Aktionsbündnis Winnenden plant eine Art "Spielevernichtung"

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14. Oktober 2009 - 16:34 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden (von Eltern der beim Amoklauf von Winnenden ermordeten Kinder gegründet) hat eine neue Aktion geplant, die in ihrer Konnotation jedem Geschichtsbewussten sauer aufstoßen muss:

Das Bündnis ruft Eltern auf, am 17. Oktober zwischen 10 und 19 Uhr in Stuttgart zur Staatsoper zu kommen. Dort wird das Bündnis einen Container aufstellen, in dem dann so genannte "Killerspiele" entsorgt werden können, die, so das Bündnis, „das Töten von Menschen simulieren.“ Um einen Ansporn zu geben, bekommt jeder, der Spiele abgibt, ein Los. Unter allen Losen wird dann ein Fußballtrikot mit den Unterschriften der deutschen Fußballnationalmannschaft verlost. Was mit den Videospielen geschehen soll, gab das Bündnis noch nicht bekannt. Man darf jedoch vermuten, dass es diese "aus dem Verkehr ziehen", das heißt vernichten will.

Dass sie sich mit einer solchen Aktion symbolisch zumindest einen Schritt weit den im Dritten Reich üblichen Bücherverbrennungen und der plakativen Vernichtung "entarteter Kunst" annähern, scheint den Verantwortlichen weder ihr eigenes Geschichtsbewusstsein noch ein wohlwollender Außenstehender gesagt zu haben. Ob der anscheinend hinter der Aktion steckende Gedankengang "Vernichten, was wir nicht gut finden" ein Weg ist, mit Jugendlichen einen Dialog über gewaltbetonte Computerspiele zu führen, ist zumindest fraglich.

Eine ähnliche Aktion wurde vor einigen Jahren nach dem berüchtigten Amoklauf in Erfurt abgehalten, bei der eine Mülltonne mit der Aufschrift: "Macht kaputt, was uns kaputt macht!" aufgestellt wurde. Die Resonanz darauf blieb damals gering.

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 14. Oktober 2009 - 14:40 #

Was passiert eigentlich, wenn sich engagierte Jugendliche Demonstranten in den Container werfen und die Spiele rausfischen? (Aufruf an alle BaWüler der Aktion Konter zu bieten)

GingerGraveCat (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 16:41 #

Ja genau. Gebt die Spiele lieber an Spieler die mit der Gewalt in den Spielen umgehen können.

Ist doch ein Unding einfach Spiele vernichten zu wollen.

Apokalypse 17 Shapeshifter - 6613 - 14. Oktober 2009 - 16:40 #

Mhhh, wenn ich ein paar alte Shooer zusammenkrame und da reinwerfe, habe ich die Chance auf ein Trikot mit enigen unterschriften. Das verkauft bei Ebay und schon hat man ein kleines Sümmchen für neue Spiele :)

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 14. Oktober 2009 - 16:44 #

Weiß jemand, ob das Trikot extra für den Anlass von der Nationalmannschaft zur Verfügung gestellt wurde? Wenn ja, dann ist die ganze Geschichte noch trauriger als sie es ohnehin schon ist.

Timbomambo (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 16:51 #

Also das Bild is der Hammer! Musste grad zweimal hingucken ;D
Zum Thema brauch ich glaub ich nicht mehr viel sagen. Wiegesagt es ist ein ganz falscher Schritt in die ganz falsche Richtung aber das sollte eigentlich klar sein und wer sich von solchen Ereignissen angezogen fühlt hat nicht nur einen Toast-Horizont sondern er muss sich im Klaren sein, dass er ein Leben mit Scheuklappen führen will.

Was ich nur schade finde, dass man diese ganze Geschichte total konzeptionell ausschlachtet. "Die Schule der weinenden Herzen" - wenn ich meinen besten Freund dort verloren hätte will ich doch nun wirklich nich JEDE sekunde daran erinnert werden oder? Sowas können doch nur Leute aufziehen die sich irgendwie profilieren müssen und dies jetzt (da endlich was in dem Ort passiert ist) auch endlich können.

Heut is echt der Tag der journalistisch Fehlgeleiteten; bezieht man noch die Modern-Warfare-Nachtsicht-Schwulen-Spanner-News mit ein. XD

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 14. Oktober 2009 - 16:59 #

Und wo sollen die Spiele in dem Container herkommen? Vielleicht sollte ich mich da mit nem Bauchladen mit überteuerten Spielen hinstellen?

Sehr wie die Bücherverbrennung leider. Die sollen da lieber Waffen reinwerfen.

Ob man dagegen Klagen kann? ;)

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 135744 - 14. Oktober 2009 - 17:02 #

Dass die Aktion in die falsche Richtung läuft ist eine Sache.
Aber als Teaser ein Foto der Bücherverbrennung in Essen zu nutzen finde ich übertrieben und absolut unpassend ...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 14. Oktober 2009 - 17:06 #

Das kommt von mir. Weil es das Bild ist, das sofort in meinem Kopf entstanden ist, als ich die Ursprungsnews gelesen habe.

Ich finde, die Verantwortlichen haben sich einen Bärendienst erwiesen: Man kann ja gewaltdarstellende Computerspiele verabscheuen und sie ablehnen. Dann aber eine Aktion zu machen, die faktisch jeden, der im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, an Büchervernichtung erinnern muss, hilft dieser Sache überhaupt nicht.

Ich sehe da durchaus -- kleine -- Parallelen: Es soll etwas bekämpft werden, gegen etwas Stimmung gemacht werden, deswegen werfen wir dieses etwas in einen Container, der Inhalt landet sicherlich auf einer Mülldeponie, und der Müll dort wird für gewöhnlich verbrannt.

Ich finde außerdem bereits die Verunglimpfung von bestimmten Spielen für Erwachsene als "Killerspiele" demagogisch. Selbst ausgesprochene Kfz-Gegner sprechen meines Wissens nicht von "Killerautos". Eine Diskussion, bei der die eine Seite die andere von vornherein verunglimpft, indem sie dem jener Seite wertvollen Ding einen Schimpfnamen gibt, erweist sich meist als schwer. Daraus folgere ich, dass es dem Aktionsbündnis überhaupt nicht um eine Diskussion geht.

prax 10 Kommunikator - 465 - 14. Oktober 2009 - 17:22 #

Und es ist auch völlig richtig so ein Bild einzubinden. Mein Beileid an die Opfer und Angehörigen. Aber scheinbar sind die Angehörigen noch dermaßen traumatisiert das sie völlig unzurechnungsfähig sind.
Vor allem nehme ich das sehr persönlich. Da wird mein Hobby defamiert und ich somit als potenzieller Mörder (mal wieder..) abgestempelt. Sowas lass ich mir jedenfalls nicht bieten und werd stocksauer wenn ich sowas lesen muss. Defakto stellen sie sogar die Killerspiele damit definitiv als Schuldigen hin.. da fehlen mir echt die Worte. Das einzige was diese Aktion für mich bewirkt ist Wut. Wut auf Menschen die eigentlich mein Beileid haben sollten..

Einfach nur abstoßend sowas.

Und dann wird das ganze auch noch mit nem Preis belohnt? Gehts noch?

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 135744 - 14. Oktober 2009 - 17:19 #

Ich gebe Jörg in fast allen Punkten Recht.

Mich stört, dass das Bild offensichtlich Nationalsozialisten zeigt (oder zumindest Menschen in Uniform), die salutierend vor dem brennenden Bücherhaufen stehen. Genau davon sind die Familien der erwähnten Aktion jedoch ganz weit entfernt. Mit diesem Teaser findet jedoch eine Art Gleichsetzung statt.

Das (Haus-)Müll verbrannt wird ist richtig und normal. Aber die Bücherverbrennungen im Dritten Reich wurden an Ort und Stelle zelebriert - ich sehe daher - in dieser Hinsicht - keine Parallelen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 14. Oktober 2009 - 17:22 #

Es liegt mir fern, die Familien der Opfer (die ganz sicher selbst als Opfer zu betrachten sind) in die Nähe der Nationalsozialisten zu rücken. Aber ihre geplante Aktion hat für mich in ihrer Symbolik eine leichte Nähe zu Aktionen wie der im Foto gezeigten Bücherverbrennung der Nationalsozialisten.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 135744 - 14. Oktober 2009 - 17:29 #

Dass du niemanden in die Nähe von Nationalsozialisten rücken willst, ist absolut klar. Das sollte so nicht rüberkommen, sorry.

Ganz klar, die Symbolik ist vorhanden. Aber ich bleibe dabei: Zu der Symbolik im Bild gehören auch die salutierenden Uniformträger. Es bleibt ein Beigeschmack.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12070 - 14. Oktober 2009 - 17:38 #

zur not kann jörg auch ein andres bild nehmen ich mein nicht nur die Nazis haben bücherverbrennungen durchgeführt gabs im ersten weltkrieg bei den Amis (haben deutsche bücher bzw von deutschen schriftstellern verbrannt) die kirche hat tausende bücher verbrennen lassen usw
also wenns wirklich stört könnte man es ja ändern xD

prax 10 Kommunikator - 465 - 14. Oktober 2009 - 17:24 #

Wieso, passt doch? Beide Parteien haben/hatten einen niedrigen Horizont.

jroger 09 Triple-Talent - 279 - 14. Oktober 2009 - 18:19 #

Jörg,

inhaltlich stimme ich deinem Post zu. Auch ich dachte bei der News-Meldung an Bücherverbrennungen. Dennoch finde ich das Verwenden eines Fotos aus der NS-Zeit absolut unangemessen. Du schreibst, dass du die Veranstalter damit nicht in die Nähe der Nationalsozialisten rücken möchtest. Dass das auch vollkommen unangemessen wäre, muss hoffentlich niemand erläutern. Aber letztendlich tust du durch die Bildwahl genau das. Ein neutrales Bild einer Bücherverbrennung (oder auch ein retouchiertes Bild) wäre hier vollkommen angemessen. Eines das eine Assoziation zur NS-Zeit aufbaut ist hingegen absolut daneben.

- Sebastian

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 14. Oktober 2009 - 18:42 #

Du verwechselst da Ursache und Wirkung: Ich rücke doch die Verantwortlichen nicht in diese (wie geschrieben: ferne) Nähe, sondern sie selbst rücken sich. Glaubst du, ich wäre auf die Foto-Idee gekommen, wenn sie zum Beispiel eine Demonstration organisiert hätten, oder zu einer Diskussionsrunde geladen? Oder wegen mir eine Aktion gemacht hätten, "Tausche Gewaltspiel gegen friedliches Spiel"? Es geht darum, ein Medium, das man als "Killerspiele" verunglimpft, in einen Container zu werfen, zu einem festen Termin, an einem öffentlichen Ort. Dadurch entsteht die Assoziation zur NS-Zeit in meinem Kopf (und anscheinend nicht nur in meinem), und das habe ich dann bebildert.

Khayet 13 Koop-Gamer - 1270 - 14. Oktober 2009 - 19:33 #

Meine Mutter hatte auch sofort die Assoziation, als ich ihr das erzählt hab. Du bist nicht allein, Jörg. ;)

Porter 05 Spieler - 2981 - 15. Oktober 2009 - 11:55 #

jedem hier der sich angeblich so gut mit der deutschen Geschichte auskennt sollte eigentlich schon beim Titel des Beitrags das Bild der Bücherverbrennung und der Begriff "entartete Kunst" ins Gedächnis gerufen worden sein.

das sich jetzt hier manche künstlich darüber aufregen das auf dem Bild Nazionalsozialisten zu sehen sind und meinen einen auf Moralapostel zu machen zeugt nur von der "Armut" mancher hier...

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 14. Oktober 2009 - 17:08 #

Wobei - ich finde es passend - weil was kommt als nächstes? DVDs mit Gewaltdarstellung? Bücher mit Gewaltbeschreibung? Videospiele zu vernichten, also ein Kulturgut zu zerstören und es wie ein Volksfest zu zelebrieren, kam das letzte Mal in Westdeutschland unter Hitler vor.

(Nebenbei mal schauen, wie das Aktionsbündnis auf meine kritische, aber sachlich-konstruktive E-Mail reagiert.)

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 14. Oktober 2009 - 17:14 #

Ich finds gut. Man darf solche Parallelen gern derart übertreieben finde ich.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12070 - 14. Oktober 2009 - 17:12 #

jaja wahrscheinlich geben Paar ihre spiele ab und die hälfte wird davon 5 straßen weiter wieder verkauft xD

so was sinnloses wie dumm sind eigentlich manche leute... naja warum frag ich eig xD

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 14. Oktober 2009 - 17:16 #

Sehr gute News!

Volksverdummung für die Massen endlich! Das haben wir ja auch schon 70 Jahre nicht mehr gehabt. Ich hab sowieso in letzter Zeit immer mehr das Gefühl das sich wieder braunes Gedankengut unter den Deutschen verbreiten ohne das es ihnen bewusst ist. Wie um alles in der Welt kann man auf so eine Idee kommen? Aber wenn wir schon dabei sind Dinge wegzuwerfen die wir nicht brauchen dann sind es ganz bestimmt solche Aktionisten. die stecken wir alle in einen Müllcontainer auf dem steht: "Macht den Aktionismus kaputt der euch kaputt macht!"

freu mich schon wenn ich in ein paar Jahren auch als Freund "entarteter" Kunst bezeichnet zu werden.

so das musste alles mal Gesagt werden! xD

Wolle (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 17:22 #

Jetzt lasst aber bitte mal die Kirche im Dorf. Die freiwillige Abgabe von Software gegen Entlohnung (Los) mit dem Verbot und dem symbolischen Verbrennen entarter Kunst und Literatur im Dritten Reich zu vergleichen, ist schon etwas übertrieben. Auch wenn ich die häufige pauschale Verurteilung von "Killerspielen" wie die meisten Spieler überhaupt nicht nachvollziehen kann; Hier seid ihr über das Ziel hinausgeschossen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 14. Oktober 2009 - 17:25 #

Ich kann mich täuschen, aber es wurde im Dritten Reich niemand gezwungen, plakativ seine "entarteten" Bücher auf dem Marktplatz zu verbrennen. Das haben die Leute schon freiwillig gemacht. Was meines nebelhaften (Schul-) Wissens nach irgendwann verboten war, war der Besitz solcher Bücher.

Wenn das jemand exakt weiß, würde es mich sehr interessieren.

prax 10 Kommunikator - 465 - 14. Oktober 2009 - 17:26 #

Und hier in diesem Fall wird man auch noch belohnt.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12070 - 14. Oktober 2009 - 17:28 #

jap stimmt auch!

Zasi 10 Kommunikator - 515 - 14. Oktober 2009 - 19:07 #

Du täuschst dich - etwas. Hier ist es eine Aktion von Privaten, die dazu aufrufen, dass andere freiwillig ihre EIGENEN Spiele öffentlich wegwerfen.

Die Bücherverbrennung im Dritten Reich ging (so wie ich das verstehe) hauptsächlich von Unis und dort den Studenten aus. Diese haben zum einen die öffentlichen Bibliotheken nach Büchern durchsucht und zum anderen mit "Stoßtrupps" Buchhändler zur Herausgabe der Bücher aufgefordert. Teilweise erfolgte dies mit Gewalt, zumindest war meistens das Eigentum von Dritten betroffen (s. http://zukunft-braucht-erinnerung.de/drittes-reich/wirtschaft-und-gesellschaft/343-buecherverbrennung-1933.html; http://www.verbrannte-buecher.de/t3/index.php?id=128). Der Staat hat nichts gegen diese illegalen Aktionen getan.

Von daher sehe ich schon einen Unterschied, ob ich nun mein eigenes Spiel wegwerfe oder Dritte mich dazu nötigen bzw. diese Eigentum der Unis vernichten. Insofern finde ich das Bild unpassend.

Hier geht es im Übrigen nur um das Spiel an sich, die Nazis wollten (und haben) dagegen auch die dahinter stehenden Menschen vernichten bzw. haben die Bücher auch deswegen verbrannt, weil sie von bestimmten Menschen geschrieben waren.

Jürgen Mayer (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:42 #

Muss dem User Zasi etwas widersprechen, da es sich bei sowas immer halt um eher symbolische Aktionen gehandelt hat - mit welcher Gewalt auch immer da im jeweiligen Fall vorgegangen wurde. Eben leider feierliche Anlässe, den Verboten im Alltag wurde in der Regel doch anders nachgegangen... Es ist darüber hinaus auch unklar unter welchen Umständen dort Spiele in einen (Müll-)Container geworfen werden sollen: durch Eltern welche vorher diese ihren Kindern abnahmen - wie noch?
Und "Sammlung", "Entsorgung" sind doch etwas beschönigende Begriffe aus meiner Sicht, wenn ein in Göppingen ansässiges Müll-Unternehmen offenbar Partner dieser Aktion ist.
"Vernichtung" passt da schon.
Zwar hätte auch auf etwas unverfänglicheres wie die "Aktion Schmöckergrab" im Nachkriegsdeutschland hingewiesen werden können, dort wurden allerdings schlechte (Comic-)Hefte gegen "gute Bücher" eher bloß eingetauscht. Da wird keine Müllabfuhr noch mit einem Logo präsent gewesen sein

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6394 - 15. Oktober 2009 - 15:44 #

Ich kann keine Quelle dafür nennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du recht hast.

Es geht nicht darum Leute dazu zu zwingen, was versucht wird ist eine Stimmung zu schaffen, in der Leute dies "freiwillig" tun. "Deine ganzen Nachbarn geben ihre bösen Medien ab, warum DU nicht?". Im South Park Film ist das bei der "Blame Canada" Aktion grandios überzeichnet worden, dort werfen die Bürger auf einmal ihre Alannis Morrisette CDs und Terrance & Philip Puppen ins Feuer. Zeigt sich, dass es gar nicht so überzeichnet war...

Ich habe viel Verständnis für die betroffenen Familien. Aber Spiele zu verbrennen oder zu verbieten wird wohl kaum den nächsten psychisch Kranken daran hindern Amok zu laufen. Der geht dann halt in den Schützenverein und liest Bücher über die Nazizeit um sein kaputtes Verhältnis zu Gewalt auszuleben.

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 14. Oktober 2009 - 17:26 #

Gute News und klasse Motivwahl Jörg!

Erschreckend - aber irgendwie bezeichnend für sovieles in diesem Land. Anstatt sich in der Tiefe mit Themen auseinanderzusetzen und zumindest zu versuchen, sie fair zu beleuchten und zu beurteilen, wird immer mehr pauschalisiert und polemisiert.

Sind Egoshooter wirklich ursächlich verantwortlich für Amokläufe? Ist das in irgendeiner Weise nachgewiesen? Anstatt die wirklichen Ursachen zu bekämpfen wird lieber wieder plakativ auf einem Thema herumgehackt, dass sich hervorragend als wehendes Banner vor sich hertragen lässt... Traurig.

Erschreckend finde ich vor allem, dass man dann zu solchen Aktionen kommt. Öffentlichkeitswirksam klar, aber was für eine Botschaft wird denn hier transportiert? Passanten, die sich vielleicht noch nie mit der Thematik Egoshooter auseinandergesetzt haben, werden diese als Teufelswerk dargestellt. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln - das ist keine kritische Auseinandersetzung, das ist auch nicht konstruktiv - das hat für mich schon erste Züge einer "Hexenjagd"...

Wie passend dass ich am Wochenende seit über einem halben Jahr mal wieder auf einer LAN bin. Call of Duty, Modern Warfare und CS Source liegen an. Ich freue mich schon - auf nette Leute, viel Gelächter, leckeres Essen - ein soziales Event wie viele andere auch...

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 14. Oktober 2009 - 21:09 #

ggf. kann man sich auf der junien mal zusammen setzen und darüber quaken, Meinungen ausstauschen unso^^

Henry 06 Bewerter - 98 - 14. Oktober 2009 - 17:29 #

Otenko, bring auf jeden Fall was hierhin, falls die Leute denn auf deine Mail antworten! :)

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 14. Oktober 2009 - 17:38 #

Oh mein Gott!
Wie kommt sowas rüber, ich hab mit meiner Großmutter gesprochen und die findet das sowas von unten durch. Wenn man sich an diese Zeit erinnert dann kommt sowas noch ärger hoch.
Außerdem gibt es in Deutschland Gesetze die regeln ob ein Spiel gespielt werden darf und WENN ein Spiel zu brutal ist landet es eh auf dem Index.
Als Spieler kann ich nur mal wieder den Kopf schütteln und hoffe dass sich solche Ideen nicht zu weit verbreiten.
Traurig, traurig...

Poledra 18 Doppel-Voter - 12230 - 14. Oktober 2009 - 17:58 #

sehr gute News!
Diese wohl nicht wirklich durchdachte Aktion zeigt wieder einmal die Hilflosigkeit der Betroffenen und das Unvermögen aller Beteiligten sich mit den wirklichen Ursachen auseinander zu setzen.
"Killerspiele" (was auch immer damit gemeint ist) einfach verbieten und entsorgen ist jedenfalls der falsche Weg.

General_Kolenga 15 Kenner - 2835 - 14. Oktober 2009 - 18:17 #

Bis jetzt ahbe ich vom Aktionsbündnis Winnenden nur Schnappsideen gehört.
Klar haben diese Leute viel durchgemacht, doch ihre Art der Verarbeitung ihrer Erlebnisse und ihre sogenannte 'prävention' gehen in die völlig falsche Richtung.

Leider wollen die auch gar nicht hören, dass das Murks ist, ich habe schon oft davon gehört, dass Leute das Aktionsbündnis angeschrieben haben und immer nur kamen ziemlich giftige Mails zurück.

amegas (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 14:26 #

Hallo,
kannst du bitte diese Antworten des AAW, mit dazu passenden Anfragen posten! Oder einen Link zu diesen? Denn in der Regel antwortet das AAW gar nicht.
Danke.

amegas, stigma-videospiele

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 14. Oktober 2009 - 18:50 #

Warum gibt es solche Aktionen nicht für Spiele, die es tatsächlich verdient haben, z.B. die x-te Version des Bus-, Müllabfuhr- und Landwirtschaftssimulators... -.-

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12200 - 14. Oktober 2009 - 18:54 #

Also ich finde die Bildwahl richtig. Es geht hier nicht um die Uniformierten auf dem Bild sondern um die Vernichtung von Kulturgut. Und daher sind dort klar Parallelen zu sehen. Das schlimme ist das wir in einer Demokratie leben und es trotzdem Menschen gibt die auf solche Ideen kommen.
Die Eltern haben natürlich mein Mitgefühl, trotzdem hätten sie selber wissen müssen in welche Richtung sie sich bewegen mit solch einer Aktion.

Lexx 15 Kenner - P - 3436 - 14. Oktober 2009 - 18:55 #

Ich finde das Bild passend. +1

Anonymous (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 19:00 #

Es kann schon sein, dass neue Medien einen schädlchen Einfluss auf die Psyche eines Menschen beitragen. Oder weitergefasst, die Konsumgesellschaft in ihren oberlächlichen Werten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Actionspiele das durch ihr Gameplay bewirken. An sich würde ich Spiele als positives Hobby einschätzen.

Sheak 13 Koop-Gamer - 1623 - 14. Oktober 2009 - 19:42 #

Ein sowas von falsches Zeichen. Ich hoffe, es kommt zu einer friedvollen Gegendemo, in der den Organisatoren ihr Handeln vor Augen geführt wird.

melone 06 Bewerter - 1512 - 14. Oktober 2009 - 20:00 #

Das Bild ist natürlich sehr ausdrucksstark und plakativ; in dem Zusammenhang hat's auch eine übersteigerte lustige Aussage. Inhaltlich halt ich's für daneben, da die Hintergründe verschieden sind.

Medienvernichtung a la "Macht kaputt was euch kaputt macht", haben ja auch nicht erst die Nazis erfunden; das haben die Menschen seit jeher immer mal wieder gerne praktiziert.

Ich bin ja immer noch von den Freedom Fries fasziniert.

Schweinegrippe (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 19:59 #

An Hintergründen ist immer was "verschieden".
Bild paßt gut.

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 14. Oktober 2009 - 20:33 #

Die Hintergründe bzw. besser: die Beweggründe für die Aktion sind aber in beiden Fällen falsch.

KeintollerNickname (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 20:53 #

Ich wohne in der nähe von Stuttgart - in Winnenden um genau zu sein - und habe noch nichts vor an dem Tag. Ich denke ich werde mal hingehen und mir die Aktion ansehen.
Auch wenn ich die Ansichten von dem Aktionsbündnis nicht wirklich teile will ich mir dass doch mal ansehen und schauen wieviele da etwas abgeben. Ich hoffe allerdings dass sind nicht viele.
Zumal solche Aktionen vermutlich keinen Amoklauf verhindern werden. Genau so wenig wie die straffreie Abgabe von illegalen Waffen (die teilweise ja auch von den Städten dann offiziel weiterverkauft wurden). Die traurige Wahrheit ist wohl das es irgendwann wieder einen Amoklauf geben wird und es wohl keine Möglichkeit gibt dass zu verhindern. Man kann nur versuchen so viele Gefährdete wie möglich rechtzeitig zu erkennen und ihnen zu helfen.
Durch Columbine wurde die Idee des Amkolaufs an einer Schule populär gemacht und davon lassen sich dann "inspirieren" die ebenfall eine Wut im Bauch haben, die sie nicht mehr bewältigen können. Mit jedem weiteren Amoklauf wird also die Entscheidung zu dieser endgültigen Lösung für einen Gefährdeten größer - ein Teufelskreis quasie.
Natürlich bin ich kein Psychologe, dass ist nur meine wilde Theorie.

Trabbi 12 Trollwächter - 1040 - 14. Oktober 2009 - 21:01 #

Danke für die News und die gut geführte Diskussion! Ich hatte sofort die gleichen Gedanken, als ich die Nachricht heute das erste mal las. Ich war Jahre lang im Bereich der Antifa tätig und halte die Benutzung dieses Bildes für absolut legitim! Die Prügel, die unser Hobby heute kassiert, haben andere Kunst- und Medienrichtungen zu ihrer Zeit auch abbekommen. Die "entartete" Literatur und Kunst in den 30ern ist sicherlich das bekannteste Beispiel. Aber fragt Eure (Groß-)Eltern mal, wie die sich bzgl. Rockmusik, Jeans und langen Haaren gegenüber den engstirnigen Ihrer Zeit verteidigen mussten.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2199 - 14. Oktober 2009 - 21:06 #

Menschen sind dumm. Sehr dumm.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 14. Oktober 2009 - 21:13 #

Ich finde das Bild auch mehr als gerechtfertig. So wie man in den Wind schreit, so schallt es eben heraus. In einer Zeit wo man sich für nix Rechfertigen darf ohne von der Welt direkt wieder als Nazi beschimpfen zu lassen, darf man sich über so eine Reaktion nicht wundern.

Haschbeutel (unregistriert) 14. Oktober 2009 - 21:29 #

Wie gleich die Moralwächter wieder kommen und wegen so einem Bild meckern - DAS ist traurig.

Außnahmsweise gute News und Bilderwahl - war auch mein erster Gedanke, als ich heute Mittag die Seite von jemandem gelinkt bekommen habe. Soetwas sollte verboten werden, was da abgezogen wird. Mit tiefstes Mitgefühl, dass die dort jemanden verloren haben, der ihnen mehr Wert war, als alles, was die Welt sonst zu bieten hat, aber SOWAS ist widerlich.

Warum verbrennt man nicht die ganzen SAW- und Hostel-Filme, weil dort Menschen gequält werden oder die Psychothriller-Romane, die einem in die Täterrolle schlüpfen lassen und alles detailliert beschreiben ... achso, dann sind wir ja wieder beim obigen Bild. Hachja, ...

Übrigens habe ihc noch eine Frage: "[...] die das Töten von Menschen simulieren!" ... fällt darunter auch "Die Siedler" oder "Age of Empires" ?

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 15. Oktober 2009 - 11:50 #

eigentlich schon. nur passt sowas nicht in das Gedankengut der "Killerspielgegner". Es kann ja nicht sein das in einem knuffigen spiel wie die Siedler Menschen umgebracht werden und das Einfluss auf uirgendwen haben könnte. Und im Bezug auf Saw und Hostel stimme ich dir komplett zu. Wer solche Filme auch noch gut findet sollte sich vllt mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen!

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 15. Oktober 2009 - 14:20 #

Und somit begibst du dich auf dasselbe Level, wie die Gegner von "gewalthaltigen Computerspielen". Nur weil dir solche Filme nicht gefallen, sind die, die das anders sehen, gleich geistig nicht ganz sauber, oder wie?

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 16. Oktober 2009 - 22:08 #

naja ich finds schon irgendwie krank wenn sich Leute dadrüber freuen das andere Menschen verstümmelt und abgeschlachtet werden. Auch wenn ich da jetzt verbal haue kriege und mit Killerspiel-Hassern gleichgestellt werde....

Apokalypse 17 Shapeshifter - 6613 - 14. Oktober 2009 - 21:39 #

Ich habe gerade eine großartige Idee. An dem Tag, an dem diese Aktion stattfinden wird, einfach daneben sitzen und ein Schild hochhalten. Auf dem Schild steht:

-Kaufe Videospiele, zahle 2,00 Euro.

Und dann will ich mal wissen was mehr Zulauf bekommt. Der Wegwurf der Spiele oder deren Verkauf.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 14. Oktober 2009 - 21:43 #

Da dort wohl hauptsächlich "besorgte Eltern" erscheinen werden, die ihren Kindern in der Hoffnung auf ein tolles Trikot die Spiele weggenommen haben - naja, wohl die "tolle" Aktion der Winnenden-Opfer-Eltern.

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1276 - 14. Oktober 2009 - 21:56 #

Das Bild ist gut gewählt, den Punkt auf den es hinweisen soll ist völlig klar. Das hier wieder einige mit der Naziekeule kommen ist typisch als deutscher muss man da ja sensibel reagieren...

Solche öffentlichen "Veranstaltungen" egal welcher Zeit hatten am Ende immer das gleiche zu Verantworten und genau DARUM gehts.

Ich finde es schade das die Familien der Opfer sich so instrumentalisieren lassen. Ich glaube einfach nicht das sie so verblendet sein können und diesen schmuh glauben.
Tauscht deren Seelsorger aus die werden aus der falschen Ecke ehrenamtlich "betreut"

SayWhatTF 15 Kenner - 3351 - 14. Oktober 2009 - 22:06 #

Ich besitze auch einige Bücher zu PC-Spielen
MUSS ich die nun auch, als "guter Bürger", in die Tonne schmeißen? O_o

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1563 - 14. Oktober 2009 - 22:16 #

Harte News.. Bin mir nicht sicher ob mir der Vergleich gefällt, aber die Aktion des Bündnisses gefällt mir auch nicht..

rated-cm 09 Triple-Talent - 281 - 14. Oktober 2009 - 22:36 #

gut geschriebene News und auch passendes Bild, da es ja nur um die Vernichtung des Kulturgutes geht.

Ob es Eltern geben wird die ihren Kindern die Spiele jetzt abnehmen und am 17.10. zum Container bringen? Kann mir nämlich nicht vorstellen, das jemand freiwillig seine Spiele abgibt für die er Geld bezahlt hat...

Hab mir auch mal aus Neugierde die Homepage von diesem Aktionsbündis angeschaut und die Ziele durchgelesen. Klar diese Menschen haben jemanden verloren was man vielleicht hätte verhindern können aber die Ziele die dort aufgelistet werden sind stellenweise einfach nur dumm...
-Verbot von Killerspielen die dazu dienen Menschen zu ermorden. (WTF!?)
-keine Verherrlichung der Gewalt in den Medien. (rund um die Uhr Musikandenstadl ;-) )

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1785 - 15. Oktober 2009 - 13:43 #

Erster Gedanke: Bücherverbrennung; aber den hatte ich auch bei den Verbotsdiskussionen ansich schon.

Zweiter Gedanke: Die spinnen die Winnendener .. die Einen laufen Amok gegen Menschen, die Anderen Gegen Spiele. Verrückte Welt da unten.

/* Selbstzensur, um flaming zu verhindern. Die Diskussion sollte nicht zu hoch kochen. */

Wie viele Amokläufe muss es noch geben, bis man nicht mit einem nackten Zeigefinger (fast ausschließlich) auf (Computer-)Spiele zeigt? Wahrscheinlich muss erst jemand Amok laufen, wenn schon alle Spiele dieser Welt verboten wurden und nicht mehr gespielt werden können. Leider wird man dann auch verlernt haben zu spielen -.^

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 0:53 #

[von Floyd Ryan]In meinen Augen ist das für diese News gewählte Bild absolut pietätlos.
Es ist ein großer Unterschied ob aus einem radikal-ideologischen Beweggrund massenhaft Kulturgüter in ritualisierter Form vernichtet werden, oder ob trauernde Eltern dazu aufrufen in ihren Augen menschenverachtende Computerspiele wegzuwerfen. Ja, es handelt sich um einfaches Wegwerfen und der Vergleich mit der Müllverbrennungsanlage ist aus meiner Sicht wirklich an den Haaren herbeigezogen und albern.

Was dieses Thema angeht, habe ich mir wirklich mehr erwartet von der GG-Redaktion. Was glaubt ihr eigentlich, würden Eltern die ihr Kind im einem sinnlosen Amoklauf verloren habe beim Anblick dieser News empfinden? Selbstverständlich ist die "Wegwerf"-Aktion übertrieben, aber es geht nicht darum Ideale zu zerstören wie bei "klassischen" Bücherverbrennungen und Spiele wie CoD sind sichlich keine ideelle Kulturgüter, genauso wenig wie hunderte Filme wie zB Transformers. Es ist auch durchaus Kritik an dem Aufruf angebracht, nur bei weitem nicht in dieser abstoßenden Form. Diese Form bewirkt nur eine Verschärfung der Konflikte. Dabei wäre es an der Zeit von beiden Seiten aufeinander zuzugehen. Wenn es eine Gesellschaft gibt, die kompetent sein sollte sich kritisch mit Gewalt in Computerspielen auseinanderzusetzen, dann sind das WIR! Stattdessen werden nur weitere Kohlen in des Feuer des Konflikts geworfen. Und darüber bin ich einfach nur enttäuscht. Vielleicht solltest du dir darüber klar werden, dass du die Gefühle einiger Menschen mit dieser Form der Bagatellisierung verletzt. Und ich glaube auch nicht, dass es dafür eine Rechtfertigung gibt, ganz im Gegenteil. Wir machen einen großen Fehler wenn wir uns weiterhin nur echauffieren, anstatt objektiv zu diskutieren. Und das beinhaltet auch Kritik! Kritik an übertriebener und unreflektierter Gewalt.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12200 - 15. Oktober 2009 - 7:38 #

Es kann aber auch nicht sein das die Videospieler ständig objektiv bleiben sollen und die Gegenseite kann machen was sie will. Als Videospieler wird man kriminalisiert, gleichgesetzt mit Kinderschändern und Psychopathen. Und das nur weil einige dieses Hobby nicht verstehen. Ist ja auch ok wenn sie sich nicht dafür interessieren. Aber nur weil ich etwas nicht mag oder verstehe, will ich es sicher nicht verbieten lassen. Denn dann sind wir schneller wieder da wo wir vor über 60 Jahren aufgehört haben.
Und auch Filme wie Transformers sind nunmal Kunst. Und das selber gilt für Titel wie CoD.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 15. Oktober 2009 - 1:44 #

Zur News: Richtig so. Sowohl Text als auch Bild sind 100% IO und gerechtfertigt. Ein gesundes Maß an Provokation hat noch niemandem geschadet, im Gegenteil.

Zur Aktion ist zu sagen: Vollkommener Mumpitz. Und was bringt diese Aktion? So führt man keine reflektierte Auseinandersetzung mit einem Thema, und Trauerarbeit sieht auch anders aus. Das ist nichts anderes als ein billiger PR-Stunt der Pro-Pfeiffer-Fraktion.

Ich wohne leider zu weit von Stuttgart entfernt, um da persönlich aufzuschlagen, aber bitte bitte organisiert eine Gegendemo. Ich weiß ja nicht, wie es "der Spieler" an sich hat, aber ich spiele gerne Left 4 Dead, Unreal Tournament oder Dead Space. Aber ich spiele auch genau so gerne Sachen wie Peggle, Super Mario Bros. oder ein beliebiges Rennspiel. Und langsam fühle ich mich - besonders durch solche Fundamentalisten, die ihre persönliche Leidensgeschichte wie einen Schild vor sich hertragen, in meinen persönlichen Freiheiten angegriffen, und zwar massiv.

Computerspiele töten keine Menschen.
Menschen töten Menschen.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 10895 - 15. Oktober 2009 - 5:50 #

Was für eine bescheuerte Aktion. Der Gedanke an die Bücherverbrennung ist da echt nicht allzu fern. Manchmal frag ich mich echt, wie so manche Menschen ticken. Echt schwer nachvollziehbar...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 72866 - 15. Oktober 2009 - 8:02 #

Es wäre besser sie würden einen Container aufstellen in den man Waffen etc. werfen kann.

Waffen töten, keine Computerspiele.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 10895 - 15. Oktober 2009 - 12:17 #

Nicht Computerspiele, nicht Waffen, Menschen!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 72866 - 15. Oktober 2009 - 15:01 #

Die Waffen in den Händen halten.

Bevor man Computerspiele "vernichten" will, sollte man das mit Waffen tun.

t-borg 14 Komm-Experte - 2066 - 15. Oktober 2009 - 9:26 #

Ich bin sprachlos. Zum einen über diese Aktion und zum anderen über die Reaktion anderer darüber.

Ich kann für mich nur festhalten, dass das wichtigste immer noch ist, jenen Leute, die nach Verboten und Einschränkungen verlangen, zu erklären, das der Fokus auf Computerspiele der falsche Ansatz ist und man sich damit beschäftigen muss, wieso Menschen solche Taten ausführen. Und dann wird man sehen, dass viele andere Faktoren hier mit reinspielen: sozialer Umgang, Fernsehen, Erziehung,...

Ansonsten kann ich nur die folgende Seite allen jenen empfehlen, die glauben, Computerspiele machen Amokläufer: http://stigma-videospiele.de

Russvik 07 Dual-Talent - 123 - 15. Oktober 2009 - 10:02 #

Hab mich genauso an die Bücherverbrennung damit erinnert und der Sinn dieser Verbrennung ging auch nur dahin in Ihren Augen undeutsches Gut zu vernichten. Nun gibt es vieleicht nicht soviele Deutsche Software Schmieden die Shooter entwickelt haben, trotzdem empfinde ich als Entwickler von Software dort genau den gleichen Ansatz. Es geht ja trotzdem darum Gedankengut zu vernichten was den Leuten halt nicht in den Kram passt.

Und bitte, Jörg hat da ein sehr gutes Bild gewählt was dazu auch "neutral" ist. Nur weil dort ein paar Soldaten salutieren ist es noch lange nicht anstössig(beim Hitler Gruß würd ich es auch nicht ganz passend finden). Vergesst mal nicht das dies eine ganze Kompanie jedes Jahr einmal in Berlin mach, dagegen sind zwar auch Leute aber das ist auch wieder ein etwas anderes Thema. Ach und, ich bin 28 und es belastet mehr und mehr immer noch als Nazi bezeichnet zu werden obwohl es heute in jedem Land soviel kleinen Rassismus gibt, wir sind "immer" das Beispiel. Und ja ich erinnere mich an meine Geschichtsunterricht trotzdem, aber trotz dessen ist man es leid auch von Deutscherseite erstmal runter gemacht zu werden wie derzeit wieder ein paar Leute. Das gleiche betrifft den Ruf des Gamers, ich trau mich oftmals schon nicht mit Leuten die ich nur etwas kenne oder in meinem Praktikum gerade über Call Of Duty: MW2 zu quatschen oder über Battlefield Bad C. 2, man fühlt sich ja dann sowieso abgestempelt.

McStroke 14 Komm-Experte - 2294 - 15. Oktober 2009 - 12:11 #

Ich hab mich gezwungen gesehen dem Aktionsbündnis Winnenden eine Email zu schreiben und sie auf die Parallelen zum Dritten Reich und der unsäglichen Verteufelung von Actionspielen hinzuweisen, mal sehen ob ich eine Antwort bekommen werde, wenn ja werde ich sie natürlich hier veröffentlichen bzw. GamersGlobal zur Verfügung stellen.

Porter 05 Spieler - 2981 - 15. Oktober 2009 - 12:15 #

wenn die ihren Denkvorgang nicht beschnitten hätten wären die da schon selbst drauf gekommen.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 15. Oktober 2009 - 23:49 #

Das wird wahrscheinlich nicht passieren. Ich im Frühling den Verfassern des "Kölner Aufrufs" ebenfalls eine lange, kritische, aber sachliche E-Mail zum Thema Actionspiele geschickt und warte heute noch darauf, daß da eine Antwort kommt.

Für Herrschaften wie die, die hinter dem Kölner Aufruf oder diesem Aktionsbündnis stehen, sind die Gegenstimmen leider nur verirrte Schafe, die nicht mehr zu konvertieren und daher zu ignorieren sind. Oder einfacher: Die biegen sich die Welt zurecht, wie sie es brauchen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 12:31 #

Danke für die vielen Kommentare. Ich akzeptiere, dass einige von euch die Verwendung des Fotos als pietätlos oder unpassend empfinden, und kann den Standpunkt auch nachvollziehen.

Dennoch: Ich halte die Verwendung für gerechtfertigt, weil es ein bekanntes Motiv über die Bücherverbrennung ist, und um diese Allegorie geht es. Wer das Bild mit dem Originalfoto vergleicht, wird übrigens feststellen, dass ein Teil der Uniformierten sowie eine Hakenkreuzflagge fehlen (einfach durch die Wahl des Bildausschnitts). Der "Scheiterhaufen" soll im Vordergrund stehen.

Ich halte generell die öffentliche Vernichtung von Medien (Büchern, Schallplatten, Spielen) -- sofern es nicht z.B. Raubkopien sind -- , für einen ganz schlimmen Vorgang, egal, ob er nun ideologisch motiviert, (unrechts-) staatlich angeordnet oder aus anderen Gründen (Trauer, Zorn, Rache, Gutmenschentum) geschieht. Da schwingen für mich immer Themen mit wie Zensur, Ignoranz, Totschweigen statt Diskutieren, Wegschließen statt Sich-beschäftigen.

Und ich halte es nicht für weit hergeholt, dem Sammeln von "Killerspielen" in einem Container die Vernichtung dieser gesammelten Spiele als logische Konsequenz zuzuordnen. Es ist schließlich nicht davon auszugehen, dass die Spiele danach einem guten Zweck zugeführt werden -- den kann es qua Definition "Killerspiele" seitens der Veranstalter ja nicht geben.

Eine Bitte: Auch wenn das offensichtlich ein emotionales Thema für viele von uns ist, wollen wir hier sachlich diskutieren. Egal, ob jemand die News und Motivwahl "gut" oder "nicht gut" findet. Wir wollen hier keine Beschimpfungen wie "Idiot" lesen. Und auch sprachliche Abfälligkeiten gegenüber dem Aktionsbündnis haben hier nichts zu suchen.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 14:55 #

[von Floyd Ryan]Aber du scheinst zu übersehen, dass du dabei tatsächlich ideologisch motivierte Bücherverbrennungen, mit einhergehender Deportation von Andersdenkenden, gleichsetzt mit dem Aufruf zum Wegwerfen zum Teil moralisch fragwürdiger Computerspiele. Das Thema ist ganz klar eine Gratwanderung, aber du bist deutlich auf der falschen Seite gelandet. Es ist eben ein Unterschied ob man so einen Vergleich als User in einem Kommentar zieht, oder ob du als Chefredakteur so ein plakatives Teaserbild einsetzt. Zusätzlich hast gerade als Chef einer Seite mit einem User-System wie hier eine besondere Vorbildfunktion gegenüber der durchschnittlich doch eher jungen Community, da solltest du meiner Meinung nach nicht noch weiter zur bestehenden Geschichtsverklärung beitragen. Und eine simple Einteilung wie "gut" oder "nicht gut" geht auch in diese Richtung. Deine Rechtfertigung mit einer Assoziation ist definitiv Verklärung. Nicht jede Assoziation sollte sofort groß plakatiert werden.

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 15:16 #

Bei dir scheint das System ja gegriffen zu haben. 100%iger Erfolg.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:31 #

[von Floyd Ryan]Ist mir nicht klar was du meinst. Welches "System"?

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 15:33 #

Und anhand deiner Aussagen und meiner darauf erfolgten Einschätzung, lege ich auch absolut keinen Wert darauf ob du es verstehst oder nicht.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:37 #

[von Floyd Ryan]Ich glaube, du hast einfach keine Ahnung wovon du sprichst. Aber lassen wir das.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1785 - 15. Oktober 2009 - 16:10 #

Die Assoziation ensteht doch aber aufgrund einer ähnlichen Motivation seitens des Vereins. Die Bücherverbrennung steht für das (freiwillige) Vernichten von Schriften, die von jetzt auf sofort nicht mehr erwünscht waren. Mit den Spielen passiert doch bei der Aktion des Vereins nichts anderes. Es ging Jörg sicher um diese Tatsache, nicht um einen Vergleich zu den "Nazis"; also lassen wir die Kirche im Dorf. Aufgrund der o.g. Feststellung steht hier ja niemand auf irgendeiner oder gar der falschen Seite.

Die Aktion klingt für Spieler, wie eine Kampfansage.
Die Aktion regt nicht zur Diskussion an, sondern ist Öl, das man ins Feuer gießt.
Die Aktion hat keinen nennenswerten Effekt, außer (medienwirksame?) PR.
Sie löst weder Probleme, noch setzt sie sich kritisch mit ihnen auseinander.

Also was soll das?

amegas (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 13:03 #

Hallo,
dies ist der Link zum Entsorgungsunternehmens das mit dem AAW bei der Aktion zusammenarbeitet.
adresse: du-willkommen. de

Zu den Theorien was mit den Games passiert: Nochmals. Ein Entsorgungsunternehmen ist Partner der Aktion. Auf gut Deutsch: Die Müllabfuhr. Was ja auch eine gewisse (erwünschte?)Symbolik hat.
Ich denke es gibt nur ein Szenario. Die Spiele werden später medienwirksam(mehr oder weniger) zerstört dann geschreddert und recycelt. Das Recycling Szenario entspricht am ehesten dem AAW und der Philosophie(Selbstdarstellung Online) des Entsorgers. Sprich aus grausamen “Killerspielen” werden “Schüsseln für die Dritte Welt”…

mfg
amegas, stigma-videospiele

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13616 - 15. Oktober 2009 - 14:32 #

Ich halte von diesem ganzen Bündnis nichts, und von dieser Aktion am 17.10 schon gar nichts. Die Bildwahl finde ich absolut in Ordnung, da mein erster Gedanke genau in die gleiche Richtung ging. Auch wenn viele sagen, dass der Vergleich mit der Bücherverbrennung hinkt, ist es doch schon erstaunlich, dass viele genau diesen Gedanken damit verbinden.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 14:52 #

Ich finde das Bild auch mehr als passend. Das Bündnis und die geplante (braune) Aktion ist sowas von abstoßend, aber, hey, sollen die doch die Spiele vernichten. Dann sieht die Welt nämlich mal das wahre Gesicht von diesem ach so tollen Aktionsbündnis! Hoffentlich wachen dann die Politiker mal auf und sehen, was die da für einen braunen Mist unterstützen. Auch sieht man an dieser Aktion sehr gut die eingeschränkte Sichtweise des Bündnisses: Killerspiele verbieten Waffen verbieten und schon hat man eine heile Welt.

Mich bestärkt diese Aktion nur noch mehr: Egoshooter (nicht Killerspiele!!!) sind und bleiben für mich eine unübertroffene Kunstform, ja gar ein Kulturgut, das man mit solchen platten Methoden nicht vernichten kann.

Für Killerspiele, gegen Spielekiller!!!
Gaming is not a crime!

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:00 #

[von Floyd Ryan]@Jörg:

Genau das meine ich. Du lieferst den Usern hier eine perfekte Vorlage sofort alle Beteiligten als "braun" zu verleumden. Ist das deine Absicht gewesen?

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 15:19 #

Die Beteiligten haben das ganz alleine geschafft. Wenn du dich mal auf anderen Seiten und Bloggs umschaust wirst du sehen das Jörg nicht der einzige mit dem Gedanken ist.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:34 #

[von Floyd Ryan]Ach so, weil die anderen es auch machen, hat Jörg recht. Sehr gut!

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:06 #

Ich bin zwar kein Gamer, aber ich sehe keine Korelation zwischen CS und Amokläufen. Ich weiß sogar CS von AA zu unterscheiden ;-)
Die Diskussionen hier (wegen Bild) sind interessant und sie zeigen, dass schon allein in so einem Forum die allerunterschiedlichsten Meinungen zusammen kommen - und das gefällt mir.

Am 17.10. bin ich in Stuttgart und schau mir das an!

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 15. Oktober 2009 - 15:22 #

@Floyd: Das ist aber weniger Jörgs Problem als eher eine Frage der jeweiligen Intelligenz und Differenzierungsfähigkeit des Users.

Wenn Du Dich selbstkritisch betrachtest, kannst Du ein gewisses Scheuklappendenken auch nicht leugnen. Zu Deinem ersten Post - sicherlich ist es tragisch und schrecklich, was in Winnenden passiert ist. Ich finde es aber nicht in Ordnung, den Betroffenen jetzt einen Freibrief auszustellen. Falschen Schlüssen bezüglich der Ursachen für den Amoklauf und blinden Schuldzuweisungen sollte meiner Meinung nach dennoch widersprochen werden. Trauer, Schmerz und Leid sind fürchterlich, aber kein Grund oder Entschuldigung für das plakative Anprangern eines Sündenbocks - und nichts anderes sind doch die Computerspiele in diesem Kontext.

Das sendet nicht nur eine falsche Botschaft sondern bekämpft auch nicht die Ursachen der Tat. Einen Gefallen tut das Aktionsbündnis somit letztendlich niemandem.

Jörgs Bildwahl zielt in meinen Augen genau darauf ab - blinder Aktionismus aus falschen Motiven. Den Kontext zum dritten Reich sehe ich hier primär nicht - leider wird dieser in Deutschland aber bei jeder Gelegenheit nach wie vor an den Haaren herbeigezogen.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:38 #

[von Floyd Ryan]Ich habe an keiner Stelle diese Aktion für gut geheißen. Ich halte sie für übertrieben und radikal, da besteht gar kein Zweifel. Es ist Jörg, der dadurch keinen Freibrief besitzt Bezüge zum Nationalsozialismus herzustellen. Beide Seiten verhärten die Fronten.

Inwiefern ich dabei Scheuklappendenken zeige, verstehe ich nicht.

Ein NS-Bild ist also an den Haaren herbeigezogen?

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 15. Oktober 2009 - 15:48 #

Ist Dir Kommunikationspsychologie ein Begriff? Watzlawick, Schulz von Thun etc...

Jörg stellt keine Bezüge zum Nationalsozialismus her - das ist nur Deine Interpretation! Ich sehe zB. auf dem Bild in erster Linie eine Bücherverbrennung, welche im Fokus steht. Du siehst primär den Bezug zur NS-Zeit, das wird bei vielen anderen nicht so sein. Sender - Intention des Senders - Botschaft - Empfänger - Prägung des Empfängers - Interpretation...

Das meine ich mit Scheuklappendenken. Du siehst, was Du sehen willst, nicht zwangsläufig das, was Jörg in dem Motiv gesehen hat und was seine Intention ist. Für mich zB. ist das kein NS-Bild - für mich ist das schlicht eine Bücherverbrennung. Ob das nun die Wehrmacht, Taliban, die Heilsarmee oder Kosaken waren ist zweitrangig - es geht um die Handlung an sich aus den falschen Motiven.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:54 #

[von Floyd Ryan]Was soll ich dazu sagen? Ich glaube Watzlawick ist ein hier etwas unangebracht. Das Foto zeigt doch eine NS-Bücherverbrennung, oder nicht? Es wäre etwas anderes, wenn hier ein gezeichnetes Bild von einem brennenden Bücherhaufen verwendet worden wäre. Jörg hat auch schon die Assoziation zum NS-Regime zugegeben, also was soll diese Diskussion?

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 16:03 #

Da verwendet wohl wer die Scheuklappen im Doppelpack.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 15:49 #

Hey Leute, die Industrie hat bereits auf die geplante Aktion reagiert. Es gibt schon T-Shirts mit dem Aufdruck: "Wer Computerspiele kriminalisiert, verbrennt auch Bücher!" Das fasst die Diskussion hier doch schön zusammen^^ Werde mir gleich auch eins bestellen :)

McStroke 14 Komm-Experte - 2294 - 15. Oktober 2009 - 15:59 #

Ich klinke mich nochmal in die Diskussion ein...

Ich finde das Bild ebenfalls sehr passend, da es markant das umschreibt worum es bei dieser Aktion geht, unliebsame Medien zu vernichten. Ich unterstelle dem Aktionsbündnis keine nationalsozialistische Gesinnung, aber ihr Handeln hat eine gewisse ähnlichkeit mit den Bücherverbrennungen in totalitären Systemen. Ob da jetzt Nazis oder Rotgardisten im Hintergrund stehen ist für die Diskussion unerheblich. Ich denke ein Journalist der für mündige Bürger schreibt darf ein Mindestmaß an Intellekt voraussetzen....da muss man nicht immer direkt Geschichtsverklärung oder mangelnder Respekt gegenüber der Opfer des Nationalsozialismus schreien.

Das was im Nationalsozialismus passierte darf nicht in Vergessenheit geraten, und gerade deswegen finde ich es wichtig dieses Bild zu nutzen, damit sich das von damals nicht wiederholt, egal unter welchem Vorwand.

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 15. Oktober 2009 - 16:01 #

Das hat er nicht. Siehe:

"Es liegt mir fern, die Familien der Opfer (die ganz sicher selbst als Opfer zu betrachten sind) in die Nähe der Nationalsozialisten zu rücken. Aber ihre geplante Aktion hat für mich in ihrer Symbolik eine leichte Nähe zu Aktionen wie der im Foto gezeigten Bücherverbrennung der Nationalsozialisten."

Schade (ernst gemeint, nicht als Vorwurf zu verstehen) das Du nicht in der Lage zu sein scheinst, hier zu abstrahieren. Es geht um die Aktion, nicht um die Nazis. Diese stellst DU alleine in den Vordergrund. Parallelen zwischen Nazis und den Mitgliedern des Aktionsbündnisses zieht niemand - einzig und alleine zwischen dieser einen Handlung bzw. Aktion.

Kennst Du "Anmerkungen zu Hitler" von Sebastian Haffner? Sehr empfehlenswert, eines der ganz wenigen Werke, welches sich differenziert mit dieser Thematik auseinandersetzt. Aber leider ist es in Deutschland nach wie vor weitverbreitet, stattdessen lieber den großen Nazistempel zu schwingen.

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 16:04 #

@BolleY2K
Gibs auf, hat eh keinen Sinn und ist Zeitverschwendung ;)

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 15. Oktober 2009 - 17:40 #

@prax: Mäßigung, bitte. Keine persönlichen Attacken.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 16:15 #

[von Floyd Ryan]Nein, Jörg hat schon gesagt, dass er "kleine" Parallelen sieht. Und er Stellt das Wegwerfen von Spielen auf eine Stufe mit Verbrennung und Verfolgung. Man kann doch kein Bild von einer NS-Bücherverbrennung verwenden und sich dann von dem Vergleich distanzieren. Das ist doch widersprüchlich. Für mich ist dieser Vergleich absolut pietätlos, für euch offenbar ok. Nur weil eine kleine Gruppe von Menschen eine irrelevante Aktion plan, stellt ihr gleich Bezüge zu Volksverhetzung her. Wie auch immer, allen ihre eigene Meinung. Ich klinke mich hier aus.

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1563 - 15. Oktober 2009 - 21:49 #

Ich kann Floyd hier nur zustimmen. Der Vergleich ist einfach zu hart. Auf der einen Seite trauernde Eltern und auf der anderen Seite ein menschenverachtendes Regime.
Wenn WIR wollen, dass objektiv über Spiele geredet wird, dann dürfen nein MÜSSEN (!) wir objektiv bleiben, sonst begeben wir uns auf die gleiche Stufe wie all die Politiker die mit Falschheiten und Halbwahrheiten versuchen Stimmung zu machen.
Populistische Behauptungen sind doch genau das, was wir der anderen Seite vorwerfen.
@Prax und Co. bleibt doch bitte sachlich und teilt nicht gleich aus, wir sind hier doch nicht bei Youtube..

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 15. Oktober 2009 - 16:56 #

Ich hoffe mal keiner kommt am Samstag zum Container und die stehen da umsonst in der Kälte rum und frieren. Also wirklich: Spielevernichten unter dem Deckmantel von Betroffenheit und mangelnder Sachkompetenz. Wirklich schwach vom AAK aber da wird eben nach gewissen "Pfeiffern" getanzt, wie mir scheint.
Auch wenn die Aktion klein ist und wohl kaum Beachtung finden wird, vergiftet sie doch nachhaltig das Klima weiter zwischen Politik und Videogamern....

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 15. Oktober 2009 - 17:07 #

@Floyd: Du verstehst es einfach nicht, schade. Verbrennung von Büchern ist das eine, Verfolgung und Volksverhetzung das andere. Du bist der einzige, der hier einen Bezug zu letzteren Themen sieht - dieser ist weder gewollt noch primär gegeben. Das ist - wie schon erwähnt - einzig und allein Deine Interpretation.

Von dem von Dir unterstellten Bezug zu Volksverhetzung distanziere ich mich übrigens ausdrücklich - so eine Behauptung finde ich eine Frechheit Deinerseits! Etwas derartiges habe ich nirgendwo geschrieben.

Abschließend nochmals, ich finde es schade, dass Du nicht zumindest versuchst das ganze einmal objektiv zu sehen. Ich habe gelernt, wenn alle etwas anders sehen als ich, dann sollte ich mich zumindest einmal fragen, ob mein Standpunkt vielleicht der falsche ist...

MfG

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1563 - 15. Oktober 2009 - 22:26 #

Du kannst keinen Vergleich zu einem Teil des Naziregmies ziehen ohne eine Assoziation zum "Rest" des dritten Reichs herzustellen. Das haben schon viele Politiker versucht und haben danach ihren Hut genommen. Volksverhetzung ist das hier sicherlich nicht, aber es ist einfach ein Vergleich der hinkt. Und um deinen Vorwurf an Floyd nochmal aufzugreifen, bitte versuche doch zu überlegen wie objektiv deine Gedanken zu diesem Thema sind. Das ist jetzt keine Provokation von mir, sondern ein Versuch die Fronten etwas abzuschwächen..

da_evil (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 17:09 #

Es ist sehr bedauerlich, dass das ganze in eine Art Hexenjagt hinausläuft.
Ist doch wieder typisch, greifen wir uns das erst beste und prangern es an.

Die einen möchten sich Politisch in Szene setzen bzw. wieder einmal davon profitieren und leiten die Hinterbliebenen, welche in Tauer,Wut,nicht verarbeiteten Traumatiesierung ein Ventil oder greifbaren Schuldigen suchen/brauchen in die falsche Richtung.
Viele von denen die es nicht besser wissen "wollen",sich nicht einmal informieren, geschweige denn mit der Thematik (Gewalt beinhaltenden Spielen FÜR ERWACHSENE, USK, bestehenden Rechte) auseinandersetzen stürmen vorne weg oder trotten einfach blindlings hinterher.

Letztendlich ist man als Spieler diese Aktionen doch nur noch leid und hat wenn man sowas lesen muss etwas Wut im Bauch, aber wie dem auch sei, was bleibt für solche Leute mit so viel Kurzsichtig-/ Engstirnigkeit ist nur noch Mitleid.

Naja, hoffen wir mal, das sie mit der Zeit auch die anderen Brennpunkte abklappern.
Es fängt doch heute alleine schon beim Umgang der Kinder und Jugendlichen miteinander an.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 18:56 #

Über die Verwendung des Begriffs "Hexenjagd" kann man genauso streiten. Die Hexenverfolgung war unvorstellbar scheußlich.

Aber nun mal ehrlich. Auf die genau abgemessenen Umstände und Hintergründe kommt es bei einem Vergleich von Aktionen an sich nicht an.

Gadeiros 15 Kenner - 2946 - 15. Oktober 2009 - 19:51 #

die idee hinter dem vergleich ist sicher das verfolgen unschuldiger aus paranoidem wahn, machtgier und verdrehten werten heraus.

und mir sind beide parallelen aufgefallen, auch die mit der bücherverbrennung. die mit der hexenjagd eben immer, wenn computerspiele wiedermal die christlichen werte attackieren und es für manche mal wieder amoklaufende irre in den dunkeln der keller an der spielekiste hängen und ihren bund mit dem teufel... nunja.. das wohl nicht. aber offensichtlich sind wir gamer ja ähnlich schlimm.
hexenjagd = oftmals verteufelung gebildeter frauen (und anderes).
das hier = verteufelung der spieler und ihrer spiele.

es behaupte bitte auch keiner, es sei ihm nicht auch nur für ne millisekunde in den kopf geschossen, die bilder von bücherverbrennung oder hexenjagden. vielleicht ist das ZEIGEN des bildes am ende dann doch trotzdem etwas heftig. man sollte diese gedankengänge vielleicht eher dem leser der news überlassen und sie nicht forcieren. der leser wird schon selbst zu solchen gedanken kommen. ;)
außerdem wollt ihr sicher nicht, daß einer dem aktionsbündnis befreundeter beobachter auf der seite kommt und dann GG als eisbergspitze des verdrehten geistes der besessenen computerspielerszene (die ja wohl immer mehr übereinstimmt mit der szene der pedokriminellen und massenmörder) gesehen wird.

p.s. NOBODY EXPECTS THE SPANISH INQUISITION!

hoschi 13 Koop-Gamer - 1463 - 15. Oktober 2009 - 18:33 #

Sinnvoller wäre es Container für reale Waffen aufzustellen.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 18:40 #

Laut Informationen der Stuttgarter Zeitung, die wie so oft auch auf der dpa basieren, befürchtet das AAW Übergriffe. Daher möchte Schober einen privaten Sicherheitsdienst engagieren:

"Vorstand Hardy Schober, der bei dem Amoklauf seine Tochter verloren hat, sagte am Donnerstag: “Mit so viel Bosheit habe ich nicht gerechnet. Betroffene Hunde bellen.” Er sieht die Aufgeber der Mails in der Computerspiel-Lobby. Er überlege sich für die Aktion am Samstag einen privaten Sicherheitsdienst zu engagieren, weil es im Bündnis Bedenken wegen möglicher Übergriffe gebe."

amegas, stigma-videospiele

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 18:58 #

Mir fehlen echt die Worte. Unfassbar.
Jetzt drehen die sich die Kritik auch noch wie die das haben wollen.
Unglaublich.

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1563 - 15. Oktober 2009 - 21:57 #

Gerade deswegen müssen wir so neutral und objektiv wie möglich bleiben und unseren Kritikern damit den Wind aus den Segeln nehmen. Stell dir zb. mal eine Schlagzeile in BILD vor. "Computerspieler vergleichen trauernde Eltern mit Nazis". Bumm, Eigentor..

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 - 16. Oktober 2009 - 7:48 #

Was für ne Alptraumhafte Vorstellung, der Container umgeben von Demonstranten und irgendein Kind quält sich durch die Reihen um am Sicherheitsdienst vorbei ein Spiel zu entsorgen.
Also ich hoffe echt, das da nix passiert.
Mein Vorschlag wäre, wer da hingeht, werft ihnen ne Blume in den Container, das sagt alles.

rated-cm 09 Triple-Talent - 281 - 15. Oktober 2009 - 18:49 #

Langsam habe ich das Gefühl, das die Politiker und Presse die Gamer mit absicht provoziert um dann zu sagen das die Spiele uns aggresiv gemacht haben...

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 19:04 #

Das glaube ich langsam aber sicher auch.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 19:00 #

"Tolle" News, tolles Bild! Erschreckend provokante Aktion der "Spielevernichtung"... so gehts bergab mit unserer Freiheit.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 19:08 #

Kann sich bitte irgendwer das mit Fotokamera anschauen und dann hier eine News schreiben am Wochenende?

Vielleicht noch eins, zwei Fragen an die Veranstalter richten?

Nach soviel Diskussion sollten wir da schon vor Ort sein! Vielleicht wird es ja ein vielbeachteter Event, vielleicht stehen da aber auch nur ein paar Sicherheitsleute und ein leerer Container...

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12200 - 15. Oktober 2009 - 19:35 #

Das ist eine sehr gute Idee. Aber es sollte schon jemand sein der auch vernünftige Fragen stellt und derjenige sollte auch ordentlich Auftreten.
Und sonst finde ich wäre es sinnvoll, wenn alle Gamer einfach Zuhause bleiben und die Veranstaltung ignorieren. Das würde die ganze Sache in die Leere laufen lassen. Nichts wäre schlimmer wenn Gamer dort auftauchen und sich daneben benehmen würden.

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 19:43 #

Ich hab sone Wut im Bauch deswegen das ich die Veranstaltung sogar ganz sicher ingorieren werde. Nachher liefer ich denen auch noch Futter für ihre Hetzkampagne. Beschwerdemails werden, wie weiter oben bereits jemand schrieb, schon vom Verband gegen uns Gamer verwendet. Das zeigt für mich doch eher das es nur um Provokation geht unter dem Deckmantel der Trauer. Das ist aber nur meine Ansicht zu der Sache.
Den Dialog scheint man ja nicht wirklich zu suchen. Für mich ist das pure Meinungsmache auf eine sehr abstoßende Art.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 19:55 #

Du weißt nicht, was die für Mails bekommen haben. manche Menschen scheinen recht schnell recht schwere verbale Geschütze aufzufahren, und vielleicht machen sie sich ja wirklich Sorgen, dass es zu "Übergriffen kommt".

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 20:06 #

Ok, stimmt schon. Wenn man aber sich den Eintrag der Stuttgarter Zeitung durchliest, kommt es dort in keinsterweise zur Differenzierung zwischen kritischen und beleidigenden E-Mails. Tut mir leid, aber Leuten die solche Aktionen aus dem Hut zaubern traue ich auch nicht mehr zu das sie da unterscheiden.

amegas (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 20:23 #

Hm,
also einige von stigma-videospiele haben sicherlich Mails geschrieben, aber von unserer Seite gab es garantiert keine Beleidigungen. Allerdings sind durchaus einige seeehr grenz wertige Kommentare zu unserem Artikel gepostet worden.... Oder Herr Schober fast Widerspruch als Beleidigung auf. In TV berichten hat er des Öfteren die Dialogbereitschaft des AAW betont. Allerdings ist mir niemand bekannt der jemals eine Antwort auf kritische Mails vom Bündnis bekommen hat.

Bedenkt bitte dass Herr Schober und das AAW im Umgang mit der Presse Profis sind. Hardy Schober hat mehr Interviews un TV Auftritte gehabt als so manche Prominente. Der Schachzug mit dem Sicherheitsdienst ist Ihm gelungen.

amegas, stigma-videospiele

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 15. Oktober 2009 - 20:10 #

Als Spieler nicht aufzutauchen halte ich auch für die beste Lösung. Sollen sie doch ihren Mummenschanz alleine machen. Was soll man denn machen ohne Lobby und Interessenvertretung? Wer in diesen Zeiten öffentlich Partei ergreift für Computerspiele(r) wird doch von allen Seiten angegriffen und niedergebrüllt

Gadeiros 15 Kenner - 2946 - 15. Oktober 2009 - 20:14 #

und bitte @ alle:
keine spieler sollten dahin gehen. und wenn, dann nur zum friedlichen protest.. beileid ausdrücken aber den weg offen ablehnen (nicht mit kampfparolen oder sowas).
bitte nicht stänkern, gegenschreien oder sowas. zeigt mitgefühl, ruhe und besonnenheit,
denn jegliche gezeigte aggression- ja selbst wenn es der freien meinungsäußerung und gegen diese dümmliche veranstaltung geht wird die berserker dort nur von ihren zielen überzeugen. dann ist man potentieller amokläufer, der auch noch auf den gräbern der toten tanzt ohne reuhe und mitgefühl..

vielleicht selbst spielsammlung aufmachen am selben ort. aber dann aber mit dem ziel des organisierens einer ab18-lanparty mit diesen spielen (als preise?). denn das friedliche miteinander oder das wettbewerbsähnliche gegeneinander können nur ein weg sein, dem mobbing und dem sozialen abschiebens entgegenzuwirken, die die wahren auslöser von amokläufen sind. und schließlich sind spieler ab 18 wie andere menschen auch zur ausübung nicht-gesetzwidriger hobbies zugelassen.
(und gamer können sicher was schöneres als ein einzelnes trikot zusammenkratzen.)

btw: spielt die deutsche nationalelf auf ihren ausflügen nicht selbst an der xbox und der ps3, wenn sie im hotel sind? gegen spieler mit dem preis eines spielers.. joa genau so muss es sein ;)

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 20:16 #

Sehr guter Beitrag. In jeglicher Hinsicht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29371 - 15. Oktober 2009 - 20:31 #

Ich wäre ja dafür, die Großeltern zu überzeugen, dort hinzugehen um mit dem Bündnis über Bücherverbrennungen zu reden. Das sollte denen mehr zu denken geben, als jeder Gamer der sich zu der Zeit in Stuttgart aufhält.

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 - 16. Oktober 2009 - 7:38 #

Deinem Friedensappell schleiße ich mich gerne an.
Wer dort hingeht und ich ich befürchte das es einige sein werden,
sollte sich bitte unbedingt friedlich verhalten.
Werft ihnen doch Blumen in den Container.

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 19:57 #

@Tyrm:

Nö, garantiert nicht. Was die Eltern da vorhaben, IST doch gerade das Problem: Ausgrenzung, mit dem Finger auf andere zeigen, wir vs. die etc. etc. Durch soetwas wird doch Gewalt gerade provoziert!!! Warum haben die Eltern der ermordeten Kinder gar nicht erst VERSUCHT mit den Eltern des Amokläufers das Geschehene zu verarbeiten??? Richtig, weil sie es gar nicht WOLLEN!!!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 20:03 #

Halte dich mal mit den Großbuchstaben zurück.

Es steht dir nicht zu, darüber zu urteilen, ob die Eltern der getöteten Kinder mit den Eltern des Mörders reden sollten, oder sie dafür zu kritisieren, wenn sie es nicht wollen.

knurd 14 Komm-Experte - 2089 - 15. Oktober 2009 - 20:08 #

Nobody expects the spanish inquisition. Und die Mods. Tarah!

Nur mal vorsorglich, da dieses Thema einen relativ hohen Reizwert aufweist, eine kleine Warnung: Postings mit Beschimpfungen und ZU VIELEN GROSSBUCHSTABEN!!11 werden von uns gelöscht. Und geahndet usw.
Führt die Diskussion zivilisiert und alles ist gut.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 20:26 #

[von Floyd Ryan]Ich verstehe nicht was ihr erwartet. Zuerst polarisiert ihr mit einem unangemessenen NS-Vergleich, ja, ein NS-Bild ist nun mal ein NS-Bild. Und nun wundert ihr euch, dass einige Leute aufgestachelt reagieren.
Ich glaube ein wenig mehr Differenzierung hätte nicht geschadet.
Auch ich empfinde die Aktion als völlig fehlgeleitet, aber hier ist jedes Maß abhanden gekommen, womit ich mich auch auf bereits gelöschte Kommentare beziehe. Genau deswegen verstehe ich auch nicht die Absicht dieser News. Abstraktion ist die eine Sache, Pauschalisierung eine andere. Ich empfinde Hetze in jeder Form als abstoßend und will damit nichts zu tun haben.

Zum Vergleich der Kommentar des Autor Michael Bonke der analogen PC-Games News zu diesem Thema: "In eigener Sache: Der Autor muss sich an dieser Stelle völlig überzogene und unangebrachte aber leider sehr naheliegende geschichtliche Analogien verkneifen und bittet auch die Community um selbiges..."

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 20:32 #

Also ich hab von denen genau sowas schon erwartet, wie du selbst sagst und bin nur empört darüber das sich das auch noch bestätigt. Was mir mal wieder ein wenig die Hoffnung auf Einsicht und in den Menschenverstand genommen hat.
Und das du hier wieder auftauchst (mit stolz geschwellter Brust) natürlich auch ;)
Aber lassen wir das, ich wurde ja schon ermahnt. Aber du regst mich schon fast so auf wie Aktion der AAW.

Tyrm 08 Versteher - 151 - 15. Oktober 2009 - 20:35 #

"denen"? Da war nur einer, ich hab nur was dagegen gesagt.

prax 10 Kommunikator - 465 - 15. Oktober 2009 - 20:36 #

Ich meine den AAW.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 20:48 #

[von Floyd Ryan]Offenbar fällt es dir schwer mit anderen Meinungen umzugehen.

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1563 - 15. Oktober 2009 - 22:51 #

@prax Du erwartest, dass das Aktionsbündnis in Winnenden dein Hobby toleriert während du durchgehend Intoleranz gegenüber anderen Meinungen zum Ausdruck bringst. Versuch doch mal bis 100 zu zählen bevor du deine wütenden Gedanken direkt in die Tasten haust, das hilft manchmal. (Bei mir zumindest.. ;) )

knurd 14 Komm-Experte - 2089 - 15. Oktober 2009 - 20:33 #

Oh, es sei gesagt, ich wundere mich nicht darüber das einige Leute aufgestachelt reagieren, denn wir sind hier auf einer deutschen Website und alles was mit Du-weisst-schon-wem zu tun hat wird wenn überhaupt nur mit den Fingerspitzen angefasst und droht auch dann zu explodieren. Ist mir schon klar. Verstehen tu ichs trotzdem nicht wirklich. Aber das ist nicht der richtige Ort um über das Verhältnis und die Schuldgefühle der neuen Generation der Deutschen zur NS-Zeit und meine Meinung darüber zu sprechen.

Ich finde den Vergleich gerechtfertigt, aber ich bin a) Schweizer und dementsprechend weniger sensibel und b) gegen so ziemlich jede Form der Zensur. Das meine Ideale nicht allen passen und auch nicht umgesetzt werden können ist mir klar. ;)

Dies mal kurz von meiner Seite. Und nun zu dem was wir erwarten:

- Keine Flames und kein rumgeschreie.
- Oh...Liste ist schon fertig...

Sich zivilisiert über Meinungsverschiedenheiten zu unterhalten sollte auch bei Du-weist-schon-wer möglich sein.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12200 - 15. Oktober 2009 - 21:30 #

Also ich wollte mit der Meldung sicher niemanden Anstacheln, oder jemanden Volksverhetzung vorwerfen. Ich wollte einfach nur drauf hinweisen was dort geschieht. Und das einige sich nicht unter Kontrolle haben ist leider schade aber im Internet, und in der heutigen Generation, nicht anders zu erwarten.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 22:06 #

[von Floyd Ryan] Es war auch nicht gegen dich gerichtet, sonder gegen die Bildwahl.
Aber Jörg hat mir schon per PM klar gemacht, dass:
"Du scheinst mir mit Vorwürfen sehr schnell zur Hand zu sein, und Dinge gerne misszuverstehen. Ich werde diese Unterhaltung mit dir nicht fortsetzen."

Ich kann nicht erkennen, wo ich zu schnell Position beziehe. Auch die Bildwahl habe ich durchaus verstanden. Was ich sehe ist nur eine stark überempfindliche Spielergemeinde.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 22:46 #

Lieber Floyd Ryan: Weißt du, wieso Private Messages so heißen? Weil sie privat sein sollen. Eine PM öffentlich zu machen, finde ich ungefähr so okay wie einen privaten Briefwechsel zu veröffentlichen.

Aber wenn schon, dann solltest du schon den ganzen Thread bringen, der damit begann, dass ich dir von mir aus geschrieben habe, dass ich es gut finde, dass du deine konträre Meinung hier vertrittst. Zudem schrieb ich dir, dass du auf das Wort "Idiot" bitte verzichten sollst, weil du dich damit angreifbar machst. Und dass wir dich eigentlich hätten verwarnen müssen deswegen.

Auf deine wenig nette Antwort auf meine 1. PM schrieb ich dir dann nochmal eine Erklärung und dann die beiden Sätze, die du hier so schön selektiv zitierst.

Deine letzte PM an mich hatte den Inhalt, ich solle deinen Account sofort löschen. Ich mache noch kurz einen Snapshot von unserer kleinen Diskussion, und dann erfülle ich dir deinen Wunsch.

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 22:59 #

danke

Floyd Ryan (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 23:11 #

Ich habe überhaupt nichts dagegen wenn du den ganzen Dialog hier veröffentlichst und ich habe auch nur durchsickern lassen, dass du auch nicht mehr bereit bist per PM zu reden. Zu dem Thema hast du übrigens nicht ein einziges Wort geschrieben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 318645 - 15. Oktober 2009 - 23:46 #

Du meinst mit "dem Thema" vermutlich den Vorwurf in deiner PM-Antwort, mich würden "die ganzen direkten Nazi-Vergleiche" in den Comments nicht stören, und ich hätte ihnen einen "Freifahrtschein ausgeteilt".

Ich habe das als Frechheit von dir empfunden. Und auch eine seltsame Art des Umgangs miteinander, nachdem ich dir geschrieben hatte, dass ich es wichtig finde, dass du deine Meinung hier vertrittst.

Daraufhin habe ich dir geschrieben, dass ich die PM-Diskussion mit dir nicht fortsetzen möchte. Das will ich mittlerweile auch öffentlich nicht mehr. Du kannst hier dennoch gerne weiterposten.

Joachim Gebler (unregistriert) 16. Oktober 2009 - 0:44 #

Herr "Floyd Ryan",

Leute wie Sie, die vor Rechtschaffenheit nicht laufen können, und anderen ständig irgendwelche Dinge unterstellen, würde ich weniger geduldig behandeln als Herr Langer. Mit Ihrer Account-Löschung hat er Recht.

Vermutlich müsste ich nun noch ein Bekenntnis zur bundesdeutschen Verfassung ablegen, weil ich oben zwei Mal "Recht" geschrieben habe, dabei vielleicht das "s" vergessen habe und damit andeuten könnte, dass ich Nazis toll finde.

Aber da Sie so auf dem Thema rumreiten: Der nächste Hitler -- Gott bewahre uns davor! -- wird kein Schnurrbärtchen tragen und seltsam sprechen. Wer keine Vergleiche zulässt mit NS-Bücherverbrennungen, und mögen sie übertrieben sein, wer immer nur sagt, "Das war damals aber viel schlimmer, das darf man gar nicht vergleichen", der wird auch nicht bemerken, wenn sich braunes Gedankengut tatsächlich wieder in den öffentlichen/bürgerlichen Raum einschleicht.

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 16. Oktober 2009 - 1:18 #

Eine kurze Klarstellung: Die Löschung des Accounts erfolgte auf eigenen Wunsch des Users.

Der zweite Punkt: Persönliche Attacken gegen User sollten in dieser Diskussion nichts zu suchen haben, selbst wenn sie anscheinend provoziert wurden. Das gilt für alle Lager. Das hatte ich oben bereits einmal angemahnt und das ist auch weiterhin die Prämisse, die jeder vor Abschicken seines Kommentars verinnerlichen sollte!

Anonymous (unregistriert) 15. Oktober 2009 - 22:00 #

Wenn ich an "Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen" denke ich zuerst an die Gebrüder Mann oder Kurt Tucholsky, was falsch ist, denn das Zitat kommt von Heinrich Heine, der längst tot war, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Das Bild stört mich nicht, weil es sich nicht heute, sondern in meiner Schulzeit eingebrannt hat, wo Amokläufe an Schulen kein Thema waren.

Hinter den sich bewegenden Bildern, die auf Computerbildschirmen flimmert, verbirgt sich immer noch eine Sprache, die das Ganze zusammenhält. Eine Sprache, die viele nicht mal im Ansatz verstehen und sie auch nicht verstehen werden oder wollen, aber Raubkopien als legitim und Freeware und Open Source als Selbstverständnis und als Selbstverständlichkeit ansehen. Wer immer noch nicht versteht, ich spreche nicht von der Ausdruckskraft, sondern von der Programmmiersprache und der Programmiertechnik.

Was hat man für eine Aufriss, um den Satz "Soldaten sind Mörder" von Kurt Tucholski selbst vor Gerichten gemacht und das Wort Killerspiele wird mit einer aggressiven Gleichgültigkeit behandelt, wo eigentlich niemand weiss, was gemeint ist und jeder sich eine eigene Definition baut. Wenn es ursprünglich an Paintballspieler gerichtet war, dann frage ich mich, warum ich weiterhin bis zum sechzigsten Lebensjahr Wehrdienstbereitschaft zeigen soll, wenn ich bei Videos von Paintballspielern nur das körperliche Training sehe, den Kopf unten zu halten, was in einem möglichen Verteidigungsfall von mir gefordert wird.

Aber in dem Artikel geht es nicht um Paintball oder Verbrennung von CDs oder Büchern. Spekulation, das die Spiele in eine staubigen Museumslager gelagert werden. Wie alles, wenn man sich das kommende Wochenende bildlich vorstellt. Wer kann, sollte hingehen, die Dialogbereitschaft prüfen und den Dialog suchen. Wie er oder sie das tut sei jedem selbst überlassen. Egal ob nun provokant oder demütig. Eine zerbrechliche CD in eine kalten Kontainer werfen macht man aus den unterschiedlichsten Gründen. Genauso wie man eine Rose gebrochen hat, um sie einem Grab beizulegen. Frage mich, welche Reaktionen es auslösen würde, wenn ich unter Tränen ein Kruzifix, die xte Auflage vom Grundgesetz oder die Deutschlandflage in diesen kalten Kontainer werfen würde. Wie ein Gespräch ablaufen würde, meine Sicht der Dinge bei Kaffee und Kuchen darzustellen, damit niemand mit kalten Gedanken nachhause geht. Denn ich frage mich wirklich, wie diese kalte Aktion, egal mit wieviel gemeinschaftlichen Beiwerk sie auch geschmückt wird, Auswirkungen auf die Beteiligten hat.

Sehenswert wäre sicher der Auftrit von Julia Doubrawa, die in ihrem Musikvideo "It's so cold" mehr Ausdruckskraft zeigt, als vieles was die Medienwelt täglich ausspuckt. Ausdruckskraft als Gabe, die bei Jacqueline, Ibrahim, Stefanie, Selina, Viktorija, Nicole, Chantal.Jana, Kristina, Michaela, Nina, Sabrina, Franz, Denis und Sigurt leider nur noch in Erinnerungen der Hinterblieben weiterlebt.

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 10:05 #

Ist man nicht im Satirebereich oder als Historiker tätig, dann ist's immer ein schmaler Grad mit Inhalten aus dem Dritten Reich zu hantieren. Viele Aussagen, ob zu recht oder zu unrecht, verunglücken dabei.

Wär der Jörg Chefredakteur eines bekannten Printmagazins, dann müßte er sich wohl öffentlich Entschuldigen oder wäre seinen Posten los. Auf so ner Seite geht das halt noch eher unter.

Mir fällt bei der Diskussion ein Spruch von Gerhard Polt ein: Toleranz is nix anders, als wie wenn ma's aushält.

Anonymous (unregistriert) 16. Oktober 2009 - 10:15 #

Genau das ist auch mein Gedanke. Vergleichen kann man alles mit allem, aber ob es angemessen ist sollte man sich dabei schon überlegen. Dass es sich hierbei um eine Frage der persönlichen Sichtweise handelt ist klar, aber mich erschreckt doch sehr mit welcher Aggression hier teilweise gegen andere Meinungen vorgegangen wird. Alles in allem hinterlässt diese News und die folgende Diskussion bei mir einen schlechten Nachgeschmack.

Wolsga 13 Koop-Gamer - 1515 - 16. Oktober 2009 - 10:29 #

Ich finde man kann auch mal einen Vergleich ziehen ohne das alle in Ohnmacht fallen.
Wir sind nun mal alle so erzogen und der Vergleich und die Verwendung des Bildes zeigt doch, das die damalige Zeit gegenwärtig ist.
Es ist doch gut wenn die Aktion des AAW mit der Vernichtung von Medien sofort solche Bilder erzeugt und man das wiedergibt.
Das heist doch, das unser demokratisches Gewissen funktioniert,
im Gegensatz zu den traumatisierem und blind agierendem Projekt "Familien gegen Killerspiele".

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 10:42 #

Nur daß der Vergleich hinkt und angesichts der Bedeutung nicht angemessen ist; da hat Jörg sich und der Sache einen Bärendienst erwiesen. Es ist immer leicht sich demokratisch und aufgeklärt zu gebaren, solange man nicht als Opfer involviert ist.

prax 10 Kommunikator - 465 - 16. Oktober 2009 - 11:09 #

Und als Betroffener ist es immer schwer objektiv zu bleiben.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 16. Oktober 2009 - 11:26 #

Wenigstens geben wir uns die Mühe zivilisiert aufzutreten und zu differenzieren im Gegensatz zu Politik und Medien, die überwiegend reißerisch und unjournalistisch berichten.
Ich verstehe auch wenn die Emotionen bei einem solchen Thema hochkochen aber wenn jetzt am Samstag ein Mob wütender Gamer dort auftaucht und gar die angeheuerte Security eingreifen muß, werden sich ALLE bösen Zungen bestätigt fühlen.

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 12:05 #

Ich sag's mal so: Wenn ich mich für ein Thema eher im abstrakteren Sinne und von der bequemeren Sofaseite aus engagiere, dann hat man sicherlich eine etwas andere Sicht auf die Dinge, als wie wenn man real davon betroffen ist; es sei denn man hat bereits vergleichbare Lebenserfahrungen auf andere Gebieten gesammelt. Objektivität schließt dies nicht von vornherein aus, aber es läßt einen anders bewerten.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1785 - 16. Oktober 2009 - 13:04 #

Ein Angehöriger eines Opfers zu sein, ist jedoch kein Freibrief für solche Aktionen. Bei aller Trauer: man kann doch nicht alle in einen Sack stecken, drauf hauen und sich ernsthaft wundern, dass sich wer regt. Nichts anderes geschieht hier mit Spielern und Spielen.

Das Schlimme ist eben, dass man hier lieber auf den Sündenbock haut und ihn am liebsten wohl verbannen wollte, statt die Trauer nicht derartig provokativ an einem Hobby und indirekt den Hobbyisten zu äußern.

Was würden die Leute unternehmen, wenn sie wüssten, dass in einer durchschnittlichen Schulklasse mindestens ein Junge sitzt, der dauerhaft mit Actionspielen zu tun hat? (Die Angabe beruht lediglich auf eigenen Erfahrungen. In meinem Falle waren es sogar 90% Spieler in mehreren Schulklassen - und niemand lief amok, obwohl es die üblichen Außenseiter und seelisch angeknacksten gab.)

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 14:00 #

Wer steckt denn alle in einen Sack, haut drauf und erlaubt sich was für Aktionen?

Ist doch ihr gutes Recht sich zu organisieren und Dinge, die sie für gefährlich erachten, entsorgen zu wollen und für ihre Sache Partei zu ergreifen. Genauso darfst Du ja auch rumlaufen und Wir-Shooter-Spieler-sind-kein-Killer-Demos abhalten.

Wer bei dieser Aktion ernsthaft Paralleln zu den Verbrennungen im Dritten Reich zieht oder versucht bei Heinrich Heine Zuflucht zu finden, der hat in der Schule nicht aufgepaßt, es nicht verstanden oder will einfach nur provozieren.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1785 - 16. Oktober 2009 - 14:48 #

"Wer steckt denn alle in einen Sack, haut drauf und erlaubt sich was für Aktionen?"

Ich fühle mich als Actionspiele-Spieler eindeutig in einen Sack mit Amokläufern und sozialethisch desorientierten Menschen am Rande unserer Gesellschaft gesteckt und zwar von all jenen, die Spiele gleich komplett verbieten wollen, den Dialog nicht suchen, Spiele unhinterfragt als Sündenbock betiteln und obendrein sogar sehr provokant zur Vernichtung aufrufen.

Natürlich haben sie das Recht das zu tun, aber ein solches Vorgehen darf bemängelt werden; in meinen Augen muss es das sogar. Was ist das bitte für eine Art, sich mit den Geschehnissen oder einem vermeintlichen Problem auseinander zu setzen? Bei aller Freiheit in diesem Land, die wir noch (oder besser schon?) haben, mir persönlich geht -das- zu weit. Und ich finde dieser Aufruf zur Entsorgung ist schon ein bisschen was anderes, als die pure Demonstration gegen Action-Spiele, die sie selbst ja auch hätten organisieren können.

Achja: die Parallelen habe ich nicht gezogen, ich beziehe mich auch jetzt nicht auf sie, da ich mich zu dem Thema lieber ausschweige.

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 16:30 #

Mich stört es in keinster Weise, was sie tun. Es ist ihre Form des Protestes und es ist legitim. Ich fühle mich nicht diffarmiert oder sonst irgendwie gegängelt und ich spiele Videospiele länger als Du auf der Welt zu sein scheinst.

Mein Hinweis zu den Parallen war nicht auf Dich bezogen.

prax 10 Kommunikator - 465 - 16. Oktober 2009 - 16:40 #

Ist ja schön das es dich nicht stört. Viele stört es aber ganz gewaltig. Mich eingeschlossen.
PS: Alter schützt vor Torheit nicht.

melone 06 Bewerter - 1512 - 16. Oktober 2009 - 16:47 #

Jetzt steigt das Niveau aber spürbar!

prax 10 Kommunikator - 465 - 16. Oktober 2009 - 17:02 #

Und dabei wollte ich mich dem nur anpassen. Man lernt nie aus.

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1785 - 16. Oktober 2009 - 17:36 #

Was hat denn das mit dem Alter zu tun? Ich sage ja auch nicht, dass du wohl noch sehr jung und unerfahren bist, weil Dich der Bezug zur Bücherverbrennung stört - dem Volksmund nach kommt im Alter doch eigentlich die Gelassenheit.

Ich finde es auch absolut legitim, dass sie ihre Aktion im Rahmen der Demokratie durchführen. Ich sage lediglich, dass ich sie nicht gut finde, da sie keine sinnvollen Beweggründe oder Ziele hat und obendrein gefährliches potenzial birgt.

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 16. Oktober 2009 - 17:41 #

@prax: Erste Verwarnung!

melone 06 Bewerter - 1512 - 17. Oktober 2009 - 10:42 #

@LEiCHENBERG
Ich habe das mit dem Alter nicht deshalb geschrieben, um damit bevormundend zu wirken, sondern, weil ich damit sagen wollte, daß auch wenn man einem Hobby schon sehr lange und intensiv fröhnt, man immer noch genügend Toleranz, Gelassenheit und Verständnis aufbringen kann, um auch eine andere Seite zu verstehen.

Tyrm 08 Versteher - 151 - 16. Oktober 2009 - 20:35 #

Im Grunde hat niemand die Absicht entweder das Dritten Reich oder die Tat zu verharmlosen. Soviel Einsicht wurde wohl vorausgesetzt, es wird sich jedoch nicht etwa angemaßt, mit dem Bild die tatsächichen Verhältnisse hinter jedem der Bereiche zu vermitteln. Ein fiktives Bild würde wohl nicht annähernd diese Empörung unter den Kommentaren hervorrufen, die Assoziationen wären aber dennoch vorhanden und kommen auf Spielerseite oft von alleine. Wenn die Aktion nicht ein Übermaß an blindem Eifer hervorruft, verliert diese extreme Warnung freilich jede Relevanz.

deLuxe 04 Talent - 22 - 16. Oktober 2009 - 11:45 #

Ich finde die Aktion gut.

Nico Bellic (unregistriert) 16. Oktober 2009 - 14:29 #

Ich würde mir aus der Sicht der Spieler keine Sorgen machen. Die Aktion hat meiner Meinung nach Null Potetial. Welcher Zocker wirft denn seine Spiele, an denen er hängt und für die er sein Geld ausgeben musste, in den Container? Oder andersrum: Welcher "Killerspiele"gegner hat überhaupt ein Spiel zum reinwerfen?

Porter 05 Spieler - 2981 - 16. Oktober 2009 - 17:36 #

wow das erstemal wo ein Bericht eine 2. Seite für die Kommentare gebraucht wird.

tja selbst Guido Knopp wusste das mit Bildern aus dem 3. Reich beim Zuschauer immernoch Intresse geweckt wird :-)

Anonymous (unregistriert) 16. Oktober 2009 - 21:12 #

Quelle: Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler VDVC

Neuigkeiten

Freitag, 16. Oktober 2009: Mahnwache in Stuttgart findet statt

Soeben hat uns der Bescheid mit den Auflagen der Stadt Stuttgart erreicht. Somit wird die geplante Mahnwache morgen ab 10:30 schräg gegenüber des Kunstmuseums (auf dem Schlossplatz) stattfinden.
Hierzu fordern wir alle Spieler auf zu kommen. Wir wollen zeigen, was wir von der sinnlosen Verschrottung von Spielen halten. Spiele können Freundschaften entstehen lassen und geben Zuflucht vor dem Alltagsstress. Wir sind kein aggressiver Pöbel – auch wenn es einige Menschen so sehen wollen.
Bringt viele Freunde mit. Und wenn ihr habt auch alte Spiele und natürlich Transparente. Achtet aber darauf, dass ihr niemanden beleidigt. Auch wenn wir teilweise böse angegriffen werden – das ist nicht unser Niveau. Wir wollen schließlich zeigen, dass wir vernünftige Menschen und Anschuldigungen gegen uns völlig aus der Luft gegriffen sind.

Eine Mahnwache ist eine ruhige Veranstaltung. Wir reden sachlich mit Passanten, verteilen Flyer und zeigen so, dass wir nicht einverstanden mit dem einverstanden sind, was ein paar Straßen weiter passiert. Ihr braucht auch keine Angst zu haben, dass ihr etwas falsch macht. Gamer-Demos gehören zu den Veranstaltungen mit der positivsten Atmosphäre, die wir je erlebt haben. Wir helfen einander und für Fragen sind wir immer offen.
In diesem Sinne: Viel Spaß in Stuttgart.

deLuxe 04 Talent - 22 - 17. Oktober 2009 - 8:59 #

Richtig, Spiele können Freundschaften entstehen lassen, aber müssen es unbedingt Gewaltspiele sein?
Was ich teilweise auf CS-Servern mitbekommen habe, würde jedem Kritiker von "Killerspielen" Millionen Argumente bringen.

Larnak 20 Gold-Gamer - P - 24906 - 19. Oktober 2009 - 17:28 #

Und auf dem Fußballplatz im kleinen Dorf nebenan geht's anders zu? Wohl kaum - das ist eben der Umgang, der heute fast überall (unter jungen Menschen) miteinander gepflegt wird.
Auch beim Fußball rasten junge Spieler leicht aus und brüllen herum, wenn irgendwas nicht klappt oder jemand einen Fehler gemacht hat.

Auch, wenn mich persönlich diese Umgangsformen stören - ein Argument für oder gegen Killerspiele liefern sie nicht.
Das einzige Problem ist, dass eine betroffene Tastatur schneller kaputt geht als ein betroffener Fußball.

Timbomambo (unregistriert) 19. Oktober 2009 - 17:52 #

oh man warum war ich nur ne Woche krank und hab diese geile Diskussion verpasst...

ssi_heritage 10 Kommunikator - 494 - 26. Oktober 2009 - 5:27 #

Sie sollten lieber drann schreiben: Macht kaputt was wir nicht verstehen!

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon wieder lustig.

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