sich weiterhin das Produkt NACH dem Test kaufen, daher kein Problem. Zu einem Problem wird es nur, wenn der Käufer das Spiel unbedingt zum Release braucht und unbedingt einen Test benötigt. Ansonsten...

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7500 - 7. November 2016 - 0:14 #

Hm, das ist ja gar kein echtes Langer lästert... ich stimme bei so ziemlich allem zu ^_^

Ein paar Sachen, die ich etwas anders sehe:
-Heute ist die Gefahr *wirklich* schlechter Spiele nicht mehr so groß wie vor 25 Jahren, ich erinnere mich noch an Spiele, die schlichtweg unspielbar waren, wegen vermurkstem UI, das man nicht mal mit Handbuch lernen konnte. Wenn ich heute ein Spiel zum Film kaufe, weil ich den sehr mochte, dann kann ich damit Spaß haben. Im Gegensatz zu den berühmten Ocean Filmumsetzungen die streckenweise vollkommen unspielbar waren.
-Die Hersteller haben mit einer Sache recht: man muss nicht um Releasetag kaufen. Ich mache das nur noch bei CEs, die ich unbedingt haben will. Alles andere wird erst nach einer Weile gekauft. Der Pile of Shame ist eh hoch genug, dass ich immer etwas zu spielen habe.
-Die Noten jucken mich heute nicht mehr so wie früher (s.o.), ich schaue aber trotzdem gerne drauf. Warum eigentlich? Ich denke, weil sie heute noch für mich ein Richtungsanzeiger sind. Ich will wissen ob GG oder Jörg das Spiel für völlig verbockt halten oder es grundsätzlich geklappt hat. Im Fall von Civ 6 ergab das ein "Oha, was genau ist da los?". Dann hab ich geschaut und festgestellt, dass die KI für meine Spielweise in Civ eher zweitrangig ist. Ergo treffen für mich vermutlich eher die hohen Wertungen zu. Aber dank GG warte ich jetzt nochmal ein paar Wochen oder Monate ab, hab eh noch Endless Legend im 4X Bereich.

Bottom line: vielleicht ist es heute wirklich eher feuilletonistisch, Wertungen sind eher so gesehen, wie Filme bei Siskel and Ebert damals (Two thumbs up, one thumb up, two thumbs down). Mit dem eigentlichen Artikel zusammen ergibt das eine Richtungsmeinung, die mir hilft einzuschätzen.

Aber tatsächlich ist für mich der Hauptgrund für eine Spieleseite bzw. ein Magazin von Spielen zu erfahren, von denen ich noch nichts wusste. Für Battlefield 1 brauche ich GG nicht dazu... aber für Indieperlen. Leider werden da nicht alle erwähnt und ich habe das Gefühl, dass man sich da bei GG eher als Markenkern ("wir sind keine Indiekuschler") zuschreiben möchte. Aber das ist ein anderes Thema :)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 7. November 2016 - 0:17 #

Ich vermisse auch die Zeiten in denen in Spieleheften die Titel der kommenden vier Wochen vorgestellt wurden. Nur bei AAA-Blockbustern wie GTA San Andreas und Halo 2 gab es den Test erst zum Release auf der Website statt Wochen vorher. Jetzt liest man in Heften oft über die Titel, die in den vergangenen vier Wochen erschienen sind. Bei Indiespielen, von denen man vorher meist noch nie gehört hat, ist mir das egal, aber bei "wichtigen" Spielen nervt es schon. Bedenkenlos zum Releasetag kaufen kann man eigentlich nur Spiele von Naughty Dog und Rockstar Games.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63965 - 7. November 2016 - 0:28 #

Bei Rockstar möchte ich in Gedenken an die GTA 4 PC Version energisch widersprechen !;)

Arno Nühm 15 Kenner - - 2815 - 7. November 2016 - 0:19 #

Sehr "schönes" Langer Lästert. Wie ich finde, wird hier ein extrem schwieriges Thema behandelt, für das es keine allgemein gültige Lösung gibt.
Ich hoffe nur, dass GamersGlobal aus dieser neuen Situation das Beste macht, und am Markt bestehen kann :-)
Aber da bin ich zuversichtlich, denn Qualität hat sich bisher immer langfristig durchsetzen können!

Hank Scorpio 14 Komm-Experte - 2421 - 7. November 2016 - 0:57 #

Schön geschrieben, aber am Ende müssen doch sich doch die Hersteller fragen, ob es ihnen in der Summe etwas bringt, frühzeitig Testmuster herauszuschicken. Und die Frage beantworten eben viele mit "Nein" (inoffiziell, versteht sich).
Ich fürchte, die alten Zeiten kann man nicht zurückholen.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 13. November 2016 - 15:10 #

Das kommt drauf an. Wenn das Spiel gut war, ist es quasi kostenlose Werbung. Wenn es nicht so gut war - ist das der Schuld der Spieletester? Natürlich "hilft" das den Herstellern nicht, aber beim Spieletest geht es auch nicht unbedingt darum den HERSTELLERN zu helfen, sondern den SPIELERN.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12684 - 7. November 2016 - 1:08 #

Im Grunde ist es doch die alte sich immer wiederholende Frage. Sind die Publisher/Hersteller die Schuldigen oder sind es die Konsumenten. Ich denke, sie haben eine wechselwirkung aufeinander. Wie so oft sind am Ende die Konsumenten, die Ökos, die Boykottierer, die Weltverbesserer gefragt. Die Hersteller zählen nur das Geld das man ihnen gibt. Ob das Kollektiv der Idealisten am Ende reicht um eine Wende in dieser Politik zu erreichen bleibt aber offen. Am Ende siegt doch meist sowieso die Bequemlichkeit und die Gier.

Danke für die Audioversion.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3064 - 7. November 2016 - 4:27 #

Bleibt als Konsequenz nur noch die Spiele erst nach dem Test zu kaufen, wobei man dann auch gleich auf den Sale warten kann. Irgendwie entwerten die Publisher damit ihr eigenes Produkt, da sie ja offenbar kein Vertrauen mehr in ihre eigene Qualität haben. Dann ist das Spiel aber für mich auch nicht mehr Wert als die 10 oder 15 Euro die es dann im Sale kostet.

Aber liebe Publisher, heult dann nicht rum wenn keiner mehr zum Vollpreis kauft.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 6:52 #

Sehr guter Punkt. Volle Zustimmung.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2076 - 7. November 2016 - 8:04 #

Bemerkenswert, daß die Konsequenz, ein Produkt nach dem Test zu kaufen, ihrerseits als be- bzw. anmerkenswert beschrieben wird.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 8:15 #

Selektives Lesen? Hier wurde ein größerer Zusammenhang in wenigen Worten gut skizziert.

thhko 11 Forenversteher - 602 - 7. November 2016 - 21:14 #

Seh ich auch so... ich kaufe nichts mehr zum Release, und das vor allem nicht bei Sachen mit Account-Bindung. Angenehmer Nebeneffekt: mehr als 5, in seltenen Ausnahmefällen 10 EUR geb ich nicht für ein Spiel aus (einzige Ausnahme die letzten Jahre: Starcraft II). Und es liegt ja eh noch genug ungespieltes im Account rum.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:42 #

Ich warte ohnehin inzwischen meist auf die GotY-Edition. Ich sehe nicht ein, ein Spiel zum Preis von zweien zu kaufen. Und (hoffentlich) bugfrei ist es dann auch.

almay 12 Trollwächter - 883 - 7. November 2016 - 7:08 #

Das erinnert mich an eine Umfrage unter Spielern (ich glaube in den USA). Dort wurde gefragt, was die Kaufentscheidung am meisten beeinflusst. Spieletests lagen abgeschlagen bei ca 4%, noch hinter dem Verpackungsdesign.

Das ist die traurige Realität. Userbewertungen auf Steam oder Lets Play Videos auf YouTube sind heute wichtiger. Und in den USA auch noch Aggregatoren wie Metacritic. Letzteres kann einen schlechten Titel natürlich in den Verkaufscharts nach unten ziehen, also werden Tester nicht mehr versorgt. Für die Publisher ein Gewinn.

Dazu muss man auch sehen: Gerade im englischsprachigen Raum hat die Qualität des Spielejournalismus extrem abgenommen und wird inzwischen von besseren Blogs dominiert die in typischer Blog-Manier extremst subjektiv sind und mehr dazu dienen das Weltbild des Autoren zu transportieren als einen möglichst objektiven Test zuschreiben. Gleichzeitig sind die Artikel dann auf den auf Klicks ausgerichteten Seiten zwar zahlreich aber kurz und oberflächlich mit reißerischer Überschrift. Wäre ich ein großer Publisher, denen würde ich auch keine Testmuster schicken, da kann man nur verlieren. Gut möglich, dass qualitativ hochwertige Medien wie GamersGlobal dem zum Opfer fallen.

Umso mehr ein Grund diese Seite zu unterstützen. Bislang habe ich (mit ein wenig schlechtem Gewissen) gratis gelesen. Aber ich habe mir fest vorgenommen nach meinem anstehenden Jobwechsel endlich zu den Abonnenten zu stoßen. Ich möchte nämlich nicht, dass die deutsche Spielemedienlandschaft so den Bach runter geht wie in den USA und weiterhin lieber echte Tests statt Click-Bait lesen. Zur Not warte ich dann eben auch mal etwas länger auf den Test.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4830 - 7. November 2016 - 7:33 #

Diese Masche ist zwar blöd, aber mir eigentlich egal, da ich mich von einer Spiele-Euphorie quasi nie anstecken lasse. Das haben schon die Hersteller durch das Herausbringen mehr oder weniger unfertiger Spiele verursacht. Tests dienen mehr als Info "Spiel X ist erschienen und so und so gut", kommt danach auf die Wunschliste und wird ggf. bei hinreichend niedrigem Kurs gekauft. Selbst ein paar meiner Kickstarter-Erbwerbungen verrotten noch ungespielt auf Steam, obwohl ich da bessere Erfahrungen mit gemacht habe. Aus meiner Sicht sind Release-Day-Käufer also selber schuld, wenn sie ein schlechtes Spiel erwerben, da müsste man eigentlich hinreichend gewarnt sein. Aber natürlich wäre es besser, schon einen Tag vor Release die Testnote und alle Bugwarnungen lesen zu können.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2076 - 7. November 2016 - 8:07 #

Ich kaufe keine Spiele am Tag der Veröffentlichung, und brauche folglich auch keine Tests am Tag der Veröffentlichung. Und schon gar keine Tests von Beta-Software _vor_ der Veröffentlichung.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 8:18 #

Also fassen wir zusammen: spielekritik als Kaufberatung verliert zunehmend an Bedeutung, für Kunden (andere Kanäle) wie für Hersteller (gibt bessere Werbung). Der logische Schluss wäre jetzt zu schauen, wie man wieder relevant wird (Ideen s. New Game Journalism), aber bis zum bitteren Ende an den alten, anachronistischen Mustern festhalten und auf Kunden und Hersteller schimpfen? Nein, so geht es nicht. Das ist wie im Winter mit T-Shirt rauszugehen und rumzunörgeln, dass es so kalt ist und man es gern wieder so hätte wie vor ein paar Monaten.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 8:39 #

Ganz so stimmt es aber auch nicht. Wenn dein absoluter Lieblingsblogger - oder von mir aus Steamkurator- in zwei Sätzen ein Spiel abkanzelt und du das dann nicht kaufst, hast du genauso eine Spielekritik als Kaufberatung.

Stellt sich eher die Frage nach dem Niveau bzw. Zielgruppe. Kiddies abfüttern? Stiftung Warentest mäßig daher kommen? So Heise Nerd affin (Oben rechts sehen Sie nun einen Pixel ...) oder eben für erfahrene Spieler für die das Ganze, also auch Hintergrundinfos etc. zum Hobby gehören.

Ich denke, wer heute Qualitätsjournalismus - auch bei Spielen - machen will, muss gut sein. Sehr gut sein. Und auf jeden Fall ein Gefühl für eine gute Qualität vermitteln können. Den Mitläufer-Kram auf Praktikanten Niveau (nichts gegen Praktikanten!) kann ich auch auf CBS bekommen.

Als Quintessenz würde ich nicht an der Qualität sparen, sondern genau schauen welche thematische Erweiterung in Premiumqualität gebraucht wird.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 12820 - 7. November 2016 - 8:48 #

Stimme ich zu, sehe ich auch keinen Widerspruch zu meinem Beitrag. Kaufberatung ist nicht per se unsinnig, aber im neuen Umfeld muss man halt mehr bieten als Stiftung Warentest und sich seine Nische suchen.

Lencer 15 Kenner - P - 2733 - 7. November 2016 - 8:40 #

Scheint im Bereich der Kinofilme übrigens ähnlich zu laufen ... in den Fernsehzeitschriften, die man tatsächlich immer noch analog kaufen kann, steht häufiger: Der Film konnte nicht bewertet werden, da er nicht vor Redaktionsschluss gezeigt wurde". Und das betrifft dann fast ausschließlich Großproduktionen, bei denen man selbst schon nicht das beste Gefühl ob der Qualität hat.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 7. November 2016 - 17:30 #

Fernsehzeitschriften finden doch eh fast alles supertoll, die würde ich nicht als Entscheidungshilfe nehmen, ob ich ins Kino gehen soll. :D

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7138 - 7. November 2016 - 8:40 #

Leider funktioniert die Taktik. Die Kinder jammern zwar nach einem Fehlkauf, springen aber doch wieder auf den nächsten Hypetrain auf. Und Magazine machen auch gerne mit, Beispiel Civ 6, bei dem ich richtig von Gamestar enttäuscht bin, aber ein Vorabtest, ganz feige erstmal ohne Endnote, muss ja am Erscheinungstag um 0 Uhr online gehen. Und wer sich auf Youtuber verlässt, der ist verlassen. Ein Writing Bull ist eben kein Tester, sondern ein Fan, der auch gerne in Zukunft noch kostenlose Muster von Firaxis bekommen will.

Ich bin zum Glück wieder geheilt. Warten auf Tests und Meinungen eine Woche nach Release , dann Kosten Krücken auch bei Keystores schnell nur noch 50% vom Preis am Releasetag.

Stromsky 16 Übertalent - 4817 - 7. November 2016 - 11:12 #

Dann schaust du eindeutig die falschen YouTuber.

Horphaz 19 Megatalent - - 16356 - 7. November 2016 - 8:42 #

Wenn Publisher XY wieder mal zur Pressekonferenz lädt, sind alle Journalisten wieder da und berichten fein. Leider ist es so, dass der Spielejournalismus zum Schoßhund der Publisher geworden ist. Ihr solltet mal kräftig zurückbeißen!

Boykottiert Pressekonferenzen! Lasst solche Publisher mal spüren, dass es so nicht geht! Keine Interviews, keine Berichterstattung, keine Tests. Das würde allerdings voraussetzen, dass alle Journalisten an einem Strang ziehen und das wird niemals passieren. Auch finanziell wär das für einige das Ende...

Früher waren die Publisher auf euch angewiesen. Heute kämpft der Spielejournalismus ums Überleben. Das wird leider kräftig ausgenutzt...

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 7. November 2016 - 13:17 #

Das sehe ich auch so! Spielejournalisten berichten fleißig und vollkommen kritiklos über die neuesten, kommenden AAA-Titel. Kritische Kolumnen kommen, wenn überhaupt erst einige Wochen nach Release wenn die STEAM-Bewertungen schon im Keller sind und etliche Kunden in den Foren wütend "randalieren".

Warum wird nicht schon vorher vor eventuellem Betrug (No Mans Sky) gewarnt? Warum wird nicht schon im Vorfeld vor dem Kauf gewarnt wenn sich Anzeichen auftun die einen an den Versprechen der Publisher zweifeln lassen?

Wenn ihr (Spielepresse) eure Daseinsberechtigung darin seht, handzahme Berichterstattung der meist großen Spieleproduktionen zu verfassen, müsst ihr Euch nicht wundern das andere Quellen genutzt werden.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 7. November 2016 - 13:38 #

"Spielejournalisten berichten fleißig und vollkommen kritiklos über die neuesten, kommenden AAA-Titel"
>> Vollkommen falsch. Nur können wir schlecht im Vorfeld definitive Aussagen treffen. Meine Sorgen bez. der KI bei Civ 6 z.B. konntest du lesen, sobald ich eine Preview-Version in Fingern hatte.

"Warum wird nicht schon vorher vor eventuellem Betrug (No Mans Sky) gewarnt?"
>> Wenn wir das können, machen wir es. Gerade bei NMS waren wir im Vorfeld sehr kritisch der Prozeduralität gegenüber, hatten aber nie die Chance, das Spiel wirklich länger zu spielen vorab. Dann haben wir unter großem persönlichen Einsatz pünktlich zum Release – um 0:36 Uhr früh am Release-Tag, um genau zu sein – davor gewarnt. Mit einem 40-Stunden-Test.

Vielleicht erst mal Fakten checken und erst dann, wenn es gerechtfertigt wäre, hart arbeitende Spielejournalisten verleumden?

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 7. November 2016 - 14:04 #

>> Vollkommen falsch. Nur können wir schlecht im Vorfeld definitive Aussagen treffen.
-- Definitive Aussagen evtl. nicht, aber wenn sich Anhaltspunkte ergeben (widersprüchliche Aussagen der Entwickler über Features, geschöntes Bildmaterial, Vorbesteller-Boni-Wahnsinn etc..) könnt ihr ruhig schon im Vorfeld mal das Faß aufmachen. So, machen es andere und haben Erfolg damit.

>>Meine Sorgen bez. der KI bei Civ 6 z.B. konntest du lesen, sobald ich eine Preview-Version in Fingern hatte.
--War ja auch nicht auf dich gemünzt.

>> Wenn wir das können, machen wir es. Gerade bei NMS waren wir im Vorfeld sehr kritisch der Prozeduralität gegenüber, hatten aber nie die Chance, das Spiel wirklich länger zu spielen vorab. Dann haben wir unter großem persönlichen Einsatz pünktlich zum Release – um 0:36 Uhr früh am Release-Tag, um genau zu sein – davor gewarnt. Mit einem 40-Stunden-Test.
Vielleicht erst mal Fakten checken und erst dann, wenn es gerechtfertigt wäre, hart arbeitende Spielejournalisten verleumden?
--Ich will niemanden verleumden, sondern habe es allgemein gehalten und meine Eindrücke geschildert.
Ihr Spielejournalisten wundert euch warum euch seit 20 Jahren successive die Kundschaft und jetzt auch die Industrie von der Schippe springt und habt doch alles richtg gemacht?

Na, dann ist doch alles in Butter!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 7. November 2016 - 20:12 #

Das mögen ja deine "Eindrücke" sein, aber Unsinn bleibt Unsinn. Ein Beispiel: Den Spielejournalisten läuft keinesfalls seit 20 Jahren die Kundschaft nur so weg, zwischen ca. 1995 und 2005, haben sich die Auflagen der Hefte und die Zahl der Heftverkäufe vervielfacht (etwa Faktor 4). Ca. 2000 bis 2005 kam zusätzlich die Online-Magazin-Landschaft dazu. Dann fielen die Printverkäufe, aber die Online-Auflagen stiegen.

Die Entwicklung, dass "die Masse" lieber kostenlos YouTube-Video guckt als sich die Mühe macht, kostenlos (oder gar zahlungspflichtige...) Texte zu lesen, ist eine relativ neue.

Ich glaube ja nicht, dass wir Spielejournalisten schlechter geworden sind generell. Aber vielleicht ist die Masse der Spieler doofer geworden und wirft lieber mal Geld raus für ein Spiel, als sich anständig zu informieren. Die Presse kann nur so gut und so durchsetzungsstark sein, wie es ihr durch die Leserschaft/Userschaft zugestanden wird. Sieht ein Großteil der Spieler keinen Bedarf mehr für unabhängige Berichterstattung, kippt die ganze Sache irgendwann. Das heißt aber nicht, dass unabhängige Berichterstattung plötzlich schlecht wäre...

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 9. November 2016 - 18:52 #

>> ...keinesfalls seit 20 Jahren die Kundschaft nur so weg, zwischen ca. 1995 und 2005, haben sich die Auflagen der Hefte und die Zahl der Heftverkäufe vervielfacht (etwa Faktor 4). Ca. 2000 bis 2005 kam zusätzlich die Online-Magazin-Landschaft dazu. Dann fielen die Printverkäufe, aber die Online-Auflagen stiegen.

--Das war mir nicht bewusst.Danke, für die Aufklärung!

>>Ich glaube ja nicht, dass wir Spielejournalisten schlechter geworden sind generell. Aber vielleicht ist die Masse der Spieler doofer geworden und wirft lieber mal Geld raus für ein Spiel, als sich anständig zu informieren.

--Bei diesen "die anderen sind doof" Kommentaren bin ich immer vorsichtig, man gerät schnell in Versuchung für sich den Durchblick zu reklamieren und die Schuld in der Doofheit der anderen zu sehen.
Es wird eben heute über multichannel-marketing ein riesiger Hypetrain erzeugt und alle Medien machen mit. Das führt dann dazu, dass Käufer noch vor Release vorbestellen und Season-Passes, etc.. kaufen.
Ist das doof? Ich weiss nicht, so funktionieren Menschen nunmal. Natürlich führt das dazu das viele Käufer auf die Nase fallen und sich betrogen fühlen und sich dann kritischeren Medien bzw. Youtubern zuwenden, die gibts nämlich auch!

Du siehst die Schuld immer bei den anderen Jörg.Obs ums Thema Werbeblocker oder dieses hier geht - keine Spur von Selbstkritik.
(Da ich dich nicht persönlich kenne, sondern nur über deine Artikel auf dieser Seite, spiegelt dieser letzte Abschnitt auch wieder einmal nur meinen persönlichen Eindruck wider und ist nicht als Abwertung deiner Persönlichkeit zu verstehen).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 9. November 2016 - 21:42 #

Du, dann nimm ein anderes Adjektiv für doof, ich habe es ja qualifiziert: Wer einfach so Dinge kauft eines bestimmten Eurowerts, ohne sich vorher zu informieren, macht halt aus meiner Sicht was falsch.

Da du Selbstkritik ansprichst: Was ist denn, aus deiner Sicht, meine persönliche Schuld beim Thema Adblocker oder beim Thema Spieletests werden unwichtiger? Wo bringt mich denn da Selbstkritik weiter? Mache ich einen schlechteren Job als früher? Ich denke nicht. Es geht doch hier nicht um persönliche Schuld, sondern um Entwicklungen im Markt. Und die beobachte ich und gebe meinen Senf dazu ab. Wie du da auf mangelnde Selbstkritik kommst, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 9. November 2016 - 22:18 #

"Wer einfach so Dinge kauft eines bestimmten Eurowerts, ohne sich vorher zu informieren, macht halt aus meiner Sicht was falsch."

... aber auch nur, wenn er den Kauf bereut und der bestimmte Eurowert für ihn viel Geld war.

Magnum2014 16 Übertalent - 4855 - 10. November 2016 - 0:00 #

Ich dachte Du bist Profijournalist? Dann lasse es doch bitte in Zukunft Spieler als doof zu bezeichnen nur weil sie machen wollen was sie selbst wollen und sich nicht nach Dir oder sonst jemanden richten wollen. Jedem ist doch selbst überlassen wie man sein Geld ausgibt oder schreibt Dir das jemand vor.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 10. November 2016 - 20:49 #

Wenn ich schreibe:

"Aber vielleicht ist die Masse der Spieler doofer geworden" dann bezeichne ich nicht die Spieler als doof, sondern "die Masse der Spieler". Das ist etwas anderes, damit sind nicht die klugen Spieler gemeint, sondern die Masse.

Aber selbst wenn du dich persönlich bei der Masse einordnest, nicht bei der klugen Minderheit (was ja für Selbsterkenntnis sprechen könnte, aber das kannst nur du beurteilen): Dem Satz ist ein "Vielleicht" vorangestellt. Sprachkompetente sagen mit einem "Vielleicht" in aller Regel aus, dass sie sich dessen, was folgt, nicht sicher sind, sondern dass sie es zur Diskussion stellen, als Möglichkeit oder Gedankenspiel.

So. Jetzt aber möchte ich nicht die Masse der Spieler ansprechen, sondern dich: Plustere dich nicht immer so auf, und sei vor allem nicht so aggressiv. Oder geiferst du auch im echten Leben jeden an, dessen Aussagen du nicht auf Anhieb richtig einzuordnen vermagst? Ich will es für dich und deine Mitmenschen nicht hoffen.

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 9. November 2016 - 20:07 #

Möglicherweise werden AAA-Spiele bzw. Spiele für PC und Konsolen generell nur noch von reiferen Semestern mit Kohle gekauft (entweder für sich oder den Nachwuchs), denen ein Fehlkauf nicht so weh tut. Vor 20 Jahren hatten diese Spieler noch kein Geld und waren auf Tests angewiesen. Die, die heute aufs Geld achten müssten und Zielgruppe für Tests wären, daddeln aber nur noch auf dem Smartphone und geben eh nix aus? Nur so eine These, keine Ahnung, ob sie zutrifft.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3064 - 13. November 2016 - 13:04 #

So etwas ähnliches habe ich auch grade gedacht. Ich glaube aber nicht dass es nur die reiferen Spieler sind. Wenn ich heute diese ganzen Pile of shame Sachen lese, glaube ich das alle einfach zu viel Geld haben und Spiele auch viel zu schnell zu billig werden.

Wenn ich denke dass ich am C64 insgesamt 5 Spiele gekauft habe, 30 DM für Kassette und 50Dm für Diskette war für mich ein vermögen für das ich ein Jahr fast sparen musste. Abgesehen davon dass ich dafür erstmal meine Eltern überreden musste in die fast eine Stunde entfernte Quelle zu fahren. Da war Spielejoirnalismus für mich einfach extrem wichtig um mich zu informieren. Oder einfach auch um mich zu trösten weil ich wenigstens eine Beschreibung lesen konnte wenn ich das Spiel schon nie habne durfte.

Heute kosten Spiele schon nach kurzer Zeit kaum noch Geld, die meisten können aber anscheinend schon bei Release bedenkenlos zugreifen. Im Zweifelsfall höre ich von einem Spiel, gehe auf Amazon und habs innerhalb Sekunden bestellt. In Kombination mit mehr Geld und einfacherem Beschaffen, ist halt wirklich der Verlust nicht mehr so schlimm. Auch da es ja wirklich wenige richtig schlechte Spiele gibt, ist das Risiko relativ gering. Vor allem wenn das Spiel dann eh nur im Regal liegt.

Also kurz gesagt, gebe ich Dir Recht :)

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 7. November 2016 - 13:44 #

*Kopfschüttel* Wenn Du nichts weißt, einfach irgendwelche Behauptungen zu berichten, hältst Du also für professionelle Berichterstattung? Abgesehen davon daß es das exakte Gegenteil ist, gibt es dann auch noch Regressforderungen des Verlegers, weil man sein Produkt absichtlich mit erfunden Tatsachenbehauptung geschadet hat.
Dein mangelhaftes Rechtsverständnis sieht man wie Du No mans sky und eventuell Betrug in einen grotesken Zusammenhang bringst. Es ist nur schlicht nur nicht das Spiel, was der Hypetrain erwartet hat und benutzt ein paar Begriffe kreative, aber letztlich war die Werbung in Ordnung, wenn man internationale Maßstäbe anlegt.

Zusätzlich bekam die Spielepresse auch oft genug von der Leserschaft Kritik, wenn sie kritisch wurde. Man denke alleine an die Steam - Debatte, wo es für die Kontenbindung Wertungsabzüge gab.

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 7. November 2016 - 14:16 #

>>Dein mangelhaftes Rechtsverständnis sieht man wie Du No mans sky und eventuell Betrug in einen grotesken Zusammenhang bringst.

--Nö, mir ist NMS total latte, habs nicht gekauft. Die Zusammenhänge bringen andere: Behörden z.B., Youtuber und unzählige Enttäuschte Kunden.

http://www.pcwelt.de/news/No-Man-s-Sky-ASA-ermittelt-wegen-irrefuehrender-Werbung-10050208.html

https://youtu.be/PkDRtl_Zpzc

>>Zusätzlich bekam die Spielepresse auch oft genug von der Leserschaft Kritik, wenn sie kritisch wurde. Man denke alleine an die Steam - Debatte, wo es für die Kontenbindung Wertungsabzüge gab.

--Nicht kritisch berichten weil man Kritik fürchtet - geniale Lösung!

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 7. November 2016 - 14:45 #

"Nö, mir ist NMS total latte, habs nicht gekauft. Die Zusammenhänge bringen andere: Behörden z.B., Youtuber und unzählige Enttäuschte Kunden."

Irreführende Werbung / Etikettenschwindel ist nur etwas gänzlich anderes als Betrug. Bist Du schon im postfaktischen Zeitalter?

"Nicht kritisch berichten weil man Kritik fürchtet - geniale Lösung!"
Nein Tatsache. Wenn kritischen Inhalte kein Schwein interessieren und man dafür nur Ärger hat, macht man sie schlicht nicht mehr. Eine Ausnahme bilden fast alleinig ideologische Zeitgenossen.
Du versuchst nur die Schuld der Spielerschaft auf die Spielepresse abzuschieben. Bethesda tut übrigens mit ihren Verweis ala Wartet doch auf die Tests nichts anders.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3064 - 13. November 2016 - 13:09 #

Grade die Aussage über NMS zeigt eigentlich, wie wenig die Informationen über Spiele auf Youtube oder in Foren taugen. Da wird halt mal pauschal mit Betrugsvorwürfen um sich geworfen, auch sind die ganzen Hater ja alles "enttäuschte Käufer". Da lese ich lieber etwas ordentliches wie den GG Test, da bekomme ich dann wenigstens eine fundierte Einschätzung an der ich mich orientieren kann.

Horphaz 19 Megatalent - - 16356 - 7. November 2016 - 14:59 #

Nein, sie berichten nicht vollkommen kritiklos. Sie berichten ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten! Und die werden meiner Meinung nach stark vom Publisher begrenzt.

Ich stimme Jörgs Kolumne voll zu, sehe aber keinen Weg, wie man etwas ändern könnte. Denn dafür müssten sich alle Spielejournalisten geschlossen gegen die Publisher stellen.

Im Fußball gibt's eine Fairplay-Tabelle (die kaum einen interessiert). Vielleicht sollte man sowas für Publisher auch einführen und einmal im Jahr den fairsten Publisher krönen. :)

Nokrahs 16 Übertalent - 5766 - 7. November 2016 - 8:57 #

Kann die Bitte von Jörg an die Hersteller nur unterstreichen und hoffe auf ein baldiges Umdenken.

2016 war für mich persönlich ein recht ereignisloses Spielejahr. Viel "TamTam" wie immer um diverse AAA Titel, welche sich dann am Ende des Tages wie so oft als lauwarmer Aufguß darboten, trotdem aber flächendeckend in den hohen 80ern bewertet wurden.

Aktuell spiele ich praktisch nur noch "Elite: Dangerous" welches erst jetzt im Oktober mit "Guardians 2.2" einen großen Patch der Season 2 erhalten hat.

Alle großen Titel die mich 2016 interessiert hatten, waren für mich persönlich leider Flops.

Vorbestellungen gebe ich schon lange nicht mehr auf und gekauft wird nicht am Release Tag, da die allermeisten Titel ohnehin zum Verkaufsstart nur teure Betaware sind und eine faire Beurteilung eigentlich erst nach ein paar Patches möglich ist.

Etwas mehr Qualität zum Release-Date und das Vertrauen würde auch bei mir auch wieder steigen.

Bei der Masse an Spielen, welche über das Jahr hinweg released werden, kann ich mich als Spieler eigentlich gemütlich zurück lehnen und die für mich interessanten Titel nach und nach abarbeiten, wenn die ersten Patches verfügbar sind.

Bis dahin gibt es in der Regel auch aussagekräftige Bewertungen im WWW und keine Hype Ansprachen oder Versprechnungen auf schnelle Fehlerbehebung.

Möglicherweise kommt mein aktuelles Kaufverhalten auch durch das Alter und die damit verbundene Erfahrung durch viele Enttäuschungen, nicht eingelöste Versprechen seitens diverser Hersteller, unschöne Änderungen in den Vertriebswegen und teils unteridischem Support.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 8:59 #

Auch ein Grund, warum ich zu 98% nur noch im Sale, Low Budget oder GotY kaufe. Bei den anderen 2% weiß ich vorher, daß es paßt.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11605 - 7. November 2016 - 10:12 #

Handhabe ich exakt genauso. :)

Gründe dafür: Zunächst mal mein Alter, Ü30er können warten. Es gibt kaum noch etwas, was mich wirklich mitreißt. Spiele ich halt etwas anderes, Auswahl (= der nächste Grund) ist reichlich vorhanden. Die nächsten Punkte wären der ungewisse Zustand des Titels bei Release und der fehlende "Mehrwert". Wer wartet bekommt mehr für sein Geld, wird nicht ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und hat ein relativ fehlerfreies Produkt vor sich. Ohnehin sehe ich in rein digitalen Produkten kaum den Wert, den ein komplettes Spiel mit Eurobox, dicker Anleitung und ggf. weiteren Goodies noch in den 90ern hatte. Daher greife ich auch gerne wieder zur Musik-CD (kann ich mir ja selber rippen) und zu Büchern. Der Kindl-Reader verstaubt derweil in der Schublade.

Lencer 15 Kenner - P - 2733 - 7. November 2016 - 11:10 #

Kann ich mich nur anschließen, wenn Spiele wirklich gut sind, machen sie auch weit nach Release viel Spass. Wie gerade selbst an Tropico 5 und Endless Legend gesehen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 5885 - 7. November 2016 - 9:04 #

Scheint so, als sei die Zeit der Spielemagazine vorbei. Wenn überhaupt, dann hat sich die repräsentative Marktmacht auf die Community an sich verschoben. Aber auch sie braucht ein Sprachrohr bzw. eine Plattform, ganz so wie hier auf GG. Also alles im grünen Bereich.

Michel07 13 Koop-Gamer - P - 1735 - 7. November 2016 - 9:48 #

Dieser Schuss wird nach hinten losgehen.
Die Verkäufe am Veröffentlichungstag werden zurück gehen.
Dann werden die Spiele halt im Steam Sale erworben.

Punisher 19 Megatalent - P - 15771 - 7. November 2016 - 10:36 #

Werden sie nicht. Der Großteil der Vorbestellungen passiert Wochen und teilweise Monate vor Release (schau doch mal 2-3 Monate vor einem großen Release, wie sich täglich der Amazon-Vorbesteller-Rang des Titels verändert), also lange bevor auch bei Frühbemusterung ein Testbericht zur Verfügung stünde. Die Zahl derer, die wirklich die Vorbestellung 3 Tage vorher wieder canceln dürfte verschwindend gering sein - wenn man wirklich wert auf einen Vorab-Test legt, dann bestellt man nicht drei Monate vorher, sondern eben nach dem Vorabtest. Es ist ja nicht so, dass Spiele beim erscheinen erstmal ein paar Tage nirgends erhältlich und vergriffen sind.

Das einzige was vielleicht zurückgeht sind die DayOne-Käufer im stationären Handel. Damit schadet man aber eher dem Handel als dem Publisher, den wenn die Spiele im Laden stehen sind sie für den Publisher schon "verkauft". Jetzt könnte man spekulieren, dass die Publisher den Einzelhandel mit den vergleichsweise kleinen Stückzahlen eh gern aus der Nahrungskette rauswerfen möchten und sich mehr in Richtung digitaler Direktvertrieb bewegen... aber das wäre reine Spekulation.

spatenpauli 11 Forenversteher - 805 - 7. November 2016 - 10:05 #

Hersteller: „Ihr tut dem Spiel unrecht, wenn ihr es ‚unfertig’ testet!“
Verärgerter Kunde: "Ach, unfertige Produkte rausbringen ist ok?!?"

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98101 - 7. November 2016 - 10:34 #

Ein sehr wichtiges Thema, das auf einen reellen Wertverlust in Hinblick auf den seriösen Medienkonsum hindeutet. Wer in ausführlichen Tests vorab nichts Essenzielles wahrnehmen kann oder will, hat seinen persönlichen Anspruch verloren oder nie einen gehabt. Wer Journalismus und PR nicht unterscheiden kann, ist meiner Meinung nach in der medialen Rezensionsfähigkeit behindert und kann kein substanzielles Selbstverständnis als Spieler für sich geltend machen.

Punisher 19 Megatalent - P - 15771 - 7. November 2016 - 10:39 #

Meinst du nicht, du reitest damit ein wenig zu hoch?

Die meisten Leute, die Videospiele spielen, sind doch einfach Leute, die gern Videospiele spielen... und gar nicht daran interessiert sind, ein "substanzielles Selbstverständnis als Spieler" zu entwickeln, die sich einen Sch... für Publisher und die Branche interessieren und Spiele einfach nur Kaufen, weil sie sie spielen wollen. Die interessierten Spieler die in Gaming einen Teil ihres Lifestyle sehen und die man hier und in den anderen Communities trifft sind doch nur ein kleiner Bruchteil der Käufer.

tidus1979 05 Spieler - 31 - 7. November 2016 - 10:45 #

Ausführliche Analyse, gute Argumente und eine mutige Meinung. Waren ein paar Aspekte dabei, die ich selbst so noch nicht gesehen habe.
Dazu noch angenehm vorgelesen, vielen Dank dafür!

FastAllesZocker33 13 Koop-Gamer - 1317 - 7. November 2016 - 13:21 #

Ich schliesse mich dem an!

Xentor 14 Komm-Experte - 2250 - 7. November 2016 - 10:50 #

Gibt ne einfache Lösung für das Verhalten der Spielehersteller:
1.: Wir die Spieler sollten einfach keine Preorders mehr machen (mach ich eh nichtmehr)
Also bevor der Test raus ist, wird der Schrott nichtmehr gekauft, fertig.
und:
2.: Ihr die Spielemedien solltet Spielefirmen die euch so behandeln nichtmehr hypen.

Dann lernen die das schon.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 7. November 2016 - 16:32 #

Da Punkt 1 in der Breite nie passieren wird, sitzt der Spielejournalismus einfach am kürzeren Hebel.

rqnjemj (unregistriert) 7. November 2016 - 10:55 #

Das große Problem der Presse ist heute halt, dass sie als käuflich gilt und damit nicht vertrauenswürdig.

Das ist zwar zu 99,9% großer Blödsinn aber auch unter Spielern existiert schon sehr lange der Begriff der Lügenpresse.

Der Witz ist jetzt nur, dass Vielen irgendwelche mit Kram überhäufte Youtuber als nur autentische, nur ihre Meinung wiedergebene ehrliche Häute ohne böse Hintergedanken angesehen werden.

Den ersten Punkt kann ich ja noch manchmal etwas verstehen. Schaue ich mir Wertung und Vorberichterstattung der Gamestar zu Civ 6 an und dann den Test, insbesondere den Part über die KI - naja...
Man kann auch anders gewichten.

Aber bei den Youtubern - es will mir nicht in den Kopf.
Vermutlich die gute alte Echokammer der sozialen Netzwerke.

Xentor 14 Komm-Experte - 2250 - 7. November 2016 - 11:13 #

Pfff bei YOutubern isses sone Sache. Man kann sehr gut bemerken wenn deren Abozahl größere Wert erreicht (so höhere 10k Bereiche und mehr) das sich die Leute definitiv verändern.
Dann schwenken die (deutlich sichtbar) meist von Indietiteln zu AAA Titeln. Warum wohl......
Deshalb ziehe ich kleine Youtuber deon Großen vor, die sind irgendwie noch näher an der Communety und nicht so snobbistisch (meistens). Aber ja man muss auch die Tests lesen. Es gilt das selbe wie bei der "normalen" Welt. Man muss soviele Informationsquellen wie möglich suchen für eine fundierte Meinung.
Keine von beiden Seiten ist ein Heiliger.

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 12:37 #

Also mir reicht GG als absolute Hauptinformationsquelle absolut aus. Wenn einem die Infos des Herstellers, mehrere Magazine und noch Youtuber nicht ausreichen um ein Spiel einschätzen zu können, dann sollte man sich vielleicht auch mal selbst in Frage stellen. Darüber hinaus höre ich noch einige Podcasts aber die nutze ich eher um mich allgemein über die Branche zu informieren. Bei auf ein Bier gab es zb auch ne Besprechung zu Mafia 3 oder Fallout 4,da hatte ich die Titel aber schon und hätte das auch anders gesehen.

gamalala2017 (unregistriert) 7. November 2016 - 12:38 #

Der Trend wird darauf hinaus laufen nur noch Aspekte an Spielen zu Testen die für jeden rein subjektiver Natur sind.

Das heißt: Du hast am Ende ein Test gelesen welches vollkommen richtige Kritik usw. enthält, aber kaum bis keine klare Meinung über Dinge welches das Spiel einen Gewicht verleihen. Bei Civ 6 wäre das beispielsweise die Meinung bezüglich der KI.

Als Leser bleibt dir quasi nur noch Positives vom Spiel im Schädel hängen und kannst hoffen das du erkennst das die wirkliche Aspekte des Spiels ja gar nicht geprüft worden sind.

Deine "ab 18"-Edition deines beliebten Magazins liest sich dann wie ein Heft geeignet für Zielgruppe bis 12/14. :D

Kühlschrankmagnet 06 Bewerter - 62 - 7. November 2016 - 11:29 #

Eine erstaunlich zahme Betrachtung eines Prozesses, der bereits mittelfristig die berufliche Existenzgrundlage empfindlich schmälern könnte. Ist das Resignation?
Mir täte es um das Format solcher Komplettmagazine wie GamersGlobal leid und ich hätte auch weder die Zeit noch die Lust, mir Infohappen und Eindrücke von diversen Youtube-Inseln zu ersammeln, damit ich einen halbwegs aussagekräftigen Überblick über die Spielelandschaft behielte. Aber Daumendrücken hilft nichts, wenn mangels aktueller und eben darum für die Laufkundschaft interessanter Teste das Publikum schwände.
Vielleicht gibt es genug potenzielle Leser für wenigstens ein Abo-Magazin, kann ich nur hoffen. Falls wirklich das große Sterben der Magazinseiten einsetzte, würde ich für den Verbleib eines Sauriers bezahlen. Aber auch erst dann.

ronnymiller 12 Trollwächter - 890 - 7. November 2016 - 11:32 #

Ein Vorredner hat es irgendwo gesagt: Vielleicht ist das auch eine Chance für den Spielejournalismus sich zu verändern.
Etwas das man relativ leicht und schnell umsetzen kann und das teilweise ja bei Mulitplayer und großen Online-Titeln schon längst gemacht wird: Den Test aufteilen.
Am Releasetag wird das Spiel einige Stunden angespielt und ein kurzer (!) Artikel mit Ersteindruck und Ersteindrucksnote veröffentlicht, dazu ein Teaser wann der "Sezier-Test" zu erwarten ist. Dazu ein Ersteindrucksvideo an Tag 2.

Suzume 14 Komm-Experte - 1933 - 7. November 2016 - 11:39 #

Immer munter voran in die Idiocracy, liebe Publisher und Freunde der Letsplayer, Twitcher und Youtuber!
Wenn jeder Konzern und jedes Internetsternchen nur ein wenig am Stuhlbein feilt, ist das große Ziel nicht mehr weit. Oder?

Ich glaube, wir müssen anerkennen, dass es schon immer so war und immer so sein wird - früher war alles besser.

Aber wir werden nicht nur älter sondern haben auch mehr Geld im Portemonnaie als noch in unserer Jugend, darum können wir uns die Publikationen aussuchen und finanzieren, die uns interessieren.
Ein Jugendlicher überlegt da lieber 2x, ob er das Geld in eine Gamestar/PC Games/(Retro-was?) investiert oder es lieber gleich zu seinem Games-Dealer des Vertrauens trägt.

Harald Fränkel Freier Redakteur - 6846 - 7. November 2016 - 11:58 #

Youtube killed the Review-Star

Hartmann 10 Kommunikator - 396 - 7. November 2016 - 12:41 #

Jörg hats ja treffend beschrieben: die Bedeutung des klassischen Spielejournalismus hat extrem abgenommen. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet ist schlichtweg egal, es ist der Zahn der Zeit.

Ich als Kunde habe heute extrem viele Möglichkeiten mich ausgiebig über ein Spiel zu Informieren und anders als Jörg sehe ich den klassischen Spieletest nicht als unabhängig, hochqualitativ und fundiert während die Youtuber alle käuflich sind.
Beschissen wird überall ( die Kungeleien der Spielejourn. mit der Industrie hat Jörg Luibl (4P) in einer Kolumne mal treffend beschrieben, was ich ihm hoch anrechne).

Viele Spiele die mich z.B. interessieren, werden in der "normalen" Spielepresse fast überhaupt nicht, oder wenn doch dann in schlechter testerischer Qualität, erwähnt(als Beispiel nenne ich hier mal den DCS A-10C Test von Mick Schnelle.)
Wenn mich z.B. irgendein Indiespiel angefixt hat, suche ich mir meine Infos auf Youtube oder STEAM. Die sind aktueller, und da meist von Genrefreunden erstellt auch akkurater als es Gamingmagazine leisten könnten. Da wird lieber das 100ste Mal ein weiterer Nachrichtenschnipsel über irgendein AAA-Titel rausgehauen.

Der klassische Spielejournalismus wird imho nicht verschwinden, sondern seine Nische haben. Neben vielen anderen neuen Quellen aus denen ich als Kunde mir meine Informationen selektiv besorgen kann.

Das sehe ich positiv!

vicbrother (unregistriert) 7. November 2016 - 15:46 #

Sehr richtige Feststellungen. Ich denke der traditionelle Gamejournalismus wird zu einem Nachrichtenfeed der Publisher und Entwickler.

Das ist doch auch ein Grund, warum wir alle auf GG schauen: Übersichtlich werden hier herstellerunabhängig die inhaltlich relevanten News aufgelistet und durch Interessen der User mit Userartikeln ergänzt. Auf allen anderen Seiten die ich kenne ist diese Übersicht nicht gegeben.

Graschwar 13 Koop-Gamer - P - 1633 - 7. November 2016 - 13:05 #

Vorbestellen hat viel mit Vertrauen zu tun. Bei Obsidian und CD-Projekt mag ich die Politik und bin auch bereit sie zu unterstützen. Interessanterweise haben diese mich auch nie enttäuscht.

Dann gibt es Titel auf die ist man so heiß, dass man alle Zweifel in den Wind schlägt. Bitter bereut habe ich das bei "Baldurs Gate: Dragonspear". Und trotzdem werde ich "ME:Andromeda" wahrscheinlich vorbestellen, einfach weil mich die Serie vorher so begeistert hat und ich sehnlichst nach irgendetwas aus diesem Universum lechze.

Bei allem anderen lese ich die Tests, aber auch die sind teilweise nicht brauchbar für das Individuum. Tatsächlich hat mir Gamersglobal mit ihrem positiven Test zu "DA:Inquisition" das größte Ei gelegt. Hier habe ich richtig Zeit und Geld verschenkt.

Die sicherste Einschätzung, sind für mich subjektive Meinungen und zwar möglichst viele davon. Wenn man jemanden gefunden hat der eine ähnliche EInstellung wie man selbst hat und bei dem man sich argumentativ am ehesten wiederfindet, dann kann man sich auf dessen Einschätzung am besten verlassen.

Ergo gebe ich einen **** auf Let's player und youtuber. Wichtiger sind für mich Kommentare auf Amazon, Steam(obwohl ich es überhaupt nicht nutze), GG und GoG.

Ich finde diese Seite toll, aber nicht wegen der Tests, sondern weil sie Individuuen eine Plattform bietet und damit ein breites Spektrum abdeckt. Das ist nicht böse gemeint, sondern einfach nur ein subjektives Statement, was aus rein meinem Blickwinkel Sinn ergibt.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2076 - 7. November 2016 - 14:16 #

Man kann nicht oft genug betonen, daß das Vorbestellen eines Downloads die einzige Möglichkeit ist, sich eine Kopie zu sichern, bevor sie ausverkauft ist.

Graschwar 13 Koop-Gamer - P - 1633 - 7. November 2016 - 15:38 #

Unqualifiziert und daher keiner weiteren Antwort würdig...

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2076 - 7. November 2016 - 15:45 #

...sprach der Benutzer, der vom vertrauenvollen Vorbestellen aufgrund subjektiver Meinungen faselte.

Graschwar 13 Koop-Gamer - P - 1633 - 7. November 2016 - 17:10 #

Wen ich nicht in der Lage bin etwas zu begreifen, würde ich mich an deiner Stelle ruhig verhalten und nicht noch damit hausieren gehen...

ganga Community-Moderator - P - 16359 - 7. November 2016 - 17:36 #

Ich finde wir können die persönlichen Seitenhiebe dann jetzt auch wieder sein lassen.

vicbrother (unregistriert) 7. November 2016 - 13:23 #

Die Kolumne ist aus der verständlichen Sicht des Spielekritikers geschrieben. Nur die Realität ist eben schon weiter.

Die Publisher und Entwickler betonen den Wert der ersten Woche für die Monetarisierung eines Spiel und geben entsprechend viel Geld für Werbung und Promotion aus. Warum sollten Publisher und Entwickler sich ihren Aufwand von einem Kritiker konterkarieren lassen?

Der Publisher/Entwickler kennt dazu seine Schwachpunkte bereits aus dem Design-Prozess, aus dem Beta-Test und aus der Rückmeldung der Fan-Experten. Gerade letztere sind oft Experten in nur einem/r Spiel/-reihe und geben dem Hersteller wertvollen Input fürs Balancing und dem Spielerwillen. Das kann kein Kritiker leisten.

Der Hersteller braucht den Kritiker also nicht mehr. Und der Spieler?

Der Spieler ist nicht gezwungen am ersten Tag zu kaufen. Die Spiele werden digital vertrieben und sind überall und jederzeit in unendlicher Stückzahl verfügbar. Jeder Spieler kann sich dazu schon am Tag 1 ein paar YouTube-Videos und Twitch ansehen, um Handling und Progression, Story und Emotion, UI und Grafik mit den eigenen Interessen zu bewerten. Im Zeitalter der multimedialen Überflutung braucht der Spieler also keinen Kritiker mehr.

Kritik ist eine intellektuelle Leistung, aber wer konsumiert diese von den Spielern noch? YouTube-Videos - wie die von Gronkh und anderen High-Range-Gamern - zeigen, dass es doch heute um die Emotionen und das Erleben von Spielen geht. Da können Bugs auch ganz witzig sein. Statt intellektueller Kritik geht es heutigen Spielern daher viel mehr um die emotionale Auseinandersetzung mit einem Spiel.

Fabian Siegismund hat es vor Kurzem im AeB-Podcast es sehr treffend dargestellt: YouTubler transportieren ein Spielgefühl und wecken Emotionen, geben Hilfestellungen, machen Tutorials, stellen In-Game-Rekorde auf und sind im Entwicklungsprozess eines Spiels eine wichtige Informationsquelle. Kritiker dagegen sehen und bewerten Spiele weitgehend emotionslos. Wer hat also die für die Spielermasse wichtigen Informationen?

Kritiker müssten m.E. wieder mehr Spieler werden: offen und interessiert, beeindruckbar, emotional - und das ganze mit bewegten Bildern statt Texten.

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 7. November 2016 - 14:03 #

Hast Du schon einmal ein Spiel getestet, um darüber zu berichten? Ich frage, weil es mir scheint, als ob Du daraus ein Let's Play erwartest, während ein Test wesentlich mehr Unterbrechung aufweist. Es ist mehr wie ein Referat über Buch oder eine Interpretation in der man immer wieder unterbricht um sich Notizen zu machen und wiederholt.

Was die vorletzte Zeile angeht: Hast Du den Eindruck es wäre hier nicht so? Ich bin heute nicht mehr so beeindruckbar wie mit 14 als Monkey Island erschien, weil ich heute erfahrener bin als damals. Obwohl Jörg etwas älter ist, schein er sich immer noch an Graphikhuren optisch zu erfreuen, was ich verloren habe. Bei Emotionen verweise ich auf die SDK von Star craft 2 - LoV.

vicbrother (unregistriert) 7. November 2016 - 15:16 #

Nicht "getestet" aber für mich unter verschiedenen Aspekten analysiert. Es muss kein LetsPlay sein (viel zu umfangreich), aber auch das Medium Video kennt eine Reihe von Ausdrucksformen und Gestaltungsmöglichkeiten. Ich mag zB die Videos der GameStar von Michael Graf, die humorvoll Schwerpunkte setzen und zeigen, aber auch Videos, die als LetsPlay ganz ohne Kommentar sind und mir ein eigenes Bild erlauben oder Videos, die einen eigenen Spannungsverlauf inszenieren.

Ich finde einige der SdKs zeigen schon eine gewisse Routine beim Spielen, aber das ist aus psychologischer Sicht ganz normal: Man erwartet eine Steigerung der Erlebnisse. Das würde ich daher niemanden vorwerfen, aber Begeisterung kriegt man nur durch eine naive Herangehensweise.

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 8. November 2016 - 13:10 #

Ok dann hätte ich Dich durchaus falsch verstanden.
Mit Deinem Komentar weiter unter, würde ich fest halten, daß wir ein gänzlich anderes Konsumverhalten aufweisen. Du gehst mehr in die Richtung "Infotainment", welches ich wiederum für eine der schlechtesten Entwicklungen der Medienwelt halte.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 7. November 2016 - 14:06 #

Aber Youtuber sprechen doch andere Zielgruppen an. Viele Berufstätige haben nicht mehr die Zeit stundenlang Let's Plays zu schauen. Geschriebene Reviews lassen sich hingegen schnell überfliegen.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18294 - 7. November 2016 - 14:30 #

Insbesondere unterwegs. Ich lese GG viel auf dem Smartphone. Videos schaue ich damit eigentlich nicht.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 7. November 2016 - 14:52 #

Das stimmt, aber die deutlich größere Zielgruppe dürften die mit mehr Zeit sein und die sind nun einmal mehr an Twitch und Youtube interessiert.

Sieht man ja auch hier in den Kommentaren, viele kaufen niemals Day1, nur im Sale, haben riesige Piles of Shame ... Das sind ja alles Argumente für das Vorgehen der Publisher. Die Konsumenten von klassischem Spielejournalismus sind die kleinere Zielgruppe und scheinbar eher selten Release-Käufer? Okay, dann müssen wir die Journalisten auch nicht bevorzugt behandeln ...

vicbrother (unregistriert) 7. November 2016 - 15:06 #

Natürlich können wir die Spieler in Zielgruppen unterscheiden. Die, die nicht die Zeit für Spiele haben, sind sicherlich auch nicht das Ziel der Hersteller.

Aber grundlegend gilt: Das perfekte Spiel gibt es nicht und daher geraten die Makel eines Spiels in den Hintergrund, wenn es nicht absolute Plottstopper sind (was dann gepatcht werden würde). Auf was es heute ankommt ist eben das Spielgefühl und das kann ein Kritiker mit einem textbasierten Test nicht rüberbringen. Wir wollen unterhalten werden - deshalb spielen wir.

kor1st 09 Triple-Talent - 279 - 7. November 2016 - 13:28 #

Macht doch selber "Day One" Letsplays und verweist dabei auf den endgültigen Test. Das Spiel muss doch von den Redis sowieso gespielt werden, dann teilt doch das Spielerlebnis online mit euren Lesern/Interessenten. Außerdem habt ihr ein größeres Angebot und Euch den (sich stetig verändernden) Markt angepasst. Alle gewinnen?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 13:57 #

Naja, von was habe ich als Leser letztendlich mehr: Einen Test, den ich, sagen wir mal, in 10 Minuten durchlese und das Wesentliche an Infos erhalte oder mir ein Let's Play von, sagen wir mal, 20 Folgen á 15 Minuten anschauen muß? Nee du, für letzteres wäre mir als Informationsquelle diesbezüglich die Lebenszeit dann doch zu schade.

kor1st 09 Triple-Talent - 279 - 7. November 2016 - 14:34 #

Im Endeffekt gibt es für beides eine nicht unerhebliche Nachfrage, welche auch bedient werden kann.
Was wem jetzt wichtiger ist, muss man dem Konsumenten überlassen. Ich mag beides sehr gern. Bei Indies schaue ich mir lieber ein bis zwei Let´s Plays an, dann kann ich schon relativ gut einschätzen ob es zu mir passt oder nicht. Bei Tests hingegen muss ich gestehen, lese ich meistens nur das Fazit...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63844 - 7. November 2016 - 16:22 #

Muss ja kein vollständiges LP sein, würde ja vielleicht schon reichen, einfach die ersten zwei, drei Stunden zu nehmen, und bis zum Test gleichmäßig über die Tage zu verteilen, die bis dahin noch vergehen, je nachdem wie lange das ist zwanzig bis dreißig Minuten lange Folgen oder so. Und einfach unaufwendig ohne Facecam und solchen Schnickschnack, nur kommentiertes Gameplay, damit man schon vor dem Test zusammenhängend was schauen kann und so schon mal einen Eindruck hat.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 16:35 #

Dann immer noch lieber ein kompaktes Preview, ergo ein Zusammenschnitt von ein paar Minuten, als immer noch 2-3 Stunden Zeit dafür zu investieren. Wie gesagt, für den letztendlichen Eindruck ist mir da die Lebenszeit zu schade, wenn das in ein paar Minuten oder eben in einem Test geht.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63844 - 10. November 2016 - 0:00 #

Das mag dir so gehen, aber manch oder vielleicht auch vielen anderen nicht. Ich finde zum Beispiel, dass ein Preview-Video (ebenso ein Testvideo) nicht wirklich einen gut Einblick gibt, wie denn ein Spiel sich wirklich spielt (außer man macht es wie die Viertelstunde hier auf GG, was dann aber eben wieder viel Aufwand bedeutet), da normalerweise zu schnell zwischen Szenen gewechselt wird. Man sieht eben nicht mal lange was am Stück. Bei kor1st Idee schon, und wenn es dich nicht interessiert oder nur für kürzer, steht es dir immer noch frei, die Videos dann nicht anzuklicken oder nicht alle zu schauen. Muss ja nicht immer jeder Inhalt für jeden geeignet sein :)

Momsenek 13 Koop-Gamer - 1581 - 9. November 2016 - 23:03 #

ja guter Punkt:
Ich persönlich denke auch, dass man versuchen sollte genau mit so einem Weg sich auch so ein paar mehr User zu sichern. Ihr habt ja das Equipment und müsst Spiele sowieso anspielen/spielen. Wieso dann nicht ein neues Format ausprobieren a la "lets Play". Man könnte ja mal darüber intern brainstormen wie man den neuen Medien mit relativ "wenig" Aufwand begegnen kann ( Ich weiß das es natürlich Aufwand verursacht..)

Ich hoffe nur nicht, dass Christoph dann vollständig zum Cutter mutieren muss :-)

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 12. November 2016 - 13:17 #

Es gab doch hier das Konzept der "Viertelstunde". Das wäre doch für den Releasetag genau richtig, wenn man das Spiel gerade erst bekommen hat.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 12. November 2016 - 14:03 #

Mittlerweile nehmen wir dazu ja die Stunde der Kritiker. Klappt fast immer, auch wenn es ein Heidenstress ist in solchen Fällen :-)

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 571 - 28. November 2016 - 23:22 #

Auch wenn die Antwort etwas spät kommt von mir: Aber das macht ihr auch richtig gut. :)

Warwick 17 Shapeshifter - 6480 - 7. November 2016 - 13:29 #

Natürlich stecken auch hinter zuletzt Bethesdas Ankündigung wirtschaftliche Interessen, keine Frage.

War die Situation aber früher für den Verbraucher so viel besser? Es gibt ja durchaus Spielemagazine, die keine Testmuster mehr vorab von den Publishern bekommen haben, da diese in der Vergangenheit zu kritisch waren bzw. einige Spiele des Publishers nach deren Meinung zu schlecht bewertet haben. Unterm Strich heißt das doch: bewerten Spielemagazine zu schlecht/ zu kritisch, werden sie aus dem Kreis der mit Vorabmuster/Testmuster Begünstigten ausgeschlossen, so das nur diese Magazine frühzeitig mit Testmustern beliefert werden, die unterm Strich auch höher gewertet haben (ob mit Absicht oder aus purem Zufall). So gesehen hat das Versenden von Testmustern vorab mit der gezielten Auswahl der Absender seitens des Publishers ein sehr viel stärkeres "Geschmäckle".

Mir selber kann es egal sein, ich brauche keinen Test um mir ein Uncharted 4 oder Gears of War 4 zu kaufen, denn ich weiß im Grunde was mich da erwartet. Und sollte ich doch mal eine Gurke erwischen, kann ich das Retail-Spiel immer noch schnell wieder mit einem geringen Verlust verkaufen. Anders sieht es da bei PC-Versionen oder Download-Spielen aus, da warte ich sicherheitshalber auf einen Bericht, kann da aber auch gerne mehrere Wochen warten, denn: wir Spieler haben meist so ein umfangreiches Backlog, dass wir uns die Zeit bis zum Test mit genug Steam- oder PS-Plus-Leichen versüßen können.

malkovic 14 Komm-Experte - P - 1904 - 7. November 2016 - 13:30 #

Ich hab noch nie ein Spiel vorbestellt und, glaub ich, nur GTA 5 ohne vorheriges Testlesen gekauft.
Vielleicht könnte man hier auf GG eine generelle Release-Kaufwarnung aussprechen, wenn die Redaktion keine Vorabtestmuster erhalten hat? Also quasi: Leute, wir haben keine Testmuster bekommen, da stimmt was nicht, wartet mit dem Kauf!

Und: Es wäre zwar etwas riskant, aber man könnte als Spielejournalist ernsthaft überlegen, vom Produkttester langsam zum Kulturkritiker überzugehen. Vielleicht ist es Zeit für einen Abschied vom - hüstel - Spiele-TÜV-Angestellten hin zum Kritiker, wie man ihn von Film & Theater kennt?

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 7. November 2016 - 14:21 #

Das wäre aber wohl ein Schritt, den GamersGlobal nicht überleben würde und wahrscheinlich auch nicht das richtige Personal für hat. Die hiesige Nische wird nicht mehr verlassen, da musst du woanders gucken.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 14:36 #

Das was du da willst ist quasi unmöglich. Allein auch schon deswegen, daß es so viele Spiele auf dem Markt gibt, die man alle gar nicht testen kann - selbst wenn man 4 Klone und einen 48-Stunden-Tag hätte. Da müßte man nach deinen Vorstellungen für die automatisch eine Kaufwarnung aussprechen, da nicht getestet.

malkovic 14 Komm-Experte - P - 1904 - 7. November 2016 - 15:52 #

Sind nur Vorschläge und Ideen.
Nimm die Spiele, die du testen willst, mach dahingehend ne regelmäßige (Monats-)Ankündigung und informiere die Leser irgendwie, wenn da kein Vor-Release-Testmuster kam. Fertig wäre der Rüffel ...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11418 - 7. November 2016 - 17:01 #

das hilft ja auch nichts. schlussendlich wollen ja leute wissen ob es sich lohnt das jeweilige werk zu kaufen. und ein spiel hat im gegensatz zu einem theaterstück oder film noch eine technische und spielmechanische komponente, die man auch entsprechend analytisch betrachten kann. ein kulturkritischer test bei einem Civ6 zB hätte wohl nicht vielen lesern geholfen.

Lorin 15 Kenner - P - 3762 - 7. November 2016 - 14:52 #

Nun, ich mache genau das was Jörg empfiehlt... Ich kaufe erst wenn ich einen Test sehe. Und nur bei ganz wenigen Spielen weiche ich davon ab. Was auch immer sich Bethesda, 2K & Co davon versprechen... ich glaube ich erfülle die Erwartungen der Publisher nicht.
Der Geldbeutel ist die entscheidende Macht des Konsumenten, ich kann jedem nur raten diese zu nutzen.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 7. November 2016 - 14:52 #

Ich lese sehr viele Kommentare, die zum Audsruck bringen, dass Spiele nur noch im Sale gekauft werden (sollen). Wenn jeder jedes Spiel nur noch in Sales kauft, wird die Brachne zu Grunde gehen.

Das beste Vorgehen wäre in meinen Augen, dem Publisher eine Mail zu schreiben in der man sagt, dass man den Test des Magazins seines Vertrauens abwartet und bei entsprechender Review das Spiel dann aber auch wirklich kauft. Wenn das alle machen würden, würden die Publisher schon dafür sorgen, dass Tests zu fertigen Produkten rechtzeitig erscheinen können. Vielleicht sogar vor Release. Dann klappts auch mit dem Vorbestellen.

Toxe 21 Motivator - P - 29577 - 7. November 2016 - 15:02 #

Ja irgendein Boykott bringt nur dann wirklich etwas, wenn man dies dem Hersteller auch mitteilt. Und da für die heute Social Media ja über alle geht, ist das mit dem Mitteilen auch eine Sache von Sekunden.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 15:16 #

"Wenn jeder jedes Spiel nur noch in Sales kauft, wird die Brachne zu Grunde gehen."

Ach, das kompensieren sie durch die Leute, die unfertige/unvollständige Spiele mit dazugehörigen Season Pass für den restlichen Inhalt, DLCs hier und da und sonstiges Gedöns wie Bonus-Inhalte 123 bei Händler XYZ stellenweise wirklich überteuert kaufen.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 7. November 2016 - 16:10 #

Ich schrieb ja auch explizit _jeder jedes_. Sieh es als Gedankenexperiement. Ist ja auch nicht so, dass jeder Käufer Reviews konsultiert. Ich spekuliere sogar pessimistisch, dass sich der Anteil an Reviews lesenden Käufern von AAA-Produktionen auf den einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich beläuft.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100941 - 7. November 2016 - 16:38 #

Selbst wenn's jeder bei jedem Spiel macht, verdienen die sich immer noch eine goldene Nase daran. Wenn man wirklich die Branche zu Grunde gehen lassen will, gibt es nur eines: Gar nicht kaufen. Nicht für 50, 25 oder 5 Euro.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 7. November 2016 - 16:20 #

Wenn die Leute nur noch in Sales kaufen, geht die Branche nicht zu Grunde. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Die Branche geht erst zu Grunde, wenn sie auf die Wünsche ihrer Kunden nicht mehr zu einem akzeptablen Preis eingeht.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 7. November 2016 - 20:16 #

„Wenn jeder jedes Spiel nur noch in Sales kauft, wird die Brachne zu Grunde gehen.“

Jetzt sind die Konsumenten also schuld, wenn sie Konsequenzen aus DRM, Day one Patches, DLCs, Microtransaktionen, Vorbesteller- und Exklusivboni usw. ziehen?
Mmn. verdrehst Du hier Ursache und Wirkung.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 7. November 2016 - 22:47 #

Schon möglich, dass ich da was verdrehe. Mein Kommentar ist ja auch sehr pauschalisierend. Aber es ist doch so, dass ein Produkt, das über viele Monate von zig Menschen produziert wird einen gewissen Wert hat. Die Mentalität nur noch in Sales oder bei Keysllern zu kaufen verbreitet sich immer mehr, die Spiele werden "unter Wert" verkauft. So muss sich ein Hersteller andere Monetarisierungsmethoden suchen. Die wiederum auf Ablehnung stoßen.
Ich habe ja gar nichts gegen Sales, im Gegenteil, ich kaufe einen Großteil meiner Spiele erst wenn sie billiger sind. Andernfalls würde ich sie schlicht gar nicht kaufen. Aber Spiele/Entwickler, die ich unterstützen möchte, kaufe ich zum Vollpreis. Und ich schreibe ja explizit, dass man Spiele nur dann zum Vollpreis kaufen sollte, wenn man sich davon überzeugt hat, dass sie es einem wert sind. Aber gute Arbeit darf man doch belohnen, oder?
Man könnte jetzt natürlich darüber diskutieren, wie gerechtfertigt der aktuelle Vollpreis von 60/70€ überhaupt ist.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 8. November 2016 - 0:02 #

Also ich finde, dass man bei den meisten Spielen für seine 60€ deutlich mehr bekommt als damals auf der PS2, als Spiele genauso viel gekostet haben. Und in den 80ern haben viele Spiele auf Modul auch 120 bis 140 DM gekostet.

Von daher ist der Preis schon gerechtfertigt, auch wenn andere Freizeitangebote wie Netflix etc. ein besseres Preis/Leistungsverhältnis bieten.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 8. November 2016 - 8:39 #

Einen inhärenten Wert eines Produktes gibt es in der Marktwirtschaft nicht!

Viele Leute sind nicht bereit, den "Vollpreis" zu zahlen. Und sie haben die Alternativen und werden diese nutzen, solange sie bestehen. Die Hersteller können doch trotzdem damit in den meisten Fällen auskommend wirtschaften.

Ehrlich gesagt herrscht ein immenses Überangebot an Spielen (und Unterhaltungsmedien im Allgemeinen), deshalb fallen die Preise halt. Wenn die Hersteller sich weigern, USPs zu entwickeln, die den Kauf zum Vollpreis rechtfertigen, eben, weil ich das Spiel so spannend finde, dann haben sie halt Pech gehabt.

Ist ja nicht so, dass ich nicht auch mal zum Vollpreis kaufe (Civ6 war der letzte Titel), aber mich nervt diese Idee, Spiele unabhängig von ihrer Originalität mit viel Marketing in den Markt zu drücken. Viele dieser Schießbuden sind für mich auch nur 5€ wert.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 8. November 2016 - 13:12 #

Meinst du mit dem nichtexistenten inhärentem Wert eines Produktes, dass erst durch einen Markt der Wert definiert wird? Ich habe von Wirtschaftswissenschaft keine Ahnung, aber das klänge plausibel.

Aber das widerspricht doch nicht meiner AUssage, dass wenn ein Konsument für sich den Wert von 50-70€ als gerechtfertigt anerkennt und dieses Produkt haben möchte, er auch bereit sein sollte diesen Wert zu zahlen. Oder? Wenn er TROTZDEM IMMER nur im Sale für 5€ kauft, braucht er sich nicht zu wundern, wenn die Hersteller andere Monetarisierungmaßnahmen wie Free2Play und Microtransactions etablieren wollen.
Wär mal ein spannendes Thema für ein Glas Wein. Oder einen Report.

Jedenfalls stehe ich weiter zu meinen Ursprungskommentar, nur das "die Branche zu Grunde richten" würde ich einschränken oder in "die Branche verändern" ändern.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 8. November 2016 - 14:26 #

Ich bin auch kein Wirtschaftswissenschaftler, aber objektiviert gibt es nur den Preis.

Das, was du darunter schreibst, wird in der Praxis nicht vorkommen. Entweder das Produkt hat für mich subjektiv den Wert eines Vollpreises, dann kaufe ich sofort. Wer hier vorgibt, warten zu können (und das dann auch tatsächlich einhält), dem bedeutet das konkrete Produkt halt weniger. Umgekehrt treiben die Hersteller ja den teils immensen Preisverfall auch mit an.

Ich persönlich glaube, dass diese ganzen anderen Monetarisierungsmaßnahmen ohnehin da wären. Schon allein, weil der Markt hauptsächlich nicht aus selbsternannten Coregamern besteht. Wer aber nur gelegentlich spielt und nicht damit aufgewachsen ist, sich seine Spiele zusammen zu sparen, wird für ein Unterhaltungsprodukt keine 60€ ausgeben.

Ich sehe nicht mal, dass sich die Branche zum schlechten verändert, wegen der anderen Monetarisierung. Mein meistgespieltes Spiel der letzten beiden Jahre dürfte Hearthstone sein. Letzteres würde als Vollpreistitel höchstwahrscheinlich nicht funktionieren.

Gläser mit Wein sind immer gut! :)

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 8. November 2016 - 14:34 #

Joapp, dass kann man so stehen lassen.
Zum Wohle!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 7. November 2016 - 23:55 #

Als Grund etwas im Sale zu kaufen wird aber meist die Testnote bzw. Testartikel genannt. Und nicht DRM (außer damals bei uPlay und Origin) oder Day1-Patches (hat ja heutzutage fast jedes Spiel). DLCs, Microtransaktionen, Vorbesteller- und Exklusivboni jucken mich nicht die Bohne. Bei Deus Ex: Mankind Divided wird man mit Praxiskits zugeballert, warum soll ich die mit Echtgeld kaufen? Die Mikrotransaktionen wurden angeblich erst 14 Tage vor der Goldmeldung eingebaut.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 7. November 2016 - 15:04 #

Schade, dass hier nicht nur über die Publisher gelästert wird, sondern auch über Mitbewerber, genannt sind hier vor allem LPs. Wenn man dabei ist, die Wandlung der Bedeutung des geschriebenen Spieletests schon offen anzusprechen, sollte man auch dazu sagen, dass auch Teile der Klientel, die mit diesen Tests aufgewachsen sind, heutzutage meist auf die verzichten können.

Meiner Meinung nach haut Bethesda hier einfach bequem auf ein schwaches Glied drauf und macht die Medien real zu dem, was sie aus Sicht der Marketing-Abteilungen ohnehin sein sollen: Erfüllungsgehilfen. Wenn man aber die eigene Abhängigkeit vom Marketing nicht bedenkt, ist die Beschwerde doch unvollständig.

Zu den Möglichkeiten der Marktbeeinflussung gehört ja nicht nur das notenmäßige Abstrafen, sondern auch die allgemeine Aufmerksamkeit eines Mediums. Wie viele News bekommen Spiele, hinter denen ein ordentliches Marketingbudget steckt?

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 7. November 2016 - 18:11 #

Für den Spielejournalismus natürlich sehr ärgerlich. Für mich persönlich als Kunde ziemlich egal, aus dem einfachen Grund, da mich Tests wenig interessieren.

tintifaxl 12 Trollwächter - 877 - 7. November 2016 - 16:04 #

Ich versuche schon lange keine Spiele zu kaufen, die nicht von einer der größeren Spielesites (bevozugt natürlich gamersglobal) getestet wurden.

Bei FF15 ist es mir nicht gelungen, das ist schon vorbestellt. Sollte aber Sony die Testexemplare an gamersglobal zurückhalten, werde ich wahrscheinlich noch stornieren.

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 8. November 2016 - 8:19 #

Was hat Sony mit Final Fantasy 15 zu tun?

Square Enix ist bei Final Fantasy 15 so offen, wie nie zuvor. Sie Touren sogar durch Deutschland und jeder kann Probe spielen, es gibt 2 Demos und Gameplay ohne Ende im Netz.

Ich frage mich eher, wozu man da noch einen Test brauchen sollte. Inzwischen sollte fast jeder wissen, ob das Spiel gefällt oder nicht.

roxl 11 Forenversteher - P - 712 - 7. November 2016 - 16:46 #

Offenbar raffen hier einige Leute nicht, dass bis zum Zeitpunkt unabhängiger Tests die ganze Informationsbasis einer Kaufentscheidung vom Entwickler gesteuert wird. In diese Phase fällt auch die Argumentation keine Tests zu brauchen, weil man sich als erfahrener Gamer doch selbst ein Bild machen könne. Ja von was eigentlich? Den Versprechungen der Marketingabteilungen, dem Vertrauen auf die Qualität früherer Spiele, grossspurigen Interviews und 'überwachten' Vorrelease-Events, Jubelgesängen devoter 'Let's'-Players und Hofberichterstatter und -haben's die Marketingfuzzies trotz Informationsmonopol doch noch verbockt- zum Schluss noch der Hoffnung der angekündigte super fette Day-One-Patch werde alles in Ordnung bringen?

McSpain 21 Motivator - 27488 - 7. November 2016 - 16:50 #

Naja. Wir leben in einer Welt in der auch überall Fakten und Professionalität weniger Wert haben als die eigene Erfahrung, Meinung und das eigene Gefühl. Irgendwo ist das der gleiche Impuls, dass man halt mit Erfahrung und Gefühl genug hat um Meinungen zu bilden.

roxl 11 Forenversteher - P - 712 - 7. November 2016 - 16:53 #

Deswegen wird manch ein Test kontrovers diskutiert; obwohl ihn kaum einer braucht.. ;)

McSpain 21 Motivator - 27488 - 7. November 2016 - 17:00 #

Klar. Wenn sie der Erfahrung und Meinung widersprechen müssen sie ja auch zwangsläufig falsch oder gekauft sein.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9828 - 7. November 2016 - 17:57 #

Bei Videospielen kommt es aber fast ausschließlich auf das eigene Gefühl an. Da kann ein Spiel noch so im Test zerrissen werden, wenn es mir Spaß bringt, dann kaufe ich es mir.

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 7. November 2016 - 18:13 #

Da es hier lediglich um sowas banales wie Videospiele geht: Jep, da reicht mir die eigene Erfahrung, das eigene Gefühl völlig aus, da brauche ich nicht unbedingt die Fakten und Professionalität von anderen Leuten.

Q-Bert 13 Koop-Gamer - 1613 - 7. November 2016 - 20:19 #

Wobei es ja gerade bei Videospielen durchaus noch so etwas wie die "neutrale Instanz" gibt. GamersGlobal zähle ich unbedingt dazu.

Bei anderen Bereichen (Politik, Medizin, Militär etc.) gibt es das in viel geringerem Maße. Fast jeder sogenannte "Experte" hat seine eigene Agenda - nämlich die des Geldgebers, der in der Regel eben nicht die Crowd oder der Zuschauer ist. Pakt man drei Experten zusammen in einen Raum, hat man vier Meinungen (und nennt es Talkshow). Und alle basieren auf Fakten.

Als User/Normalbürger hat man weder die Zeit, noch die Möglichkeit, diese "Fakten" der "Experten" selbst nachzuprüfen, schon gar nicht eine Abwägung mehrere sich widersprechender Fakten vorzunehmen. Am Ende bleibt dann nur, die Meinung auf das einzige zu stützen, was "post-faktisch" übrig ist: Die persönliche Erfahrung.

advfreak 14 Komm-Experte - P - 2573 - 7. November 2016 - 16:50 #

Ihr könntet doch so einen Warnkasten erstellen mit vielleicht so eine Art Ampelsystem wo man gleich sieht welche Testmuster sich "verspäten". So ist man dann gleich vorgewarnt wenn ein "großer Kracher" wieder mal bei der Post verschlampt wurde.

Skeptiker (unregistriert) 7. November 2016 - 18:25 #

Blind kaufe ich gar nix, nur die Mini-Konsole von Nintendo habe ich vorbestellt. Könnte natürlich ein Fehler gewesen sein ...
Den ganzen Triple-A Kram kaufe ich nur noch im Angebot, es gibt aber Ausnahmespiele wie GTA5 oder TLoU für PS4, die ich nach den ersten Reviews "sofort" haben wollte. Könnte auch daran liegen, dass ich, egal ob DVDs, Bücher oder Spiele, einen riesigen ToDo-Stapel habe und gerade bei Spielen ja primär Sequels erscheinen. Bei Spielen möchte ich mal exemplarisch Teil 1 von Mass Effect oder Assassin's Creed nennen, die ich bisher nur angespielt habe. Warum da die Nachfolger für teures Geld kaufen? Ich habe gerade mein Notizbuch nicht greifbar, sonst könnte ich Euch noch ein Dutzend anderer Serien nennen (Final Fantasy, DmC, Resident Evil, usw.) die schneller nachlegen, als ich spielen kann.

Ich denke mittelfristig gibt es gar keine Freiexemplare mehr für die Presse und die darf sich die Spiele alle im Laden kaufen, so wie alle von uns. Bei dem knappen Budget vieler Redaktionen keine besonders gute Aussicht ...
Womöglich ist die interessante Frage der Zukunft, ob die Testmagazine ihre Exemplare demnächst im gleichen Sale kaufen wie ich und wie soll ich dann eine Kaufentscheidung fällen, bevor der Sale vorbei ist ;-)

thepixel 15 Kenner - P - 2906 - 7. November 2016 - 18:26 #

Seit X Rebirth mache ich keine Vorbestellungen mehr und warte auf einen Test :D

Lacerator 16 Übertalent - 4375 - 7. November 2016 - 19:05 #

Ist mir eigentlich wurscht, da der klassische Spieletest für mich im Laufe der Jahre immer mehr an Bedeutung verloren hat. Insbesondere wenn die Tester - *hüstel* wie bei euch *hüstel* - auch im Jahr 2016 noch der Meinung sind, man könne ein Spiel objektiv bewerten. Tatsächlich fühle ich mich da bei Eurogamer und Rock, Paper, Shotgun! (bekanntlich Websites mit bewusst subjektiven Tests ohne eine Zahl an deren Ende) noch am ehesten vertreten.

Außerdem versuche ich Käufe am Release-Tag sowieso zu vermeiden, weil ich am Ende doch wieder mehrere Wochen lang die ersten Patches abwarte, bevor ich wirklich anfange zu Spielen.

Auch wenn ich mich selbst oft genug daran erinnern muss: Wer am Release-Tag kauft, ist selber schuld, egal ob es zu diesem Zeitpunkt schon Tests gibt oder nicht. Das Gesamtbild der User-Meinungen einige Wochen oder gar Monate nach Release hat mich bisher immer noch am besten beraten.

PS: Nicht falsch verstehen, ich mag GG insgesamt sehr, aber eure Tests und eure Wertungsphilosophie finde ich einfach grausig.

RMS Titanic 10 Kommunikator - 499 - 7. November 2016 - 20:18 #

Diese Entscheidung hat sich schon lange abgezeichnet. Über 10 Jahre, und nicht nur ich, sehe die großen I._Seiten und Zeitschrifen doch nur noch als verlängerter Arm der Publisher.
Wieso und warum wurde in den Kommentaren schon dargelegt.

Seit der flächendeckenden Verbreitung des I.-Nets+ Flats ist die Dominanz der klassischen Zeitschriften gebrochen.
Seit dem kann jeder der sich berufen fühlt Blogs/Lets Plays machen und Twitchen. Und wir müssen keine Analysten oder Wissenschaftler sein um zu sehen das die Publisher/ Entwickler mehr als erfreut darüber sind. Also das die Dominaz der klass. Tests abgenommen hat. Ach wegen der OFFENSLCHTLICHEN Unstimmigkeiten im Test (meine alle i.-Seiten)zur Endnote und anderem. Aber dazu wurde in den Kommentaren schon was dazu gesagt

Dank Jörgs Kolummne "Die Doofen Fanboys, die mein Fazit zu AI. nicht verstehen und erst recht nicht meine Grröße" (^^), wo er Twitch erwähnt, bin ich mehr bei Twitch als bei Lets Plays. Danke nochmal Jörg. Bildungsauftrag erfüllt^^. Kannte Twitch bis dahin gar nicht.

Tests:
Glaub schon das es die weiter geben wird. Neben all dem anderen. Auch Publisher wollen eine plakative Zahl, die sie an alles dranpappen können. Auch für das verlängerte Marketing... siehe Hypestar.
Bei meiner 24 Zockererfahrung interessieren mich aber nur noch wenige Spiele vorab. Derzeit wäre das Mass Effect Andromeda und Mount and Blade2 (JAAAA aarrrgg..).

Was noch...? Der Seitenhieb zu den Lets Playern hätte nicht sein müssen. Aber ich verstehe das. Einst ein Gott und nun muss man sich mit den rumbalgen.^^
Es ist eben wie immer. Jemand hat einen Blumenladen und schräg gegenüber macht auch einer auf. Selbstverständlich hat der andere Laden nicht so schöne Blumen und ist noch laaange nicht so gut...NOCH lange nicht..Das da keine Liebe entsteht kann jeder nachvolziehen.

In einem Punkt hat Jörg und andere Redis meinen Respekt. Bei Jörg so eine Seite zu machen, bei den schwierigen Bedinungen und er schafft noch Arbeitsplätze. Zum anderen die Redis die sich je nach Test was anhören können.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 20:24 #

Wenn wir ehrlich sind, dann suchen wir uns die Tester, Let's Player oder Rant Boys, die uns sympathisch sind, deren Meinung uns was bringt, die man zumindest aus welchem Grund auch immer respektieren kann.

Ich stehe auf systematische Leute mit ordentlich organisiertem Hintergrundwissen und habe da meine Vorstellung von Professionalität. Die musst du sicher nicht teilen.

Die Art und Weise wie du persönlich wirst, sagt letztlich aber nur was über dich aus. Ich habe die ganzen blöden Diskussionen á la "nun kann sich jeder berufen fühlen", "wisdom of the crowd", "long tail" Quatschdiskussionen lange Zeit auch beruflich durchgekaut. Der Punkt ist: Es gibt nun mal unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche qualitative Ansprüche.

Wieso muss aus jedem Persönlichkeitsproblem immer gleich eine Weltanschauung gebastelt werden?

RMS Titanic 10 Kommunikator - 499 - 7. November 2016 - 20:35 #

" Ich habe die ganzen blöden Diskussionen á la "nun kann sich jeder berufen fühlen", "wisdom of the crowd", "long tail" Quatschdiskussionen lange Zeit auch beruflich durchgekaut."

Weder mache ich hier eine Diskussion ala "Sprüche die nun mal Umgangssprachlich da sind" noch habe ich deine beruflichen durchgekauten Ansichten.
Auch ist das hier ein Forum um sich ggf. auszuquatsch und auch mal blöd zu schwadronieren. Passt genau zu dem "langer lästert".

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 7. November 2016 - 21:04 #

Sorry, wenn ich deinen leicht sticheligen Stil falsch aufgefasst habe. Wirkte so ein wenig wie trolliges Knöpfchendrücken auf mich ;)

RMS Titanic 10 Kommunikator - 499 - 7. November 2016 - 21:35 #

Naja... ich sehe das nicht so bierernst. Oben steht auch "Langer lästert". Sozusagen ist das mein "RMS Titanic lästert".

Unskilled 09 Triple-Talent - 257 - 7. November 2016 - 22:34 #

Die Frage ist halt wirklich was die Publisher davon haben die Muster früher rauszugeben?

Gar nix bis null.
Dem gegenüber steht das risiko daß die day 1 Verkäufe in die Hose gehen oder die Vorbestellungen ausbleiben.

rofen 12 Trollwächter - 838 - 7. November 2016 - 22:58 #

Wenn man die Bilder von Joerg Langer bei "SDK-Offensive" und "Langer laestert" vergleicht, sieht man doch einen deutlichen Unterschied. Vielleicht sollte das Bild des Zweiten mal aktualisiert werden? ;-)

Alte Hütte 12 Trollwächter - P - 831 - 7. November 2016 - 23:39 #

Daumen hoch!

AlexCartman 15 Kenner - P - 3210 - 8. November 2016 - 3:48 #

Ich kann im Moment ohnehin keine Spiele am Erscheinungstag kaufen. Ich versuche seit Tagen, endlich die Legendären Pokémon in Platin zu erwischen. Von daher warte ich gern auf fundierte Tests nach Erscheinen. Also GG: Weiter so! :)

bluemax71 13 Koop-Gamer - P - 1427 - 8. November 2016 - 11:33 #

Tja das ist dann der sprichwörtliche Nagel auf den Kopf den Jörg hier trifft. Das Beispiel Civ6 macht es in meinem Fall sehr deutlich. Habe mich vom Hype und den sehr positiven Previews einlullen lassen und vorab gekauft. Es ist ja nun kein totaler Flop aber die KI ist wirklich mies und nimmt sehr viel vom Spielspaß.
Der Gamersglobal Test bring in diesem Fall wirklich sehr deutlich die Stärken und Schwächen des Titels zu Tage. Ich für meinen Teil habe daraus die Lehre gezogen erstmal zu warten und die Spiele erst nach dem Test zu kaufen oder gar viel später, erst wenn Sie reduziert angeboten werden.
Meist habe ich mich schon vorher daran gehalten. Jetzt aber bestimmt immer! Ganz bestimmt bis zum nächsten Hypetitel der mich nicht in Ruhe läßt ;-)

Danke für das Langer lästert.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 8. November 2016 - 12:45 #

Inzwischen gibt es einen sehr einfachen Mod, der die KI auf ein anderes Level hebt.
Tatsächlich ist es wohl sogar so, dass die KI aufgrund eines Fehlers der Entwickler so scheiße ist. Es wurde im Code etwas vergessen auszuweisen, nämlich Militäreinheiten.

http://forums.civfanatics.com/threads/delnars-ai-cleanup.600594/

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 8. November 2016 - 13:23 #

Spielst du Civ 6 selbst und hast die verlinkte Mod ausprobiert? Denn in deinem Comment scheint mir eine große Portion Wunschdenken zu stecken. Man lese einfach mal die Comments in dem von dir verlinkten KI-Mod-Thread und frage sich, ob dieser einfache Mod tatsächlich "die KI auf ein anderes Level hebt". Nicht, dass ich das nicht sehr begrüßen würde!

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2532 - 8. November 2016 - 16:36 #

Ich habe es aus dem CivForum, den verlinkten Thread habe ich nicht gelesen, dort findet man aber den Verweis zum Download. Im Civforum wurde die Mod begeistert, und entgeistert gegenüber Firaxis, aufgenommen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6120 - 8. November 2016 - 11:45 #

Hat ein Hersteller denn irgendeinen Vorteil, wenn er sein Spiel schon vor Release zum Test rausschickt? Nö, mir fällt keiner ein. Leider.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 8. November 2016 - 11:49 #

Der Hersteller bekommt sein hervorragendes Spiel direkt vor dem Verkaufstart großflächig beworben und maximiert so die Zahl der Anfangsverkäufe.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11418 - 8. November 2016 - 12:51 #

großflächige bewerbung gibts auch ohne test-exemplare. schau dir die vorberichterstattung der letzten AAA-titel in der games-presse an. tests können da eigentlich nur noch negativ wirken und genau das ist dann auch die logische konsequenz daraus: keine test-exemplare mehr.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 8. November 2016 - 13:28 #

Das gilt doch schon seit 20 Jahren, und dennoch haben es die Hersteller anders gehandhabt. Wieso? Weil die meisten von ihren Produkten überzeugt sind bzw. inkaufnehmen, dass schlechte Produkte auch mal schlechte Wertungen kassieren. Das heißt aber auch, dass man den guten Wertungen für gute Produkte vertrauen kann, ganz grob gesehen, und davon wiederum profitiert der Publisher.

Außerdem gibt es, zweitens, einen versteckten Effekt: Wenn man zwar die Presse immer zu Preview-Events einlädt und sie schlicht zur Aufmerksamkeitsgenerierung missbraucht, sie dann aber bei den Tests an der kurzen Leine hält, wird das bei der Presse nicht gut ankommen, und solche Preview-Events werden vermutlich weniger besucht werden.

Nimm nun drittens noch den Konkurrenzfaktor hinzu: Wenn Publisher A die Presse nicht bemustert, Publisher B hingegen schon, wird B automatisch zum Release die höhere Aufmerksamkeit bekommen. Und da Spiele meistens Donnerstags/Freitags rauskommen und das Geschäft saisonal ist, gibt es bei Lichte betrachtet gar nicht so dermaßen viele Veröffentlichungszeitpunkte. D.h. von Sauregurken-Zeiten abgesehen, hast du selten eine Woche, wo nur ein großes Spiel erscheint, sondern entweder keines oder gleich zwei oder drei.

Diese Überlegungen haben bislang die Publisher ermuntert, die Presse frühzeitig zu bemustern. Da aber die relative Bedeutung der Presse abgenommen hat, glauben nun eben mehrere Publisher, sich das so leisten zu können. Mal sehen, was die Zukunft bringen wird!

Hedeltrollo 17 Shapeshifter - P - 6054 - 8. November 2016 - 15:11 #

"Außerdem gibt es, zweitens, einen versteckten Effekt: Wenn man zwar die Presse immer zu Preview-Events einlädt und sie schlicht zur Aufmerksamkeitsgenerierung missbraucht, sie dann aber bei den Tests an der kurzen Leine hält, wird das bei der Presse nicht gut ankommen, und solche Preview-Events werden vermutlich weniger besucht werden."

Kannst du das beim Austausch mit Kollegen feststellen oder ist das eher Wunschdenken?

steever 16 Übertalent - P - 5897 - 8. November 2016 - 15:57 #

Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Wenn man auf Klicks zum Releasetagtest verzichten muss, verzichtet man auch auf Klicks, welche Berichte über Preview-Events und Co. liefern? Entsprechende Leser dürsten doch danach, nach Vorab-Infos. Holen sie sich die Infos eben bei der Konkurrenz, welche über diese Events berichtet. Auch wenn es sicher "nett" wäre, wenn man den anderen - aus Prinzip - dieses Feld überlässt. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 8. November 2016 - 20:20 #

Naja, ich beschreibe ja die bisherige Denke, das mag sich wandeln. Aber zumindest wir sehen uns immer noch in erster Linie (aber keinesfalls ausschließlich) als Test-Magazin.

Welat 15 Kenner - P - 3129 - 8. November 2016 - 14:50 #

Sehr gut geschrieben Jörg.
Meiner Meinung nach hat die Verzahnung der Spielemagazine und Spieleherstellern zugenommen.
Vorweg will ich GG zu 100 ℅ ausklammern. Das schreibe ich hier nicht aus Nettigkeit. Bin nicht immer eurer Meinung, aber verstehe euren Standpunkt (fast) immer. Bestes Beispiel für mich - Stellaris.
Ein schlechtes Beispiel: Civ 6 und die Gamestar (habe sehr lange früher im Abo lesen, heute sehr selten im Einzelkauf). Es wurde wirklich sehr viel Werbung geschaltet, viel exklusiv von GS gebracht, viele Video eingestellt (nur positives), und das beste es wurde eine Uhr, die herunterläuft mit CIV 6 beworben.
Klar kann man das trennen, dass eine ist Werbung, dass auf einer viel besuchten Seite Sinn macht, aber dass andere und das ist dann wirklich schlecht ist die Wertung. Ich kann es beim besten Willen nicht nachvollziehen. Und was du von Spieleherstellern vermisst Jörg, vermisse ich bei einigen Spielemagazinen an Distanz.
Also GS entwickelt sich in die falsche Richtung. Neuerdings gibt es "diese Beilagen" zu Neuerscheinung auf dem Büchermarkt. Ähh dachte ich, was hat das mit einem Spiel Magazin zu tun?
Und die News mit "10 Dinge die ihr über jenes und diese Spiel" nicht wusstet. Ganz ganz schlimm, da kann ich ja direkt auf Bild.de gehen

RMS Titanic 10 Kommunikator - 499 - 21. November 2016 - 2:02 #

"Es wurde wirklich sehr viel Werbung geschaltet, viel exklusiv von GS gebracht, viele Video eingestellt (nur positives), und das beste es wurde eine Uhr, die herunterläuft mit CIV 6 beworben."

Ich habe das schon mal hier auf GG ausgeführt, dass sich die Tester oder Redakteure keinen Gefallen damit machen.
Man wird nicht nur ein nützliches Teil der Werbestrategie, nein, mein beeinflusst sich selber so, dass man gar keine schlechte Note geben kann.
Es wird immer min. eine 8/ 80% geben. Mit der mindest Zahl sind beide Seiten auch zufrieden.
Nichts gegen viele Videos oder lets Plays nach einem Test, wo man das Spiel nochmal ausführlichst spielt, aber nicht davor, kurz vor der Veröffenlichtung, wie bei Civ6.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10568 - 8. November 2016 - 16:39 #

Stimme dir zu Jörg, mich betrifft der Kram zum Glück aber nicht so! Die einzigen D1 käufe in den letzten Jahren sind bei mir WoW Addons, Overwatch und das Diablo Addon gewesen, kaufe in der Regel etwas später :)

Magnum2014 16 Übertalent - 4855 - 8. November 2016 - 19:28 #

Frage an GG - wieviel % der Publusher/ Hersteller machen es denn schon so wie Bethesda? Ist es wirklich
So massiv?

Elfant 16 Übertalent - P - 4872 - 8. November 2016 - 20:26 #

Bei Prozenten wird es alleine aufgrund der Anzahl recht schwierig, aber in der Kolumne steht ja:
"Immer mehr Hersteller – mir fallen auf Anhieb Activision, 2K Games und Bethesda ein, teilweise EA und im Falle von No Man’s Sky auch Sony – schicken ihre Testmuster erst einen Tag vor Release an die Redaktionen, teils sogar erst am Release-Tag."
Das sind schon einmal 3 wichtige Publisher, die es komplett eingestellt haben und EA teilweise. Bei Sony schieben wir erst einmal die alte Gurken - Taktik vor.

defndrs Game Designer - - 975 - 9. November 2016 - 2:22 #

Hervorragender Artikel. Sehr interessant für mich, da ich ziemlich genau so lange wie ich spiele auch Spielemagazine lese und verfolge. Lange bevor ich einen Amiga/PC oder gar einen Gameboy selbst hatte, habe ich ASM gelesen. Dann später Amiga Games, PC Player, PC Games usw. (Gamestar mal am Anfang, hat aber schnell nachgelassen, sorry), ganz schlimm war seit je her PC Action, frage mich gerade ob es die noch gibt. Aber auch Powerplay, Videogames oder sogar die Megafun oder Maniac bis hin zum "Sega Magazin" (was natürlich nicht unabhängig war). So oder so, ich finde auch die Zeiten haben sich leider wegen Internet usw. halt stark geändert und das ist schon manchmal schade.

Ich habe weniger was zum Testmuster-Teil zu sagen, als eher was zum kurz angesprochenen Thema Wertungen unter den Tests. Was mich generell an Wertungen bei allen Magazinen, Portalen usw. heute stört, ist dass einfach anhand der Punktzahl/Prozentwertung kein Vergleich möglich ist. So ist (ja ich erwähn's öfter) ein Witcher 3 halt fast überall gleich oder ähnlich bewertet wie ein Dragon Age Inquisition, was schlicht nicht sein kann. Das ist unrealistisch und man könnte auch gleich Äpfeln und Birnen vergleichen. Wenn dem nun so ist und man zwingend den Artikel zur Wertung lesen muss (sagen ja viele, denn dann ist die Wertung im Kontext) dann ist für mich die Wertung überflüssig und einzig der Test/Kontext zählt. Nur als "Statement", sich festzunageln, als Unterschrift unter einen Test, halte ich Zahlenwerte nur für sinnvoll, wenn man in der Gesamtheit vieler Wertungen einer Seite (wie zB. GG) eine gewisse Konsistenz erkennt. Es sollte also vergleichbar sein/bleiben. Aber da beißt sich dann die Katze in den Schwanz - ich habe ja schon Äpfel und Birnen erwähnt. Für mich - je mehr ich drüber nachgrübele - ein schier unauflösbares Dilemma.

Am besten finde ich Euer "Daumen hoch" oder "Daumen runter/zur Seite" bei den SDKs. Das ist die Information die ich brauche und das reicht auch. Warum mit einer 9.5 vs. einer 9.0 und Co. anfangen, wenn man die Spiele eh nicht miteinander vergleichen kann?

Insgesamt finde ich aber das Argument aus dem Artikel gut, sich festzulegen und ein Statement abzugeben. Mir persönlich wäre wie gesagt ein einfacheres System (von mir aus mit Daumen) lieber, gar keine Wertung wäre ja auch nichts. Übrigens von Seiten wie Metacritic und den Durchschnittswerten fang ich jetzt gar nicht erst an.

Harry67 15 Kenner - P - 3008 - 9. November 2016 - 7:50 #

Aber warum ist die Wertung denn überflüssig, bloß weil sie nur im Kontext eine vollständige Bedeutung hat? Man kann eine Empfehlung (was die Note letztlich ja ausdrückt) doch ruhig feiner abstufen.

Eine 6 ist dann vielleicht eher was für eingefleischte Fans, während eine 9 genreübergreifend auf ein großartiges Spiel hinweist - was ja nichts damit zu tun hat, dass es ein völlig anderes großartiges Spiel ist als das andere mit einer 9.

defndrs Game Designer - - 975 - 9. November 2016 - 22:59 #

Ja, das hat schon was. Vielleicht ist es ja am Ende auch eine Sache der Leser, halt nicht einen Durchschnittswert drin zu sehen oder auf Biegen und Brechen zu vergleichen. Wobei ich ja eben gerade finde, dass zB. eine 9+ für Witcher 3 ja einiges aussagt und da kann ein DA:I einfach nicht gleich abschneiden. Habe es gekauft, gespielt, lange drüber nachgedacht und ich bin wirklich nicht zufrieden mit dem Spiel. Ich sage auch mal ganz vorsichtig, dass ich es sehr objektiv betrachte (wie ich es versuche, grundsätzlich mit Spielen zu tun, weder renn ich rum und sag "das musst Du spielen!" noch sag ich "ist der allergrößte Mist"). Wenn es um Wertungen geht würde ich wenn, dann sehr genau die Wertung angehen. DA:I ist objektiv ein gelungenes und rundes Spiel, solide gemacht, tolle Mechaniken und gute Grafik sowie Technik mit ansprechender Musik. Aber nichts überdurchschnittliches und wir sind bei einer guten, verdienten 8.5. Nun kommt Witcher 3 (mit etwas Zeitvorsprung natürlich, aber nicht viel) und ist einfach in Storytelling, Technik, Mechaniken (nicht allen allerdings) nicht nur gehobener Durchschnitt, sondern Wegweisend. Das ist eine klare 9 oder 9.5 aus tausend Gründen. Da man nun aber bei DA:I scheinbar schon den "Gipfel" des RPGs vermutet hat (war es absolut nie und kann schon nach nem Mass Effect oder DA:O keine 9+ mehr sein aber ok), war nun für Witcher keine Luft mehr nach oben - auch klar.

PS.: es ist natürlich auch irgendwo Unsinn aber irgendein Magazin früher (war's nicht die Amiga Games?) haben im Wertungskasten immer einen Vergleich gehabt und da waren dann Spiele vom Vormonat/Vorjahr oder halt Platzhirsche dabei und die wurden dann (im Rahmen des Tests zum Vergleich) "abgewertet". Und ich persönlich fand das immer interessant und nachvollziehbar. Vielleicht hat mich sowas dann eben geprägt, ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 9. November 2016 - 12:24 #

Interessanterweise haben wir gerade unser Testexemplar zu Dishonored 2 von Bethesda bekommen (= 1 Tag vor US-Release). Reicht nicht für den Test bis zum deutschen Release Freitag, aber Wochenende sollte ich schaffen, und vor allem ist die SdK mit Anatol in trockenen Tüchern :-)

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 9. November 2016 - 14:38 #

Vielleicht hat Bethesda die Post langsamer eingeschätzt. :D

defndrs Game Designer - - 975 - 9. November 2016 - 23:03 #

Schon ein hartes Brot. Da frühzeitig fundiert was zu sagen ist natürlich in der Tat schwierig, und genau das ist natürlich gewollt. Bisher fand ich Eure Ersteindrücke trotzdem noch jedesmal interessant und nachvollziehbar, werde sicher reinschauen, ob Euer Daumen dann am Ende tatsächlich auch nach oben zeigt.

Ph.D. Prost 06 Bewerter - 50 - 29. November 2016 - 5:35 #

Hallo Jörg Du sprichst mir aus der Seele.

Dieses Jahr ist sozusagen der Gipfel der Unverschämtheiten bezüglich der Bevormusterung.

In meiner ganzen 30jährigen Gamingzeit, hatte ich es noch nie das ich von 2 Spielen im Jahr so entäuscht wurde.

No Mans Sky war der erste Kandidat. Etwas Skeptisch weil es keine Tests gab, aber trotzdem mal gekauft.

Bei Mafia 3 liess ich mich ebenfalls von der Begeisterungswelle mitziehen, was aber auch sehr schnell in Ernüchterung überging.

Man sollte wirklich Skeptisch sein in der heutigen Zeit. Grade wenn es um Testmuster geht die den Redaktionen vorenthalten werden. Auch die Day1 Patches sidn eine Entwicklung über die ich mich garnicht freue.

Magnum2014 16 Übertalent - 4855 - 29. November 2016 - 7:38 #

Da hast du schon recht. Ich denke mal der nächste Schritt ist dann das tester überhaupt keine Version mehr bekommen vom Hersteller oder publusher sondern warten müssen bis es zu kaufen gibt und es dann selbst kaufen müssen. Vorher wurde natürlich mächtig Werbung gemacht und spieelelemente versprochen die es gar nicht dann gibt etc. Etc. Dann gibt's einen hype nach dem anderen mit großen Enttäuschungen wenn man nicht geduldig ist und erstmal abwartet was die Tests sagen und auch die Spieler. Solange sie keine negativen Tests verbieten und jeder seine Meinung und Bewertungen abgeben darf ist das ok. Das würde noch fehlen wenn Hersteller oder publisher per Gesetz das verbieten würden. Aber nichts ist unmöglich in der heutigen Zeit.

Janosch 21 Motivator - - 28393 - 29. November 2016 - 10:07 #

Lieber Jörg, inhaltlich ein Text, der zum Nachdenken anregt und stilistisch sehr gut zu lesen und bereichernd ist. Aber braucht es wirklich einer Publikumsbeschimpfungen á la Peter Handke, wie: "Für die Geistesgrößen unter den Lesern: Das hat weder etwas mit dem Anmalen von Weihnachtsmännern zu tun noch mit Ursula von der Leyen, sondern mit dem nicht mehr rechtzeitigen Bemustern von Redaktionen mit Spielen."?
Das entwertet aus meiner Sicht den sehr guten Text und lässt mich wenigstens zum Teil ratlos zurück. Was will mir der Verfasser damit sagen, dass er einem Teil seiner Leserschaft die Fähigkeit zum Denken abspricht? Wenn die Leser eh zu dumm sind ihn zu verstehen, warum schreibt der Verfasser dann diesen Text, für wen? Sorry Jörg, aber ich persönlich finde, dass man sich solche Passagen auch in einem Langer lästert ruhig sparen könnte , eben weil dadurch ein sehr kritischer und bedenkenswerter Text abgeschwächt wird und einen anderen Fokus erhält. Dennoch ist es ein aufschlussreicher Artikel, den ich ansonsten sehr gerne und mit Bereicherung gelesen habe.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 343208 - 29. November 2016 - 10:22 #

Wer sollte sich denn davon konkret angesprochen fühlen? Glaubst du, dass es selbst unter irgendwelchen Trollen welche gibt, die "Bemusterung" mit "Muster" oder "Musterung" verwechseln könnten? Ich glaube das nicht. Du ergreifst hier quasi Partei für die fiktiven Opfer eines Wortwitzes.

Janosch 21 Motivator - - 28393 - 29. November 2016 - 11:10 #

Die zu verteidigen, die ohne Fürsprache sind, ist mein Begehr... Wie gesagt ein sehr lesenswerter und guter Artikel, nur wenn Jörg poltert habe ich manchmal Bauchschmerzen und denke, das hat er doch gar nicht nötig. Aber beim Humor ist es ja wie beim Geschmack, da sollte man nicht streiten...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63965 - 29. November 2016 - 11:43 #

Ich finde das Gepolter ausgezeichnet formuliert. ;)

Janosch 21 Motivator - - 28393 - 29. November 2016 - 13:41 #

Die stilistischen Stärken des Textes sind mir nicht entgangen... ;)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 29. November 2016 - 16:48 #

Ich auch :-)

Ph.D. Prost 06 Bewerter - 50 - 29. November 2016 - 20:59 #

Das ist doch die Kunst der Rhetorik die Jörg Langer Perfekt beherrscht.
Ein nicht Wortgewanter Troll würde doch Theoretisch vom scharfen Stich der Sätze erstochen. Leidvoll liegt er dort und aus ihm quillen Buchstaben.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 1. Dezember 2016 - 17:55 #

Ach du meine Güte; man kann sich in alles auch irgendwie reinsteigern...

Janosch 21 Motivator - - 28393 - 2. Dezember 2016 - 8:02 #

Ich steigere mich doch in nichts hinein. Ich schätze und kenne Jörg Langers Arbeit seit PC-Player-Zeiten und bin sehr froh, dass ich vor mittlerweile 2 Jahren über diese schöne Seite getolpert bin. Aber ich finde den Witz einfach mißlungen und bei einem sonst nahezu genialen Text einfach deplaziert. Nichts anderes habe ich geschrieben. Reinsteigern sieht bei mir ganz anders aus, wenn Du genau suchst, findest Du vielleicht tatsächlich bei GG Bemerkungen von mir, die mir tatsächlich peinlich sind. ;)Zu der oben geäußerten Kritik stehe ich aber nach wie vor...

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 1. Dezember 2016 - 17:58 #

Wenn ich ein Spiel "blind zu früh ungetestet" kaufe, dann WEISS ich ganz genau, dass ich mich auf ein Risiko einlasse, und bin dann auch normalerweise nicht so verärgert. Aktuell zum Beispiel bei Civ VI wußte ich, daß die KI - nicht zum ersten mal - nicht zwangsläufig die beste sein müßte, aber für mich ist es okay, das Spiel unterhält mich gut so lange, dass es mir den Preis auf jeden Fall wert war.

Andere "Blindkäufe" wie Fallouts oder Witchers waren so grandios, dass es absolut gefahrlos war, diese meine Lieblingsserien ohne Test sofort zu spielen.

Aber wenn ich wenig von einem Spiel weiß und "nur" interessiert bin - dann warte ich auf alle Fälle den ausführlichen Test ab.

FEUERPSYCHE (unregistriert) 12. Januar 2017 - 13:37 #

Ich finde das Thema hoch interessant und, aus Sicht des Kritikers, sehr gut erklärt und besprochen.

Dennoch sehe ich einen eventuell, speziell für diese Spieleseite "für Erwachsene", positiv (aus)nutzbar.

Klar ist: Die "blinden" Vorbesteller und Erstkäufer könnt ihr mit einem Test, der eventuell erst 5-10 Tage später auf eurer Webseite erscheint, weder großartig warnen noch erreichen. Die Frage, die sich mir stellt - Ist das notwendig/gewollt?
Gamersglobal ist mehrheitlich nicht die primäre oder sekundäre Anlaufstelle für die Leute, die auf Grund von Werbevideos oder Day-Minus-3-Youtubern vorbestellen oder am ersten Tag kaufen. Hier, so erscheint es mir bis auf einige Ausnahmen, sind eher die Leute vertreten, die Day-1 nur bei bekannten/sicheren Marken zu schlagen. Und dieses Jahr hat, vor allem am PC, gezeigt, dass nicht mal das noch ohne Ausnahme eine gute Entscheidung ist (Arkham/Mafia/Quantum Break/Dishonored 2).

Wer also eh nicht zum ersten Tag kauft, der wird doch auch noch ein paar Tage auf einen ausführlichen Test bzw. eine Kaufwarnung warten (können).

Da ihr also sowieso kein übliches "Mainstream"-Publikum habt, müsst ihr euch doch auch nicht Gedanken/Sorgen darüber machen, eben dieses nicht mit Day-1-Tests bedienen zu können.

Wie wäre es denn mit einer Umfrage dazu?

Kaufe Spiel XYZ blind auch ohne Test / Kaufe erst, wenn ein fachlich guter Test vorliegt.
Ich möchte zwar keine meiner Hände in´s Feuer legen, aber ich gehe schon davon aus, dass die Mehrheit der User hier im Zweifelsfall (und nach den Erfahrungen aus 2016) ihr Kaufverhalten überdenken.

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