Indie-Check: Ginger - Beyond the Crystal
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC XOne PS4 MacOS
Bild von Vampiro
Vampiro 35520 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S9,C7,A7,J10
Dieser User unterstützt GG seit drei Jahren mit einem Abonnement.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDieser User hat uns zur Surge Aktion mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Debattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Reporter: Hat Stufe 10 der Reporter-Klasse erreichtDieser User hat uns an Weihnachten 2015 mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Bronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreicht

7. November 2016 - 12:46 — vor 49 Wochen zuletzt aktualisiert
Ginger - Beyond the Crystal ab 24,99 € bei Amazon.de kaufen.
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir regelmäßig ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der MarianZaunpfahlVampiro und Dominius betreut.

Der spanische Indie-Entwickler Drakhar Studio hat kürzlich mit Ginger - Beyond the Crystal einen 3D-Plattformer auf den Markt gebracht. Der geneigte Spieler denkt angesichts dieser Genre-Beschreibung möglicherweise an Klassiker wie Super Mario Galaxy. Dieser Vergleich trifft jedoch nur zum Teil zu, denn das Abenteuer der süßen Ginger bietet mehr als nur fordernde Levels. Ob ihr euer Gamepad zücken solltet, versucht dieser Indie-Check zu klären.
In den normalen Levels ist die Kamera fest. Hier geht es nach hinten, in die Tiefe weiter.
Mehr als nur ein Plattformer
Ginger - Beyond the Crystal hat folgende Vorgeschichte: Eine Göttin wohnt in einem Kristall, der wiederum mit anderen Kristallen verbunden ist, und sorgt für Frieden in der Welt. Darüber wachen auch drei Druiden. Wie es wohl niemand vorausahnen würde, der je ein Computerspiele-Intro gesehen hat: Tatsächlich werden alle Kristalle beschädigt und getrennt, sie verteilen sich über die ganze Welt. Jetzt hat die Stunde von Ginger geschlagen, die nicht nur die Kristalle reinigen und reparieren, sondern auch die Bevölkerung retten und drei zerstörte Dörfer wieder aufbauen soll.

Diese Dörfer dienen als Hub-Level. Mittels Kristallsplittern befreit ihr Dorfeinwohner und schaltet Portale zu den einzelnen Levels frei. Rote Kristalle betretet ihr, um sie zu säubern. Baumaterial für die Häuser liegt in Dörfern und Levels herum, oder ihr bekommt es für das Erfüllen kleiner Quests. Meist müsst ihr Gegenstände sammeln, Monster besiegen (ja, Ginger kann kräftig zuschlagen) oder ein Rennen absolvieren. Außerdem könnt ihr die Bewohner mit Items versorgen, damit sie glücklicher sind. Das Dorf als Hub ist eine nette Idee und sorgt für eine gestiegene Identifikation mit der Heldin und der Spielwelt. Die Jagd nach Baumaterial hilft zudem natürlich, die Spielzeit etwas zu strecken. Die Aufgaben der Dörfler sind, bis auf die Rennen, allerdings recht simpel. Es bleibt also eine Geschmacksfrage, ob euch die Simpel-Aufbau-Elemente der Hub-Levels gefallen oder nur vom Kernspiel ablenken.
Jedes Level wird in einem kleinen Video vorgestellt. Hier gilt es, bei frei beweglicher Kamera, die roten Kristalle zu säubern – und blaue einzusammeln.
Abwechslungsreiche Levels
Die 15 Levels sind optisch und von den Anforderungen her sehr abwechslungsreich gestaltet. In den normalen Levels ist die Kamera fixiert, ihr könnt aber immer mindestens ein Stück in die Tiefe laufen. Dadurch geht manchmal die Übersicht etwas flöten. Insbesondere bei seitlichen Sprüngen auf Oberflächen, die nicht die gesamte Tiefe einnehmen, sind wir oft daneben gesprungen. Da hilft dann selbst die an sich präzise Steuerung nicht weiter. Auch an schwierigen Passagen kommt ihr dank der sehr fair gesetzten Checkpoints recht schnell vorbei. Das gilt jedoch nicht für den "Old School mode". Denn dann heilt ihr an den Checkpoints nur, müsst aber nach eurem Ableben oder Absturz von vorne starten. So klappt es dann auch mit dem "Too many deaths..."-Achievement!

Wenn ihr Kristalle säubern sollt, drehen sich nicht nur zahlreiche Objekte in der Spielwelt, auch die Kamera ist frei beweglich. Bei einem Absturz verliert ihr ein Lebensblatt und werdet an den Beginn des Level gesetzt, müsst aber bereits gesammelte Kristalle nicht erneut sammeln oder Kristalle erneut säubern – zumindest, bis ihr auch das letzte Blatt verloren habt.

Im Laufe der Zeit befreit ihr auch bedeutende Bewohner der Spielwelt, die euch mit Kostümen ausstatten. Im Barden-Outfit müsst ihr an bestimmten Stellen (diese werden euch immer angezeigt) ein Melodie-Minispiel absolvieren, im Maus-Kostüm kommt ihr verkleinert durch enge Passagen, im Drachen-Look ist Feuer euer Freund. Da ihr alle absolvierten Levels erneut besuchen könnt, könnt ihr mit neuen Kostümen wie in einem Metroidvania zuvor unerreichbare Boni ergattern.
In den drei Hub-Levels rettet ihr Bewohner aus dem Kristall, baut Häuser wieder auf und erfüllt kleine Quests.
Fazit
Ginger - Beyond the Crystal ist ein unglaublich charmanter und putziger 3D-Platformer. Neben der knuddeligen Optik trägt auch der sehr gute Soundtrack zum Spielerlebnis bei. Hinter dem gefälligen Äußeren verbirgt sich ein zumindest im Old-School-Modus fordernder Titel, der bei uns zu dem ein oder anderen Fluch – oder auch Dark Souls-artigem Jubelschrei – geführt hat. Ein paar Macken trüben den positiven Gesamteindruck: Einmal sorgte ein Nachladeruckler für unser Ableben, zweimal glitchten wir in den Tod. Die Ladezeiten der Levels könnten auch einen Tick schneller sein. Insgesamt bleibt Ginger - Beyond the Crystal ein sehr empfehlenswerter und charmanter Titel. Zum großen Glück fehlt leider ein Koop-Modus.
  • 3D-Platformer mit Story
  • Einzelspieler
  • Für Fortgeschrittene
  • Preis am 5.11.2016: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Herzallerliebster und fordernder 3D-Platformer mit kleinen Macken.

Video:

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 7. November 2016 - 13:49 #

Sieht ja nett aus - aber Hüpfereien sind definitiv für Jüngere.^^

Lencer 15 Kenner - P - 3209 - 7. November 2016 - 14:05 #

Hurra, ich bin noch jung.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21149 - 7. November 2016 - 13:50 #

Der Name des Entwicklers scheint im ersten Satz zu fehlen.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35520 - 7. November 2016 - 14:13 #

Danke!

Aladan 23 Langzeituser - - 39240 - 7. November 2016 - 14:56 #

Danke für den Check.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39091 - 6. Dezember 2016 - 16:36 #

Das sieht ja richtig nett aus - als müsste es eigentlich auf einer Nintendo-Konsole erscheinen.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)